Zukunft der Mobilität!?

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!
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Chlosterdörfler
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Hakusan City High-Speed ​​Railway Visitor Center

Das Museum wurde direkt an die Shinkansen-Wartungsanlagen angebaut. Wer den Film mit deutschen Untertitel ansieht, bekommt einen kleinen Einblick in das Zugsystem. Dazu, wie die japanische Zugkultur an die nächste Generation weiter gegeben wird. Zeitbedarf: 40:32 Minuten

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Für mich ist das japanische Eisenbahnsystem eines der besten der Welt und nicht nur die Shinkansen Strecken. Vom Servicegedanken und dem inszenierten Eisbahnerlebnis sind die meisten europäischen Eisenbahnen Lichtjahre entfernt.


E-Fuel Forschung

Klimaneutrales E-Fuel aus einem bioelektrischen Prozess gewonnen. Das Sporomusa ovata ist ein Bakterium, das in einem Anaeroben Milieu (Sauerstoff frei) gedeiht. Und steht bei den Forschern hoch im Kurs.

Studie Titel: Sporomusa ovata as Catalyst for Bioelectrochemical Carbon Dioxide Reduction: A Review Across Disciplines From Microbiology to Process Engineering
Auszug
Elektrotrophe Organismen wie Sporomusa ovata sind in der Lage, die von Elektroden gesammelten Elektronen als Energiequelle zu nutzen. Zusammen mit der autotrophen Fähigkeit, komplexe organische Verbindungen aus Kohlendioxid (CO₂) herzustellen, ermöglichen diese Fähigkeiten die Produktion verschiedener Chemikalien in einem Prozess, der als mikrobielle elektrochemische Synthese (MES; Jourdin und Burdyny, 2020) bezeichnet wird. Da die MES die Herstellung von Chemikalien aus CO₂ und erneuerbarer Energie ermöglicht (Abbildung 1), fördert sie die Reduzierung von CO₂-Emissionen und ermöglicht die Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft.

Die wichtigsten bisher berichteten Produkte von MES sind Essigsäure, Ethanol, n-Buttersäure, n-Butanol, Hexansäure und n-Hexanol (Jourdin und Burdyny, 2020). Unter diesen stellt Acetat in 75 % aller Studien das Produkt dar (Flexer und Jourdin, 2020). Die weltweite industrielle Acetatproduktion liegt bei 3,5 Millionen Tonnen (Jourdin et al., 2020) und trotz der politischen Bemühungen zum Klimaschutz durch die Verringerung des Erdölverbrauchs werden immer noch 90% aus fossilem Öl und Gas hergestellt (Vidra und Nemeth, 2018). Die Hauptbedeutung von Acetat liegt in seiner Rolle als C2-Plattformchemikalie, die zur Herstellung einer Vielzahl verschiedener Produkte in der organischen Chemieindustrie verwendet wird. Ausgehend von Acetat kann z. B. Essigsäureanhydrid durch Kettenverlängerung hergestellt werden, das anschließend in Celluloseacetat umgewandelt wird. Celluloseacetat wird zur Herstellung von Textilfasern, Zigarettenfiltern und Kunststoffen verwendet (Bajracharya, 2016; Falcke et al., 2017).
Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9253864/

Wer nicht lesen mag, kann auch diesen Film ansehen, in Deutsch. Wenn ihr danach von CO₂ Elefanten und Elektropinguinen im Schulunterricht redet, bin ich nicht verantwortlich. Zeitbedarf: 10:17 Minuten


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Chlosterdörfler
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Eine weitere Möglichkeit für klimaneutralen Flugtreibstoff

Alternative zur Herstellung von CO₂-neutralem Flugtreibstoff und Diesel 10 %. Bei diesem Ansatz wurde das Bakterium Clostridium autoethanogenum für den industriellen Einsatz gentechnisch verändert. Wer mehr wissen möchte, kann sich die Links im Film Quellenverzeichnis ansehen.

https://youtu.be/R7DohGfnh80?si=wiH42r17yvgnwycv
Zeitbedarf: ca. 12:35
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Mobilitätsforscherin Kathrin Karola Viergutz hat diesen Vortrag unterhaltsam präsentiert. Danke, liebe Öffis! Zeitbedarf: 10:18 Minuten

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Stellt euch folgende Situation vor: Nach der Arbeit steigt ihr erschöpft von einem langen Tag in euer Auto. Entspannt schliesst ihr die Augen und lauscht der neuesten Folge eures Lieblingspodcasts, während sich euer Auto ganz von alleine durch den nervigen Feierabendverkehr schlängelt. Zu Hause angekommen, streckt ihr euch, klopft dem Auto dankbar auf das Armaturenbrett, steigt aus und freut euch auf den wohlverdienten Feierabend, während sich das Auto auf die Suche nach dem nächsten Parkplatz macht.

Zu schön, um wahr zu sein? Ist es auch. Zumindest noch. Die Mobilitätsforscherin Kathrin Viergutz untersucht, ob autonomes Fahren die Situation auf unseren Strassen verbessern kann und ob es vielleicht sogar besser für die Umwelt ist. Kleiner Teaser: Der ÖPNV könnte dafür eine wichtige Rolle spielen. In ihrem Science-Slam-Vortrag erfahrt ihr, warum autonome Fahrzeuge in Zukunft so wichtig sein werden – und was Begriffe wie „autonom“, „selbstfahrend“ oder „hochautomatisiert“ bedeuten.
Quelle: Filmtext

Was sie übersehen hat, auch Lkw Fernfahrer gehen in Rente. Das wäre ein Thema für einen neuen Vortrag.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Wird die Deutsche Bahn jemals besser?

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Zeitbedarf: 27:03 Minuten

Erstens sollten die finanziellen Fehlanreize (Streckenunterhalt und Bahnhöfe) auf gesetzlicher Ebene angegangen werden.
Zweitens muss ein Finanzfonds für den Unterhaltsbedarf und für Neubaumassnahmen eingerichtet werden. Damit dieser nicht mehr vom jährlichen Bundeshaushalt bzw. der Prioritätensetzung der jeweiligen Regierung abhängig ist.
Drittens: Der Servicegedanke gegenüber den Kunden ist bei einigen Managern und Mitarbeitern ausbaufähig.

Wettbewerb allein wird es nicht richten. Der sparsame Umgang mit Steuermitteln erfordert eine Verzahnung zwischen Infrastrukturbetreiber und Fahrzeugbetreiber. Für den Kunden ist es unerheblich, wer für die Verspätung verantwortlich ist, sofern es sich nicht um Fremdeinflüsse (z.B. Autokollision Bahnübergang) handelt.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Autonom fliegender Personenbeförderungsdienst mit Lufttaxi während der diesjährigen Pilgersaison (Hadsch) in Saudi-Arabien zugelassen.
Das elektrische Flugtaxi soll Pilger zu heiligen Stätten transportieren, den schnellen Transport von medizinischen Notfällen und Hilfsgütern erleichtern und Waren ausliefern, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA.
Quelle: https://www.arabnews.com/node/2528991/saudi-arabia

