Wieso haben wir dieses Gebiet erneut ausgewählt? Zum einen hat es uns schon letztes Jahr sehr beeindruckt und zum anderen waren da noch so ein paar Punkte offen, die wir letztes Jahr nicht geschafft haben - Stichwort: TUNNELPISTE!
Pistenplan: https://www.alpedhuez.com/wp-content/up ... 024-V2.pdf
Auch beim zweiten Besuch innerhalb eines Jahres haben wir den besten Zustieg ins Gebiet gewählt den es überhaupt nur gibt: Allemond mit dem Eau D´Olle Express. Das war definitiv die beste Investition der letzten Jahre dort. Kostenloses Parkhaus, man spart sich viel Zeit und innerhalb von wenigen Minuten ist man 600m höher in Oz. Generell ähnelt sich dieser Skitag dem vom letzten Jahr und das aus mehreren Gründen:
Wir waren auch an einem Samstag da.
Es war früh in Oz Nebel.
Vom Wetter her erneut 9 Stunden Sonnenschein.
Alles wichtige geöffnet - diesmal kein Wind am Pic Blanc.
Einem grandiosen Pistenskitag sollte also nichts im Wege stehen. Viel Spaß in Alpe D`Huez:
^^ Wie 2023 waren wir eigentlich die ersten bei der wuchtigen Mittelstation Alpette. Dieses "Monster wurde dort Weihnachten 1988 eingeweiht - übrigens mit einem Seilbahnunglück, das komplett in Vergessenheit geraten ist. Das Topic hier ist sehr interessant: viewtopic.php?p=5434367&hilit=Seilbahnu ... k#p5434367
^^ Wie im Jahr zuvor - ein Nebelmeer im Tal bis nach Grenoble. Spannend.
^^ Nachdem uns die andere Gondel gerade vor der Nase weggefahren ist, geht es wenig später weiter auf den 2.800m Dome des Rousses. Erneut werden alle in der Gondel mit einem mehr als freundlichen "BONJOUR" begrüßt, worauf hin ALLE Insassen freundlich zurückantworten: "BONJOUR A TU" - genial!
^^ Wie letztes Jahr (das kommt in dem Bericht öfters vor), geht es sofort eilig zur Pic Blanc Gondel. Lohnt sich natürlich, weil dann die Schlange noch nicht so lange ist.
^^ Da ist sie - der Grund, wieso man hier her fährt. Die Pic Blanc Gondel auf 3.300m Höhe.
^^ Es gibt nicht nur ein Derby de la Meije - es gibt scheinbar auch ein Derby du Loup. Habs mal auf YouTube angeschaut. 1.500 Höhenmeter unpräpariert. Kann man machen...muss man aber auch nicht.
^^ Ausblick Richtung Les Deux Alpes - das bei der Wahl der Gebiete hinter Alpe D`Huez landete. Wieso? Nicht überall Sonne.
^^ Rrrrrr....Standardfoto. Ob es dies dieses Jahr in den Alpinforum Kalender schafft?
^^ Bergstation LSAP des sonst bereits abgebauten Gletscher Sessels Glacier.
^^ Wir fuhren gleich zu Beginn die Sarenne, die ja als längste schwarze Piste der Alpen beworben wird. Ich habe schon beim letzten Besuch gesagt, dass ich das sehr an den Haaren herbeigezogen finde. Landschaftlich schön ist die Sarenne aber auf alle Fälle.
^^ Sind wir letztes Mal nicht gefahren: Der verbliebene Lift auf der Rückseite: Herpie. Führt hoch zur Bergstation der Marmottes 3. Der Lift würde Sinn machen, wenn man die schwarze Cristaux fahren würde. Das machte aber an unserem Tag keinen Sinn - kein Neuschnee und alles bretthart am Morgen.
^^ Es geht weiter in der Sarenne. Diese Stellen sind morgens noch gut - am Nachmittag schwer verbuckelt. Da fahren einfach zu viele Leute übern Tag verteilt.
^^ Unten fährt man dann ziemlich lange einen Ziehweg entlang, bis man den Rückbringer 6KSB Chalvet erreicht. Diese führt komplett über einen Südhang. Die dazugehörige Piste wird wohl einer der sogenannten "Phantompisten" sein...
^^ Keine Ahnung wieviele Schneekanonen man bräuchte, um die Piste "La Mine" dort in Schuss zu halten. Sie ist generell komisch angelegt. Weiter oben würde sie durch ziemlich flaches Gelände führen...
^^ Blick zurück. Da würde irgendwo diese Piste langführen. Auf der anderen Seite ist das Skigebietsteil Signal de L`Homme. Das haben wir dieses Jahr ausgelassen.
^^ Über die rote, arschglatte Piste Champanules kommt man zurück nach Huez. Mit Rückwind treibts einen da richtig fetzig runter.
^^ Fällt mir immer wieder auf: Es gibt kein besseres Gebiet um Skifahren zu lernen. Der komplette untere Bereich von Huez ist flach.
^^ Um wieder nach oben zu kommen, muss man eigentlich Marmottes 1 nehmen. Dieses Bahn ist neben der DMC wohl die wichtigste im unteren Bereich und schaufelt ordentlich Leute weg. Reicht aber immer noch nicht. Mit der 6KSB Romains daneben (da sitzen wir drin) kommt man eben leider nicht weiter zur Marmottes 2. Vlt. ersetzen sie irgendwann endlich den Lievre Blanc - und dann bis zur Bergstation der Marmottes 2. Das würde den Bereich deutlich entschärfen...
