Neues im Berchtesgadener Land

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judyclt
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von judyclt »

Straßer schimpft im Podcast auch über die Entwicklung am Jenner:
https://www.ardaudiothek.de/episode/spo ... /13225683/

ThomasK
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von ThomasK »

bazi1234 hat geschrieben: 06.04.2024 - 21:08 (...) Vielleicht Sommerbetrieb an der Mitterkaserbahn :lol:
Zwar führt der Wanderweg Jennerbahn Mittelstation - Jennerbahn Bergstation direkt an der Talstation der Mitterkaserbahn vorbei, aber von den Sommerfahrgästen wird kaum jemand extra für die Mitterkaserbahn zahlen.

Wenn aber die Benutzung der Mitterkaserbahn im Fahrpreis der Jennerbahn 1 inkludiert ist und die Wanderer die 600 Höhenmeter für die zweite Sektion nicht schaffen, dann kann das durchaus für die Bergbahnen Sinn ergeben die Mitterkaserbahn im Sommer zu öffnen, denn die Grenzkosten für den Betrieb der Mitterkaserbahn liegen unter den ggf. vom Freistaat Bayern erhobenen Rückzahlforderungen.

Abgesehen davon ist es für die Bergbahnen billiger die Mitterkaserbahn im Sommer zu betreiben als im Winter, um auf die nötigen Betriebstage zu kommen.

Man müsste im Bayerischen Verkehrsministerium anfragen, ob man eine Sondergenehmigung bekommt, die Mitterkaserbahn im Sommer mit nur einem Mitarbeiter betreiben zu dürfen, wenn man die andere Station fernüberwacht. Da der Sessellift kuppelbar ist, könnte es sein, dass man damit durchkommt.

Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, dass es eine krasse Fehlentscheidung war, als man sich vor 6 Jahren entschied, den Skibetrieb am Jenner trotz Klimaerwärmung weiterführen zu wollen.

Meiner Meinung nach sollten sich die Bergbahnen keinesfalls auf ein Gerichtsverfahrung bezüglich der möglichen Rückzahlforderungen des Freistaat Bayerns einlassen. Dann lässt man halt den Lift im Sommer laufen, um auf die notwendigen Betriebstage zu kommen. Dann fährt man eben nur mit 3 m/s und zudem nur mit der halben Anzahl der Sessel.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von GIFWilli59 »

Vielleicht reicht es ja auch, wenn man nur ein paar Tage im Jahr Betrieb anbietet (z. B. an den Wochenenden in den bay. Sommerferien).
Es gibt ja auch in anderen Skigebieten Anlagen, die nur sporadisch laufen. Oder muss man im Sinne der Förderung eine bestimmte Anzahl von Betriebstagen nachweisen?

Theoretisch könnte man auch versuchen, an der Talstation der Mitterkaserbahn irgendeine Attraktion zu errichten, sodass man gerne dort hin will und 1-2 zusätzliche Seilbahnfahrten herausspringen.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von MaFl »

ThomasK hat geschrieben: 08.04.2024 - 14:48
bazi1234 hat geschrieben: 06.04.2024 - 21:08 (...) Vielleicht Sommerbetrieb an der Mitterkaserbahn :lol:
Zwar führt der Wanderweg Jennerbahn Mittelstation - Jennerbahn Bergstation direkt an der Talstation der Mitterkaserbahn vorbei, aber von den Sommerfahrgästen wird kaum jemand extra für die Mitterkaserbahn zahlen.

Wenn aber die Benutzung der Mitterkaserbahn im Fahrpreis der Jennerbahn 1 inkludiert ist und die Wanderer die 600 Höhenmeter für die zweite Sektion nicht schaffen, dann kann das durchaus für die Bergbahnen Sinn ergeben die Mitterkaserbahn im Sommer zu öffnen, denn die Grenzkosten für den Betrieb der Mitterkaserbahn liegen unter den ggf. vom Freistaat Bayern erhobenen Rückzahlforderungen.

