MIT BAHN, SCHIFF UND BUS NACH LAPPLAND
Eigentlich wäre die Hinreise mit dem Nightjet Zürich - Hamburg geplant gewesen, wegen dem Lokführerstreik in Deutschland mussten wir kurzfristig umplanen und einen Tag früher losfahren.
Also ganz früh ab Zürich und bis Kopenhagen, dort eine zusätzliche Nacht und einen Extratag.
Den Nightjet auf eine Nacht früher buchen kam wegen den komplett überrissenen Preisen, die die ÖBB neuerdings verlangen, nicht in Frage.
Der ICE fuhr natürlich erst ab Basel, wegen verlängerter Baustelle an der Riedbahn über Darmstadt, wegen verlängerter Baustelle an der SFS gemütlich auf der alten Stecke von Fulda nach Kassel und von Hannover bis Hamburg regionalbahnmässig mit vier Zwischenhalten. Das waren noch Zeiten, als die Strecke Basel - Hamburg in sechseinhalb Stunden zurückgelegt wurde.
^ Umsteigen in Hamburg, ein schrottiger IC der DB bringt uns nach Kopenhagen. Kurz nach der Grenze gibt es in der 1. Kl. DSB-Service: gratis Mineral, Kaffee und Snack.
^ Hochbrücke bei Rendsburg, die 360° Kurve sorgt für Bernina-Feeling im Flachland.
^ Kopenhagen. Das Flügelrad thront auf dem 1934 erbauten Bahnhofshotel, unserer Unterkunft für zwei Nächte.
Am freien Extratag erkunden wir die Stadt, dank der Hafenbuslinie mit einer Schifffahrt von ganz im Süden bis in den Norden. Beeindruckend, was und vor allem wie da gebaut wird!
^Das „Skigebiet“ von Kopenhagen, Copenhill, auf dem Dach der Kehrichtverbrennungsanlage. Bericht vom Mai 23 siehe hier: viewtopic.php?t=68451
^ Am nächsten Morgen Wanderung zum Gleis 26, die Dänen lassen die Schnellzüge nach Stockholm weit ausserhalb des Bahnhofs abfahren.
^ Über die Öresundbrücke gen Schweden.
^ Unser Zug macht im alten Bahnhofsteil von Malmö Kopf. Nach dem üppigen Frühstücksbuffet im Hotel wird im Zug noch ein Frühstück serviert, Kaffe, Mineralwasser und Früchte gibt’s bis Stockholm soviel man will.
^ Winterliche Stimmung will noch nicht recht aufkommen.
^ Über die Brücke von Södertälje, langsam ein bisschen Schnee und Eis.
^ Halle im Bahnhof Stockholm.
^ Dem Bahnhof angeschlossen ist der Cityterminal, grosser Busterminal und separate Station für die Schnellzüge zum Flughafen. Hier fahren auch die Busse zu den Fährterminals.
^ Unsere Fähre für die Nachtfahrt nach Helsinki
^ Auslaufen vom Värtanhafen. Alles neu gebaut, auf dem ehemaligen Hafengelände entsteht in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil.
^ In den Schären fährt das Schiff durch Eis.
^ Am Morgen auf offener See, nur noch stellenweise Eis. Das Schiff wirft einen riesigen Schatten.
^ Extrem enge Durchfahrt für die grossen Schiffe zum Innenstadthafen von Helsinki.
^ Die Fähre der Viking Line ist uns seit Stockholm vorausgefahren. Sie hat bereits angelegt, wir müssen noch eine halbe Pirouette hinlegen.
^ Bis am Abend haben wir nun Zeit.
^ Die Felsenkirche, einmal ohne direkten Sonnenlichteinfall.
^ Oodi, die neue Bibliothek beim Hauptbahnhof.
^ Bibliothek ist arg untertrieben für was da alles geboten wird und möglich ist. Ein einzigartiges Erlebnis! Fast 100 Mio. haben sich die Finnen diesen Bau kosten lassen.
^ Nur die Haupteinkaufsstrasse wird schwarz geräumt. Eingang zu einem Café.
^ In der alten Markthalle am Hafen.
^ Luftiges Pavillon - Restaurant.
