Maut
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siri
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Re: Maut
Maut mit Kilometern vergleichen... wie lange ist z.B. der Arlbertunnel für 12,-€ ?? Und dann ist die Schnellstrasse danach nichtmal mit dabei
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Reginleif
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Re: Maut
Und während der Schweizer durchschnittlich 5000 Autobahnkilometer im Jahr fährt, fährt der Deutsche knapp 50.000km. Was ist das denn für eine Bananenrechnung?br403 hat geschrieben: 02.02.2024 - 15:32 1549 Autobahnkilometer Schweiz, 13200 Kilometer Deutschland. Wenn ich richtig gerechnet habe ungefähr 358€ im Vergleich.
Und obwohl die Schweiz offenbar zu wenig Geld vom Autofahrer nimmt hat sie ein sagenhaftes Eisenbahnnetz und auch generell ein recht gutes Straßennetz. Man muss nicht überall immer mehr Geld vom Bürger holen, man sollte nur mal nicht so viel Geld in irgendwelchen Löchern versenken. Ich würde wetten, die Instandhaltungkosten für die Straßen könnte man auf ein Viertel der aktuellen Kosten senken, wenn man massiv Bürokratie abschaffen würde und Straßenbaufirmen effizient arbeiten würden. Und zwar effizient im Sinne von schnellstmöglich fertig werden, nicht im Sinne von möglichst viele Aufträge zeitlgleich annehmen um möglichst viel Geld rauszuschlagen.Wurzelsepp hat geschrieben: 02.02.2024 - 17:23 Weil sie in der Schweiz eigentlich viel zu billig ist, der Preis ist seit ca 30 Jahren unverändert. Eine Erhöhung auf 100.- wurde 2013 in einer Abstimmung abgelehnt.
Aktuelles Beispiel die B31 zwischen Friedrichshafen und Lindau. Da gilt seit einiger Zeit ein Tempolimit und es stehen Schilder da, die vor Schlaglöchern warnen. Wenn das irgendwann mal repariert werden sollte, wird man die Straße vermutlich wieder Monate lang halbseitig sperren oder sonstwas machen.
Eigentlich sollte es so laufen, das Aufstellen temporärer Tempolimits düfte gar nicht geschehen, stattdessen sollte unmittelbar und ohne vorheriges Genehmigungsverfahren etc. ein Bautrupp anrücken, der den Asphalt abfräst, den Untergrund richtet, neu asphaltiert und die Strecke nach maximal 2 Wochen wieder komplett frei gibt. Sowas müsste ohne Verfahren selbstverständlich und ruckzuck durchlaufen. Es gibt Länder die beweisen dass das geht. Straßen und Brücken wurden in Deutschland vor 50 Jahren schneller gebaut als heute. Die Verkehrsinfrastruktur ist nicht so teuer, zu mindestens 50% macht man sie nur so teuer ohne dass die Straße da was dafür kann. Aber am Ende soll halt der Autofahrer wieder dafür blechen nur weil das System so vergurkt ist.
Ich habe kein Problem damit die Kosten zu zahlen die ich verursache solange das auch wirklich nur die Kosten sind. Aber wenn ich mehr zahlen soll nur weil andere Kosten einfach nur unnötig aufblasen, dann bin ich nichtmehr bereit zu zahlen.
Zuletzt geändert von Reginleif am 05.02.2024 - 19:59, insgesamt 2-mal geändert.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Maut
Ja, aber warum ist dann die Vignette in Österreich mehr als doppelt so teuer als in der Schweiz? Ich gebe es auf, wählt halt eine Regierung die mal wieder versucht eine Maut einzuführen. Ich glaube man sollte andere Abgaben oder Steuern in Maut umbenennen, sind ja alle heiß darauf das zu bezahlen.
- Nocki
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Re: Maut
Relativiert sich m.E. dadurch, dass Deutschland mehr Einwohner als die Schweiz hat. Ich habe es mal ungefähr ausgerechnet: Deutschland hat ungefähr 83.200.000÷13.200≈6.300 Einwohner pro Autobahnkilometer, die Schweiz hat ungefähr 8.700.000÷1549≈5600 Einwohner pro Autobahnkilometer. 5.600÷6.300≈0,888 -> 42×0,888≈38€. Meines Erachtens müsste also bei äquivalenten Kosten pro Kilometer Autobahn die deutsche Vignette ungefähr 38€ kosten.br403 hat geschrieben: 02.02.2024 - 15:32 1549 Autobahnkilometer Schweiz, 13200 Kilometer Deutschland. Wenn ich richtig gerechnet habe ungefähr 358€ im Vergleich.
