Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

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fabile
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von fabile »

Nach den ersten Erfahrungen ist auch die Fahrzieleingabe völlig unbrauchbar. Die ist viel zu nahe an den Destinationstüren. Wenn die Halle gut mit Personen gefüllt ist, drückt da keiner drauf. Ich konnte da mehrmals draufdrücken und nichts passierte. Also weiss das System eigentlich nicht wo die Leute hinwollen. Eigentlich müsste es fünf Drehkreuze und Wahlschalter geben und fünf getrennte Zugänge zu den Türen, um alles sauber zu trennen und eine Kontrolle über das Abo machen zu können. Was allerdings extrem aufwändig wäre. Oder man wählt beim Drehkreuz seine Destination und bekommt ein Feedback beim verlassen der Bahn (was jeweils eine weitere Kontrolle benötigen würde). Im Sommer passt das vielleicht, im Winterstossbetrieb geht das nicht.

Und die Bahn wäre im Winter eine willkommene Entlastung für den Arenaexpress. Das Getto am Morgen währen den Feiertagen ist noch wirklich nicht premium.

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švi-nigel
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von švi-nigel »

Kris hat geschrieben: 28.12.2023 - 19:27
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EIDT:
Ist das kindisch. Der störend platzierte und große Banner im Video war zunächst nicht vorhanden, als ich den Artikel schrieb. Und ist offenbar einzig in diesem Video eingebaut worden, jedenfalls findet sich in den anderen Videos noch kein störend platzierter Banner. Dazu muss man erst mal auf die Idee kommen, einen solchen Move machen zu müssen. Immerhin, hier wird mitgelesen. Vorschlag: Banner genau in der Bildmitte platzieren, um die Klotzwirkung weiter zu verstärken.
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Seilbahnjunkie
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Kris hat geschrieben: 29.12.2023 - 01:12 Bei der Zonenteilung kann man durch Abschalten des Förderers verhindern, dass ein neues Fahrbetriebsmittel in eine besetzte Zone einfährt. Das habe ich mal ausprogrammiert bei einer KSB, wobei damals neu bei Einfahrt in eine jede Zone ein Zonenzähler gestartet wurde, der synchron mit der Geschwindigkeit des Förderers hochzählte. Bei der Ausfahrt aus der Zone musste der Zähler stets den gleichen Wert erreichen. Falls der Zähler einen Schwellenwert erreichte, wusste man, dass der Sessel irgendwo blockiert ist, zb. wg. defektem Förderer. Oder der Reifenförderer etwas Schlupf hat, z.B. wg. niedriger Reifendruck oder vereister Mitnehmerplatte etc.
Beim Rausfahren aus der Zone wurde der Zonenzähler auf Null zurückgestellt, und erst damit durfte ein Sessel einfahren, und den nächsten Zählervorgang triggern. Denke, dass das heute immer noch so gemacht wird?

Beim Ropetaxi geht das aber nicht, denn um ein Einfahren in eine blockierte Zone, zu verhindern müsste erst mal ein entsprechender Steuerbefehl an die Klemme gesendet und von dieser sicher empfangen werden, und dessen Steuerung muss dann den Motor auch sicher zum Stopp bringen.
Das kann man nicht, oder nur sehr aufwändig, sicher garantieren. Daher meinte ich, dass das System so ausgelegt sein wird, dass die Sicherheit in den Stationen nicht von den vielen kleinen Motörchen und deren autonomen Steuerungen abhängt. Im negativen Fall passiert eben ein Auffahr-bumser, oder die Klemme stößt an einen mechanischen Verriegler einer offenen Weiche an.

Damit kann auch die "autonome" Steuerung der Motörli in den Gondeln, mitsamt Abstandswächter, relativ banal aufgebaut sein, da nicht Sicherheitskritisch.

