Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

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MarcB96
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von MarcB96 »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 06.06.2024 - 19:50 Niemand steht unverschuldet im Stau. Jeder der drin steht ist auch Teil des Problems. Das ist ein Narrativ das gepflegt wird um Maßnahmen durchzusetzen die sich nur um einen Teil des Problems kümmern und den eigenen Wählern ja nicht auf den Schlips zu treten. Das gilt natürlich auch für Tirol, da tragen die Einheimischen auch einen erheblichen Teil zum Stau bei, seien es die Pendler nach Innsbruck oder die Ausflügler in die Täler. Einschränken sollen sich bitte die Anderen.
Es könnte ja so einfach sein...den Öpnv massiv ausbauen und fördern. Dann wäre ein Großteil an Tagesausflüglern und Pendlern schonmal von den Straßen. Aber sehr wahrscheinlich wurde und wird das von exakt den gleichen Leuten (der ganze konservative Sumpf an ÖVP und FPÖ), die jetzt groß nach Maßnahmen schreien und wie schlimm doch alles ist, um jeden Preis verhindert :rolleyes: .
Und halt vor Allem endlich mal zwischen Durchreisenden (die mit Camper, etc runter nach Italien, etc wollen) und Tagesgästen (oder Touristen, die wenigstens im Land bleiben wollen), die innerhalb von Österreich bleiben, unterscheiden. Macht man soweit ich weiß ja auch nicht.
So wie es jetzt gehandhabt wird, ist es nichts weiter als plumper türkiser Populismus gepaart mit staatlich geförderter Wegelagerei (die Asfinag wird sich freuen...endlich werden die Leute defacto gezwungen, bei ihnen Geld auszugeben :rolleyes: ).

j-d-s
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von j-d-s »

Das funktioniert aber nicht:
-Unterscheidung nach Quell- oder Ziel-Land (sofern beides in der EU) ist EU-rechtswidrig. Unterscheidungen dürfen allenfalls nach lokalem Quell- und Zielverkehr erfolgen - und das bedeutet dann aber eben auch, dass bspw. Berchtesgaden zum Anrainerverkehr Hallein gehört (da näheste Route bspw. nach Süden auf der Autobahn), aber Salzburg-Stadt nicht (da die andere Aus-/Einfahrten haben).
-"ÖPNV ausbauen" ist in vielerlei Faktoren eine Pseudolösung, die in der Praxis nicht oder nur unter enormen dauerhaften Kosten umsetzbar ist und selbst dann nur in geringem Umfang etwas ändert. Denn insbesondere auf dem Land kann man keinen Bus jede Stunde fahren lassen, da zu teuer (abgesehen davon dass man gar nicht so viele Busfahrer hat), und selbst dann müssten die Fahrgäste ja in der Regel, ggf. sogar mehrfach, umsteigen - alleine dadurch dauert es viel länger als mit dem Auto. Beim Fernverkehr ist es ein ähnliches Problem, da man eben nicht von allen größeren Städten in alle Zielorte Fernverkehrszüge fahren lassen kann (alleine weil man nicht so viele Lokführer hat und auch nicht zu viele Zwischenhalte haben darf). Selbst dann bleibt ja das Problem vom Gepäck und dass man am Zielort wohl eher weniger den Bahnhof als Ziel hatte - also erneut umsteigen und schleppen.

Das Kernproblem ist unterm Strich schlichtweg, dass wir immer mehr Bevölkerung (hauptsächlich durch Zuwanderung) haben und die Wirtschaft immer weiter wächst, wodurch notwendigerweise mehr Waren und Menschen befördert werden und hier eben die einfachste, günstigste, komfortabelste und beste Methode in der Regel die Straße ist.

Die einzige Lösung ist daher der konsequente Ausbau der Straßenkapazität (in D ist auch die A9 München-Berlin durchgehend auf mindestens 6 Spuren ausgebaut worden nach 1990), was die Errichtung von Ausweichkapazität an Engstellen die mglw. für Sanierungen komplett gesperrt werden müssen einbezieht (wie bspw. am Elbtunnel Hamburg).
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Seilbahnjunkie
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von Seilbahnjunkie »

So ein Blödsinn, Straßen ausbauen bring gar nichts, nur noch mehr Verkehr. Das ist längst evidenzbasierte Lehrmeinung in der Verkehrsplanung. Nur ewig gestrige Verkehrsplaner und Autolobbyisten meinen man bräuchte nur noch eine Spur dazu bauen und da ist der Stau weg.

