ich frage mich das schon seit längerem. Gerade in Winterbetrieb werden Leute nur hochtransportiert. Heißt die Lifte und Stützen werden nur einseitig belastet. Diese sind aber Symmetrisch gebaut, wieso kippen die nach der Zeit nicht nach der belastet Seite ab. Und generell müsste der Verschleiß auf der einen Seite an Rädern etc deutlich höher sein. Oder sieht das alles nur dramatischer aus und das Gewicht der Leute ist im Vergleich der Gondel zu vernachlässigen?
Die Stützen sind auf einem Baukastensystem basiert, links oder rechts belasten spielt keine Rolle, da dieselben Komponenten für links- sowie rechtsdrehende Anlagen eingesetzt werden.
Lediglich sind ggf. die Rollenbatterien Auf (Berg) und Ab (Tal) unterschiedlich (Anzahl und Anordnung der Rollen), insbes. wenn keine oder nur teillast (z.B. 50 %) Talförderung zugelassen ist. Förderleistung Auf ist fast immer 100 %, Ab kann je nach Anlage von 0 bis 100 % sein.
Bei Skiliften werden teilweise talwärtsseitig Stützen übersprungen, das talwärts laufende Förderseil verläuft dabei höher mit entsprechendem längerem Seilfeld. Sind Kurven vorhanden verläuft das Seil talwärts ggf. direkt ohne Kurve.
Umlaufbahnen basieren u.a. aufgrund der CEN Vorgaben (EN (Normen für EU und EFTA Länder)) weitgehend auf zertifizierten herstellerspezifischen Baugruppen.
Alles was speziell ist, verursacht Mehrkosten, und dabei kann bei einfachen Teilen alleinig der zulassungsbedingte Papierkram mehr Kosten als die Fertigung des Teils als Einzelstück inkl. Prüfungen (z.B. NDT). Deshalb setzt man manchmal "overkill" Teile ein weil eine Anpassung teurer ist, als was mit bereits vorhandenem CE Zeichen einzusetzen.
Dies behindert zudem Innovationen, da auch die Umsetzung von guten Idenn aufgrund von unzähligen unsinnigen Vorschriften und Zulassungserfahren sowie Bewilligungen und allerlei Zertifizierungen immer teuerer ist.
Früher konnte man ohne viel Bürokratie innovieren und war dabei einfach entsprechend verantwortlich.
Pionierleistungen wie die von Willy Habegger, Karl Garaventa oder Jean Pomagalski wären heutzutage undenkbar, da nur noch mit grossen finanziellen Ressourcen innoviert werden kann. Dazu kommen noch die blödsinnigen Patentstreite, da die Mehreit aller Patente relativ banale Ideen schützen, also Konzepte auf die unzählige Spezialisten im Rahmen eines Brainstormings onehin kommen würden.
Auch der Prototypenbau ist viel zu kompliziert geworden, bis hier die Bewilligungen vorhanden sind, wird in anderen Ländern bereits produziert.
Irgendwann werden uns weniger bürokratische Länder einholen.
Lagorce hat geschrieben: 11.04.2024 - 15:02
Bei Skiliften werden teilweise talwärtsseitig Stützen übersprungen, das talwärts laufende Förderseil verläuft dabei höher mit entsprechendem längerem Seilfeld. Sind Kurven vorhanden verläuft das Seil talwärts ggf. direkt ohne Kurve.
Lagorce hat geschrieben: 11.04.2024 - 15:02
Bei Skiliften werden teilweise talwärtsseitig Stützen übersprungen, das talwärts laufende Förderseil verläuft dabei höher mit entsprechendem längerem Seilfeld. Sind Kurven vorhanden verläuft das Seil talwärts ggf. direkt ohne Kurve.
ok, habe ich noch nie so gesehen. Wobei es wie hier im Bild für mich immer noch falsch aussieht, weil der Pfosten gefühlt ungleich belastet ist....
Lagorce hat geschrieben: 11.04.2024 - 15:02
Bei Skiliften werden teilweise talwärtsseitig Stützen übersprungen, das talwärts laufende Förderseil verläuft dabei höher mit entsprechendem längerem Seilfeld. Sind Kurven vorhanden verläuft das Seil talwärts ggf. direkt ohne Kurve.
Skilift12 hat geschrieben: 12.04.2024 - 16:04
Die Senderbahn am Hauser Kaibling hat auch einseitige Stützen. Ist glaub ich auch die einzige KSB in AT die sowas hat.
Poma Teleskopstangenlifte waren IIRC oft mit talwärts längeren Seilfeldern versehen. Für mich eine absolut geniale Erfindung von Jean Pomagalski. Jedoch was gewohnheitsbedürftig:
Wusste gar nicht, dass soviele "asymmetrische" Sesselbahnen erstellt wurden. Kostengünstiger bei Investition und Wartung, möglicherweise je nach Anlagen etwas erhöhte Schwingungen je nach Betriebsbedingungen.