Die große Klima-Diskussion

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NeusserGletscher
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Wooly hat geschrieben: 18.03.2024 - 18:39 Nein weil ich vollkommen einverstanden damit bin, daß man bei einer kompletten Heizungserneuerung demnächst einfach keine Gas oder Ölheizung einbauen darf.
Ach so. Und wenn das jemand anders sieht, dann ist das für Dich kindisches Geplärre und Bildzeitungsniveau.
Wooly hat geschrieben: 18.03.2024 - 18:39 Meine Kritik ist viel mehr, das die Kommunikation teilweise jammervoll war
Aus Gülle wird nicht Gold, in dem man Gülle besser kommuniziert.
Wooly hat geschrieben: 18.03.2024 - 18:39 Die Regierung wurde von mir und vielen anderen gewählt, damit endlich mal diese Schnarcherei in Bezug auf Klimawandel & Umweltschutz vorbei ist, und damit endlich mal was passiert. Meine Kritik ist viel mehr, das die Kommunikation teilweise jammervoll war, und sich die Parteien doch sehr oft nicht auf eine Linie einigen konnten ... wenn eine Partei ständig gegen die eigenen Koalitionsbeschlüsse opponiert, und eine andere im Tiefschlaf verharrt, passiert halt nicht viel ...
Offenbar waren es nicht "viele" genug. Ist aber auch echt ärgerlich, dass eine Splitterpartei trotz bester Absichten nicht alleine regieren darf. Blöde Demokratie.
noisi hat geschrieben: 18.03.2024 - 19:56 Generell, diese "Diskussion" hier ist ja wirklich sehr erheiternd. Fragt sich nur, wie sinnvoll das ganze ist - auch für das gesamte Forum. In jedem Fall steigen und sinken die Beitragszahlen des gesamten Forums mit der Aktivität in diesem Topic.
Jedenfalls ist dieses Topic für nicht angemeldete User nicht sichtbar. Da könnte an manchen Tagen glatt der Eindruck entstehen, hier wäre nichts los.
Wooly hat geschrieben: 18.03.2024 - 21:37 ...gleich in einem Thread über Klima hintereinander Beiträge von Gletscher, Skifam, Cervino, j-d-s & Co. lesen würde wäre ich auch ganz schnell wieder raus ...
Warum bist Du noch hier, wenn andere Meinungen für Dich so unterträglich sind?

Im Prinzip reichen wenige Beiträge von Dir um zu verstehen, wie Deine Filterblase tickt. Das ist die typische toxische Mischung aus Hybris und Selbstüberschätzung, illiberaler Grundhaltung gepaart mit höchstem moralischen Anschpruch und maximaler Intolleranz gegen jede abweichende Meinung. Der dann auch gleich mit Begriffen wie "Bildzeitungsniveau" jedwede Berechtigung abgesprochen wird.

Vielleicht ist genau diese Einstellung das Problem in der aktuellen Regierung, wieso manche Dinge nicht so laufen, wie Ihr Euch das vorstellt?

Mit Pragmatismus und Kompromissbereitschaft kann man oft mehr erreichen als mit Sturheit und Überheblichkeit. Aber wenn natürlich immer nur die anderen Schuld sind, hat man nie einen Grund, den Fehler bei sich selbst zu suchen.
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siri
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von siri »

Wooly hat geschrieben: 18.03.2024 - 18:39
Die Regierung wurde von mir und vielen anderen gewählt, damit endlich mal diese Schnarcherei in Bezug auf Klimawandel & Umweltschutz vorbei ist, und damit endlich mal was passiert.
Das ist ein Irrtum. Diesen Regierungsanteil den Du beschreibst haben nicht einmal 15 % gewählt. Die mit der Mehrheit sagen halt ja und amen weil sie deren Stimmen brauchen. Sieht man ja schon an der Besetzung der wichtigsten Ministerposten. Und dann waren da noch die gut 11% die mit den Beschlüssen alles andere als einig sind. So geht Demokratie.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

siri hat geschrieben: 19.03.2024 - 09:20 Das ist ein Irrtum. Diesen Regierungsanteil den Du beschreibst haben nicht einmal 15 % gewählt. Die mit der Mehrheit sagen halt ja und amen weil sie deren Stimmen brauchen. Sieht man ja schon an der Besetzung der wichtigsten Ministerposten. Und dann waren da noch die gut 11% die mit den Beschlüssen alles andere als einig sind. So geht Demokratie.
Nein so geht Demokratie nicht. Wir hatten wie Wahl und nach der Wahl wurde nach einer Koalition gesucht. Die hat sich dann gefunden, und einen Koalitionsvertrag geschlossen ... den ich durchaus als einen guten Kompromiss empfunden habe. Aber, dann sollten auch ALLE Parteien diesen Kurs mittragen, was aber nicht geschehen ist. Und die Grünen waren hier nicht der Bremser ....