Ein mehr oder weniger vergleichbares Angebot wird es auch bei den Olympischen Sommerspielen in Frankreich geben.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Fliegende Elektrotaxis: Die Hoffnung auf Tests während der Olympischen Spiele in Paris besteht weiterhin dieses neuen Verkehrsmittels zu demonstrieren, das verschiedene Start- und Landeplätze miteinander verbinden soll.
Die Befürworter von fliegenden Taxis hoffen weiterhin, während der Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris in diesem Sommer elektrische Flugtaxis testen zu können. Sie zielen jedoch nun auf eine Zertifizierung ihrer Geräte "im Herbst" durch die europäischen Behörden ab. Der Betreiber der Pariser Flughäfen, die Groupe ADP, hat sich für dieses Projekt mit der Region Île-de-France und dem deutschen Unternehmen Volocopter zusammengetan, das den "Volocity" herstellt. Der Volocity muss eine Zertifizierung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) erhalten, um zahlende Passagiere befördern zu können. Auch ohne die erforderliche EASA-Zertifizierung kann der Volocity genehmigt werden, um mit dem alleinigen Piloten an Bord Demonstrationen durchzuführen oder sogar einen nicht zahlenden Beobachter zu befördern. Einige Pariser Stadträte haben ihre Feindseligkeit gegenüber diesen Geräten zum Ausdruck gebracht, aber die Befürworter betonen das Interesse am Volocity für Notfalltransporte im Gesundheitswesen.
Quelle: https://www.leparisien.fr/info-paris-il ... DGSS2I.php
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Autonomer Fahrdienst Verne startet 2026 in Zagreb und kommt nach Deutschland

Das Robotaxi Verne zeigt, wie autonomes Fahren auch aussehen kann. Mit zwei grossräumigen Sitzen, einem Kofferraum, aber ohne Lenkrad oder Pedalerie. Lediglich in den Mittelkonsolen gibt es, einen Schalter zwischen den Passagieren, mit dem das Stoppen oder Losfahren bestimmt werden kann.
Mobileye mit Intel als Zulieferer

Das System aus Hard- und Software kommt nicht von Rimac selbst, sondern vom bedeutendsten Unternehmen bei Kameraerkennung und Sensorik: Mobileye. Mehr als 170 Millionen Fahrzeuge weltweit sind mit Systemen von Mobileye ausgestattet. Die israelische Firma wurde 2022 von Intel übernommen und ist an etlichen Kooperationen beteiligt.
Verlierer Linienbus, wenn man es falsch macht mit der Betriebsbewilligung.
Verne kündigt an, dass auf Zagreb weitere Städte folgen, und zwar zuerst in Deutschland und Grossbritannien. Elf Verträge sind unterschrieben. Das passt gut zu einer Nachricht aus Hamburg: Die Freie und Hansestadt möchte 2030 mindestens 10.000 autonome Taxis auf den Strassen haben. Zurzeit experimentiert Volkswagen mit autonomen Varianten des Sammeltaxis MOIA und noch ohne Fahrgäste in Hamburg. Der Rimac Verne wäre eine sinnvolle und luxuriösere Ergänzung. Verlierer dieses Fortschritts wären die unwirtschaftlichen Linienbusse, die bei der Route unflexibel, zur Rushhour überfüllt und sonst zu wenig ausgelastet sind.

Der Stadtverkehr ist für autonome Fahrzeuge wie den Rimac Verne das anspruchsvollste Terrain. Im Gegensatz zur Autobahn gibt es in den urbanen Zentren Radfahrer und Menschen vom Kind über den Touristen bis zum Betrunkenen, es gibt Ampeln, viele Fahrspuren und chaotische Alltagssituationen. Wenn das System von Verne hier perfekte Funktionalität beweist, schafft es das überall.
Robotaxi soll nicht mehr kosten als normale Taxi-Fahrt

Die Energie dafür liefert ein 60 kWh grosser Akku, der für 240 Kilometer reichen soll. Danach muss das Robotaxi ins Service-Center bis 500 Fahrzeuge bei normaler Grösse, wo es geladen und mindestens einmal am Tag auch gereinigt werden soll. Gebucht wird der Service, der nicht mehr kosten soll als eine herkömmliche Taxi-Fahrt, durch eine App, die den Wagen zugleich personalisiert, erläutert Rimac: „Egal welches Auto kommt, es ist immer Deines.“
Quelle: https://www.heise.de/news/Robotaxi-Rima ... 78690.html
https://www.manager-magazin.de/unterneh ... e18684c916

Fahrzeug Vorstellung: https://youtu.be/665qRs0dCrg?si=ufDg830KpGCGl6Wo

Ausführlich in Englisch Zeitbedarf: 24:57 Minuten

Direktlink
Was der Film nur erahnen lässt: Das Fahrzeug verfügt auch über Geruchssensoren und eine Auswahl an Düften für die Kundschaft.
Pionierprojekt KIRA startet mit autonomen Fahrzeugen für den ÖPNV

Erstmals sind Shuttles auf Automatisierungsstufe Level 4 unterwegs / Testbetrieb läuft ab sofort im Rhein-Main-Gebiet

Ein Pionierprojekt für den öffentlichen Personennahverkehr kommt auf die Straße: In Darmstadt und im Kreis Offenbach startet das erste Fahrzeug, das auf der Automatisierungsstufe „Level 4“ im normalen Straßenverkehr unterwegs ist. Level 4 bedeutet, dass sich ein Fahrzeug innerhalb eines definierten Gebiets autonom, also faktisch fahrerlos, fortbewegt. Das Besondere: Erstmals liegt die Entscheidung über alle Fahrmanöver beim Fahrzeug. Im Testbetrieb ist immer ein Sicherheitsfahrer an Bord.

Die entsprechende Level-4-Erprobungsgenehmigung hat das Kraftfahrt-Bundesamt erteilt. Der Projektname KIRA steht für „KI-basierter Regelbetrieb autonomer On-Demand-Verkehre“. Die Federführung haben dabei die Deutsche Bahn (DB) und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV).
Quelle: https://kira-autonom.de/news/pionierpro ... n-oepnv-2/
abgerufen am 01.07.2024

In den Fahrzeugen vom Projekt KIRA ist auch die Lösung von Mobileye verbaut.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Waymo macht USA Stadtstrassen bereits sicherer und stellt neues Robotaxi Modell vor

Waymos positiver Einfluss auf die Strassensicherheit

Waymo hat einen neuen Daten-Hub eingeführt, der detaillierte Einblicke in die Sicherheitsvorteile des Waymo Drivers bietet. Der Hub vergleicht die Unfallraten des autonomen Fahrers mit denen von menschlichen Fahrern in den Städten, in denen Waymo tätig ist. Dabei werden bewährte Praktiken der Sicherheitsauswirkungsanalyse genutzt, und die Ergebnisse sind für Forscher nachvollziehbar und replizierbar.

Transparenz und Rechenschaftspflicht sind zentral für Waymos Mission, der weltweit vertrauenswürdigste Fahrer zu werden. Während Waymo seine Operationen in Städten wie Phoenix, San Francisco, Los Angeles und Austin ausweitet, wird der positive Einfluss des Waymo Drivers auf die Straßensicherheit immer deutlicher. Der neue Daten-Hub zeigt, dass der Waymo Driver über 22 Millionen gefahrene US-Meilen (entsprechen etwa 35'405'480 Kilometern) mit Fahrgästen bis Ende Juni in 84 % weniger Unfälle mit Airbag-Auslösung, 73 % weniger verletzungsverursachende Unfälle und 48 % weniger polizeilich gemeldete Polizei Unfälle verwickelt war als menschliche Fahrer.

Lokale Vergleiche für San Francisco und Phoenix

Der Daten-Hub bietet auch lokale Metriken für San Francisco und Phoenix, wo Waymo Millionen von Meilen mit Fahrgästen gefahren sind. Dies ermöglicht statistisch signifikante Vergleiche mit lokalen menschlichen Benchmarks und zeigt, wie der Waymo Driver die Straßensicherheit in diesen Städten verbessert.

Wie der Waymo Driver die Unfallraten senkt

Der Waymo KI Driver hält sich an Verkehrsregeln und fährt niemals betrunken, müde oder abgelenkt. Dank fortschrittlicher Erkennungs- und Kollisionsvermeidungsfähigkeiten reagiert er schnell auf potenzielle Gefahren. Das umfassende Sicherheitsrahmenwerk von Waymo integriert mehrere Methodologien in den Bereichen Hardware, Verhalten und Betrieb, um die Sicherheit zu maximieren.