Fällt, egal wo in der Station, beispielsweise ein Motörchen(paar) aus, so kann damit sogar die Botschaft "Hallo Zentrale, hier Klemme 254, ich bin k.o., kann nicht mehr, und blockiere daher jetzt alles" verloren gehen, ohne dass daraufhin etwas Sicherheitskritisches passieren könnte.
Also jedenfalls, so ähnlich würde ich das konzeptionell denken wollen...
Grundsätzlich ist das alles kein Problem. Es gibt zahlreiche Bahnsysteme die vollautomatisch, teilweise auch mit sehr kurzen Folgezeiten, fahren. Die Frage ist nur, warum man das unbedingt so kompliziert machen muss. Und nur weil sich ein paar Ingenieure das ausgedacht haben, bedeutet das nicht, dass es sinnvoll ist. Creissels war ja auch ein Fan komplizierter Lösungen, dann später vereinfacht und damif verbessert wurden. Wenn sich dad Rope Taxi überhaupt hält, dann bin ich mir recht sicher, dass wir sowas hier auch erleben werden.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von fabile »

Die Lage am Flem entspannt sich etwas. Gestern nachmittag ohne Andrang bis Startgels gekommen. Geschwindigkeit ganz ok, wenn auch immer wieder kurz abgebremst wird (wegen einer Kreuzung in Foppa). Bremsen und anfahren dürfte nicht unbedingt nachhaltig sein. Flims Foppa immer noch mit viel mehr Andrang als nach Startgels.

Vielleicht ganz gut, wenn Cassons ein Jahr später käme, dann könnte man allenfalls noch Korrekturen am Design machen. Das Y könnte die absolute Komplikation werden. Ich würde da einen vom Rest abgekoppelten Betrieb zumindest mal einplanen.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von švi-nigel »

fabile hat geschrieben: 05.01.2024 - 08:11 Vielleicht ganz gut, wenn Cassons ein Jahr später käme, dann könnte man allenfalls noch Korrekturen am Design machen. Das Y könnte die absolute Komplikation werden. Ich würde da einen vom Rest abgekoppelten Betrieb zumindest mal einplanen.
Diese Gedanken teil ich gänzlich. Die nächsten Ausbaustufen werden die Systemkomplexität nochmals signifikant erhöhen, was den Winter 24/25 zur noch grössren Herausforderung machen dürfte. Aus BMF nahem Kreise hab ich gehört, dass man in Flums mit Hochdruck nach Lösungen sucht, damit sich das heurige Desaster keinesfalls mehr wiederholt. Der Imageschaden wäre für Flims eine Peinlichkeit ersten Ranges und für das Rope Taxi whl irreparabel. Auch weitre Etappierungen des Baus werden daher angeblich diskutiert.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von TPD »

Die technischen Kinderkrankheiten wird man sicher in den Griff bekommen.
Aber ich denke auch, dass die individuelle Zielwahl an einem Grosskampftag nicht wirklich funktionieren wird.
Besser wäre es wohl wenn an solchen Tage für jedes Ziel ein Tor und eine Taktdichte vorprogrammiert wird.

z.B.
Gondel 1 nach A
Gondel 2 nach B
Gondel 3 nach A
Gondel 4 nach C
Gondel 5 nach A
etc.

Ist ja in einer Stadt auch nicht anders. Bei geringer Nachfrage sind sicher 10 Taxis oder ein Rufbus mit individueller Route in Ordnung.
Aber wenn es dann plötzlich 10'000 Taxis und Kleinbusse braucht, dann ist wohl ein fahrplanmässiger Linienbetrieb mit Busse oder U-Bahnen effizienter.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Sehe auch so. Hier wird zwar eh immer mit "Großraumtaxis" gefahren (von der Größe her), aber man verschwendet ja trotzdem Kapazität, wenn die Gondeln bei großem Andrang nicht voll gemacht werden, weil die nächsten Fahrgäste wo anders hin wollen. Natürlich ist die Ausnutzung der Kapazität auch bei normalen EUB ein Problem, aber hier wird es noch verstärkt.

