INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Letzte Hoffnung Polarwirbelsplit mit entsprechender Positionierung des Hochs.
Wahnsinn. Im Dezember war ich fast 3 Wochen (nach Blinddarmdurchbruch) im Krankenhaus. Und hatte alle Ruhe der Welt, weil ich mir sicher war, dass nach der guten base vom Nov und Dez im Februar und März beste Touren- und freeride-Möglichkeiten in den Kitzbühlern entstehen werden. Tja, wird wohl nix.
Morgen Nachmittag geh ich graveln oder gleich rennradeln.....
Wahnsinn. Im Dezember war ich fast 3 Wochen (nach Blinddarmdurchbruch) im Krankenhaus. Und hatte alle Ruhe der Welt, weil ich mir sicher war, dass nach der guten base vom Nov und Dez im Februar und März beste Touren- und freeride-Möglichkeiten in den Kitzbühlern entstehen werden. Tja, wird wohl nix.
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Tyrolens
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Der DWD heute:
"Donnerstag... 15. Februar, gemeinhin Spätwinter genannt, doch davon sind wir
momentan Lichtjahre entfernt. Zweistellige Temperaturwerte morgens "um sechs" in
weiten Landesteilen haben mit Winter im eigentlichen Sinne nix, aber auch rein
gar nix zu tun. Aber nun, wat willste machen, Strömungs- und
Luftmassenverhältnisse haben halt andere Pläne, und die sind aktuell voll auf
(Vor)Frühling gepolt."
Quelle: https://www.dwd.de/DE/fachnutzer/hobbym ... frueh.html
"Donnerstag... 15. Februar, gemeinhin Spätwinter genannt, doch davon sind wir
momentan Lichtjahre entfernt. Zweistellige Temperaturwerte morgens "um sechs" in
weiten Landesteilen haben mit Winter im eigentlichen Sinne nix, aber auch rein
gar nix zu tun. Aber nun, wat willste machen, Strömungs- und
Luftmassenverhältnisse haben halt andere Pläne, und die sind aktuell voll auf
(Vor)Frühling gepolt."
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Bocky
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Wie verläuft der Winter eigentlich in Nordamerika und Japan?
Ganzjähriges Wandern (auch im Winter) hat mir aktuell die Lust daran etwas verdorben. Sommer und Winteraktivitäten müssen sich halt in Waage halten, sonst wirds irgendwann fad.christopher91 hat geschrieben: 15.02.2024 - 14:42 Langweilige Wanderungen interessieren mich null und kann man den ganzen Sommer machen. Braucht nun niemand.
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markus
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Heute haben wir auf dem Dürrnbachhorn auf ca. 1500m eine Temperatur von +10 Grad um 5 Uhr morgens!
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Geht doch - für Mitte Mai ganz angenehm!
(So unsere derzeitige Einstellung wenn wir morgens in der Gondel hocken
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zonk
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Davon red ich:halbvoll das Glas sehen!!Seid nicht betrübt! Die Landschaft ist dann immer noch da, weiß sogar auch noch zum grossen Teil. Nur die Art der Fortbewegung in ihr ändert sich. Insofern halbvoll!!Bocky hat geschrieben: 15.02.2024 - 22:04 Wie verläuft der Winter eigentlich in Nordamerika und Japan?
Ganzjähriges Wandern (auch im Winter) hat mir aktuell die Lust daran etwas verdorben. Sommer und Winteraktivitäten müssen sich halt in Waage halten, sonst wirds irgendwann fad.christopher91 hat geschrieben: 15.02.2024 - 14:42 Langweilige Wanderungen interessieren mich null und kann man den ganzen Sommer machen. Braucht nun niemand.
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carvster|
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Zumindest der Kontrolllauf des ECMWF ist ab Ende Februar doch schon seit ein paar Läufen jetzt auf Winter aus.
https://kachelmannwetter.com/de/modellk ... 1200z.html
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Mein Youtube Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCjFngl ... subscriber
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christopher91
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Selbst wenn es so kommt, holst du aber faktisch vom Kunstschneestock abgeschmolzene Pisten nicht mehr wieder leider. Dazu ist die Sonneneinstrahlung auch zu stark. Mal davon ab, dass einige Gebiete mit Ende der Hauptsaison sich wohl keine Mühe mehr machen werden.carvster| hat geschrieben: 16.02.2024 - 09:06 Zumindest der Kontrolllauf des ECMWF ist ab Ende Februar doch schon seit ein paar Läufen jetzt auf Winter aus.
https://kachelmannwetter.com/de/modellk ... 1200z.html
Gut wäre es für die Restsaison natürlich trotzdem. Schlecht aber für die schon weit fortgeschrittene Natur bzw Pflanzen.