Transparenz und Vertrauen

Durch die Einführung des neuen Sicherheitsdaten-Hubs möchte Waymo Fahrgästen, Stadtbewohner, Regierungsbeamten und Forschern wertvolle Einblicke in die Auswirkungen des autonomen Fahrens auf die Straßensicherheit bieten. Durch kontinuierliche Updates und die Einbeziehung von Forschern wird Waymo weiterhin das Vertrauen der Öffentlichkeit in die autonome Fahrtechnologie stärken.

Waymo's 6. Generation: Innovation oder Marketing-Hype?

Waymo, das führende USA Unternehmen im Bereich autonomer Fahrzeuge, hat kürzlich seine 6. Generation der Hardware vorgestellt. Das Unternehmen behauptet, dass diese neue Generation nicht nur kostengünstiger, sondern auch leistungsfähiger ist und mehr Fähigkeiten bietet. Doch wie viel von diesen Ankündigungen ist tatsächliche Innovation und wie viel ist Marketing-Hype?

Kostenreduzierung und Leistungssteigerung

Waymo betont, dass die Kosten für das System der 6. Generation erheblich reduziert wurden, während gleichzeitig die Auflösung, Reichweite und Rechenleistung gesteigert wurden. Dies klingt vielversprechend, doch es bleibt abzuwarten, ob diese Behauptungen in der Praxis bestätigt werden können. In der Vergangenheit haben viele Technologieunternehmen ähnliche Ankündigungen gemacht, die sich später als übertrieben herausstellten.

Sicherheit und Redundanzen

Ein zentraler Punkt in Waymos Ankündigung ist die Betonung der Sicherheit und Redundanzen. Das System der 6. Generation verfügt über 13 Kameras, 4 Lidar, 6 Radar und eine Reihe von externen Audioempfängern (EARs). Diese Sensoren sollen dem Waymo Driver eine überlappende Sicht auf die Umgebung bieten, unabhängig von den Wetterbedingungen. Doch wie zuverlässig sind diese Sensoren tatsächlich? Und wie gut können sie in extremen Wetterbedingungen funktionieren?

Effizienz und Anpassungsfähigkeit

Waymo behauptet, dass durch Fortschritte in der Sensortechnologie und strategische Platzierung die Anzahl der Sensoren reduziert werden konnte, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Dies klingt nach einer effizienten Lösung, doch es bleibt die Frage, ob diese Reduzierung tatsächlich die Leistungsfähigkeit des Systems erhöht oder ob es sich um eine Kostenreduzierungsmaßnahme handelt, die die Sicherheit gefährden könnte.

Betrieb unter extremen Bedingungen

Ein weiterer Punkt, den Waymo hervorhebt, ist die Fähigkeit des Systems, unter extremen Wetterbedingungen zu funktionieren. Das Unternehmen hat präventive Massnahmen implementiert, um die Sensoren vor Umwelteinflüssen zu schützen. Doch wie gut funktionieren diese Massnahmen in der Praxis? Und wie zuverlässig ist das System tatsächlich in extremen Wetterbedingungen?

Schnelle Integration und Simulation

Waymo betont, dass das System der 6. Generation bereits Tausende von Kilometern realer Fahrerfahrung und Millionen mehr in der Simulation hinter sich hat. Dies klingt beeindruckend, doch es bleibt die Frage, wie gut diese Simulationen die Realität abbilden können. In der Vergangenheit haben viele Unternehmen behauptet, dass ihre Simulationen realitätsnah sind, doch in der Praxis zeigten sich oft erhebliche Unterschiede.

Fazit

Waymos Ankündigung der 6. Generation klingt vielversprechend, doch es bleibt abzuwarten, ob die Behauptungen in der Praxis bestätigt werden können. Es ist wichtig, dass unabhängige Experten und Journalisten die Leistungsfähigkeit und Sicherheit des Systems genau überprüfen, um festzustellen, ob es sich um eine echte Innovation oder um Marketing-Hype handelt. Nur durch eine kritische Auseinandersetzung mit den Ankündigungen können wir sicherstellen, dass die Technologie tatsächlich den versprochenen Nutzen bringt.

Quellen: https://waymo.com/blog/2024/09/safety-data-hub/
https://waymo.com/blog/2024/08/meet-the ... mo-driver/

Kommentar: "Robotaxis werden weiterhin auf menschliche Autofahrer angewiesen bleiben, sei es in der Taxizentrale als Remote-Arbeitsplatz oder bei Bedarf vor Ort, gemessen am heutigen technischen Stand" hat sowohl technologische als auch wirtschaftliche Effekte:

Technologische Hinsicht:

1. Technische Reife: Die Aussage deutet darauf hin, dass die Technologie für vollständig autonome Robotaxis noch nicht ausgereift ist. Es gibt Situationen, in denen menschliche Eingriffe notwendig sind, sei es durch Remote-Steuerung oder durch physische Anwesenheit.
2. Sicherheit und Zuverlässigkeit: Die Notwendigkeit menschlicher Autofahrer zeigt, dass die aktuellen Systeme noch nicht in der Lage sind, alle möglichen Szenarien sicher und zuverlässig zu bewältigen. Dies könnte auf technische Herausforderungen wie Sensorfehler, unvorhersehbare Wetter-Verkehrssituationen oder Softwareprobleme hinweisen.
3. Entwicklungsstand: Die Technologie befindet sich noch in einer Entwicklungsphase, in der menschliche Überwachung und Unterstützung erforderlich sind. Dies könnte bedeuten, dass weitere Forschung und Entwicklung notwendig sind, um die Autonomie der Robotaxis zu verbessern.

Wirtschaftliche Hinsicht:
1. Kosten: Die Notwendigkeit menschlicher Autofahrer bedeutet zusätzliche Personalkosten. Dies könnte die wirtschaftliche Rentabilität von Robotaxis beeinträchtigen, da ein Teil der erwarteten Kosteneinsparungen durch Automatisierung nicht so stark wie erhofft realisiert wird.
2. Arbeitsmarkt: Es gibt weiterhin reduzierten Bedarf an menschlichen Arbeitskräften, was bedeutet, dass nicht mehr alle Arbeitsplätze in der Taxibranche erhalten bleiben. Dies könnte sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben, je nach Perspektive (z.B. Arbeitsplatzsicherheit vs. Automatisierungspotenzial).
3. Skalierbarkeit: Die Abhängigkeit von menschlichen Autofahrern könnte die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells einschränken. Es könnte schwieriger sein, den Betrieb schnell zu erweitern, da zusätzliche menschliche Ressourcen benötigt werden.
4. Regulatorische Anforderungen: Die Notwendigkeit menschlicher Überwachung könnte auch regulatorische Anforderungen und Sicherheitsvorschriften beeinflussen, die die Einführung und den Betrieb von Robotaxis betreffen.

Zusammengefasst zeigt die Aussage, dass die Technologie für vollständig autonome Robotaxis noch nicht ausgereift ist und dass menschliche Unterstützung weiterhin notwendig ist. Dies hat sowohl technologische als auch wirtschaftliche Auswirkungen, die die Entwicklung und den Betrieb von Robotaxis beeinflussen.

