Ein Hotelier im Skigebiet Christlum, der nicht namentlich genannt werden möchte, hält die Dosierung für eine "sehr gute Maßnahme", die dazu führen wird, dass seine Kundschaft, die von Tegernsee oder Lenggries her anreist, besser durchkommt.
Das ist doch gerade Bloedsinn. In die Christlum ist man bisher immer relativ problemlos gekommen, der Stau ging hoechstens von Wiesing bis Achenkirch (das ist ja auch schon lang genug ).
Jetzt verschiebt sich der Stau halt nach Achenwald, und damit kommt man zur Christlum leider nicht mehr staufrei.
Ich kann mir nicht vorstellen dass die Ampel abschreckt. Auch wenn ich die Aussage des Hotelieres auch so interpretiere wie Seilbahnjunkie.
Die meisten fahren doch mit Navi, welches heutzutage eine verkehrsabhängige Routenführung hat, evtl. sogar wie Google Maps mit live Verkehrsdaten. Damit das Navi einen übern Achenpass schickt braucht es auf der A8 / A93 / A12 nicht viel. Der übliche Irschenberg-Stau dürfte da oft schon ausreichen. Und damit das Navi einen nicht mehr in Holzkirchen runter schickt muss der Stau an der Dosierampel schon so lang sein dass sich die Autobahn wieder lohnt. Und dann hat man aber noch die ganzen Leute auf der Strecke die bereits abgefahren sind und auf dem Weg in den Stau. Natürlich können manche Systeme auch die Verkehrsdaten grob prognostizieren, aber ich glaube nicht dass der algorhythmus diese Ampel einzuschätzen lernt.
Von daher: Ich erwarte den selben Stau wie bisher, nur eben ein paar Kilometer weiter vorne, auf deutschem Staatsgebiet.
Also Abschreckung ist schonmal 0
Trotzdem Stau von Wiesing bis zum halben Achensee. Und zusätzlich halt noch Stau in Achenwald, so dass man auch nach Achenkirch nicht mehr kommt.
Aber Hauptsache dem Nachbarn ein bisschen ans Bein gepinkelt
könnte vielleicht sein, dass sich die Ampel erst rumsprechen muss. Interessant finde ich, dass der längere Stau vom Sylvenspeicher her ist. Fahren wohl wirklich viele die A95 gen Bad Tölz und dann die B13.
Eine weitere kurzfristige Lösung müsste dann wohl sein, dass am Wiesinger Kreisverkehr mehr Verkehr vom Achensee Priorität bekommt (so lange der Stau auf der Autobahnabfahrt nicht zu lang wird).
Und natürlich ein neue Betten Stop im Zillertal, bis die Umfahrungen Schlitters (meines Wissens nach noch nix geplant) und Fügen (geplant, aber noch nicht im Bau) abgeschlossen sind.
In Fügen ist das doch dann schon die zweite Umfahrung, oder?
Weil die aktuelle Hauptstraße muss man ja vor x Jahren auch schon aus dem Ort heraus verlegt haben.
Ich weiß jetzt nicht konkret wie es in Fügen war, aber bei mir in der Nähe gibt es auch einen Ort der seit 20 Jahren eine Umgehung für die Bundesstraße hat, nun aber anfängt diese mit Wohngebieten, Industrie- und Gewerbeflächen wieder in den Ort zu "integrieren ". Das ist natürlich unklug. In der Gegend um Zell a. See gibt es diesen Fall auch. Dort hat man sämtliche Einzelhändler mit ihren stark frequentierten Zufahrten da angesiedelt.
GIFWilli59 hat geschrieben: 10.02.2024 - 21:51
In Fügen ist das doch dann schon die zweite Umfahrung, oder?
Weil die aktuelle Hauptstraße muss man ja vor x Jahren auch schon aus dem Ort heraus verlegt haben.
ja, die wurde ja schon mal recht direkt verlegt. Aber zuerst kommt die Fügener Ausfahrt, dann mehrere Geschäftseinfahrten, noch eine Straßeneinfaht und ein Zebrasteifen am Bahnhof. Dadurch staust es sich da recht schnell immer wieder. Soll ja alles kreuzungsfrei umgebaut werden.
Die Abfahrtssperren auf der A10 vor den Tunnelbaustellen wurden mit letzter Woche nochmal verschärft bzw. die geltende Verordnung präzisiert. Außerdem wird noch lückenloser, engmaschiger und öfter/ respektive länger kontrolliert. Kurzum, es gibt jetzt absolut keinen Grund mehr, dass der Gast nicht auf der Autobahn wartet.
kaldini hat geschrieben: 10.02.2024 - 20:31
könnte vielleicht sein, dass sich die Ampel erst rumsprechen muss. Interessant finde ich, dass der längere Stau vom Sylvenspeicher her ist. Fahren wohl wirklich viele die A95 gen Bad Tölz und dann die B13.
Was beweisst, dass es in der Regel eben nicht Mautvermeider sind, sondern viele aus Südbayern von denen aus die Strecke einfach die verkehrsgünstigste ist.
Das Problem ist doch eher, dass das Gewerbegebiet die Leistungsfaehigkeit der Strasse verschlechtert, wegen den vielen Ein & Ausfahrten, Abbiegevorgaengen, Geschwindigkeitslimits, Fussgaengerueberwegen usw.
die Leistungsfähigkeit einer Strasse interessiert doch keinen, sonst würde man nicht unsinnige Ampelschaltungen oder Tempo 30 auf 6-Spurigen Bundesstrassen machen
naja, eher wegen hängen gebliebener LKW: https://tirol.orf.at/stories/3246115/
ich frag mich das schon seit Jahren, in Tirol ist man doch sonst so kreativ, um LKW Fahrverbote einzurichten. Warum nicht aufgrund von Schneefall? Jedes Mal bei stärkeren Schneefällen das selbe... warum wird da nicht wenigstens in Kundl die LKW Kontrolle aktiviert und auf a) gute Reifen und b) Ketten dabei geprüft.