Abgesehen davon ist es für die Bergbahnen billiger die Mitterkaserbahn im Sommer zu betreiben als im Winter, um auf die nötigen Betriebstage zu kommen.

Man müsste im Bayerischen Verkehrsministerium anfragen, ob man eine Sondergenehmigung bekommt, die Mitterkaserbahn im Sommer mit nur einem Mitarbeiter betreiben zu dürfen, wenn man die andere Station fernüberwacht. Da der Sessellift kuppelbar ist, könnte es sein, dass man damit durchkommt.

Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, dass es eine krasse Fehlentscheidung war, als man sich vor 6 Jahren entschied, den Skibetrieb am Jenner trotz Klimaerwärmung weiterführen zu wollen.

Meiner Meinung nach sollten sich die Bergbahnen keinesfalls auf ein Gerichtsverfahrung bezüglich der möglichen Rückzahlforderungen des Freistaat Bayerns einlassen. Dann lässt man halt den Lift im Sommer laufen, um auf die notwendigen Betriebstage zu kommen. Dann fährt man eben nur mit 3 m/s und zudem nur mit der halben Anzahl der Sessel.

Das Problem ist bei den Höhenlagen offensichtlich nicht der Klimawandel ...
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von GIFWilli59 »

Strukturwandel / Marktkonsolidierung trifft es besser. Viele Skigebiete trifft auch der Klimawandel, hier jedoch nicht.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von tauernjunkie »

noisi hat geschrieben: 02.02.2024 - 09:38 In Berchtesgaden kommen die Massen via Autobahn aus dem Westen. Eine ganze Reihe größerer und modernerer Skigebiete ist näher gelegen. In unmittelbarer Nachbarschaft hast du die Konkurrenz von Lofer, Winklmoos/Steinplatte, Saalbach & Co, Hochkönig etc.
Mhh...
Karkogel in Abtenau, Monte Popolo, Buchsteinwand, Galsterberg, die schaffen es auch inmitten von Großskigebieten zu bestehen und z.T. auch noch in neue Anlagen zu investieren.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von ThomasK »

tauernjunkie hat geschrieben: 12.04.2024 - 12:07
noisi hat geschrieben: 02.02.2024 - 09:38 In Berchtesgaden kommen die Massen via Autobahn aus dem Westen. Eine ganze Reihe größerer und modernerer Skigebiete ist näher gelegen. In unmittelbarer Nachbarschaft hast du die Konkurrenz von Lofer, Winklmoos/Steinplatte, Saalbach & Co, Hochkönig etc.
Mhh...
Karkogel in Abtenau, Monte Popolo, Buchsteinwand, Gilserberg, die schaffen es auch inmitten von Großskigebieten zu bestehen und z.T. auch noch in neue Anlagen zu investieren.

Ich kenne jetzt nicht die Geschäftsberichte und die Fahrgastzahlen der einzelnen Bahnen, aber auch dort setzt man inzwischen ganz massiv auf den Sommertourismus.

An der Buchensteinwand hat man ein überdimensioniertes Gipfelkreuz gebaut, in welchem sogar Fernrohre eingebaut sind. Das richtet sich natürlich an die Sommertouristen, wenn wozu brauchen denn Skifahrer Fernrohre?

Und am Karkogel hat man doch eine Rutsche für die Sommergäste gebaut und die EUB fährt doch auch im Sommer, oder? Abgesehen davon sollte auch am Karkogel der Sommerbetrieb länger sein als der Winterbetrieb.

