Die große Klima-Diskussion

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ralleycorse
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von ralleycorse »

Wenn wir jetzt nicht anfangen auf Strom umzustellen was machen wir wenn doch - in sagen wir mal 20 Jahren - der Strom zb. über Fusionreaktoren hergestellt werden kann?
Wir fahren dann weiterhin mit Verbrennerautos und Heizen mit GS oder gar Öl...
Na toll. Oder glaubt Ihr es ist dann finanzierbar innerhalb von wenigen Jahren alles umzustellen? Im Ernst?
Dann doch lieber jetzt anfangen bei einer regenerativen Quote von 43% die eher steigen als fallen wird. Und wenn dann der Durchbruch in der Erzeugung oder Speicherung von Strom kommt können wir die konventionellen Backupkaftwerke sofort abreissen und wären dann sofort klimaneutral.

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Snowboarder90
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Snowboarder90 »

Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin auch dafür dass man die Thematik ernst nimmt und seinem persönlichen möglichen Bereich was tut, auch wenn sich manches verteuert. Allerdings bin ich nicht bereit meinen Mittelstandswohlstand aufzugeben. Auch meine Mobilität nicht.
Mir fehlt einfach der Glaube aktuell, dass sich weltweit groß was positiv ändert in den nächsten Jahren. Gerade in Bezug auf Russland, Indien, China und Südamerika. Auch die arabischen Staaten werden weiter auf Öl setzen, würde ich an deren Stelle auch wenn meine Kassen dadurch voll sind.
Was ist eigentlich die Strategie, falls wir (EU) es schaffen die CO2 Emissionen innerhalb des gesetzten Zeitraum auf Null zu setzen, man aber feststellt, dass sich die Erwärmung weiter stark fortsetzt ? Und andere Länder weiter fleißig auf Fossiles setzen ? Bekämpfen wir die Klima Sünder dann ?
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scratch
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von scratch »

Snowboarder90 hat geschrieben: 23.03.2024 - 12:18 Was ist eigentlich die Strategie, falls wir (EU) es schaffen die CO2 Emissionen innerhalb des gesetzten Zeitraum auf Null zu setzen, man aber feststellt, dass sich die Erwärmung weiter stark fortsetzt ? Und andere Länder weiter fleißig auf Fossiles setzen ? Bekämpfen wir die Klima Sünder dann ?
Meines Erachtens ist die Strategie, möglichst unabhängig von anderen zu sein und möglichst viel sehr günstige Energie zu haben.

Durch sehr viel vorhandene und bezahlbare Energie hat man dann hoffentlich die Möglichkeit, durch technische "Hilfsmittel" das Leben trotzdem erträglich zu halten. Dass man dabei ein "moralischer Vorzeigestaat" ist oder mit den Fingern auf andere zeigen kann was CO2-Emissionen betrifft, ist wohl eher schönes Beiwerk.
Sollte man es wirklich schaffen, mit regenerativen Energien viel billigen Strom produzieren zu können, werden sich andere daran orientieren (zumindest jene, die keine/kaum eigenen fossilen Rohstoffe besitzen) und letztendlich idealerweise die globale Erwärmung etwas bremsen.
Aber zugegebenermaßen fehlt mir dazu die Hoffnung, dass wir das schaffen bevor es zu verschiedensten anderen Katastrophen kommt.
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Pancho
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

Es kann auch m.E. nicht allzu dumm sein, beim anstehenden und bereits stattfindenden Technologiewandel mit am Puls der Zeit zu sein?
Das ist ein riesiger Wachstumsmarkt, wenn wir Wohlstand wahren wollen, sollten wir diesen Zug nicht verpassen. Denn er fährt mit oder uns, die Richtung steht fest.
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Pancho
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

