Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

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Mt. Cervino
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Mt. Cervino »

Noch ein Lawinentoter in der Schweiz :(.
Familie meldete ihn in Parpan GR vermisst
Skifahrer (†54) wird von Lawine erfasst und stirbt
Ein seit Dienstag vermisster Skifahrer konnte gefunden werden. Er ist tot.
https://www.blick.ch/schweiz/graubuende ... -clipboard
Zuletzt geändert von Mt. Cervino am 03.03.2024 - 23:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Mt. Cervino »

Zwei Lawinenniedergänge in Davos
Skitourengänger (†49) tot geborgen – weiterer schwer verletzt
Am Samstag wurden zwei Skitourengänger nahe Davos von einer Lawine verschüttet. Eine Person konnte nur noch tot geborgen werden. Die Zweite wurde schwer verletzt.
https://www.blick.ch/schweiz/graubuende ... 95424.html
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von frank123 »

Tödlicher Lawinenabgang gestern außerhalb der Pisten in Pfelders:

https://www.stol.it/artikel/chronik/16- ... uettet-tot
Sulden - bärig!
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von snowflat »

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von snowflat »

Und aus der Dolomitenzeitung ein etwas ausführlicherer Artikel.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von snowflat »

Ein 62-jähriger Skifahrer ist am Donnerstag in Damüls gegen eine Lawinenverbauung geprallt. Trotz Helm erlitt er schwere Verletzungen und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.
Skifahrer prallte gegen Lawinenverbauung
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von BlauschneeSäntisälbler »

Lagorce
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Lagorce »

Suche über Nacht bei schlechtem Wetter: 6 Skitourengänger vermisst
https://www.20min.ch/story/zermatt-rett ... -103060572
"Zwischen Zermatt VS und Arolla VS suchen Rettungkräfte seit Samstag nach sechs vermissten Personen."

Der Bereich liegt in der Nähe des Col de la Tête Blanche, ca. 4.5 km östlich von der Cabane de Bertol.
Habe den Bereich zuwenig in Erinnerung, war zwar mehrmals in der Cabane de Bertol, kenne die betroffene Route jedoch nicht näher.

Bei Swisstopo Koordinaten eingeben, entsprechen etwa dem Col de la Tête Blanche, gem. GSM Ortung wurde die Lage auf ca. 3500 m ü.M. eingeschätzt:
https://map.geo.admin.ch
CH1903+/LV95: 2'610'986.2, 1'093'296.3
oder allgemeine GPS Koordinaten:
WGS 84 (lat/lon) 45.99114, 7.58043 (45°59′28.106″N 7°34′49.549″E)


Edit:
Addendum (auf Französisch):
https://www.24heures.ch/valais-six-rand ... 6749875372
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Marmotte »

Es wurden leider schon 5 der 6 Skitourengänger tot aufgefunden, der weitere Vermisste wird noch gesucht.
https://www.srf.ch/news/schweiz/weitere ... ufgefunden

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snowflat
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von snowflat »

Zu einem kuriosen Unfall ist es Samstagvormittag im Skigebiet Spieljoch in Fügenberg (Bezirk Schwaz) gekommen. Nachdem ein 66-jähriger Deutscher es verabsäumt hatte, aus einem Sessellift auszusteigen, sprang er kurzerhand. Er wurde dabei schwer verletzt.
Ausstieg verpasst: Mann sprang von Sessellift
Drei deutsche Skibergsteiger – eine 25-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 24 und 25 Jahren – haben sich am Freitag auf dem höchsten Berg Salzburgs bei Schlechtwetter und Nebel verirrt. Es gab über Nacht auf Samstag eine große Suchaktion auf dem Großvenediger. Die Alpinisten sind unverletzt und sehr erschöpft.
Drei Skibergsteiger vom Großvenediger gerettet
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Lagorce »

Leider tragischer Ausgang oberhalb Arolla (siehe ebenfalls Beiträge weiter oben).

