Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
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seiiim
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Danke @Kreon100 für die Schilderung deiner Eindrücke. Freut mich sehr, wenn du das so wahrnimmst.
Ja, der Lehrplan der Skilehrerausbildung ist durchaus in verschiedene Bereiche gegliedert- siehe dazu auch meine Beiträge weiter oben.
Interessant, dass das Thema Social Media hier aufkommt. Womöglich ist da was dran, nämlich einerseits. dass man durch Posts und Stories bei Kollegen/ Bekannten/ Influencern etc. eher live dabei ist (vgl. ohne Social Media war man eben auf Saison und kam danach wieder zurück, ohne jedes Detail zu erwähnen), vielleicht nahm man dann in der unterbewussten Wahrnehmung eher an, dass die Skilehrer auch hauptsächlich Ski fahren.
Thema Skiunterricht via YouTube oder Tutorials: Zufälligerweise ist das gerade in den letzten Wochen beim Gast immer häufiger genannt worden. Ernst auf ernst, das kann man alles vergessen- jedoch nicht wegen der Qualität der Videos, sondern wegen der Umsetzung des Gasts. Am Ende des Tages steht der wieder in der Skischule wegen 1:1 Feedback. Das ist ja gerade das Schöne an unserem Beruf, dass es nie durch eine KI ersetzt werden kann (man denke nur an wechselnde äußere Bedingungen, individueller Stil, usw.). Nicht falsch verstehen, zusätzlich zum eigentlichen Unterricht sind das gute Hilfsmittel, können aber ersteren nicht ersetzen.
+ich spreche hier nicht von individueller Videoanalyse im Zuge des Unterrichts/Trainings oder das Social Media der Skischule zu Werbezwecken, das sind andere Paar Schuhe
Ja, der Lehrplan der Skilehrerausbildung ist durchaus in verschiedene Bereiche gegliedert- siehe dazu auch meine Beiträge weiter oben.
Interessant, dass das Thema Social Media hier aufkommt. Womöglich ist da was dran, nämlich einerseits. dass man durch Posts und Stories bei Kollegen/ Bekannten/ Influencern etc. eher live dabei ist (vgl. ohne Social Media war man eben auf Saison und kam danach wieder zurück, ohne jedes Detail zu erwähnen), vielleicht nahm man dann in der unterbewussten Wahrnehmung eher an, dass die Skilehrer auch hauptsächlich Ski fahren.
Thema Skiunterricht via YouTube oder Tutorials: Zufälligerweise ist das gerade in den letzten Wochen beim Gast immer häufiger genannt worden. Ernst auf ernst, das kann man alles vergessen- jedoch nicht wegen der Qualität der Videos, sondern wegen der Umsetzung des Gasts. Am Ende des Tages steht der wieder in der Skischule wegen 1:1 Feedback. Das ist ja gerade das Schöne an unserem Beruf, dass es nie durch eine KI ersetzt werden kann (man denke nur an wechselnde äußere Bedingungen, individueller Stil, usw.). Nicht falsch verstehen, zusätzlich zum eigentlichen Unterricht sind das gute Hilfsmittel, können aber ersteren nicht ersetzen.
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judyclt
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Die top Leute ja, die anderen so lala. Und natürlich alle nur bis zur Rente. Aber das ist kein spezifisches Ski- oder Tennisproblem.Wooly hat geschrieben: 10.02.2024 - 01:18 Tennislehrer sind tatsächlich ganz gut dabei, die haben inzwischen ihren Marktwert verstanden.
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Die ersten 3 Stufen der jeweiligen Verbände sind relativ gleichwertigHighlander hat geschrieben: 08.02.2024 - 23:22
Der größte Unterschied bei den beiden Verbänden in Deutschland DSV und DSLV ist,
das beim DSV alle erreichten Ausbildungsstufen nur zeitlich befristet sind,
und man regelmässig sogenannte Fortbildungslehrgänge, nach welchen man dann die Laufzeit seines Ausweises verlängern lassen kann.
Wogegen beim DSLV sobald man dort die höchste Ausbildungsstufe den Staatlichen Skilehrer erreicht hat, diese zeitlich unbefristet ist.
Dort sind nur alle Stufen bis Level 3 zeitlich befristet, und erfordern ebenfalls einen regelmässigen Besuch von Fortbildungen,
damit der Ausweis entsprechend verlängert werden kann.
Trainer A entspricht also ca. Level 3
jeder Trainer A im DOSB muss sich fortbilden
ein Sportlehrer nicht mehr (der hat das studiert), diese Möglichkeit bietet der DSV aber gar nicht an
Der Staatliche des DSLV findet in Zusammenarbeit mit der TU München statt und ist daher genau auf diesem Level anzusehen, daher ist die zeitliche Nichtbefristung konsequent.
Wer allerdings ins Ausbilderteam des DSLV will und somit die unteren Level ausbildet, muss sich im Verband sehr wohl fortbilden.
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Carlos23
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Ich bin aktuell in Flachau/Wagrein unterwegs; gefühlt am Lift nur junge Skilehrerinnen aus dem Ausland (überwiegend Holland).
Der Einheimische Physiotherapeut meiner Frau (selbst lange Skilehrer) sagte, die wären nur zum Saufen und Partymachen hier.
Besonders talentierte Skifahrer sind es definitiv mal nicht.
Ich folge auf Instagram einem Skilehrer von Arlberg, Patrick Baetz. Und da sieht man einfach, wie es aussieht, wenn man es von der Picke auf gelernt hat. Und da bringt es auch nicht, wenn man mit 20 Jahren ins Skigebiet zieht- ein einen ambitionierten Einheimischen kommt man einfach nicht ran. (S. Arlbergfan, der aus meiner Beobachtung sicher ein sehr guter (Dt.) Skifahrer ist, aber halt weit entfernt von einem halbwegs talentierten Einheimischen).
Fazit: wir brauchen mehr einheimische Skilehrer!
Der Einheimische Physiotherapeut meiner Frau (selbst lange Skilehrer) sagte, die wären nur zum Saufen und Partymachen hier.
Besonders talentierte Skifahrer sind es definitiv mal nicht.
Ich folge auf Instagram einem Skilehrer von Arlberg, Patrick Baetz. Und da sieht man einfach, wie es aussieht, wenn man es von der Picke auf gelernt hat. Und da bringt es auch nicht, wenn man mit 20 Jahren ins Skigebiet zieht- ein einen ambitionierten Einheimischen kommt man einfach nicht ran. (S. Arlbergfan, der aus meiner Beobachtung sicher ein sehr guter (Dt.) Skifahrer ist, aber halt weit entfernt von einem halbwegs talentierten Einheimischen).