- Doblinas
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Erinnere mich immer wieder an ein Spruch von einem ehemaligen Raupenfahrer bei uns im Gebiet... "Neuschnee frisst den Kunstschnee " ist schon 10 Jahre her und war Anfang März... Aber er hat immer wieder Recht gehabt...
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Gleitweggleiter
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Wie ist eigentlich das aktuelle Gerede von der Stratosphärenerwärmung ("major warming") und den Auswirkungen auf die Troposphäre, also auch das konkrete Wetter bzw. jedenfalls die Strömungsmuster, einzuordnen? Gibt es zu diesem Zusammenhang auch empirische Evidenz?
2025/25: 6 Tage - 4x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron
2024/25: 18 Tage - 11x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron, Warth/Lech, St. Anton, Zugspitze, See, Hintertux
2023/24: 24 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 2x Zugspitze,Kappl/See, Fendels, Spitzingsee, je 1x Adelharz/Buron, Balderschwang, Hintertux
2022/23: 17 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 1x Venet, Kampenwand, See, Hintertux
2021/22: 24 Tage - 19x Kleinwalsertal, 1x Bödele, 1x Kranzberg, 2x Kitzbühel, 1x See
2020/21: 5 Tage - 2x Samnaun, 3x Kleinwalsertal Spezial
2019/20: 8 Tage - 6x Kleinwalsertal, 1x Fendels, 1x Skijuwel
2018/19: 8 Tage - 4x Kleinwalsertal, 2x Hündle, 1x Venet, 1x Kitzbühel
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- Doblinas
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Da müsstest du Insider fragen... Wäre sicher einen eignen Topic wert. Aber ich erinnere mich gern noch an Gespräche als es Anfang März nochmal 50cm +Neuschnee gab... Alle Happy
- basti.ethal
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Naja...ist ein bisschen pauschal dahergesagt.
50cm Neuschnee sind für die Kunstschneedecke definitv besser als 50l Regen
Sicherlich hilft eine kalte Strahlungsnacht im März mehr, als 20cm nasser Neuschnee bei -1Grad
Der nasse Neuschnee durchfeuchtet den darunter liegenden Altschnee oder taut bei Sonne sehr schnell ab und wirkt wie Regen.
Wenn es nach dem Schneefall aber nochmal knackekalt wird und den Neuschnee über ein paar Tage konserviert, sieht das schon wieder anders aus.
50cm Neuschnee sind für die Kunstschneedecke definitv besser als 50l Regen
Sicherlich hilft eine kalte Strahlungsnacht im März mehr, als 20cm nasser Neuschnee bei -1Grad
Der nasse Neuschnee durchfeuchtet den darunter liegenden Altschnee oder taut bei Sonne sehr schnell ab und wirkt wie Regen.
Wenn es nach dem Schneefall aber nochmal knackekalt wird und den Neuschnee über ein paar Tage konserviert, sieht das schon wieder anders aus.
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2x Gurgl, 3x Sölden, 12x Skiarena Silbersattel, 5x DS, 2x Skating, 1x Skitour 3xZillertal
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1x HTX, 1x Pitztaler, 1x Gurgl, 1x Sölden, 4x Dolomiti Superski, 2xIschgl, 16x Skiarena Silbersattel, 5x Skating, 3x Skitour
Skisaison 21/22: 42 Skitage
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Skisaison 21/22: 42 Skitage
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- Kapi
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Reloaded...aber jetzt auf der Seegrube, 1.900m. Wahnsinn:
Die Uni in der Stadt auch wieder gut dabei:
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A bisserl woas gehd ollaweil.
- Kapi
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Fabian erklärt das hier recht anschaulich:Gleitweggleiter hat geschrieben: 16.02.2024 - 13:07 Wie ist eigentlich das aktuelle Gerede von der Stratosphärenerwärmung ("major warming") und den Auswirkungen auf die Troposphäre, also auch das konkrete Wetter bzw. jedenfalls die Strömungsmuster, einzuordnen? Gibt es zu diesem Zusammenhang auch empirische Evidenz?
