Alte Skihelme / Ski entsorgen
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Alte Skihelme / Ski entsorgen
Über die Jahre hinweg haben sich doch einige ältere Modelle von Helmen angesammelt.
Jetzt ist die Frage - was macht man eigentlich damit, wenn man sie entsorgen will? Kann man die in die Altkleidersammlung geben?
Genauso ist es ja eigentlich mit alten Ski. Was macht ihr denn damit?
Danke für euren Input.
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EIN FRANKE IM LÄNDLE
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Onlinephifue
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Alte Skier landen bei uns in der Regel auf der Skibank, da halten sie dann noch ein paar Jahre bis sie komplett zerfallen. Daran sieht man auch gut welche Skier wirklich eine gute Qualität haben. Komplett kaputte Skier können wir bei einem Skiverleih, dessen Besitzer wir kennen am Ende der Saison einfach mit in die Tonne hauen.
Alte Helme landen sofern sie ihre Lebensdauer erreicht haben, irgendwann wenn man wieder auf den Wertstoffhof kommt im Sperrmüll. Ansich gbt es ja bei Helmen wie etwa bei Autoreifen ein Alter ab wann der Schaumstoff porös wird und schneller bricht, demnach würde ich keine Helme die älter sind als 5 Jahre mehr tragen. Und nachdem in der Altkleidersammlung nicht gewährleistet werden kann, dass der Helm schon einen schwereren Sturz hatte denke ich nicht das Skihelme geeignet für Spenden sind.
Alte Helme landen sofern sie ihre Lebensdauer erreicht haben, irgendwann wenn man wieder auf den Wertstoffhof kommt im Sperrmüll. Ansich gbt es ja bei Helmen wie etwa bei Autoreifen ein Alter ab wann der Schaumstoff porös wird und schneller bricht, demnach würde ich keine Helme die älter sind als 5 Jahre mehr tragen. Und nachdem in der Altkleidersammlung nicht gewährleistet werden kann, dass der Helm schon einen schwereren Sturz hatte denke ich nicht das Skihelme geeignet für Spenden sind.
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chatmonster
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Im Grunde ist beides Restmüll. Heißt beim Helm Tonne (passt er ja rein), beim Ski halt Sperrmüll.
Am Recyclinghof hier bei uns würde man mit einem Helm weggeschickt, weil passt ja in die Tonne.
Sperrmüll ist nur das, was Restmüll ist, aber nicht in die Hausmülltonne passt..
Am Recyclinghof hier bei uns würde man mit einem Helm weggeschickt, weil passt ja in die Tonne.
Sperrmüll ist nur das, was Restmüll ist, aber nicht in die Hausmülltonne passt..
Schöne Grüße
- snowflat
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Je nachdem wie alt ... der Skiclub bei uns macht jedes Jahr im November einen Skibasar. Sehr professionell aufgezogen das ganze.
Man gibt die Sachen (natürlich noch verkaufsfähig) am Vortag ab, wird bei Bedarf bezüglich des möglichen Verkaufspreises beraten. Es werden dann Etiketten erstellt, welche vom WSV an der Ware angebracht werden. Man erhält einen Beleg (mit Abholabschnitten) über die abgegebenen Artikel. Der WSV verkauft die Waren im Auftrag. Beim Verkauf wird man von wirklich fachkundigen WSV-Personal beraten. Wenn der Basar zu Ende ist, geht man mit den Abholabschnitten zur Auszahlungsstation und erhält für die verkaufte Ware den Verkaufserlös abzüglich der Spende zur Deckung der Kosten die der WSV mit der Orga hat. Sollte natürlich etwas nicht verkauf werden, muss man die Artikel wieder mitnehmen.