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seiiim
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Absolut
Patrick Baetz ist sicher ein Vorzeige-Skilehrer und kann vielen als Vorbild dienen. Er war lange Zeit Ausbildner bei der Staatlichen Skilehrerausbildung in AUT und ist nach wie vor noch einer der komplettesten Skifahrer der Welt.
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Klar, als Österreicher hat man einfach den genetischen Vorteil gegenüber der restlichen Weltbevölkerung ... eigentlich sollten ALLE Österreicher Skilehrer werden, dann wäre das "Problem" auf einen Schlag gelöst. Und Patrik Baetz spricht bestimmt auch fliessend holländisch und kommt gut mit großen Kindergruppen klar, das ist ja auch fest in der rot-weiß-roten DNA verankert ....Carlos23 hat geschrieben: 16.02.2024 - 08:35 Ich folge auf Instagram einem Skilehrer von Arlberg, Patrick Baetz. Und da sieht man einfach, wie es aussieht, wenn man es von der Picke auf gelernt hat. Und da bringt es auch nicht, wenn man mit 20 Jahren ins Skigebiet zieht- ein einen ambitionierten Einheimischen kommt man einfach nicht ran. (S. Arlbergfan, der aus meiner Beobachtung sicher ein sehr guter (Dt.) Skifahrer ist, aber halt weit entfernt von einem halbwegs talentierten Einheimischen).
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Als ehemaliger "Heim- wie auch Importspieler" fühle ich mich irgendwie angesprochen und will ich euch meine 2ct daher nicht vorenthalten...
Das wird dich jetzt vielleicht erschüttern, aber ich habe noch nie einen französischen Skilehrer getroffen, der diese Ansicht geteilt hätte.
Auch keinen italienischen oder schweizerischen. Auch in D ist das sehr standardisiert und von hoher Qualität.
Der zweite Teil stimmt auch nicht. Die Abschlüsse sind natürlich anerkannt. Haben sie dir denn in deiner "hochwertigsten Ausbildung weltweit" nicht nahegebracht, wofür das erste I in ISIA steht?
Deshalb können ja auch so viele deutsche Skischulen in Ö operieren.
Das System beim DSLV ist auch noch im Prinzip dasselbe wie vor 30 Jahren. Nur dass der Verband vor etwa 20 Jahren auf die Idee verfiel, noch mehr Kohle abziehen zu können, wenn er noch eine weitere Stufe einfügt - früher: Regionalskilehrer, unterdessen Level 2. War immer schon vollkommen nutzlos und - wie auch die Grundstufe (heute: Level 1) - nicht zwingend notwendig. Erst die Ausbildung zu Level 3 (ehedem: Verbandsskilehrer) stellt einen essenziellen Teil der staatlichen Ausbildung dar und kann über eine Anwärterprüfung (1 Tag) direkt begonnen werden.
Gleiches gilt für die Student:innen und die Schneehasen auch. Die Sache mit dem Bett lassen wir mal weg. Klingt herabsetzend und idR ist da eher der Wunsch des Gegenübers Vater des Gedankens.
Fakt ist, dass alle Mädels, die ich in der Funktion getroffen habe, da einen super Job geleistet haben.
So sind es denn auch nicht die Holländerinnen, die ihre Berufswahl überdenken. Die arbeiten an ihrem Teint, ihrer Skitechnik und bringen ganz nebenbei ihr Deutsch von fließend auf verhandlungssicher. Wenn sie dann mal ausgelernt und ihren Abschluss in internationaler BWL oder Jura in der Tasche haben, stimmt auch die Kasse. Denn merke, 1800€ als Einstiegsgehalt fühlen sich besser an, wenn es sich um den Wochenlohn handelt.
Jene Dorfliesl, die das mitbringen - solche gibt's sehr vereinzelt auch (es scheitert meistens am Niederländischen, oft leider auch am Englischen) - haben wiederum keinen Bock sich für null Euro in den Schnee zu stellen, sondern setzen sich lieber in den Semsterferien an die Rezeption eines Luxushotels ins Warme und verdienen da Geld. Denn was in der "weltbesten Ausbildung" offenbar auch zu kurz gekommen scheint, sind die Grundzüge der BWL. Für Sätze des Typs, "Das mag betriebswirtschaftlich richtig sein, aber...", gilt nämlich das alles, was nach dem Aber kommt, auf dem freien Markt irrelevant ist. Wenigstens haben sie das jetzt in Form einen Praxismoduls nachgereicht.
Was die anderen "Importspieler" anbelangt, so beherrschen die in aller Regel kurze und lange Radien, da mach dir mal keine Sorgen.
Das spitzeln die Skischulleiter auch sofort und teilen entsprechend ein oder es kommt halt erst gar nicht zu einem Beschäftigungsverhältnis. Denn, da gebe ich dir schon Recht, gut vorfahren können ist jenseits des Kleinkindalters schon sehr wichtig. Zwecks Demo, aber vor allem auch aus psychologischen Gründen. Auch stimme ich dir hinsichtlich der erstaunlich komplexen psychologischen und sozialen Herausforderungen zu. Deshalb gibt's ja auch gar nicht so wahnsinnig viele richtig gute Skilehrer. Aber gerade unterm Nachwuchs sehe ich die Importspieler da durchaus nicht im Nachteil, weil die - wenn ich das mal so offen sagen darf - im Durchschnitt einen wesentlich bildungsnäheren Hintergrund mitbringen.
Meine Auffassung ist, dass Schneeprofi nur in Selbstständigkeit funktionieren kann. Die Summen und Margen reichen einfach nicht, als dass da jemand als Mittler noch groß was abgreifen könnte, auch ist die Verhandlungsmacht des einzelnen Angestellten einfach zu schlecht. Wenn du also weiterhin am Gast arbeiten willst, wäre der Bergführer quasi unerlässlich.
seiiim hat geschrieben: 08.02.2024 - 10:54 Was die Qualität betrifft ist der österr. staatliche Skilehrer die hochwertigste skifahrerische Ausbildung weltweit und gilt gemeinhin als Maßstab.
Die Deutschen haben zwar ihr System angepasst, sind aber in der Hinsicht nicht vergleichbar und werden auch nicht auf gleichem Level anerkannt.
Das wird dich jetzt vielleicht erschüttern, aber ich habe noch nie einen französischen Skilehrer getroffen, der diese Ansicht geteilt hätte.