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Die Mittelfristvorhersage eines sehr geschätzten Kollegen vom DWD möchte ich euch nicht vorenthalten und ja - es ist nichts dabei, was aus Sicht des Wintersportlers Freude auslöst. Abgesehen von den wie gewohnt grandios gedrechselten Wetterwortgirlanden:
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 16.02.2024 um 10.30 UTC
Zyklonal geprägte Großwetterlage mit atlantischen Luftmassen => unbeständig und mild.
__________________________________________________________
Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 23.02.2024
Mit heute sind es noch genau 14 Tage, dann ist der Winter vorbei. Rein formell, de jure sozusagen, die Rede ist vom meteorologischen Winter. De facto, also real, hat der Winter schon lange in den Sack gehauen, zumindest in den meisten Regionen. Und es gibt nicht die geringsten Anzeichen, dass sich in den nächsten Tagen daran was ändert. Okay, es wird nicht mehr ganz so mild wie gestern und heute, aber winterlich? - Mitnichten! Zyklonale Systeme, die vom Atlantik das europäische Festland kapern, geben eindeutig den Ton an und bringen dabei Luftmassen mit, die alles sind, nur nicht kalt. Aber gut, jammern gilt nicht, wir nehmen´s, wie´s kommt, was bleibt uns auch anders übrig.
Steigen wir ein am kommenden Montag, dem offiziellen Beginn des mittelfristigen Prognosezeitraums. Das Frontensystem sowie der Bodentrog eines über Südskandinavien ostwärts ziehenden Tiefs überquert Deutschland ost-südostwärts. Begleitschutz leistet ein schneidiger Kurzwellentrog in der Höhe, der mithilft, Hebung und Niederschlag (was heißt hier Niederschlag, Regen muss es heißen) zu generieren. Das Regenband überquert den Vorhersageraum von Nordwest nach Südost, wobei die Passage genau genommen schon in der Nacht von Sonntag zu Montag einsetzt. Etwas Schnee gibt es dann aber doch, wenn wohl auch nur oberhalb etwa 1200 m in den Alpen. Hinter der teilokkludierten Kaltfront gelangt ein Schwall maritimer Subpolarluft zu uns (T850 um 0°C), die wie eigentlich immer als erwärmte Kaltluft bei uns anlandet. Ein zweiter, im Tagesverlauf von Benelux und der Nordsee übergreifender Sekundärtrog sorgt für eine leichte konvektive Aktivierung der Luftmasse, die sich in einzelnen Schauern äußert.
Nach Durchgang der gesammelten zyklonalen Mischpoke steigt der Luftdruck am Dienstag vorübergehend an. Von Frankreich her schiebt sich ein flacher Keil des Azorenhochs bis nach Süddeutschland vor und auch in der Höhe nähert sich ein ebenso flacher Rücken. Kenner der Szene ahnen schon, was kommt, wenn hier gleich zweimal das Attribut "flach" erscheint. Der Hochdruckeinfluss ist alles andere als eine Offenbarung und zeichnet sich dadurch aus, dass es deutlich weniger und auch nicht überall regnet. Den großen Sonnendurchbruch wird es aber nicht geben, stattdessen viel tiefes Gewölk. Während Aufhellungen oder gar Auflockerungen in Norddeutschland Seltenheitscharakter haben (kein Wunder, wird doch der Norden von der Warmfront eines neuen Systems gestreift), stehen die Chancen diesbezüglich im Süden und Südwesten etwas besser.
Am Mittwoch zieht sich der Hochkeil unter einer leicht diffluenten westlichen Höhenströmung nach Süden zurück respektive fällt neuerlichem Druckfall zum Opfer. Trotzdem bleibt es im Süden noch weitgehend trocken und zumindest teilweise aufgelockert. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Kaltfront eines neuen, über Südschweden zum Baltikum ziehenden Tiefs auf dem Weg von Nord nach Süd ausgebremst wird. So geht die Front irgendwo in der Mitte in die Warmfront eines weiteren Tiefs über (mit unter 960 hPa im Kern ein echter Hingucker), das den Mittwoch dicht bei Island verbringt.
Zum Donnerstag wird´s dann etwas komplizierter. Zunächst mal kommt es über dem nahen Atlantik zu einer signifikanten Austrogung, die bei uns die Höhenströmung auf Südwest rückdrehen lässt. Das ist insofern von Bedeutung, als dass die bereits in der Nacht nach Süden durchrutschende, thermisch zunächst sehr schwache Kaltfront des "Hingucker-Tiefs" Wellen schlägt und tagsüber wieder leicht rückläufig wird bzw. sich zunehmend aufsteilt (sprich eine südwest-nordost-orientierte Position einnimmt). Vor allem im Westen und Südwesten kommt es dabei zu zeitweiligen Regenfällen.
