Skifahren in Japan

Allgemeine Diskussionen zu Skigebieten weltweit: Erfahrungsaustausch, Reisetipps und Entscheidungshilfen für die Planung des nächsten Skiurlaubs.
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Arlbergfan
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Re: Skifahren in Japan

Beitrag von Arlbergfan »

In welchen Gebieten warst du überall und wie bist du von Nozawa Onsen nach Hakuba gekommen? Gibt es Bilder - umso wichtiger: Schreibst du einen Bericht?
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Ihr könnt gerne auf Instagram vorbeischauen: https://www.instagram.com/powderhuntr

lachs
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Re: Skifahren in Japan

Beitrag von lachs »

Ich war in unterschiedlichen Jahren in den 3 genannten Gebieten, demnach jeweils eine separate Anreise. 2019 für 5 Tage in Hakuba - dort hatten wir eine Unterkunft direkt im Ortszentrum und sind die Gebiete Happo One, Gooryu 47 und Iwatake abgefahren. 2020 waren wir für 5 Tage im Shiga-Kogen Gebiet und hatten das einzige Hotel auf dem Berg. Von dort konnten wir skischaukeltypisch das gesamte Gebiet befahren. Zu 2019 und 2020 habe ich im Forum zumindest kurze Zusammenfassungen geschrieben.

Anbei ein paar Fotos von letzter Woche aus Nozawa-Onsen.
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Chlosterdörfler
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Re: Skifahren in Japan

Beitrag von Chlosterdörfler »

Demografie und Klimawandel haben Auswirkungen auf die Skigebiete von Japan
Mit dem nahenden Beginn der Wintersportsaison häufen sich die besorgniserregenden Nachrichten. In Japan werden zahlreiche Skigebiete geschlossen oder die Öffnungszeiten verschoben. Die Lage ist so ernst, dass selbst Olympiamedaillengewinner Alarm schlagen. Hier ist eine Zusammenfassung der aktuellen Situation in Form von Fragen und Antworten.

Werden Skigebiete landesweit geschlossen?

Laut der Kreditauskunftei Teikoku Databank gab es 2023 die höchste Anzahl von Insolvenzen von Skigebieten in den letzten zehn Jahren, nämlich sieben Fälle. Dies entspricht dem Höchststand während der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020, als die Tourismusbranche schwer getroffen wurde. Im letzten Jahr war der Hauptgrund für die Schliessungen Schneemangel. Einige Skigebiete mussten ihre Öffnungszeiten verschieben oder Teile ihrer Pisten schliessen.

Aber es kommen doch viele Skifahrer aus dem Ausland.

Der leichte, puderige "Pulverschnee" bietet ein hervorragendes Fahrgefühl und ist weltweit bekannt. Ein typisches Beispiel ist die Region Niseko in Hokkaido. In der Umgebung gibt es zahlreiche Unterkünfte und Restaurants für ausländische Touristen, was zu einer hohen wirtschaftlichen Bedeutung führt.

Andererseits nimmt die Zahl der einheimischen Skifahrer und Snowboarder jedes Jahr ab, und der Rückgang der Besucherzahlen in den Skigebieten führt zu erheblichen wirtschaftlichen Einbussen. Das Skigebiet "Mount Jeans Nasu" in der Präfektur Tochigi musste im März 2024 schliessen, nachdem in den letzten Jahren aufgrund von Schneemangel Teile der Pisten geschlossen werden mussten.

Gibt es viele besorgte Stimmen?

Sara Takanashi, Bronzemedaillengewinnerin im Skispringen der Frauen bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang, sagte in einer Nachrichtensendung im Juni dieses Jahres: "Wenn der Schnee weiter abnimmt, könnte der Wettkampf im Sommer stattfinden." Auch die Winterspiele 2022 in Peking mussten grösstenteils auf künstlichem Schnee ausgetragen werden.

Hat der Klimawandel etwas damit zu tun?

Ja. Laut Daten der japanischen Wetterbehörde hat die maximale Schneehöhe seit den 1960er Jahren landesweit abgenommen. Auch extreme Wetterereignisse wie starker Schneefall ("Doka-Schnee") werden mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht.

Ist Hokkaido sicher?

Der Klimawandel könnte nicht nur die Schneemenge, sondern auch die Schneequalität beeinflussen. Die Schneequalität hängt von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab, wenn die Eiskristalle auf den Boden fallen. Forschungen eines Teams der Universität Hokkaido deuten darauf hin, dass der Klimawandel die Schneequalität in Hokkaido verändern könnte, wodurch der Schnee schwerer und matschiger wird. Es ist möglich, dass Pulverschnee bald der Vergangenheit angehört.
Textquelle: Japanisches Original von Yui Takahashi, Lifestyle, Wissenschaft & Umwelt Nachrichten
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