NeusserGletscher hat geschrieben: 20.03.2024 - 11:05
Bocky hat geschrieben: 20.03.2024 - 10:37 Es scheitert aber schon an Punkt 1 und wir haben ehrlich gesagt keine Zeit mehr zu warten bis jedem ein Licht aufgegangen ist, denn dafür müsste jeder sein persönliches Ahrtal Erlebnis haben, aber dann ist es schon zu spät.
Offenbar hast Du noch nicht mitbekommen, dass die Flutwelle im Ahrtal statistisch absolut im Zeitschema lag und überhaupt nicht dazu taugt, sie für andere Zwecke zu instrumentalisieren. Hochwasser wie 2021 im Ahrtal gibt es dort statistisch im Mittel alle 200 Jahre, das letzte Hochwasser mit einem Abfluss von 1.100 m^3 pro Sekunde war 1804, das von 2021 wird mit 750-1000m^3 pro Sekunde geschätzt, Geografen der Uni Bonn haben 1.200m^3 errechnet.
Eine aktuelle Einordnung dazu, kam gerade eben im TV:

https://www.zdf.de/dokumentation/planet ... l-104.html
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer »

Pancho hat geschrieben: 24.03.2024 - 16:24
NeusserGletscher hat geschrieben: 20.03.2024 - 11:05
Bocky hat geschrieben: 20.03.2024 - 10:37 Es scheitert aber schon an Punkt 1 und wir haben ehrlich gesagt keine Zeit mehr zu warten bis jedem ein Licht aufgegangen ist, denn dafür müsste jeder sein persönliches Ahrtal Erlebnis haben, aber dann ist es schon zu spät.
Offenbar hast Du noch nicht mitbekommen, dass die Flutwelle im Ahrtal statistisch absolut im Zeitschema lag und überhaupt nicht dazu taugt, sie für andere Zwecke zu instrumentalisieren. Hochwasser wie 2021 im Ahrtal gibt es dort statistisch im Mittel alle 200 Jahre, das letzte Hochwasser mit einem Abfluss von 1.100 m^3 pro Sekunde war 1804, das von 2021 wird mit 750-1000m^3 pro Sekunde geschätzt, Geografen der Uni Bonn haben 1.200m^3 errechnet.
Eine aktuelle Einordnung dazu, kam gerade eben im TV:

https://www.zdf.de/dokumentation/planet ... l-104.html
Hier noch weitere Details zu dem Thema Ahrtal:
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaf ... 70847.html
https://www.youtube.com/watch?v=0vqJteCBJjc
https://www.youtube.com/watch?v=Qt7wzfMcrzM
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bocky »

Auf den wärmsten Februar folgt der wärmste März.
https://www.tagesschau.de/inland/gesell ... r-100.html
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Als Alpenbewohner kann man über irgendwelche 1,5°C oder 2°C Ziele nur milde lächeln.
Die ersten 3 Monate waren heuer in Innsbruck um schlappe 4,5°C zu warm.
Wo wird das enden?
Es ist schon klar, dass globales und regionales Klima zu differenzieren sind, aber leben tut unsereins halt in den Alpen.

Die drei Tage durchgehender Föhn über Ostern waren auch nicht übel. Brauche ich nicht öfter zu haben. :roll:
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Re: Was tut ihr persönlich für den Klimaschutz?

Beitrag von j-d-s »

Beitrag aus dem Thread "Was tut ihr persönlich für den Klimaschutz?" hier her verschoben. /Mod. David93

Meiner Meinung nach besteht keinerlei Notwendigkeit, irgendwas für "Klimaschutz" zu tun. Ginge es nach mir, würden auch sämtliche Vorschriften in diesem Bereich zurückgenommen werden.

Selbst in den pessimistischsten Vorhersagen der üblichen Vereinigungen (IPCC usw.) sehe ich keinerlei Szenarien, die auch nur annähernd problematisch wären, sondern wir haben bereits jetzt die technischen Möglichkeiten, uns all dem anzupassen zu einem Bruchteil der Kosten des "Klimaschutzes" - zumal selbst die "Klimaschützer" zugeben, dass umfangreiche Anpassungsmaßnahmen ohnehin erforderlich sein werden.

