Nach dem Skitag in Serre Chevalier haben wir uns wieder ins Auto gesetzt und sind noch südlicher Richtung Skigebiet Risoul Vars gefahren. Das zusammenhängende Skigebiet trägt den Beinahmen "Foret Blanche" - der weiße Wald - was schon vermuten lässt, dass wir uns hier auch innerhalb der Baumgrenze befinden werden. Es geht aber auch deutlich höher hinaus. Genau genommen erstreckt sich das Gebiet zwischen 1.650m und 2.750m Höhe - ein Bereich also, der in Österreich nicht immer erreicht werden würde. Woher das mit dem weißen Wald kommt, kann ich euch nicht genau sagen - ich finde es tatsächlich nicht so passend. Vielmehr hat uns das Gebiet durch seine Weiläufigkeit überrascht. Insgesamt sind mal wieder 185 Pistenkilometer ausgewiesen, was also durchaus richtig groß ist. Dabei sind die Orte Vars und die Retortendestination Risoul miteinander verbunden und wenn man sich in der Landschaft so umblickt, könnte das Skigebiet durchaus NOCH größer sein. So reicht es aber vollkommen, um an einem erneuten Schönwettertag komplett abgefahren zu werden.
Viel Spaß in einem für uns deutschsprachigen völlig unbekannten Skigebiet: Vars - Risoul
Pistenplan Vars Risoul: https://ublo-file-manager.valraiso.net/ ... 023-24.pdf
Bei diesem Skigebiet gibt es natürlich auch verschiedene Einstiegsmöglichkeiten. Wir entschieden uns die Serpentinen Richtung Risoul hochzufahren und parkten kostenlos im Bereich Pelinche. Dort führt ein gratis Stangenlift direkt Richtung Front du Neige.
^^ Kein schlechter Start für einen Tag in einem Großraumskigebiet: Der KSSL Pelinche - schön, dass man das hier so anbietet.
Je nachdem wie hoch man parkt, kann man schon die ersten Schwünge machen - ausnahmsweise auch auf der Schleppliftspur.
^^ Dann erreichen wir Risoul 1850 und gleich sehe ich eine alte GUB - Tele Pulsé. Finde ich toll, so etwas für die Kinder anzubieten. Sollten wir in Ö auch ab und zu machen. Idee: Eine GUB quer durch Oberlech.
^^ Unten ist um 9 Uhr schon einiges los und natürlich scheint auch schon die Sonne hierher.
^^ Wir nehmens gemütlich und gönnen uns erstmal einen Cappucino an der Front du Neige.
^^ Wir stiegen tatsächlich in die alte 3er SB Cesier ein, um erstmal den L`Homme du Pierre Bereich abzugrasen - ein Berg der mit KSSLs erschlossen ist.
^^ In Frankreich geht man traditionell in den Skikurs - ein perfektes Kinderland, das schon am Vormittag komplett in der Sonne ist. Toll!
^^ Weiter geht`s mit dem KSSL Homme du Pierre - natürlich ein Teleski dificile.
^^ Hier macht der Beisatz "Foret Blanche" durchaus Sinn. Am Ende wirds ordentlich steil.
^^ Von hier oben auf übrigens 2.361m blickt man gen Nordwesten.
^^ Auf der anderen Seite in das grüne Tal. Eine grandiose Alpenlandschaft.
^^ Dann beginnt der Pistenskispaß so richtig. Ganz allein schwingen wir uns auf der äußersten Piste Clos des alpes ein.
^^ Der äußerste KSSL Combals. Diese Tafeln sind einer der Gründe, wieso ich das Skifahren in Frankreich so sehr liebe.
^^ Auch hier wirds wieder steiler - es kommt aber auch genügend freier Skiraum in den Blick.
^^ Der Foret Blanche von Risoul. Tolles Skigelände im Lärchenwald.
^^ Jetzt gehts weiter mit der 6KSB Pre du Bois, die sich eine Stütze mit der Übungsbahn Clos du Vallon teilt.
