Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

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Mt. Cervino
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Mt. Cervino »

Leider auch nicht gut ausgegangen :(:
Drei Tote und drei Verletzte in den Walliser Alpen
Ein Helikopter mit sechs Passagieren ist am Petit Combin abgestürzt. Die Unfallursache ist noch unklar.
....
Laut Angaben der Polizei kam es gegen 9 Uhr 25 zum Unglück. Der Helikopter stürzte auf dem Gebirgslandeplatz des Petit Combin ab rutschte aus bisher ungeklärten Gründen in den Nordhang des 3688 Meter hohen Gipfels.

Im Helikopter sassen neben dem Piloten ein Bergführer sowie vier Kunden, wie die Polizei weiter schreibt. Der Bergführer und die Kunden hatten mutmasslich geplant, sich vom Heli am Berg absetzen zu lassen, um dann den Hang mit Skis runterfahren zu können. Sieben Helikopter der Air-Glaciers, der Air Zermatt und der Rega seien an der Rettungsaktion beteiligt gewesen. Die drei Toten hätten nur noch leblos geborgen werden können.
https://www.nzz.ch/panorama/drei-tote-n ... ld.1824651
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Ski-Larry
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Ski-Larry »

NeusserGletscher hat geschrieben: 02.04.2024 - 00:17

Der Bereich ist als Wildschutzzone ausgewiesen und generell gesperrt. Bei der Lawinenwarnstufe bin ich auch zuerst von einer 3 ausgegangen, weil ich mich an dem Bericht von 17:00 orientiert habe. Das Bulletin von 8:00 sagt aber klar und deutlich: 4.
Die Medien sprechen von "Variantengebiet", was ja für einen befahrbaren Bereich sprechen würde (allerdings sollte bei LWS 4 eine sehr gründliche Beurteilung stattgefunden haben)

Ob das eine inkorrekte Wiedergabe ist oder sich die Skifahrer eventuell unterhalb der Wildschutzzone befunden haben, kann ich aber nicht sagen.
Lagorce
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Lagorce »

Mt. Cervino hat geschrieben: 02.04.2024 - 18:14
Die drei Toten hätten nur noch leblos geborgen werden können.
Lebende Tote habe ich noch nie gesehen.

Stellen Nicht-Mediziner amtlich einen Tod fest, bin ich nicht ganz davon überzeugt, dass die Ausbildung dazu stets ausreichend ist.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von wengench »

Beileid an die Angehörigen! Ohne Sensationsgier zu vermitteln frage ich mich schon, warum kein Bild vom Wrack des Helis veröffentlicht wird. (?)
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snowflat
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von snowflat »

Mittwochnachmittag sind drei Bergsteiger aus Rheinland-Pfalz auf dem noch tief winterlichen Watzmann verunglückt. Ein 20-Jähriger rutschte beim Abstieg von der Südspitze ab und erlitt tödliche Verletzungen. Bergretter warnen vor Touren ohne Steigeisen bzw. Harscheisen und Eispickel.
Das Unglück geschah auf einem steilen Schneefeld in rund 2.300 Meter Seehöhe. Die drei – alpintaktisch offenbar wenig erfahrenen – Rheinländer waren bei ihrer schwierigen Überschreitung des Massivs ohne Tourenski unterwegs. Der 20-Jährige rutschte nach Passage der Gipfelkette im schneebedeckten Steilgelände als Erster aus, schlitterte über den Wandkopf hinaus und stürzte ca. 300 Meter senkrecht ab. Er blieb auf dem gefrorenen Schnee des Schotterkars oberhalb des so genannten Goldbründls liegen.
Quelle: 20-Jähriger auf dem Watzmann getötet
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von NeusserGletscher »

Ski-Larry hat geschrieben: 02.04.2024 - 18:21 Die Medien sprechen von "Variantengebiet", was ja für einen befahrbaren Bereich sprechen würde (allerdings sollte bei LWS 4 eine sehr gründliche Beurteilung stattgefunden haben)
Markus Hasler (CEO) hat im Walliser Boten noch mal deutlich gemacht, dass die Verschütteten verbotenerweise die Wildschutzone durchquerten. Auf der Webcam sieht man wohl gegen 14:00 noch keine Spuren (das Bild ist extrem überbelichtet, man muss es wohl herunter laden und korrigieren), während auf dem Bild von 14:10 unterhalb Riffelhaus Spuren in die Wildschutzzone führen. Da war die Lawine bereits abgegangen. Außerdem hatten offenbar nur zwei der vier Verschütteten ein LVS. Einer wurde mittels Recco geortet, ein anderer durch sein Natel. Angesichts der Situation am Montag glaube ich nicht, dass irgend einer der Variantenfahrer tiefere Kenntnisse über die Beurteilung einer Lawinengefahr hatte. Denn das einzig mögliche Resultat einer solchen Beurteilung wäre gewesen, diesen Hang nicht zu befahren. Selbst der unterhalb der Wildschutzzone liegende Variantenbereich neben der Piste 41 (Landtunnel) wurde von der Lawine verschüttet.