Der zweite Teil stimmt auch nicht. Die Abschlüsse sind natürlich anerkannt. Haben sie dir denn in deiner "hochwertigsten Ausbildung weltweit" nicht nahegebracht, wofür das erste I in ISIA steht?
Das System beim DSLV ist auch noch im Prinzip dasselbe wie vor 30 Jahren. Nur dass der Verband vor etwa 20 Jahren auf die Idee verfiel, noch mehr Kohle abziehen zu können, wenn er noch eine weitere Stufe einfügt - früher: Regionalskilehrer, unterdessen Level 2. War immer schon vollkommen nutzlos und - wie auch die Grundstufe (heute: Level 1) - nicht zwingend notwendig. Erst die Ausbildung zu Level 3 (ehedem: Verbandsskilehrer) stellt einen essenziellen Teil der staatlichen Ausbildung dar und kann über eine Anwärterprüfung (1 Tag) direkt begonnen werden.
Überall. War vor 25 Jahren schon so, hüben wie drüben. Was meinst du wo der Thoma die ganzen Leute hernimmt?Wooly hat geschrieben: 08.02.2024 - 09:31 ich bin davon ausgegangen das man in Deutschland wie in Österreich eine Ausbildung braucht. Das man da "einfach so" unterrichten kann wäre mir neu. Wo genau soll das gehen ?
Das mit dem Staatlichen war damals so, ist heute so und wird sich zumindest bei uns auch sicherlich nicht ändern, weil die Strukturen dem entgegen stehen. Erklären tut einem das im Vorfeld freilich keiner - jedenfalls nicht vom Verband oder den Skischulen, weil die einen ja ins System locken wollen. Hat man dann mal angefangen, versteht man alsbald was Phase ist - die einen halt früher, die anderen bisserl später.Kreon100 hat geschrieben: 10.02.2024 - 00:24 Hmmm, also schon zu meiner Zeit in den 80ern hieß es, dass sich der staatliche Skilehrer eigentlich nur für den lohnt, der eine eigene Skischule gründen will. Wer das trotzdem aus Spaß an der Sache machen will, kann sich m.E. aber nicht beschweren, dass es in dem Bereich (neuerdings) verstärkte Konkurrenz durch Studenten und die hier viel zitierten Bett-Schneehasen-Skilehrerinnen gibt (wo sind die eigentlich anzutreffen? ich frage für einen Freund).
Gleiches gilt für die Student:innen und die Schneehasen auch. Die Sache mit dem Bett lassen wir mal weg. Klingt herabsetzend und idR ist da eher der Wunsch des Gegenübers Vater des Gedankens.
Ich verstehe deinen Frust, aber merkst du denn nicht, wie sehr du dir selbst widersprichst? Ich fange mal von hinten an und greife deinen Vergleich auf: die Leitung tropft am Ende eben nicht. Im Kinderland ist perfekte Buckelpistentechnik nunmal kein Asset. Wichtig ist, dass die Kinder Spaß haben und die Eltern sie dort gut versorgt wissen. Wie du richtig erkannt hast, sehen die niederländischen Kinderlandfeen nicht nur blendend aus, sondern verfügen auch über einen angehenden akademischen Hintergrund, beherrschen vier Sprachen fließend und können sehr gut mit Kindern. Wie viele dieser Kernkompetenzen kann die durchschnittliche österreichische Dorfliesl auf sich vereinigen? Wie viele davon erfüllst du?seiiim hat geschrieben: 08.02.2024 - 10:46 Nur als Beispiel: mir wurde bereits in zwei Skischulen sinngemäß gesagt: "bevor ich Dich (als Staatlich geprüften Skilehrer + Trainer (=Meisterstufe)) anstelle, zahl' ich lieber zwei Holländerinnen/Däninnen, die bekommen zusammen weniger als du + denen kann ich jeweils 12 Kinder in der Kindergruppe mitgeben- da verdien' ich mehr als bei deinen Privatstunden"
Betriebswirtschaftlich ist diese Aussage ja grundsätzlich richtig,
(...)
Dadurch komme ich zu meiner Aussage, dass die "Billiglöhner" den Preis drücken, denn wer ob der genannten Faktoren dennoch für wenig Lohn arbeitet bringt das Gefüge nach unten.
Betreffend skifahrerischem Können: Wie oben erwähnt braucht es viele verschiedene Fähigkeiten um ein guter Skilehrer zu sein und neben dem Skifahren gehören psychologische und soziale Aspekte zweifelsohne dazu. Gegenüber dem Gast ist wichtig, dass man gut vorzeigen/ vorfahren kann und Spaß an der Sache vermittelt. Ich kenne "Kinderlandfeen" die didaktisch und pädagogisch einer Kindergärtnerin vermutlich nicht viel nachstehen.
Alles was ich erwarte ist ein gewisses skifahrerisches Mindestkönnen, was angesichts dessen, dass man als Skilehrer Dienst in Uniform verrichtet und gewissermaßen als Vorbild ggü. dem Lernenden und allgemein als Repräsentant der österr. Skischule auftritt, auch nicht zu viel verlangt sein kannIn meiner persönlichen Einschätzung, läge diese Anforderung in etwa so, dass man jede Piste in kurzen oder langen Radien befahren kann.
Wer das nicht schafft, sollte mMn die Berufswahl überdenken. Nur hier wird leider in der Anwärter-Ausbildung die Messlatte zu niedrig angesetzt, da man die Skilehrer ja für die Saison produzieren "muss" und O-Ton "fürs Kinderland wirds schon reichen" bzw. "wenn sie außer Dienst fahren, sollns halt die Jacke umdrehen"
Ich denke es ist ähnlich wie in anderen Dienstleistungen auch, im Kern sollte man sich mit der Sache auskennen und diese entsprechend repräsentieren, z.B. ein Installateur kann noch so sympathisch und lustig sein, wenn die Leitung nach seinem Werk weiter tropft stelle ich seine Fähigkeit infrage.
So sind es denn auch nicht die Holländerinnen, die ihre Berufswahl überdenken. Die arbeiten an ihrem Teint, ihrer Skitechnik und bringen ganz nebenbei ihr Deutsch von fließend auf verhandlungssicher. Wenn sie dann mal ausgelernt und ihren Abschluss in internationaler BWL oder Jura in der Tasche haben, stimmt auch die Kasse. Denn merke, 1800€ als Einstiegsgehalt fühlen sich besser an, wenn es sich um den Wochenlohn handelt.