^^ Weiter gehts mit der 8KSB Peyrefolle auf einen weiteren Gipfel/Hügel auf 2.457m. Auch zu erkennen: Das sehr liebliche Gelände hier.
^^ Ähnlicher Ausblick wie vom L`Homme du Pierre - aber immer schön.
^^ Hier sieht man einen Schwachpunkt im Skigebiet. Die Verbindung Richtung Vars wird mit der 4KSB Plate de la Nonne abgewickelt. Hier bildeten sich bis zum Ende des Skitags ordentliche Warteschlangen.
^^ Oben angekommen geht der Blick weiter Richtung Col des Saluces und der davor liegenden Geländekammer. Alles Pisten.
^^ Und natürlich die weitere Geländekammer Clos Chardon, die leider nur mit dem gleichnamigen 4SB erschlossen ist. Hätte es Powder ... wow!! Frankreich halt.
^^ Pistenkreuzungen gehören ordentlich geregelt.
^^ Nochmal die grandiose Geländekammer Clos Chardon mit dem noch nicht in Betrieb befindlichen KSSL Bergerie.
^^ Auf Richtung Vars. Herrliche Sonnenhänge, leicht befahrbar.
^^ Jetzt sieht man Vars les Claux - ohne Hochhäuser geht es in Frankreich fast nie.
^^ Leider unscharf fotografiert - die Front du Neige von Vars - nicht ganz typisch französisch.
^^ So, und ab sofort wirds spannend. Wir fahren mit der recht neuen Kombibahn Chabieres zu der Highlightbahn des Gebiets: Vars Speed Master
^^ Hier ist das Prachtstück: Eine 6KSB von Leitner, die im Dezember 2021 eröffnet wurde. Früher wurde der Gipfel nicht so direkt erschlossen. Oben im Steilhang werden Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt. Die Dokumentation zu dem Bau der genialen Bahn könnt ihr hier nachlesen: https://www.remontees-mecaniques.net/fo ... 36289&st=0
^^ Vom höchsten Punkt des Skigebiets kann man links oder rechts abfahren...oder halt auch direkt. Die Speedvariante war aber leider mit Seilen abgesperrt.
^^ Trotzdem haben wir uns in eine der Rinnen gewagt. Piste tres difficile.
^^ Die Steilheit in der Coni Piste kommt nicht wirklich raus. Aber es war durchaus prickelnd.
^^ Der Blick in die andere Richtung. Gegenüber der andere äußerste Skigebietsteil rund um Peynier
^^ Nochmal zurückschauen auf den Hang, der vom Speed Master erschlossen wird. Alles fahrbar. Muss bei entsprechendem Neuschnee grandios sein.
^^ Auch gemütliche Hütten befinden sich im Skigebiet. Hier gefällt es mir.
^^ Jetzt gehts durch Vars weiter Richtung Peynier.
^^ Die Front du Neige ohne wirkliche Front. Vars ist kein typischer französischer Retortenort. Eher ein touristisch aufgeblähtes Urlaubsdorf.
^^ Rechts Vars Speed Master, die Steilhänge und das liebliche Gelände darunter.
^^ Bergstation vom äußersten Lift im Bereich Vars: Sibieres. Übrigens: Den Bereich könnte man auch noch mit einem Kurven-KSSL namens Eyssina erreichen.
^^ Hier gibt es auch coole Pistennamen. Ob es einen polnischen Partnerort gibt?
^^ Überall befindet sich perfektes Übungsgelände im Foret Blanche.
^^ Dass hier viele Skikurse unterwegs sind, wundert mich nicht wirklich.
^^ Äußerste 6KSB Sibieres.
^^ Hier wird auch ordentlich gebaut. Die Verbindungsbahn Fontbonne dürfte demnächst mehr Skifahrer befördern.
^^ Hier kommt die kurze Verbindungsbahn ins Bild. Rechts kompletter Südhang.
^^ Immobilienblase oder einfach nur Frankreich. In Vars gehts ordentlich ab.
^^ Jap, hier wird investiert. Macht auch irgendwie Sinn.
