Ich war heute Vormittag zu meinem persönlichen Skiopening für 3h in Sinswang. Grasgehren schied wegen Kettenpflicht aus, bei Bolsterlang hatte ich schon vermutet dass es eben dadurch recht voll werden wird (war laut Webcam wohl auch so) und groß weit weg wollte ich wegen den Straßenverhältnissen nicht fahren (wäre im Nachhinein mit meinen nagelneuen Reifen aber doch problemlos gegangen ) Etwas ärgerlich ist, dass zwar der 3-Täler Pass dort gültig ist aber nicht erworben werden kann, die 3h Karte ist mit 16€ aber preislich sehr fair.
Schnee ist nun en Masse vorhanden und auch wenn der Hang kurz und eher flach ist war es zum eingewohnen ideal, auch der Andrang hielt sich in Grenzen. Glücklicherweise lief ab 10 Uhr dann auch der Raketenlift, was will man mehr?
Paar Bilder habe ich trotz eher widrigem Wetter auch gemacht:
Erster Blick am Morgen auf den Hang, im gesamten Allgäu gab es über Nacht je nach Höhe 25-40cm Neuschnee!
Im Doppelmayr Lift, immerhin ein schöner Liftomat Kurzbügler, wenn auch seit 3 Jahren elektrisch unterwegs
Lift samt Abfahrt, zwar kurz und eher flach aber für die ersten Schwünge ausreichend
Talstationsbereich im Schneegestöber
Ab 10 Uhr lief dann auch der Raketenlift, immer wieder ein spaßiges Erlebnis
Ich war heute am Hündle, nachdem der Hochsiedel Bereich heute aufgemacht hat.
Leute hatte es so gut wie keine und ich musste nicht einmal einen Sessel oder eine Gondel teilen, nur die Nebelschicht stieg manchmal auf bis Höhe Bergstationen und dann wieder ab, sodass es immer wieder größere Temperaturunterschiede und wechselnde Sichtverhältnisse gab.
Martin_D hat geschrieben: 11.01.2024 - 20:26
War auf der Thalkirchdorfer Seite etwas auf ?
Nein die ist noch komplett zu, die haben ja meine ich auch absolut gar keine Beschneiung mehr dort oder?
Meines Wissens nach wurde die Beschneiungsanlage am Schwandlift in Thalkirchdorf (angeblich!) aufgrund eines schlechtem technischem Zustand stillgelegt. Müsst ne ziemlich alte Sufag Anlage sein.
Auch das Hündle hat heute vorzeitig die Saison beendet, sprich es war der zweite Winter in Folge an dem die Lifte auf der Thalkirchdorfer Seite keinen einzigen Tag in betrieb waren. Die Hochsiedelbahn scheint sich mit ihren jährlich geschätzt 15-20 Betriebstagen auch schwer bezahlt zu machen
In Steibis kämpft man mit einem Minimalangebot am Nord- und Fuchskarlift erstmal noch weiter.
tobi27 hat geschrieben: 26.02.2024 - 18:15
Auch das Hündle hat heute vorzeitig die Saison beendet, sprich es war der zweite Winter in Folge an dem die Lifte auf der Thalkirchdorfer Seite keinen einzigen Tag in betrieb waren. Die Hochsiedelbahn scheint sich mit ihren jährlich geschätzt 15-20 Betriebstagen auch schwer bezahlt zu machen
Es würde mich nicht wundern, wenn am Hündle sich wiederholt, was am Jenner passiert ist und die Hochsiedelbahn nicht mehr genutzt wird.
Schmiddi hat geschrieben: 27.02.2024 - 08:46
Der Schwandlift war nicht mal aufgebügelt bzw. wurde auch kein Kinderland in Thalkirchdorf aufgebaut etc.
Doch, der war/ist heuer definitiv aufgebügelt wie ich mehrmals beim Vorbeifahren gesehen habe. Das Kinderland mit den zwei Seilliften wird schon mehrere Saisons nicht mehr aufgebaut.
Martin_D hat geschrieben: 26.02.2024 - 20:08
Es würde mich nicht wundern, wenn am Hündle sich wiederholt, was am Jenner passiert ist und die Hochsiedelbahn nicht mehr genutzt wird.
Dass die Hochsiedelbahn vor 4 Jahren in dieser Höhenlage eine Baugenehmigung bekommen hat wärend gleichzeitig höhergelegene Projekte in den Alpen blockiert werden finde ich absurd.
Ich habe den Bau einer völlig übertriebenen 6er Sesselbahn an dieser Stelle nie verstanden.
Die Region Oberstaufen trifft es halt ganz besonders hart in den letzten beiden Jahren. Die Loipen waren die letzten beiden Winter in Summe nur ein paar Tage geöffnet und selbst in Steibis gab es trotz massiver Beschneidung nur einen Rumpfbetrieb.
Am Hündle wird der Skibetrieb aus meiner Sicht zeitnah eingestellt werden. Dort wird im Sommer gutes Geld verdient und mit einem attraktiven Winterwandernetz kann man auch im Winter Geld verdienen. Schade um die schönen Pisten, aber die Höhenlage und die ständigen, milden Westwindwetterlagen lassen auf Sicht keine andere Entscheidung zu.
