j-d-s hat geschrieben: 30.01.2024 - 23:34
Und übrigens ist das sogar kontraproduktiv in Bezug auf den Co2-Ausstoß: Viele Einheimische fahren wegen der teuren Maut Landstraße, wo durch die ungleichmäßige Fahrweise der Spritverbrauch deutlich höher ist. Aber eben immer noch nicht so viel höher, dass die extrem teure Maut nicht noch mehr kosten würde (denn für die kann man locker 50% der Benzinkosten rechnen, also bspw. 100 Euro für Benzin bedeutet obendrauf 50 Euro Maut).
Zeig mit nur ein einziges Auto das auf der Autobahn weniger verbraucht als auf der Landstrasse...
Aber jeder baut sich seine Welt wie sie ihm gefällt...
Oscar hat geschrieben: 31.01.2024 - 11:07
Was ich dann aber überhaupt nicht verstehe, dass dann auf sowieso schon bemauteten Abschnitten nochmals Maut erhoben wird. Das ist in meinen Augen reine Abzocke und alles andere als in Ordnung (Arlbergtunnel usw.).
Diese Abschnitte sind nicht doppelt bemautet. Auf den Sondermautstrecken gilt keine Vignettenpflicht, dort wird nur die Streckenmaut erhoben.
flamesoldier hat geschrieben: 31.01.2024 - 12:57
Diese Abschnitte sind nicht doppelt bemautet. Auf den Sondermautstrecken gilt keine Vignettenpflicht, dort wird nur die Streckenmaut erhoben.
ralleycorse hat geschrieben: 31.01.2024 - 12:09
Zeig mit nur ein einziges Auto das auf der Autobahn weniger verbraucht als auf der Landstrasse...
Aber jeder baut sich seine Welt wie sie ihm gefällt...
oder so wie er (Du) sie gerne hätte... also es kommt wesentlich auf die Geschwindigkeit an. Wenn ich auf der Autobahn konstant 110/120 fahre brauche ich 2 Liter weniger/100km als wenn ich 100 auf Landstrassen fahre, Berge, Überholen, Stadt-/Ortsdurchfahrten mit Ampel usw...
siri hat geschrieben: 31.01.2024 - 13:21
naja, aber erst mal muss man da hin kommen
Wird oft genug praktiziert:
Mautfrei Garmisch, Mittenwald, Zirler Berg. Dann über die Landstrasse und durch Innsbruck bis zur Anschlussstelle Innsbruck süd, ab da ohne Pickerl aber mit Brenner-Maut bis zum Brenner.
Kostet bei normalem Verkehr in Innsbuck nicht viel über ca. 15min. Wenn Du nun kein Pickerl vorher gekauft hast und anhalten müsstest wäre der Zeitverlust nochmals mind. 5 minuten weniger (wenn nicht sogar mehr).
ralleycorse hat geschrieben: 31.01.2024 - 12:09
Zeig mit nur ein einziges Auto das auf der Autobahn weniger verbraucht als auf der Landstrasse...
Aber jeder baut sich seine Welt wie sie ihm gefällt...
oder so wie er (Du) sie gerne hätte... also es kommt wesentlich auf die Geschwindigkeit an. Wenn ich auf der Autobahn konstant 110/120 fahre brauche ich 2 Liter weniger/100km als wenn ich 100 auf Landstrassen fahre, Berge, Überholen, Stadt-/Ortsdurchfahrten mit Ampel usw...
Sorry, aber wirklich schon ausprobiert?
Eine echte Durchschnittsgeschwindigkeit von über 70km/h ist auf der Landstrasse kaum möglich wg Ortschaften, Kreuzungen, Geschwindkeitsbegrenzungen etc. Da Verbraucht ein Auto deutlich weniger als auf der Autobahn mit 110km/h. Selbst zusätzliche Beschleunigungen aus Ortschaften / Überholmanövern gleichen das nicht aus. Es sei denn Du hälst die Drehzahl auf der Landstrasse kontinuierlich schön sportlich immer über 5000U/min und auf der Autobahn bei 1400U/min...
Der Einfluss des Luftwiderstands wird immer unterschätzt.