Eine sehr gute Sache günstig an gebrauchtes Material zu kommen und es muss nicht vernichtet werden, sollte natürlich noch brauchbar sein
Man gibt die Sachen (natürlich noch verkaufsfähig) am Vortag ab, wird bei Bedarf bezüglich des möglichen Verkaufspreises beraten. Es werden dann Etiketten erstellt, welche vom WSV an der Ware angebracht werden. Man erhält einen Beleg (mit Abholabschnitten) über die abgegebenen Artikel. Der WSV verkauft die Waren im Auftrag. Beim Verkauf wird man von wirklich fachkundigen WSV-Personal beraten. Wenn der Basar zu Ende ist, geht man mit den Abholabschnitten zur Auszahlungsstation und erhält für die verkaufte Ware den Verkaufserlös abzüglich der Spende zur Deckung der Kosten die der WSV mit der Orga hat. Sollte natürlich etwas nicht verkauf werden, muss man die Artikel wieder mitnehmen.
Eine sehr gute Sache günstig an gebrauchtes Material zu kommen und es muss nicht vernichtet werden, sollte natürlich noch brauchbar sein
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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seiiim
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Betreffend Entsorgung ist die einzig wahre Lösung das an den Hersteller zurückzugeben- oft übernehmen das auch gerne Sportgeschäfte mit Partnerschaften wenn man selbst nicht gerade in der Gegend des Herstellers ist (und bieten dann auch kleine Boni oder Goodies an). Grund dafür sind in beiden Fällen die eingesetzten Materialien, im Speziellen beim Ski Ober- und Untergurt (da reißfest) und beim Helm die Schale (Annahme Schalenhelm). Ich hab selbst viel Erfahrung in der Abfallwirtschaft und weiß daher wovon ich rede wenn ich sage, dass das grobe Probleme in der Müllsortierung und -entsorgung macht.
Darüber hinaus freut sich die F&E der Hersteller wenn sie unter "real life Bedingungen" benutztes Zeug zurückkriegen um daraus ihre Schlüsse für weitere Entwicklungen ziehen können.
Das betrifft nur den Fall der tatsächlichen Entsorgung, natürlich sollte man schauen ob man die Dinger noch weitergeben oder wiederverwenden kann (mal ehrlich gerade beim Ski, wann sind schon beide Ski mit allen 4 Teilen der Bindung kaputt?)
Darüber hinaus freut sich die F&E der Hersteller wenn sie unter "real life Bedingungen" benutztes Zeug zurückkriegen um daraus ihre Schlüsse für weitere Entwicklungen ziehen können.
Das betrifft nur den Fall der tatsächlichen Entsorgung, natürlich sollte man schauen ob man die Dinger noch weitergeben oder wiederverwenden kann (mal ehrlich gerade beim Ski, wann sind schon beide Ski mit allen 4 Teilen der Bindung kaputt?)
- Oscar
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Die meisten Helme haben Ablagefrist von 10 Jahrenphifue hat geschrieben: 08.05.2024 - 12:41 ...
Alte Helme landen sofern sie ihre Lebensdauer erreicht ..., demnach würde ich keine Helme die älter sind als 5 Jahre mehr tragen. ...
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Toposlopos
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Die TOUR hat mal 10 Jahre alte, benutzte Radhelme gegen das gleiche Modell in neu getestet. Ging, weil UVEX den FP1 ewig hergestellt und auch den entsprechenden Prüfstand zur Verfügung gestellt hat. Ergebnis: kein Unterschied, null.phifue hat geschrieben: 08.05.2024 - 12:41 Alte Skier landen bei uns in der Regel auf der Skibank, da halten sie dann noch ein paar Jahre bis sie komplett zerfallen. Daran sieht man auch gut welche Skier wirklich eine gute Qualität haben. Komplett kaputte Skier können wir bei einem Skiverleih, dessen Besitzer wir kennen am Ende der Saison einfach mit in die Tonne hauen.
Alte Helme landen sofern sie ihre Lebensdauer erreicht haben, irgendwann wenn man wieder auf den Wertstoffhof kommt im Sperrmüll. Ansich gbt es ja bei Helmen wie etwa bei Autoreifen ein Alter ab wann der Schaumstoff porös wird und schneller bricht, demnach würde ich keine Helme die älter sind als 5 Jahre mehr tragen. Und nachdem in der Altkleidersammlung nicht gewährleistet werden kann, dass der Helm schon einen schwereren Sturz hatte denke ich nicht das Skihelme geeignet für Spenden sind.