Jene Dorfliesl, die das mitbringen - solche gibt's sehr vereinzelt auch (es scheitert meistens am Niederländischen, oft leider auch am Englischen) - haben wiederum keinen Bock sich für null Euro in den Schnee zu stellen, sondern setzen sich lieber in den Semsterferien an die Rezeption eines Luxushotels ins Warme und verdienen da Geld. Denn was in der "weltbesten Ausbildung" offenbar auch zu kurz gekommen scheint, sind die Grundzüge der BWL. Für Sätze des Typs, "Das mag betriebswirtschaftlich richtig sein, aber...", gilt nämlich das alles, was nach dem Aber kommt, auf dem freien Markt irrelevant ist. Wenigstens haben sie das jetzt in Form einen Praxismoduls nachgereicht.
Was die anderen "Importspieler" anbelangt, so beherrschen die in aller Regel kurze und lange Radien, da mach dir mal keine Sorgen.
Meine Auffassung ist, dass Schneeprofi nur in Selbstständigkeit funktionieren kann. Die Summen und Margen reichen einfach nicht, als dass da jemand als Mittler noch groß was abgreifen könnte, auch ist die Verhandlungsmacht des einzelnen Angestellten einfach zu schlecht. Wenn du also weiterhin am Gast arbeiten willst, wäre der Bergführer quasi unerlässlich.
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
DurchausToposlopos hat geschrieben: 16.02.2024 - 15:23 Haben sie dir denn in deiner "hochwertigsten Ausbildung weltweit" nicht nahegebracht, wofür das erste I in ISIA steht?
@Toposlopos : Ich sehe in meiner Aussage absolut keinen Widerspruch. Deine Aussage stellt Punkt in Gegensatz, in denen wir uns doch eigentlich einig sind (Fähigkeiten Skilehrer, individuelle Stärken, Kommunikation und Sprachen, Beruf Skilehrer mit Skills für andere Jobs, skifahrerische Mindestanforderungen). Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass dein letzter Abschnitt einen noch optimistischeren Blick auf den Beruf Skilehrer wirft, als ich das tue. Wenn die Holländerinnen tatsächlich an ihren Sprachfähigkeiten arbeiten würden und die kurzen und langen Radien mir keine Sorgen mehr bereiten müssen, dann bräuchte es mein Plädoyer nurmehr in viel abgeschwächter Form und wir könnten gemeinsam das Glas Skiwasser auf die Skilehrer erheben.
Btw, ich erfülle alle Deiner Kriterien, da kannst beruhigt sein
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Interessante Vorstellung. Natürlich ist es wichtig, dass man regelmäßig trainiert, aber meinst du nicht, dass jeder Skifahrer nach der initialen Lernphase ein Plateau erreicht, auf dem er dann auch nahezu eingeholt werden kann?Carlos23 hat geschrieben: 16.02.2024 - 08:35 Ich folge auf Instagram einem Skilehrer von Arlberg, Patrick Baetz. Und da sieht man einfach, wie es aussieht, wenn man es von der Picke auf gelernt hat. Und da bringt es auch nicht, wenn man mit 20 Jahren ins Skigebiet zieht- ein einen ambitionierten Einheimischen kommt man einfach nicht ran. (S. Arlbergfan, der aus meiner Beobachtung sicher ein sehr guter (Dt.) Skifahrer ist, aber halt weit entfernt von einem halbwegs talentierten Einheimischen).
Oder ist es tatsächlich so, dass ein Skifahrer seine Fähigkeiten mit jedem Skitag stetig ausbaut und daher ein Einheimischer einem zugezogenen immer voraus ist, selbst wenn der in seiner Kindheit jedes Jahr 20 Skitage hatte und schon 20 Jahre dort lebt?
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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seiiim
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Interessanter Punkt @GIFWilli59
Um das vorab klarzustellen: das hat mMn wenig mit dem von mir genannten Aspekt der Mindestanforderung skifahrerisches Können bei Skilehren zu tun, das wovon wir hier reden geht weit darüber hinaus; aus Freude an der Diskussion möchte ich trotzdem das Argument aufgreifen.
Ob man in seinem (skifahrerischen) Können ein Plateau erreicht, ist von viel Umständen abhängig. Ich sage es mal so: Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass es passiert, bei individuell idealen Bedingungen (z.B. Skischule, Skiclub, Trainer, Eltern, Freundeskreis, Kader(?), persönlichem Ehrgeiz, verletzungsfrei) könnte es aber auch quasi stetig nach oben gehen. Das sind aber Einzelfälle. Wie beim Erlernen vermutlich aller anderen Fähigkeiten auch, sind die letzten paar Prozent oder Promille die schwersten und darauf sehe ich die Aussage von @Carlos23 bezogen. Wenn man zu den top 1% der Skifahrer in AUT zählt (und das tut Herr Baetz definitv bzw. meine Wenigkeit mit sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit), dann geht es ab einem gewissen Level "über die Kilometer". Da muss man dann einfach raus bei allen Bedingungen. Und wenn man die Möglichkeit hat in jungen Jahren schon viel auf den Ski zu stehen (und ich meine richtig viel), dann bringt das einfach unglaubliche Vorteile mit sich. Das sind dann eben die "Kilometer" die sich andere hart erarbeiten müssen oder aus geografischen Gründen nie erreichen können, denn das geht sich mit 2-3 Wochen Skiurlaub im Jahr nicht aus. Und hier trennt sich dann oft, trotz großem Talent, Ehrgeiz, körperlicher Vorrausetzungen, etc., die Spreu vom Weizen.
PS: ich persönlich sehe die Lernkurve beim Snowboard lernen eher als konkav, beim Skifahren eher als konvex- jetzt wieder auf Könnerebene des Gastes gesprochen.
Um das vorab klarzustellen: das hat mMn wenig mit dem von mir genannten Aspekt der Mindestanforderung skifahrerisches Können bei Skilehren zu tun, das wovon wir hier reden geht weit darüber hinaus; aus Freude an der Diskussion möchte ich trotzdem das Argument aufgreifen.