Viele Grüße vom DM-und Girak-fan
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Wurzelsepp
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Re: Maut
Wobei ja nicht nur die Einwohner des eigenen Landes die Vignette kaufen, sondern auch Ausländer auf der Durchfahrt... und davon gibt es in Deutschland sicher viel mehr als in der CH, aber wohl doch nicht ganz die 10x mehr, die es brauchen würde. Darum etwa gleicher Preis und es geht auf 
Warum es in der CH so viel billiger ist als in A? Meiner Meinung nach wegen dem politischen System: Die direkte Demokratie ist zwar (in meinen Augen!!) genial, aber es gibt Entwicklungen die damit nur sehr schwer umzusetzen sind, auch wenn Reformen eigentlich dringend nötig wären. Der Vignettenpreis ist da nur ein Fliegenschiss, schwieriger ist die ganze Sache mit den explodierenden Gesundheitskosten, der Rentenproblematik, der Europapolitik uA. Es finden sich kaum Mehrheiten irgendwelcher Art, da es doch einen Teil der Bevölkerung gibt, der grundsätzlich immer "nein" stimmt, und so geht in wichtigen Bereichen nichts vorwärts.
Von daher: Es gibt immer wieder Anregungen, den Vignettenpreis zu erhöhen, mal ist von 60.- die Rede, dann wieder von 100.- (wobei das abgelehnt wurde)... er ist aber der Politik und den Parteien nicht so wichtig, dass man sich damit eventuell die Finger verbrennen will. Darum bleibt er bei den 40.-
Edit: Letztes Jahr wurden in der CH rund 9 Millionen Vignetten verkauft, davon etwa 3.2 Millionen an Automobilisten aus dem Ausland.
Warum es in der CH so viel billiger ist als in A? Meiner Meinung nach wegen dem politischen System: Die direkte Demokratie ist zwar (in meinen Augen!!) genial, aber es gibt Entwicklungen die damit nur sehr schwer umzusetzen sind, auch wenn Reformen eigentlich dringend nötig wären. Der Vignettenpreis ist da nur ein Fliegenschiss, schwieriger ist die ganze Sache mit den explodierenden Gesundheitskosten, der Rentenproblematik, der Europapolitik uA. Es finden sich kaum Mehrheiten irgendwelcher Art, da es doch einen Teil der Bevölkerung gibt, der grundsätzlich immer "nein" stimmt, und so geht in wichtigen Bereichen nichts vorwärts.
Von daher: Es gibt immer wieder Anregungen, den Vignettenpreis zu erhöhen, mal ist von 60.- die Rede, dann wieder von 100.- (wobei das abgelehnt wurde)... er ist aber der Politik und den Parteien nicht so wichtig, dass man sich damit eventuell die Finger verbrennen will. Darum bleibt er bei den 40.-
Edit: Letztes Jahr wurden in der CH rund 9 Millionen Vignetten verkauft, davon etwa 3.2 Millionen an Automobilisten aus dem Ausland.
- GIFWilli59
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Re: Maut
Wobei das mit der Rentenproblematik in Deutschland genauso ist. Auch da will niemand dieses heiße Eisen anfassen.Wurzelsepp hat geschrieben: 05.02.2024 - 23:01 Warum es in der CH so viel billiger ist als in A? Meiner Meinung nach wegen dem politischen System: Die direkte Demokratie ist zwar (in meinen Augen!!) genial, aber es gibt Entwicklungen die damit nur sehr schwer umzusetzen sind, auch wenn Reformen eigentlich dringend nötig wären. Der Vignettenpreis ist da nur ein Fliegenschiss, schwieriger ist die ganze Sache mit den explodierenden Gesundheitskosten, der Rentenproblematik, der Europapolitik uA. Es finden sich kaum Mehrheiten irgendwelcher Art, da es doch einen Teil der Bevölkerung gibt, der grundsätzlich immer "nein" stimmt, und so geht in wichtigen Bereichen nichts vorwärts.