Ich bin mir natürlich bewußt, das nicht alle so wählen/denken wie ich, aber wenn ich eine Partei wähle und sie dann an der Regierung beteiligt ist, erwarte ich schon, das sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch die Themen angeht für die ich sie gewählt habe.

Und um zum eigentlichen Thema zurückzukommen, was mich an den Gletschers & Co am allermeisten stört ist, das wir hier von einem wissenschaftliche belegten menschengemachten Klimawandel reden, der seit Jahrzehnten immer akute wird und langsam massiv in unsere Lebenswirklichkeit eindringt, und hier tun immer noch viele so als wäre das ein beliebiges politisches Thema irgendeiner Partei ... die Politik ist dazu da, Maßnahmen zu ergreifen, um es nicht noch schlimmer zu machen ... aber die haben sich den Klimawandel nicht ausgedacht ... hier wird von vielen einfach der Kopf in den Sand gesteckt oder windige Pseudoargumente zusammengekratzt, weil man halt schlicht zu faul ist etwas zu tun respektive keinerlei Veränderungen hinnehmen will.
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noisi
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von noisi »

Wooly hat geschrieben: 19.03.2024 - 15:32 Und um zum eigentlichen Thema zurückzukommen, was mich an den Gletschers & Co am allermeisten stört ist, das wir hier von einem wissenschaftliche belegten menschengemachten Klimawandel reden, der seit Jahrzehnten immer akute wird und langsam massiv in unsere Lebenswirklichkeit eindringt, und hier tun immer noch viele so als wäre das ein beliebiges politisches Thema irgendeiner Partei ... die Politik ist dazu da, Maßnahmen zu ergreifen, um es nicht noch schlimmer zu machen ... aber die haben sich den Klimawandel nicht ausgedacht ... hier wird von vielen einfach der Kopf in den Sand gesteckt oder windige Pseudoargumente zusammengekratzt, weil man halt schlicht zu faul ist etwas zu tun respektive keinerlei Veränderungen hinnehmen will.
Um es noch mal kürzer auf den Punkt zu bringen. Wir reden hier von einer fühlbaren Tatsache. Im Jahr nach einer erneuten Rekordgletscherschmelze, innerhalb einer Saison mit rekordverdächtig schlechten Schneeverhältnisse unterhalb von 2000m.
Es geht um einen menschengemachten Klimawandel, der unser Hobby und damit auch den Grund, warum wir hier uns hier überhaupt austauschen, massiv verändern wird und dies bereits heute tut - und zwar zum negativen.
Sowohl die Qualität des Skifahrens (Schneeverhältnisse), die Saisonzeiten (geht später los, hört früher auf) als auch die Kosten (Angebot/Nachfrage, Beschneiung) werden sich immer weiter zu unseren Ungunsten verändern.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.
gernot
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gernot »

spannender Nature Kommentar von Galvin Schmidt
(Gavin Schmidt is a climatologist and director of NASA’s Goddard Institute for Space Studies in New York City.)
WORLD VIEW
19 March 2024

Climate models can’t explain 2023’s huge heat anomaly — we could be in uncharted territory

Taking into account all known factors, the planet warmed 0.2 °C more last year than climate scientists expected. More and better data are urgently needed.
https://www.nature.com/articles/d41586-024-00816-z
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Wooly hat geschrieben: 19.03.2024 - 15:32 Und um zum eigentlichen Thema zurückzukommen, was mich an den Gletschers & Co am allermeisten stört ist, das wir hier von einem wissenschaftliche belegten menschengemachten Klimawandel reden, der seit Jahrzehnten immer akute wird und langsam massiv in unsere Lebenswirklichkeit eindringt, und hier tun immer noch viele so als wäre das ein beliebiges politisches Thema irgendeiner Partei ... die Politik ist dazu da, Maßnahmen zu ergreifen, um es nicht noch schlimmer zu machen ... aber die haben sich den Klimawandel nicht ausgedacht ... hier wird von vielen einfach der Kopf in den Sand gesteckt oder windige Pseudoargumente zusammengekratzt, weil man halt schlicht zu faul ist etwas zu tun respektive keinerlei Veränderungen hinnehmen will.
Was haben Deine fortgesetzten persönlichen Angriffe mit dem Thema zu tun?