Am Dienstag ging dann noch eine Meldung über eine weitere vermisste Person ein. Vermisst wird ein 30-jähriger Mann.
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Ski-Larry
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Ski-Larry »

NeusserGletscher hat geschrieben: 04.04.2024 - 10:35
Ski-Larry hat geschrieben: 02.04.2024 - 18:21 Die Medien sprechen von "Variantengebiet", was ja für einen befahrbaren Bereich sprechen würde (allerdings sollte bei LWS 4 eine sehr gründliche Beurteilung stattgefunden haben)
Markus Hasler (CEO) hat im Walliser Boten noch mal deutlich gemacht, dass die Verschütteten verbotenerweise die Wildschutzone durchquerten. Auf der Webcam sieht man wohl gegen 14:00 noch keine Spuren (das Bild ist extrem überbelichtet, man muss es wohl herunter laden und korrigieren), während auf dem Bild von 14:10 unterhalb Riffelhaus Spuren in die Wildschutzzone führen. Da war die Lawine bereits abgegangen. Außerdem hatten offenbar nur zwei der vier Verschütteten ein LVS. Einer wurde mittels Recco geortet, ein anderer durch sein Natel. Angesichts der Situation am Montag glaube ich nicht, dass irgend einer der Variantenfahrer tiefere Kenntnisse über die Beurteilung einer Lawinengefahr hatte. Denn das einzig mögliche Resultat einer solchen Beurteilung wäre gewesen, diesen Hang nicht zu befahren. Selbst der unterhalb der Wildschutzzone liegende Variantenbereich neben der Piste 41 (Landtunnel) wurde von der Lawine verschüttet.

Am Dienstag ging dann noch eine Meldung über eine weitere vermisste Person ein. Vermisst wird ein 30-jähriger Mann.
Danke für die Klarstellung
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Mt. Cervino
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Mt. Cervino »

NeusserGletscher hat geschrieben: 04.04.2024 - 10:35 Am Dienstag ging dann noch eine Meldung über eine weitere vermisste Person ein. Vermisst wird ein 30-jähriger Mann.
Also geht man von 4 Opfern aus, oder ist das einer der 2 am Dienstag noch nicht identifizierten aber geborgenen Leichen?

Edit: Hier wird das mögliche 4 Opfer nun auch erwähnt das wohl noch gesucht aber noch nicht gefunden wurde:
https://www.blick.ch/schweiz/westschwei ... 03571.html
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Marmotte
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Marmotte »

Tödlicher Unfall in Saas-Fee abseits der Pisten auf dem Feegletscher:
Am Donnerstag, 4. April 2024, ereignete sich auf dem Feegletscher oberhalb von Saas-Fee ein Snowboardunfall. Eine Person kam dabei ums Leben.

Der Unfall ereignete sich kurz nach 12 Uhr. Zwei Snowboarder befanden sich auf dem Feegletscher abseits der markierten Pisten, als einer der beiden auf der Abfahrt aus bislang ungeklärten Gründen mehrere Meter tief in eine Gletscherspalte stürzte.

Die aufgebotenen Rettungskräfte konnten die verunfallte Frau nur noch tot bergen. Beim Opfer handelt es sich um eine 30-jährige chinesische Staatsangehörige.
https://www.polizeiwallis.ch/medienmitt ... unglueckt/

Toposlopos
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Toposlopos »

