Santa Caterina ist ein Skigebiet ganz nach meinem Geschmack. Wenig Lifte, dafür aber viele abwechslungsreiche Pisten. Das Skigebiet erstreckt sich von 1700 Metern bis auf 2900 Meter und besitzt eigentlich nur zwei wichtige Bahnen. Die EUB führt in drei Sektionen zur Vallalpe, wobei die zweite Mittelstation der höchste Punkt der EUB auf 2729 Metern ist. Von dort aus starten zwei schwarze Abfahrten Richtung Santa Caterina, die allerdings am Anfang noch gemeinsam verlaufen. Die linke dieser Abfahrten (hangabwärts betrachtet) ist die schönere von beiden. Es handelt sich dabei um die Piste Deborah Compagnoni, auf der schon Weltcup- und WM-Abfahrten durchgeführt wurden. Unterhalb der Mittelstation führen mehrere rote Varianten ins Tal. Achtung ! Einige Varianten enden nicht bei der EUB, sondern im Dorf Santa Caterina, von wo derzeit keine Bahn zurück ins Skigebiet führt. Außerdem führt eine rote Außenrumabfahrt von dem höchsten Punkt der EUB zur ersten Mittelstation. Auf diese Abfahrt trifft man auch, wenn man von Vallalpe-Gebiet wieder zurück will. Während der vordere Bereich an der EUB überwiegend mittelsteil bis steil ist, sind die Pisten an der Sesselbahn Vallalpe-Sobretta nur mäßig geneigt und damit ideal zum Genusscarven. Der Bereich dort erinnert an das Madritschgebiet in Sulden oder auch an das Masnergebiet in Serfaus, als es dort noch nicht die Masnerkopfbahn gab.
Die Pisten waren überwiegend in einem guten Zustand. Im vorderen Bereich griffig-hart, im Vallalpe-Bereich noch pulvriger und weicher. Wartezeiten gab es im Bereich 1 bis 3 Minuten.
Überrascht war ich von dem recht hohen Anteil an deutschen Skiurlaubern. In den Bahnen wurde oft deutsch gesprochen.
Drei Kritikpunkte seien erwähnt.
- An der EUB fehlen außen und innen Köcher. Dies führt mit dazu, dass die Achterkabinen meistens nur von 6 Personen genutzt werden.
- Ausgerechnet die Bahn, an der es auch noch nachmittags Sonne gibt, schließt schon um 16.00 Uhr (Die anderen Bahnen fahren bis 16.30 Uhr). Dies führt auch dazu, dass die Rückbringerpiste dann nach 16.00 Uhr sehr voll ist, da alle über diese zurück müssen.
- Die 4KSB Vallalpe-Sobretta hatte viele Stopps und Tempodrosselungen, so dass die Fahrtzeit sich von planmäßig 7 Minuten auf 10 bis 12 Minuten verlängern konnte.
Diese Kritikpunkte schmälerten den Genuss allerdings nur minimal. Es war ein toller Skitag in einem interessanten Gebiet mit grandiosem Panorama.
Piste an der 4KSB Vallalpe-Sobretta
Auf der Außenrumpiste
Mittlerer Bereich der Piste Deborah Compagnoni. Weiter oben ist die Piste deutlich steiler.
Cevedale
Piste in der Nähe des Schlepplifts Tresero
Cevedale und Palon della Mare, beide über 3700 Meter hoch
Unterer Teil der Außenrumpiste, dahinter der Pizzo Tresero (auch fast 3600 Meter hoch)
Auf der Außenrumpiste
Außenrumpiste und Pizzo Tresero
Letztes Stück der Außenrumpiste bis zur Mittelstation
Die Adlerpiste (zweite schwarze im oberen Bereich rechts von der Deborah-Compagnoni Piste
in der Nähe der Mittelstation
Talabfahrt
Der Talstationkomplex mit Parkhaus ist tatsächlich irgendwann mal fertig gebaut worden. Jahrelang stand dort nur der Rohbau herum
Piste zur Talstation der KSB
oberer Teil der 4KSB
Die Bergstation der KSB ist mit knapp 2900 Metern der höchste Punkt des Gebiets. Von dort kann man in zwei, drei Minuten auf einen kleinen Sattel hochsteigen und sieht dort die Südwand der Königsspitze
Cevedale von diesem Sattel aus aufgenommen
Blick vom Sattel hinunter zum Bereich der Mittelstation der EUB
Bergstation der KSB
Piste an der 4KSB
KSB und Pizzo Tresero
Piste an der KSB
Piste an der KSB, dahinter der Monte Sobretta. Der Monte Sobretta ist fast 3300 Meter hoch und kann sehr leicht im Sommer von der EUB aus bestiegen werden.
KSB
Rückbringerpiste am Nachmittag
Santa Caterina Valfurva - 13.02.2024
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Santa Caterina Valfurva - 13.02.2024
Zuletzt geändert von Martin_D am 27.02.2024 - 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Santa Caterina Valfurva - 13.02.2024
Tolle Bilder. Da kribbelt es in den Beinen. Würde ich einer überfüllten Sellaronda jederzeit vorziehen. Zusammen mit Bormio eine super Ecke. Leider eher nicht für Kinder.
Ich habe zumindest die roten und schwarzen Pisten in guter Erinnerung und fand die Gebiete eher anspruchsvoll.
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Emilius3557
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Re: Santa Caterina Valfurva - 13.02.2024
Vielen Dank! Sieht super aus, auch toll photographiert! Die Ortler-Gruppe bietet echt einige gewaltige Berge mit wohlklingenden Namen ("de la Mare", "Punta San Matteo" etc.)...
Nach Valfurva haben wir es 2010 leider nicht geschafft bei unserem Aufenthalt in Livigno.
Zahlendreher, oder? Du meinst sicherlich 3200 m...Der Monte Sobretta ist fast 2300 Meter hoch und kann sehr leicht im Sommer von der EUB aus bestiegen werden.
Nach Valfurva haben wir es 2010 leider nicht geschafft bei unserem Aufenthalt in Livigno.
Dito!Würde ich einer überfüllten Sellaronda jederzeit vorziehen
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Martin_D
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Re: Santa Caterina Valfurva - 13.02.2024
Danke für den Hinweis. "fast 3300 Meter wäre richtig (exakt 3296 Meter gemäß der Kompass-Karte).
Für mich ist die zentrale Ortlergruppe der hochalpinste Teil der Ostalpen. Die zentrale Berninagruppe geht zwar noch ein bisschen höher, ist aber recht klein. Die Ötztaler Alpen und die Hohen Tauern können von der Vergletscherung mit der Ortlergruppe mithalten, aber dort gibt es von wenigen Ausnahmen abgesehen weniger markante Felsformationen.
Für mich ist die zentrale Ortlergruppe der hochalpinste Teil der Ostalpen. Die zentrale Berninagruppe geht zwar noch ein bisschen höher, ist aber recht klein. Die Ötztaler Alpen und die Hohen Tauern können von der Vergletscherung mit der Ortlergruppe mithalten, aber dort gibt es von wenigen Ausnahmen abgesehen weniger markante Felsformationen.
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