Aufgrund der diffusen Lichtverhältnisse und weil es am Gemsstock eh immer schattig ist, lassen sich die Konturen auf den Bildern nicht immer super erkennen, trotzdem hoffe ich dass euch der Bericht gefällt.
Ich starte den Tag um 8.14 Uhr mit dem passieren des Drehkreuzes an der Pendelbahn Andermatt-Gurschen. Die Seilbahn schaufelt bereits seit 8.00 Uhr Wintersportler zum Zentrum des rund 40 Pistenkilometer grossen Skigebiets.
Zu dieser frühen Stunde sind es vorallem jugendliche Skirennfahrer, welche die Kabine betreten.
Aufgrund der sperrigen Rucksäcke der Renfahrer wird die Kabine auch nicht mit 60 Personen gefüllt. Ich erwische gerade noch ohne Wartezeiten die dritte Kabine des Tages.
Auf dem Gurschen angekommen entscheide ich mich als erstes für eine Sesselliftfahrt.
Das Wetter ist zu diesem Zeitpunkt noch gut, der Schnee ist griffig kompakt und gut präpariert, sodass Ich Viel Spass habe.
[ Die Standardvariante der verschiedenen Gurschenpisten. Noch hält sich der Andrang in Grenzen.
Beim zweiten mal hinunterfahren reizt mich dann die bestens aussehende Talabfahrt so sehr, dass ich gleich diese in Angriff nehme. Was folgt ist die Wahrscheinlich bislang beste Abfahrt meiner Skisaison.
Ohne Pause bewältigen ich die über 800 Höhenmeter und muss mich dabei zurückhalten, nicht laut loszujubeln.
Etwas ernüchtert bin ich schlussendlich an der Talstation, denn die Warteschlange reicht mittlerweile weit aus dem Gebäude der Pendelbahn hinaus, sodass es über eine halbe Stunde dauert bis ich wieder auf der Gurschenalp ankomme. Ich entscheide mich nun sogleich die Pendelbahn auf den Gemsstock hinauf zu nehmen, auch wenn ich dafür eine Kabine Wartezeit in Kauf nehmen muss.
Endlich auf dem Perron angelangt, fällt mein Blick sogleich auf die exponierte Trasse. Lediglich 2 Zwischenstützen werden benötigt.
Kaum bin ich aus der Kabine ausgestiegen, stürze ich mich sogleich auf die pulvrige Sonnenpiste, auch diese wurde bestens präpariert und macht dank leichtem Rückenwind mehr Spass als üblicherweise.
Eigentlich ist die Piste nichts besonderes, kaum fährt man in die schönen Hänge ein und findet seinen Rythmus, muss man schon wieder abbremsen und Ziehweg fahren.
[ Das tolle Panorama und die abgeschiedene Lage, sind trotzdem immer wieder ein Anreiz diese Piste zu fahren.
Mittlerweile hat auch der Schlepplift Lutersee den Betrieb aufgenommen, sodass es mich als nächstes dorthin zieht.
1975 wurde dieser Lift als zusätzliche Beschäftigungsanlage errichtet.
Ziel ist es bis heute einzig und allein den Wintersportler nach oben zu befördern. Komfort gibt es keinen, man wird förmlich nach oben gerissen. Da ich damit jedoch kein Problem habe, lege ich hier gleich einige Wiederholungsfahrten ein.
Unschwer zu erkennen, handelt es sich um einen Dreieckslift. Eigentlich gibt es neben der Hauptkurve sogar noch eine zweite etwas kleinere Kurve, welche mit schräg gestellten Rollenbatterien bewältigt wird.
Heute wird der Lift von ziemlich vielen Wintersportlern genutzt. Normalerweise ist das nicht so.
Auch die Pisten am Gurschen sind noch in gutem Zustand. Teilweise hat es viele Leute, wenn man jedoch kurz wartet, kann man trotzdem über die ganze Pistenbreite schön Carven.
Die meisten mobilen Schneekanonen werden bereits nicht mehr benötigt.
Die Pisten 74 und 74a sind tendenziell immer etwas weniger befahren als die "Standard-Variante"
Wartezeiten von einigen Sesseln wie heute am Gurschen-Flyer, sind nicht der Rede wert.
Etwa um 11.00 Uhr will ich den Gebietswechsel vollziehen. Obwohl am Nätschen nur die ziemlich langweilige Talabfahrt offen ist, rechne ich mir aus, dass es ungefähr eine Stunde lang wohl trotzdem Spass machen wird. Davor gehts jedoch nochmal auf die tolle Talabfahrt.
Damit der Fussweg durchs Dorf möglichst gering ausfällt gibt es vor dem letzten Viertel der Abfahrt einen Abzweiger, welcher einen direkt ins Dorfzentrum von Andermatt bringt. 5 Minuten benötigt man aber so oder so mindestens für den Wechsel in diese Richtung. Vom Nätschen zum Gemsstock sinds eher 10 Minuten.
NNun bin ich bereits an der Mittelstation Nätschen angelangt. Hier ist relativ viel los, denn das Kinderland ist geöffnet.
Auch auf der Talabfahrt ist einiges los.
Fussgänger, Schlittler und Skifahrer müssen sich die Passstrasse teilen.
Man muss nicht angeben, man kann keine Kurven fahren -> herzlich willkommen auf der langweiligsten Skipiste der Schweiz
Immerhin ist der Tunnel originell.
Und zumindest ermöglicht der letzte Hang noch zwei, drei Carving-Schwünge.
Als nächstes wage ich nun eine grössere Herausforderung. Ich fahre dort wo eigentlich die Skiroute währe, welche wiederum auf der ehemaligen schwarzen Piste verläuft.
Leider sind die Verhältnisse ziemlich bescheiden. Eine noch nicht richtig gebildete Buckelpiste, mit etwas Neuschnee, machen das Unterfangen zu einem Krampf.
Einmal zieht es mich dennoch noch nach oben, denn ich möchte nun auch noch die Abkürzungen zwischen den Serpentinen der Passstrasse testen.
Auch auf der noch gesperrten 1b sind die Verhältnisse nicht wirklich besser.
NNach dieser letzten Abfahrt, beschliesse ich also den ziemlich guten Ski(halb)tag um 11.40 Uhr und mache mich auf die Heimreise. Für mich ist das Angebot aktuell für einen ganzen Tag in Andermatt einfach noch zu klein, zumal ich am Nachmittag noch an "wichtigen Projekte" arbeiten muss.
Ich freue mich nun besonders auf die ersten Skitage im Grossskigebiet 4 Vallees nächste Woche, wo ich jeweils von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss durchfahren werde und auch dann noch nicht genug habe.
Vieleicht gibt es auch morgen noch einen Skitag in der Zentralschweiz, sicher ist jedoch noch nichts.
Danke an alle die den Bericht gelesen haben und auf einen guten Winter mit viel Spass im Schnee