Ski-Larry hat geschrieben: 04.04.2024 - 18:31
NeusserGletscher hat geschrieben: 04.04.2024 - 10:35
Ski-Larry hat geschrieben: 02.04.2024 - 18:21 Die Medien sprechen von "Variantengebiet", was ja für einen befahrbaren Bereich sprechen würde (allerdings sollte bei LWS 4 eine sehr gründliche Beurteilung stattgefunden haben)
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Am Dienstag ging dann noch eine Meldung über eine weitere vermisste Person ein. Vermisst wird ein 30-jähriger Mann.
Danke für die Klarstellung
Es sind sehr viele Menschen durch die Wildschutzzone gefahren. Das für sich ist schon erschreckend. Scheint überhaupt keine Verbindlichkeit zu haben. Drei der Verschütteten befanden sich bei Lawinenabgang auf dem Weg ins Zentrum der Schutzzone, aus Skifahrersicht also in Richtung der Umgehung des zentralen Felsriegels linkerhand. Auch dort waren bereits Spuren vorhanden.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Lagorce »

wengench hat geschrieben: 03.04.2024 - 15:50 Beileid an die Angehörigen! Ohne Sensationsgier zu vermitteln frage ich mich schon, warum kein Bild vom Wrack des Helis veröffentlicht wird. (?)
Ist ein klar bewusster Entscheid, betrachte es dennoch unzulässig, dass die Behörden ohne objektive Begründung in diesem Falle entschieden, kein Bildmaterial als Handout den Medien zur Verfügung zu stellen. Entsprechend wurde auch kein kurzer Überflug für einen Pressefotographen einer der grossen Agenturen ermöglicht, wie es sonst oft üblich ist.

Möglicherweise wurde von diversen Seiten was Druck ausgeübt, ist natürlich 1000 % absolut rein hypothetischst gemeint.

Mal 12-18 Monate warten bis der Bericht der Aviatikabteilung der SUST (getrennt von der SUST Abteilung, die sich mit Land- (inkl. Seilbahnen) und Wasserverkehr befasst) veröffentlicht wird.
Falls dieser ohne Bildmaterial, wäre dies dann doch sehr unüblich. Bildmaterial erlaubt es, Einzelheiten zu sehen, die nirgends beschrieben werden und in gewissen Fällen, hier nicht auf die SUST bezogen, kann man sogar wichtige auflusschreiche Details entdecken, die gar nicht berücksichtigt wurden.

Beim kürzlichen Helikopterabsturz (Arbeiten an einer Druckleitung) bei Niouc im Val d'Anniviers hat die SUST aus Befangenheitsgründen das französische BEA mit der Untersuchung beauftragt.
IMO ein fragwürdiger Entscheid, da das BEA zwar sehr kompetent ist, jedoch in Fachkreisen nicht als exemplarisch neutral gilt, insbes. was die vollständige Unabhängigkeit vom französischen Staat sowie u.a. Airbus Industries betrifft. Dies gilt sinngemäss ebenfalls für andere französische Behörden, die für die Aufsicht über zahlreiche Anlagen und Betriebe von Firmen die entweder dem Staat gehören oder bei denen der Staat beteiligt ist.
Beachtenswert ist ebenfalls, dass die Abteilung BEA-TT bei Seilbahnzwischenfällen nach sehr kreativ interpretierten Regeln beschliesst, überhaupt einen Bericht zu verfassen.


BTW Es ereignete sich vor ein paar Minuten ein kleines Erdbeben in der Gegend von NYC. Möglicherweise so um 4.8. Muss mal beim USGS reinschauen.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von snowflat »

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von snowflat »

Sommerliche Temperaturen und viel Schnee auf den Bergen sorgen für die Gefahr von Gleitschneelawinen: ein Thema, das den Lawinenwarndienst aufgrund der milden Witterung bereits den ganzen Winter über beschäftigt hatte und es auch weiterhin tun wird. Der Neuschnee von Mittwoch ändert das nur sehr kurzfristig.
Quelle: Gefahr von Gleitschneelawinen bleibt groß
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von hegauner »

Großalarm im Ötztal: Bis zu 18 Personen von Lawine verschüttet, vier lebend geborgen

Quelle:

https://www.tt.com/artikel/30880208/gro ... d-geborgen
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von snowflat »

Das mit 18 Verschütteten wurde revidiert, es ist von 4 die Rede, wovon 2 tot geborgen wurden und 2 noch verschüttet sein sollen.
+++ Dieser Artikel wird laufend aktualisiert +++

