Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
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hch
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Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Nach dem ja Vail Resorts und der Epic pass im https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=12&t=12994&start=1775]Andermatt-Thema aus aktuellem Anlass heiß diskutiert werden ist vielleicht dieser englischsprachige Artikel ganz Interessant:
https://vtskiandride.com/why-is-everyon ... l-resorts/
Er beleuchtet aus sich von Skifahrern in Vemont was die Probleme mit den sehr günstigen Epic und Ikon Saisonpässen sind, und warum man Vail mehr hasst als Alterra, den andern Anbieter. Das ganze deckt sich übrigens sehr mit meinen eigenen Erfahrung vom Skifahren in den USA in den Jahren vor Corona und als Kunde dieser beiden Produkte so wie dem was ich aktuelle von meinen Amerikanischen Freunden höre.
https://vtskiandride.com/why-is-everyon ... l-resorts/
Er beleuchtet aus sich von Skifahrern in Vemont was die Probleme mit den sehr günstigen Epic und Ikon Saisonpässen sind, und warum man Vail mehr hasst als Alterra, den andern Anbieter. Das ganze deckt sich übrigens sehr mit meinen eigenen Erfahrung vom Skifahren in den USA in den Jahren vor Corona und als Kunde dieser beiden Produkte so wie dem was ich aktuelle von meinen Amerikanischen Freunden höre.
- sheridan
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Gute Zusammenfassung der Strategie von Vail. Man will möglichst wetterunabhängig Kohle machen.
Generell ist es wohl schon ein valides Business-Modell, mit 20-30 guten Skigebieten einen Saisonpass anzubieten. Wobei das ja auch in Verbünden wie Magicpass, Tirol Super Ski Card usw funktioniert mit mehreren Akteuren. Als Besitzer hat man aber noch den Vorteil, die ganze Wertschöpfungskette selber zu bespielen. Allerdings vergrault man auch bestimmte Kundengruppen mit Tagespreisen von > $200, das ist aber anscheinend Teil der Strategie.
Das Problem von Spitzenlasten hat man aber nicht gelöst. Die Kohle kommt zwar wetterunabhängig rein, aber die Leute kommen trotzdem in Abhängigkeit vom Wetter oder Kalender.
Generell ist es wohl schon ein valides Business-Modell, mit 20-30 guten Skigebieten einen Saisonpass anzubieten. Wobei das ja auch in Verbünden wie Magicpass, Tirol Super Ski Card usw funktioniert mit mehreren Akteuren. Als Besitzer hat man aber noch den Vorteil, die ganze Wertschöpfungskette selber zu bespielen. Allerdings vergrault man auch bestimmte Kundengruppen mit Tagespreisen von > $200, das ist aber anscheinend Teil der Strategie.
Das Problem von Spitzenlasten hat man aber nicht gelöst. Die Kohle kommt zwar wetterunabhängig rein, aber die Leute kommen trotzdem in Abhängigkeit vom Wetter oder Kalender.
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Beim vielen Skigebieten in Nordamerika (inklusive Vail) musste man zu Corona-Zeiten auch mit Saisonpass die Tage vorher online reservieren, aber das wurde größtenteils wieder abgeschafft.sheridan hat geschrieben: 02.04.2022 - 23:51 Das Problem von Spitzenlasten hat man aber nicht gelöst. Die Kohle kommt zwar wetterunabhängig rein, aber die Leute kommen trotzdem in Abhängigkeit vom Wetter oder Kalender.
Für mich wäre das mit einem Saisonpass ja der Horror. Wobei ich eh primäre an Tagen mit wenig Andrang unterwegs bin, und wenn schon an sonnigen Wochenenden oder Ferientagen dann auch gerne nur nachmittags wenn es eh ruhiger wird.
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Ich denke, dass die aktuellen Probleme dort nur ein temporärer Corona-Effekt sind. Vail hatte ja den Preis vom Epicpass gesenkt, um die Leute in die Skigebiete zurückzuholen, was zu gut funktioniert hat. Gleichzeitig gab es Staffing-Probleme, was Angebots-seitig zu Kürzungen geführt hat. Den Mindestlohn haben sie ja inzwischen schon angehoben, um die Fluktuation zu reduzieren und Corona ist so langsam auch durch. Von daher wird sich das sicher wieder ausbalancieren.
Als Inhaber von Saisonabos finde ich gerade die Auswahl von 40 verschiedenen Skigebieten interessant. Der Ansturm ist ja nicht überall gleich hoch, mit der GR Card habe ich z.B. Davos/A-L auch eher zu Randzeiten gemacht und ein paar kleinere zu den Stosszeiten. Das hat eigentlich gut funktioniert.
