Aprica - leere Pisten in den Fasnachtsferien! - 13.+14. Februar 2024

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lokfuehreraufski
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Aprica - leere Pisten in den Fasnachtsferien! - 13.+14. Februar 2024

Beitrag von lokfuehreraufski »

In diesem Jahr ging es auf die Mikro-Skiferien mit Sohnemann nach Aprica. Grund für die Wahl dieses Skiortes war die große Anzahl blau markierter Abfahrten und das fußläufige Erreichen der Abfahrten ab Unterkunft zusammen mit mutmaßlich günstigen Preise für Skipass und Gastronomie. Dass es in der Region keine Winter-Schulferien gibt, war Grund zur Annahme, dass wenig los sein würde, ebenso wie die geringe Anzahl buchbarer Unterkünfte (im August 2023) aufgrund der vielen Zweitwohnungen im Ort und wenigen Hotels.

Aprica liegt im Veltlin bzw. oberhalb des eigentlichen Tales auf der Passhöhe hinüber nach Edolo auf ca. 1200 m.ü.M. Es ist wie schon erwähnt und anderswo gelesen vor allem von Apartmenthäusern mit Zweitwohnungen geprägt, Hotels, Pensionen usw. gibt es nur sehr wenige. Der Ort selbst ist dagegen vergleichsweise groß und hat auch einen winzigen, alten Dorfkern. Die Skitradition währt hier schon lang und mindestens seit der 1960er Jahren scheint es ausgeprägte Pisten- und Aufstiegsanlagen zu geben, die ersterschließung wird mit "50er Jahre" angegeben (Bereich "Palabione").

Die Anreise nach Aprica erfolgte nach Empfehlung von Auto-Navi und Google Maps via Julier- und Berninapass

Anreise via Julier- und Berninapass, hier auf dem Julierpass:
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Nahe der Passhöhe am Ospizio Giulia, auf dem Bergrücken in Bildmitte liegt das Skigebiet "Bivio" mit seinen 3 Schleppliften:
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Auf der anderen Seite des höchsten Punkts sieht es aus wie in Norwegen?... Kanada?...:
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Ich halte mich nicht für einen sehr guten Autofahrer, aber was hier die SUVs mit Kennzeichen "ZH" oder "AG" so hochschleichen, wundert mich. Die Straße ist echt leicht zu fahren und oft könnte man theoretisch wirklich die zulässigen 80 km/h fahren. Warum können Bewohner eines Alpenlandes so schlecht in den Alpen Auto fahren?!

Anschließend nach Passieren des sehr überlaufen wirkenden St. Moritz geht's weiter via Berninapass, hier waren wir dann ab den Diavolezza-Bergbahnen allein auf weiter Flur, auch die Schleicher waren nun passé und wurden durch einzelne rasante "GR"-Automobilisten abgelöst, man ließ diese passieren und gut war. Alles bestens!
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Nach ca. 4,5 h erreichten wir dann Tirano in Italien. Nun waren es noch gute 15 km die Passtraße hinauf nach Aprica. Hier zeigte sich dann die italienische Mentalität - Kleinwagen auf rasanter Fahrt und überall Dellen in den Leitplanken :D .

Nach knapp 5 Stunden Fahrt kamen wir dann schließlich an. Die Unterkunft hatte ich im August 2023 via Booking.com gebucht. Immerhin 409,23 Euro für 3 Nächte ohne Verpflegung im Apartment bzw. Studio von 30 qm. Dafür gut ausgestattet mit Kamin und Aufzug und nur 200 m von den Bergbahnen. Die günstigste Unterkunft via Airbnb wäre für 85 Euro/Nacht plus 50 Euro Reinigungsgebühr und 50 Euro Airbnb-Gebühr zu haben gewesen. Ein Hotel gab es ab etwa 100 Euro/Person/Nacht. Vermutlich gibt es hier eben gar nicht viele Unterkünfte und noch weniger online buchbare.

Unsere befand sich in einem ausgestorbenen Appartementhaus mit schätzungsweise 24 Wohnungen, welche bis auf unsere und 2 weitere wohl leer standen (Fensterläden zu). Nebenan war auch alles leerstehend, nur ganz vereinzelt waren die Fensterläden auf, standen Autos oder war abends Licht zu sehen.