Sölden – Mehrere Personen sind am Donnerstagvormittag im Ötztal von einer Lawine erfasst und verschüttet worden. Laut Bergrettung Sölden gerieten offenbar insgesamt vier Personen unter die Schneemassen. Zwei Wintersportler wurden mittlerweile tot geborgen, zwei weitere Personen sollen noch verschüttet sein. Ursprünglich war von möglicherweise 18 Beteiligten die Rede. Dies bestätigte sich jedoch nicht.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Werna76 »

https://www.krone.at/3330948
Bei den Opfern soll es sich laut „Krone“-Informationen um eine holländische Tourengruppe handeln. Sie waren mit Guides unterwegs. Zwei Todesopfer wurden bereits bestätigt. Zwei weitere Mitglieder der Gruppe konnten geborgen werden. Eine davon wurde mit erheblichen Verletzungen mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus nach Zams geflogen. Eine weitere Person aus den Niederlanden befand sich noch am Lawinenkegel. Nach Angaben der Polizei wird diese derzeit reanimiert.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Hiro »

https://www.tt.com/artikel/30880208/tou ... aender-tot
Nun sind es 3 Tote, einer liegt mit leichten Verletzungen im Krankenhaus.
Viele Grüße,
Hiro

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Kris »

Der Aufstieg zur Martin Buschhütte ist ein einfacher etwa 6km langer Talhatscher, von den 1900m in Vent hinauf auf 2500m.
Tags zuvor hatte es viel geschneit, nachts hat es die feuchte Schneedecke bei bewölktem Wetter nicht oder nur minimal Durchgefroren, und tags drauf wurde es schnell sehr warm. Die südöstlich ausgerichtete und gleich ab Morgensonne beschienene Talseite biete ideale Lawinenrutschbahnen. Die Lawinen gingen gegen 11Uhr ab. Das ist sich nicht mehr ausgegangen.
Habe fast genau an der gleichen Stelle vor einigen Jahren den Abtransport eines tödlich verunglückten französischen Bergführers miterleben müssen.
Überhaupt sind die Täler in Vent mündend ziemlich fies im Frühjahr.

Der Berg will belebt sein, der Berg fordert sein Tribut, das wird immer so bleiben.
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von odolmann »

Tödlicher Skiunfall in Colorado vor ein paar Tagen :(
Dallas LeBeau has been identified as the 21-year-old skier who died on April 9 on Colorado’s Highway 40 just west of the Berthoud Pass summit after attempting to clear the width of the highway on skis. According to the preliminary incident report from the Grand County Sheriff’s office, LeBeau lacked the necessary speed and distance to complete the jump and landed on the highway pavement.
...
According to the victim’s mother, Valerie LeBeau, who spoke with SKI via email, her son was skiing with friends at the time of the accident. Valerie said that Dallas had been preparing for this jump for over a month, checking the run and building the jump. He got sick, so the attempt was delayed by about 10 days. Even though the slope faced north, meaning it should have had good snow, she believes some of it melted, which may have slowed him down too much. Dallas didn’t have a great competition season, so he may have wanted to prove himself in skiing, said his mother, adding that he wanted to submit a video to GoPro for their Line of the Year contest. Dallas had experience with big jumps before and planned to do a double backflip in Jackson Hole’s Corbet’s Couloir. However, he had never tried to cross a road, only cat tracks.
...
In light of the tragic accident, Valerie shared her belief that no social media post or contest entry is worth risking one’s life. “If parents and friends try to tell you that something is a bad idea, you should listen,” she said. “I hope this tragedy might save someone else’s life by making them think before they do something.”
https://www.skimag.com/news/skier-dalla ... hway-jump/
2025/26: 2x Klíno, 1x Eibenstock
2024/25: 4x Klíno, je 3x DS, Nauders, je 1x Ischgl, Haideralm, Othal, Plesi
2023/24: 4x Obertauern, 3x Sellaronda, 2x Trafoi/Ortler, 2x Klíno, je 1x Bärenstein/Bozi Dar/Galsterberg, 1x Klíno (NS)
2022/23: 5x DS (Sellaronda, Kronplatz, Gitsch-Joch, Terenten), 4x Klino, 2x Fichtelberg, 1x Plesi
2021/22: 6x Klíno-Neklid, 3x Plesi, 2x Samnaun-Ischgl, je 1x Rehefeld/Bärenstein/Othal/Eibenstock (Nachtski)/Plesi (NS)
2020/21: 4x Fichtelberg (Tour), 3x Grünheide (Tour), 3x Leipzig/Markkleeberg (Tour), 2x Winterberg (Lift), 1x Kö'walde (Tour)
2019/20: 9x Klíno-Neklid
2018/19: 7,5x Klíno-Neklid, 5x Hranice, 3x Plesi, je 1x Othal/Bärenst./Lößnitz/Pö'berg/N'dorf
2017/18: je 5x Klíno/Hranice, je 4x Othal/Plesi, 3x Neklid, je 1x Novako/Augustusburg
2016/17: 5x Klíno, 3x Novako, je 2x Neklid, je 1x Plesi/Neklid/Othal/Pö'berg/Kö'walde/Zwönitz/Bärenstein/Hintertux
2015/16: 5x Klíno, je 2x Plesi/Neklid/Novako, 1x Othal (NS)
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Toposlopos »