^ Um Fünf Uhr Nachmittags fahren die Nachtfähren wieder los, Richtung Stockholm fährt die Silja Line voraus.
^ Hauptbahnhof.
^ Schönes Bahnhofsrestaurant, hier stärken wir uns noch für die Nachtfahrt.
^ Die Lok am langen Zug ist für Schweizer ein vertrauter Anblick. Knapp 1100 km Fahrt stehen uns bevor.
^ Der vordere Zugsteil besteht aus den älteren Schlafwagen, der hintere Teil aus neueren Doppelstockschlafwagen. Dank Breitspur ist spürbar mehr Platz in den Abteilen, nebst Du/WC. Die Wagen laufen äusserst ruhig.
^ Bei der Ausfahrt von Pasila holt uns der IC nach Turku ein.
^ Kurz danach werden auf der Strecke die Autotransportwagen angehängt.
^ Kaurismäki - Stimmung im Speisewagen? Fehlanzeige, da geht es schon kurz nach der Abfahrt laut zu und her, auch wieder ab dem frühen Morgen.
^ Am Morgen, kurz nach Tornio. Es geht noch 180 km nordwärts dem Grenzfluss zu Schweden entlang.
^ Sonnenaufgang gegen halb Zehn. Der Sonnenaufgang dauert…
^ Kolari, Endstation nach fast fünfzehn Stunden Fahrt. Hier warten die Busse für die Weiterfahrt.
^ Autotransportwagen. An den Wochenenden und in der Hochsaison fahren zwei Nachtzüge von Helsinki hierher in die Pampa, Heute nur einer.
^ In Oulu wird auf Diesel umgespannt. Die Loks holen die Autotransportwagen.
^ Auf der kurzen Busfahrt nach Äkäslompolo Besuch des Eishotels.
^ Jeder Raum ist aufwändig gestaltet. Ist wohl nicht jedermanns Sache, im Eis mit diesen Ungeheuern zu schlafen.
^ Ankunft am Hotel.
^ Haupteingang, da befindet sich die Rezeption, das Restaurant und die Bar.
^ Die Zimmer sind in verschiedenen Häusern.
^ Weg zu unserem Zimmer.
^ Für eine Woche sind wir hier untergebracht.
^ Wohnraum. Man verbringt einige Zeit drinnen.
^ Ofen mit Glastür auf beide Seiten.
^ Früher Abend.
^ Auf dem Weg ins „Dorf“.
^ Eingang zum Souvenirgeschäft.
^ Skigebiet Ylläs im Zoom. Dies ist die Nordwestseite, die Südostseite hat mehr Höhendifferenz (430m), ist aber flacher. Also für Alpenländler sehr sehr flach.
^ Nebst Langlaufen, Schneeschuhlaufen und Winterwandern ist Velofahren populär. Ein grosses Netz an Fat Bike Tracks wird unterhalten. Links Loipe, rechts Fat Bike Track.
^ Den Loipen und Wegen entlang sind Schutzhütten und bediente Cafés verteilt. Hier eine bediente Hütte.
^ Ein bedientes „Galerie-Café“ an der Loipe
^ Hinter dem Zelt das Plumpsklo, wie überall bei diesen Hütten. Geschlechtergetrennt, nicht wie in den Städten.
^ Ausflug zum Santa Claus Village bei Rovaniemi. Liegt genau auf dem Polarkreis, ist auch darum als Touristenattraktion entstanden.
^ Rentier-Schlittenfahrten könnte man machen, so man will, auch mit Hundeschlitten, oder ganz viel Einkaufen.
^ Essen gehen und herumlaufen ist auch eine Möglichkeit.
^ Heute mit Schneeschuhen unterwegs. Beim Aufstieg am Berg kreuzen uns Rentiere, oder wir sie.
^ Kleine Schutzhütte am Berg.
^ Mit Feuerstelle und Brennholz.
^ Und das heimelige Plumpsklo.
^ Natürlich kann man das Nordlicht nicht mit dem Handy fotografieren. Trotzdem drei Bilder von diesem eindrücklichen und auch etwas unheimlichen Naturschauspiel.
^ Morgen, auf dem Weg zur Schule.