Im Gegensatz dazu war aber beim Jenner schon immer - im Gegensatz zu anderen Bergbahnen, die sich erst auf den Sommerbetrieb umstellen müssen - klar, dass die Hauptsaison der Sommer ist, weswegen der Entscheid vor 6 Jahren, am Skibetrieb am Jenner festzuhalten, ja noch unverständlicher ist.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von GIFWilli59 »

ThomasK hat geschrieben: 13.04.2024 - 13:31 Im Gegensatz dazu war aber beim Jenner schon immer - im Gegensatz zu anderen Bergbahnen, die sich erst auf den Sommerbetrieb umstellen müssen - klar, dass die Hauptsaison der Sommer ist, weswegen der Entscheid vor 6 Jahren, am Skibetrieb am Jenner festzuhalten, ja noch unverständlicher ist.
Vor allem mit Neubauten nur für den Winter. Man hätte mit den alten DSBen und SLen auch noch 10 Jahre weiterfahren können und hätte dann keine Investitionsruinen gehabt.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von tauernjunkie »

ThomasK hat geschrieben: 13.04.2024 - 13:31 Im Gegensatz dazu war aber beim Jenner schon immer - im Gegensatz zu anderen Bergbahnen, die sich erst auf den Sommerbetrieb umstellen müssen - klar, dass die Hauptsaison der Sommer ist, weswegen der Entscheid vor 6 Jahren, am Skibetrieb am Jenner festzuhalten, ja noch unverständlicher ist.
Ich verstehe nicht, was an der damaligen Einscheidung, den Skibetrieb fortzusetzen, unverständlich sein soll. Dass der Sommer "die Hauptsaison" ist, schließt nicht aus, dass man im Winter zusätzlich Skibetrieb anbietet (und wenn es nur an der Jenner-EUB ist).

Warum die vermeintlich schlechte Lage des Skigebiets mit Konkurrenz drum herum einen wirtschaftlichen Winterbetrieb verunmöglichen soll, scheint mir jedenfalls nicht plausibel dargelegt.

DAB
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von DAB »

Anstatt das ein User hier immer wieder den Skiuntergang Bayerns herbei redet, sollte man mal bei den Fakten und der Realität bleiben.

1. Der Neubau der Jennerbahn war richtig.
2. Der Neubau der Lifte falsch.
3. Man hätte mit dem Neubau alle Lifte abbauen und die Pisten bzw. eine durchgehende Piste Gipfel-Tal erhalten können. Das würde so auch heute funktionieren / bzw. lässt sich kompensieren.

Schade, dass man am Jenner zu schwarz oder weiß kennt…
09/10:19Tage:6xTuxerGletscher, 6xZugspitze,7xGAPC
10/11:(19Tage)7xGAPC,5xZugspitze,1x Ehrwalder Alm,1xGrubigstein,5xStubaier Gletscher
11/12:(20Tage)6TuxerGl.,4Gap-C7xZugspitze,2xSt.Anton,1xLech,
12/13:(12Tage):4xZugspitze,8xGAPC
13/14:(22Tage)6xPitz.Gletscher,4xGAPClassic,7x Zugspitze,1xWurmberg,4xRossfeld/Oberau
14/15:22 Tage)6xTuxerGletscher,7xGAP Classic,5xZugspitze,1xEhrwalder Alm, 3xZillertal3000
15/16:22Tage)6xTuxerGletscher,4xZugspitze, 10xGAPC.1xRosshütte,1xEhrwalder Alm
16/17:26Tage10xTuxerGletscher,6x Zugspitze, 9xGAP-C.,1xZillertal3000,
17/18:23Tage6xTuxerGletscher,11xGAP–C.,4xZugspitze,1,5x Ehrw.Alm 0.5xKranzberg
18/19:25Tage:1xPitz.Gletscher,6xHTuxerGletscher, 2xKranzberg,7xGAPC.5xZugspitze,2xWurmberg,2xEhrw.Alm
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von MarcB96 »

ThomasK hat geschrieben: 08.04.2024 - 14:48
bazi1234 hat geschrieben: 06.04.2024 - 21:08 (...) Vielleicht Sommerbetrieb an der Mitterkaserbahn :lol:
Zwar führt der Wanderweg Jennerbahn Mittelstation - Jennerbahn Bergstation direkt an der Talstation der Mitterkaserbahn vorbei, aber von den Sommerfahrgästen wird kaum jemand extra für die Mitterkaserbahn zahlen.