Am Freitag erreicht der Trog Westeuropa, was bei uns die Höhenströmung noch weiter rückdrehen lässt auf Süd-Südwest. Derweil zieht ein Randtief des o.e. Tiefs von UK vor die norwegische Westküste, wodurch die mittlerweile weitgehend meridional exponierte Kaltfront schleifend irgendwo im Osten und Südosten unseres Landes werkelt (Ana-Regenfälle in Teilen Süd- und Ostdeutschlands bzw. der Mitte). Um Missverständnissen vorzubeugen, die postfrontale einfließende maritime Polarluft ist alles andere als kalt (Stichwort warme Meeresoberfläche und Durchmischung durch den etwas auflebenden Süd-Südwestwind), aber immerhin
geht es auf 850 hPa mal auf "unter null" (genau genommen auf -3°C, du liebe Güte).
Abschließend noch ein kurzer Ausblick auf die erweiterte Mittelfrist bis Montag:Fortdauer der zyklonalen, durch atlantische Tiefs geprägten Witterung.
Anmerkung: Der beschriebene Ablauf stellt die Rechnung des deterministischen Modelllaufs von IFS 00 UTC dar. Es ist davon auszugehen, dass es am Ende aufgrund der ausgeprägten Wechselhaftigkeit nicht 1:1 genau so ablaufen wird, aber wahrscheinlich so ähnlich (siehe dazu auch folgende Kapitel).
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz des IFS-Modells vom ECMF kann insofern als gut bezeichnet werden, als dass der Witterungscharakter der nächsten Woche von Lauf zu Lauf bestätigt wird: unbeständig und mild lautet die Devise, wenn auch nicht mehr ganz so mild wie aktuell. Tiefs vom Atlantik sowie deren Ausläufer geben den Ton an, Zwischenhochphasen treten eher in den Hintergrund. Dass es bei diesem zügig wechselnden Auf und Ab in den verschiedenen Modellläufen zu Timingunterschieden und auch räumlichen Unschärfen kommt, ist für eine mittelfristige Vorhersage normal. Vollkommen kongruente Basisfelder werden bei solchen Abläufen nur sehr selten angeboten. Deswegen aber von mäßiger oder gar schlechter Konsistenz zu sprechen, wäre nicht angemessen.
__________________________________________________________
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die Aussagen aus dem vorherigen Kapitel lassen sich ohne Wenn und Aber auch auf den Vergleich der hier für gewöhnlich auf dem Prüfstand stehenden Globalmodelle projizieren. Dabei sind die Basisfelder zu Beginn der Mittelfrist noch ziemlich kongruent, bevor sie im weiteren Verlauf divergieren. An der grundsätzlichen Ausrichtung - unbeständig und mild - ändert das aber nichts. Gespannt sein dürfen wir auf den nächsten Freitag, wenn der Kaltfrontdurchgang auf der Agenda steht. Die Passage wird, wenn auch noch unterschiedlich in Art und Weise, von allen Modellen (IFS, ICON, GFS, GEM, UK10) apostrophiert. Die "attraktivste" Lösung bietet dabei ICON an, welches das o.e. Randtief am Freitagmittag mit einem Kerndruck von knapp unter 945 hPa!! über den Norden UKs platziert und bei uns einen veritablen Gradienten mit sehr windigen bis stürmischen Verhältnissen
simuliert. Na mal sehen, was am Ende davon übrigbleibt.
__________________________________________________________
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die IFS-EPS-Rauchfahnen verschiedener deutscher Städte zeigen sehr ähnliche Verläufe, bei denen die Streuung nach hinten raus zwar zunimmt, aber nicht ausufert oder sogar chaotische Ausmaße (kreuz und quer herumwirbelnde Spagetti-Plots) annimmt. Bis vielleicht ganz am Schluss (Sonntag/Montag 25./26.2) ist eigentlich immer ein Trend erkennbar, der die Erkenntnisse des deterministischen Laufs stützt. Nach dem Bergfest am heutigen Freitag geht die Temperatur am Wochenende zurück, um danach eine Seitwärtsbewegung mit kleineren Schwingungen zu durchlaufen. Nota bene, die Temperaturen verbleiben dabei weiterhin über dem vieljährigen Mittel. Erst nach der Kaltfrontpassage am kommenden Freitag sollen sie in etwa Normalmaß erreichen. Der Trend beim Geopotenzial kann als "leicht, aber kontinuierlich absteigend" tituliert werden, wobei am Dienstag eine kurze Pause eingeschoben wird. In der erweiterten Mittelfrist laufen die Kurven dann in die klassische Trichterform (=> zunehmender Spread) mit tendenzieller Seitwärtsbewegung. Niederschlagssignale werden eigentlich durchweg angeboten (Grundrauschen), wobei insbesondere im Süden und Südwesten am Dienstag/Mittwoch aber ein relativ deutliches Minimum erkennbar ist.