Man sieht übrigens bspw. beim Umweltschutz prima, dass da vieles nur noch Selbstzweck ist, bspw. wenn wegen irgendwelcher Maulwürfe keine Wohnungen und Umgehungsstraßen gebaut werden dürfen, oder wegen irgendwelcher Vögel keine Windräder.
ThomasK hat geschrieben: 27.03.2024 - 14:50 Seitdem die Beschneiung immer perverser wurde, habe ich mit dem Skifahren aufgehört und bin auf Bergsport umgestiegen.
Dir ist aber schon klar, dass Beschneiung nahezu null mit "Klimaschutz" zu tun hat, oder? Der Großteil des Stroms stammt aus Wasser- und Atomkraft (siehe Strommix der Alpenregionen), das Wasser ist aufgefangenes Regenwasser, das bei der Schneeschmelze dann einfach weiterfließt.

Kresse
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Re: Was tut ihr persönlich für den Klimaschutz?

Beitrag von Kresse »

Beitrag aus dem Thread "Was tut ihr persönlich für den Klimaschutz?" hier her verschoben. /Mod. Kerker

Es ist ein schwieriges Thema, was nützt es wenn die DACH Länder ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz sein wollen und die restlichen 90% der Welt so gut wie nichts tun, USA, China, Russland, Afrika, Indien und co - hier spielt Klimaschutz keine Rolle und das was wir einsparen wird da 1000fach an Emissionen wieder rausgejagt. Aber einer muss ja anfangen, nur wir zahlen das auch mit unserem Geld.

Außerdem bin ich der selben Meinung wie R. Messner, Klimawandel gab es schon immer und ist kein Problem der Neuzeit. Ich finde Umweltschutz viel wichtiger als Klimaschutz - durch den wirtschaftlichen Fortschritt haben sich schon unsere Emissionen deutlich reduziert.

Ich finde übrigens bedenklich wenn Wälder und Grünflächen durch 300m hohen Windräder und Solarparks verschandelt werden, außerdem beeinflusst das auch das Wetter - hier gibt es meiner Meinung nach bessere Lösungen.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Immer fein, wenn man sofort erkennt, woher konkrete Aussagen kommen.


Vielleicht sollte man wegen "irgendwelchen Menschen" auch keine Skigebiete mehr (aus)bauen. ;)
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Harzwinter »

Tagesschau hat geschrieben: 02.04.2024 - 16:46 Auf den wärmsten Februar folgt der wärmste März.
https://www.tagesschau.de/inland/gesell ... r-100.html
Den ganz normalen Leuten in meiner Region, dem Oberrheintal, schwillt der Kamm, wenn sie so eine undifferenzierte Panikmeldung vorgesetzt bekommen. Vielleicht war der März in Nord- und Ostdeutschland überdurchschnittlich warm, mag sein. Dann soll man das aber bitte auch so schreiben, um glaubwürdig zu bleiben. In meiner Region, einer der wärmsten Deutschlands, war der März 2024 insgesamt kühler und regnerischer als Märzmonate vergangener Jahre, wenn man von wenigen Peaks absieht. Es wäre schön, wenn hier endlich mal die Pfützen trocknen würden und wir endlich die Winterjacken ausziehen könnten. Hoffentlich am bevorstehenden WE.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von wmenn »

Dir ist schon klar, dass Deutschland nicht nur aus dem Oberrheintal besteht, oder?
In der Meldung geht es um einen Durchschnittswert für ganz Deutschland, für die einzelnen Bundesländer siehe
https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitt ... _news.html
Hier die Werte seit 1881:
https://www.dwd.de/DE/leistungen/zeitre ... #buehneTop
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Pancho
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