Die andere Kapazitätsausnutzung bei Spitzenbelastung ist übrigens auch ein Nachteil von Umlaufbahnen im ÖV, im Vergleich zu den klassischen Alternativen. Bei Systemen mit individueller Zielwahl, nicht nur Seilbahnen, ist das noch schlimmer. Bestes Beispiel sind Autos.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von TPD »

aber man verschwendet ja trotzdem Kapazität, wenn die Gondeln bei großem Andrang nicht voll gemacht werden, weil die nächsten Fahrgäste wo anders hin wollen. Natürlich ist die Ausnutzung der Kapazität auch bei normalen EUB ein Problem, aber hier wird es noch verstärkt.
Nicht unbedingt.
Gerade bei grösseren Gondeln ist es ja häufig ein Problem zu erkennen ob man hier überhaupt noch Platz hat. Bräuchte dann schon die unbequemen Sitzteiler.
Da könnte das neue System, wo die Gondel in einer "Haltebucht" wartet, sogar für eine bessere Auslastung sorgen.
Wenn es z.B. über dem Zugangstor einen Countdown mit der nächsten Abfahrt in XX Sekunden und Anzahl Freie Plätze hätte, dann könnte dies die Leute schon noch motivieren auch noch die verbleibenden Plätze aufzufüllen.
Bei normalen Umlaufbahnen ist halt die Verlockung schon gross auf die nächste Gondel zu warten. So nach dem Motto ich bin jetzt 10 Minuten angestanden, jetzt spielt es auch keine Rolle mehr auf die nächste Gondel zu warten wenn ich dafür den Sitzplatz frei wählen kann.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von fabile »

švi-nigel hat geschrieben: 05.01.2024 - 08:58
fabile hat geschrieben: 05.01.2024 - 08:11 Vielleicht ganz gut, wenn Cassons ein Jahr später käme, dann könnte man allenfalls noch Korrekturen am Design machen. Das Y könnte die absolute Komplikation werden. Ich würde da einen vom Rest abgekoppelten Betrieb zumindest mal einplanen.
Diese Gedanken teil ich gänzlich. Die nächsten Ausbaustufen werden die Systemkomplexität nochmals signifikant erhöhen, was den Winter 24/25 zur noch grössren Herausforderung machen dürfte. Aus BMF nahem Kreise hab ich gehört, dass man in Flums mit Hochdruck nach Lösungen sucht, damit sich das heurige Desaster keinesfalls mehr wiederholt. Der Imageschaden wäre für Flims eine Peinlichkeit ersten Ranges und für das Rope Taxi whl irreparabel. Auch weitre Etappierungen des Baus werden daher angeblich diskutiert.
Naja Desaster ist ein wenig übertrieben. Ein Start in der Höchstsaison ist natürlich Hochrisiko, ein Start Anfang Dezember wäre sicher besser gewesen, aber es gab da Verzögerungen. Läuft inzwischen sehr viel besser.

markus
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von markus »

Ja, man wird diese Neuheit sicher in den Griff bekommen. Siehe auch Le Envers in Frankreich, die damalige Top Neuheit von LST mit den ganzen Innovationen. Dort wurde dann nach 3 Jahren alles umgebaut und zurückgebaut in herkömmliche Seilbahntechnik. Und seitdem geht das Gerät so einigermassen.
Die Porsche Sesselbahn mit den Drehsesseln funktioniert doch inzwischen auch absolut Störungsfrei, oder?
(leichter Sarkasmus) ...
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Weisshorn »

markus hat geschrieben: 05.01.2024 - 21:17 Die Porsche Sesselbahn mit den Drehsesseln funktioniert doch inzwischen auch absolut Störungsfrei, oder?
(leichter Sarkasmus) ...
Ja, die Lavadinasbahn läuft soweit störungsfrei, der Drehmechnanismus ist allerdings windanfällig und wird daher eher selten aktiviert. Die BMF-Drehtechnik hat sich jedoch nicht durchgesetzt, meines Wissens wurde bisher keine andere Porsche Sesselbahn damit ausgestattet. Hoffen wir, dass der Rope Taxi Technik nicht das gleiche Schicksal blüht.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Radim »