Von den Fahnen zu den Clustern, die hier erst ab dem Zeitraum T+120...168h (Mittwoch bis Freitag) betrachtet werden. Es werden drei Schubladen aufgemacht, die sich stark ähneln und alle dem Zirkulationsmuster NAO+ zugeordnet werden. Alle zeigen die Austrogung über dem nahen Atlantik mit nachfolgender Progression des Troges ohne wirklich erkennbare Timingunterschiede. Differenzen, wenn auch keine großen, ergeben sich am ehesten in der Geometrie des Troges. Ob dieser am Ende - wir betrachten jetzt das übernächste Wochenende + Montag (T+192...240h) - tatsächlich komplett auf Mitteleuropa respektive Deutschland übergreift, bleibt abzuwarten. Die ersten vier Cluster (insgesamt 42 Fälle + HL) setzen drauf, wenn auch mit unterschiedlicher Konfiguration. CL 5 (4 Fälle) zeigt ein vorzeitiges Abtropfen mit nachfolgend antizyklonal geprägter Zonalströmung. CL 6 lässt den Trog ebenfalls abtropfen, startet zum Montag aber noch einen zweiten Versuch.
FAZIT: Auf Basis sämtlicher Produkte (Modelle und Probabilistik) wird die weiter oben geäußerte Ultra-Kurzprognose "unbeständig und mild" zementiert. Dass dabei noch Spielräume hinsichtlich der detaillierten Abläufe gegeben sind, wurde mehrfach erwähnt.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Trotz der mehrheitlich zyklonal geprägten Mittelfrist dürfte auf dem Sektor "signifikante Wettererscheinungen" nicht besonders viel zu holen sein. Das heißt nicht, dass es nicht auf dem einen oder anderen Berg/Hügel/Kuppe sowie an der See mal windig, in Böen vielleicht stürmisch werden kann. Gemeint ist auch kein Schneefall in höheren Lagen oberhalb 1000 m oder noch höher. Obwohl es immer wieder regnet, zeichnen sich aus heutiger Sicht keine markanten Regenmengen ab. Das schließt freilich nicht aus, dass regional begrenzt doch irgendwo mal die Schwelle für Dauerregen gerissen wird. Größere Ereignisse deuten sich nicht an.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-Mix mit IFS-EPS und Modellmix.
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Quelle: DWD Mittelfristvorhersage 160224
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ausgegeben am Freitag, den 16.02.2024 um 10.30 UTC
Zyklonal geprägte Großwetterlage mit atlantischen Luftmassen => unbeständig und mild.
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Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 23.02.2024
Mit heute sind es noch genau 14 Tage, dann ist der Winter vorbei. Rein formell, de jure sozusagen, die Rede ist vom meteorologischen Winter. De facto, also real, hat der Winter schon lange in den Sack gehauen, zumindest in den meisten Regionen. Und es gibt nicht die geringsten Anzeichen, dass sich in den nächsten Tagen daran was ändert. Okay, es wird nicht mehr ganz so mild wie gestern und heute, aber winterlich? - Mitnichten! Zyklonale Systeme, die vom Atlantik das europäische Festland kapern, geben eindeutig den Ton an und bringen dabei Luftmassen mit, die alles sind, nur nicht kalt. Aber gut, jammern gilt nicht, wir nehmen´s, wie´s kommt, was bleibt uns auch anders übrig.
Steigen wir ein am kommenden Montag, dem offiziellen Beginn des mittelfristigen Prognosezeitraums. Das Frontensystem sowie der Bodentrog eines über Südskandinavien ostwärts ziehenden Tiefs überquert Deutschland ost-südostwärts. Begleitschutz leistet ein schneidiger Kurzwellentrog in der Höhe, der mithilft, Hebung und Niederschlag (was heißt hier Niederschlag, Regen muss es heißen) zu generieren. Das Regenband überquert den Vorhersageraum von Nordwest nach Südost, wobei die Passage genau genommen schon in der Nacht von Sonntag zu Montag einsetzt. Etwas Schnee gibt es dann aber doch, wenn wohl auch nur oberhalb etwa 1200 m in den Alpen. Hinter der teilokkludierten Kaltfront gelangt ein Schwall maritimer Subpolarluft zu uns (T850 um 0°C), die wie eigentlich immer als erwärmte Kaltluft bei uns anlandet. Ein zweiter, im Tagesverlauf von Benelux und der Nordsee übergreifender Sekundärtrog sorgt für eine leichte konvektive Aktivierung der Luftmasse, die sich in einzelnen Schauern äußert.
