Die große Klima-Diskussion

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Bergfan
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergfan »

Trefferquote 100%:

Kräht der Hahn am Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.

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MarcoS_Skiing
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von MarcoS_Skiing »

Bergfan hat geschrieben: 16.11.2023 - 14:36 Trefferquote 100%:

Kräht der Hahn am Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.
Das stimmt wohl :lol:
:arrow: Auf meinem Instagram Profil _marco_skiing findet ihr neben stets aktuellen Storys aus
verschiedenen Skigebieten der Alpen auch aktuelle Skivideos für Tourismusverbände oder direkt für die jew. Skigebiete.
Gerne mal vorbeischauen oder noch besser: "Follow". :wink:
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TONI_B
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TONI_B »

Wie wäre es mit mehr Sachlichkeit?

https://www.dwd.de/DE/wetter/schon_gewu ... _node.html
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TONI_B
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TONI_B »

NeusserGletscher hat geschrieben: 16.11.2023 - 12:05 Vielen Dank für Deine ausführlichen Erläuterungen. Du hast nicht zufällig auch einen Energiezähler am Speicher, der darüber Auskunft gibt, wie viel Energie übers Jahr der Speicher tatächlich abgibt? Lädst Du den Speicher nur über Solar oder auch aus dem Netz, wenn die Kosten niedrig und die Prognose für die nächsten Tage schlecht ist? Ich denke, mit ein paar technischen Eingriffen sollte es auch möglich sein, bei längerer Schlechtwetterperiode die Speicher zu günstigen Konditionen aus dem Netz zu laden und dann Strom aus dem Speicher zu ziehen, wenn die Kosten viermal so hoch liegen.
Doch, diese Werte habe ich alle, müsste aber erst konkret nachschauen. Leider kann man den Speicher noch nicht aus dem Netz laden, wenn es preislich interessant wäre. Was auch wiederum netzdienlich wäre.

Edit: es sind ca. 2700kWh, die im Speicher gelandet sind!
Martin_D
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

MarcoS_Skiing hat geschrieben: 16.11.2023 - 10:16 Frage an die Experten:
über das angebliche Klima in einigen Jahren und sogar Jahrzehnten legt man sich schon ziemlich fest; aber wieso bekommen die Meteorologen nicht einmal eine genaue Wettervorhersage von morgen hin?
:rolleyes:
Setz dich mal mit dem Thema Wahrscheinlichkeit auseinander und denke mal über folgendes nach !

Wie kann ein Spielcasino sicher vorhersagen, dass sie nach 1000 Spielrunden beim Roulette einen satten Gewinn machen werden, obwohl sie nicht in der Lage sind, vorherzusagen, welche Zahl bei der nächsten Runde erscheint ?
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skifam
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von skifam »

Martin_D hat geschrieben: 16.11.2023 - 17:10
MarcoS_Skiing hat geschrieben: 16.11.2023 - 10:16 Frage an die Experten:
über das angebliche Klima in einigen Jahren und sogar Jahrzehnten legt man sich schon ziemlich fest; aber wieso bekommen die Meteorologen nicht einmal eine genaue Wettervorhersage von morgen hin?
:rolleyes:
Setz dich mal mit dem Thema Wahrscheinlichkeit auseinander und denke mal über folgendes nach !

Wie ein Spielcasino...
Da werden sich meine Nachbarn Rockström und Edenhofer echt freuen... ein wirklich origineller Witz...
Hab ich mir für die Weihnachtskarte auf.
MagnumPISkifam:

"Ein Leben ohne Skifoan ist zwar möglich, aber sinnlos."
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2021/22 Hintertux, Feldberg, St.Moritz-Corviglia, Klinovec, SerfausFissLadis
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2019/20 mir war 7 bis 15Tage danach ziemlich coronerich...: :naja: WolkensteinSelva,Val diFassa, Arabba, Corvara, St.Christina, FlimsLaaxFalera, Klinovec, Stubaital
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ThomasK
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von ThomasK »

MarcoS_Skiing hat geschrieben: 16.11.2023 - 10:16 Frage an die Experten:
über das angebliche Klima in einigen Jahren und sogar Jahrzehnten legt man sich schon ziemlich fest; aber wieso bekommen die Meteorologen nicht einmal eine genaue Wettervorhersage von morgen hin?
:rolleyes:

Wenn du n Versuche hast, dann bewegt sich die Standardabweichung in der Größenordnung von C * n^0,5, wobei C eine positive reelle Konstante ist.