Als Inhaber von Saisonabos finde ich gerade die Auswahl von 40 verschiedenen Skigebieten interessant. Der Ansturm ist ja nicht überall gleich hoch, mit der GR Card habe ich z.B. Davos/A-L auch eher zu Randzeiten gemacht und ein paar kleinere zu den Stosszeiten. Das hat eigentlich gut funktioniert.
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
"Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?" Vail hat auch für den Gast unübersehbar Mitarbeiterführung und -Kultur völlig umgekrempelt.
Ehemals war es in USA/CDN so, dass es für junge Leute quasi eine Ehre war, für ein paar Jahre in einem Skigebiet zu arbeiten, zB. vor der weiteren Ausbildung. Das galt insbesondere für Schulabgänger als "epic". Die Bezahlung war eher bescheiden, aber das war auch weniger ein Kriterium.
Episch war vielmehr für die blutjungen Leute, bei der Community dabei gewesen zu sein. Personal gibt es ja (bei den Skipasspreisen...) in Hülle und Fülle in nordamerikanischen Skigebieten, zB. zum manuellen Kontrollieren der Skipässe, oder als Skiguides rumstehend. Gearbeitet wurde zwar auch viel und hart, aber dennoch mit Raum zur menschlichen Entfaltung in der großen Familie sozusagen. Ineffizienzen gab es auch zur Genüge, aber who cares, es soll auch Spass und Ehre dabei sein. Für alle, vom untersten Ticketknipser bis zum obersten Chef.
Sie bekamen wenig, hatten aber eine tolle Zeit, mit vielen Skisessions im Team und mächtigen Parties im Mitarbeiterhaus.
Manche sind geblieben, und bildeten sich zu professionellere Tätigkeiten fort, wie Pistenpatrouille oder spezialisierteres Anlagenpersonal. Für ein Skiresort zu arbeiten, war durchaus angesehen, wegen dem besonderen Spirit in der gesamten Mannschaft. Das wurde auch von der Unternehmensführung geschätzt, Mitarbeiter wurden quasi jedes Jahr wie garantiert nochmals übernommen, falls dies gewünscht wurde.
Hier in den Alpen ist die Arbeitnehmerkultur in Skigebietsbetreibern eher eine andere. Es gilt mehr oder weniger unverblümt "Wir vom Tal mit unserem Dialekt sind wichtig. Ihr von Auswärts seid für alles da, wofür wir keine Lust haben (Fritteuse bedienen, KSB-Notaus drücken...), und dann schleichts euch. "
Daher hat es hier in den Alpen kaum ein besonderes Flair oder Reiz, in einem Skigebiet zu arbeiten. Außer einigen Jungidealisten aus flachen Ländern kommen die Leute überwiegend rein zum Geldverdienen. "Ski-Bums" sind kaum dabei (von Statur und Bauch eher viele Bier-Bums).
Zurück zu Nordamerika: Vail hat hier viel umgekrempelt, und zwar auch die Mitarbeiterkultur. Kurz zusammengefasst wurde aus einem ehemals hoch angesehenen - ja fast vergötterten- Job, eine seelenlose Hire-and-Fire Maschine.
Was sich ehemals cool und relaxed anfühlte, wurde zu einem hoch optimierenden prozessorientierten System à la MacDonalds umgebaut, in dem der Mitarbeiter zur reinen Funktionsfigur degradiert wurden. Personal wird durch "Human Ressources" Abteilungen irgendwo nach irgendwelchen Business Kriterien rekrutiert, statt ehemals der vor Ort wohnende Spezl vom langjährigen Mitarbeiter usw.
Die angekündigte Lohnerhöhung von Vail ist auch vor diesem Hintergrund zu sehen: Mac-Jobs sind nicht attraktiv. Da muss man Geld nachschießen. Schade drum.
Aber auch aus Alpenländischen Skigresorts lässt sich noch viel rausholen, sobald diese Vail-ähnlich von durch Börsennotierung getriebenen Konzernen zusammengekauft und geführt werden. Der Prozess befindet sich jedoch noch in der allerersten Startphase.
Quellen: Beobachtungen in Canada, tolle Zeit mit Locals dort, i-net:, u.a.:
-->
https://www.instagram.com/epicliftlines/
https://www.skitalk.com/threads/epiclif ... com.25702/
https://www.change.org/p/vail-resorts-h ... ccountable
https://mobile.twitter.com/hashtag/epicliftlines
https://www.gofundme.com/f/pcpspa-solidarity-fund
Edit:
Testimonial
https://youtu.be/Kbh1HSGKNs0?t=1049
Auch die Kommentare darunter lesen....