Das zeigt auch diese Meldung:
Tesla hat in den USA bei der Vermarktung der Full Self-Driving-Fähigkeiten Änderungen vorgenommen – das vollständig autonome Fahren wird nicht mehr versprochen.
Quelle: https://www.golem.de/news/full-self-dri ... 88876.html
abgerufen am 14.09.2024
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Autonomes Fahren: Tesla zeigt neue Modelle Cybercab und Robovan
In Los Angeles hat Tesla das lange erwartete Robotaxi präsentiert – beziehungsweise gleich zwei. Neben einem Coupé mit Flügeltüren stellte Elon Musk auch einen autonomen Van für 20 Fahrgäste vor. Das Cybercab soll wohl 2026 auf den Markt kommen – auch wenn Musk selbst leichte Zweifel an seinem optimistischen Zeitplan äussert.
Quelle: https://www.electrive.net/2024/10/11/te ... buetieren/

Diese Meldung passt dazu:
Die internationale Nachrichtenagentur Reuters hat mit Mitarbeitenden von Uber und Lyft sowie mit Expertinnen und Experten gesprochen. Laut einem Bericht von Reuters nutzen viele Fahrerinnen und Fahrer von Uber und Lyft den Autopiloten von Tesla, um lange Schichten weniger ermüdend zu gestalten. Der Fahrassistent kann auch in Innenstädten eingesetzt werden und ermöglicht es den Fahrerinnen und Fahrer, die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Diese Art des Fahrens hat bereits zu Verkehrsunfällen geführt.
Quelle: https://www.taxi-heute.de/de/news/unter ... 27695.html
abgerufen am 11.10.2024

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Das kann aktuell die neue Softwareversion in der USA.


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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Typisch elonsche Shitshow. Nachdem er schon vor Jahren verkündet hat, dass es finanziell verrückt wäre irgendwas anderes als einen Tesla zu kaufen, weil der sich als Robotaxi innerhalb weniger Jahre bezahlt macht, präsentiert er jetzt ein paar läppische Renderings. Andere machen es einfach und kündigen nicht nur an.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von br403 »

Aktienkurs hat sich heute bewegt, aber nach unten… :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
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phifue
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von phifue »

Ich würde behaupten das genügend andere Autohersteller (auch deutsche) ähnliches wie die FSD-Beta können. Nur das die nicht die Kunden als Versuchskaninchen benutzen sondern auf abgesperrten Strecken oder auch teilweise im öffentlichen Straßenverkehr mit geschultem Personal das Ganze austesten und weiterentwickeln.

Ich weiß nicht ob ich in Mathe schlecht bin, allerdings hab ich nur 14 Sitzplätze im Robovan gezählt. Und für das Cybercab wären 4 Sitzplätze sicherlich deutlich sinnvoller.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von gfm49 »

phifue hat geschrieben: 11.10.2024 - 22:00Ich weiß nicht ob ich in Mathe schlecht bin, allerdings hab ich nur 14 Sitzplätze im Robovan gezählt.
Im Filmchen steigen auch nur 14 aus
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Zukunft der Robotaxi-Entwicklung und neue Geschäftsmodelle

Die Entwicklung von Robotaxis schreitet stetig voran und verspricht, die Mobilität in urbanen und ländlichen Regionen grundlegend zu verändern. In diesem Beitrag möchte ich einige Ideen und Geschäftsmodelle vorstellen, die durch den Einsatz von Robotaxis entstehen könnten.

Limousinenservice mit Robotaxis:
Robotaxis wie das Verne-Fahrzeug mit 2 Sitzplätzen zählen zum Limousinenservice und werden entsprechend ein Premium-Zahlmodell aufweisen. Diese Fahrzeuge bieten Komfort und Exklusivität, ähnlich wie traditionelle Limousinenservices, jedoch ohne menschlichen Fahrer. Dies könnte besonders für Geschäftsreisende oder spezielle Anlässe interessant sein.

Urbane Mobilität und Ersatz des persönlichen Autos:
Robotaxis mit 4+ Sitzplätzen werden das bekannte Taxigeschäft abdecken und in urbanen Regionen das persönliche Auto ersetzen. Für Fahrten auf das Land und in die Berge könnten Nutzer auf Miet- oder Carsharing-Angebote zurückgreifen. Carsharing, bei dem das gemeinschaftliche Nutzen von Fahrzeugen im Vordergrund steht, bietet flexible Preismodelle, die sich aus der Dauer der Nutzung und der Kilometerzahl ergeben.

Spezielle Fahrbedürfnisse:
Taxiservices mit Roboterunterstützung könnten spezielle Fahrbedürfnisse abdecken, wie z.B. Rollstuhltransporte. Fahrgäste, die auf einen Elektrorollstuhl angewiesen sind, könnten von speziell ausgestatteten Robotaxis profitieren. Dies würde die Mobilität für Menschen mit Behinderungen erheblich verbessern.

Kleinbusgeschäft und ÖPNV:
Ab 9 Sitzplätzen beginnt das Kleinbusgeschäft, das bisher im urbanen Umfeld das kleinste ÖPNV-Angebot darstellt. Robotaxis könnten hier eine wichtige Rolle spielen, indem sie den ÖPNV in Randstunden und in Randbereichen ergänzen. Dies würde die Verfügbarkeit und Flexibilität des öffentlichen Nahverkehrs erhöhen.

Neue Geschäftsmodelle:
  • Rollstuhltransport als Pflicht:
    Die Stadtverwaltung könnte vorschreiben, dass ein Robotaxis-Service auch den Rollstuhltransport abdecken muss. Dies würde sicherstellen, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zu diesem Service haben.
  • ÖPNV-Ergänzung:
    Robotaxis könnten in Randstunden und im urbanen Randbereichen das ÖPNV-Angebot ergänzen. Dies würde die Verfügbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln erhöhen und die Nachfragen von Parkplätzen im Zentrum senken.
  • Übergreifendes Angebot:
    Eine weitere Variante wäre, dass der Rollstuhltransport zu einem ÖPNV-Angebot wird. In dieser Lösung könnte das Robotaxis-Service-Angebot städte- und länderübergreifend werden. Sofern die Abdeckung gross genug ist, hätte man nur noch eine entsprechende App, die dieses Mobilitätsbedürfnisse in der Stadt abdeckt.
Fazit: Die Entwicklung von Robotaxis bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Mobilität zu verbessern und neue Geschäftsmodelle zu schaffen. Von Premium-Limousinenservices bis hin zu speziellen Fahrbedürfnissen und der Ergänzung des ÖPNV – die Zukunft der Mobilität sieht vielversprechend aus. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Technologie weiterentwickeln und welche innovativen Lösungen sie hervorbringen wird.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Mt. Cervino »

Klingt alles sehr theoretisch.
2 Deiner 3 neuen Geschäftsmodelle zielen auf Rollstuhlfahre ab, die vermutlich mit einem anwesenden Fahrer deutlich besser aufgehoben sein werden, als in einen fahrerlosen RoboTaxi.
Ich kann mir viele RoboTaxi-Services im 08/15 Beförderungsbereich vorstellen, aber gerade die beiden oben genannten Anwendungsfälle würde mir erst mal gar nicht einfallen.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von gfm49 »

Mt. Cervino hat geschrieben: 12.10.2024 - 12:34 Klingt alles sehr theoretisch.
2 Deiner 3 neuen Geschäftsmodelle zielen auf Rollstuhlfahre ab, die vermutlich mit einem anwesenden Fahrer deutlich besser aufgehoben sein werden, als in einen fahrerlosen RoboTaxi.
Ich kann mir viele RoboTaxi-Services im 08/15 Beförderungsbereich vorstellen, aber gerade die beiden oben genannten Anwendungsfälle würde mir erst mal gar nicht einfallen.
Das Rollstuhlthema kann ich aus den Erfahrungen mit Rollstuhlfahrern im Verwandten- und Bekanntenkreis nur bestätigen.

Wenn die Person nicht ausreichend mobilisierbar ist, benötigst Du ein spezielles Rollstuhltaxi, wo Du den ganzen Rolli samt Patient hineinfährst. Fixieren und Verzurren erfordert geschultes Personal und kann nicht ohne weiteres von irgendwelchen Bekannten am Start- oder Zielort bewerkstelligt werden. Scheidet also für fahrerlosen Transport aus (oder Du hast halt einen "Heizer auf der Elektrolok" dabei. Außerdem wird nicht jeder Kunde einschlägige Fahrzeige akzeptieren.