Ich denke, sinnvoller, als so eine drastische Erhöhung wäre, wenn man den Preis an die allgemeine Inflationsrate koppelt.Wurzelsepp hat geschrieben: 05.02.2024 - 23:01 Von daher: Es gibt immer wieder Anregungen, den Vignettenpreis zu erhöhen, mal ist von 60.- die Rede, dann wieder von 100.- (wobei das abgelehnt wurde)... er ist aber der Politik und den Parteien nicht so wichtig, dass man sich damit eventuell die Finger verbrennen will. Darum bleibt er bei den 40.-
Das sollte nicht auf den Rappen genau sein, sondern man sollte irgendwie auf ganze Franken runden.
2023 waren es im Mittel 2,5 %: https://de.statista.com/statistik/daten ... h-monaten/
das wären dann 41 CHF.
Man könnte auch die 41 CHF nur im Hintergrund aufführen und weiter damit rechnen, bis 45 CHF erreicht werden und erst dann den Preis ändern.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
2020/21: 101 Tage
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judyclt
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Re: Maut
Ein Drittel an Ausländer? Ganz schön viel. Hätte ich gar nicht erwartet.Wurzelsepp hat geschrieben: 05.02.2024 - 23:01 Letztes Jahr wurden in der CH rund 9 Millionen Vignetten verkauft, davon etwa 3.2 Millionen an Automobilisten aus dem Ausland.
In D heißt es doch oftmals, dass der Anteil der Ausländer beim Vignettenkauf gar nicht so hoch wäre. Wäre das in D wohl auch ein Drittel?
Bei LKW sind es über 43%, aber das sagt über den PKW Verkehr wenig aus, da anders abgerechnet und andere Fahrprofile:
https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/
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judyclt
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Re: Maut
Aber die Statistik sagt doch nichts darüber aus, wieviele Jahresvignetten an Ausländer verkauft würden?
In der Schweiz sind es ja beispielsweise über 3 Mio von insgesamt 9 Mio.
D hat 10x so viele Einwohner. Heißt nicht automatisch dann 30 Mio von 90 Mio Vignetten, aber es werden sicher mehr als 6 Mio.
In der Schweiz sind es ja beispielsweise über 3 Mio von insgesamt 9 Mio.
D hat 10x so viele Einwohner. Heißt nicht automatisch dann 30 Mio von 90 Mio Vignetten, aber es werden sicher mehr als 6 Mio.
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Wurzelsepp
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Re: Maut
So viele werden halt auch verkauft, da der Weg von zB Hamburg oder Amsterdam nach Italien durch die Schweiz trotz Vignette immer noch günstiger ist, als via Österreich (Brenner) oder Frankreich (Autobahnmaut +Montblanc oder Frèjus)... da tun die 40.- im Vergleich dann halt wirklich nicht weh.
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j-d-s
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Re: Maut
Naja. Anders als in den allermeisten anderen Ländern sorgt das aber für Ausgabendisziplin, weil die Politik eben nicht im Alleingang die Steuern immer weiter erhöhen kann (die Schweiz hat 8,1% Mehrwertsteuer - also als Höchstsatz, wo D 19 und Ö 20% haben). Sie haben sogar eine Schuldenbremse, die Nettonull vorsieht. Und der EU sind sie nicht beigetreten, obwohl unter den Politikern sicher 80% dafür waren - aber das Referendum wurde ergriffen, und die Mehrheit sprach sich dagegen aus (hier kann man sicherlich nicht argumentieren, dass die Schweiz heute wohlhabender wäre, wenn sie in der EU wäre - sie ist ja reicher als alle EU-Länder).Wurzelsepp hat geschrieben: 05.02.2024 - 23:01 Wobei ja nicht nur die Einwohner des eigenen Landes die Vignette kaufen, sondern auch Ausländer auf der Durchfahrt... und davon gibt es in Deutschland sicher viel mehr als in der CH, aber wohl doch nicht ganz die 10x mehr, die es brauchen würde. Darum etwa gleicher Preis und es geht auf
Warum es in der CH so viel billiger ist als in A? Meiner Meinung nach wegen dem politischen System: Die direkte Demokratie ist zwar (in meinen Augen!!) genial, aber es gibt Entwicklungen die damit nur sehr schwer umzusetzen sind, auch wenn Reformen eigentlich dringend nötig wären. Der Vignettenpreis ist da nur ein Fliegenschiss, schwieriger ist die ganze Sache mit den explodierenden Gesundheitskosten, der Rentenproblematik, der Europapolitik uA. Es finden sich kaum Mehrheiten irgendwelcher Art, da es doch einen Teil der Bevölkerung gibt, der grundsätzlich immer "nein" stimmt, und so geht in wichtigen Bereichen nichts vorwärts.