Für eine kompromisslose Politik, die einem vermeintlichen "Klimaschutz" kompromisslos alles andere nach den Vorstellungen einer einzigen Partei unter ordnet, gibt es nun einmal keine Mehrheit. Das ist Demokratie, ob es Dir gefällt oder nicht.

Außerdem ist das Thema Wärmepumpe keineswegs vom Tisch. Sobalb die Kommunen ihre Wärmeplanung abgeschlossen haben (je nach Größe spätestens am 30.6.2026 oder 2028), greifen auch im Fall eines Austausch der Heizung im Bestand die Regeln des GEG. Für Neubaugebiete gelten sie bereits seit dem 1.1.2024. Das sind halt die Kompromisse, mit denen man in einer Demokratie leben muss.

Selbstverständlich stört es mich auch, wenn der Zeitraum, in dem man Wintersport betreiben kann und die Auswahl an Skigebieten immer kleiner wird. Aber andererseits brauche ich morgen noch ein Einkommen, welches mir überhaupt ermöglicht, in den Wintersport zu fahren und ein bezahlbares Dach über dem Kopf. So was nennt man Zielkonflikt. Und da erwarte ich von der Politik, dass sie andere Ziele nicht komplett aus den Augen verliert.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Reginleif »

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Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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scratch
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von scratch »

Julian96 hat geschrieben: 19.03.2024 - 22:04 Die Grünen wären für mich eine gute Partei, wenn sie mehr mit Hand und Fuß, Logik und bis zum Ende denken würde. Mir und vielen anderen in der Bevölkerung beweist sie aber immer wieder, dass sie das nicht gut kann. Allein schon dadurch gezeigt wie oft diese Ampelregierung jetzt schon etwas auf den Tisch gelegt hat nur um einige Tage zurück zu rudern. Einfach nicht zu Ende gedacht. Egal welche Partei am Ende die Hauptschuld trägt, entweder denkt man nicht zu ende, oder man versagt einfach katastrophal in der Kommunikation.
Also kurz zusammengefasst:
Alle Parteien (in der Regierung) bauen misst, aber nur die Grünen sind schuld?
Falls das nicht so gemeint ist, hast du dann auch in der Kommunikation versagt?

Einerseits wünscht sich jeder, dass endlich richtig gehandelt wird, aber wehe es ist nicht bis zum letzten My durchdacht und alle theoretischen Eventualitäten berücksichtigt, ja dann wird sofort los gepoltert. Die Regierung ist doch auch nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Viele von uns überlegen auch lange, ob was wie sinnvoll ist oder doch nicht und brauchen ewig für eine Umsetzung.
Ich würde mir auch oft wünschen, dass politisch manches schneller umgesetzt wird, aber letztendlich schaffe ich es nicht mal bei mir bei kleinen, total banalen Entscheidungen...obwohl ich es für mich alleine festlegen kann.
Nachdem sich ja jetzt schon 3 Parteien nicht zusammenraufen können, wird das in Zukunft mit 3+ mit Sicherheit nicht einfacher. Und wir tragen alle unseren Teil dazu bei, das sollte man bei aller (berechtigten) Kritik nicht vergessen.

Nein, ich will die Regierung nicht verteidigen und ja, es gibt so manches zu bemängeln, wo auch daran gearbeitet werden sollte. Aber bei der Art und Weise wie man was in Frage stellt oder kritisiert, sollten wir alle etwas bedachter vorgehen (liegt leider aktuell nicht im Trend).
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Reginleif »

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Wooly
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

Julian96 hat geschrieben: 19.03.2024 - 22:04 Die Agrarpolitik der letzten 20 Jahre ist für mich das Paradebeispiel. Komplett verlogen, falsch gedacht, schlecht kommuniziert und Kilometer weit weg von der Praxis. Und am Ende wird dann alles so hingebogen als wäre der Bauer die Umweltsau die nicht bereit ist was zu ändern. Und das aller schlimmste, man merkt in 90% der Fälle nicht mal warum die Leute nicht zufrieden sind mit dem was man macht, man macht einfach so weiter.
Ganz ehrlich, das ist jetzt deine Position gegen die Grünen? Das die letzten 20 Jahre in der Agrarpolitik so viel schief gelaufen ist ??? In diesem wunderbaren Zusammenspiel aus Agrarlobby und CDU/CSU ????? Das die Bauern haben mit sich machen lassen, jahrzehntelang ????? Und jetzt läuft eine Corona Hilfsregelung aus und jetzt sind an allem die Grünen schuld????????