Wenn aber die Benutzung der Mitterkaserbahn im Fahrpreis der Jennerbahn 1 inkludiert ist und die Wanderer die 600 Höhenmeter für die zweite Sektion nicht schaffen, dann kann das durchaus für die Bergbahnen Sinn ergeben die Mitterkaserbahn im Sommer zu öffnen, denn die Grenzkosten für den Betrieb der Mitterkaserbahn liegen unter den ggf. vom Freistaat Bayern erhobenen Rückzahlforderungen.

Abgesehen davon ist es für die Bergbahnen billiger die Mitterkaserbahn im Sommer zu betreiben als im Winter, um auf die nötigen Betriebstage zu kommen.

Man müsste im Bayerischen Verkehrsministerium anfragen, ob man eine Sondergenehmigung bekommt, die Mitterkaserbahn im Sommer mit nur einem Mitarbeiter betreiben zu dürfen, wenn man die andere Station fernüberwacht. Da der Sessellift kuppelbar ist, könnte es sein, dass man damit durchkommt.

Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, dass es eine krasse Fehlentscheidung war, als man sich vor 6 Jahren entschied, den Skibetrieb am Jenner trotz Klimaerwärmung weiterführen zu wollen.

Meiner Meinung nach sollten sich die Bergbahnen keinesfalls auf ein Gerichtsverfahrung bezüglich der möglichen Rückzahlforderungen des Freistaat Bayerns einlassen. Dann lässt man halt den Lift im Sommer laufen, um auf die notwendigen Betriebstage zu kommen. Dann fährt man eben nur mit 3 m/s und zudem nur mit der halben Anzahl der Sessel.
Die Mitterkaserbahn gehört so bald wie möglich abgebaut und dieser unsägliche Schandfleck bei der Alm abgerissen 🙈. Da diese Wellblechhalle hinzustellen war der größte Fehler, den man machen konnte. Ein Rückbau wär zumindest dahingehend Schadensbegrenzung.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von judyclt »

DAB hat geschrieben: 13.04.2024 - 21:15 Schade, dass man am Jenner zu schwarz oder weiß kennt…
Wohl das Hauptproblem. Da gibt's nichts zwischen maximal viele Millionen verbraten und Lifte stilllegen.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Michi99 »

Noch ein aktueller Bericht zum Jenner:
https://www.pnp.de/lokales/landkreis-be ... t-16149930
Ein Ende des Skibetriebs ist fix, alle nicht mehr benötigten Anlagen sollen rückgebaut werden. Wenig überraschend wird das von Naturschützern begrüßt....
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Zottel »

https://www.bgland24.de/bgland/region-b ... 98106.html
Konkret bedeutet das, dass die bestehende Rodelbahn „Jennerhex“ von der Mittelstation in die Gipfelnähe verlegt wird. Auf Naturschnee geht es dann über spektakuläre, mit Matten und Banden gesicherte, 1,4 Kilometer und 220 Höhenmeter mit einem moderaten Gefälle von 15 Prozent gen Mitterkaserbahn, die die beliebige Wiederholung der Abfahrt in wunderschöner Winterkulisse ermöglicht.
Außerdem kann die Jennerwiesenbahn, die die alte Rodelstrecke mit der Mittelstation verband, rückstandslos abgebaut werden, sobald ein Käufer gefunden ist.
Demnach bleibt die Mitterkaserbahn erhalten.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von basti.ethal »