Blick vom Balkon Richtung Edolo:
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Zum Skigebiet selbst:

Das Skigebiet von Aprica ist wie folgt gegliedert: es gibt die 4 Bereiche
  • "Baradello" mit einer 4KSB ganz im Osten (und laut Pistenplan einem Förderband an der Talstation, dieses fehlte vor Ort)
  • "Palabione" mit einer 6er-Gondelbahn, einer 4SB und 2 Tellerliften sowie einem Förderband
  • "Magnolta" mit einer Gondelbahn (10er?), eine 4SB und einem Förderband
sowie
  • "Campetti" als großzügiges Anfängerareal im Tal mit 2 Tellerliften, 2 (3?) Förderbändern und einer 4SB, dieser Bereich befindet sich zwischen den Arealen "Baradello" und "Palabione"und ist (teils nur in eine Richtung) mit diesen Gebieten pistentechnisch verbunden
. Oben am Berg kann man zwischen allen 3 Gebieten hin und her fahren, die Verbindung Baradello -> Palabione erfordert das Fahren eines einfacheren Stücks roter Abfahrt, sonst sind die Verbindungen blau markiert und einfach zu fahren. Insgesamt sind es gut 50 Kilometer Pisten, 30 davon blau markiert. Wer rechtzeitig online bucht, bekommt den Skipass deutlich günstiger, es gibt Ermäßigungen für Kinderskipässe, wenn sie mit denen für Erwachsene zusammen gekauft werden, zu bestimmte Zeiten bekommt man bei Buchungen von bestimmten Hotels den Skipass gratis. Weiteres dazu hier (Englisch): https://www.apricaonline.com/en/fares-and-promotions

So wie ich das vor Ort wahrgenommen habe, gibt es drei Liftgesellschaften: eine für Baradello, das wohl eigentlich zur Gemeinde Corteno Golgi gehört, eine für Palabione und eine für Magnolta. Eventuell gibt es noch eine vierte für Campetti. Alle bieten einen gemeinsamen Aprica-Skipass. Wer weiß... .

Bedingt durch den Anfängerstatus meines Sohnes blieb uns der Bereich der blauen Abfahrten zum Fahren (und wir sind auch alle gefahren bis auf die "Piana dei Galli" im mittleren Abschnitt). Unsere Unterkunft lag nahe der 4KSB "Baradello", also starteten wir hier ins Gebiet. Die Sesselbahn ist vergleichsweise lang und fährt (je naxch Andrang) teilweise mit Höchstgeschwindigkeit. Es gibt eine Mittelstation für die Fahrt bergauf (nur Einstieg). Sie ersetzte irgendwann mal eine Gondelbahn bis zum "Pilzhaus" (siehe weiter unten) und einen anschließenden Schlepplift. Im Tal hätte eigentlich noch ein Förderband sein sollen, aber vermutlich wegen eines Bauprojektes fehlte dieses komplett. Auch von einem früher mal existenten Schlepplift als Verbindung Richtung Anfängergelände "Campetti" war nichts mehr zu sehen. Bei der 4KSB bleibt jeder 3. Sessel (manchmal auch jeder 2.) ab Talstation leer für den Zustieg ab Mittelstation.

Talstation 4KSB "Baradello", Wartezeiten gab es praktisch keine, es war ein direktes Durchgehen:
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Da fällt mir gerade ein: wer mit dem Wohnmobil/Camper zum Ski fahren will, für den gibt es in Aprica gleich bei der 4KSB "Baradello" einen größeren Camperstellplatz. Bezhalt wird scheinbar per Automat, ich las einen Preis von "1,50 Euro", vermutlich ist das dann pro Stunde, für einen Tag wäre es ja eher günstig. Auf jeden Fall kann man hier fast direkt aus dem Wohnmobil auf die Piste.

Oben am Monte Baradello angekommen:
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Piste "Panoramica", es hätte als steile Alternative noch eine schwarze Piste gegeben:
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Anstatt zurück ins Tal zu fahren, wechselten wir ins Teilgebiet "Palabione", was nur über eine kurze Passage einer roten Abfahrt (oder alternativ via. Tal - Anfängerlifte - Gondelbahn) möglich war.

Ab der Mittelstation im Gebiet "Palabione", wo die Gondelbahn aus dem Tal ankommt und ein Förderband, 1 Schlepplift und eine 4SB starten, fuhren wir mit jener 4SB hinauf. Hier gab es null Wartezeit und auch so einige leere Sessel.