Nach Durchgang der gesammelten zyklonalen Mischpoke steigt der Luftdruck am Dienstag vorübergehend an. Von Frankreich her schiebt sich ein flacher Keil des Azorenhochs bis nach Süddeutschland vor und auch in der Höhe nähert sich ein ebenso flacher Rücken. Kenner der Szene ahnen schon, was kommt, wenn hier gleich zweimal das Attribut "flach" erscheint. Der Hochdruckeinfluss ist alles andere als eine Offenbarung und zeichnet sich dadurch aus, dass es deutlich weniger und auch nicht überall regnet. Den großen Sonnendurchbruch wird es aber nicht geben, stattdessen viel tiefes Gewölk. Während Aufhellungen oder gar Auflockerungen in Norddeutschland Seltenheitscharakter haben (kein Wunder, wird doch der Norden von der Warmfront eines neuen Systems gestreift), stehen die Chancen diesbezüglich im Süden und Südwesten etwas besser.
Am Mittwoch zieht sich der Hochkeil unter einer leicht diffluenten westlichen Höhenströmung nach Süden zurück respektive fällt neuerlichem Druckfall zum Opfer. Trotzdem bleibt es im Süden noch weitgehend trocken und zumindest teilweise aufgelockert. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Kaltfront eines neuen, über Südschweden zum Baltikum ziehenden Tiefs auf dem Weg von Nord nach Süd ausgebremst wird. So geht die Front irgendwo in der Mitte in die Warmfront eines weiteren Tiefs über (mit unter 960 hPa im Kern ein echter Hingucker), das den Mittwoch dicht bei Island verbringt.
Zum Donnerstag wird´s dann etwas komplizierter. Zunächst mal kommt es über dem nahen Atlantik zu einer signifikanten Austrogung, die bei uns die Höhenströmung auf Südwest rückdrehen lässt. Das ist insofern von Bedeutung, als dass die bereits in der Nacht nach Süden durchrutschende, thermisch zunächst sehr schwache Kaltfront des "Hingucker-Tiefs" Wellen schlägt und tagsüber wieder leicht rückläufig wird bzw. sich zunehmend aufsteilt (sprich eine südwest-nordost-orientierte Position einnimmt). Vor allem im Westen und Südwesten kommt es dabei zu zeitweiligen Regenfällen.
Am Freitag erreicht der Trog Westeuropa, was bei uns die Höhenströmung noch weiter rückdrehen lässt auf Süd-Südwest. Derweil zieht ein Randtief des o.e. Tiefs von UK vor die norwegische Westküste, wodurch die mittlerweile weitgehend meridional exponierte Kaltfront schleifend irgendwo im Osten und Südosten unseres Landes werkelt (Ana-Regenfälle in Teilen Süd- und Ostdeutschlands bzw. der Mitte). Um Missverständnissen vorzubeugen, die postfrontale einfließende maritime Polarluft ist alles andere als kalt (Stichwort warme Meeresoberfläche und Durchmischung durch den etwas auflebenden Süd-Südwestwind), aber immerhin
geht es auf 850 hPa mal auf "unter null" (genau genommen auf -3°C, du liebe Güte).
Abschließend noch ein kurzer Ausblick auf die erweiterte Mittelfrist bis Montag:Fortdauer der zyklonalen, durch atlantische Tiefs geprägten Witterung.
Anmerkung: Der beschriebene Ablauf stellt die Rechnung des deterministischen Modelllaufs von IFS 00 UTC dar. Es ist davon auszugehen, dass es am Ende aufgrund der ausgeprägten Wechselhaftigkeit nicht 1:1 genau so ablaufen wird, aber wahrscheinlich so ähnlich (siehe dazu auch folgende Kapitel).