Wenn die Person zum Ein- und Aussteigen mobilisierbar ist, benötigt sie in aller Regel Unterstützung. Auch die kann nicht jeder am Start- oder Zielort Anwesende leisten. Wenn ich an die Hilfeleistung denke, die ein Taxifahrer einem MS-Freund beim Einsteigen aus dem Rolli ins Taxi leistet - damit kann keiner von uns anderen Stammtischbrüdern wirklich dienen. Auch hier wird man immer eine Begleitperson benötigen.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Ich wohne in einem Geschäftshaus mit einer Zahnarztpraxis. Ab und zu kommen Kunden, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Meistens werden sie von der Begleitperson bis zur Zahnarztpraxis begleitet und danach wieder abgeholt. Die Problematik dieser Personengruppe war also von Anfang an bekannt. Und ist in meine Überlegungen mit eingeflossen.
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gfm49
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von gfm49 »

Chlosterdörfler hat geschrieben: 13.10.2024 - 19:25Meistens werden sie von der Begleitperson bis zur Zahnarztpraxis begleitet und danach wieder abgeholt. Die Problematik dieser Personengruppe war also von Anfang an bekannt. Und ist in meine Überlegungen mit eingeflossen.
Diese Begleitperson ist in dem von mir geschilderten Fall in aller Regel der (meist derselbe) Taxifahrer.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Robotaxis
Das Google-Schwesterunternehmen Waymo baut seinen Vorsprung bei selbstfahrenden Autos aus: Ihre Robotaxis absolvieren inzwischen mehr als 150.000 Fahrten pro Woche mit Passagieren ohne Menschen am Steuer. Dabei legten die Autos mehr als eine Million Meilen pro Woche autonom zurück, teilte Waymo mit. Das Unternehmen ist bislang in San Francisco, Los Angeles, Phoenix und Austin aktiv.
Infoquelle: https://www.automobil-industrie.vogel.d ... a0fdfdd5b/

Chinesischer Tesla-Konkurrent beim teilautonomen Fahren der Stufe 4.
Das weltweit erste AI-definierte Fahrzeug, der P7+, wurde von Xpeng auf der Paris Motor Show vorgestellt. Das Auto nutzt künstliche Intelligenz und fortschrittliche Mobilitätslösungen und verfügt über ein "Zeit- und Raumgefühl", das durch kamerabasierte Fahrtechnologie gewonnen wird, so der Autohersteller.

Der P7+ bietet Funktionen wie die Fähigkeit, aus dem Verhalten und den Vorlieben einzelner Nutzer zu lernen. Diese Technologie erleichtert das Fahren und verbessert das intelligente Fahrerlebnis, sodass das Auto die Bedürfnisse jedes Nutzers für eine personalisierte Reise versteht.

Das Auto ist auch mit der standardmäßigen 800V-Hochvolt-SiC-Plattform des Xpeng G9 und G6 ausgestattet. Dies ermöglicht ultraschnelles Laden und erreicht gleichzeitig einen beeindruckenden Energieverbrauch von 11,6 kWh/100 km, der andere Fahrzeuge in seinem Segment übertrifft.

Für die AI Hawkeye Visual Solution ist der P7+ mit zwei 8MP-Kameras (vorne und hinten), Millimeterwellenradaren und Ultraschallradaren ausgestattet, um eine intelligente Fahrleistung zu bieten, die mit Lösungen vergleichbar ist, die auf teuren Lidar-Systemen und HD-Kartenabdeckung basieren.

Diese Konfiguration bietet eine klarere, genauere und weiter reichende Sicht und Wahrnehmung, sodass der Bordcomputer auch bei schlechten Lichtverhältnissen, Gegenlicht und hohen Kontrasten effektiv funktioniert. Darüber hinaus verfügt dieses System auch über ein Zeit- und Raumgefühl und erkennt verschiedene Verkehrszeichen und Verkehrssignalsysteme in verschiedenen Städten, was die Funktionalität in unterschiedlichen städtischen Umgebungen sicherstellt.

Das Auto verfügt auch über ein vollständiges Szenario-XNGP-ADAS, das nahtlose autonome Fahrfähigkeiten überall dort gewährleistet, wo Navigation möglich ist. Das System ist derzeit für chinesische Kunden verfügbar. Xpeng plant jedoch, es in Europa einzuführen, und hat sein System erfolgreich in Deutschland getestet, wobei die globale Entwicklung der XNGP-Funktionen für 2025 geplant ist.

Xpeng erweitert seine globale Präsenz, wobei Fahrzeuge in 30 Ländern verfügbar sind. Seit dem Eintritt in den europäischen Markt in Norwegen im Jahr 2021 hat Xpeng fortschrittliche Technologien und Lösungen eingeführt, die nun in Norwegen, Dänemark, Schweden, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Deutschland, Frankreich, Island, Spanien und Portugal betrieben werden, und plant eine weitere Expansion.
Quelle: https://www.autonomousvehicleinternatio ... sedan.html

Hier eine Filmversion, wie er in China vermarktet wird.: https://youtu.be/p7MLPSZiRdI?si=mv3AVPvM1HZRDZeB
In China werden Autos mit anderen Verkaufsargumenten vermarktet. Und mit anderen Innenausstattungen gebaut als in Europa. Das ist auch ein Grund, neben der verschlafenen Elektrifizierung des Autoantriebs. Jetzt haben die Deutschen und andere nicht China-Automarken dort jetzt Absatzprobleme mit ihren Fahrzeuge. Sie haben zu wenig auf die Besonderheiten des Automarktes dort geachtet. Und dass die Politik dort die Elektrifizierung aktiv vorantreibt, war in den Fünfjahresplänen früh genug erkennbar.

Wer wissen möchte, wo der Unterschied zwischen der Fahrzeugsteuerung und der Teslalösung liegt. Der muss diesem Link https://m.weibo.cn/detail/5097077099728429 folgen. Was mir im Film aufgefallen ist, dass die Feuerwehrfahrzeuge wie Schulbusse hervorgehoben dargestellt werden. Im Gegensatz zu der Lösung von Tesla.

Turing-KI-Chip
Laut XPeng hat der Chip einen 40-Kern-Prozessor und kann Sprachmodelle mit bis zu 30 Milliarden Parametern unterstützen.

Gemäss der Prästation an der Veranstaltung hat ein Turing-Chip die gleiche Leistungsfähigkeit wie drei Nvidia Orin X-Chips oder zwei Tesla FSD-Chips. Der Turing-Chip ermöglicht KI-Autosicherheit Plus, schafft eine unabhängige Sicherheitsinsel und Echtzeit-Erkennung der Fahrzeugsicherheit. Es gibt 2 unabhängige Bild-ISPs, die in der Lage sind, mit schlechten Lichtverhältnissen wie dunklen Nächten, Regentagen, Gegenlicht und hellerer Wahrnehmung umzugehen.

Es wird behauptet, dass die Rechenleistung 100 % erreichen kann und dass KI-Fahrzeuge in Zukunft mit mindestens 3 Turing-Chips ausgestattet sein werden.

Quelle: https://carnewschina.com/2024/11/06/xpe ... -its-cars/
Abgerufen am 08.11.2024
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Bericht über den selbstfahrenden Kleinbusbetrieb in Friedrichshafen. Der Testbetrieb wird bis 2025 verlängert.

Infos: https://www.schwaebische.de/regional/bo ... ft-3104453
abgerufen am 24.11.2024
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Waymo

Waymo hat sich mit Nihon Kotsu und GO zusammengetan, um seine autonomen Fahrzeuge nach Tokio, Japan, zu einem „internationalen Roadtrip“ zu bringen, bei dem die autonomen Fahrzeuge lernen und sich an den Linksverkehr und die treibenden Nuancen der am dichtesten besiedelten städtischen Umgebungen der Welt anpassen werden.

Quelle: Pressemeldung


Dieser Film wurde zwischen dem 3. und 5. Januar 2025 in Los Angeles gedreht, also vor den verheerenden Bränden (Zeitbedarf inkl. Sponsorenhinweis 28:16 Minuten).

