Quelle: Beschneite Pisten: Wird in Bayern mit alten Zahlen argumentiert?In Bayern wird angeblich ein Viertel der Skipistenfläche beschneit, sagen Seilbahnbetreiber. Das wäre weniger als in Österreich, Italien oder der Schweiz. Doch diese Rechnung basiert auf 18 Jahre alten Daten – und hat einen Fehler.
Beschneite Pisten: Wird in Bayern mit alten Zahlen argumentiert?
- snowflat
- Moderator
- Beiträge: 15973
- Registriert: 12.10.2005 - 22:27
- Skitage 25/26: 3
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 248 Mal
- Danksagung erhalten: 3419 Mal
- Kontaktdaten:
Beschneite Pisten: Wird in Bayern mit alten Zahlen argumentiert?
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
- Harzwinter
- Wildspitze (3774m)
- Beiträge: 3824
- Registriert: 10.03.2004 - 19:58
- Skitage 25/26: 11
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Ettlingen
- Hat sich bedankt: 425 Mal
- Danksagung erhalten: 1532 Mal
Re: Beschneite Pisten: Wird in Bayern mit alten Zahlen argumentiert?
Und da ist er wieder, der systematische Vergleich von Äpfeln und Birnen. 
--> Unter "Bayerische Skigebiete" fallen neben den Alpenskigebieten auch jene im Alpenvorland (47), im Bayerischen Wald (49), Oberpfälzer Wald (7), Fichtelgebirge (8), der Bayerischen Rhön (14), der Fränkischen Alb (24), des Frankenwalds (8) und des Steigerwalds (4). (Zahlen von https://www.skiresort.de/skigebiete/bayern/ , Filter "Region einschränken" - sicherlich nicht perfekt.)
Einige von diesen sind - so wie in der o.g. Studie "Skipistenuntersuchung Bayern" von 2006 - mittlerweile stillgelegt, einige beschneien, viele nicht, viele der Nicht-Alpen-Pisten sind kurz, aber es gibt sie, und insofern müssten alle diese 161 (!) Skigebiete in der Statistik "Pistenfläche Bayern" berücksichtigt werden.
--> Ähnliches gilt für den Schweizer Jura und das österreichische Mühlviertel und Waldviertel, auch wenn diese Mittelgebirgsregionen im Vergleich zu den jeweiligen nationalen Alpengebieten weniger ins Gewicht fallen als bayerische Mittelgebirge.
--> Und in Italien finden sich neben 198 Alpenskigebieten weitere 70 im Apennin, die z.T. nicht klein sind und sicherlich mehrheitlich beschneien (müssen). (Zahlen: https://www.skiresort.de/skigebiete/italien/.) Sind die beim Vergleich beschneiter Pistenfläche statistisch berücksichtigt?
Wozu schreibe ich das hier alles zusammen?
--> Ohne aktuelle und ländergenau auf den Alpenraum abgegrenzte Zahlen / Statistiken und eine Abgrenzung auf Skigebietsfläche oder Pistenfläche entbehrt jede Diskussion über das Thema Beschneiungsvergleich Bayern versus andere Alpenländer einer zuverlässigen Datenbasis und hat somit lediglich politischen, per Sendezeit nutzbaren Unterhaltungswert. Da hilft auch kein BR-#Faktenfuchs, weil erst gar keine Fakten vorliegen.
"[...] dass in Bayern im Vergleich zu Ländern wie Österreich oder Italien vergleichsweise wenig Pistenfläche künstlich beschneit werde. Konkret sagte sie: "Nehmen wir jetzt mal Italien 90 Prozent, Österreich 75 Prozent, die Schweiz mit 54 Prozent und wir in Bayern mit 25 Prozent.""
"Der VdS schreibt zum Beispiel auf seiner Homepage: "Der Anteil der beschneiten Pistenfläche beträgt in Bayern zurzeit 25 Prozent." Diese 25 Prozent berechnen sich folgendermaßen: In den Jahren 1990 bis 2004 untersuchte und kartierte das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) die Skigebiete des bayerischen Alpenraums, die sogenannte "Skipistenuntersuchung Bayern"."
--> "Bayern" ist ungleich "bayerischer Alpenraum" ist ungleich unvollständige, veraltete Liste "52 große bayerische alpine Skigebiete" aus 2006, von denen ich nur noch 34 als skibetriebsrelevant betrachten kann."[...] gibt die Veröffentlichung einen eindrucksvollen und gut verständlichen Überblick über die technischen Kapazitäten und den flächenbezogenen Zustand der 52 großen bayerischen alpinen Skigebiete."
--> Unter "Bayerische Skigebiete" fallen neben den Alpenskigebieten auch jene im Alpenvorland (47), im Bayerischen Wald (49), Oberpfälzer Wald (7), Fichtelgebirge (8), der Bayerischen Rhön (14), der Fränkischen Alb (24), des Frankenwalds (8) und des Steigerwalds (4). (Zahlen von https://www.skiresort.de/skigebiete/bayern/ , Filter "Region einschränken" - sicherlich nicht perfekt.)
Einige von diesen sind - so wie in der o.g. Studie "Skipistenuntersuchung Bayern" von 2006 - mittlerweile stillgelegt, einige beschneien, viele nicht, viele der Nicht-Alpen-Pisten sind kurz, aber es gibt sie, und insofern müssten alle diese 161 (!) Skigebiete in der Statistik "Pistenfläche Bayern" berücksichtigt werden.
--> Ähnliches gilt für den Schweizer Jura und das österreichische Mühlviertel und Waldviertel, auch wenn diese Mittelgebirgsregionen im Vergleich zu den jeweiligen nationalen Alpengebieten weniger ins Gewicht fallen als bayerische Mittelgebirge.
--> Und in Italien finden sich neben 198 Alpenskigebieten weitere 70 im Apennin, die z.T. nicht klein sind und sicherlich mehrheitlich beschneien (müssen). (Zahlen: https://www.skiresort.de/skigebiete/italien/.) Sind die beim Vergleich beschneiter Pistenfläche statistisch berücksichtigt?
Wozu schreibe ich das hier alles zusammen?
--> Ohne aktuelle und ländergenau auf den Alpenraum abgegrenzte Zahlen / Statistiken und eine Abgrenzung auf Skigebietsfläche oder Pistenfläche entbehrt jede Diskussion über das Thema Beschneiungsvergleich Bayern versus andere Alpenländer einer zuverlässigen Datenbasis und hat somit lediglich politischen, per Sendezeit nutzbaren Unterhaltungswert. Da hilft auch kein BR-#Faktenfuchs, weil erst gar keine Fakten vorliegen.
Nein, es wird ganz ohne belastbare Zahlen diskutiert. Argumentation hätte Grundlagen.Beschneite Pisten: Wird in Bayern mit alten Zahlen argumentiert?