Oben an der 4SB "Quadrifoglio" (übersetzt [vierblättriges] Kleeblatt):
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Es gänge noch eine Etage höher, ein Tellerlift führt noch gute 300 Höhenmeter weiter hinauf und erschließt eine rote und eine schwarze Piste. Sah verlockend aus, aber für Sohnemann zu anspruchsvoll und einen 9-jährigen unten warten lassen ist ja auch irgendwie blöd:
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Wir fuhren über die sehr panoramalastige Verbindungspiste vom Teilgebiet "Palabione" ins Teilgebiet "Magnolta" weiter, eine Chillabfahrt, auf der man es laufen lassen kann:
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Blick ab der selben Stelle in Gegenrichtung, da kreuzt die Verbindungspiste "Magnolta" -> "Palabione", die weiter unten dann doch eine richtige Abfahrt wird, um dann in die rote Hauptabfahrt des Gebietes "Palabione" einzumünden:
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Ein Stückchen weiter erreichten wir das Teilgebiet "Magnolta", rechts kommt der 1SL "Puncera" an, welcher zwei rote Abfahrten als Teil der Teilabfahrt entlang der Gondelbahn "Magnolta" bedient:
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Wir erreichten die wohl mit Abstand beliebteste Anlage und Piste in Aprica an der Piana dei Galli. Hier die gleichnamige 4SB "Piana dei Galli" mit blauer Piste, hier stand bis letzte Saison noch eine Doppelsesselbahn:
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Die also noch recht neue 4SB als einzige Anlage mit Wartezeit (ca. 5 min) (4SB "Piana dei Galli"):
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Oben dann an deren Bergstation wieder sehr schönes Panorama:
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Sohnemann wollte aber hier nicht runterfahren wegen des Wartens am Lift und so fuhren wir wieder per Verbindungspiste zurück in den Teilbereich "Palabione". Die Abfahrt hier wie erwähnt erst ein Skiweg zum Laufenlassen und weiter unten dann ein Stück richtige Piste.

Zurück im Bereich "Palabione": breite Carvingabfahrt zwischen 4SB "Quadrifoglio" und 1SL "Salina":
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Selbe Stelle, Blick nach oben, diverse rote Abfahrten, die eben benutzte Verbindung von "Magnolta" mündet von rechts etwa auf Höhe der Hütte am Waldrand ein:
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Nochmal die 4SB "Quadrifoglio" - Anlage mit Durchgehen ohne Wartezeit:
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Nun erstmal Mittagsessen im "Ristoro Paso". Durchaus gutes Essen (irgendwo zwischen schweizer Kantinenessen und richtigem Restaurant) zu normalen Preisen in Selbstbedienung. Es gibt neben lokalen Gerichten auch Klassiker wie Würstchen oder Schnitzel mit Pommes, Pasta und Pizza sowie Suppen. Für ganz Schnelle gibt es im Barbereich noch Panini und Piadina sowie Süßkram. Preise hier sehr fair: Kaffee 1,50, Wasser 0,5 l 1,50, Cappuccino 2,50. Würstel mit Pommes 11 Euro.

Nach dem Essen dann weiter auf der Verbindungspiste "Palabione - Baradello", auch eine sehr schöne blaue Abfahrt:
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Wir nahmen an, es gänge direkt auf die Talabfahrt runter Richtung Anfängergelände "Campetti", aber nix war, diese wendet nämlich ein paar Meter weiter oben. Also mussten wir erstmal ab Mittelstation mit der 4KSB "Baradello" wieder rauf und dann fast die ganze "Panoramica" runter.

Wieder auf der "Panoramica" - blaue Traumabfahrt mit 6,5 km und Beleuchtung für Nachtbetrieb (Do und Sa), der Name ist Programm, der Blick reichte bis zum Monte-Rosa-Massiv (Verifiziert mit PeakFinder-App)
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Ein paar hundert Meter oberhalb der Talstation der 4KSB "Baradello" zweigt ein Verbindungsweg (mit "Tunnel"!) zum Bereich "Campetti" ab. Nun waren wir also im Afängerbereich, via Nutzung des 1SL "San Pietro" wechselten wir rüber zur 4SB.