Ob man in seinem (skifahrerischen) Können ein Plateau erreicht, ist von viel Umständen abhängig. Ich sage es mal so: Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass es passiert, bei individuell idealen Bedingungen (z.B. Skischule, Skiclub, Trainer, Eltern, Freundeskreis, Kader(?), persönlichem Ehrgeiz, verletzungsfrei) könnte es aber auch quasi stetig nach oben gehen. Das sind aber Einzelfälle. Wie beim Erlernen vermutlich aller anderen Fähigkeiten auch, sind die letzten paar Prozent oder Promille die schwersten und darauf sehe ich die Aussage von @Carlos23 bezogen. Wenn man zu den top 1% der Skifahrer in AUT zählt (und das tut Herr Baetz definitv bzw. meine Wenigkeit mit sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit), dann geht es ab einem gewissen Level "über die Kilometer". Da muss man dann einfach raus bei allen Bedingungen. Und wenn man die Möglichkeit hat in jungen Jahren schon viel auf den Ski zu stehen (und ich meine richtig viel), dann bringt das einfach unglaubliche Vorteile mit sich. Das sind dann eben die "Kilometer" die sich andere hart erarbeiten müssen oder aus geografischen Gründen nie erreichen können, denn das geht sich mit 2-3 Wochen Skiurlaub im Jahr nicht aus. Und hier trennt sich dann oft, trotz großem Talent, Ehrgeiz, körperlicher Vorrausetzungen, etc., die Spreu vom Weizen.
PS: ich persönlich sehe die Lernkurve beim Snowboard lernen eher als konkav, beim Skifahren eher als konvex- jetzt wieder auf Könnerebene des Gastes gesprochen.
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Nachdem jetzt alle hier wissen was für ein guter Skifahrer du bist und das du holländische Skilehrerinnen doof findest (wobei, zählen die nicht auch zum klassischen Beuteschema ??) würde ich nach drei Seiten doch nochmal nachfragen WAS GENAU du jetzt eigentlich mit dem Thread bezwecken willst ?
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seiiim
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Habe ich bereits beantwortet, und ich freue mich über die verschiedenen Aspekte der Diskussion. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.Wooly hat geschrieben: 20.02.2024 - 12:05 Nachdem jetzt alle hier wissen was für ein guter Skifahrer du bist und das du holländische Skilehrerinnen doof findest (wobei, zählen die nicht auch zum klassischen Beuteschema ??) würde ich nach drei Seiten doch nochmal nachfragen WAS GENAU du jetzt eigentlich mit dem Thread bezwecken willst ?
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chatmonster
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Wenn ich das so und alles was darauf folgt lese, bist du noch nicht so alt oder?seiiim hat geschrieben: 20.02.2024 - 11:15
Ob man in seinem (skifahrerischen) Können ein Plateau erreicht, ist von viel Umständen abhängig. Ich sage es mal so: Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass es passiert, bei individuell idealen Bedingungen (z.B. Skischule, Skiclub, Trainer, Eltern, Freundeskreis, Kader(?), persönlichem Ehrgeiz, verletzungsfrei) könnte es aber auch quasi stetig nach oben gehen.
...
Irgendwann bist du halt froh, wenn es das Plateau ist und irgendwann lässt es sich auch nicht mehr verhindern, dass es wieder bergab geht.
Was du da schreibst, passt auf Leistungssportler bis vielleicht 40 Jahre, danach, bei verdammt guten Genen vielleicht ein paar Jahre später, übernimmt der alternde Körper leider, auch wenn die Erfahrung vielleicht immer weiter steigt...
Schöne Grüße
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seiiim
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Das würde ich mal bestätigen, wenn auch nicht mehr der jüngste.chatmonster hat geschrieben: 20.02.2024 - 13:53 Wenn ich das so und alles was darauf folgt lese, bist du noch nicht so alt oder?
Irgendwann bist du halt froh, wenn es das Plateau ist und irgendwann lässt es sich auch nicht mehr verhindern, dass es wieder bergab geht.
Was du da schreibst, passt auf Leistungssportler bis vielleicht 40 Jahre, danach, bei verdammt guten Genen vielleicht ein paar Jahre später, übernimmt der alternde Körper leider, auch wenn die Erfahrung vielleicht immer weiter steigt...
Was du sagst ist absolut richtig- ab 30 beginnt der Körper abzubauen. Und ja, die getroffene Aussage bezieht sich auf Leistungssportler, sei es EC/WC Rennfahrer, Buckelpistenfahrer, Freestyler, Ausbildner der Staatlichen Skilehrerausbildung, you name it. Das war aber auch der Anstoß durch @Carlos23 bzw. @GIFWilli59, Hr. Baetz ist der Hirscher/ Odermatt unter den Skilehrern, das kann man nicht mit dem durchschnittlichen Skilehrer oder durchschnittlichen Skifahrer/ Gast vergleichen.
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Frankenstephan
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Darzustellen, dass er der zweitbeste Skilehrer der Welt ist. Der Rest ist seinerseits m.E. überwiegend "BlaBla"Wooly hat geschrieben: 20.02.2024 - 12:05 Nachdem jetzt alle hier wissen was für ein guter Skifahrer du bist und das du holländische Skilehrerinnen doof findest (wobei, zählen die nicht auch zum klassischen Beuteschema ??) würde ich nach drei Seiten doch nochmal nachfragen WAS GENAU du jetzt eigentlich mit dem Thread bezwecken willst ?
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seiiim
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Oh, vielen Dank für die Blumen. Kennen wir uns? Warst du schon mal bei mir als Gast?Frankenstephan hat geschrieben: 20.02.2024 - 16:15Darzustellen, dass er der zweitbeste Skilehrer der Welt ist. Der Rest ist seinerseits m.E. überwiegend "BlaBla"Wooly hat geschrieben: 20.02.2024 - 12:05 Nachdem jetzt alle hier wissen was für ein guter Skifahrer du bist und das du holländische Skilehrerinnen doof findest (wobei, zählen die nicht auch zum klassischen Beuteschema ??) würde ich nach drei Seiten doch nochmal nachfragen WAS GENAU du jetzt eigentlich mit dem Thread bezwecken willst ?
So ernst auf ernst, könnt @Wooly @Frankenstephan auch etwas Sachliches zu dem Thema beitragen oder bleibt ihr bei personenbezogenen Aussagen und Quertreibereien??!!
Man möchte meinen, dass 3 Seiten zusammenzufassen eine machbare Aufgabe ist. Vielleicht ist das aber nicht jedem gegeben. Schade. Wenn ihr freundlich fragt, kann ich das auch gern machen; so ihr beschließt bei eurer Hauptsache-gegen-alles-Linie zu bleiben, dann schweigt bitte laut.
Ganz vorsichtig wäre ich ja, wenn der Name auf die Herkunft schließen lässt- da suchen wir dann doch besser weiter nach dem Außenski und lassen den Vorderbakken wo er ist.
