Schon typisch deutsche Geschichte...
Mit vermutlich folgendem Ausgang: Es kommt keine neue Bahn. Und da die alte auf Dauer nicht wirtschaftlich zu betreiben ist wird der Betrieb eingestellt. Irgendwann kommen die Behörden auf den Trichter das die verottende Anlage gefährlich ist und sie wird abgebaut und verschrottet.
Dann haben wieder alle verloren
Ähnlichkeiten mit dem Grünten sind rein zufällig...
GIFWilli59 hat geschrieben: 16.11.2023 - 23:17
Ich glaube an der Winklmoosalm gehört die Dürrnbachhornbahn nicht dazu (?)
An der Kampenwand theoretisch schon, allerdings glaube ich, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis dort der Skibetrieb eingestellt wird...
Die Info ist ggf. stark veraltet und ich kann auch nicht mehr rekonstruieren, wo ich sie herhabe, aber:
Der Skibetrieb ist nicht profitabel, aber bei offizieller Einstellung des Skibetriebs ist die Betreiberfamilie zu einem vollständigen Rückbau der Anlagen verpflichtet.
Das wiederum ist so teuer, dass man lieber jedes mal den TÜV antanzen lässt und halt fährt, wenn genug Schnee liegt.
Wie das allerdings wiederum zur Weißen Wanne passt, keine Ahnung. Demnach müsste der List eigentlich abgetragen sein
zonk hat geschrieben: 19.11.2023 - 21:02
Dieses negative Szenario ist gar nicht unwahrscheinlich
BR: Gericht kippt Genehmigung zum Neubau der Kampenwandbahn
Die Kampenwandbahn im Chiemgau hat mittlerweile 65 Jahre auf dem Buckel. Daher wollten die Betreiber die Bergbahn umfangreich erneuern. Doch gegen die Genehmigung des Landratsamtes Rosenheim klagte der Bund Naturschutz. Und bekam jetzt recht.
"Laut Gericht ist die sogenannte seilbahnrechtliche Genehmigung des Landratsamtes für den geplanten Neubau der Kampenwandbahn unbestimmt und damit rechtswidrig. Denn aus dem Genehmigungsbescheid und den weiteren Unterlagen bleibe unklar, welche Bäume konkret für die Verbreiterung der Trasse für die Bergbahn gefällt werden müssten und ob diese im Schutzwald oder im Naturwald liegen. Zudem könne nicht ausgeschlossen werden, dass für den Neubau der Kampenwandseilbahn auch Baumfällungen im Naturwald erforderlich werden. "
Vielleicht kann man die Fragen des Gerichts noch ausräumen. Oder man montiert mehr per Hubschrauber. Ist allerdings teurer.
Aber dafür werden nicht so viele Bäume in Mitleidenschaft gezogen. Der zusätzliche CO2-Ausstoß dürfte für den BUND nicht interessant sein. Klimaschutz ist nicht deren Problem - so weit denken die meist nicht.
Hat jemand die im BR-Artikel am Ende erwähnte Presseerklärung gefunden?
Ich teile viele Anliegen des Bund Naturschutz und habe Verständnis für dessen Position beispielsweise bei der Diskussion ums Riedberger Horn, wo es darum ging, eine Seilbahn auf einen bisher unerschlossenen Berg zu bauen.
Hier ist aber offensichtlich, dass es dem Bund Naturschutz hier nicht wirklich um den Naturschutz geht, denn eine eine möglicherweise geringfügig breitere Seilbahntrasse ist kein massiver Eingriff in unberührte Natur.
Stattdessen geht es hier nur um Symbolpolitik (moderne Seilbahnen sind böse und müssen verhindert werden.).
das ist doch mal n kreativer Lösungsvorschlag. Vermutlich kommen aber selbst dann wieder irgendwelche Einwände auf Grund von "Einflugschneise vom Suppenhuhn" oder sowas, warum man die Stützen nicht so hoch bauen darf.
kaldini hat geschrieben: 23.11.2023 - 19:19
vielleicht könnte man ja höhere Stützen planen, so dass man über den Bäumen fährt?