Kris hat geschrieben: 12.04.2024 - 00:44 Der Aufstieg zur Martin Buschhütte ist ein einfacher etwa 6km langer Talhatscher, von den 1900m in Vent hinauf auf 2500m.
Tags zuvor hatte es viel geschneit, nachts hat es die feuchte Schneedecke bei bewölktem Wetter nicht oder nur minimal Durchgefroren, und tags drauf wurde es schnell sehr warm. Die südöstlich ausgerichtete und gleich ab Morgensonne beschienene Talseite biete ideale Lawinenrutschbahnen. Die Lawinen gingen gegen 11Uhr ab. Das ist sich nicht mehr ausgegangen.
Der Ortsgruppenleiter der Bergrettung hat aber schon festgestellt, dass es sich um einen nach Menschenermessen unvorhersehbaren Unfall gehandelt hat:
Josef Fiegl, der Ortsstellenleiter der Bergrettung Sölden, sprach bei einer einberufenen Pressekonferenz am Donnerstag in Sölden von einem „Restrisiko“, das man im Gebirge immer habe: „Ich würde das als Restrisiko einschätzen. Das sind extrem routinierte Bergführer, die tagtäglich unterwegs sind. Ich kenne diese vier auch persönlich. Und wenn Sie mich fragen, ich wäre da heute auch hineingegangen ohne irgendein Kopfweh. Leider ist es anders verlaufen.“
https://tirol.orf.at/stories/3252702/

Ösiland bleibt sich eben treu. :wink:
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von ralleycorse »

Hinterher ist man immer schlauer. Tragisch.
Aber dennoch, die zunehmende Gefahr von Gleitschneelawinen über den Tagesverlauf ist aktuell schon zu beachten. Und insb. die Häufung entsprechender Lawinen in den letzten Tagen ist schon sehr deutlich.
Ich kenne den Zustieg aber nicht und es kann durchaus so sein, das auch ich den am Nachmittag für ungefährlich gehalten hätte...

Edit: Skitourenguru spukt für heute Nachmittag eine Bewertung von 2,63 aus! Mit so einer Bewertung würde ich tatsächlich den Hüttenzustieg nicht am Nachmittag machen.
Für alle die das Tool nicht kennen: Skitourenguru gibt rechnerisch aus Hangsteilheiten (auch umliegend) UND Lawinenlagebericht eine tagesaktuelle Einstufung einer bestimmten Tour aus (inkl. .spezifischer Gefahrenstellen). Das ist natürlich keine verlässliche Prognose, trifft aber erstaunlich gut die realen Verhältnisse und kann so unterstützend zur individuellen Einschätzung beitragen. Insb. bei Touren die man nicht kennt.

Edit²: Die Bergführer sind aber immer gebissen. Bei einer gebuchten Tour kannst Du nicht einfach sagen: Lieber nicht. Und Gleitschneelawinen lösen sich von selber aus, da kann es zig mal gut gehen (voher oder nachher abgegangen oder gar nicht) es kann aber eben auch schief gehen - reiner Zufall
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Michi99 »

Am Samstag wurde ein Tourengeher am Kasberg von einem Schneebrett erfasst. Er konnte sich selbst und unverletzt befreien: https://www.nachrichten.at/oberoesterre ... 71,3942455
Jay
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Jay »

freeriderin
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von freeriderin »

Ein verletzter Skitourengeher am Schareck / Gastein

https://www.meinbezirk.at/pongau/c-loka ... ref=curate

https://salzburg.orf.at/stories/3255317/

(Edit: Link zu ORF eingefügt, da sieht man auch m.E. nach "echte" Bilder der Lawine aus Sportgastein)
Zuletzt geändert von freeriderin am 02.05.2024 - 12:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2023/2024

Beitrag von Bocky »

Ein Toter bei Zusammenstoß am Kitzsteinhorn.
https://www.rosenheim24.de/welt/news/ki ... C3%B6dlich.

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