Weisshorn hat geschrieben: 06.01.2024 - 08:38Ja, die Lavadinasbahn läuft soweit störungsfrei, der Drehmechnanismus ist allerdings windanfällig und wird daher eher selten aktiviert. Die BMF-Drehtechnik hat sich jedoch nicht durchgesetzt, meines Wissens wurde bisher keine andere Porsche Sesselbahn damit ausgestattet. Hoffen wir, dass der Rope Taxi Technik nicht das gleiche Schicksal blüht.
Doch, es gibt ein paar, z.B. die 6KSB/B Rusin Ski in Bukowina Tatrzanska in Polen. Soweit ich weiss, wird der Drehmechnanismus dort aber im Regelbetrieb gar nicht verwendet.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von ATV »

San Domenico ist auch damit ausgerüstet.
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-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Kris »

Wenig schön ist die Eröffnung der Anlage zur absoluten Hochsaison, bei offenbar nur wenig Vorlaufzeit, auch für die beteiligten Mitarbeiter. Die offenbar in hoher Anzahl vor Ort sein müssen. Sei es jene der Bergbahnen, aber wohl insbesondere auch jene von Bartholet, und jene der Steuer- und Leitsysteme. Hier werden wohl viele Nachtschichten geleistet haben, und mussten damit für den engen Zeitplan büßen.
Unter quasi Vollast Systeme zu optimieren, ist zudem eine heikle Sache. Noch dazu, da noch wenig Erfahrungswerte vorliegen, und das Verhalten des Systems erst gelernt werden will. Aber dennoch schon Änderungen am laufenden Band verlangt werden.
Von wegen Weihnachtstag bei der Familie, denke ich mal. Wenig fair.

Dennoch finde ich den Mut von Bartholet lobenswert, so großes Neuland anzupacken. Der teure Schweizerfranken fordert diese Form der technologischen Innovation geradezu heraus, denn 0815 kommt immer mehr von "woanders".
Wenn sich das System bewährt, so werden sich viele neue Anwendungsfälle herauskristallisieren.
Wenn nicht, wird die WAKO wieder ausgebaut.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von TPD »

Hoffen wir, dass der Rope Taxi Technik nicht das gleiche Schicksal blüht.
Grundsätzlich für Bahnen mit Mittelstation(en) oder eben mehrere Äste wäre ja das System schon interessant.
Einerseits können die Leute ohne umzusteigen alle Stationen erreichen, andererseits haben die Leute in den Zwischenstationen eine Chance eine freie Kabine zu finden. Lösungen wo man z.B. in der Talstation nur in jede zweite Kabine einsteigen darf, sind ja auch nicht besonders effizient.

Aber eben es ist mir auch schleierhaft weshalb man dazu selbstfahrende Kabinen mit Akku benötigt?
Finde ich irgendwie schon erstaunlich, dass dies "günstiger" sein soll, als ein System mit Förderer in den Stationen?
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Kris »

TPD hat geschrieben: 06.01.2024 - 11:00 Aber eben es ist mir auch schleierhaft weshalb man dazu selbstfahrende Kabinen mit Akku benötigt?
Finde ich irgendwie schon erstaunlich, dass dies "günstiger" sein soll, als ein System mit Förderer in den Stationen?
Sollen die gleichen Routen wie beim Ropetaxi gefahren werden (wg. Zielwahl und Ein/Ausstieg nur auf einer Stationsseite), braucht es eben auch die zahlreichen ständig schaltenden Weichen und insgesamt langen Stationsstrecken, sowie die in den Betriebsfluss integrierte Abstellanlagen.
Das wäre mit Reifenförderern schon sehr aufwändig in Konstruktion und Betrieb, denke ich mal.