Nimm, an du wirfst eine Münze, bei der die Wahrscheinlichkeit jeweils 0,5 beträgt, Kopf oder Zahl zu werfen. Dann ist es völlig illusorisch, das Ergebnis des nächsten Wurfes vorherzusagen. Lässt du aber die Zahl der Münzwürfe, die wir als n bezeichnen, gegen unendlich laufen, dann ergibt sich eine Standardabweichung in diesem Fall von 0,5 * n^0,5.

Die einfache Standardabweichung beinhaltet eine Wahrscheinlichkeit von 0,68268949... die doppelte Standardabweichung eine Wahrscheinlichkeit von 0,9544997... und die dreifache Standardabweichung eine Wahrscheinlichkeit von 0,9973002...

Wenn du also n mal die Münze wirfst und lässt n gegen unendlich laufen, dann wirst du für n gegen unendlich mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,68268949... mindestens 0,5 n - 0,5 * n^0,5 und höchstens 0,5 n + 0,5 * n^0,5 Zahl geworfen haben, mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,9544997... mindestens 0,5 n - n^0,5 und höchstens 0,5 n + n^0,5 Zahl geworfen haben und mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,9973002... mindestens 0,5 n - 1,5 * n^0,5 und höchstens 0,5 n + 1,5 * n^0,5 Zahl.

Wenn du also 100 Mal die Münze wirfst, dann wirst du also mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 0,95 zwischen 40 und 60 Mal Zahl geworfen haben.
Wenn du 10000 Mal die Münze wirfst, dann wirst du also mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 0,95 zwischen 4900 und 5100 Mal Zahl geworfen haben.
Wenn du 10^6 Mal die Münze wirfst, dann wirst du also mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 0,95 zwischen 499000 und 501000 Mal Zahl geworfen haben.
Wenn du 10^8 Mal die Münze wirfst, dann wirst du also mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 0,95 zwischen 49990000 und 50010000 Mal Zahl geworfen haben.

Man sieht also, dass der Quotient konvergiert, aber die Differenz mit der Wurzelfunktion gegen unendlich divergiert.

Etwas unschärfer ausgedrückt geht für n-> unendlich die Wahrscheinlichkeit EMPIRISCH (nicht analytisch!) gegen 1, dass du mindestens 0,5 n - n^(0,5+epsilon) und höchstens 0,5 n + n^(0,5+epsilon) für alle infinitesimal kleinen und positiven reellen Epsilon Zahl geworfen hast.

Die Begriffe unschärfer, schärfer, empirisch exakt 0 und analytisch exakt 0 erläutere ich noch kurz an ein paar Beispielen aus der Mathematik im Vergleich zum Alltagsleben.

Die Aussage Person A ist in Bayern ist unschärfer als die Aussage Person A ist in München, aber schärfer als die Aussage Person A ist in Deutschland.
Die Aussage, dass zwei unendliche Größen a und b gleich groß sind, wenn a / b = 1 ist, ist unschärfer als die Aussage, dass zwei Größen a und b gleich groß sind, wenn a - b = 0 ist.

Wir lassen n gegen unendlich gehen und losen eine natürliche Zahl zwischen 1 und n aus. Dann ist die Wahrscheinlichkeit eine Zehnerpotenz, also ^1, 10, 100, 10000, 100000, 10^6, 10^7 usw. auszulosen, empirisch exakt 0 da der Grenzwert C * ln n / n für n gegen unendlich nach 0 divergiert. Obwohl die Wahrscheinlichkeit, eine Zehnerpotenz auszulosen, empirisch exakt 0 ist, kann es aber dennoch passieren, dass trotzdem eine Zehnerpotenz ausgelost wird, da die Wahrscheinlichkeit nicht analytisch exakt 0 ist.

Die Wahrscheinlichkeit, wenn man zwischen 1 und n eine natürliche Zahl auslost, die Zahl 1,7 auszulosen, ist analytisch exakt 0, da das völlig ausgeschlossen ist.

Der Begriff analytisch exakt ist also bei weitem schärfer als der Begriff empirisch exakt!

