Während in allen anderen Nachbargebieten die Pisten in schlechten Zustand sind, so findet man bei mir auch am späten Nachmittag noch unverspurte Pistenabschnitte.
Während es in allen anderen Gebieten schnelle und moderne Lifte gibt, so ist bei mir nur einer der sieben Lifte kuppelbar.
Während St. Johann in Tirol behauptet es sei ein echter Geheimtipp für Genussskifahrer, so muss ich widersprechen. Ich bin nämlich der wahre Geheimtipp der Kitzbühler Alpen.
Doch wer bin ich? Die Buchensteinwand? Nein!
Ich bin der Skigebietsteil Going von der Skiwelt Wilder Kaiser.
Allein ich biete um die 20 Pistenkilometer, die immer perfekt präperiert sind und so gut wie in alle Himmelsrichtungen gehen und vor allem eines: viel Entschleunigung. Aber sieht selbst, wie es bei mir an einem Samstagnachmittag bei schwierigen Schneeverhältnissen aussieht.
Man fährt hoch mit meiner Hauptbeschäftigungsanlage der kuppelbaren 4er Sesselbahn Astberg, diese überwindet schöne 450 Höhenmeter in einer kurzen Fahrtzeit.
Von dieser sieht man schon eine der direkten Abfahrten. Diese geht so gut wie immer super.
Oben steigt man aus und sieht den meist noch fast jungfräulichen oberen Hang des Sonnalmlifts.
Unter den Sonnenlift verläuft eine breite Carvingpiste. Dazu gibt es noch zwei Varianten.
Zugegebenermaßen die rote Piste rüber nach Ellmau ist öfters mal nicht so gut zu fahren. Gestern um 14:00 Uhr war sie ein Firngenuss.
Von dem Ende der Piste gelangt man mit einem ca. 100 Meter langen Weg rüber nach Ellmau ins Kerngebiet.
Auch im Kerngebiet gibt es ein paar unbekannte Abfahrten wie die Ranhartpiste. Diese war auch noch gut zu fahren.
Auch die Piste direkt unterhalb der Almbahn ist oft sehr wenig befahren.
Ebenso der Kaiserexpress.
So nun aber wieder zurück zu mir. Hier sieht man die Hausbergpiste in ansonsten grüner Landschaft. Insgesamt ist der Winter heuer in der Region für alle Lagen unterhalb von 1200 Metern ein totaler Reinfall. Schon Ewigkeiten nicht mehr war das Tal zu dieser Zeit grün. Oberhalb hat es hingegen gut Schnee. Aber auch hier bedarf es dringendst Nachschub. So wie es aussieht könnte dieser womöglich zu Fasching kommen.
Nach einer langsamen Liftfahrt mit dem Hausberglift, kann man entweder gleich direkt zur Astbergbahn fahren oder über die Schlepplifte. Und diese sind wirklich ein wahrer Geheimtipp.
Der Vetterstättlift bietet normalerweise zwei richtig schöne rote Hänge.
Dazu liegt unten im Tal die Ellmauer Alm
Warum normalerweise? Deshalb. Auch ich bin vom akuten Schneemagel dieser Saison nicht verschont. Dafür ist die andere Variante auf voller Breite geöffnet und perfekt zu fahren.
Mit dem Marcherlift kommt man dann wieder zur Astbergbahn. Hier wartet eine richtig schöne Abfahrt für Anfänger.
Oben am Ausstieg wartet dann wieder ein schönes Panorama.
Und die Pisten vom Sonnenlift sind auch um 16 Uhr noch in einem guten Zustand.
Ausblick aus der Jausenstation Hollenauer Kreuz.
Auch die blaue Piste dorthin bietet ein paar schöne kurze Hänge bis zur Hütte.
Die mittlere Variante der Astbergpisten geht so gut wie immer tadellos.
Auch der letzte Hang ist nochmal schön zu fahren.
Leider ist bei der Astbergbahn die letzte Bergfahrt um 16:30 Uhr. So endet dieser wirklich gute Skinachmittag. Der Hausberglift fährt übrigens bis 17:00 Uhr. Somit endet auch dieser etwas andere Bericht von dem in meinen Augen besten Geheimtipp der Kitzbühler Alpen.
Im Folgenden noch drei Fotos von heute:
Wie man sieht ist auch heute nichts los gewesen und das obwohl heute wirklich richtig viel los war.
Auch heute waren die Pisten wieder in einem guten Zustand. Nordseitig richtig hart aber griffig und sonst weich und firnig.
Vielen Dank für deinen Bericht, ich habe mir erlaubt, im Titel das Datum zu ergänzen. Das ist in der Forenübersicht dann besser zuzuordnen.
Gruß,
Mod. bastian-m