Sorry, solche Aussagen sind es, die mir inzwischen viele Bauern komplett unsympathisch machen und dazu, wie du ja schreibst, massiv dumm und unwissend rüberkommt. Ich kaufe meine Lebensmittel fast nur noch regional, bei Bauern die ich kenne und die keine solche verweichlichten Jammerlappen sind wie der gemeine Wutbauer, aber woher das 08/15 Gemüse aus dem Supermarkt kommt ist mir inzwischen wumpe .... ob Spanien, Marokko oder Deutschland, die Qualität ist nicht anders.

Und ganz ehrlich, ich war jetzt die letzten 35 Jahre selbständig, habe mein Geld selber mit harter Arbeit verdient und bin bis auf Corona mit so gut wie keiner staatlichen Hilfe durchs Leben gekommen, und das ohne grosse Verbände oder Lobby ... während eine hochsubventionierte Branche mit einer massiven Aggrarlobby jetzt herumheult das sie nicht wertgeschätzt werden ... sorry , dass ist einfach nur lächerlich. Bei Flächenaufteilungen & Co. EU Subventionen, all den Themen, wo waren da die Trecker ???
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Reginleif »

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Firn77 »

Julian96 hat geschrieben: 20.03.2024 - 05:29 Weil man mir das bestimmt anlastet, nein ich bin kein AFD Wähler. In meinen Augen war es noch nie eine Lösung ein Problem mit Extrempositionen und zu Lasten anderer zu "lösen".
Erstmal ehrlich Danke dafür. Viele, die ähnlich fühlen wie du, machen genau das. Gehen zu denen, die angeblich einfache Antworten liefern. Ich bin froh, wenn das jemand wie so klar durchschaut. Danke.

Aber eine Frage an dich, als Nebenerwerbslandwirt: Ihr Kleinen habt doch viele Probleme, die von der industriellen Landwirtschaft und den Lebensmittelkonzernen erst gemacht werden. Das, was du beschreibst, ist doch die krasse CDU/CSU Politik von Julia Nestle Klöckner & Co. Und ehrlich gesagt entstehen dadurch ja auch erst viel Klimapoltische Probleme.

Warum richtet sich dann also der Hass von so vielen Bauern gegen die aktuelle Regierung, nicht gegen die Konzerne, die industrielle Landwirtschaft? Euer Präsident Joachim Ruckwied bewirtschaftet 350 Hektar (!) und bekommt dafür eine sechsstellige Subventionssumme (!) von der EU jährlich. Und du glaubst ernsthaft, der kämpft dafür, die kleinen Landwirte zu priveligieren, so wie du schreibst und wie ich das auch als richtig ansehen würde? Mal ganz ganz hart gesagt: Lassen sich die Bauern nicht von ihren eigenen Lobbyisten, die am Ende nur auf sich schauen, am Nasenring in der Manege herumführen? Wird da nicht ein Feindbild aufgebaut, das komplett falsch ist?

Und was die Kommunikation angeht, find ich den Stil von Habeck - den ich nicht gewählt habe - wirklich erstaunlich. Er versucht immer klar zu machen, was seine Denkprozesse sind, versucht die Dilemmata heraus zu arbeiten. Mit einfacher Sprache komplexe Situationen runter zu brechen. Er ist einer der ersten regierenden Politiker seit langem, bei denen ich nicht komplett das Gefühl habe, nur noch gefilterterten Mist verkauft zu bekommen. Ich muss als Bürger doch nicht für dumm verkauft werden, ich will mitgenommen werden. Und das macht der - für mich erstaunlich - gut. Deswegen überrascht mich die Kommunikationskritik von dir tatsächlcih in der Beziehung sehr.