__________________


Natürlich weiß man heute nicht, ob in Mitteleuropa der 15. Juli 2047 ein wärmerer Tag sein wird, als der 27. November 2047. Aber von der empirischen Datenlage her wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der 15. Juli 2047 in Mitteleuropa ein wärmerer Tag als der 27. November 2047 sein. Das können wir aber nur empirisch sagen, denn analytisch könnte das - aus welchen Gründen auch immer - trotzdem so sein.
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icedtea
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von icedtea »

Könnte man auch vereinfacht sagen, dass Wetter (vor allem in den Alpen lokal) innerhalb einer gewissen Spanne etwas von Chaostheorie hat, was sich nicht exakt vorhersagen lässt (auch lokal), während Klimavorhersagen aufgrund der Modelle ohnehin eher Tendenzen aufzeigen?

Bin in dem Thema Laie, aber glaube es so ähnlich verstanden zu haben 🤷‍♂️
Wo ich schon war:
Hochzeiger (1989), Ski-Zillertal 3000 außer Gletscher (viele Jahre ab 1993 :wink:), Kronplatz (2006), Söllereck (2008), Hauser Kaibling (2009 und 2014), Wildkogel (2010 - 2012), Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe (2013), Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch (2016 - 2019), Alpendorf/Wagrain/Flachau (2015 und 2018), Damüls/Mellau (2017), Planai/Hochwurzen (2019), Willingen (2019), Schnalstaler Gletscher (2019), Laax, Silvretta-Montafon, Brandnertal, Golm (2020), Hundseck (2021), Winterberg (2021), Arosa-Lenzerheide (2022), St. Moritz (2022), Ortisei, Seiser Alm und Sella Ronda (2023)
Als nächstes: 🤷‍♂️
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don pipone
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von don pipone »

MarcoS_Skiing hat geschrieben: 16.11.2023 - 13:50

"Die Wettervorhersage (von seriösen Quellen: DWD, ZAMG) hat über 90% Trefferquote für die nächsten 1-3Tage!"

Das ist mal ne GANZ steile These! :lol:

Aber ja, hauptsache man haut mal ne Zahl raus.
Das ist empirisch erwiesen, das das so ist.

Wohingegen natürlich das Bauchgefühl und Empfinden des Einzelnen zu Trugschlüssen führt.

Dir fallen nämlich die richtigen zutreffenden Prognosen bloß nicht so auf, wohingegen die grob "falschen" ewig hängen bleiben.

Wenn das Grillfest am Samstag scheiße war, weil es doch schon nachmittags um 5 gewittert hat und nicht erst nachts um halb 3, wie vorhergesagt, bleibt das halt in Erinnerung. Die korrekte Vorhersage für alle 5 Arbeitstage davor nimmt man aber gar nicht zur Kenntnis.

Bergwanderer
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer »

icedtea hat geschrieben: 16.11.2023 - 21:50 Könnte man auch vereinfacht sagen, dass Wetter (vor allem in den Alpen lokal) innerhalb einer gewissen Spanne etwas von Chaostheorie hat, was sich nicht exakt vorhersagen lässt (auch lokal), während Klimavorhersagen aufgrund der Modelle ohnehin eher Tendenzen aufzeigen?

Bin in dem Thema Laie, aber glaube es so ähnlich verstanden zu haben 🤷‍♂️
https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_ ... 0/6/8.html

"Nur den Göttern des Olymps scheint die ewige Sonne" ... :wink:
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Fab
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

icedtea hat geschrieben: 16.11.2023 - 21:50 Könnte man auch vereinfacht sagen, dass Wetter (vor allem in den Alpen lokal) innerhalb einer gewissen Spanne etwas von Chaostheorie hat, was sich nicht exakt vorhersagen lässt (auch lokal), während Klimavorhersagen aufgrund der Modelle ohnehin eher Tendenzen aufzeigen?

Bin in dem Thema Laie, aber glaube es so ähnlich verstanden zu haben 🤷‍♂️
Kann man so sagen.
Es sind schlicht extrem unterschiedliche Zeitskalen die modelliert werden.
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TONI_B
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TONI_B »

Und auch unterschiedliche Gitterpunktweiten!
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Spezialwidde
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Spezialwidde »

icedtea hat geschrieben: 16.11.2023 - 21:50 Könnte man auch vereinfacht sagen, dass Wetter (vor allem in den Alpen lokal) innerhalb einer gewissen Spanne etwas von Chaostheorie hat, was sich nicht exakt vorhersagen lässt (auch lokal), während Klimavorhersagen aufgrund der Modelle ohnehin eher Tendenzen aufzeigen?