Hier noch weitere Infos:
https://www.blick.ch/schweiz/westschwei ... 18334.html

Falls man bei Swisstopo sucht, beachten dass es sich nicht um die Tête Blanche gegenüber der Cabane du Trient handelt, Koordinaten siehe weiter oben. Die Swisstopo Suche funktioniert nicht, da die Bergspitze auf der italienischen Seite etwa 50 m von der Grenze entfernt iegt. Wo sich die Gruppe genau befand, wurde nicht bekanntgegeben.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von snowflat »

Drama in den österreichischen Alpen: Zwei Männer aus Baden-Württemberg verunglückten auf einer Skitour in der Vorarlberger Silvretta, der sogenannten Dreiländerspitze.
Quelle: Wanderer buddeln Deutschen aus Lawine
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von snowflat »

In Stoos kam es im Februar zu einem Sturz aus einem Sessellift. Dabei hatte sich eine Person schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft leitet nun ein Strafverfahren ein.
Frau stürzte aus Sessellift – handelten Mitarbeiter fahrlässig?
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von zonk »

Gab es früher auch derart viele Leute, die offensichtliche Schnee-wettervorhersage missachtet haben und sich ins Unglück stürzten? Einzelne Leute, OK. Aber ganze Gruppen, wo man doch meinen könnte, da muss es irgendein korrektiv geben, die nein sagen zum weiteraufstieg oder überhaupt tourstart.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von ralleycorse »

Naja - altes Problem...
Gruppendynamik. Da werden oft falsche Entscheidungen mitgetragen weil man nicht der Buhmann sein möchte...

Aber was mich auch stutzig gemacht hat: 6 Mann, aber KEINER hat ein GPS Gerät dabei?? Da reicht heute doch ein popliges Handxy mit ner offline Karte und schon weiss ich immer wo ich bin, egal welches Wetter herrscht? Und ich garantiere das die 6 Mann auch 6 handys dabei hatten.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von astra12 »

ralleycorse hat geschrieben: 11.03.2024 - 15:52 Naja - altes Problem...
Gruppendynamik. Da werden oft falsche Entscheidungen mitgetragen weil man nicht der Buhmann sein möchte...

Aber was mich auch stutzig gemacht hat: 6 Mann, aber KEINER hat ein GPS Gerät dabei?? Da reicht heute doch ein popliges Handxy mit ner offline Karte und schon weiss ich immer wo ich bin, egal welches Wetter herrscht? Und ich garantiere das die 6 Mann auch 6 handys dabei hatten.
2018 ist ja in der Gegend schon einmal ein Unglück mit 7 Toten passiert. Dazu gibt es eine Doku in YT, da wird gut erklärt ,wie trotz GPS und eigentlich Erfahrung alles schief geht.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Harzwinter »

Um das hinzuzufügen, was hier bislang nicht gesagt wurde, aber zu einer Haute Route-Skitour nach starkem Neuschneefall, bei hoher Lawinengefahr und schlechter Wetterprognose gesagt werden muss: "Solche Touren sind bei diesem Wetterbericht fahrlässig". Aus derselben Quelle: "Andere Bergführer [...] bezeichneten das Vorhaben als Selbstmord".
Aufgrund der bekannten, unbefriedigenden Verhältnisse bin ich nicht mal zum Pistenskifahren ins Wallis gefahren.
zonk hat geschrieben: 11.03.2024 - 15:16 Gab es früher auch derart viele Leute, die offensichtliche Schnee-wettervorhersage missachtet haben und sich ins Unglück stürzten? Einzelne Leute, OK. Aber ganze Gruppen, wo man doch meinen könnte, da muss es irgendein korrektiv geben, die nein sagen zum weiteraufstieg oder überhaupt tourstart.
Hasardeure gab es immer, aber früher war die Wettervorhersage nicht so zuverlässig, und natürlich gab es kein GPS. Meine Eltern sind in den 1960ern auch mal im Rahmen einer geführten Gruppenskitour von Kolm-Saigurn auf den Sonnblick stundenlang in Nebel und Schneefall im Kreis gelaufen, bis es dämmerte. Der Bergführer hat die Gipfelhütte dann nur durch Zufall gefunden. Danach haben sie so etwas nicht mehr gemacht.