Wo du sicher ein Stück weit recht hast - grüne Politik ist das Gegenteil von Merkels "Vom Ende her denken". Ich fürchte, in einer Umbruchzeit wie der unsrigen können wir aber gar nicht immer alles vom Ende her denken und müssen oft auch Entscheidungen für den Moment treffen, auch wenn die sich selbst wieder überholen werden. Meinst du nicht auch?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Kerker »

Eine sicherlich stellenweise interessante Debatte - aber bitte kommt trotzdem wieder auf das eigentliche Thema zurück. Dankeschön :)
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bocky »

Mt. Cervino hat geschrieben: 18.03.2024 - 21:44 Seid doch nicht so empfindlich, es will euch doch niemand etwas Böses... :wink:
Es stehen sich einfach Meinungen gegenüber bei einem interessanten Thema.
Früher nannte man das Diskussion, Diskurs, Debatte oder was auch immer. Heute ist es das Ende der Demokratie und das Ende der Welt wenn nicht alle der gleichen Meinung folgen...
Es handelt sich aber leider nicht um eine belanglose Debatte über den besten Fußballverein oder die leckerste Currywurst, bei dem am Ende des Tages beide Seiten getrennte Wege gehen und trotzdem alles gut wird.
Es ist auch nicht eins dieser Weltprobleme, dessen Lösung auf unbestimmte Zeit in die Zukunft verschoben werden kann wie Armut, Hungersnot, unheilbare Krankheiten, Analphabetismus...

Wenn ich darüber nachdenke gibt es kein anderes Thema dessen Zeitfaktor so eine große Rolle spielt.
Wahrscheinlich auch eins der wenigen Themen, die auf die Akzeptanz und Mithilfe der Mehrheit der Gesellschaft angewiesen ist.

Die Lösung des Problems setzt voraus, dass erstmal alle das Problem erkannt und akzeptiert haben, dann den Wille haben etwas dagegen zu unternehmen und dann genug dafür tun.
Es scheitert aber schon an Punkt 1 und wir haben ehrlich gesagt keine Zeit mehr zu warten bis jedem ein Licht aufgegangen ist, denn dafür müsste jeder sein persönliches Ahrtal Erlebnis haben, aber dann ist es schon zu spät.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bocky »

Hier mal die Statistik für durchschnittliche Tagesmitteltemperatur im Winter in Deutschland von 1881 bis 2022.
(Wurde vor einem Monat vom Umweltbundesamt veröffentlicht)
Man kann schön erkennen, dass sich die Werte ab ca. 2010 schon über dem linearen Trend bewegen.

https://www.umweltbundesamt.de/sites/de ... -04-21.png
https://www.umweltbundesamt.de/daten/kl ... und-winter
Zuletzt geändert von Bocky am 21.03.2024 - 15:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Bocky hat geschrieben: 20.03.2024 - 10:37 Es scheitert aber schon an Punkt 1 und wir haben ehrlich gesagt keine Zeit mehr zu warten bis jedem ein Licht aufgegangen ist, denn dafür müsste jeder sein persönliches Ahrtal Erlebnis haben, aber dann ist es schon zu spät.
Offenbar hast Du noch nicht mitbekommen, dass die Flutwelle im Ahrtal statistisch absolut im Zeitschema lag und überhaupt nicht dazu taugt, sie für andere Zwecke zu instrumentalisieren. Hochwasser wie 2021 im Ahrtal gibt es dort statistisch im Mittel alle 200 Jahre, das letzte Hochwasser mit einem Abfluss von 1.100 m^3 pro Sekunde war 1804, das von 2021 wird mit 750-1000m^3 pro Sekunde geschätzt, Geografen der Uni Bonn haben 1.200m^3 errechnet.

Und man lernt selbst dort nicht dazu. Anstatt der Ahr bei Hochwasser mehr Raum zu geben, baut man mitten in den Überflutungsräumen wieder die Häuser auf und gefährdet einmal mehr die Häuser, die weiter weg stehen, weil jedes Hindernis bei einer Flut die gleiche Menge Wasser zu neuen Höchstständen aufstaut. Da wird um jedes Baugrundstück gekämpft. Verbote, das Haus an gleicher Stelle wieder aufzubauen, sind die absolute Ausnahme.