Ehemals war es in USA/CDN so, dass es für junge Leute quasi eine Ehre war, für ein paar Jahre in einem Skigebiet zu arbeiten, zB. vor der weiteren Ausbildung. Das galt insbesondere für Schulabgänger als "epic". Die Bezahlung war eher bescheiden, aber das war auch weniger ein Kriterium.
Episch war vielmehr für die blutjungen Leute, bei der Community dabei gewesen zu sein. Personal gibt es ja (bei den Skipasspreisen...) in Hülle und Fülle in nordamerikanischen Skigebieten, zB. zum manuellen Kontrollieren der Skipässe, oder als Skiguides rumstehend. Gearbeitet wurde zwar auch viel und hart, aber dennoch mit Raum zur menschlichen Entfaltung in der großen Familie sozusagen. Ineffizienzen gab es auch zur Genüge, aber who cares, es soll auch Spass und Ehre dabei sein. Für alle, vom untersten Ticketknipser bis zum obersten Chef.
Sie bekamen wenig, hatten aber eine tolle Zeit, mit vielen Skisessions im Team und mächtigen Parties im Mitarbeiterhaus.
Manche sind geblieben, und bildeten sich zu professionellere Tätigkeiten fort, wie Pistenpatrouille oder spezialisierteres Anlagenpersonal. Für ein Skiresort zu arbeiten, war durchaus angesehen, wegen dem besonderen Spirit in der gesamten Mannschaft. Das wurde auch von der Unternehmensführung geschätzt, Mitarbeiter wurden quasi jedes Jahr wie garantiert nochmals übernommen, falls dies gewünscht wurde.
Hier in den Alpen ist die Arbeitnehmerkultur in Skigebietsbetreibern eher eine andere. Es gilt mehr oder weniger unverblümt "Wir vom Tal mit unserem Dialekt sind wichtig. Ihr von Auswärts seid für alles da, wofür wir keine Lust haben (Fritteuse bedienen, KSB-Notaus drücken...), und dann schleichts euch. "
Daher hat es hier in den Alpen kaum ein besonderes Flair oder Reiz, in einem Skigebiet zu arbeiten. Außer einigen Jungidealisten aus flachen Ländern kommen die Leute überwiegend rein zum Geldverdienen. "Ski-Bums" sind kaum dabei (von Statur und Bauch eher viele Bier-Bums).
Zurück zu Nordamerika: Vail hat hier viel umgekrempelt, und zwar auch die Mitarbeiterkultur. Kurz zusammengefasst wurde aus einem ehemals hoch angesehenen - ja fast vergötterten- Job, eine seelenlose Hire-and-Fire Maschine.
Was sich ehemals cool und relaxed anfühlte, wurde zu einem hoch optimierenden prozessorientierten System à la MacDonalds umgebaut, in dem der Mitarbeiter zur reinen Funktionsfigur degradiert wurden. Personal wird durch "Human Ressources" Abteilungen irgendwo nach irgendwelchen Business Kriterien rekrutiert, statt ehemals der vor Ort wohnende Spezl vom langjährigen Mitarbeiter usw.
Die angekündigte Lohnerhöhung von Vail ist auch vor diesem Hintergrund zu sehen: Mac-Jobs sind nicht attraktiv. Da muss man Geld nachschießen. Schade drum.
Aber auch aus Alpenländischen Skigresorts lässt sich noch viel rausholen, sobald diese Vail-ähnlich von durch Börsennotierung getriebenen Konzernen zusammengekauft und geführt werden. Der Prozess befindet sich jedoch noch in der allerersten Startphase.
Quellen: Beobachtungen in Canada, tolle Zeit mit Locals dort, i-net:, u.a.:
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Zuletzt geändert von Kris am 06.04.2022 - 19:21, insgesamt 2-mal geändert.
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
- sheridan
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Zu den Stories von den guten alten Buddy-Zeiten gehört aber auch, dass in vielen Skigebieten nicht so wirklich auf Rentabilität geachtet wurde und die dann von den Talgemeinden vor der Pleite gerettet werden mussten.
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Ich stimme Kris im großen und ganzen zu. Nur war die Zeit früher auch nicht viel besser. Vail ist ja nicht der erste "Corporate" Skigebietsbetreiber, früher gab es ja auch schon die American Skiing Company, Intrawest, Boyne, etc. Und auch bei den kleinen Gebieten war das Management oft ziemlich ausbeuterisch, was aber ggf den Zusammenhalt der Skibums erst recht fördert.