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Es dürfen jetzt auch nur noch Österreicher hier posten? Das wird dem Chef nicht gefallen ....seiiim hat geschrieben: 20.02.2024 - 18:08 Ganz vorsichtig wäre ich ja, wenn der Name auf die Herkunft schließen lässt- da suchen wir dann doch besser weiter nach dem Außenski und lassen den Vorderbakken wo er ist.
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Frankenstephan
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Solange Innenski und Hinterbacken funktionieren, dürfen sicher alle Mitglieder (m/w/d) hier schreiben. Aber natürlich nur, solange es dem zweitbesten Skilehrer der Welt in sein Schema passt. seiiim, du bedienst hier mit deiner überheblichen Schreibweise ein wunderbares negatives Klischee, welches Skilehrer/innen, egal welcher Herkunft, ganz sicher nicht gerecht werden.Wooly hat geschrieben: 20.02.2024 - 19:54Es dürfen jetzt auch nur noch Österreicher hier posten? Das wird dem Chef nicht gefallen ....seiiim hat geschrieben: 20.02.2024 - 18:08 Ganz vorsichtig wäre ich ja, wenn der Name auf die Herkunft schließen lässt- da suchen wir dann doch besser weiter nach dem Außenski und lassen den Vorderbakken wo er ist.![]()
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Toposlopos
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Das könnten wir doch in der Tat zu Recht. Ich habe nämlich gar nicht den Eindruck, dass besonders viele Skischüler aufgrund mangelnder Qualität des Lehrpersonals in D oder Ö schlecht wegkämen, im Gegenteil.seiiim hat geschrieben: 19.02.2024 - 14:09
@Toposlopos : Ich sehe in meiner Aussage absolut keinen Widerspruch. Deine Aussage stellt Punkt in Gegensatz, in denen wir uns doch eigentlich einig sind (Fähigkeiten Skilehrer, individuelle Stärken, Kommunikation und Sprachen, Beruf Skilehrer mit Skills für andere Jobs, skifahrerische Mindestanforderungen). Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass dein letzter Abschnitt einen noch optimistischeren Blick auf den Beruf Skilehrer wirft, als ich das tue. Wenn die Holländerinnen tatsächlich an ihren Sprachfähigkeiten arbeiten würden und die kurzen und langen Radien mir keine Sorgen mehr bereiten müssen, dann bräuchte es mein Plädoyer nurmehr in viel abgeschwächter Form und wir könnten gemeinsam das Glas Skiwasser auf die Skilehrer erheben.
Nur ginge das an deinem Anliegen völlig vorbei. Welches da war, dass du dir mehr Protektion für deinen Berufsstand wünscht. Das ist sehr verständlich, wünschen sich alle Marktteilnehmer. Dein Pech besteht leider darin, ein Ösi zu sein. Denn Ösiland, genauso wie das Piefkereich, sind ziemlich kapitalistisch gestrickt (nicht so sehr wie die USA freilich, da hoppelt der Hase nochmal ganz anders). Protektion greift daher erst auf Ebene des Kapitals: du brauchst den (oder: einen; d.i. in der Praxis aber wenig realistisch) Staatlichen, um eine Skischule betreiben zu dürfen. Die Angestellten gucken indes in die Röhre - das darf jeder und dementsprechend groß ist das Angebot. Ganz anders bspw. im wesentlich sozialistischer aufgestellten Frankreich, wo das Skischulwesen von altersher quasibehördlich organisiert ist (erst in jüngster Zeit auf dem Umweg über die EU ganz leicht im Wandel begriffen), und die ursprüngliche, zentrale Triebfeder des ganzen Skizirkus nicht zuerst in der Gewinnmaximierung bestand, sondern in der Bereitstellung von auskömmlichen Verdienstmöglichkeiten für die im Winter darbenden Bergbauern und somit der Prävention der Landflucht. Dementsprechend brauchst du dort wenigstens den Eurotest, d.i. so ein Mittelding aus unserem Anwärter und dem ersten Modul, nämlich mehrtägig, und - jetzt kommt es - er inkludiert einen sehr harten RTL. Letzterer bildet die Klippe, Flachlandlümmel wie meinereiner fernzuhalten - und nicht nur die. Das Angebot an Lizensierten bleibt dadurch vergleichsweise klein. In der Folge läuft's dann nach Tarif.
Nun willst du da vermutlich nicht rübermachen. Auf der anderen Seite bleibt das Problem, dass die große Kohle im Kinderland und insgesamt mit Anfängern gescheffelt wird. Und diesbezüglich besteht aus deiner Perspektive numal das Problem, dass die Kursentgelte sich nicht nach dem Qualifizierungsschein des Unterrichtenden staffeln. Daher ergibt sich für die AG keine Motivation, mehr zu zahlen und es wäre auch gegenüber den Kollegen ungerecht, welche für die exakt gleiche Arbeit weniger Geld erhalten sollen.
Als einzigen Ausnahmetatbestand von relevantem Umfang sehe ich selbstständig organisiertes Freeride-Guiding. Da wäre jetzt sehr interessant zu erfahren, was man in Ö als Staatlicher darf. Da müsstest du doch jetzt auf dem neuesten Stand sein? Gefühlt erschien mir das immer großzügiger als in D. Kann aber auch sein, dass ich mich täusche. In D ist die Sache glasklar: nix. Obwohl die Ausbildung Lawinenkunde und ein ganzes Modul Tiefschneefahren enthält, erlischt die Berechtigung am Pistenrand. Damit wird der Bergführer zum Universaljoker auch in Sachen Skiunterricht. Das ist eine Qualifikation mit echtem Mehrwert, wenn man selbst im Schnee arbeiten und dabei nicht auf Escobars Spuren wandeln möchte.
Zuletzt geändert von Toposlopos am 21.02.2024 - 16:09, insgesamt 1-mal geändert.
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seiiim
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Danke @Toposlopos. In AUT gibt es sowohl beim Landeslehrer als auch beim Staatlichen je 1 Woche Alpinkurs (Inhalte u.a. Schnee- und Lawinenkunde, Off-Piste-Guiding etc.), damit darf man alles mit dem Lift Erreichbare führen, auch schon ab dem Landes-Alpinkurs. Oder mit anderen Worten, man darf mit dem Gast nicht aufsteigen. Dafür gibt es dann den Skiführer (in Summe 3-4 Wochen Ausbildung, Tourengehen, meist am Gletscher), der steht sozusagen zwischen Staatlichem und Bergführer, da Bergführer auch das ganze Thema Klettern dabei hat.