In Bezug auf die Rente sieht es auch viel besser aus: In der Schweiz gibt es noch ein Kapitalgedecktes System, weil man eben anders als bspw. in D (1956) das nicht in ein Umlagefinanziertes System umwandeln konnte - niemand würde dafür stimmen, dass sein Guthaben bei der Rentenkasse einfach enteignet wird.
Und just letztes Jahr gab es dort zwei Abstimmungen zu dem Thema, die angenommen wurden: Angleichung des Renteneintrittsalters für Frauen auf dieselbe Höhe wie bei Männern (wieso das jemals unterschiedlich war, ist mir eh völlig unklar - Frauen haben eine höhere Lebenserwartung) - und: Zur Finanzierung der AHV (das ist ein umlagefinanziertes System, das "parallel" zum Kapitalgedeckten System existiert) wurde die Mehrwertsteuer erhöht.
Es ist also mitnichten so, als ginge da nichts vorwärts. Jedenfalls wäre es in Deutschland kaum vorstellbar, dass die Mehrwertsteuer zweckgebunden erhöht wird, um die Renten zu finanzieren.
Was ich auch bei der Schweiz beobachtet habe: Politisch ist die Stimmung viel weniger aufgeheizt als bspw. in Deutschland oder Österreich. Das hängt sicherlich auch mit den Volksabstimmungen zusammen, weil so niemand mehr behaupten kann "für die schweigende Mehrheit" zu sprechen - da die Mehrheit eben nie schweigt, sondern sich in ihrer Gesamtheit zur Sachfrage entscheidet.
Gleichfalls ist es auch nicht möglich (jedenfalls für mehr als 1 Jahr) irgendeine Reform gegen den Willen der Mehrheit des Volkes durchzusetzen.
Außerdem sind keinerlei Entscheidungen für Jahrzehnte einbetoniert und unveränderlich - es könnte jederzeit jemand eine Volksiniative einreichen, um den Vignettenpreis zu erhöhen, die Vignette abzuschaffen, Sondermautstrecken einzuführen usw.
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Wurzelsepp
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Re: Maut
Nur kurz, da völlig OT: Ja, die Schweiz hat eine Schuldenbremse (De übrigens auch!), aber da gibt es einen grossen Haken! Da die CH kein Verfassungsgericht hat, muss sich das Parlament NICHT an die Schuldenbremse halten, da es von keinem Gericht zurückgepfiffen werden kann. Gerade in letzter Zeit war das Parlament sehr "ausgabefreudig" und zwar von allen Seiten. Die Schuldenbremse funktioniert bei uns nur so lange sich das Parlament einigermassen daran hält, und diese Disziplin bröckelt gewaltig.
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NeusserGletscher
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Re: Maut
Vor 11 Jahren gabe es einen Volksentscheid, der sich gegen den von der Politik favorisierten Vignettenpreis von 100 Franken aussprach. Damit war dann auch die Zweimonatsvignette vom Tisch. Daher kostet die Vignette weiterhin 40 Stutz. Ab diesem Jahr übrigens erstmals auch elektronisch verfügbar. Ohne Provision aber nur direkt von der offiziellen Seite. Die elektronische Vignette bietet für Schweizer, die ihre Kennzeichen an mehreren Fahrzeugen nutzen, Vorteile.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
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Wurzelsepp
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Re: Maut
Hat auch den Vorteil, dass bei einem Fahrzeugwechsel die Vignette mitgenommen wird, da sie ans Nummernschild und nicht ans Fahrzeug gebunden ist.
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Re: Maut
Bei einem Austausch der Windschutzscheibe wird die Vignette ersetzt.
Entweder übernimmt die Kaskoversicherung die Kosten oder man kann sich mit den entsprechenden Belege von der Autowerkstätte bei der Zollverwaltung melden.
Entweder übernimmt die Kaskoversicherung die Kosten oder man kann sich mit den entsprechenden Belege von der Autowerkstätte bei der Zollverwaltung melden.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Ralf321
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Re: Maut
So weitergehts
Pläne der Landesregierung
Kommt bald auch in Vorarlberg die Maut?
https://www.allgaeuer-zeitung.de/oester ... rid-718304
Dann mkommt das denk überall.
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Kommt bald auch in Vorarlberg die Maut?
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