Direktlink

Schweiz: Robofahrzeug Versuch

Im Kanton Zürich startet ein neues Pilotprojekt für Autonomes Fahren im öffentlichen Verkehr. Neben den renommierten Projektpartnern Kanton Zürich, SBB und Swiss Transit Lab ist ioki (Tochterunternehmen der Deutschen Bahn) als Softwarepartner beteiligt.

Ab Frühjahr 2025 werden autonome Fahrzeuge in der Region Furttal im Kanton Zürich eingesetzt, um Fahrgäste flexibel und bequem zum Ziel der Pilotregion zu bringen. Die Fahrzeuge von Nissan, ausgestattet mit der Technologie zum Autonomen Fahren von WeRide, können über eine Fahrgast-App bestellt werden und ergänzen das bestehende ÖPNV-Angebot.
Zum Start des Pilotbetriebs sollen bis zu vier Personenwagen im Furttal unterwegs sein, damit die Bevölkerung das Angebot erleben kann. 2026 soll die Flotte mit Kleinbussen erweitert werden.

Während der Testphase werden Personenwagen (Ariya elektro) von Nissan eingesetzt, ausgestattet mit der Technologie zum automatisierten Fahren von WeRide. WeRide ist ein Technologieunternehmen mit Sitz in China und den USA und gehört beim Einsatz automatisierter Fahrzeuge zu den Marktführern. Das Unternehmen leitet weltweit Projekte, wie in den USA, in Dubai, Singapur, China und am Zürich Flughafen. Dort betreibt das Unternehmen teils seit einigen Jahren kommerzielle Angebote mit Personenwagen und mit Shuttlebussen auf öffentlichen Strassen, an einzelnen Orten auch als Teil des ÖV. Der Hersteller der Kleinbusse steht noch nicht fest.
Quelle: https://www.swisstransitlab.ch/de/projekte/furttal/
abgerufen am 25.01.2024
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Rüganer »

br403 hat geschrieben: 11.10.2024 - 21:50 Aktienkurs hat sich heute bewegt, aber nach unten… :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Bis heute plus 95% :lol:
(Ist mir aber auch als Aktionär ein Rätsel)
Danke Schweiz und Bulgarien !
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von MarcB96 »

Chlosterdörfler hat geschrieben: 30.05.2024 - 11:50 Hakusan City High-Speed ​​Railway Visitor Center

Das Museum wurde direkt an die Shinkansen-Wartungsanlagen angebaut. Wer den Film mit deutschen Untertitel ansieht, bekommt einen kleinen Einblick in das Zugsystem. Dazu, wie die japanische Zugkultur an die nächste Generation weiter gegeben wird. Zeitbedarf: 40:32 Minuten

Direktlink

Für mich ist das japanische Eisenbahnsystem eines der besten der Welt und nicht nur die Shinkansen Strecken. Vom Servicegedanken und dem inszenierten Eisbahnerlebnis sind die meisten europäischen Eisenbahnen Lichtjahre entfernt.
Naja...also Museum würde ich das nicht unbedingt nennen🙈. Die haben ja nicht mal einen kompletten Triebkopf oder Zwischenwagen ausgestellt.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Erste autonom fahrende Zug auf Normalspur mit Fahrgästen auf offener Strecke unterwegs.

Autonome Züge sind keine Weltneuheit, man kennt sie beispielsweise von Flughafenterminals oder anderen Verkehrssystemen wie U-Bahnen in geschlossenen Korridoren. Der Einsatz autonomer Züge auf offener Strecke ist jedoch eine bahnbrechende Innovation in Europa. Dieses Projekt soll zeigen, dass die autonome Fahrtechnik den Herausforderungen des normalen Eisenbahnverkehrs auch in ungeschützter Umgebung gewachsen ist. Der Lokführer kann Falle eines Problems jederzeit eingreifen und den Zug mit einer Nottaste sofort anhalten.

Teststrecke:

Die Strecke Kopidlno (Copidlen) - Dolní Bousov (Unter Bautzen) ist 23,991 km lang und wird betrieblich vom Fahrdienstleiter der Eisenbahnverwaltung SŽ vom Bahnhof Kopidlno aus gesteuert, mit einer Reserveleitstelle im Kompetenzzentrum Dětenice (Jettenitz). Die Strecke wurde mit dem Zugsicherungssystem ETCS ausgerüstet.

Versuchsfahrzeug:

Der autonome Zug besteht aus dem EDITA 811.111, ein experimentelles Schienenfahrzeug für Innovative Technologien der AŽD. Die Fahrgäste können ab dem 5. April 2025 in dem anspruchsvoll modernisierten Triebwagen der Baureihe 010 reisen. Der Zug ist mit Displays ausgestattet, auf denen die Online-Übertragungen der Kameras und Lidar-Sensoren des Triebfahrzeugs angezeigt werden, die detaillierte Bilder der Umgebung aufnehmen, Entfernungen messen und das Gelände kartieren. So können die Fahrgäste die für den autonomen Betrieb der Steuerungssysteme notwendigen Echtzeitdaten sehen, die vom fahrenden Zug während der Fahrt ausgewertet werden.

In der Endstation muss die Lok noch umgesetzt werden. Es ist kein Triebwagen, wo dieses Manöver entfallen würde.

Quellen: https://www.kopidlnka.cz/
https://www.lok-report.de/news/europa/i ... recke.html


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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Schweiz: Verkehr ’45

In seiner Sitzung vom 8. Oktober 2025 hat der Bundesrat das Gutachten der ETH Zürich zur Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastrukturen zur Kenntnis genommen. Das Gutachten bildet die Grundlage für die weiteren Arbeiten. Konkret wird der Bundesrat auf Basis des Gutachtens den nächsten STEP-Ausbauschritt für Bahn und Strasse sowie das Programm Agglomerationsverkehr festlegen. Damit entscheidet er, welche Infrastrukturprojekte in den kommenden 20 Jahren prioritär zu verwirklichen sind.

Durch die Priorisierung durch die ETH Zürich und die anschliessende politische Entscheidung des Bundesrats soll eine geordnete, finanzierbare und gesamtheitlich abgestimmte Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 sichergestellt werden.

Zitate aus dem Gutachten:
Mobilität:
  • Die schweizerischen Verkehrsperspektiven gehen bis 2050 von einer Nachfragesteigerung des Personenverkehrs um 11% gegenüber 2017 aus, also unter dem Bevölkerungswachstum. Gründe sind der weitere Wandel der Arbeitsformen, die Alterung der Bevölkerung sowie die guten Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten in den dicht besiedelten Gebieten. Erwartet wird zudem eine Verlagerung auf den öffentlichen Verkehr.
Mögliche Gegentrends:
  • Bevölkerungsentwicklung: Für die nächsten Jahrzehnte wird zwar ein weiteres Bevölkerungswachstum erwartet. Spätestens in der zweiten Jahrhunderthälfte könnten aber gegenläufige Trends spürbar werden. So sind etwa die Geburtenraten nicht nur in der Schweiz, sondern in vielen Gegenden der Welt sehr tief. Ein allmählicher Bevölkerungsrückgang ist nicht unwahrscheinlich, was die Dringlichkeit weiterer Kapazitätsausbauten mindern wird. Hingegen könnte die Alterung der Bevölkerung zusätzliche Investitionen erfordern.
  • Technologische Entwicklungen: Die derzeitigen Infrastrukturplanungen basieren auf den konventionellen Eigenschaften der Verkehrsmittel. Ein Durchbruch der (Teil-)Automation von Strasse und Schiene hätte indessen Auswirkungen auf deren angebotsmässige und betriebliche Eigenschaften und damit auch auf die zweckmässige Aufgabenteilung. Vor allem im Regional- und Ortsverkehr könnten sich die Einsatzgebiete stark verschieben, die Nachfrage im konventionellen öffentlichen Verkehr dämpfen und den Kostendruck erhöhen.
Regionale Priorisierungen Bahnausbauten:

Léman et Alpes occidentales:

Einige davon können für BIF-24 priorisiert werden, namentlich der Matter Tunnel zwischen Täsch und Zermatt, diverse Ausbauten entlang der Montreux-Oberland-Bahn sowie die Verlängerung der Strecke Aigle – Leysin. Bei der Variante BIF-14 müssen diese entweder auf den Horizont nach 2045 verschoben oder reduziert werden.