Bin in dem Thema Laie, aber glaube es so ähnlich verstanden zu haben 🤷‍♂️
Das kann man genau so sagen. Deswegen spricht man in den Bergen auch von Mikrowetter bzw auch Mikroklima. Was dieses besonders auszeichnet: Es reagiert auf Änderungen der Makroausgangsbedingungen (Klimawandel, Großwetterlage, Störungstiefs etc) ganz besonders heftig während man das im Flachland eher weniger mitkriegt. Wenn du über längere Zeiträume mittelst ändert sich da gar nicht mal so viel aber die Schwankungen zwischen den Wetterextremen werden schneller und auch die Amplitude der Extremwetterereignisse steigt. In den Bergen war es ja immer schon mehr oder weniger normal dass an einem Tag 1 Meter Schnee fallen, dann kommt am nächsten Tag Föhn mit 15°C. Dann wieder Dauerregen. Dabei geben die Berge den Luftströmungen diverse Störungen, Ablenkungen und Wirbel mit was die Chaoscharakteristik perfekt macht. Man kennt es ja auch im Sommerurlaub, man sitzt in Südtirol ganz entspannt in der Badehose am Pool, schaut nebenbei auf den Fernseher an der Bar und sieht Autos und nen halben Berghang eine Straße runterschwimmen, dann sieht man dass das grad vor wenigen Stunden ein paar Täler weit entfernt war und staunt Bauklötze...
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gernot »

spannender Artikel in der NYT, va die charts sind sehr aussagekräftig.
How Electricity Is Changing Around the World

By Nadja Popovich Nov. 20, 2023

Carbon-free electricity has never been more plentiful. Wind and solar power have taken off over the past two decades, faster than experts ever expected. But it hasn’t yet been enough to halt the rise of coal- and gas-burning generation.
That’s because global demand for electricity has grown even faster than clean energy, leaving fossil fuels to fill the gap.
The dynamic has pushed up carbon emissions from the power sector at a time when scientists say they need to be falling — and fast — to avoid dangerous levels of global warming.
https://www.nytimes.com/interactive/202 ... -coal.html
Tyrolens
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Man merkt, dass der globale Wohlstand zunimmt.
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Mt. Cervino
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Mt. Cervino »

Streaming auch nicht vergessen, das auch sehr stromintensiv ist.
1 Stunde Netflix streamen verursacht in etwa genauso viel Co2 Emmisionen wie eine Stunde autofahren (Verbrenner) ...

Autonomes Fahren:
Ein vollautonom fahrendes Auto wird (wenn es denn mal so weit ist) ein vielfaches an Strom für das autonome fahren verbrauchen im Vergleich zur reinen Antriebsenergie.
D. h. die 18-30 Kwh Verbrauch, die ein E-Auto heute braucht, um 100 km weit zu kommen, werden im vollautonomen Betrieb auf weit über 100kwh ansteigen.

Darüber denkt heute noch keine nach, bis auf die Provider der großen Datacenter, die sich überlegen müssen, wo sie künftig den Strom herbekommen um die immer weiter wachsenden Datenmengen zu verarbeiten.
Last Destinations: Alpe Mondovi (I) / Lurisia (I) / Quattre Vallées-Verbier (CH) / Abetone (I) / Pragelato (I) / Via Lattea-Sestriere (I) / Zermatt-Cervinia-Valtournanche (CH/I) / Pila (I) / Venet (AT) / Hochzeiger (AT) / Hochoetz (AT) / Kühtai (AT) / Pitztaler Gletscher-Rifflsee (AT) / Valtournanche-Cervinia-Zermatt (I/CH) / Obertoggenburg (CH) / St. Moritz (CH) / Arlberg-Lech-Zürs (AT) / Skiwelt (AT) / Cervinia-Zermatt (I/CH) / Serfaus-Fiss-Ladis (AT) / Kleinwalsertal-Ifen-Fellhorn-Söllereck (AT/DE) / Pila (I) / Valtournanche-Cervinia-Zermatt (I/CH) / Bardonecchia (I) / Via Lattea-Sauze D`Oulx-Sestriere (I) / Serre Chevalier (F) / Kleinwalsertal-Ifen (AT) / Tignes-Val d`Isere (F) / Kaunertal (AT) / Gstaad (CH) / Kleinwalsertal-Ifen-Fellhorn (AT/DE) / Isola 2000 (F) / Valberg (F) / Rosiere-Thuile (I/F) / Valtournanche-Cervinia-Zermatt (I/CH) / Portes du Soleil (CH/F) / Vars-Risoul (F) / Serre Chevalier (F) / Carezza (I) / Catinaccio-Vigo di Fassa (I) / Latemar-Obereggen (I)
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Hast du eine Quelle für deine Zahlen? Woher kommen die?