4SB "Alpe Vago" - nix los:
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...weiter östlich folgen 2 Förderbänder und zwei Tellerlifte:
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Blick von der Bergstation des 1SL "San Pietro", der längsten (und schnellsten) Anlage im Anfängerparadies:
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Der Anfängerbereich hatte am Wochenende vorher unter Regen im Talbereich gelitten. Die Grundlage wurde hier anschließend zu Eis, wie man auf der Webcam beobachten konnte. Insofern Respekt an die Pistenmacher, dass man mit technisch erzeugtem Schnee und Können mehrere doch gut zu fahrende, breite Anfängerpisten zustande bekam, die selbst mir Spaß machten (aber bissel zu kurz waren) :).

Nachdem wir bisschen rumgerutscht waren und nach einer Kaffeepause in der Bar "Masai" (auch preiswert, caffè nur noch 1,20 Euro! - es gibt hier auch Pizza & Panini & Piadina) , fuhren wird auf Wunsch eines 9-jährigen mit der 6er-Gondel "Palabione" wieder rauf. Um zur Gondel zu kommen, konnte man ab dem Anfängergelände wiederum eine Verbindungspiste nehmen, retour gänge es aber nur zu Fuß, via Berg oder mit dem Skibus (sind so 250 m). Anstelle dieser Gondelbahn standen hier früher zwei parallele Anlagen: eine 2-Seil-Umlaufbahn und eine DSB. Die Schneise im Wald ist entsprechend breit.

6er-Gondelbahn (Agamatic/CWA) "Palabione":
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Die 6er-Gondel war eigentlich ganz nett. Für meinen Sohn war sie "alt", für mich eigentlich recht modern, denn solche Anlagen waren in den 90ern der neuste Schrei. Stoffbezogene Sitzbänke, zum Öffnen nach außen schwingende Türen, ruhige Fahrt - sowas hat mich soweit fasziniert, dass ich 1997/98 beim jeweiligen Skikurs vom Gymnasium im Tauferer Ahrntal immer wieder mit solch einer Bahn fuhr - auch wenn das die Nutzung der eigentlich langweiligen Talabfahrt erforderte.

Nach einer erneuten Runde über die blauen Verbdindungspisten ab der 4SB "Quadrifoglio" und einem erneuten Kaffeestopp im Ristoro Paso fuhren wir dann wieder zur Mittelstation der 4KSB und dann die lange Abfahrt ab Monte Baradello ins Tal.

Piste "Panoramica", weiter unten:
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Der Abend klang dann aus mit Essen im Appartement.

Tag 2:

Es fing gleich an wie am ersten Tag, rauf mit der Baradello-4KSB, "Panoramica" runter bis zur Mittelstation, wieder rauf und dann zweites Frühstück auf dieser Hütte am Monte Baradello. Diese war vergleichsweise teuer und ungemütlich (Alustühle drinnen....), dafür mit tschechischer Speisekarte:
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Ein Foto mit mir (links im Bild :biggrin: ), Sohnemanns Gesicht aus Gründen retuschiert:
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Anschließend fuhren wir nochmals rüber nach "Palabione":

Roter Abschnitt der Verbindung "Baradello - Palabione" (östlich des 1SL "Salina"):
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1SL "Salina" - auch hier direktes Durchgehen:
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Blick vom 1SL "Salina" via Gondelbahn "Palabione" zum Teilgebiet "Magnolta" mit gleichnamiger Gondelbahn:
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Wir fuhren mit dem 1SL rauf, was recht gemütlich war. In Erwartung einer blaue markierten Abfahrt gemäß Pistenplan und Ausschilderung waren wir dann doch recht "schockiert", dass es erstmal nur steil runterging. Anderswo im Gebiet ist solch ein Gefälle schwarz markiert! Warum auch immer das hier so gelöst wurde...

Irgendwie schaffte es Sohnemann dennoch und wir fuhren nochmal mit der 4SB "Quadrifoglio" rauf, um die schöne blaue Genuss-Verbindungspiste zu nehmen.

Religiöses an der Verbindung "Palabione - Magnolta"...
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Rückschuss von der genannten Verbindungspiste Richtung Teilgebiet "Palabione", wo der höchste Punkt am 1Sl "Dosso Paso" mit dem Aussichtspunkt "Valletta" liegt:
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Blick zur Piste "Panoramica" im Teilgebiet "Baradello":
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Zum Mittagessen kehrten wir erneut im "Ristoro Paso" ein. Während mein Sohn das gewohnte "Würstel mit Pommes" wählte, war ich mutig und bestellte "Sciatt". Eine lokale Spezialität mit in Buchweizenteig frittierten Käsewürfeln auf Salat mit Salamischeiben - mega lecker!