Bahnausbau Genève – Lausanne

Mit mehreren grossen Vorhaben sollen die Kapazitätsengpässe und die fehlende Redundanz Genève – Lausanne angegangen werden. Dazu vereinbarten SBB, BAV und die betroffenen Kantone die generelle Linienführung einer zweiten Doppelspur. Als prioritär in der Periode 2025 – 2045 erweisen sich der Tiefbahnhof Genève Cornavin, der Umbau der oberirdischen Anlagen desselben Bahnhofs sowie die Neubaustrecke Morges – Perroy als erste Etappe der neuen Doppelspur. Letzteres Projekt ist nur in der Variante BIF-24 finanzierbar. Die Erweiterung des Bahnhofs Genève Aéroport mit einer neuen Wendeanlage ist dagegen in dieser Form nicht weiterzuverfolgen; die Kosten stehen nicht in einem angemessenen Verhältnis zum funktionalen Mehrwert. Eine östliche Fortsetzung der Flughafenlinie kann im Zusammenhang mit einer allfälligen Einführung der Neubaustrecke von Lausanne wieder auf
genommen werden.

Als Ersatz für die sogenannte Wankkompensation WAKO bei Reisezügen soll die Strecke Lausanne - Bern mittels baulicher Massnahmen beschleunigt werden. In der vorliegenden Planung wird anstelle der heutigen 69 Minuten eine Zielfahrzeit Lausanne – Bern von 61 Minuten angestrebt, mit einer reduzierten Variante eine solche von 64 Minuten. Der Ansatz für die Neubaustrecke Matran - Lussy geht in UVEK: Verkehr 2045 39 die richtige Richtung und schafft näherungsweise auch eine Kapazitätsverdoppelung. Die Wirkung ist hoch und Kosten gemessen am Zeitgewinn sind vertretbar. Zu prüfen ist hier einzig eine grosszügigere Trassierung wie bei der Neubaustrecke Mattstetten – Rothrist der Bahn 2000, deren technisch mögliche Höchstgeschwindigkeit höher als die derzeit genutzten 200 km/h ist. Beim Tunnel Oron - Vauderens ist eine längerfristig kompatible Fortsetzung in Richtung Lausanne noch nicht ersichtlich. Zudem erscheinen die Kosten gemessen am Nutzen hoch.

Die Beschleunigung der gesamten West – Ost – Achse ist strategisch prioritär, insbesondere zur schnelleren Verbindung der grossen Schweizer Wirtschaftsräume. Die Behebung der Kapazitätsengpässe auf dem Netz ist aber vorrangig. Die Priorität für die WAKO-Ersatzmassnahmen ist daher erst nach 2045 gegeben und bedingt zunächst ein ganzheitliches Achsenkonzept. Zwischenzeitlich sind Beschleunigungsmassnahmen weiterzuverfolgen, welche die Fahrzeit durch kostengünstige Kurvenoptimierungen und eine Erhöhung der Kurvengeschwindigkeit um gesamthaft 1 bis 2 Minuten reduzieren können.

Nordwestschweiz:

Der Bahnknoten Basel soll mit Kosten von rund 14 Mia. CHF sehr umfassend ausgebaut werden. Schlüsselelement des Agglomerationsverkehrs ist das sogenannte Herzstück als S-Bahn-Direktverbindung Badischer Bahnhof – Basel SBB mit Unterquerung der Innenstadt. Die Umsetzung der Gesamtmassnahmen wird sich bis weit in die zweite Jahrhunderthälfte erstrecken und insbesondere kann das Herzstück nach gegenwärtiger Planung aus technischen Gründen nicht mehr im Priorisierungshorizont 2025 - 2045 in Angriff genommen werden [BAV 2025].

Unbestritten ist das weitere Potential der S-Bahn Basel, deren Ausbau für eine nachhaltige Mobilität in der Agglomeration wichtig ist, aber ohne Infrastrukturmassnahmen limitiert bleibt. Das Herzstück ist ein konzeptionell interessanter Ansatz, der sich in der Konkretisierung indessen als aufwendig erweist. Insbesondere erschwert die komplexe Struktur der Zulaufstrecken dessen Einbindung in das Netz. Die zeitlichen und finanziellen Risiken sind erheblich. Es wird deshalb empfohlen, das Herzstück auf die Periode nach 2045 zu depriorisieren und in der Periode 2025 - 2045 auf Vorinvestitionen in einen Tiefbahnhof zu verzichten, da dieser ohne Herzstück ein negatives Nutzen-Kosten-Verhältnis zeigt.

Zweckmässig und prioritär sind verschiedene andere Verbesserungen der Bahninfrastruktur im Knoten Basel. Dazu zählt der Ausbau des Westkopfes des Bahnhofs SBB, verbunden mit dem Neubau der Margarethenbrücke und der Schaffung eines zweiten Umsteigeknotens zwischen Bahn und Nahverkehr mittels der Verkehrsdrehscheibe Bahnhof SBB West aus dem Agglomerationsprogramm. Dies schafft zusätzliche attraktive Umsteigeverbindungen zum städtischen Nahverkehr und verkürzt damit die Reisezeiten von/nach einigen Destinationen der Stadt. Zudem entlastet das Projekt die bestehenden Umsteigeverbindungen zum Centralbahnplatz.

Hauptstadtregion:

Der Grimseltunnel Meiringen – Oberwald will die Chance eines Kombinationsprojekts von Starkstromverbindung und touristischer Bahn nutzen; die Kosten würden sich zwischen den beiden Nutzern aufteilen. Er würde Berner-Oberland-Bahn, Zentralbahn, Matterhorn-Gotthard-Bahn und Rhätische Bahn verbinden und damit neue Direktrelationen ermöglichen. Das touristische Potential einer Bahnverbindung aus den touristischen Schwerpunkten Interlaken und Luzern in den zentralen Alpenraum erscheint als vielversprechend. Die strukturellen Wirkungen, insbesondere hinsichtlich Standortförderung werden etwas zurückhaltender eingeschätzt. Sehr hoch werden die zusätzlichen Betriebskosten sein, da keine bisherigen Leistungen ersetzt werden können und keine Eigenwirtschaftlichkeit zu erwarten ist. Der Grimseltunnel ist zeitlich an eine Realisierung in den nächsten wenigen Jahren gebunden. Da er in der Variante BIF-14 für die Periode 2025 – 2045 nicht als prioritär klassiert werden kann, müsste gänzlich darauf verzichtet werden. In der Variante BIF-24 ist eine Priorisierung mit Blick auf die im Bundesbeschluss geforderte Verbesserung des Zugangs zu Tourismusregionen möglich [Bund 2019].