Edit: Wenn ich eine eher realistische Durchschnittsgeschwindigkeit von 60km/h auf der Landstrasse nehme und das mit den 120km/h auf der Autobahnvergleiche, bedeutet das das die benötigte Leistung 8 mal so gross ist (quadratischer Einfluss der Geschwindigkeit)! So viel kann ich bei den Beschleunigungen kaum verheizen.
Zuletzt geändert von ralleycorse am 31.01.2024 - 14:17, insgesamt 1-mal geändert.
Oscar hat geschrieben: 31.01.2024 - 11:07
Was ich dann aber überhaupt nicht verstehe, dass dann auf sowieso schon bemauteten Abschnitten nochmals Maut erhoben wird. Das ist in meinen Augen reine Abzocke und alles andere als in Ordnung (Arlbergtunnel usw.).
Diese Abschnitte sind nicht doppelt bemautet. Auf den Sondermautstrecken gilt keine Vignettenpflicht, dort wird nur die Streckenmaut erhoben.
Naja selbst die Asfinag spricht von einer zusätzlichen (Extra-)Streckenmaut ...
Begründung hohe Baukosten auf dem entsprechenden Abschnitt.
Aber ist mir eigentlich egal, da ich es eh zahle wenn ich dadurch will, denn ich fahre nicht einen Umweg um Maut zu sparen, deshalb beschwere oder meckere ich nicht darüber finde es nur nicht ok.
Meine Meinung zum Thema Autobahnmaut in Deutschland
Ich wäre wenn man in Deutschland eine generelle Maut einführen will für folgendes System.
Für in Deutschland zugelassene Fahrzeuge gilt nur eine Maut an komplett neuen Autobahnabschnitten bzw komplett neuen Brücken und Tunneln für eine gewisse Zeit bis das Objekt bezahlt ist. Das ganze sollte wie in Norwegen mit einer einfachen Kennzeichenerfassung passieren, wobei man jedes Jahr eine gesamte Rechnung bekommen würde. Hierbei würde ich jedoch immer für die jeweiligen Strecken einen herabgesenkten Pendlertarif einführen, also wenn z.B Auto xy mind 50x in einem Jahr da lang fährt gibt es sozusagen ein günstigeres Jahresabo für die Strecke.
Für nicht in Deutschland zugelassene Fahrzeuge eine zusätzliche Maut, zu der Streckenmaut, die an den jeweiligen Autobahngrenzübergängen ebenfalls per Kennzeichenerkennung läuft. Dabei erwirbt man eine Art Jahresvignette zu einem bestimmten Preis. Und bevor jemand meint er fährt dann neben der Autobahn über die Grenze, natürlich auch im restlichen Land überall verteilt an bestehenden Verkehrszeichenanlagen weitere Kennzeichenerfassungen.
Das Ganze sollte relativ kostengünstig umzusetzen sein und ist meiner Meinung nach auch fair gegenüber den Steuerzahlern.
Sorry, aber wirklich schon ausprobiert?
Eine echte Durchschnittsgeschwindigkeit von über 70km/h ist auf der Landstrasse kaum möglich wg Ortschaften, Kreuzungen, Geschwindkeitsbegrenzungen etc. Da Verbraucht ein Auto deutlich weniger als auf der Autobahn mit 110km/h. Selbst zusätzliche Beschleunigungen aus Ortschaften / Überholmanövern gleichen das nicht aus. Es sei denn Du hälst die Drehzahl auf der Landstrasse kontinuierlich schön sportlich immer über 5000U/min und auf der Autobahn bei 1400U/min...
Der Einfluss des Luftwiderstands wird immer unterschätzt.
Edit: Wenn ich eine eher realistische Durchschnittsgeschwindigkeit von 60km/h auf der Landstrasse nehme und das mit den 120km/h auf der Autobahnvergleiche, bedeutet das das die benötigte Leistung 8 mal so gross ist (quadratischer Einfluss der Geschwindigkeit)! So viel kann ich bei den Beschleunigungen kaum verheizen.
Also ich weis genau was mein Auto auf der Landstrasse verbraucht. Natürlich fahre ich da keine 80 im Schnitt, aber brauche trotzdem viel mehr als z.B. auf der Autobahn in AT oder It wo man nicht so schnell unterwegs ist
ralleycorse hat geschrieben: 31.01.2024 - 13:44
Sorry, aber wirklich schon ausprobiert?