Liefern die zahlreichen Akkus zuverlässig Strom, surren die Motörchen wie erhofft, und laden die Akkus ausreichend durch den Tag bei jeder Temperatur, so hat das System durchaus seinen Reiz.
Die Passagierströme vor den Türen, die Positionierung der Wahltaster etc., das kann man ja alles noch gut anpassen...
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von GMD »

Gut, aber warum nicht Stromzuführung in den Stationen? Damit wäre man den schweren und alternden Akku los, denn man ausserhalb der Stationen ja gar nicht braucht. Oder spielt man bei BMF mit dem Gedanken, diesen, im Hinblick auf den Einsatz des Systems im urbanen Bereich, auch für Nebenbetriebe wie Beleuchtung und/oder Klimaanlage einzusetzen? Aber dann wäre ein Aufladen in den Stationen sehr angezeigt, gerade Klimageräte saugen recht Leistung!
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markus
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von markus »

Ich bin ja schon lange genug dabei und war auch etliche Jahre beim Leitner. Da hat man auch immer wieder Prototypen entwickelt und auch gebaut. Wie z.B. den people Mover, die Kuppelbare Seilbahn mit enger Kurve und 5m/s, momentan den CONNX der ein ähliches Prinzip hat wie der Flem Express, aber technisch viel viel höher entwickelt ist. Findet man auf der Leitner Hompage.
Wie gesagt dies Maschinen wurden aber alle in Sterzing und Bozen etc. erprobt und gestestet bevor man die Teile auf die Menschheit losgelassen hat. Manche wurden auch nie verkauft weil es einfach zu viel Risiko war. So einen teure Anlage sollte dann schon 98 % Verfügbarkeit haben, und da bin ich skepitsch.Ich wünsche BMF natürlch den erfolg den sie sich versprochen haben, aber ich denke dass wird man nicht einfach in 12 Monaten mit Learning by Doing hinbekommen. Das sagt mir zumindest meine Erfahrung.
Wartens wir mal ab.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Kris »

Markus, gegenüber dem ConnX erscheint mir das Ropetaxi simpel wie ein Leitner Tellerlift... :-)

Das Ropetaxi hat Bartholet sehr wohl in einer Werkshalle erprobt, zumindest einen realistischen Stationsverkehr.
Und auch Schulklassen eingeladen, um das System quasi flegelideal zu testen. Nur bleibt das doch eher ein Labortest. Leitner hat das ja ähnlich gehandhabt. Wenn Leitner keinen staatlichen Erstkäufer findet, wird sich wohl kaum ein weitterer Herr Gurtner dafür erwärmen lassen. Skurril ist der Drang der Seilbahnhesrteller ja schon, unbedingt und immer wiederkehrend ein "revolutionierendes" System neu erfinden zu wollen. Wobei, dank Von-Roll gibt es die 3S Klemme.

Stromschienen: Offenbar sieht/sah Bartholet das Risiko "Akku" als vertretbar an, und ortet bei Stromschienen vielleicht höhere Kosten? Auch wird gerne das Thema "Rekuperation" in den Verzögerungsstrecken erwähnt. Wobei ich mir schwer vorstellen kann, dass das viel hergibt (bzgl. Wirkungsgrad Generator->Akkuladen, inkl. des Energiebedarfs der dort trotzdem vorhandenen "Bereifung".

Was auch insofern etwas verwundert, als Stromschienen in Stationen bereits etablierter Stand der Technik sind (für Sitzheizungen), und auch vom Aufwand her gewiss kein besonderes Problem darstellen.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von kaldini »

Stromschienen, um den Akku zwischendurch zu laden, könnte ich mir schon gut vorstellen. Aber nicht, um den Motor immer alleine mit Strom zu versorgen (immer = bei schönem Wetter mit plus 25 Grad, aber auch bei -10 Grad mit Schneefall). Auch müssen die Kontakte dann immer ideal passen. Bei der Sitzheizung, mei, wenn sie mal keinen Kontakt hat oder weniger Leistung überträgt, dann wird der Popo halt nicht ganz so warm. Aber das Fahrbetriebsmittel fährt.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von emeh »

markus hat geschrieben: 06.01.2024 - 13:27 ... momentan den CONNX der ein ähliches Prinzip hat wie der Flem Express, aber technisch viel viel höher entwickelt ist. ...
Wenn man dies liest, hört es sich für mich so an, als wäre würde es sich beim Flem-Express um eine einfache, primitive Lösung handeln (eben "nicht hoch entwickelt"), oder als würde Bartholet im Gegensatz zu Leitner keine gute (Entwicklungs-) Arbeit leisten ...