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz des IFS-Modells vom ECMF kann insofern als gut bezeichnet werden, als dass der Witterungscharakter der nächsten Woche von Lauf zu Lauf bestätigt wird: unbeständig und mild lautet die Devise, wenn auch nicht mehr ganz so mild wie aktuell. Tiefs vom Atlantik sowie deren Ausläufer geben den Ton an, Zwischenhochphasen treten eher in den Hintergrund. Dass es bei diesem zügig wechselnden Auf und Ab in den verschiedenen Modellläufen zu Timingunterschieden und auch räumlichen Unschärfen kommt, ist für eine mittelfristige Vorhersage normal. Vollkommen kongruente Basisfelder werden bei solchen Abläufen nur sehr selten angeboten. Deswegen aber von mäßiger oder gar schlechter Konsistenz zu sprechen, wäre nicht angemessen.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die Aussagen aus dem vorherigen Kapitel lassen sich ohne Wenn und Aber auch auf den Vergleich der hier für gewöhnlich auf dem Prüfstand stehenden Globalmodelle projizieren. Dabei sind die Basisfelder zu Beginn der Mittelfrist noch ziemlich kongruent, bevor sie im weiteren Verlauf divergieren. An der grundsätzlichen Ausrichtung - unbeständig und mild - ändert das aber nichts. Gespannt sein dürfen wir auf den nächsten Freitag, wenn der Kaltfrontdurchgang auf der Agenda steht. Die Passage wird, wenn auch noch unterschiedlich in Art und Weise, von allen Modellen (IFS, ICON, GFS, GEM, UK10) apostrophiert. Die "attraktivste" Lösung bietet dabei ICON an, welches das o.e. Randtief am Freitagmittag mit einem Kerndruck von knapp unter 945 hPa!! über den Norden UKs platziert und bei uns einen veritablen Gradienten mit sehr windigen bis stürmischen Verhältnissen
simuliert. Na mal sehen, was am Ende davon übrigbleibt.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die IFS-EPS-Rauchfahnen verschiedener deutscher Städte zeigen sehr ähnliche Verläufe, bei denen die Streuung nach hinten raus zwar zunimmt, aber nicht ausufert oder sogar chaotische Ausmaße (kreuz und quer herumwirbelnde Spagetti-Plots) annimmt. Bis vielleicht ganz am Schluss (Sonntag/Montag 25./26.2) ist eigentlich immer ein Trend erkennbar, der die Erkenntnisse des deterministischen Laufs stützt. Nach dem Bergfest am heutigen Freitag geht die Temperatur am Wochenende zurück, um danach eine Seitwärtsbewegung mit kleineren Schwingungen zu durchlaufen. Nota bene, die Temperaturen verbleiben dabei weiterhin über dem vieljährigen Mittel. Erst nach der Kaltfrontpassage am kommenden Freitag sollen sie in etwa Normalmaß erreichen. Der Trend beim Geopotenzial kann als "leicht, aber kontinuierlich absteigend" tituliert werden, wobei am Dienstag eine kurze Pause eingeschoben wird. In der erweiterten Mittelfrist laufen die Kurven dann in die klassische Trichterform (=> zunehmender Spread) mit tendenzieller Seitwärtsbewegung. Niederschlagssignale werden eigentlich durchweg angeboten (Grundrauschen), wobei insbesondere im Süden und Südwesten am Dienstag/Mittwoch aber ein relativ deutliches Minimum erkennbar ist.
Von den Fahnen zu den Clustern, die hier erst ab dem Zeitraum T+120...168h (Mittwoch bis Freitag) betrachtet werden. Es werden drei Schubladen aufgemacht, die sich stark ähneln und alle dem Zirkulationsmuster NAO+ zugeordnet werden. Alle zeigen die Austrogung über dem nahen Atlantik mit nachfolgender Progression des Troges ohne wirklich erkennbare Timingunterschiede. Differenzen, wenn auch keine großen, ergeben sich am ehesten in der Geometrie des Troges. Ob dieser am Ende - wir betrachten jetzt das übernächste Wochenende + Montag (T+192...240h) - tatsächlich komplett auf Mitteleuropa respektive Deutschland übergreift, bleibt abzuwarten. Die ersten vier Cluster (insgesamt 42 Fälle + HL) setzen drauf, wenn auch mit unterschiedlicher Konfiguration. CL 5 (4 Fälle) zeigt ein vorzeitiges Abtropfen mit nachfolgend antizyklonal geprägter Zonalströmung. CL 6 lässt den Trog ebenfalls abtropfen, startet zum Montag aber noch einen zweiten Versuch.