Die nachfolgend angeführten Beschreibungen beziehen sich auf den Abschnitt km 7,025 und km 13,760 der B 179 Fernpassstraße sowie der Abschnitt km 3,786 und km 4,327 für die Errichtung der Mautstation Nassereith. Die Mautstation Blindsee liegt, dem Nordportal vorgelagert, innerhalb des Bauabschnittes für die Errichtung des Fernpasstunnels.
Die Anbindung der Neuplanung an die bestehende B 179 von und in Richtung Fernpass erfolgt im Süden über eine Halbanschlussstelle (Knoten Süd) mit Parallelrampen. Der Knoten Nord wird ebenfalls als Halbanschlussstelle mit Parallelrampen ausgeführt und bindet die bestehende B 179 von und in Richtung Fernpass an. Der zwischen den beiden Knoten liegende Tunnel weist eine Länge von 1443 m auf. Die Längsneigung beträgt im gesamten Tunnelabschnitt 4,853 %, wobei die Gradiente zum Südportal hinfällt. Im Querschnitt weist der Tunnel 3 Fahrspuren auf, wobei für die Fahrtrichtung Reutte 2 Spuren vorgesehen sind.
Tunnelbegleitend wird ein befahrbarer Rettungsstollen errichtet, der durch Querschläge mit dem Haupttunnel verbunden wird. Weiters wird beim Nordportal zum Schutz der B 179 ein Lawinendamm errichtet.
Für die Bemautung der Fernpassstraße werden im Rahmen dieses Projektes auch die beiden Mautstationen Nassereith und Blindsee errichtet.
Im Zuge dessen ist auch seitens des Landes Tirol die Bemautung der Hahntennjochstraße angedacht um Ausweichverkehr außerhalb der Wintersperre hintanzuhalten.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
interessant finde ich die Tatsache, dass man hier 2+1 plant... vielleicht doch ein schleichender Ausbau auf Raten? die Leistungsfähigkeit mit dynamischen 2+1 wäre auf jeden Fall einfach zu erhöhen. und beim Lermooser wird ja auch ein entsprechendes System mit zweiter Röhre im Vollquerschnitt 2 errichtet, offiziell ja "nur" für Sanierungsarbeiten. das ist hier jetzt nicht angedacht sondern es wird auf eine Röhre gegangen, obwohl man das Problem dann in 40 Jahren auch haben wird... irgendwie alles wieder mal ohne Hand und Fuß. zumindest Augenscheinlich...
und so lange sich hinter Nassereith nix tut, kann man vorm Fernpass ausbauen wie man will...
Mein Tipp ist, dass als nächstes der Tunnel bei Reutte kommt.
F. Feser hat geschrieben: 01.03.2024 - 20:09
und so lange sich hinter Nassereith nix tut, kann man vorm Fernpass ausbauen wie man will...
Genau, so seh ich das auch. Was nutzt mir diese 1500 Meter Tunnel, womit ich dan ein kurzer Anstieg und ein Paar Kurven ausspar und gleichzeitig ändert sich nix an die übrige 60 Kilometer Strecke. Zeitgewinn vielleicht eine Minute? Und das ganze weil es an genau ein Tag pro Woche hier 60 Kilometer Kolonnenverkehr gibt.
Das Problem mit hängen gebliebene LKW löst man einfach mit ein Fahrverbot während Stosszeiten (geht am A10 doch auch) und/oder während Schneefall. (Immer seltener)
Am Ende wird kein Weg daran vorbei führen, den Fernpass zur Autobahn auszubauen. Übrigens ist entgegen mancher Behauptung das kein Widerspruch zur "Alpenkonvention", da dort alpenquerender Verkehr gemeint ist, und der ist so definiert, dass Start und Ziel außerhalb der Alpen liegen. Eine Fernpassautobahn dagegen würde weder den Alpenhauptkamm queren, noch würde sie überwiegend dem alpenquerenden Verkehr dienen, da die meisten seiner Benutzer ihr Ziel in Tirol haben.
Freilich müssen dafür erstmal die Grünen raus aus der Bundesregierung, die haben ja bereits den Nordostring in Wien verhindert (zum großen Erzürnen der Wiener SPÖ), und auch bei der Verbindung der Rheintalautobahnen Österreich/Schweiz wird immer weiter verzögert.
Dazu kommt dann natürlich noch, dass man ohnehin eine umfangreiche Gesetzesreform braucht, um Querulantentum gegen den Verkehr Einhalt zu gebieten. Es kann schließlich nicht sein, dass ein Landeshauptmann Beschränkungen für den europaweiten Verkehr durchsetzen kann und noch weniger, dass ein Ortsbürgermeister die Brennerautobahn quasi still legen kann.
(Damit meine ich die Luegbrücke - es ist mir völlig unerklärlich, wieso der Nationalrat da nicht tätig wird und einfach den Bau beschließt, bspw. per Verfassungsgesetz, um dem Querulantentum einen Riegel vorzuschieben. Wenn der Bürgermeister nämlich so weitermacht, dauerts nur ein paar Jahre, und die Brennerautobahn muss in dem Bereich ganz gesperrt werden - und er jammert dann, wenn die LKWs in Endlos-Kolonnen durch seinen Ort fahren...)