Und lustig, dass du behauptest man könnte auf dem Land nicht jeden Stunde einen Bus fahren lassen. In Tirol gibt es schon mehrere Tälern in denen jede halbe Stunde ein Bus fährt. Stell dir vor, die werden auch genutzt.
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von Thunderbird80 »

Natürlich bringt das was. Siehe A8 Ulm-München wie gut der Verkehr dort läuft seitdem auf 6 Spuren ausgebaut wurde. Nach deiner Logik könnte man demnach auf jeder Autobahn eine Spur pro Richtung wegnehmen und der Verkehr läuft trotzdem
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ThomasZ
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von ThomasZ »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 23.06.2024 - 01:06 evidenzbasierte Lehrmeinung
Auch Wissenschaft kann schon mal irren... Vor allem wenn auch noch viel Ideologie drin steckt.

Mehr Betten erzeugen mehr Verkehr, weil mehr Menschen eine Unterkunft finden. Die Quartiere sind mMn der limitierende Faktor. Warum soll eine Fahrspur mehr, mehr Verkehr erzeugen, außer wenn durch den Stau viel abgeschreckt wären und deshalb nicht gefahren sind?
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Seilbahnjunkie
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Genau das ist aber der Fall, Staus motivieren Leute dazu nicht zu fahren oder Alternativen zu nutzen.

Bei der Ideologie stimme ich dir zu. Die Ideologie von unendlicher Freiheit verstellt den Blick auf die Realität, dass man ständig wachsendem Straßenverkehr nicht einfach immer hinterher bauen kann.
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von Thunderbird80 »

Genau dann fängst du am Besten gleich damit an deine individuelle Freiheit einzuschränken und verkaufst dein Auto. (wovon ich ausgehe dass du eins hast)
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ThomasZ
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von ThomasZ »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 23.06.2024 - 11:42 Genau das ist aber der Fall, Staus motivieren Leute dazu nicht zu fahren oder Alternativen zu nutzen.

Bei der Ideologie stimme ich dir zu. Die Ideologie von unendlicher Freiheit verstellt den Blick auf die Realität, dass man ständig wachsendem Straßenverkehr nicht einfach immer hinterher bauen kann.
Naja, wir viele Leute sich immer wieder freiwillig an Staus anstellen, zeigt, dass es nichts so ist wie du schreibst. Du willst nix anderes glaube, deshalb Diskussion unnütz.
MarcB96
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von MarcB96 »

j-d-s hat geschrieben: 22.06.2024 - 21:05 Das funktioniert aber nicht:
-Unterscheidung nach Quell- oder Ziel-Land (sofern beides in der EU) ist EU-rechtswidrig. Unterscheidungen dürfen allenfalls nach lokalem Quell- und Zielverkehr erfolgen - und das bedeutet dann aber eben auch, dass bspw. Berchtesgaden zum Anrainerverkehr Hallein gehört (da näheste Route bspw. nach Süden auf der Autobahn), aber Salzburg-Stadt nicht (da die andere Aus-/Einfahrten haben).
-"ÖPNV ausbauen" ist in vielerlei Faktoren eine Pseudolösung, die in der Praxis nicht oder nur unter enormen dauerhaften Kosten umsetzbar ist und selbst dann nur in geringem Umfang etwas ändert. Denn insbesondere auf dem Land kann man keinen Bus jede Stunde fahren lassen, da zu teuer (abgesehen davon dass man gar nicht so viele Busfahrer hat), und selbst dann müssten die Fahrgäste ja in der Regel, ggf. sogar mehrfach, umsteigen - alleine dadurch dauert es viel länger als mit dem Auto. Beim Fernverkehr ist es ein ähnliches Problem, da man eben nicht von allen größeren Städten in alle Zielorte Fernverkehrszüge fahren lassen kann (alleine weil man nicht so viele Lokführer hat und auch nicht zu viele Zwischenhalte haben darf). Selbst dann bleibt ja das Problem vom Gepäck und dass man am Zielort wohl eher weniger den Bahnhof als Ziel hatte - also erneut umsteigen und schleppen.

Das Kernproblem ist unterm Strich schlichtweg, dass wir immer mehr Bevölkerung (hauptsächlich durch Zuwanderung) haben und die Wirtschaft immer weiter wächst, wodurch notwendigerweise mehr Waren und Menschen befördert werden und hier eben die einfachste, günstigste, komfortabelste und beste Methode in der Regel die Straße ist.