^^ Beim Marmottes 2. Wir wollten möglichst schnell nochmal hoch und Sarenne ein zweites Mal fahren, weil wir von unserem letzten Besuch wussten, dass das am Nachmittag eine Sulzschlacht wird...
^^ Die Marmottes 3, die im Jahr 2004 den zweiten Zugang zur Sarenne erschloss. Man hat aber halt nicht die komplette Länge...
^^ Nochmal ein Zoom zu Les Deux Alpes, jetzt voll in der Sonne. War schon schön dort, aber Huez gewinnt auf Grund der Abwechslung.
^^ Und schon sind wir zurück in Huez. Jetzt war Höhenmeterfressen angesagt.
^^ Wir fahren in den Bereich Vaujany - dort gibt es eine sehr schöne laaaaaange, rassige Talabfahrt.
^^ Und natürlich eine sehr leistungsstarke Pendelbahn zum Dome des Rousses.
^^ Und schon sind wir auf 1.250m und dem tiefsten Punkt im Skigebiet. Hierher führt die unglaublich geile FARE Piste - eine schwarze Talabfahrt, die man typisch französisch einfach in den Hang geschlagen hat...
^^ Hier einigermaßen zu erkennen. Circa 800 Höhenmeter geballte Brutalität.
^^ JETZT ABER - weiter zum HIGHLIGHT Nummer 1 in Alpe D`Huez: Die Tunnelpiste vom Pic Blanc. Den Ausgang kann man hier ganz gut erkennen.
^^ Piste du Tunnel - mit einem Gefälle von bis zu 70%. Ein Highlight ... weil...
^^ ...man durch diesen LED Tunnel fährt. Ich dachte eigentlich, dass es dort voll dunkel sei, aber die haben das natürlich genial gestaltet. Wer sich auf der anderen Seite fürchtet, hat immerhin ein Seil, an dem dem man sich zurückhangeln kann...
^^ So schauts aus, wenn man raus kommt. Steil ist geil!
^^ Und dann folgt ein Buckelmeer. Nichts, was man nicht fahren könnte. Ehrlich gesagt, wird da schon ein großer Wirbel drum gemacht - alle Buckelpisten von Verbier wären herausfordernder. Merke: Wenn du auffallen willst, hast du einen Skitunnel in deinem Gebiet.
^^ Unten befindet sich im Sommer übrigens ein See...
^^ Blick zurück. Schon cool, dass man den Hang so erschlossen hat...
^^ Ab der Hälfte ist die Piste sogar präpariert und Genuss pur. Herrlich hier herunterzuschwingen...
^^ Das ist auch Luxus, dass hier ein 4er Sessel einen aus dem Loch wieder zurückführt. Steht übrigens erst seit 2003 da...
^^ Am Ende fuhren wir nochmal in den Sektor bei Vaujany. Der Bereich ist iwie ganz anders als der Rest.
^^ Dürfte einer der schöneren französischen Hütten sein...leider keine Zeit mehr.
^^ Im fix geklemmten Vallonnets, dem äußersten Bereich von Alpe D`Huez. Erschließt tatsächlich nur eine Piste namens "Edelweiss".
^^ Dafür ist es da hinten ganz wunderbar ruhig und man wird sich der Dimension dieses Skigebiets bewusst...
^^ So ohne den Fels zu bearbeiten, geht`s in Frankreich halt einfach nicht...
^^ Das Wolkenmeer hielt sich den ganzen Tag - das heißt in Grenoble wars den ganzen Tag bewölkt. Irgendwo dahinten muss Villards de Lans liegen...
^^ Den Skitag beendeten wir wie im letzten Jahr Les Jeux, weil man von dort ganz wunderbar Richtung Oz abfahren kann...für Apres Ski sind wir zu spät. Die Franzosen machen recht rigoros um 16:30 Schluss.
^^ Letzter Blick nach Alpe D`Huez. Das Gebiet ist und bleibt eine Perle in den Alpen. Geil!
Fazit:
Auch ein Jahr später kann uns Alpe D`Huez begeistern. Wir sind dieses Jahr zwar nicht alle Ecken abgefahren, das zeigt aber auch, dass man das Gebiet eigentlich an einem Tag nicht komplett schaffen kann. Auf irgendwas muss man immer verzichten. Die Fahrten bei der Sarenne kosten definitiv Zeit, v.a. weil die Pendelbahn Lac Blanc schon ordentlich Zeit kostet. Bei unserer zweiten Auffahrt standen wir knapp ne halbe Stunde - ich denke, man kann noch länger stehen. Aber macht ja nichts, weil wir den Bereich Plan de L`Homme schon vergangenes Jahr mitgenommen haben und der strenggenommen auch das durchschnittlichste vom Gebiet darstellt. Villards Reculas kann man sich schon mal anschauen, braucht es aber auch nicht unbedingt. Mich begeistern erneut die großen Höhenunterschiede und die Vielseitigkeit des Gebiets. Sollte man einem Deutschen ein französisches Gebiet empfehlen, wäre Huez auf jeden Fall dabei. Dort würde es sich locker eine Woche aushalten lassen.
Ob ich irgendwann nochmal komme? Ja, bestimmt, aber dann wohn ich definitiv auf 1.800m an der Front du Neige. Das gönne ich mir mal!
Für uns ging es anschließend weiter, vorbei an La Grave Richtung Briancon....