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von rower2000 »

Ein Fall von totaler Selbstüberschätzung? Auszüge von https://www.watson.ch/schweiz/wallis/92 ... -im-wallis
Ihr Ziel: Über den 3590 Meter hohen Col de la Tête Blanche in nur einem Tag nach Arolla – eine Monstertour mit fast 2000 Höhenmetern über hochalpines Gelände und Gletscher. Dabei war klar, dass mit der einsetzenden Südstaulage ein heftiger Schneesturm aufziehen würde.
Ausser den sechs Skitourengänger verzichteten wohl die meisten Bergsteigerinnen und Bergsteiger auf eine Tour im Gebiet der Tête Blanche. Darauf lässt zumindest ein Anruf in der Bertolhütte schliessen: «Von 37 angemeldeten Gästen sagten ohne Ausnahme alle ab»
bereitete sich wohl zumindest ein Teil der verunglückten Skitourengruppe auf den prestigeträchtigen Wettkampf vor. Auch Truffer erzählt, dass die Opfer wie Rennläufer gekleidet waren: Sie trugen demnach dünne Rennanzüge, die kaum Wärme verleihen. Wenn die Temperaturen in tiefe Minusbereiche fallen und ein Schneesturm tobt, friert der Körper damit schnell aus.
Also bei angesagtem Schneesturm in mangelhafter Ausrüstung ins Hochgebirge gerannt. Es tut mir sehr leid für die Verunglückten und ihre Angehörigen, aber die sind leider mit Anlauf ins sichere und absehbare Verderben gesprungen :( .
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von MrGaunt »

rower2000 hat geschrieben: 11.03.2024 - 18:48 Also bei angesagtem Schneesturm in mangelhafter Ausrüstung ins Hochgebirge gerannt. Es tut mir sehr leid für die Verunglückten und ihre Angehörigen, aber die sind leider mit Anlauf ins sichere und absehbare Verderben gesprungen :( .
Es scheint sich abzuzeichnen, dass das wohl leider die Quintessenz dieser Aktion ist. :cry: Das macht einen dann doch wütend, wenn durch solche Eskapaden weitere Menschen gefährdet werden. Jeder Rettungseinsatz - gerade bei schlechtem Wetter - bringt die Rettungskräfte in Gefahr. Oft sind Ehrenamtliche dabei, die Ihre Gesundheit für die Rettung aufs Spiel setzen.

Aber zur Auflockerung ein Einsatz mit guten Ausgang:
Ein Wauwau in Österreich hat einen 30m Absturz gut überstanden und wurde durch die Bergwacht gerettet:
https://www.spiegel.de/panorama/oesterr ... ky#ref=rss
(Ja ich weiss ohne Leine verantwortungslos usw... Aber die Bilder sind süss.)
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Lagorce »

Zusammenfassung, Website der RTS (französischsprachiges CH Staatsfernsehen):
https://www.rts.ch/info/regions/valais/ ... 33013.html

Kartenauschnitt im Anhang zeigt die GSM Ortung, ist unbekannt, wie genau der Eintrag ist. Zoombare und als PDF exportierbare Kartenausschnitte siehe weiter oben.

Allgemein betrachtet meinte ich, dass insbes. seit aufkommen von GPS und GSM bei Bergtouren irgendwie mehr Risiken eingegangen werden. Sandalenberggänger gab es zwar immer, nur sind statistisch betrachtet heutzutage vermutlich mehr unzureichend erfahrene und ungenügend ausgestattete Berggänger unterwegs als früher.
Gewisse sind auch mit teurer Premium-Austattung unterwegs, jedoch ohne grosse Ahnung, wie man die in der Praxis einsetzt.
Kann dies jedoch aktuell nicht so genau beurteilen, bin leider viel weniger in den Bergen unterwegs als früher.

Dass ungünstige Bedingungen eine Rettung verunmöglichen können, sollte man sich ebenfalls bewusst sein; zudem ist die GSM Abdeckung nicht überall gegeben, da kann man sich nicht auf GSM-Abdeckungskarten verlassen.