Und nun die eine Million Euro Frage: Wenn schon die unmittelbar Betroffenen unter "Hochwasser-Demenz" [Quelle: SWR] leiden und ihre Häuser wieder dort aufbauen, wo sie statistisch in 200 Jahren wieder abgeräumt werden, wieso glaubst Du, dass die Menschheit ein viel abstakteres Thema wie den Klimawandel ernsthaft angehen wird? Erst recht, wenn sie sehen, wie Deutschland für den "Schutz des Klimas" seinen Wohlstand opfert und die Wirtschaft an die Wand fährt?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

NeusserGletscher hat geschrieben: 20.03.2024 - 11:05 Offenbar hast Du noch nicht mitbekommen, dass die Flutwelle im Ahrtal statistisch absolut im Zeitschema lag und überhaupt nicht dazu taugt, sie für andere Zwecke zu instrumentalisieren.
Vielleicht. Generell gilt aber:
Fakt ist: Der Klimawandel beeinflusst die Zahl und Stärke von Wetterextremen. Bei einer stetig steigenden Zahl kann die Forschung bereits Veränderungen nachweisen, etwa bei Hitzewellen, Extremniederschlägen und Dürren in manchen Regionen.
(…)
Zudem beeinflussen warme Temperaturen die Verdunstung: Je wärmer die Atmosphäre ist, desto mehr Wasser kann sie in Form von Wasserdampf aufnehmen. Pro Grad (so die bekannte Claudius-Clapeyron-Gleichung) steigt die Wasserspeicherfähigkeit der Luft um sieben Prozent. Und mehr Wasser in der Atmosphäre bedeutet schlicht, dass mehr Regen (oder Schnee) fallen kann.

Auch die Ozeane werden durch den Klimawandel wärmer (Cheng et al. 2019; Cheng et al. 2021). Dies kann für veränderte Lufttemperaturen und -zirkulation darüber sorgen, was wiederum ein Treiber von Hoch- und Tiefdruckgebieten oder gar Wirbelstürmen ist. Nicht zuletzt kann aus wärmeren Ozeanen mehr Wasser verdunsten, was stärkere Niederschläge auch über dem Land zur Folge hat.
Quelle:
https://www.helmholtz-klima.de/klimafak ... tig-belegt

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von wmenn »

gernot hat geschrieben: 19.03.2024 - 19:50 spannender Nature Kommentar von Galvin Schmidt
(Gavin Schmidt is a climatologist and director of NASA’s Goddard Institute for Space Studies in New York City.)
Climate models can’t explain 2023’s huge heat anomaly — we could be in uncharted territory.
Taking into account all known factors, the planet warmed 0.2 °C more last year than climate scientists expected. More and better data are urgently needed.
https://www.nature.com/articles/d41586-024-00816-z

Ich schaue parallel zur Veröffentlichung im Fachmagazin immer mal bei Twitter vorbei, da erhält man (zumindest meistens) noch zusätzliche Informationen:
https://twitter.com/ClimateOfGavin/stat ... 2749244653
Z. B. ein Tweet vom Experten Zeke Hausfather der etwas Hoffnung macht:
https://twitter.com/hausfath/status/1769075729713496182
Hier der Link zur Grafik:
https://pbs.twimg.com/media/GI0Eh4XaAAA ... name=large
Nach dem "Super-El Nino" 2015/2016 folgten ja einige Jahre mit relativ konstanten Temperaturen, und nun eben dieser extreme Anstieg, der aber noch innerhalb der Unsicherheit der Modelle liegt.
Vielleicht haben wir ja Glück und es folgen jetzt auch wieder einige "kühlere" Jahre.
(Allerdings sind z. B. die Meerestemperaturen immer noch extrem hoch...
https://climatereanalyzer.org/clim/sst_daily/)
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