Streaming wurde in den letzten Jahren deutlich energieeffizienter.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

Mt. Cervino hat geschrieben: 21.11.2023 - 09:17 Streaming auch nicht vergessen, das auch sehr stromintensiv ist.
1 Stunde Netflix streamen verursacht in etwa genauso viel Co2 Emmisionen wie eine Stunde autofahren (Verbrenner) ... .
Ich kenne den Vergleich deutlich weniger dramatisch:
Auf 100 bis 175 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Stunde Streaming kommt etwa eine Studie des Hamburger "Borderstep Instituts", also ähnlich wie die Emissionen eines Kleinwagens bei einem Kilometer Autofahrt.
Quelle:

https://www.forschung-und-lehre.de/fors ... aming-5969

(Hervorhebung von mir)
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GIFWilli59
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von GIFWilli59 »

Bei Stau muss das kein Widerspruch sein. 😉
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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Pancho
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

Mt. Cervino hat geschrieben: 21.11.2023 - 09:17 D. h. die 18-30 Kwh Verbrauch, die ein E-Auto heute braucht, um 100 km weit zu kommen, werden im vollautonomen Betrieb auf weit über 100kwh ansteigen.
Wie kommt man auf diese Werte? Wenn wir mal 100 km/h annehmen, d.h. also eine Stunde für besagte 100 km. Also hat das Auto Rechner im Einsatz mit 70 kW (!!!) Leistungsbedarf? Quelle wäre sehr interessant…
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von GIFWilli59 »

Mt. Cervino hat geschrieben: 21.11.2023 - 09:17 Autonomes Fahren:
Ein vollautonom fahrendes Auto wird (wenn es denn mal so weit ist) ein vielfaches an Strom für das autonome fahren verbrauchen im Vergleich zur reinen Antriebsenergie.
D. h. die 18-30 Kwh Verbrauch, die ein E-Auto heute braucht, um 100 km weit zu kommen, werden im vollautonomen Betrieb auf weit über 100kwh ansteigen.
https://www.heise.de/hintergrund/Autono ... 44564.html
Hier werden 2,5 kWh/100 km Mehrverbrauch genannt. Die effizientere Fahrweise eines autonomen Autos ist allerdings schon eingerechnet. Bin wirklich auf deine Quelle gespannt. Auch hier wieder eine Abweichung um Faktor 30...
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
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Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Beim echten autonomen Fahren fällt auch der Besitz am PKW weg und steigt damit die Auslastung der Karre stark an, was wiederum Ressourcen schont und THG spart.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gernot »

Pancho hat geschrieben: 21.11.2023 - 10:48
Mt. Cervino hat geschrieben: 21.11.2023 - 09:17 D. h. die 18-30 Kwh Verbrauch, die ein E-Auto heute braucht, um 100 km weit zu kommen, werden im vollautonomen Betrieb auf weit über 100kwh ansteigen.
Wie kommt man auf diese Werte? Wenn wir mal 100 km/h annehmen, d.h. also eine Stunde für besagte 100 km. Also hat das Auto Rechner im Einsatz mit 70 kW (!!!) Leistungsbedarf? Quelle wäre sehr interessant…
würd mich interessieren wie die zahlen zustandekommen!
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Pancho
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

gernot hat geschrieben: 21.11.2023 - 11:43 würd mich interessieren wie die zahlen zustandekommen!
Du meinst die Zahlen von Mt. Cervino?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von 3303 »

Tyrolens hat geschrieben: 21.11.2023 - 11:19 Beim echten autonomen Fahren fällt auch der Besitz am PKW weg und steigt damit die Auslastung der Karre stark an, was wiederum Ressourcen schont und THG spart.
Aber auch zu vielen zusätzlichen Fahrten führt.
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[Johann Wolfgang von Goethe]

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