Eine echte Durchschnittsgeschwindigkeit von über 70km/h ist auf der Landstrasse kaum möglich wg Ortschaften, Kreuzungen, Geschwindkeitsbegrenzungen etc. Da Verbraucht ein Auto deutlich weniger als auf der Autobahn mit 110km/h. Selbst zusätzliche Beschleunigungen aus Ortschaften / Überholmanövern gleichen das nicht aus. Es sei denn Du hälst die Drehzahl auf der Landstrasse kontinuierlich schön sportlich immer über 5000U/min und auf der Autobahn bei 1400U/min...
Der Einfluss des Luftwiderstands wird immer unterschätzt.
Edit: Wenn ich eine eher realistische Durchschnittsgeschwindigkeit von 60km/h auf der Landstrasse nehme und das mit den 120km/h auf der Autobahnvergleiche, bedeutet das das die benötigte Leistung 8 mal so gross ist (quadratischer Einfluss der Geschwindigkeit)! So viel kann ich bei den Beschleunigungen kaum verheizen.
Es gibt noch den Aspekt "Wirkungsgrad des Motors", welcher bei höheren Geschwindigkeiten durchaus höher sein kann. Bei unserem VW Touran sind Geschwindigkeiten um die 120 km/h am sparsamsten. Da kommt man teilweise mit 6 L pro 100 km aus, auf 70er Landstraßen sind es dann eher 7 bis 8 L.
flamesoldier hat geschrieben: 31.01.2024 - 12:57
Diese Abschnitte sind nicht doppelt bemautet. Auf den Sondermautstrecken gilt keine Vignettenpflicht, dort wird nur die Streckenmaut erhoben.
naja, aber erst mal muss man da hin kommen
Kommt man problemlos über die mautfreien Landesstraßen Kategorie B.
phifue hat geschrieben: 31.01.2024 - 14:24
Meine Meinung zum Thema Autobahnmaut in Deutschland
Ich wäre wenn man in Deutschland eine generelle Maut einführen will für folgendes System.
Für in Deutschland zugelassene Fahrzeuge gilt nur eine Maut an komplett neuen Autobahnabschnitten bzw komplett neuen Brücken und Tunneln für eine gewisse Zeit bis das Objekt bezahlt ist. Das ganze sollte wie in Norwegen mit einer einfachen Kennzeichenerfassung passieren, wobei man jedes Jahr eine gesamte Rechnung bekommen würde. Hierbei würde ich jedoch immer für die jeweiligen Strecken einen herabgesenkten Pendlertarif einführen, also wenn z.B Auto xy mind 50x in einem Jahr da lang fährt gibt es sozusagen ein günstigeres Jahresabo für die Strecke.
Für nicht in Deutschland zugelassene Fahrzeuge eine zusätzliche Maut, zu der Streckenmaut, die an den jeweiligen Autobahngrenzübergängen ebenfalls per Kennzeichenerkennung läuft. Dabei erwirbt man eine Art Jahresvignette zu einem bestimmten Preis. Und bevor jemand meint er fährt dann neben der Autobahn über die Grenze, natürlich auch im restlichen Land überall verteilt an bestehenden Verkehrszeichenanlagen weitere Kennzeichenerfassungen.
Das Ganze sollte relativ kostengünstig umzusetzen sein und ist meiner Meinung nach auch fair gegenüber den Steuerzahlern.
Damit würde man wieder vor Gericht scheitern. Du darfst von Ausländern keine zusätzliche Maut nehmen.
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 01.02.2024 - 13:18
Damit würde man wieder vor Gericht scheitern. Du darfst von Ausländern keine zusätzliche Maut nehmen.
Dann senkt man halt die KFZ Steuer um den Betrag ab. Und als Deutscher muss man auch das Geld "zahlen".
phifue hat geschrieben: 01.02.2024 - 13:23
Dann senkt man halt die KFZ Steuer um den Betrag ab. Und als Deutscher muss man auch das Geld "zahlen".
Da kannst du gleich auf die Maut verzichten: Die KFZ-Steuer von Kleinwagen beträgt irgendwo um die 40€, also kannst du die Maut in deinem Modell auf maximal diesen Betrag festlegen...
Das gleiche hat doch schon die CSU mit Andi S. probiert und ist grandios gescheitert.