Angeblich dauert die geführte Tour nur 6 h, also wesentlich weniger für erfahrene Spezialisten und ggf. mehr falls das schwächste Glied die Gruppe verlangsamt.
Da ich die betroffene Route im Gegensatz zur Gegend des tragischen Zwischenfalls oberhalb der Cabane des Vignettes in derselben Gegend nicht direkt kenne, kann ich mich nicht konkreter spezifisch zu dieser Tour äussern. Skitour von 6 Stunden und 2000 m Anstieg betrachte ich jedoch bei Weitem nicht als "Monstertour" wie in gewissen Medien aufgeführt.

Habe mir die Wettervorhersagen von RTS und SRF nochmals im Replay angesehen.
Für mich ganz klar ein No-Go, da m.E. keine ausreichende Sicherheitsmarge vorhanden war, bereits für mitte Nachmittag waren schlechte Wetterbedingungen angesagt und für die Nacht sogar sehr starke Sturmböen.

Beim kieinsten Zwischenfall wie z.B. Verletzung oder Verirrung kann der Zeitaufwand massiv ansteigen, zudem kann sich manchmal das Wetter in den Bergen auch nur sehr lokal extren schnell verschlechtern, Nebel kann innert erstaunlich kurzer Zeit selbst im Hochsommer die Sichtverhälntnisse extrem beeinträchtigen.
Deshalb sollte man stets wissen wo man sich in etwa auf einer 1:25'000 Swisstopo Karte bedindet, auch übungshalber bei bestem Wetter. Viele haben jedoch Mühe, Karten effizient zu interpretieren.
Ein GPS Fadenkeruz auf einer Karte bringt nichts, wenn man die Karte nicht ausreichend gut lesen kann und sie nicht mit dem Terrain korrelieren kann.

Weshalb die Gruppe sich nicht dicht zusammen (zwecks Erhaltung der Körperwärme) möglichst geschützt aufhielt, ist mir rätselhalft, insbes. da noch ein Telefonanruf statt fand (GSM Ortung gem. gelbem Punkt auf der Karte) und keine Unterkunft in der Nähe lag.
In einer solchen Situation entscheiden kleine Einzelheiten wie Schaufel oder Rettungsdecke über Leben oder Tod. Die Praxiserfahrung sowie Handlungsfähigkeit in Krisensituationen sind dabei ebenfalls entscheidend.

Menschliche Faktoren spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle, Kompetenz ohne Leadership kann ebenso nutzlos sein wie Leadership ohne Kompetenz.

Das hohe Gebirge ist faszinierend, nur muss man akzeptieren, dass die Natur stets das letzte Wort hat. Und so soll es auch bleiben.
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Zuletzt geändert von Lagorce am 11.03.2024 - 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von rower2000 »

Lagorce hat geschrieben: 11.03.2024 - 19:49Deshalb sollte man stets wissen wo man sich in etwa auf einer 1:25'000 Swisstopo Karte bedindet, auch übungshalber bei bestem Wetter, viele haben jedoch Mühe, Karten effizient zu interpretieren. Ein GPS Fadenkeruz auf einer Karte bringt nichts, wenn man die Karte nicht ausreichend gut lesen kann und sie nicht mit dem Terrain korrelieren kann.
Ich bin sogar so altmodisch dass ich eine Papierkarte im Gepäck meist mitführe, wenn ich in den Bergen unterwegs bin, auch wenn's nur ein Ausdruck von wanderland.ch ist. Kälte kann einen Li-Ion-Akku sehr schnell in die Knie zwingen, und auch sonst verlasse ich mich bei grundlegender Navigation ungern auf akkuabhängige Lösungen.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von chatmonster »

Euch ist aber klar, dass 5 der 6 aus Arolla zu Hause waren, für die PdG trainiert haben und demnach wohl schon viele viele Male genau DIESE Route gelaufen sind?
Die waren nicht auf "einer geführten Tour" unterwegs oder haben sich auf einen GPS Punkt verlassen müssen, das war deren Wohnzimmer!!