Julian96 hat geschrieben: 20.03.2024 - 05:29 Genau die Subventionen sind das Problem. Gingen im Gegensatz zum ewigen Gerede von man will Artenvielfalt und die kleinen Unterstützen komplett in die andere Richtung.
Ich will wie viele Kollegen, dass diese weg sind und ich von dem Leben kann was ich erwirtschafte, denn wie du schreibst die Subventionen stellen den Bauern so dar als würde er nur jammern wo er das Geld doch eh in den Arsch geschoben bekommt. Allein die Existenz und Notwendigkeit solch massiver Subventionen zeigt dass man politisch versagt hat. Die Probleme fangen nämlich an ganz anderen Stellen lange vor den Subventionen an. Dass man die Subventionen dann auch noch so verteilt wie man es seit Jahrzehnten macht, setzt dem ganzen noch die Krone auf.
Da man es nicht schafft, dass der Bauer, wie es eigentlich in jeder Firma üblich ist, von seinem Erzeugnis leben kann, sind die Subventionen ein Mittel das man notgedrungen in Anspruch nehmen muss.
Grade weil mir das zu blöd ist und ich nicht davon lebe, beantrage ich vieles schon gar nicht mehr. Den Aufwand und dass ich mir freiwillig zusätzliche Gesetze und Bürokratie aufbürde ist es mir gar nicht mehr wert.
Sorry, aber das ist doch nur Gejammer. Wenn du mit deinem Beruf und deiner Profession nicht genug verdienen kannst, und selbst mit Tonnen mit Subventionen nicht auf einen grünen Zweig kommst, dann stimmt halt das Geschäftsmodell nicht. Wenn Ihr das wollt hättet ihr etwas tun müssen, und nicht einen Bauernverband am Leben erhalten der genau diese Subventionen massiv unterstützt hat. Selbstvermarktung, alternative Modelle ... es gibt inzwischen genug Bauern die das erfolgreich durchgezogen haben.

Ich, und wahrscheinlich ganz viele Selbständige in Deutschland, die längst nicht die Lobby haben und die Subventionen bekommen, kommen ja auch klar. Es ist doch klar, das es anscheinend viel zu viele Bauernhöfe gibt, die aus irgendwelchen nostalgischen Gründen durchgeschleppt werden, obwohl sie weder rentabel sind noch irgendwelche Alleinstellungsmerkmale oder ein valides Geschäftsmodell abseits von massiven Subventionen haben ... kannst du mir exakt erklären, warum du hier die Politik beschuldigst, während das Grundproblem zuallererst bei euch Bauern und euren Lobbyvertretern liegt?

Und deswegen wirf nicht ausgerechnet die Grünen, die einzige Partei die für viele Dinge eintritt die du oben beschworen hast, mit dem Rest in einen Topf. Wie wäre es denn mal mit Trekkerprotesten bei Bauernpräsidenten Ruckwied ??? Dem hat seltsamerweise noch keiner Gülle in die Einfahrt gekippt ...
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

Wooly hat geschrieben: 20.03.2024 - 22:58
Julian96 hat geschrieben: 20.03.2024 - 05:29 Genau die Subventionen sind das Problem. ...............................
Sorry, aber das ist doch nur Gejammer. Wenn du mit deinem Beruf und deiner Profession nicht genug verdienen kannst, und selbst mit Tonnen mit Subventionen nicht auf einen grünen Zweig kommst, dann stimmt halt das Geschäftsmodell nicht.........
Finde das ist jetzt
a) arg schlicht argumentiert.
b) geradezu beleidigend

Schon der Begriff "Subventionen" trifft es nicht wirklich. Denn "Entschädigung", für Flächenstilllegung o. vielerlei staatliche Vorschriften u. Eingriffe, würde es auch treffen.

Dazu, wird gern vergessen, dienen die "Subventionen" dazu, die Verbraucherpreise hierzulande niedrig zu halten.

Evtl. sollte der Bauernstand aus dem "Subventionshamsterrad" aussteigen und seine Erzeugnisse selbst vor Ort, bio selbstverfreilicht, vermarkten. Wir in der Fläche haben meist Wohneigentum oder preiswerte Mieten.
Also ich persönlich beziehe einiges direkt vom Bauern. Die Qualität ist mir den Mehrpreis wert.

Die Ballungszentren können ja billig aus Russland oder Argentinien versorgt werden.
Nach der ein oder anderen Lieferkettendiät ;D ist dann auch das Skioutfit wieder passgenau.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Wooly hat geschrieben: 20.03.2024 - 22:58 Sorry, aber das ist doch nur Gejammer. Wenn du mit deinem Beruf und deiner Profession nicht genug verdienen kannst, und selbst mit Tonnen mit Subventionen nicht auf einen grünen Zweig kommst, dann stimmt halt das Geschäftsmodell nicht.
Das klingt für mich reichlich selbstgerecht. Vor allem, da ich annehme, dass Du selbst nicht ansatzweise über profunde Sachkenntnisse im Bereich Agrarwirtschaft und der politischen Entwicklung in diesem Bereich verfügst. Nur, weil Du beim Bio-Bauern kaufst, bist Du noch lange kein Agrarexperte. Ich tanke auch bei Shell und habe trotzdem keine Ahnung davon, wie man nach Öl bohrt. :wink: :wink: :wink:

Die aktuelle Situation zeigt, dass es durchaus Sinn macht, mit "Subventionen" die Erzeugung von Nahrungsmitteln in der EU zu stützen.
Wooly hat geschrieben: 20.03.2024 - 22:58 Ich, und wahrscheinlich ganz viele Selbständige in Deutschland, die längst nicht die Lobby haben und die Subventionen bekommen, kommen ja auch klar.
In welchem Ausmaß musstest Du Dich dabei gegen ausländische Billigangebote behaupten? Und in wie weit warst Du daran beteiligt, Millionen von Menschen zu ernähren?
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gernot »

wmenn hat geschrieben: 20.03.2024 - 19:13
Nach dem "Super-El Nino" 2015/2016 folgten ja einige Jahre mit relativ konstanten Temperaturen, und nun eben dieser extreme Anstieg, der aber noch innerhalb der Unsicherheit der Modelle liegt.
Vielleicht haben wir ja Glück und es folgen jetzt auch wieder einige "kühlere" Jahre.
(Allerdings sind z. B. die Meerestemperaturen immer noch extrem hoch...
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dein optimismus in ehren, mein "g'sunder hausverstand" oder wie formulieren das die schwurbler immer(?) glaubt nicht daran.
wär schön wenn ich nochmals einen halbwegs normalen winter am alpenostrand erleben könnte
so wie hier 2006

viewtopic.php?t=15073

oder hier 2005

viewtopic.php?p=156068
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bocky »

wmenn hat geschrieben: 20.03.2024 - 19:13 (Allerdings sind z. B. die Meerestemperaturen immer noch extrem hoch...
https://climatereanalyzer.org/clim/sst_daily/)
Wahnsinn mit welchem Abstand 2024 bereits jetzt auf 2023 folgt. Das kann nix Gutes bedeuten.
Ich hoffe mal, dass das so schon mit in den Berechnungen für die zukünftigen Lufttemperaturen miteinbezogen wurde.

Denn spontan würde ich denken, dass höhere Meerestemperaturen auch nicht mehr ausreichend abgekühlt werden könnten und vorallem auch enormen Einfluss auf das Klima im Winter haben.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Reginleif »

gelöscht
Zuletzt geändert von Reginleif am 02.09.2025 - 17:55, insgesamt 2-mal geändert.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von ralleycorse »

Gejammer??
Ist es nicht andersrum?
Ihr heult doch hier rum, das alles nicht mehr bezahlbar ist (Bauern / Verbraucher) und daher argumentiert Ihr Euch wund um alles zurückzudrehen.
Und am besten gar nix machen. Scheiss auf das Klima. Nach mir die Sinnflut solange es an meinen Geldbeutel geht.
Habt Ihr Kinder? Denk Ihr an Ihre Zukunft?
Dann würde ich gerne sinnvolle Vorschläge hören WIE der Klimaschutz erreicht werden kann und nicht was NICHT geht...

Und wenn die Vorschläge tatsächlich gut wären könnt Ihr sie auch gerne an unsere demokratisch gewählten Vertreter weiterreichen.
Es bringt NICHTS hier andauert auf die von uns allen gewählten Vertreter zu schimpfen. Macht es halt besser wenn Ihr bessere Ideen habt.

Ich für meinen Teil finde es richtig:
- Ölheizungen und Gasheizungen auszutauschen (oder nur noch in seltenen Fällen zu nutzen, Stichwort 65% erneuerbar heisst ja 35% der Heizleistung dürfen noch konventionell sein (zb. bei strengem Frost!))- Warum? Weil es immerhin 10% der CO2 Emissionen in Deutschland sind.
- Mobilität umzustellen (Bahn, Elektroauto, Fahrrad) - warum? Weil es 18% sind.
- Die Industrie in die Pflicht zu nehmen - warum? weil es 20% sind
- Und insbesondere im Energiesektor so schnell wie möglich umzustellen - warum? Weil es 38% sind!!!

So. Wo wollt Ihr jetzt ansetzen wenn nicht in den Bereichen?
Oder wie soll es gehen ohne Geld auszugeben?

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