"Sciatt":
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Anschließend fuhren wir mangels Kondition und Lust des Kleinen mit der 6er-Gondel runter ins Tal. Hier liefen wir dann zum Anfängergelände (wann der Skibus fährt, weiß man ja nie, waren aber auch nur 250 Meter)

Architektur im Ort á la "vier Geschosse darf ich, alles andere ist Dachboden":
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Talstation Gondelbahn "Palabione", warum da ein Turm steht, weiß wohl niemand:
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Zurück am Anfängerhang fuhren wir noch ein bisschen hin und her, hoch und runter.

"Freddy Fazbear" wartet auf Kinder :mrgreen: :
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Später wollte mein Sohn nochmal mit der 4KSB rauf und die lange Talabfahrt runter.

Piste "Panoramica" mit "Il Fungo" - dem Pilzhaus mit unbekannter Funktion:
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Da wo "Il Fungo" steht, war früher die Mittelstation des Teilgebiets "Baradello". Hier endete die Gondelbahn vom Ortsteil San Pietro und begann der (steile?) SL bis (fast) zum Gipfel des Monte Baradello.

Konditionsmässig langte es dem Kleinen nur noch bis zur Mittelstation der 4KSB. Wir fuhren also rauf und oben dann als Fußgänger wieder runter bis ins Tal. Hierzu musste man die Ski abschnallen - sie wurden dem nächsten Sessel mitgegeben.

Unten dann: Aprés Ski mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis an der Talstation der 4KSB "Baradello" - keine Suffis, keine Schlager, einfach Leben genießen:
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Nochmal 4KSB "Baradello":
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Am Letzten Tag zufällig gefunden - die Skibushaltestelle direkt am Haus :rolleyes:
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Fazit:
Aprica ist als Skigebiet sehr schön. Ein tolles Gebiet mit vielen Pisten und viel Abwechslung und geniales Panorama. Gern wäre ich auch mal rot oder schwarz gefahren - das sah alles toll aus! Die Präparierung war vorbildlich - keine Absätze, Kanten oder Ähnliches. Da insgesamt trotz eigentlicher Hauptsaison wenig los war, gab es kaum bis keine Wartezeiten, auch in den Restaurants haben wir direkt Platz gefunden. Die Pisten waren bis zum Betriebsschluss sehr gut fahrbar. Das Personal war extrem freundlich und aufmerksam, alle Anlagen sehr gepflegt. Hier komme ich gern mal wieder her! Der Ort selbst wirkte recht ausgestorben. Viele Zweitwohnungen waren nicht belegt und die Handvoll Touristen und die paar Schul-Skigruppen verloren sich nahezu im Ort. Dennoch herrschte in den Bars am Berg wie im Tal eine gewissen Stimmung, wie ich sie von den Stränden der Romagna um Ravenna her kenne: entspannt, italienische Musik, freundliche Leute, kein Stress, keine Besoffenen. Hier fährt man entweder Ski oder schaut seinen Kindern dabei zu oder man chillt. Keine grundagressiv-partylastige Stimmung à la Zillertal oder Ischgl. Die meisten Gäste schienen übrigens aus Tschechien zu stammen, dann folgten die Italiener, eine handvoll Schweizer (Kennzeichen Tessin) und ganz ganz wenige Deutsche. Hier und da hörte man auch Englisch. Letztere Menschen fielen auf der Piste auch durch Gruppenbildung und schlechten Fahrstil mit unpassender Kleidung auf :) - waren aber nie gefährdend unterwegs!

Den Skipass hatte ich übrigens im Voraus online gekauft, ich musste nur die Chipkarten vor Ort holen und online aktivieren (ca. 140 Euro für 1 Erwachsenen und 1 Kind für 2 Tage). Online spart man teilweise noch ordentlich, wobei die Liftpreise an sich auch noch fair sind.
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Re: Aprica - leere Pisten in den Fasnachtsferien! - 13.+14. Februar 2024

Beitrag von Zottel »

Danke für diesen detaillierten Bericht. Liest sich so, als hättet ihr eine gelungene Auszeit gehabt. Wie habt ihr euch abends und morgens verpflegt, gibt's im Ort eine gescheite Einkaufsmöglichkeit?
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