Als ich mich vor Corona mit einigen Skibums unterhalten hab kam aber noch etwas ganz anderes interessantes zu Tage: früher als die Saisonpässe schon für einzelne Skigebiete extrem teuer waren hat es sich gelohnt trotz schlechter Bezahlung für das Skigebiet zu arbeiten. Jetzt wo Epic und Ikon vergleichsweise billig sind, kann man viel besser irgendeinen anderen Job der besser zahlt annehmen (evtl sogar nur im Sommer) und dann einen oder gar beide großen Saisonpässe kaufen. Mit dem aktuellen post-Corona Arbeitsmarkt um so mehr.
Als ich mich vor Corona mit einigen Skibums unterhalten hab kam aber noch etwas ganz anderes interessantes zu Tage: früher als die Saisonpässe schon für einzelne Skigebiete extrem teuer waren hat es sich gelohnt trotz schlechter Bezahlung für das Skigebiet zu arbeiten. Jetzt wo Epic und Ikon vergleichsweise billig sind, kann man viel besser irgendeinen anderen Job der besser zahlt annehmen (evtl sogar nur im Sommer) und dann einen oder gar beide großen Saisonpässe kaufen. Mit dem aktuellen post-Corona Arbeitsmarkt um so mehr.
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
NZZ hat folgenden Artikel zum Geschäftsmodell Epic Pass von Vail Resorts veröffentlicht. Im Artikel kommt auch Vals und andre Ostschweizer Skigebiete vor.
Aus dem Artikel geht auch hervor, dass sie weitere Europa Skigebiete oder andere nur mit weiteren Schulden einverleiben können. Was zum entsprechenden Schuldendienst führen wird.
Zum Artikel: https://www.nzz.ch/wirtschaft/vail-reso ... ld.1769894
No Business Like Snow Business: The Economics of Big Ski Resorts
Link aus dem Artikel: https://www.theatlantic.com/business/ar ... ts/252180/
abgerufen am 07.01.2024
Aus dem Artikel geht auch hervor, dass sie weitere Europa Skigebiete oder andere nur mit weiteren Schulden einverleiben können. Was zum entsprechenden Schuldendienst führen wird.
Zum Artikel: https://www.nzz.ch/wirtschaft/vail-reso ... ld.1769894
No Business Like Snow Business: The Economics of Big Ski Resorts
Link aus dem Artikel: https://www.theatlantic.com/business/ar ... ts/252180/
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Aus dem NZZ Artikel:
Dennoch ist Vail ein großer Koloss. Bspw. ist die Marktkapitalisierung von Vail mehr als 100x größer, als jene von Téléverbier. D.h Televerbier kaufen die aus der "Portokasse", zumal die auflaufenden Finanzierungskosten wahrscheinlich der aufgekauften Firma umgehängt werden können, und die Dachholding (Vail Resorts inc.) damit besser dasteht. Eine Pointe im modernen Kapitalismus...
Der geniale Communityspirit, der insbesondere kanadische Skigebiete tatsächlich "Epic" macht, ist sowieso dahin, sobald die Krawattenträger von Vail Resorts inc. übernehmen. Und vom Schlepplift bis zur Fritteuse alles zum zu kalkulierten "Profit-Center" degradieren.
Das gibt Hoffnung, dass die nicht Gebiet nach Gebiet in den Alpen aufkaufen können.Im vergangenen Geschäftsjahr betrug der Umsatz 2,9 Milliarden Dollar. Neben dem Umsatz ist auch der Nettogewinn mit rund 300 Millionen Dollar ordentlich. Das einzige Manko in der Bilanz: Vail Resorts hat mit 2,8 Milliarden Dollar relativ hohe Schulden.
Dennoch ist Vail ein großer Koloss. Bspw. ist die Marktkapitalisierung von Vail mehr als 100x größer, als jene von Téléverbier. D.h Televerbier kaufen die aus der "Portokasse", zumal die auflaufenden Finanzierungskosten wahrscheinlich der aufgekauften Firma umgehängt werden können, und die Dachholding (Vail Resorts inc.) damit besser dasteht. Eine Pointe im modernen Kapitalismus...