^^ Hier der neueste Lift im Skigebiet - bzw. die zwei neuesten Bahnen: Plans und...
^^ Peynier. Mindestens diese Bahn hätte man kuppelbar bauen sollen. Wieso sie als fixgeklemmte Bahnen umgesetzt wurden...keine Ahnung.
^^ Blick von oben zurück ins Hauptskigebiet von Vars.
^^ Wir fahren alles ab und damit auch den Bereich um die 6KSB Bois Noir zum tiefsten Punkt im Skigebiet in Vars Saint Marie, der ursprünglichste Ort hier.
^^ Unten angekommen. Auf der anderen Seite die 4KSB Ste Marie.
^^ Vars Speed Master in der Mitte. Und sonst das ganze Skigebiet im Blick. Optimales Skigebietsgelände.
^^ Neben dem Cappuccino am Morgen geht sich heute sogar eine Mittagspause aus.
^^ Der Südhang ist natürlich schon weich. Aber scheinbar fahren hier nicht zu viele Leute am Tag. Von daher war es eher Butterschnee...geil!
^^ Merkt man, dass ich mich in den Ort irgendwie verliebt habe?
^^ Jetzt sind wir wieder auf der anderen Seite mit Blick Richtung Peynier. Links davon wäre auch noch Skigelände, aber man sieht ja wieso hier keine Lifte stehen.
^^ Wieder unten angekommen in Vars Saint Marie. Von oben bis unten macht man übrigens mal wieder fast 1.000 Höhenmeter.
^^ 6KSB Peyrol bis ganz oben. Der Skigebietsteil wirkt für mich am leersten. Wieso? Eigentlich nicht zu erklären. Super Pisten hier.
^^ Weil: Wieder eine komplett erschlossene Geländekammer. Hier kann man es ordentlich krachen lassen.
^^Wir springen ganz kurz zurück zum Gipfel vom Speed Master. Dahinter das Skigebiet von Crevoux. Könnte auch noch irgendwann angeschlossen werden.
^^ Jetzt fahren wir keine schwarze Rinne sondern die blaue Außenrumabfahrt Crevoux.
^^ Jetzt geht es zurück Richtung Risoul über die großartige Geländekammer von Clos Chardon.
^^ Wir nehmen nicht die langsame 4SB Razis sondern den kürzeren Bergerie KSSL. So machen Schlepplifte halt absolut Sinn, sie entlasten Bahnen um zurückzukommen.
^^ Unten am Sessellift hätte eine Schlange auf uns gewartet...
^^ Ein Cappuccino an der Front du Neige muss sich noch ausgehen.
^^ Nochmal die niedliche GUB Tele Pulsé.
^^ Wir machen noch eine letzte Runde über Pre du Bois. Anhand der Verkleidung lässt sich wieder mal gut erkennen, wie cool die Franzosen sich um den Nachwuchs kümmern...
^^ Zurück im Bereich von Risoul. Skipisten gibt es genug.
^^ Auch der grau strichlierte KSSL Alpet ist in Betrieb und wird noch gefahren.
^^ Vom Gipfel der Peyrefolle hat man nochmal einen guten Einblick in die Schneeschüssel von Clos Chardon.
^^ Einmal noch runter nach Risoul um...
^^ ...nocheinmal zum Beginn des Tages zu kommen. L`Homme de Pierre.
^^ Am Ende des Tages sind wir ganz allein. Was für ein Abschluss.
Fazit:
Risoul Vars konnte komplett überzeugen und war sozusagen das Überraschungsgebiet der Tour. Natürlich ist es vom Gelände eher austauschbar, mir hat aber gerade der familiäre Charakter sehr gut gefallen. Vars Speed Master ist natürlich das Highlight. Insgesamt haben mir v.a. die verschiedenen Expositionen in Kombination mit den tollen Geländekammern gefallen. Vars Risoul - ob es jetzt was mit dem weißen Wald zu tun hat oder nicht - sollte man definitiv kennen! Absolute Empfehlung!
^^ Am Ende des Tages gönnten wir uns noch einen heißen Stein. So geht Skiurlaub!