Harzwinter hat geschrieben: 04.04.2024 - 11:50
Tagesschau hat geschrieben: 02.04.2024 - 16:46 Auf den wärmsten Februar folgt der wärmste März.
https://www.tagesschau.de/inland/gesell ... r-100.html
Den ganz normalen Leuten in meiner Region, dem Oberrheintal, schwillt der Kamm, wenn sie so eine undifferenzierte Panikmeldung vorgesetzt bekommen. Vielleicht war der März in Nord- und Ostdeutschland überdurchschnittlich warm, mag sein. Dann soll man das aber bitte auch so schreiben, um glaubwürdig zu bleiben. In meiner Region, einer der wärmsten Deutschlands, war der März 2024 insgesamt kühler und regnerischer als Märzmonate vergangener Jahre, wenn man von wenigen Peaks absieht. Es wäre schön, wenn hier endlich mal die Pfützen trocknen würden und wir endlich die Winterjacken ausziehen könnten. Hoffentlich am bevorstehenden WE.
Die Forderung nach Abtrocknen der Pfützen in deiner Gegend ist differenziert?
Siehe Beitrag von wmenn im Übrigen…


<Ironie>Mir schwillt der Kamm, wenn ich von Insektensterben lese. Mich hat gestern eine Mücke gestochen, die war sehr lebendig. Wie passt das zusammen?</Ironie>
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Also der DWD schreibt zu BaWü:

"Im Südwesten verabschiedete sich der März 2024 neben 1994 als mildester seit Messbeginn. So betrug das Temperaturmittel 7,4 °C (3,6 °C), ein Wert, den ein durchschnittlicher April aufweist. In der Region fielen rund 72 l/m² (70 l/m²). Im Schwarzwald meldeten die Niederschlagsstationen des DWD punktuell über 200 l/m². Dort erreichte am 12. Baiersbronn-Ruhestein mit 57,8 l/m² auch die höchste Tagesniederschlagssumme. Die Sonne schien im vergangenen Monat landesweit rund 122 Stunden (117 Stunden)."
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von GIFWilli59 »

Vielleicht hat Harzwinter auch den diesjährigen März mit den Aprilen der vergangenen Jahre verwechselt. 🤔😉
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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Christian Heinrich
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Christian Heinrich »

Ich wohne ja auch fast im Rheintal (das ist hinter dem nächsten Buckel). Ich schreibe mir jährlich auf, wann welche meiner Bäume blühen. Dieses Jahr waren sie so früh wie noch nie dran, die Pfirsiche bereits Ende Februar. Es gab dieses Jahr nicht die großen Wärmetage im. März, dafür war es aber eigentlich immer mindestens lau. Im kompletten Kalenderjahr hatten wir hier einen (!!!) Tag mit Morgenfrost.

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Pancho
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

Der Vegetationskalender hier (Rand der Rheinebene / Übergang Odenwald) spricht auch eine eindeutige Sprache.
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carverboy
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von carverboy »

Und trotz der Wärme hatten wir hier im Landkreis Reutlingen, also Baden-Württemberg, mit dem Februar und März die beiden je schlechtesten Monate was die Ausbeute der PV-Anlage angeht seit 2018. Ist zwar jetzt noch kein allzu langer Zeitraum. Dennoch interessant, dass die (hohen) Temperaturen nicht mit den Sonnenstunden korrelieren.
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Christian Heinrich
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Christian Heinrich »

Gestern hätten wir hier beinahe die 30 Grad gerissen. Anfang April...
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Re: Was tut ihr persönlich für den Klimaschutz?

Beitrag von ralleycorse »

Kresse hat geschrieben: 04.04.2024 - 09:03 Beitrag aus dem Thread "Was tut ihr persönlich für den Klimaschutz?" hier her verschoben. /Mod. Kerker

Es ist ein schwieriges Thema, was nützt es wenn die DACH Länder ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz sein wollen und die restlichen 90% der Welt so gut wie nichts tun, USA, China, Russland, Afrika, Indien und co - hier spielt Klimaschutz keine Rolle und das was wir einsparen wird da 1000fach an Emissionen wieder rausgejagt. Aber einer muss ja anfangen, nur wir zahlen das auch mit unserem Geld.