Das stimmt jedoch so nicht. Zumindest Whistler betreffend, haben die Nutzerzahlen stark zugenommen, seitdem quasi halb Vancouver einen Epic Pass besitzt, und noch dazu Amis aus ganz USA mit ihren Riesen-Rollkoffern aus Billigfliegern in YVR steigen. Resultat: Whistler leidet mittlerweile stark unter Crowding, da kann sich auch eine Sellaronda noch etwas abschneiden von.Bei Vail Resorts jedoch kann es noch deutlich teurer werden: Dass die Firma alles auf den Epic Pass setzt, zeigt sich an den hohen Preisen für Tageskarten: Mit 250 Dollar in Beaver Creek zu Spitzenzeiten lässt man Schweizer Skigebiete deutlich hinter sich. Der Vorteil für die Passinhaber ist, dass es so zu keiner Überfüllung der Pisten kommt.
Der geniale Communityspirit, der insbesondere kanadische Skigebiete tatsächlich "Epic" macht, ist sowieso dahin, sobald die Krawattenträger von Vail Resorts inc. übernehmen. Und vom Schlepplift bis zur Fritteuse alles zum zu kalkulierten "Profit-Center" degradieren.
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- gerrit
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Jimmy Petterson hat mir unlängst von einem weiteren problematischen Aspekt der neuen Tarifpolitik in den USA erzählt: nachdem die Tageskarten ja unverhältnismäßig teuer geworden sind, kaufen natürlich viele einen oder beide Saisonpässe. Und weil ja die Leute in den USA viel weniger Urlaub haben als wir in Europa und um die Saisonkarte auszunützen, geht es jedes Wochenende zum Schifahren und die Gebiete sind extrem überfüllt, die Anfahrt mit dem PKW ist extrem mühsam, es gibt keine Parkplätze bzw. muss man diese vorreservieren und Leute, die sonst eine halbe Stunde ins Skigebiet brauchen sind oft über 3 Stunden mit dem Auto unterwegs.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Naja. In Nordamerika hat man aber in der Regel auch notorisch niedrige Liftkapazitäten - nur mal zum Vergleich: Park City+Deer Valley zusammen haben 132760 P/h - die 3V 282383. Whistler Blackcomb hat eine Liftkapazität von 69939 P/h, die Skiwelt hat 145130.
Irgendwie gibt es in Nordamerika die grobe Unsitte, dass man es akzeptiert, wenn man lange anstehen muss. In Europa werden Lifte, wo sich größere Warteschlangen gebildet ersetzt, nötigenfalls sogar ein zweiter Lift direkt daneben gebaut.
Irgendwie gibt es in Nordamerika die grobe Unsitte, dass man es akzeptiert, wenn man lange anstehen muss. In Europa werden Lifte, wo sich größere Warteschlangen gebildet ersetzt, nötigenfalls sogar ein zweiter Lift direkt daneben gebaut.
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Dafür steht man in Europa dann auf der einzigen schmalen Piste an
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Der Valley + Park City hat aber auch nur 350 km Pisten, 3V 600 km, Whistler hat 200 km und die Skiwelt 270 km. Wenn du solche Vergleiche anstellst, dann musst du schon gleich große Gebiete vergleichen, sonst ergibt das keinen Sinn.j-d-s hat geschrieben: 10.01.2024 - 14:53 Naja. In Nordamerika hat man aber in der Regel auch notorisch niedrige Liftkapazitäten - nur mal zum Vergleich: Park City+Deer Valley zusammen haben 132760 P/h - die 3V 282383. Whistler Blackcomb hat eine Liftkapazität von 69939 P/h, die Skiwelt hat 145130.
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Da hätte ich jetzt eher gedacht, dass Skifahren in den USA ohnedies in Oberschichten-Sport ist und die Leute dort sich ihre Arbeitszeit relativ frei einteilen können oder überhaupt digital nomads sind.gerrit hat geschrieben: 09.01.2024 - 10:53 Und weil ja die Leute in den USA viel weniger Urlaub haben als wir in Europa und um die Saisonkarte auszunützen, geht es jedes Wochenende zum Schifahren und die Gebiete sind extrem überfüllt
Da ist aber generell eine Sache, die ich auch bei uns nicht ganz nachvollziehen kann. Im Raum Innsbruck arbeiten viele Menschen außerhalb der Kernarbeitszeiten. Die schaffen es aber trotzdem nicht, die Skigebiete zu füllen.
Jetzt, wo die Zinsen wieder steigen, wird Rentabilität wieder zum Thema werden.
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
'Im Raum Innsbruck arbeiten viele Menschen außerhalb der Kernarbeitszeiten.'
Well in some sectors perhaps. But after having lived in Ireland and the UK I am still not used to businesses closing here in Innsbruck at lunchtime on Friday. Supermarkets at 7. On Saturdays even earlier. And on Sundays Innsbruck looks completely deserted. This model of permitting only very limited working times and then having everybody flock to the Freizeit Attraktionen at the same time seems ridiculously outdated to me.