Eine 6KSB für Rodler auf unpräparierter Rodelbahn...ich lach mich tot...
Oder will man zwar keine Pisten mehr präparieren, aber für ein paar Rodler trotzdem noch den Bully behalten?
Ich bleibe dabei, die Förderung für die Sesselbahnen sollte voll zurückgezahlt werden.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Nocki »

basti.ethal hat geschrieben: 31.05.2024 - 08:57 Eine 6KSB für Rodler auf unpräparierter Rodelbahn...ich lach mich tot...
Oder will man zwar keine Pisten mehr präparieren, aber für ein paar Rodler trotzdem noch den Bully behalten?
Wenn, dann sollte man m.E. auch Pisten präparieren. Immerhin hätte man dann dafür das Personal und das Gerät und könnte die Auslastung der KSB steigern. Und Skifahrer hätten eine schneesichere Piste.
Ich bleibe dabei, die Förderung für die Sesselbahnen sollte voll zurückgezahlt werden.
Bin ich auch für, zumindest für die Jennerwiesenbahn. Sollte die Mitterkaserbahn wirklich sinnvoll erhalten werden (Rodelbetrieb, gerne auch Skibetrieb), fände ich das auch in Ordnung, wenn man die Förderungen für sie behält.
Viele Grüße vom DM-und Girak-fan :ja: :wink:
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von basti.ethal »

Die ganze Sache hinkt für mich gewaltig....
Okay, dass man eingesehen hat, dass die Jennerwiesenbahn sinnlos ist, verstehe ich ja. (Abgesehen davon, dass das Forum dies schon während der Planung enttarnt hat)
Aber jetzt akzeptiert man die Betriebs- und Unterhaltskosten einer 6KSB für ein paar Rodler an einigen wenigen Naturschneetagen und sperrt die Skifahrer aus? Denn ein Sommerkonzept für die Bahn gibts ja weiterhin nicht.
Sowas hab ich auch noch nicht gehört.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von judyclt »

Das wird da wirklich immer abstruser.
- die sinnlos erbaute Bahn darf für mich ebenfalls keine Fördermittel generieren
- die Mitterkaser KSB soll ewig still herumstehen und dann ein paar Tage im Jahr für Rodler laufen? Das kann doch nicht deren Ernst sein.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Nocki »

Ich kenne das dortige Mikroklima jetzt nicht, aber von der Seehöhe klingt die Mitterkaserbahn für mich von Dezember bis März durchaus schneesicher. Ich denke aber, es braucht da oben ein besseres Konzept. Für mich hieße das Skifahrer und Rodler. Wenn man die Bahn nicht gut ausgelastet bekommt, hilft es m.E. nicht, eine Aktivikät durch die nächste zu ersetzen, dann hat man nur eine völlig andere Zielgruppe. Die Stammgäste, die Skifahrer sind/waren kommen nicht zum Rodeln, sondern suchen sich ein anderes Gebiet. Und die, die rodeln wollen, haben in den letzten Jahren mehrheitlich andere Gebiete gefunden. Da bräuchte es m.E. einen Reiz, woanders hin, nämlich zum Jenner, zu fahren. Und den sehe ich nicht. Würde man beides kombinieren, könnte man seine Stammgäste erhalten und auf Rodler setzen und hätte so ein Angebot, wo z.B. Eltern mit unterschiedlich alten Kindern fahren könnten, das ältere Kind fährt Ski, das jüngere rodelt. Danach können alle zusammen in einem Sessel hochfahren, wenn sie denn wollen. So könnte man die Bahnen m.E. weitaus besser auslasten.
Viele Grüße vom DM-und Girak-fan :ja: :wink:
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Zottel »

Zwei Überlegungen von mir:

Der alte Mitterkaserlift steht ja auch noch, allerdings seit 2020 still. Damit hat man oben im Kessel/Höhengebiet zwei unterschiedliche Anlagen: eine massentaugliche 6-KSB (BJ. 2019) mit zwei massentauglichen Pisten und 90 Grad versetzt einen selektiven SL (BJ. 1967) mit einer halben Piste und Offpiste-Möglichkeit (die geschwungene Rinne gleich neben der Trasse). Inwieweit dort Offpiste gefahren werden darf, entzieht sich meiner Kenntnis. Ob das zusammen ein attraktives Angebot für Skifahrer wäre? Vermutlich nicht ausreichend für einen wirtschaftlichen Betrieb.