Betreff Qualität: In der Tat, die Zufriedenheit beim Gast ist nach wie vor hoch. Das führe ich persönlich primär auf gutes Management (Skischulleiter, Chefskilehrer etc.) zurück, sekundär auf die Qualität der Ausbildung und tertiär möglicherweise auch auf die Unerfahrenheit bzw. Alternativlosigkeit beim Gast. Letzteres erlaube ich mir in den Raum zu werfen, denn a) woher hätte der Gast denn einen Vergleichswert ob in seiner Kurszeit mehr gegangen wäre, und b) wo soll er denn hin, wenn eine Skischule benötigt wird, in den meisten Ortschaften gibt es nicht mehr als eine Handvoll. Das soll alles nicht die erbrachte Qualität schmälern, könnte aber deren Resonanz begründen.
Und selbstredend gibt es gesamtgesehen qualitativ zwischen den Betrieben eine Streuung, wie in allen anderen Bereichen wohl auch.
Betreff Entgelt: Ich kann deinen Ansatz nachvollziehen und danke für die Hinweise für meine persönliche Situation (soweit hier gezeichnet; natürlich schaut die Realität anders aus
). Mir ging es jedoch um die ganze Branche und den Appell, ob es nicht angebracht wäre das gesamte Gefüge anzuheben, um den Beruf für Einheimische wieder attraktiver zu machen oder zumindest für (Winter-)Saisonarbeiter. Auch erwähnt dein Ansatz nur die Ausbildungsstufe, nicht jedoch andere Faktoren wie Trainer-Ausbildung, Kindergärtner/Lehrer, Erfahrung usw.
PS: Ich würde es nie im Leben als Pech oder Problem bezeichnen, dass ich Österreicher bin.
Betreff Qualität: In der Tat, die Zufriedenheit beim Gast ist nach wie vor hoch. Das führe ich persönlich primär auf gutes Management (Skischulleiter, Chefskilehrer etc.) zurück, sekundär auf die Qualität der Ausbildung und tertiär möglicherweise auch auf die Unerfahrenheit bzw. Alternativlosigkeit beim Gast. Letzteres erlaube ich mir in den Raum zu werfen, denn a) woher hätte der Gast denn einen Vergleichswert ob in seiner Kurszeit mehr gegangen wäre, und b) wo soll er denn hin, wenn eine Skischule benötigt wird, in den meisten Ortschaften gibt es nicht mehr als eine Handvoll. Das soll alles nicht die erbrachte Qualität schmälern, könnte aber deren Resonanz begründen.
Und selbstredend gibt es gesamtgesehen qualitativ zwischen den Betrieben eine Streuung, wie in allen anderen Bereichen wohl auch.
Betreff Entgelt: Ich kann deinen Ansatz nachvollziehen und danke für die Hinweise für meine persönliche Situation (soweit hier gezeichnet; natürlich schaut die Realität anders aus
PS: Ich würde es nie im Leben als Pech oder Problem bezeichnen, dass ich Österreicher bin.
- Wooly
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Sei es wie es sein, ich sehe für dein Anliegen eigentlich nur zwei Lösungsansätze:seiiim hat geschrieben: 21.02.2024 - 09:52 Betreff Entgelt: Ich kann deinen Ansatz nachvollziehen und danke für die Hinweise für meine persönliche Situation (soweit hier gezeichnet; natürlich schaut die Realität anders aus). Mir ging es jedoch um die ganze Branche und den Appell, ob es nicht angebracht wäre das gesamte Gefüge anzuheben, um den Beruf für Einheimische wieder attraktiver zu machen oder zumindest für (Winter-)Saisonarbeiter. Auch erwähnt dein Ansatz nur die Ausbildungsstufe, nicht jedoch andere Faktoren wie Trainer-Ausbildung, Kindergärtner/Lehrer, Erfahrung usw.
1. Du setzt durch, dass wie in Frankreich wie beschrieben der Staat eingreift und die Ausbildung/Betrieb der Skischulen stärker reglementiert, incl. Tariflöhnen & Co., und reglementierten Kosten für Kurse etc. ..... Ob das bei den aktuellen politischen Verhältnissen in Österreich möglich wäre sei dahingestellt. Als "Skination" durchaus ein Planspiel.
2. Oder du gründest deine eigene High-End Skischule, mit top geschulten Skilehrern, gerne auch beworben mit den "Einheimischen"-Faktor (also quasi nachhaltig...), mit Themen wie Freeride & Touren im Portfolio, und natürlich auch perfekte Tages-Kinderbetreuung, dazu mehrsprachiges Personal. incl. Kooperation mit gehobener Hotellerie & Gastronomie, um Komplettpakete im Premium Segment anzubieten.
Bei den Verschiebungen, was die Gäste angeht, würde ich persönlich auf zweite Lösung als erfolgversprechender ansehen, allerdings wahrscheinlich nur von einem Sport-Konzern leistbar ....also entweder Zermatt, Ischgl & Co gründen eine "Premium-Skischulen GmbH" oder es steigt gleich Vail Resorts o.Ä. ein ... ich denke wir werden da in den nächsten 30 Jahren noch einige massive Veränderungen haben. Und wir dürfen nie vergessen, dass wir hier ein Forum voller Skinerds sind, die zum Großteil ihre Skikarriere in den 70/80/90er Jahren begonnen haben, wo viele Dinge noch komplett anders aussahen ... von daher ist unsere Einschätzung der Lage wahrscheinlich nicht immer ganz realistisch für die heutige Zeit.
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chatmonster
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Das wundert mich jetzt allerdings, dass das in AT unbekannt sein soll?Wooly hat geschrieben: 21.02.2024 - 13:17
2. Oder du gründest deine eigene High-End Skischule, mit top geschulten Skilehrern, gerne auch beworben mit den "Einheimischen"-Faktor (also quasi nachhaltig...), mit Themen wie Freeride & Touren im Portfolio, und natürlich auch perfekte Tages-Kinderbetreuung, dazu mehrsprachiges Personal. incl. Kooperation mit gehobener Hotellerie & Gastronomie, um Komplettpakete im Premium Segment anzubieten.
Du könntest dich zB beim Suvretta-House bewerben. Im Falle der scheinbar höchsten Ausbildungsstufe in AT könnte die dann evtl. auch in CH anerkannt werden...
Schöne Grüße
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
In der Realität sieht das Nationenranking eh ganz anders aus ... manche Skills kann man halt nicht lernen, die hat man einfach ...
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?