Well in some sectors perhaps. But after having lived in Ireland and the UK I am still not used to businesses closing here in Innsbruck at lunchtime on Friday. Supermarkets at 7. On Saturdays even earlier. And on Sundays Innsbruck looks completely deserted. This model of permitting only very limited working times and then having everybody flock to the Freizeit Attraktionen at the same time seems ridiculously outdated to me.
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
It is ....Holländer hat geschrieben: 20.01.2024 - 11:14 This model of permitting only very limited working times and then having everybody flock to the Freizeit Attraktionen at the same time seems ridiculously outdated to me.
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Der amerikanische Skigebietsbetreiber Vail Resorts ist auf der Suche nach weiteren interessanten Kandidaten in Europa.
Info: https://www.blick.ch/wirtschaft/epic-pa ... 56603.html
Info: https://www.blick.ch/wirtschaft/epic-pa ... 56603.html
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Generell ein sehr stark pauschalisierter Vergleich von j-d-s.Seilbahnjunkie hat geschrieben: 20.01.2024 - 07:25Der Valley + Park City hat aber auch nur 350 km Pisten, 3V 600 km, Whistler hat 200 km und die Skiwelt 270 km. Wenn du solche Vergleiche anstellst, dann musst du schon gleich große Gebiete vergleichen, sonst ergibt das keinen Sinn.j-d-s hat geschrieben: 10.01.2024 - 14:53 Naja. In Nordamerika hat man aber in der Regel auch notorisch niedrige Liftkapazitäten - nur mal zum Vergleich: Park City+Deer Valley zusammen haben 132760 P/h - die 3V 282383. Whistler Blackcomb hat eine Liftkapazität von 69939 P/h, die Skiwelt hat 145130.
Man könnte auch noch Winterberg anführen mit ca. 40.000 P/h, das ja demzufolge halb so groß wie Whistler ist...aber die Kapazität eines Skigebiets (und infolgedessen auch die Wartezeiten) hängen von verschiedenen Faktoren ab.
- Länge der Bahn -> je länger, desto mehr Leute braucht man, um Lift und Piste zu füllen
- Typ fix/kuppelbar -> bei der fixen sitzen viel mehr Leute im Lift
- Piste -> um eine Buckelpiste zu füllen, braucht man viel mehr Leute, als für eine Carvingpiste
- Publikum -> Anfänger fahren meist deutlich langsamer, als erfahrene Amateure/Profis
Im Extremfall wäre das so:
Bahn 1 in Europa:
8 KSB mit 4200 P/h Kapazität
5 m/s
500 m Länge
Bergfahrtzeit: 100 s
fortgeschrittenes Publikum -> Abfahrtzeit: 60 s (=30 km/h Durchschnitt)
Umlaufzeit = 160s
3600 : 160 = 22,5 Fahrten/Stunde
4200 : 22,5 = 187 Personen
Bahn 2 in USA:
3SB mit 1400 P/h
2,5 m/s
1500 m Länge
Bergfahrtzeit: 600 s
unterdurchschnittliches Publikum -> Abfahrtzeit: 300 s (=18 km/h Durchschnitt)
Umlaufzeit = 900s
3600 : 900 = 4 Fahrten/Stunde
1400 : 4 = 375 Personen
In dieser Modellrechnung sind also 187 bzw. 375 Personen der Grenzwert, ab dem man Wartezeiten hat.
Und Bahn 2 kann doppelt so viele Leute binden, obwohl sie nur 1/3 der Kapazität von Bahn 1 hat.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
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j-d-s
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Nun, du kannst ja auch mal die typischen Wartezeiten an Liften Nordamerika/Europa vergleichen. Da wirst du erstaunliches feststellen: In Europa gibt es Wartezeiten über 5 Minuten nur selten, also zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Liften - 90% der Liftfahrten dagegen sicher deutlich unter 5 Minuten.
Von den Berichten, die man so von Nordamerika hört, schaut es dort meistens ganz anders aus.
Außerdem sind fixgeklemmte Sessellifte mit 10 Minuten Fahrzeit eh ein Graus. Die gehören schon seit 30 Jahren durch ne KSB ersetzt.
Von den Berichten, die man so von Nordamerika hört, schaut es dort meistens ganz anders aus.
Außerdem sind fixgeklemmte Sessellifte mit 10 Minuten Fahrzeit eh ein Graus. Die gehören schon seit 30 Jahren durch ne KSB ersetzt.