Zentralschweiz und Südschweiz:

Durchgangsbahnhof Luzern

Bereits heute ist der Bahnhof Luzern der schweizweit am drittstärksten frequentierte, nach Zürich HB und Bern. Demgegenüber kennzeichnet sich die Bahninfrastruktur des Knotens Luzern nicht nur durch fahrplantechnische Engpässe wie etwa Einspurstrecken im Zulauf und den nur zweispurigen Gütschtunnel, sondern auch durch zu kurze, nicht verlängerbare Perrons im Bahnhof Luzern selbst. Dies beeinträchtigt Angebotsentwicklung und Betriebsstabilität des Bahnnetzes in mehreren Teilen der Regionen «Grossraum Zürich», «Nordwestschweiz» und «Zentralschweiz». Der Vollausbau des Durchgangsbahnhofs Luzern kann die Bahn zusammen mit dem ebenfalls priorisierten Zimmerbergtunnel 2 in die Lage versetzen, das Rückgrat der Mobilität zwischen Luzern, Zug und Zürich zu bilden. Zudem beschleunigt er die Nord-Süd-Verbindung durch die Schweiz, was Optionen für den internationalen Personenverkehr als Ersatz für Kurzstreckenflüge eröffnet. Der Kapazitätsgewinn verschafft Freiheitsgrade auf verschiedenen Strecken des Mittellandes, wo andere Projekte entfallen oder vereinfacht werden können. Auf den Ausbau des bestehenden Gütsch-Tunnels kann ebenfalls verzichtet werden. Der Durchgangsbahnhof im Vollausbau wird daher für die Periode 2025 – 2045 priorisiert.

Die Erweiterung des Bahnhofs Locarno mit einer zusätzlichen Perronkante ist sinnvoll und prioritär.

Grossraum Zürich:

Über die einspurige Strecke Horgen Oberdorf – Baar verlaufen die zwei Hauptachsen Zürich – Tessin - Italien und Zürich – Zug – Luzern. Letztere verbindet – wie im Kapitel zur Zentralschweiz beschrieben - drei Wachstumsregionen miteinander und gewinnt mit dem Durchgangsbahnhof Luzern weiter an Bedeutung. Der Zimmerberg-Basistunnel 2 war ursprünglich ein Teil der AlpTransit-Ausbauten, konnte aber bisher nicht realisiert werden. Ohne diesen Neubau ist das Angebot auf beiden Achsen nicht mehr ausbaufähig und der Abschnitt bleibt eine Störungsquelle für die Fahrplanstabilität des zentralen und östlichen Netzes. Der Zimmerberg-Basistunnel 2 wird daher für die Periode 2025 – 2045 priorisiert; eine gewisse Anhebung der derzeit geplanten Streckengeschwindigkeit ist prüfenswert.

Die Direktverbindung Zürich - Aarau adressiert sowohl einen zentralen Kapazitätsengpass des östlichen Bahnnetzes als auch den Beschleunigungsbedarf auf der Ost – West - Hauptachse. Die inhaltliche Priorität eines Ausbaus ist deshalb unstrittig. Die durchgehend unterirdische Linienführung verursacht aber die sehr hohen Kosten von 340 Mio. CHF/km. Der Fahrzeitgewinn ist zwar nennenswert und langfristig relevant, steht aber bis zur Ausführung weiterer Vorhaben auf der gesamten West – Ost - Achse in einem schlechten Verhältnis zum Aufwand. Zudem würden die sehr hohen Investitionen dieses Projekts zu Lasten zahlreicher anderer und ebenfalls prioritärer Vorhaben gehen. Zu empfehlen ist vielmehr ein pragmatischer, kostengünstiger und etappierbarer Kapazitätsausbau, möglichst gebündelt mit anderen bestehenden Verkehrsinfrastrukturen. Ein langfristiger Ausbau Zürich – Olten
zu einer echten Schnellfahrstrecke ist im Kontext einer Achsenstrategie Genève – St. Gallen zu klären. Für die nächsten Jahrzehnte bleibt die Systemfahrzeit Zürich – Bern von einer Stunde damit ein planerischer Eckwert

Bodensee und Ostalpen:

Gegenüber der Autobahn sind die Fahrzeiten der Bahn zwischen Zürich und St. Gallen aufgrund der veralteten Linienführung nicht konkurrenzfähig. Frühere Pläne einer Neubaustrecke scheiterten während Jahrzehnten, ebenso jüngst der Einsatz der WAKO-Technologie. Die geplanten Ersatzmassnahmen bilden eines der grossen Vorhaben in der Region für den Zeitraum 2025 – 2045. Die zweite Hauptachse der Region, die Strecke Zürich – Chur, leidet unter Kapazitätsengpässen, insbesondere durch den verbliebenen Einspurabschnitt am Walensee. Auffällig sind zudem zahlreiche und gesamthaft aufwendige Bahnprojekte, welche die Angebotsqualität für die Region selbst kaum verbessern.

Um Fahrzeitreduktionen trotz des Verzichts auf die WAKO-Technologie zu erreichen, soll die Strecke Winterthur - Wil als Ausbaustrecke mittels zweier Massnahmenarten beschleunigt werden: Zu den günstigen zählen kleine Kurvenoptimierungen, die aber jeweils nur geringe Fahrzeitgewinne beisteuern. Der zweite Massnahmentyp besteht aus grösseren und eher aufwendigen Umtrassierungen, teilweise mit Tunnels. Für die Fahrzeitreduktion und als WAKO-Ersatz ist die Wirkung insgesamt ungenügend, weil die Geschwindigkeiten nur auf kurzen Strecken und nicht entscheidend angehoben werden können. Eine zusätzliche Kapazität wird nicht gewonnen, da lediglich die bestehende Doppelspur abschnittsweise neu trassiert wird. Die sehr hohen Kosten von rund 13 Mio. CHF pro Sekunde Fahrzeitgewinn sind daher nicht zu rechtfertigen.

Da derzeit kein klarer planerischer Zielwert für den angestrebten Fahrzeitgewinn vorzuliegen scheint, ist eine schlüssige Beurteilung schwierig. Die Beschleunigung ist jedenfalls im Kontext der langfristigen Achsenstrategie St. Gallen - Genève nochmals grundsätzlich zu überprüfen. Daraus sind die Massnahmen abzuleiten, die aber erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts umsetzbar sind. Zwischenzeitlich lassen sich die vielerorts ermittelten sehr kostengünstigen kleinen Kurvenoptimierungen zur Geschwindigkeitsanhebung im Rahmen des Unterhaltes umsetzen, um etwas Fahrzeit zu einsparen und die Stabilität zu erhöhen.

Führung des RailJet Zürich – Wien

Einige Bahnprojekte mit teilweise beträchtlichem Volumen wurden nicht primär zur Verbesserung des Bahnangebotes in der Ostschweiz selbst ausgelöst. Dazu gehört die neue Führung des RailJet Zürich – Wien über Dornbirn – St. Gallen statt Buchs – Sargans. Sie verursacht rund 250 Mio. CHF an Investitionen. Buchs verliert seinen internationalen Fernverkehrshalt und es verlängern sich die Fahrzeit sowie die zurückzulegende Distanz mit entsprechendem Energiemehrverbrauch. Die sehr hohen Investitionen leisten mithin keinen Beitrag zu den verkehrspolitischen Zielen einer Verlagerung des Kurzstreckenflugverkehrs auf internationale Bahnverbindungen [BAV 2023], [BAV 2024c].

Ebenfalls vorab extern, und zwar durch ein Strassenprojekt, wird der Fideristunnel der Rhätischen Bahn veranlasst, dessen Mehrwert für die Bahn nebst dem Naturgefahrenschutz klein ist. Er ist erst nach 2045 prioritär. Hingegen zeigt eine neue Kreuzungsstelle auf der Berninastrecke, dass auch kostengünstige Massnahmen die Fahrzeit reduzieren und den Fahrplan optimieren können. Zahlreiche weitere Vorhaben stehen vorab im Zusammenhang mit Veränderungen der Bahnproduktion im Grossraum Zürich. Sie sind zu reduzieren, durch betriebliche Lösungen zu ersetzen oder in die weitere Zukunft zu verschieben. Im Gegenzug wird empfohlen, die Schliessung der Doppelspurlücken in Rorschach und Tiefenwinkel für den Zeitraum 2025 – 2045 zu priorisieren.
Quelle Gutachten: https://www.uvek.admin.ch/de/verkehr-45
abgerufen am 11.10.2025
Wer Träume hat der lebt noch.

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