Wie gesagt, sowas wäre eh hochgefährlich: Wie lange dauert es wohl, bis die Grünen "aus Umweltschutzgründen" den Preis der Vignette in immer weitere, astronomische Höhen treiben?
Auch beim Benzin wird ja - übrigens beschlossen von CDU/CSU/SPD in der Merkel-Groko - die Steuer jedes Jahr erhöht (zum 01.01.24 waren es ca. 4 Cent pro Liter).
Was du aber nicht vergessen darfst: Der Anteil an Elektroautos steigt und steigt! Bisher war die Mineralölsteuer tatsächlich eine sehr faire Abgabe: Wer viel fährt, zahlt viel, wer eine Dreckschleuder fährt, zahlt viel.
Momentan zahlen die Elektroautos aber nichts an den Strassenunterhalt (und -bau), obwohl sie die Infrastruktur eigentlich mehr belasten (höheres Gewicht, bessere Beschleunigung) als Verbrenner.
Von daher macht es irgendwie schon Sinn, irgendeine Art von "Maut" einzuführen... wie die aber aussehen soll? Keine Ahnung.
Wurzelsepp hat geschrieben: 02.02.2024 - 10:14
Was du aber nicht vergessen darfst: Der Anteil an Elektroautos steigt und steigt! Bisher war die Mineralölsteuer tatsächlich eine sehr faire Abgabe: Wer viel fährt, zahlt viel, wer eine Dreckschleuder fährt, zahlt viel.
Momentan zahlen die Elektroautos aber nichts an den Strassenunterhalt (und -bau), obwohl sie die Infrastruktur eigentlich mehr belasten (höheres Gewicht, bessere Beschleunigung) als Verbrenner.
Von daher macht es irgendwie schon Sinn, irgendeine Art von "Maut" einzuführen... wie die aber aussehen soll? Keine Ahnung.
Auf Fahrstrom zahlt man mindestens genauso viele Abgaben die im Staatssäckel landen wie auf Mineralölprodukte. Und der Straßenunterhalt und -bau wird bekanntlich nicht durch zweckgebundene Abgaben, sondern den allgemeinen Steuertopf gedeckt.
ja, aber diese Steuergelder werden weniger wenn immer weniger KFZ-Steuer bezahlen, und die Mineralölsteuer ist bestimmt mehr als beim Strom.
JEDER ein Peckerl drauf und gut, ist am wenigsten Aufwand. Sie holen es sich ja eh irgendwo
Ja, aber dann bitte nicht für 100€ verramschen, sondern wenn man das Autobahnnetz vergleicht eher 1000€ oder mehr. 10 Tages Maut für 50€ und gut ist. Kann ja nicht sein dass alle so wenig bezahlen...
naja, sehe das eher wie bei den Skigebeiten: ob kleines oder großes, am Ende kostet die Tageskarte ähnlich viel... mehr als 1000km kann man ja am Tag eh nicht fahren, also warum sollten die Preise so unterschiedlich sein?
(bin grad nicht sicher, ob ich es ernst meine oder nur belustigend...)
Das stimmt, warum kostet dann die AT Vignette 96,40 €, und in der Schweiz 42€? Fragen über Fragen. Ihr seht schon, ich bin kein großer Freund einer PKW Maut in Deutschland, was andere Länder machen ist mir egal. Aber hier bin ich strikt dagegen, egal welche Art (obwohl ich sie nicht bezahlen müsste). LKW ist ein anderes Thema.
Weil sie in der Schweiz eigentlich viel zu billig ist, der Preis ist seit ca 30 Jahren unverändert. Eine Erhöhung auf 100.- wurde 2013 in einer Abstimmung abgelehnt.
Ich fände für Deutschland einen Preis von um die 100€ eigentlich gerechtfertigt, es braucht nicht teurer als in A oder der CH (wenn da der Preis vernünftig wäre...) zu sein. Natürlich sind es viel mehr Autobahnkilometer, aber es sind auch viel mehr Einwohner. Am Schluss würde bei gleichem Preis wie in der CH und erwarteten 10x mehr verkauften Vignetten die Einnahmen pro Autobahnkilometer ähnlich sein, 10x mehr Einwohner De, fast 10x mehr Autobahnkilometer De. Geht auf.