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Chlosterdörfler
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Es stellt sich die Frage, wie viele nordamerikanische Skifahrer bereits hier in den Alpen Ski gefahren sind, um einen Vergleich anstellen zu können. Denn für das Unternehmen kann es aus wirtschaftlichen Gründen durchaus sinnvoll sein, eine fixgeklemmte Sesselbahn weiter zu betreiben. Vorausgesetzt, das wirtschaftliche Umfeld stimmt. Man darf gespannt sein, was passiert, wenn mehrere europäische Skigebiete zum dortigen Verbund stossen werden.j-d-s hat geschrieben: 26.01.2024 - 21:18 Nun, du kannst ja auch mal die typischen Wartezeiten an Liften Nordamerika/Europa vergleichen. Da wirst du erstaunliches feststellen: In Europa gibt es Wartezeiten über 5 Minuten nur selten, also zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Liften - 90% der Liftfahrten dagegen sicher deutlich unter 5 Minuten.
Von den Berichten, die man so von Nordamerika hört, schaut es dort meistens ganz anders aus.
Außerdem sind fixgeklemmte Sessellifte mit 10 Minuten Fahrzeit eh ein Graus. Die gehören schon seit 30 Jahren durch ne KSB ersetzt.
Wer Träume hat der lebt noch.
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Lagorce
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Kurz überprüft, Tageskarte Vail letzten Sonntag, Alter 13-64 Jahre, Liftöffnungszeiten: 08h30-15h30 (für gewisse Bahnen nur 10h00-14h15): USD 289.00 pro Person.
Verfügbarkeit der Tageskarten ist nicht garantiert, wenn man nicht ausreichend frühzeitig die Tageskarte oder das Abonnnement online kauft und das Hotel reserviert hat, kann man dann u.U. dann gar nicht Ski fahren falls ausgebucht.
Weiteres Besipiel (nicht Vail Resorts): Lone Peak Pendelbah, Fahrt dauert ca. 2 min 30 s:
https://bigskyresort.com/lone-peak-tram
Dynamic Picing mit bis über USD 40.00 pro Fahrt, nur Einzelfahrten, keine Tages- oder Wochenkarte (hochgerechnet bis über USD 940.00 pro Stunde Seilbahnfahrzeit).
Profitgier pur. Halte nichts von grossen Gruppen, die rein (oft kurzsichtig) profitorientiert handeln.
Bin strikte gegen die Privatisierung von Skigebieten sowie allgemein öffentlichen Infrastrukturen und Dienstleistungen (Wasser, Abwasser, Erdgas, Elektrizität, Kehrichtabfur, Autobahnen, Tunnels, Eisenbahn und andere ÖV,...). Wenn profitorientierte Privatfirmen was günstiger anbieten können als der Staat, dann ist was grundsätzlich beim Staat faul.
In den USA sind unzählige uralte Krüppelsesselbahnen immer noch in Betrieb, insbes. Fixgeklemmte 2er Sesselbahnen denen man in ziviliserten Ländern schon längst die Betriebsbewillgiung entzogen hätte. Schrottüberreife Sesselbahnen gibt es in den USA am Laufmeter, dazu ist alles noch extrem teuer.
Sogar neue Sesselbahnen nach typischer U.S. Bauart sehen so aus wie solche, die man so etwa vor 25-30 Jahren in Westeuropa baute.
Die einzigen sinnvollen Sesselbahnen in den USA sind solche, die europäische Hersteller nach klassischer moderner europäischer Bauart erstelten (mit Anpassungen für ANSI, UL, NEC, etc.).
Kenne keinen einzigen hstorischen US Seilbahnhersteller, der je was Vernüftiges gebaut hat. Yan, Riblet et al. erstellten allesamt fragwürdige Kernschrottbahnen.
Verfügbarkeit der Tageskarten ist nicht garantiert, wenn man nicht ausreichend frühzeitig die Tageskarte oder das Abonnnement online kauft und das Hotel reserviert hat, kann man dann u.U. dann gar nicht Ski fahren falls ausgebucht.
Weiteres Besipiel (nicht Vail Resorts): Lone Peak Pendelbah, Fahrt dauert ca. 2 min 30 s:
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Dynamic Picing mit bis über USD 40.00 pro Fahrt, nur Einzelfahrten, keine Tages- oder Wochenkarte (hochgerechnet bis über USD 940.00 pro Stunde Seilbahnfahrzeit).