Nun hat mich interessiert, was an CONNX so viel mehr dran sein soll. Denn wenn die beschriebenen Ziele vom Flem-Express funktionieren, was soll der noch mehr können, dachte ich mir - vielleicht kochen ...?

Wenn man nun die CoNNX-Seite anschaut: Das ist ja ein ganz anderes Ding!
ZWEI verschiedene Systeme: Auf Seilbahn UND schienengeführt auf Rädern - DAZU noch der Wechsel vom einen auf das andere - UND auch mit individuellen Zielen.
Das ist klar, dass man da viel viel mehr und viel länger testen muss, denn dies ist ja schon mal vom Ansatz 3x komplexer als das Rope-Taxi.

Dagegen ist der Flem-Express dann wirklich eine "Kleinigkeit" - es sollte somit kein Problem darstellen, dass sie den mit etwas Zeit sauber beim Laufen haben werden.

Ich glaube ohnehin dran, dass der Flem-Express funktionieren wird.
Ob CONNX tatsächlich realisiert wird, ist für mich aufgrund der nochmals viel höheren Komplexität eher schwer vorstellbar ...
Grüße von emeh.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von markus »

Man wird sehen.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von ATV »

Wenn ich sehe, was für Leute da an der Automation und Leittechnik drann sind, habe ich keine Bedenken, dass das Ding laufen wird. Die haben schon andere Wunderwerke zum laufen gebracht. Stichwort Skymetro.....
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von TPD »

Bis jetzt hat man ja nur gelesen dass es Startschwierigkeiten gibt.
Aber weiss man denn schon was genau die Probleme verursacht?
Bringt ja nichts das System oder Teile davon in Frage zu stellen, wenn es schlussendlich die Skifahrer sind, die beim Einsteigen die Türe blockieren, weil sie noch auf jemanden warten...
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Seilbahnjunkie »