Außerdem bin ich der selben Meinung wie R. Messner, Klimawandel gab es schon immer und ist kein Problem der Neuzeit. Ich finde Umweltschutz viel wichtiger als Klimaschutz - durch den wirtschaftlichen Fortschritt haben sich schon unsere Emissionen deutlich reduziert.

Ich finde übrigens bedenklich wenn Wälder und Grünflächen durch 300m hohen Windräder und Solarparks verschandelt werden, außerdem beeinflusst das auch das Wetter - hier gibt es meiner Meinung nach bessere Lösungen.
Eine Ansammlung on Stammtischparolen.
Warum DACH vorangehen muss? Weil wir pro Kopf mit den höchsten CO2 Ausstoß haben! Wir können nicht andere Länder vorschieben deren pro Kopf Verbrauch deutlich unter unserem Liegen. Oder will man allen Ernstes dem indischen Bauern sagen solange er seinen Verbrach nicht senkt machen wir gar nix??
Und schaut Euch mal an wieviel der Buhmann China in regenerativen Energien investiert! Da sollte uns die Schamesröte ins Gesicht schießen.
Und das es den Klimawandel (in der Form) schon immer gab ist längst wissenschaftlich widerlegt.
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Re: Was tut ihr persönlich für den Klimaschutz?

Beitrag von NeusserGletscher »

ralleycorse hat geschrieben: 28.05.2024 - 15:35 Eine Ansammlung on Stammtischparolen.
Warum DACH vorangehen muss? Weil wir pro Kopf mit den höchsten CO2 Ausstoß haben! Wir können nicht andere Länder vorschieben deren pro Kopf Verbrauch deutlich unter unserem Liegen. Oder will man allen Ernstes dem indischen Bauern sagen solange er seinen Verbrach nicht senkt machen wir gar nix??
Kürzlich habe ich gelesen, wie sich jemand über das rhetorische Stilmittel des bewussten Missverstehens beklagte. Du lieferst einmal mehr ein typisches Beispiel dafür.

Übrigens liegt die Schweiz mit ihren spezifischen pro Kopf CO2 Emissionen sogar unter dem weltweiten Durchschnitt. Und China deutlich vor Deutschland, Österreich oder den EU27 Staaten. Frankreich, obwohl es weniger Wasserkraft nutzen kann, liegt zwischen der Schweiz und der EU und nur knapp über dem weltweiten Durchschnitt. Aber Frankreich wird von gewissen Kreisen gerne unter den Teppich gekehrt, obwohl dessen Energiemix halt sauberer ist als der von Deutschland.
ralleycorse hat geschrieben: 28.05.2024 - 15:35 Und schaut Euch mal an wieviel der Buhmann China in regenerativen Energien investiert! Da sollte uns die Schamesröte ins Gesicht schießen.
:oops: :?: :nein: :nein: :nein:

Beim direkten Vergleich der EU27, Deutschland, Welt und China schneidet Deutschland aber am besten ab: Energiemix

Deutschland: 20% Erneuerbare, China: 16% Erneuerbare (Stand 2022). Obwohl die natürlichen Voraussetzungen in China, beispielsweise für die Nutzung von Sonnenenergie oder Wasserkraft, deutlich günstiger sind. Einmal abgesehen davon, dass China näher am Äquator liegt, wüsste ich nicht, wo wir die Wüsten hätten, um im großen Stil Sonnenenergie zu nutzen. Oder die Schluchten eines gelben Flusses, um ein Kraftwerk mit einer Leistung von 1.8 GW zu bauen.
ralleycorse hat geschrieben: 28.05.2024 - 15:35 Und das es den Klimawandel (in der Form) schon immer gab ist längst wissenschaftlich widerlegt.
Simulation der Geschichte der Alpengletscher