Die einzige Lösung ist daher der konsequente Ausbau der Straßenkapazität (in D ist auch die A9 München-Berlin durchgehend auf mindestens 6 Spuren ausgebaut worden nach 1990), was die Errichtung von Ausweichkapazität an Engstellen die mglw. für Sanierungen komplett gesperrt werden müssen einbezieht (wie bspw. am Elbtunnel Hamburg).
Das sind genau die immergleichen Scheinargumente der Konservativen...es würde ja alles ach so viel Geld kosten.
Klar kostet es Geld, aber das Geld hat ein Staat verdammt nochmal zu haben (wir geben Abermilliarden für irgendwelche schwachsinnigen Sondervermögen aus, aber jegliche Infrastruktur wird als zu teuer angesehen).
Die immer mehr zunehmende Bevölkerung und jegliche Zuwanderung wirst du (auch wenn das bekanntlich der feuchte Traum des ganzen braunen Drecks ist) nicht verhindern können.
Mittel-/langfristig muss der ÖPNV (eigentlich der gesamte Nah- und Fernverkehr, sowohl für den Personen- als auch Gütertransport) massiv ausgebaut werden. Denn Einschränkungen des Individualverkehrs werden leider immer häufiger nötig werden.
Aber man muss den Leuten verdammt nochmal Alternativen bieten (einfach sagen, "dann bleibt halt daheim" ist genauso Müll). Und einfach immer mehr Straßen bzw mehr Fahrspuren bauen, ist KEINE Lösung.

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scratch
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von scratch »

Und alle paar Monate grüßt das Murmeltier :D
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Es ist ja schön und gut, wenn jeder seine eigene Meinung hat. Aber zu einer sinnvollen Diskussion gehört dann auch, dass man seine Meinung mit Fakten untermauert und nicht einfach sagt "mit dir zu diskutieren ist sinnlos".
Aber das ist natürlich mühsam. Viel einfacher ist es, dem anderen Ideologie vor zu werfen und die Diskussion zu beenden, bevor sie angefangen hat. So bringt man was vorwärts! :zustimm:
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Seilbahnjunkie
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Thunderbird80 hat geschrieben: 23.06.2024 - 13:30 Genau dann fängst du am Besten gleich damit an deine individuelle Freiheit einzuschränken und verkaufst dein Auto. (wovon ich ausgehe dass du eins hast)
Und da geht das Problem in den Köpfen schon los. Ein Auto hat man einfach, ohne geht ja nicht und Skifahren kann man eh ohne Auto überhaupt nicht.
Nein, ich hab keins, hatte ich noch nie. Ich predige nicht Wasser und saufe Wein, tut mir leid.

Meine persönliche Freiheit einzuschränken findet ihr natürlich voll ok, denn man kann ja nicht überall einen Bus fahren lassen, ist ja viel zu teuer.
MarcB96
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von MarcB96 »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 23.06.2024 - 17:25
Thunderbird80 hat geschrieben: 23.06.2024 - 13:30 Genau dann fängst du am Besten gleich damit an deine individuelle Freiheit einzuschränken und verkaufst dein Auto. (wovon ich ausgehe dass du eins hast)
Und da geht das Problem in den Köpfen schon los. Ein Auto hat man einfach, ohne geht ja nicht und Skifahren kann man eh ohne Auto überhaupt nicht.
Nein, ich hab keins, hatte ich noch nie. Ich predige nicht Wasser und saufe Wein, tut mir leid.

Meine persönliche Freiheit einzuschränken findet ihr natürlich voll ok, denn man kann ja nicht überall einen Bus fahren lassen, ist ja viel zu teuer.
Das denk ich mir auch immer...so viele Orte sind defacto nur mit dem Auto erreichbar. Und gerade enge, recht vielbefahrene Straßen willst dir mit dem Fahrrad oder zu Fuß ja auch nicht unbedingt antun (mal abgesehen von Gesundheitsrisiken möchte ich den anderen Verkehrsteilnehmern nicht antun, ewig lang hinter einem sich langsam den Berg hochquälenden Fahrrad zu hängen, ohne dran vorbei zu können....rein aus (dem allzu oft geforderten) gegenseitigem Respekt).
Aber meist führen solche Straßen zu den besonders schönen Orten in den Alpen.
Beim Camping ist es mittlerweile ja ähnlich schlimm (dass es gefühlt nur noch auf Autofahrer/ Camper ausgelegt wird). Überall schießen Stellplätze für Camper wie Pilze aus dem Boden......aber fahr mal mit dem Fahrrad mit Zelt rum, man verzweifelt schlichtweg. Weil es immer weniger geeignete Plätze gibt.

Alle, die nur ständig rumheulen, weil sie in Allem und überall eine "Diskriminierung des MIV" sehen, sollten vllt mal die Augen aufmachen.
j-d-s
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von j-d-s »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 23.06.2024 - 01:06 So ein Blödsinn, Straßen ausbauen bring gar nichts, nur noch mehr Verkehr. Das ist längst evidenzbasierte Lehrmeinung in der Verkehrsplanung. Nur ewig gestrige Verkehrsplaner und Autolobbyisten meinen man bräuchte nur noch eine Spur dazu bauen und da ist der Stau weg.
Falsch, dass Straßen ausbauen "gar nichts" bringt, ist klar widerlegt.