Ja, es war falsch am Samstag loszugehen. Das wissen jetzt alle.
Edit: natürlich auch in Rennklamotten etc. Viele Fehler, die passiert sind. Aber Fehlentscheidungen auf einem Niveau, das die meisten hier wohl nie erreichen werden.

Aber diese Besserwisserei (auf Basis von Storys von den Eltern von vor 60 Jahren, echt jetzt??) ist unsäglich...
Schöne Grüße
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Harzwinter »

Meine Antwort bezog sich lediglich auf die Frage von zonk und steht mit dem aktuellen Unglück in keinem Zusammenhang. Sorry, falls das missverständlich geschrieben war.

Die Tragödie hier ist: Auch wenn die Opfer die PdG gut gekannt haben sollten, ist und bleibt sie eine Tour im abgelegenen Hochgebirge, die bei widrigen Verhältnissen zur großen Gefahr werden kann. Wer in Arolla lebt, sollte das umso besser wissen. Ich habe den Berichten entnommen, die Verunglückten kamen bis auf eine Person aus Vex am Ausgang des Val d'Herens ... liege ich falsch?
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von chatmonster »

Vex mag tatsächlich sein. Ich hatte Val d'Herens gelesen und das vereinfacht und vielleicht falsch in meinem Kopf als Arolla gespeichert.
Aber trotz des anderen Talendes, das waren eben Ortskundige, die fatale Fehlentscheidungen getroffen haben.
Und das könnte leider soviele treffen und so oft bleibt es nur durch Glück ganz unbemerkt...

Die 6 dürften schnell und erfahren gewesen sein. Warum sie am Samstag nicht schnell genug waren, werden alle anderen wohl nie erfahren.
Schöne Grüße
Lagorce
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Lagorce »

chatmonster hat geschrieben: 11.03.2024 - 20:18 Euch ist aber klar, dass 5 der 6 aus Arolla zu Hause waren,
Vex ist eine eigenständige Munizipalgemeinde, die nicht an Evolène grenzt, Arolla gehört mittlerweile zur Munizipalgemeinde Evolène.
Arolla kenne ich so ganz wenig nebenbei vom Hörensagen, habe dort kummuliert insgesamt mehrere Monate verbracht (nicht RS oder WK obwohl ich auch mit der Armee dort war, jedoch nicht vorort stationiert).

für die PdG trainiert haben und demnach wohl schon viele viele Male genau DIESE Route gelaufen sind?
Die waren nicht auf "einer geführten Tour" unterwegs oder haben sich auf einen GPS Punkt verlassen müssen, das war deren Wohnzimmer!!
Hat auch niemand behauptet, die Zeitdauer der geführten Tour habe ich lediglich als Vergleichsreferenz von Medienberichten wiedergeben, wie schnell die Gruppe unterwegs war, ist bislang nicht bekannt. Falls vorhanden, werden aufgezeichnete GSM- sowie GPS-Daten von den Unterschungsbehörden ausgewertet.

Hochgebirge ist nie ein Wohnzimmer. Postkartenwetter oder dicker Nebel machen da einen immensen Unterschied aus, windstill oder Schneesturm mit hohem (Wind) Chill Factor ebenso.

Ja, es war falsch am Samstag loszugehen. Das wissen jetzt alle.
Edit: natürlich auch in Rennklamotten etc. Viele Fehler, die passiert sind. Aber Fehlentscheidungen auf einem Niveau, das die meisten hier wohl nie erreichen werden.
Was genau passierte ist nicht bekannt.

Aber diese Besserwisserei (auf Basis von Storys von den Eltern von vor 60 Jahren, echt jetzt??) ist unsäglich...
Meinst du mich?


Hier noch Bildmaterial von der Stelle wo 5 der 6 Opfer gefunden wurden:
https://www.20min.ch/story/bilder-des-f ... -103061555

Eine Person war Anwalt, eine war im Finanzbereich tätig und eine war Kantonspolizist.

AFAIK wird noch nach der Frau aus dem Kt. Freiburg gesucht.

Weiterer Bericht:
https://www.dailymail.co.uk/news/articl ... -Alps.html


Edit:
Gem. RTS lag die Temperatur um -18 °C bei Windböen bis über 100 km/h.

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