Also ich find den Thread ja durchaus interessant, schade nur, dass das schon wieder teilweise so ausfällig wird. Wie immer in solchen geschriebenen Beiträgen ist in den Buchstaben keine Nuance wie Ironie oder gar Humor zu erkennen und man kann Sachen sehr schnell in den falschen Hals bekommen. Ich mach einfach mal weiter und gebe zwei, drei Punkte zum Besten:
Ein staatlich geprüfter Skilehrer ist, glaube ich, skifahrerisch über jeden Zweifel erhaben. Wer das in Frage stellt, hat sich noch nicht mit dem Ausbildungsprogramm und der Abnahme in der Praxis befasst und ist vor allem wohl auch noch nie mit einem solchen Ski gefahren
. Das ist auch eh klar, insofern habe ich das hier jetzt nicht als Angeberei empfunden, wenn man so einen Thread postet.
Insgesamt halte ich es schon für möglich, dass dieses Ansehen durch "Fun-Skilehrer" verwässert werden kann. Gleichzeitig kann ich mich erinnern, dass meine Kinder im Grundschulalter auch von netten Mädchen betreut wurden, die keine begnadeten Skifahrer waren, die denen aber erst im Kinderbereich Pizza-Pommes und viel Spass gezeigt haben und dann ging es aber auch schon hoch auf den Berg. Die haben da riesen Fortschritte gemacht und im nächsten Jahr dann gleich zwei Stufen höher nach dem Vorfahren und so weiter...
Meiner Tochter -wie gesagt 22/23 Skilehrer-Anwärterin in Warth gewesen- habe ich zum Ende der Saison gesagt, sie solle doch gleich noch den Landesskilehrer machen, dann könne sie bei der nächsten Saison vielleicht mehr Geld verlangen. Da hat sie gesagt, sie würde für die kurze Zeit in der Hauptsaison, wo sie dann neben dem Studium noch als Skilehrer jobben könne, minimal mehr Geld bekommen. Das würde Jahre dauern, bis sie dann die Kosten für den Landesskilehrerkurs wieder raus hätte. Sie setzt da mehr auf Trinkgeld.
Thema Einheimische: In Österreich klagen sie ja selbst, dass immer weniger Österreicher Skifahren, Gründe wurden hier im Forum schon diskutiert. Ich bestreite aber vehement, dass Einheimische per se besser fahren. In dem Skilehrerkurs meiner Tochter, den ich gesehen habe, waren zwei Einheimische und zwei Deutsche (und ein paar andere). Beide Deutschen fuhren um Längen besser als die beiden Einheimischen, sowohl bei Carving als auch bei allen anderen Schwungarten. Die ganzen Jahre über habe ich eigentlich nie Einheimische Kinder gesehen, die besser fuhren als meine (jetzt mal den Rennclub ausgenommen). Das waren meistens dann doch ziemliche Bolzer, am Pistenrand springen und wieder zurück
Da ist irgendwie das feeling und der St.Anton-Stil verloren gegangen. Und doch stimmt aber auch ein anderes Phänomen: Es ist Mode geworden. Z.B. hier im feinen Hamburger Westen und Alsterbereich gilt es als schick, so mal eben Skilehrer zu sein. Das ist schon etwas inflationär geworden, wer sich da jetzt alles zum Skilehrer berufen fühlt. In dem Skilehrerkurs meiner Tochter konnte ich auch ein paar solche Fersendrücker beobachten, die sind dann allerdings auch in der Prüfung durchgefallen.
Ich kann mir schon vorstellen, dass diese Jungspunds den Markt verwässern und die Qualität darunter leidet. Die bleiben aber auch nicht dabei, werden also im kommenden Jahr durch neue ersetzt. Wie es mit dem staatlich geprüften Skilehrer weiter gehen wird, kann ich nicht abschätzen. Wie sieht es denn bei Dir @seiiim aus, was machst Du denn im Sommer? Hattest Du das schon geschrieben?
Ein staatlich geprüfter Skilehrer ist, glaube ich, skifahrerisch über jeden Zweifel erhaben. Wer das in Frage stellt, hat sich noch nicht mit dem Ausbildungsprogramm und der Abnahme in der Praxis befasst und ist vor allem wohl auch noch nie mit einem solchen Ski gefahren
Insgesamt halte ich es schon für möglich, dass dieses Ansehen durch "Fun-Skilehrer" verwässert werden kann. Gleichzeitig kann ich mich erinnern, dass meine Kinder im Grundschulalter auch von netten Mädchen betreut wurden, die keine begnadeten Skifahrer waren, die denen aber erst im Kinderbereich Pizza-Pommes und viel Spass gezeigt haben und dann ging es aber auch schon hoch auf den Berg. Die haben da riesen Fortschritte gemacht und im nächsten Jahr dann gleich zwei Stufen höher nach dem Vorfahren und so weiter...
Meiner Tochter -wie gesagt 22/23 Skilehrer-Anwärterin in Warth gewesen- habe ich zum Ende der Saison gesagt, sie solle doch gleich noch den Landesskilehrer machen, dann könne sie bei der nächsten Saison vielleicht mehr Geld verlangen. Da hat sie gesagt, sie würde für die kurze Zeit in der Hauptsaison, wo sie dann neben dem Studium noch als Skilehrer jobben könne, minimal mehr Geld bekommen. Das würde Jahre dauern, bis sie dann die Kosten für den Landesskilehrerkurs wieder raus hätte. Sie setzt da mehr auf Trinkgeld.
Thema Einheimische: In Österreich klagen sie ja selbst, dass immer weniger Österreicher Skifahren, Gründe wurden hier im Forum schon diskutiert. Ich bestreite aber vehement, dass Einheimische per se besser fahren. In dem Skilehrerkurs meiner Tochter, den ich gesehen habe, waren zwei Einheimische und zwei Deutsche (und ein paar andere). Beide Deutschen fuhren um Längen besser als die beiden Einheimischen, sowohl bei Carving als auch bei allen anderen Schwungarten. Die ganzen Jahre über habe ich eigentlich nie Einheimische Kinder gesehen, die besser fuhren als meine (jetzt mal den Rennclub ausgenommen). Das waren meistens dann doch ziemliche Bolzer, am Pistenrand springen und wieder zurück
Ich kann mir schon vorstellen, dass diese Jungspunds den Markt verwässern und die Qualität darunter leidet. Die bleiben aber auch nicht dabei, werden also im kommenden Jahr durch neue ersetzt. Wie es mit dem staatlich geprüften Skilehrer weiter gehen wird, kann ich nicht abschätzen. Wie sieht es denn bei Dir @seiiim aus, was machst Du denn im Sommer? Hattest Du das schon geschrieben?
Rossignol Hero Elite ST TI (2023) 167 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
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