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In den USA sind unzählige uralte Krüppelsesselbahnen immer noch in Betrieb, insbes. Fixgeklemmte 2er Sesselbahnen denen man in ziviliserten Ländern schon längst die Betriebsbewillgiung entzogen hätte. Schrottüberreife Sesselbahnen gibt es in den USA am Laufmeter, dazu ist alles noch extrem teuer.
Sogar neue Sesselbahnen nach typischer U.S. Bauart sehen so aus wie solche, die man so etwa vor 25-30 Jahren in Westeuropa baute.
Die einzigen sinnvollen Sesselbahnen in den USA sind solche, die europäische Hersteller nach klassischer moderner europäischer Bauart erstelten (mit Anpassungen für ANSI, UL, NEC, etc.).
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Skigebiete sind in Europa aber schon auch meistens privat. Nur die kleinen gehören meist noch Gemeinden. Das größte Unternehmen in öffentlicher Hand das mir grad einfällt ist die Zugspitzbahn AG, zugegeben, das ist auch überhaupt das größte in Deutschland. In Kitzbühel gehört der Gemeinde noch knapp die Hälfte. Wie das in der Schweiz aussieht weiß ich nicht so genau, aber die Jungfraubahnen werden z.B. an der Börse gehandelt.
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Chlosterdörfler
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Um das Skigebiet Verbier VS ranken sich Gerüchte. Ein Teil der Aktien (30 Prozent) soll den Besitzer wechseln. Die Gemeinde hält 25 % der Aktien, der Rest ist in anderer Hand.
Rest steht hier: https://www.blick.ch/wirtschaft/unsiche ... 22925.html
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Interview mit Mike Goar Leiter Schweiz
Rest steht hier: https://www.nzz.ch/wirtschaft/vail-reso ... ld.1830329«Eine Amerikanisierung der Skigebiete wäre ein Scheitern»: Für Vail Resorts muss die Schweiz Heidiland bleiben.
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Re: Why Is Everyone So Angry At Vail Resorts?
Das Interview zeigt aber deutlich, dass eben doch Amerikanische Verhältnisse einziehen sollen (nur beim Skipasspreis - noch - nicht):
Er spricht davon:
-Skigebiete müssen profitabel sein, und zwar sofort
-Vertikale Integration ist sehr wichtig (=Investition darin, örtliche Unternehmen aufzukaufen statt zu investieren ins Skigebiet)
-keinerlei Erweiterungen der Skigebiete (Andermatt und Crans-Montana) geplant
Also quasi ein ausquetschen der vorhandenen Skigebiete und sie auf Gewinn trimmen. Investitionen stören da nur, da sie Geld kosten.
Die dringend notwendige Verbindung in Andermatt Gemsstock-Nätschen ist damit wohl vom Tisch (obwohl dafür eine gebrauchte Sesselbahn ausreichen würde), ebenso eine Verbindung nach Dieni-Disentis.
In Crans-Montana wird man wohl nie wieder eine EUB von Aminona hoch bauen.
Der Herr hat ganz offensichtlich nicht verstanden, dass man in Europa große Skigebiete braucht mit Lift/Pisten-Verbindungen und vielen beschneiten Pisten. Logisch, das kennt er aus Nordamerika nicht, da steht er aber auch nicht in Konkurrenz mit deutlich größeren Gebieten wie Verbier/4 Vallees, den Portes du Soleil, der Jungfrauregion oder der Mythenregion+Hoch-Ybrig.
Er spricht davon:
-Skigebiete müssen profitabel sein, und zwar sofort
-Vertikale Integration ist sehr wichtig (=Investition darin, örtliche Unternehmen aufzukaufen statt zu investieren ins Skigebiet)
-keinerlei Erweiterungen der Skigebiete (Andermatt und Crans-Montana) geplant
Also quasi ein ausquetschen der vorhandenen Skigebiete und sie auf Gewinn trimmen. Investitionen stören da nur, da sie Geld kosten.
Die dringend notwendige Verbindung in Andermatt Gemsstock-Nätschen ist damit wohl vom Tisch (obwohl dafür eine gebrauchte Sesselbahn ausreichen würde), ebenso eine Verbindung nach Dieni-Disentis.
In Crans-Montana wird man wohl nie wieder eine EUB von Aminona hoch bauen.
Der Herr hat ganz offensichtlich nicht verstanden, dass man in Europa große Skigebiete braucht mit Lift/Pisten-Verbindungen und vielen beschneiten Pisten. Logisch, das kennt er aus Nordamerika nicht, da steht er aber auch nicht in Konkurrenz mit deutlich größeren Gebieten wie Verbier/4 Vallees, den Portes du Soleil, der Jungfrauregion oder der Mythenregion+Hoch-Ybrig.