Das gute Zeug nach fünf Jahren zu entsorgen ist fette Umweltverschmutzung da Sondermüll, der nur thermisch verwertet werden kann.
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Ich denke das ist wie so oft anwenderabhängig. Wie bei allen anderen Sportgeräten auch (bestes Beispiel Ski) werden die für eine bestimmte Anzahl an Nutzungstagen ausgelegt, da die Sportartikelhersteller ja bestrebt sind wieder neues Zeug zu verkaufen und machen daher das alte nicht "unendlich" haltbar. Wenn ich nun ggf. ~80 Skitage/ Saison habe ist das Zeug schneller durch als bei jemandem mit ~10. Daher finde ich die Zeit als Maßstab herzunehmen nicht vollends richtig, sondern würde auch nach den Nutzungstagen gehen. Bei Schutzausrüstung sollten auch die "Stürze"/Einsätze betrachtet werden- bei Helmen nie mehr als 3x! Und "Stürze" deshalb da auch z.B. vom Tisch auf den Boden fallen aus Sicht des Helmes ein Sturz ist.Toposlopos hat geschrieben: 09.05.2024 - 00:41 Das gute Zeug nach fünf Jahren zu entsorgen ist fette Umweltverschmutzung da Sondermüll, der nur thermisch verwertet werden kann.
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gfm49
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Kunststoffe (Helme) altern auch ohne Nutzung im Lauf der Zeit (z.B. Versprödung)seiiim hat geschrieben: 12.05.2024 - 19:08 werden die für eine bestimmte Anzahl an Nutzungstagen ausgelegt, da die Sportartikelhersteller ja bestrebt sind wieder neues Zeug zu verkaufen und machen daher das alte nicht "unendlich" haltbar. Wenn ich nun ggf. ~80 Skitage/ Saison habe ist das Zeug schneller durch als bei jemandem mit ~10. Daher finde ich die Zeit als Maßstab herzunehmen nicht vollends richtig, sondern würde auch nach den Nutzungstagen gehen. Bei Schutzausrüstung sollten auch die "Stürze"/Einsätze betrachtet werden- bei Helmen nie mehr als 3x! Und "Stürze" deshalb da auch z.B. vom Tisch auf den Boden fallen aus Sicht des Helmes ein Sturz ist.
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Ganz genau, das sowiesogfm49 hat geschrieben: 13.05.2024 - 09:24 Kunststoffe (Helme) altern auch ohne Nutzung im Lauf der Zeit (z.B. Versprödung)
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Toposlopos
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Da liegst du - teilweise zum Glück! - vollkommen falsch. Der Vergleich mit Ski trägt nicht, da diese aus ganz anderen Materialien hergestellt sind und zudem auch im Gebrauch ganz erheblich mechanisch abgenutzt werden. Letzteres ist bei Helmen nicht der Fall, folglich sind die Materialeigenschaften entscheidend. Skihelme bestehen aus Polystyrol, d.i. der Hartschaum, welcher die Schutzwirkung bereitstellt. In der Regel ist dieser überzogen mit einer dünnen Schicht anderen Kunststoffs, weil das hübscher aussieht. Im Skimo-Bereich findet man vereinzelt aber auch Modelle bei denen, um das letzte Gramm zu sparen, auf diesen Überzug verzichtet wird. So weit, so gut. Die Verrottungszeit von Polystyrol in freier Natur ohne mechanische oder thermische Einflüsse beträgt 6000 Jahre bis unendlich. Sechstausend deshalb, weil die Modelle nicht weiter reichen. Ergo, ob du jetzt ein paar hundert Tage mehr oder weniger damit durch die Gegend ömmelst, spielt überhaupt keine Rolle. Ein paar hundert Tage stellen aber mit Leichtigkeit schon mehrere Skifahrerleben dar.seiiim hat geschrieben: 12.05.2024 - 19:08Ich denke das ist wie so oft anwenderabhängig. Wie bei allen anderen Sportgeräten auch (bestes Beispiel Ski) werden die für eine bestimmte Anzahl an Nutzungstagen ausgelegt, da die Sportartikelhersteller ja bestrebt sind wieder neues Zeug zu verkaufen und machen daher das alte nicht "unendlich" haltbar. Wenn ich nun ggf. ~80 Skitage/ Saison habe ist das Zeug schneller durch als bei jemandem mit ~10. Daher finde ich die Zeit als Maßstab herzunehmen nicht vollends richtig, sondern würde auch nach den Nutzungstagen gehen. Bei Schutzausrüstung sollten auch die "Stürze"/Einsätze betrachtet werden- bei Helmen nie mehr als 3x! Und "Stürze" deshalb da auch z.B. vom Tisch auf den Boden fallen aus Sicht des Helmes ein Sturz ist.Toposlopos hat geschrieben: 09.05.2024 - 00:41 Das gute Zeug nach fünf Jahren zu entsorgen ist fette Umweltverschmutzung da Sondermüll, der nur thermisch verwertet werden kann.