Schmiddi hat geschrieben: 27.02.2024 - 08:46
Der Schwandlift war nicht mal aufgebügelt bzw. wurde auch kein Kinderland in Thalkirchdorf aufgebaut etc.
Doch, der war/ist heuer definitiv aufgebügelt wie ich mehrmals beim Vorbeifahren gesehen habe. Das Kinderland mit den zwei Seilliften wird schon mehrere Saisons nicht mehr aufgebaut.
Viele Grüße
Hmmm vielleicht wurde er dann schon frühzeitig wieder abgebügelt als zu vermuten war das es diese Saison nix mehr wird. Das würde dann erklären wieso am 8. Februar keine Bügel gehangen sind, als ich vor Ort war.
Immerhin hat mans ja dann versucht.
Andre_1982 hat geschrieben: 27.02.2024 - 20:45
Am Hündle wird der Skibetrieb aus meiner Sicht zeitnah eingestellt werden. Dort wird im Sommer gutes Geld verdient und mit einem attraktiven Winterwandernetz kann man auch im Winter Geld verdienen. Schade um die schönen Pisten, aber die Höhenlage und die ständigen, milden Westwindwetterlagen lassen auf Sicht keine andere Entscheidung zu.
Wenn man mal auf die letzten 5 Jahre schaut, waren doch eigentlich nur 2 Winter (19/20+23/24) wetterseitig schlecht.
Zumindest bei robuster Finanzierung kann man da noch eine Weile weiter machen. Von 1960-90 reihte sich auch nicht ein guter Winter an den anderen.
Langfristig gibt es sehr wahrscheinlich natürlich keine Möglichkeit, den Skibetrieb zu erhalten.
Ob Winterwandern in brauner Landschaft so der Hit ist, wage ich aber auch zu bezweifeln.
Ich bin irgendwie sehr überrascht, dass der Fluhexpress schon zu ist und heuer so wenig Betriebstage hatte. Die Beschneiung dort ist doch eigentlich gut.
Gestern und vorgestern war ich in Kitzbühel-Kirchberg und die Maierl-Talabfahrt geht ja bis auf 800 Meter runter und war bist auf die letzten 100 Höhenmeter echt gut. Ahornabfahrt in Maryhofen ist noch auf...630 Meter....
War es im Allgäu doch wärmer und mehr Regen und mehr warmer Wind? Oder haben die sich einfach verschätzt und zu wenig beschneit?
Wenn man sagt, dass sie sich verschätzt haben, mag man denen Unrecht tun. Anfang Dezember gab es je nach Höhenlage bis zu 100cm Neuschnee dort. Die Witterung blieb kalt, da entscheidet man sich wegen der Bedingungen nicht zwingend für Bescheiung. Weihachten wurde es wie jedes Jahr wieder wärmer, die Schneereserven von Anfang Dezember waren aber noch vorhanden. Anfang Januar wurde es kälter und da hat vielleicht nicht jeder das Maximum an Beschneiung gemacht. Nur war das für bestimmte Höhenlagen das letzte richtige Zeitfenster. Danach wurde es für die Jahreszeit zu warm und zu nass ... so etwas gab es bis dato in der Form nicht. Also alles in allem eine sehr unglückliche Verkettung von Umständen. So würde ich das mal beschreiben ohne jemanden einen Schwarzen Peter zuzuschieben.
Nicolai hat geschrieben: 28.02.2024 - 22:58
Ich bin irgendwie sehr überrascht, dass der Fluhexpress schon zu ist und heuer so wenig Betriebstage hatte. Die Beschneiung dort ist doch eigentlich gut.
Gestern und vorgestern war ich in Kitzbühel-Kirchberg und die Maierl-Talabfahrt geht ja bis auf 800 Meter runter und war bist auf die letzten 100 Höhenmeter echt gut. Ahornabfahrt in Maryhofen ist noch auf...630 Meter....
War es im Allgäu doch wärmer und mehr Regen und mehr warmer Wind? Oder haben die sich einfach verschätzt und zu wenig beschneit?
Du kannst eine inneralpine Lage wie Kitzbühel nicht mit dem Allgäu vergleichen. Hinzu kommt, dass das Skigebiet dort extrem exponiert ist was Westwetterlagen betrifft. Wind und Regen können dort voll angreifen. Jede Front die von Westen / Südwesten eintrifft, schlägt als erstes dort auf. Andere Gebiete mit ähnlicher Höhenlage (z.B. Spieser) haben den Vorteil, dass sie eine Leelage aufweisen und damit deutlich geschützter vor den Wetterfronten sind. Ähnlich z.B. Balderschwang, wo es im Tal auf rund 1.000 m sogar eine noch eine teilweise geschlossene Schneedecke gibt während im Bereich Imberg bis in die Gipfellagen selbst nordseitig kaum mehr Schnee liegt.
Zudem hat Imberg keine großen Speicherteiche und somit meines Wissens nach immer wieder ein Wasserproblem. Eine massive Beschneiung innerhalb 2-3 Tagen ist dort nur eingeschränkt notwendig, es sind längere Kälteperioden erforderlich die es in diesem Winter auch kaum gab.