Eigentlich hätte mein Sohn schon ein Jahr früher Skifahren wollen, aber leider gab es da exakt auf dem Gebiet Bayerns eine Virenvariante, die sich auch an frischer Luft überträgt, was in BaWü oder Österreich nicht der Fall gewesen zu sein scheint. So standen alle Lifte still. Immerhin ging sich auf diese Weise Rodeln auf der Piste des ruhenden Beuerberglifts oder auch am Monte Kienander aus – gemeinsam mit vielen anderen Gleichgesinnten. Passiert ist nichts, aber wehe, der Lift wäre gelaufen und wir hätten unsere Ski an den Füßen gehabt anstatt auf den Schlitten zu sitzen.
Vom Tegelberg wusste ich, dass die Tallifte dort ideal für Kinder sind, denn es ist ein flaches und vor allem weiläufiges Gelände ohne Gefahrenstellen wie Straßen, Abhänge, Bäche usf. Außerdem lief endlich auch der Gamslift – ein uralter Tellerlift, der seitlich zu den anderen Schleppern zwischen den Bäumen hervorkommt und selten in Betrieb ist (ultrasteil und mit Waldschneise – sehr hypeverdächtig
Der Reithlift lief wie bei meinem Erstbesuch anno 2012 leider 2021 wieder nicht – zwischenzeitlich ist er ja nur noch örtlichen Vereinsmitgliedern zugänglich. Aber den erwische ich (hoffentlich) noch! Seit 1989 auf dem Radar, als wir einen Grundschulausflug zum Schloss Neuschwanstein unternommen hatten und ich mich mehr für die Lifte in der Gegend interessierte...
Eine Fahrt mit der Pendelbahn oder gar eine Abfahrt an der zwischenzeitlich zur Skiroute umgemodelten Talabfahrt war natürlich am ersten „richtigen“ Skitag meines Sohnes nicht zu denken. Aber 2012 war ich dort auf höchst genussvolle Stunden gekommen – einer jener Skitage, die man nicht vergisst. Das obere Skigebiet, bestehend aus zwei DSB'en und dem Heuss-Gipfelschlepper habe ich leider verpasst. Den Schlepper habe ich aber wenigstens mal beim Wandern unterquert
Erste Fahrt mit dem Falkenlift (bei mir war es anno 1985 der Hasecklift
Die flache Abfahrt zum Gamslift – am Vormittag noch im frostigen Schatten gelegen. Aber ein idealer Einstiegshang.
Winterzauber im Dezember 2021 – verbunden mit dem Gefühl der großen Erleichterung, endlich wieder Skifahren gehen zu dürfen. Erst wenige Tage zuvor hatte ich in Scheidegg, Wengen und Weitnau mit einer kleinen Schleppliftsafari die Saison eröffnen können. Vorgezogene Bescherung, zumal ja zu Weihnachten IMMER der Schnee wegtaut und Regenwetter übers Land zieht.
Skifahren am Falkenlift. Im Hintergrund der Adlerlift, immerhin ein Bügellift.
Der Gamslift nun im Sonnenlicht
Zu zweit im Teller...
Gams- und Falkenlift enden hier
Hier sieht man recht gut, warum das Areal am Fuße des Tegelbergs ideal für Kinder zum Üben ist – insbesondere für die allerersten Schwünge.
Der Adlerlift wurde auch besucht und das Schleppliftfahren funktionierte im Gegensatz zum Pflugbogen top
Dann wieder am Gamslift
Und dann wieder zum Falkenlift
Abendstimmung am frühen Nachmittag am Gamslift... mit Schloß Neuschwanstein, wo ich 1989 interessiert zum Reithlift hinüberblickte, der auf der anderen Seite der Tegelbergbahn näher am Schloss dran verläuft. Leider hatte ich die Spiegelreflex nicht mitnehmen können – das damalige Smartphone hatte keine so gute Kamera und die Digiknipse müsste eigentlich auch schon ersetzt werden. Immerhin beim erstgenannten Gerät habe ich zwischenzeitlich ein neues mit besserer Linse erstanden.
Gott sei Dank Liftschluss! Ich hätte mich sonst nicht mit einen Stopp durchsetzen können – aber mit Kind gemeinsam jede Ab- und Liftfahrt unternehmen ist nach einigen Stunden doch recht anstrengend. Oder auch das Wieder-Einfangen, wenn man mal alleine lässt...
Auf dem Heimweg an jenem eiskalten Dezemberabend fuhren wir an der B 17 noch rechts ran, um den Aufgang des Vollmonds zu beobachten. Hier den Passat als Stativ benutzt – wir liefen dann noch nebenan eine Anhöhe hinauf, um das Schauspiel besser beobachten zu können.
ENDE des ersten gemeinsamen Skitags... kurz nach Neujahr sollte es nach Unterammergau gehen...
- Fortsetzung folgt...