Der Vergleich mit anderen Kunststoffen im Sinne von Versprödung verbietet sich im Übrigen ebenfalls. Da geht es um die Verflüchtigung von Weichmachern, begünstigt durch UV-Einstrahlung. Warum? Ganz einfach, Polystyrol enthält keine Weichmacher.
Dass mit den drei Stürzen ist leider auch unzutreffend. Weiß auch nicht, wo du das her hast. Reißt das Material, hast du auch schon beim ersten Sturz eine erhebliche Beeinträchtigung der Schutzwirkung. Wobei vom Tisch auf den Boden - oder gerne auch übereifrige Liftbügelschließer - wesentlich belastender sein dürften, als die allermeisten Stürze beim Skifahren, bei denen der Kopf in der Regl überhaupt nicht hart aufschlägt.
Interessant ist, wie unterschiedlich das Thema Austausch nach Sturz behandelt wird. Die Schutzausrüstungsindustrie spielt immer die Angstkarte. Im Radsportbereich wird sehr aggressiv die Forderung, 'nach jedem Sturz immer austauschen, auch wenn am Helm gar nichts zu sehen ist', erhoben. Im Skibereich gibt's das nicht. Habt ihr euch mal gefragt, warum das so ist? Ganz einfach, weil man dann keine 200€-Helme mehr verkaufen könnte, da der Durchschnittsskifahrer sich 2-3 Mal die Woche lang macht und das dann sehr nervig wird. Auch die 5-10 Helme, die ein Tag Anfängerkurs verschlingen würde, gingen ziemlich ins Geld. Da sieht man mal schön, wie kontingent der ganze Werbeblödsinn ist.
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gfm49
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
https://www.ski-online.de/tipps-infos/t ... ngsprozess.Toposlopos hat geschrieben: 13.05.2024 - 15:53
Der Vergleich mit anderen Kunststoffen im Sinne von Versprödung verbietet sich im Übrigen ebenfalls. Da geht es um die Verflüchtigung von Weichmachern, begünstigt durch UV-Einstrahlung. Warum? Ganz einfach, Polystyrol enthält keine Weichmacher.
Ich glaube nicht, daß beim DSV Verkaufsinteressen dahinter stehen
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
@Toposlopos und ich verbitte mir solche Angriffe. Wer lesen kann ist klar im Vorteil- ich habe den Kontext in dem meine Aussagen stehen und worauf sie sich beziehen über Gebühr klar gemacht. Wie bereits erwähnt habe ich sowohl in der Entsorgung als auch in der Produktentwicklung von Alpinsportgeräten umfassende Erfahrung, dass ich meine Expertise hier teile sollte honoriert und nicht runtergemacht werden. Alleine dass man sich dafür rechtfertigen muss, nehme ich als mittlere Frechheit wahr.Toposlopos hat geschrieben: 13.05.2024 - 15:53 Da liegst du - teilweise zum Glück! - vollkommen falsch. [...]
Der Vergleich mit anderen Kunststoffen im Sinne von Versprödung verbietet sich im Übrigen ebenfalls. [...]