Zumal: Wenn jetzt eine der KSB-Pisten zur Rodelbahn wird, verringert sich das potentielle Skifahrer Angebot. Zudem ist die einzige Piste zwischen Talstation Mitterkaser und Bergstation Krautkaser (und damit Richtung EUB/Tal) ein Nadelöhr und ich glaube nicht, dass man hier Rodler und Skifahrer vernünftig sowie sicher nebeneinander abfahren lassen kann.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Tirolldk »

Zottel hat geschrieben: 31.05.2024 - 10:41 Zwei Überlegungen von mir:

Der alte Mitterkaserlift steht ja auch noch, allerdings seit 2020 still. Damit hat man oben im Kessel/Höhengebiet zwei unterschiedliche Anlagen: eine massentaugliche 6-KSB (BJ. 2019) mit zwei massentauglichen Pisten und 90 Grad versetzt einen selektiven SL (BJ. 1967) mit einer halben Piste und Offpiste-Möglichkeit (die geschwungene Rinne gleich neben der Trasse). Inwieweit dort Offpiste gefahren werden darf, entzieht sich meiner Kenntnis. Ob das zusammen ein attraktives Angebot für Skifahrer wäre? Vermutlich nicht ausreichend für einen wirtschaftlichen Betrieb.

Zumal: Wenn jetzt eine der KSB-Pisten zur Rodelbahn wird, verringert sich das potentielle Skifahrer Angebot. Zudem ist die einzige Piste zwischen Talstation Mitterkaser und Bergstation Krautkaser (und damit Richtung EUB/Tal) ein Nadelöhr und ich glaube nicht, dass man hier Rodler und Skifahrer vernünftig sowie sicher nebeneinander abfahren lassen kann.
Es gehört auch für die Skifahrer „noch a gscheits Angebot“ her, z.B. mit Kraut-/ und Mittelkaser! Meiner Meinung nach wird hier der leichteste Weg mit dem geringsten Widerstand gegangen! Das kann es nicht sein. Für mich klingt das ganze jetzt einfach nur einem billigen „low cost Konzept“ mit der Hoffnung die Kassen „mit sanftem Tourismus“ zu überfüllen. Es scheint wohl ein Versuch wert zu sein in diese Lücke zu springen. Bin gespannt wie sich das ganze dann entwickelt.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von judyclt »

Tirolldk hat geschrieben: 31.05.2024 - 11:12 ...mit der Hoffnung die Kassen „mit sanftem Tourismus“ zu überfüllen. Es scheint wohl ein Versuch wert zu sein in diese Lücke zu springen. Bin gespannt wie sich das ganze dann entwickelt.
Mit ein paar Tagen Naturrodelbahn kann man doch keine 6KSB finanzieren und schon gar keine Kassen überfüllen. Das Einzige, was da die letzten Jahre geklingelt hat, sind Fördergelder.
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Marleo
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Marleo »

Nägel mit Köpfen, die Depotschränke in der Jennerbahn Talstation wurden am 02.07.2024 demontiert.
1.jpg
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Zottel
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Zottel »

Marleo hat geschrieben: 21.07.2024 - 22:10 Nägel mit Köpfen, die Depotschränke in der Jennerbahn Talstation wurden am 02.07.2024 demontiert.
1.jpg
Die sehen ja noch fabrikneu aus *duckundweg
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MarcB96
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von MarcB96 »

Zottel hat geschrieben: 21.07.2024 - 22:12
Marleo hat geschrieben: 21.07.2024 - 22:10 Nägel mit Köpfen, die Depotschränke in der Jennerbahn Talstation wurden am 02.07.2024 demontiert.
1.jpg
Die sehen ja noch fabrikneu aus *duckundweg
Hatten die noch die Folie drauf🤔?


Ich fänds ja lustig, wenn man jetzt aufgrund von dem Ganzen den Berg wieder in den Ursprungszustand zurückversetzen müsste (weil man ja die Auflagen für die Förderungen wohl eher nicht erfüllt....)...
#man-wird-ja-noch-träumen-dürfen...

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