FAZIT: Auf Basis sämtlicher Produkte (Modelle und Probabilistik) wird die weiter oben geäußerte Ultra-Kurzprognose "unbeständig und mild" zementiert. Dass dabei noch Spielräume hinsichtlich der detaillierten Abläufe gegeben sind, wurde mehrfach erwähnt.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Trotz der mehrheitlich zyklonal geprägten Mittelfrist dürfte auf dem Sektor "signifikante Wettererscheinungen" nicht besonders viel zu holen sein. Das heißt nicht, dass es nicht auf dem einen oder anderen Berg/Hügel/Kuppe sowie an der See mal windig, in Böen vielleicht stürmisch werden kann. Gemeint ist auch kein Schneefall in höheren Lagen oberhalb 1000 m oder noch höher. Obwohl es immer wieder regnet, zeichnen sich aus heutiger Sicht keine markanten Regenmengen ab. Das schließt freilich nicht aus, dass regional begrenzt doch irgendwo mal die Schwelle für Dauerregen gerissen wird. Größere Ereignisse deuten sich nicht an.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-Mix mit IFS-EPS und Modellmix.
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Quelle: DWD Mittelfristvorhersage 160224
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Die Kamera ist nicht so gut gegen Wärme abgeschirmt. Offiziell laut ZAMG waren es dort heute 18°C. Am Patscherkofel übrigens 7°C.Kapi hat geschrieben: 16.02.2024 - 14:03 Die Uni in der Stadt auch wieder gut dabei:
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Ah! Ich dachte, die Station sei belüftet. Das würde es erklären, wobei ja offizielle 18°C nach ZAMG auch 'ne Hausnummer sind für einen 16. Februar (ohne Föhn).
K.
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Im Sülden heute auf 1900m war 5 Grad, Wasser überall. Auf 3200m bin ich ohne Schal und ohne Handschuhe ski gefahren. Wollte die Jacke ausziehen, hatte aber kein Platz dafür. So etwas habe ich im Februar auf 3000+m nie erlebt.
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Ja freilich ist das eine Ansage. Aber gefühlt war es heute schon leicht föhnig. Habe im Garten gearbeitet und da kam's mir jedenfalls so vor. Irgendwo her kam jedenfalls ein warmes Lüftchen.Kapi hat geschrieben: 16.02.2024 - 18:58 wobei ja offizielle 18°C nach ZAMG auch 'ne Hausnummer sind für einen 16. Februar (ohne Föhn).
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
...Nachtigall...Tyrolens hat geschrieben: 16.02.2024 - 21:14Ja freilich ist das eine Ansage. Aber gefühlt war es heute schon leicht föhnig. Habe im Garten gearbeitet und da kam's mir jedenfalls so vor. Irgendwo her kam jedenfalls ein warmes Lüftchen.Kapi hat geschrieben: 16.02.2024 - 18:58 wobei ja offizielle 18°C nach ZAMG auch 'ne Hausnummer sind für einen 16. Februar (ohne Föhn).
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Bocky hat geschrieben: 15.02.2024 - 22:04 Wie verläuft der Winter eigentlich in Nordamerika und Japan?
Ganzjähriges Wandern (auch im Winter) hat mir aktuell die Lust daran etwas verdorben. Sommer und Winteraktivitäten müssen sich halt in Waage halten, sonst wirds irgendwann fad.christopher91 hat geschrieben: 15.02.2024 - 14:42 Langweilige Wanderungen interessieren mich null und kann man den ganzen Sommer machen. Braucht nun niemand.
In Japan und Nordamerika ganz gut, aber für guten Schnee brauchst du nicht so weit fliegen, auch tolle Verhältnisse in der Türkei und in Georgien.
Dort ist die Saison bis jetzt meilenweit besser als in Österreich.
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Re: INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter
Nie - niemals ohne Handschuhe Skifahren.djoker hat geschrieben: 16.02.2024 - 19:54 Im Sülden heute auf 1900m war 5 Grad, Wasser überall. Auf 3200m bin ich ohne Schal und ohne Handschuhe ski gefahren. Wollte die Jacke ausziehen, hatte aber kein Platz dafür. So etwas habe ich im Februar auf 3000+m nie erlebt.
NIE.
Selbst erlebt: Eine Skikante verträgt sich nicht mit ungeschützten Händen. Alle 4 Sehen der Hand durchtrennt...
Es war meine Skikante aber nicht meine Hand (Schuldlos!), aber dennoch. Seit dem IMMER mit Handschuh...
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Interessant. Mache ich auch sehr oft. Wobei ein dünner Handschuh dann wohl auch nicht wirklich schützt.
Sorry fürs OT.
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Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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