Dass mit den drei Stürzen ist leider auch unzutreffend. Weiß auch nicht, wo du das her hast. [...]
Das mit den drei Stürzen (maximal!) wird von der FIS ausgegeben, damit die (Schalen-)Rennhelme die FIS-Zertifizierung bekommen um für die FIS Wettkämpfe zugelassen zu werden. Die von @Toposlopos genannten Mittelwerte sind selbstredend absolut nicht stichhaltig und hanebüchen, wenn man nun wohlwollend denkt ist der einzige Konsens, dass es den Gast auf andere Weise aufstellt als den Rennfahrer. Wie ich bereits sagte, ist es anwenderabhängig.
Um hier mit Beispielen zu arbeiten: Vermutlich wird es einen Rennfahrer gemessen an den Skitagen weniger oft zerbröseln als den Gast. Dennoch ist es mir wichtig, wenn es mich bei sagen wir 80/100/120km/h auf einer vereisten Rennpiste doch mal aufstellen sollte, dass die Zertifizierung greift und der Helm hebt. Sonst raschelt es da anders. In diesem Fall sind dann auch Umwelt und Kosten für den Austausch nachrangig.
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Ja nach Zustand kannst du das auch an Jugendheime, Freizeiteinrichtungen usw spenden. Die freuen sich wenn mal „neues“ Matrial da ist.
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Der DSV bzw. sein Magazin übernimmt einfach die Verlautbarungen der Industrie. Die führen keine eigenen Untersuchungen durch. Richtigerweise behaupten sie das auch nicht. Darüber hinaus ist zu sehen, dass das Magazin null direkte Einnahmen aus Verkäufen erzielt, also (vermutlich rein) werbefinanziert ist. So liest es sich denn auch. Fairerweise muss man sagen, dass über die letzten Jahre und Jahrzehnte, der Anteil der Einnahmen der Presse durch Verkäufe drastisch zurückgegangen sind. Und auch früher waren kritische Tests, wie jener der TOUR, die absolute Ausnahme.gfm49 hat geschrieben: 13.05.2024 - 16:59https://www.ski-online.de/tipps-infos/t ... ngsprozess.Toposlopos hat geschrieben: 13.05.2024 - 15:53
Der Vergleich mit anderen Kunststoffen im Sinne von Versprödung verbietet sich im Übrigen ebenfalls. Da geht es um die Verflüchtigung von Weichmachern, begünstigt durch UV-Einstrahlung. Warum? Ganz einfach, Polystyrol enthält keine Weichmacher.
Ich glaube nicht, daß beim DSV Verkaufsinteressen dahinter stehen
Aber davon mal ab, gehen wir die Aussagen doch mal sachlich durch:
1. Durch mehrjährigen, starken Gebrauch verliert der Ski an Spannung. Das wirkt sich negativ auf die Fahreigenschaften aus: Der Ski büßt an Agilität und Kantengrip ein, das Fahren erfordert einen größeren Kraftaufwand. Außerdem nutzen sich Kanten und Belag mit der Zeit ab und werden dünn.
=> Hier werden mechanische Abnutzung und natürliche Alterung in irriger Weise vermengt. Das Thema Spannungsverlust trifft auch eher auf billige Konstruktionen zu. Ski für den Abfahrtsrennlauf werden, ist erst mal ein richtig schnelles Paar gefunden, oft bis zum absoluten Ende der Kante genutzt.
2. Der Kunststoff, aus dem das Bindungsgehäuse der Skibindung besteht, wird mit der Zeit spröde, da sich der Weichmacher verflüchtigt. Mit den Jahren steigt deshalb die Gefahr eines Gehäusebruchs.
=> Das stimmt schon. Trifft natürlich auf Vollmetallkonstruktionen nicht zu. Mir aber schon mit einer Marker M54 passiert. Gebrochen ist der untere Teil des Hinterbackens, also das Federgehäuse. Marker hat da einen ganz billigen Spritzkunststoff verwendet, die eigentlichen Aufnahmen für die Sohle sind wesentlich hochwertiger, da faserverstärkt. Derartiges Versagen kündigt sich sehr deutlich durch Rissbildung an. Hätte man sehen können, passiert mir nicht noch einmal. War aber auch nicht schlimm. Fahre auf dem Freerider eine Salomon 997 Carbon von '94, die hat nichts. Gesamtqualität ist einfach um Welten besser. Das mit der Marker war aber auch nach 25 Jahren, nicht nach 8.