^ Rush Hour auf der Dorfstrasse.
^ Fahrt mit einem Hundeschlitten, 5 Huskies sind eingespannt. Nach einer kurzen Einweisung geht es los, wenn man nicht aufpasst mit horrendem Tempo.
^ Fotografieren ist nur bei Stillstand möglich.
^ Rückkehr zur Hundefarm.
^ Die gutmütigen Tiere lassen sich gerne von den Gästen ableinen.
^ Zurück am See.
^ Die Kirche…
^ … ist Kirche, Konzert-, Versammlungssaal und Café.
^ Gemütlich und warm eingerichtet.
^ Letzte Stimmungen aus Äkäslompolo.
^ Nach einer stürmischen Nacht geht es am Morgen los mit dem Bus, drei Stunden entlang dem Grenzfluss nach Tornio, dann hinüber ins schwedische Haparanda.
^ Einstmals ein wichtiger Grenzübergang, darum eines der grössten Bahnhofsgebäude in Schweden. Heute ohne Grenzverkehr, das Hotel existiert nicht mehr, die Uhr zeigt eine falsche Zeit, das Gebäude innen gespenstisch leer, keine Menschenseele zu sehen.
^ Drei Ankünfte und zwei Abfahrten Heute…
^ Am Ende des Bahnhofs führt ein Vierschienegleis über die Grenzbrücke ins finnische Tornio.
^ Die Strecke Boden - Haparanda wurde in den Nullerjahren elektrifiziert, zur Hälfte auf neuer Strecke für 250 km/h angelegt, mit ETCS ausgestattet. Dies obwohl seit zehn Jahren kein Personenverkehr mehr stattfand, nur ein Güterzug pro Werktag verkehrt, und erst vor drei Jahren wieder ein dürftiger Personenverkehr aufgenommen wurde. 250 ist da seit 12 Jahren noch nie ein Zug gefahren…
^ Die Zugbegleiterin muss Nordländerin sein - es ist eisig kalt draussen! Auf dem Gleis im Hintergrund knapp zu erkennen ein Zug mit schweren Stahlplatten. Eisenerz aus Kiruna wird nach Lulea gebracht, dort in einem modernen Werk zu Stahl verarbeitet und dann südwärts gefahren.
^ Ankunft in Lulea, wir haben Zeit, die Stadt anzuschauen.
^ Ein riesiger Dom steht in der Stadtmitte. Nach einem verheerenden Brand 1887 wurde die Stadt neu in Stein aufgebaut, man sieht keine Holzhäuser.
^ Es wird gebaut.
^ Letzte Winterstimmungen geniessen.
^ Links Regionalzug nach Kiruna, rechts unser Nachtzug nach Stockholm
^ Frühe Ankunft in Stockholm, ausgiebiges Frühstücksbuffet im Hotel beim Bahnhof, kurz eine Runde die Füsse vertreten und in den Schnellzug nach Göteborg steigen.
^ Schnelle Fahrt durch ein erschreckend grünes Mittelschweden - hier sollte jetzt Hochwinter sein.
^ Göteborg, von hier sieht der Bahnhof harmlos aus, dahinter wird er immer grösser, bis zu einer Riesenbaustelle für den neuen unterirdischen Durchgangsbahnhof.
^ Dieser alte Tramwagen fährt uns kreuz und quer durch die Stadt und lädt uns dann beim Fährterminal ab.
^ Die Fähre für die Nachtfahrt nach Kiel.
^ Ankunft in Kiel bei strömendem Regen.
^ Da der ICE nicht ab Kiel fährt mit dem RE bis Hamburg und dann rennen… Lange Fahrt durch D, aber der ICE kommt tatsächlich bis in die Schweiz und wird auf der Strecke Basel - Zürich vom Bahnpersonal freudig als spezieller Gast begrüsst.
Jetzt hat uns das Grau wieder.
Wir sind froh, konnten wir so intensiv den Winter im hohen Norden erleben. Die Licht- und Wetterstimmungen, das Nordlicht, die Dunkelheit, sich in die wohlige Wärme zurückziehen, all das bleibt in starker Erinnerung. Und macht Lust auf mehr.
Edit: Datum korrigiert