Dann bräuchte man aber glaube ich eine Bergebahn. M.W.n. ist es beim Abseilen Pflicht, den Wald darunter zu roden. Soweit ich weiß, ist die Trasse der aktuellen Kampenwandbahn gerodet. Daher schätze ich mal, dass aktuell abgeseilt würde.
naja. Ne neue 2s wie in Oberstdorf wäre auf gleicher Trasse und vermutlich mit ähnlich vielen (wenigen) Stützen wie die bisherige Bahn möglich (ist ja auch ne 2S). Ist aber garantiert um ne gute Ecke teurer...
zonk hat geschrieben: 19.11.2023 - 21:02
Dieses negative Szenario ist gar nicht unwahrscheinlich
BR: Gericht kippt Genehmigung zum Neubau der Kampenwandbahn
Die Kampenwandbahn im Chiemgau hat mittlerweile 65 Jahre auf dem Buckel. Daher wollten die Betreiber die Bergbahn umfangreich erneuern. Doch gegen die Genehmigung des Landratsamtes Rosenheim klagte der Bund Naturschutz. Und bekam jetzt recht.
"Laut Gericht ist die sogenannte seilbahnrechtliche Genehmigung des Landratsamtes für den geplanten Neubau der Kampenwandbahn unbestimmt und damit rechtswidrig. Denn aus dem Genehmigungsbescheid und den weiteren Unterlagen bleibe unklar, welche Bäume konkret für die Verbreiterung der Trasse für die Bergbahn gefällt werden müssten und ob diese im Schutzwald oder im Naturwald liegen. Zudem könne nicht ausgeschlossen werden, dass für den Neubau der Kampenwandseilbahn auch Baumfällungen im Naturwald erforderlich werden. "
Mit dem geplanten Neubau der Kampenwandseilbahn ist ein Zielkonflikt entstanden. Einerseits soll die Technik der Trasse erneuert, andererseits der Naturwald geschützt werden. Die Entscheidung, ob dafür überhaupt Bäume entnommen werden dürfen und welche Ausgleichsmaßnamen dafür erforderlich wären, müssen die genehmigenden Behörden treffen
Gerade habe ich auf dem Pistenplan entdeckt, dass die Skilifte werden diesen Winter nicht fahren werden, für Skibetrieb wird nur die Kampenwandbahn selbst fahren. Glücklicherweise scheint das aber eine einmalige Sache zu sein, siehe hier. Der Pistenplan mit ausgegrauten Liften ist hier zu finden.
Weiß jemand warum die Lifte diesen Winter nicht fahren?
Oder ist das nur der Anfang vom Ende...
Edit: Habe gerade gesehen, dass die Antwort auf meine Frage schon in den Links oben enthalten ist.
Die Skilifte Rossleiten, Steinling und Kaltwasser und zugehörige Abfahrten (1 + 4 im Pistenplan) werden im Winter 2024/25 wegen Instandhaltungsarbeiten an der Hauptbahn nicht in Betrieb genommen. Der Skibetrieb mit der Kampenwandseilbahn auf der Hauptabfahrt (Abfahrt 2 und 3 im Pistenplan) zwischen Berg- und Talstation findet bei ausreichender Schneelage wie gewohnt statt.
Interessant, dass man wegen Instandhaltungsarbeiten an der Hauptbahn (also der Kampenwandbahn selbst) die anderen Lifte nicht öffnen kann. Jedoch ein Skibetrieb an eben dieser Bahn, die instandgehalten wird, scheint problemlos möglich. Letzte Wintersaison war ja ein Totalausfall aufgrund Schneemangel. Vielleicht will man heuer das Risiko mit dem Personal einfach nicht mehr eingehen.
Wäre extrem schade, wenn der Winter heuer viel Schnee bringt.
Vielleicht wird auch das Personal für die Lifte bei der Instandhaltung benötigt.
Es ist ja bekannt, dass die Ersatzteile für die Bahn nicht unbedingt von der Stange erhältlich sind. Evtl. muss man dann einige Mitarbeiter mehrere Wochen mit dem Herstellen der benötigten Teile beschäftigen.