3. Darüber hinaus altert auch das mechanische Federsystem, auf dem die Sicherheitsfunktion der Bindung basiert. Durch die allmähliche Ermüdung des Federsystems verringern sich die Haltekräfte der Skibindung, im schlimmsten Fall kommt es zum Federbruch.
=> Wer das befürchtet, kann ja seine Bindung von Zeit zu Zeit überprüfen lassen. Von Federbruch habe ich noch niemals gehört. Bei außenliegenden Federn (Stichwort: Telemark) mag das durch Korrosion möglich sein. Die innenliegenden Federn von Alpinbindungen sind sehr massiv, liegen im Fett und sind kaum belastet.
4. Auch der Skischuh unterliegt einem Alterungsprozess. Der Schuh verliert an Festigkeit, es ist keine optimale Übertragung der Kräfte auf Bindung und Ski mehr möglich.
=> Das ist sogar regelrecht falsch: Durch die sich verflüchtigenden Weichmacher wird der Schuh tatsächlich härter. Natürlich kommt es irgendwann zur Versprödung, dann zur Rissbildung und dann ist irgendwann Schluss. Muss man sich halt hin und wieder mal angucken. Meine Schuhe von '00 sind jedenfalls noch gut.
5. Ist die Skischuhsohle stark ab gelaufen, kann sie im Zusammenspiel mit der Bindung nicht mehr optimal funktionieren. Das beeinträchtigt die Sicherheit enorm!
=> Joa, krass! Dann natürlich gleich entsorgen! Oder man schraubt sich ein neues Absatzteil drunter.
6. Helm und Protektoren können nicht neu genug sein! Der Kunststoff und das so wichtige Stoßdämpfungsmaterial im Inneren des Helms unterliegen einem Alterungsprozess. Das Dämpfungsmaterial wird über die Jahre porös und bricht mit zunehmendem Alter auf.
=> Jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema. Auch hier wird vieles unsachgemäß durcheinandergeworfen und eben auch leider falsch dargestellt. Polystyrol (EPS) unterliegt eben fast keiner Degradation allein über die Zeitachse oder durch UV-Einstrahlung - daher die nicht messbaren Verrottungszeiten, die übrigens jeder, der's nicht glaubt, im Handumdrehen googlen kann. Was ökologisch ein großes Problem darstellt - und schon für sich betrachtet einen sehr guten Grund gegen vorzeitige Entsorgung -, kommt dem Helmträger zugute. Verschlechterung der Sicherheitsfunktion kann demzufolge nämlich allein durch mechanische Belastung bewirkt werden. Reißt das Material sichtbar - bedingt etwa durch einen heftigen Sturz -, ist die Schutzfunktion, namentlich die Fähigkeit, den Druck auf eine möglichst große Fläche zu verteilen, sehr deutlich herabgesetzt, und man sollte den Helm dringend entsorgen, sofern man auf diese Wert legt. Was den Helm zudem schädigen kann, sind sogenannte, von außen nicht sichtbare Mikrofrakturen des Materials, bedingt durch kleinere mechanische Belastungen - der berühmte Liftbügel, Fallenlassen aus geringer Höhe etc. Das führt zu einem geringen Nachlassen der Schutzwirkung. Muss dann jeder selbst nachhalten, ob das vorgekommen ist und wie wichtig ihm das ist. Ich für meinen Teil würde das schlicht ignorieren. Die Skiverleiher tun das ganz sicher. (Von wegen drei Stürze - dann gäb's beim Kinderkurs jeden Morgen und jeden Mittag ne Runde neue Helme aufs Haus...