Ich wage mal die Behauptung, hätte es den Klimawandel der vergangenen Jahrtausende nicht gegeben, dann könnten wir heute in den Alpen überhaupt nicht Wintersport betreiben. Weil die meisten Täler unter einer dicken Schicht aus Eis lägen und lediglich die höchsten Gipfel der Alpen aus dem Eis heraus ragen würden. Es gäbe auch keine Gletscher mehr in den Alpen, weil alles eine monolithische Masse aus Eis wäre. Hamburg hätte dann aber auch kein Problem mit Hochwasser. Eher mit dem Eis der Polkappe.

-------------------

Eine Frage treibt mich immer wieder um: Wie kann man angesicht der Billionen an privaten und öffentlichen Investitionen seit den 1970ern in Wärmedämmung, moderne Fenster, effizientere Heiztechnik, Pumpen, Motoren, Haushaltsgeräte, Industrieanlagen etc steif und fest behaupten, wir würden nix machen?

Sicherlich hätte man mehr machen können oder die finanziellen Mittel zielgerichteter einsetzen können. Sicherlich hat man oft auch falsche Prioritäten gesetzt. Aber dass wir nichts getan hätten, ist eine krass faktenwidrige Behauptung. Die USA haben bei der Deindustrialisierung durch Offshoring eine ähnliche Entwicklung durchlaufen wie die EU27. Trotzdem ist deren spezifischer CO2 Austoß mehr doppelt so hoch.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
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Re: Was tut ihr persönlich für den Klimaschutz?

Beitrag von Reginleif »

ralleycorse hat geschrieben: 28.05.2024 - 15:35 Da sollte uns die Schamesröte ins Gesicht schießen.
Mit uns meinst du hoffentlich den Staat und die Politik, denn wie wenig die aus unserem Geld machen, das ist wirklich entsetzlich.
China erreicht pro € vermutlich 10mal so viel wie wir und das auch noch 10mal so schnell.
Vielen Großprojekten die den Erneuerbaren dienen würden stehen bei uns aber auch Einwohner und vor allem Umweltschützer (traurige Ironie) im Weg. In China wird halt einfach gemacht und nicht 50 Jahre diskutiert und dann mit 100 Auflagen eine 10 mal so teuer als erwartete halblebige Lösung umgesetzt.
Bei uns kann man nichtmal ein Laufwasserkraftwerk bauen ohne 100 Artenschutzgutachten und mindestens 10 Fischtreppen. Man kann auch nicht einfach einen Damm bauen und ein Tal fluten ohne dass jemand sagt da wird kostbarer Naturraum zerstört.

Und weil wir derart ineffizient sind explodieren die Kosten was wiederum keinen von den Investitionen überzeugt. Wodurch alles dann noch langsamer geht.
Während wir über Wirkungsgrade diskutieren wird China in 10 Jahren vermutlich so viel und so billig Energie produzieren dass es denen völlig egal ist ob irgendwer irgendwo sinnlos Energie verbraucht. Da stellen sich Fragen wie ist Wasserstoff im Vergleich zum Akku sinnvoll oder nicht vermutlich gar nicht. Die Energie ist einfach da also kann man sie so nutzen wie es einem am liebsten ist.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Was tut ihr persönlich für den Klimaschutz?

Beitrag von Wooly »

Julian96 hat geschrieben: 29.05.2024 - 18:19 In China wird halt einfach gemacht und nicht 50 Jahre diskutiert und dann mit 100 Auflagen eine 10 mal so teuer als erwartete halblebige Lösung umgesetzt.
Die Chinesen haben einfach nicht diese widerlichen Demokratieprobleme ... da ist halt einiges viel einfacher
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Feldberg (1493m)
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Skitage 25/26: 0
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Reginleif »

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Zuletzt geändert von Reginleif am 02.09.2025 - 17:54, insgesamt 1-mal geändert.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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