TPD hat geschrieben: 05.01.2024 - 17:00 Nicht unbedingt.
Gerade bei grösseren Gondeln ist es ja häufig ein Problem zu erkennen ob man hier überhaupt noch Platz hat. Bräuchte dann schon die unbequemen Sitzteiler.
Da könnte das neue System, wo die Gondel in einer "Haltebucht" wartet, sogar für eine bessere Auslastung sorgen.
Wenn es z.B. über dem Zugangstor einen Countdown mit der nächsten Abfahrt in XX Sekunden und Anzahl Freie Plätze hätte, dann könnte dies die Leute schon noch motivieren auch noch die verbleibenden Plätze aufzufüllen.
Bei normalen Umlaufbahnen ist halt die Verlockung schon gross auf die nächste Gondel zu warten. So nach dem Motto ich bin jetzt 10 Minuten angestanden, jetzt spielt es auch keine Rolle mehr auf die nächste Gondel zu warten wenn ich dafür den Sitzplatz frei wählen kann.
Was bringt es, wenn ein Countdown runter läuft, die Gondel vor dir aber gar nicht dort hin fährt wo du hin willst?
Kris hat geschrieben: 06.01.2024 - 11:38 Sollen die gleichen Routen wie beim Ropetaxi gefahren werden (wg. Zielwahl und Ein/Ausstieg nur auf einer Stationsseite), braucht es eben auch die zahlreichen ständig schaltenden Weichen und insgesamt langen Stationsstrecken, sowie die in den Betriebsfluss integrierte Abstellanlagen.
Das wäre mit Reifenförderern schon sehr aufwändig in Konstruktion und Betrieb, denke ich mal.
Ich muss gestehen, dass ich noch nicht ganz durchschaut habe wie das System genau funktioniert. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es mit rein passiven Weichen arbeitet, bei denen die Gondeln selbst den Fahrweg wählen. Sowas gibt es zwar bei PRTs, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht mit Gondeln funktioniert, wegen der notwendigen Lücken für die Gehängearme. Damit brauchst du die vielen Weichen dann trotzdem.
Für die Förderer braucht man eben kürzere Zonen mit getrennten Antrieben. Sicher ist das teurer als eine normale EUB, aber das ist das Ropetaxi auch.
Kris hat geschrieben: 06.01.2024 - 11:38 Liefern die zahlreichen Akkus zuverlässig Strom, surren die Motörchen wie erhofft, und laden die Akkus ausreichend durch den Tag bei jeder Temperatur, so hat das System durchaus seinen Reiz.
Die Passagierströme vor den Türen, die Positionierung der Wahltaster etc., das kann man ja alles noch gut anpassen...
Aber Akkus bei den Temperaturen die im Gebirge vorkommen zuverlässig zu betreiben ist auch nicht einfach. Traktionsakkus von Zügen werden z.B. extra temperiert. Die vielen Akkus kosten Geld und müssen, genau wie die Motoren, ständig beschleunigt und abgebremst werden. Außerdem tauscht man geschützt in den Stationen untergebrachte Motoren gegen welche aus die bei jedem Wetter auf die Strecke raus fahren. Das tut denen sicher auch nicht gut.
kaldini hat geschrieben: 06.01.2024 - 14:26 Stromschienen, um den Akku zwischendurch zu laden, könnte ich mir schon gut vorstellen. Aber nicht, um den Motor immer alleine mit Strom zu versorgen (immer = bei schönem Wetter mit plus 25 Grad, aber auch bei -10 Grad mit Schneefall). Auch müssen die Kontakte dann immer ideal passen. Bei der Sitzheizung, mei, wenn sie mal keinen Kontakt hat oder weniger Leistung überträgt, dann wird der Popo halt nicht ganz so warm. Aber das Fahrbetriebsmittel fährt.
Man darf sich da nicht so sehr am Seilbahnthema aufhängen. Entsprechende Stromschienen sind schon lange erfolgreich im Einsatz. Ich rede da jetzt gar nicht von den massiven Bauformen bei U- oder S-Bahnen, sondern von Monorails. Dort müssen die Stromschienen die Fahrzeuge sogar auf der Strecke versorgen, bei wesentlich höheren Geschwindigkeiten und nicht nur im geschützten Stationsbereich.
ATV hat geschrieben: 06.01.2024 - 18:44 Wenn ich sehe, was für Leute da an der Automation und Leittechnik drann sind, habe ich keine Bedenken, dass das Ding laufen wird. Die haben schon andere Wunderwerke zum laufen gebracht. Stichwort Skymetro.....
Naja, technisch zum Laufen bekommen die das vielleicht, aber frag dich mal, warum die Skymetro ein Einzelstück geblieben ist. Überall sonst setzen die Flughäfen entweder auf das wesentlich simplere System von DM oder bauen halt was mit Gumirädern und Antrieb im Fahrzeug.
TPD hat geschrieben: 06.01.2024 - 19:18 Bis jetzt hat man ja nur gelesen dass es Startschwierigkeiten gibt.
Aber weiss man denn schon was genau die Probleme verursacht?
Bringt ja nichts das System oder Teile davon in Frage zu stellen, wenn es schlussendlich die Skifahrer sind, die beim Einsteigen die Türe blockieren, weil sie noch auf jemanden warten...
Die Nutzer sind aber halt integraler Bestandteil des Systems. Es gibt viele Systeme und Betriebe die genau an dem Punkt scheitern. Man kann die Nutzer nicht erst auf dem System einschulen, das muss DAUsicher sein.

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