Was die Protektoren anbelangt, unterliegen die aufgrund anderer Materialien ganz anderen Gesetzen. Dass das in dem DSV-Beitrag zusammengeworfen wird, belegt nur, wie schlecht der eigentlich ist. Viele Protektorenwesten, insbesondere für den normalen - also nicht Park - Kinderskilauf bestehen aus festem Schaumstoff. Die kann man natürlich gebraucht kaufen, weil die sich durch Schlagwirkung nicht wirklich abnutzen. Gleiches gilt für Hartplastikprotektoren, sofern diese nicht gebrochen sind. Natürlich kommt es hier zu einer Verflüchtigung der Weichmacher über die Zeit. Aber ohne UV-Einwirkung vollzieht sich das über Zeiträume, nach denen eher der Textilanteil aufgibt. Zudem ist es keineswegs so, dass das nicht erkennbar wäre. Den Leuten eine Zweitverwendung ausreden zu wollen, ist schlichtweg Beutelschneiderei und befördert die überflüssige Vermüllung des Planeten.
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Jein, aber großteils falsch. Jeder Ski kann mit genug "Willen" an Spannung verlieren- konkretes Beispiel Buckelpiste (ist immer Extrembeanspruchung) oder einfach mehr Skitage als worauf er ausgelegt ist, da ist dann auch die Konstruktion nebensächlich. Aufgrund deiner bisherigen Statements würde ich mal deine Ahnung von Rennlauf infrage Stellen, wobei auch wenn die Aussage über den Abfahrtski nicht per se falsch ist, da weit mehr Faktoren zusammenspielen, das kann man nicht so herunterbrechen.Toposlopos hat geschrieben: 18.05.2024 - 15:47 Das Thema Spannungsverlust trifft auch eher auf billige Konstruktionen zu. Ski für den Abfahrtsrennlauf werden, ist erst mal ein richtig schnelles Paar gefunden, oft bis zum absoluten Ende der Kante genutzt.
Falsch! Passiert im Rennlauf bzw. bei Rennski öfter als einem lieb ist, ich möchte fast sagen der am häufigsten auftretende Bruch bei Bindungen.Toposlopos hat geschrieben: 18.05.2024 - 15:47 3. Darüber hinaus altert auch das mechanische Federsystem, [...]
Von Federbruch habe ich noch niemals gehört.
Falsch!Toposlopos hat geschrieben: 18.05.2024 - 15:47 Durch die sich verflüchtigenden Weichmacher wird der Schuh tatsächlich härter.
Nein die Skiverleiher achten genau darauf! Haben ja auch eigene Test- und Prüfgeräte dafür, unter anderem dass eben solche Mikrorisse schneller erkannt werden.Toposlopos hat geschrieben: 18.05.2024 - 15:47 Muss dann jeder selbst nachhalten, ob das vorgekommen ist und wie wichtig ihm das ist. Ich für meinen Teil würde das schlicht ignorieren. Die Skiverleiher tun das ganz sicher. (Von wegen drei Stürze - dann gäb's beim Kinderkurs jeden Morgen und jeden Mittag ne Runde neue Helme aufs Haus...
Und nochmal, das Thema drei Stürze besteht für Rennhelme in Schalenform- und hier reden wir von richtigen Stürzen. Also nicht wenn der Knirps im Kinderland umfällt oder du nach dem Apres Ski aus den Ski kippst.
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
Davon höre ich zum ersten Mal. Auch Google findet nichts dazu. Könntest du mir bitte so ein Prüfgerät verlinken? Danke.seiiim hat geschrieben: 21.05.2024 - 08:19 Nein die Skiverleiher achten genau darauf! Haben ja auch eigene Test- und Prüfgeräte dafür, unter anderem dass eben solche Mikrorisse schneller erkannt werden.
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Re: Alte Skihelme / Ski entsorgen
@Toposlopos nein, dafür fehlt mir aktuell die Zeit. Bitte dafür um Verständnis, zu einem späteren Zeitpunkt gerne.
Was ich weiß verwendet Bründl die an allen größeren Standorten sowie die Serviceleute im Weltcup- aber ob das von Sweet/ Uvex kommt oder von Mips direkt kann ich nicht sagen.
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