Ja, es gibt durch Straßenausbau auch zusätzlichen Verkehr, induzierten Verkehr genannt, allerdings geht dieser zu einem großen Teil auf oftmals sogar erwünschte Verkehrsverlagerungen wie bspw. von Ortsdurchfahrten auf Fernstraßen zurück, der Anteil wirklich sonst nicht erfolgter Fahrten ist sehr gering, das kannst du in nahezu jeder Studie durchlesen.

Im konkreten Fall ist es sogar so, dass wir einerseits das Problem der Tauernautobahn haben, wo gar nicht die Kapazität an sich zu gering ist, sondern dass man kein Sanierungskonzept ohne Erzeugung von massiven Staus hat, was möglich wäre, bspw. mit dritten Röhren oder mit nächtlichen Arbeiten, während wir bei der Inntalautobahn hauptsächlich LKW-Verkehr haben der sicher kaum induziert werden kann, oder wieso sollten plötzlich mehr Güter gekauft und verkauft werden nur weil es drei Spuren gibt?
Und lustig, dass du behauptest man könnte auf dem Land nicht jeden Stunde einen Bus fahren lassen. In Tirol gibt es schon mehrere Tälern in denen jede halbe Stunde ein Bus fährt. Stell dir vor, die werden auch genutzt.
Aber nicht flächendeckend und nicht über so große Strecken wie es bspw. in Bayern wäre, Bayern ist auch alleine größer als ganz Österreich, aber selbst mit "viel ÖPNV" kommt man damit bei jeder Strecke von 50-500 km sehr viel langsamer und deutlich unkomfortabler ans Ziel als mit dem Auto.
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 23.06.2024 - 11:42 Genau das ist aber der Fall, Staus motivieren Leute dazu nicht zu fahren oder Alternativen zu nutzen.

Bei der Ideologie stimme ich dir zu. Die Ideologie von unendlicher Freiheit verstellt den Blick auf die Realität, dass man ständig wachsendem Straßenverkehr nicht einfach immer hinterher bauen kann.
Schön, dass du selbst bemerkst, dass Forderungen zur "Umstellung der Mobilitätsgewohnheiten der Menschen" eine Reduktion von Freiheit bringen.

Es kann und sollte nicht unser Konzept, unser Ziel sein, die Freiheit, den Wohlstand und die Lebensqualität der Menschen zu reduzieren, sondern sie zu erhöhen.

Das geht eben nicht mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, und übrigens auch nicht mit Elektroautos, da beides klare Rückschritte für die Mobilitätsnutzer sind.

Diese Art von Rückwärtsgewandtheit, Fortschrittsfeindlichkeit und antifreiheitlich-gängelnder Gesinnung sollten wir als Gesellschaft umfassend ablehnen und stattdessen Sorge dafür tragen, dass alle nach ihrer Facon glücklich werden können, statt anderen den eigenen Willen aufzwingen zu wollen und das geht eben nunmal am Besten durch Ausbauten der vorhandenen Fernstraßen.

Denn wirklich einen nennenswerten Vorteil vom Stau-provozieren, Einschränkungen, Verboten, Verhinderung von Ausbauten hat keiner, nur Fundamentalisten und Extremisten fühlen sich in ihrem politischen Empfinden gestört, denn mal ehrlich, wenn man die wichtigsten Autobahnen in Österreich auf 3 Spuren pro Richtung ausbaut wird das weder Lärm noch Abgase in einem irgendwie mit menschlichen Sinnen bemerkbaren Maße erhöhen, denn die Autobahnen sind ja eh schon da.
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von F. Feser »

Bayern ist nicht größer als Österreich…
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von MarcB96 »

j-d-s hat geschrieben: 23.06.2024 - 23:36 Das geht eben nicht mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, und übrigens auch nicht mit Elektroautos, da beides klare Rückschritte für die Mobilitätsnutzer sind.

Diese Art von Rückwärtsgewandtheit, Fortschrittsfeindlichkeit und antifreiheitlich-gängelnder Gesinnung sollten wir als Gesellschaft umfassend ablehnen und stattdessen Sorge dafür tragen, dass alle nach ihrer Facon glücklich werden können, statt anderen den eigenen Willen aufzwingen zu wollen und das geht eben nunmal am Besten durch Ausbauten der vorhandenen Fernstraßen.
Es würde mit Öffentlichen Verkehrsmitteln gehen, wenn diese nicht (da Deutschland politisch gewollt ein reines Autofahrerland ist) durch eine völlig dilettantische Politik kaputtgemacht worden wären. Klar muss der Staat da (den Dank dafür kann man gerne an die vorherigen Generationen richten...) erstmal Milliarden reinstecken. Aber das Geld hat ein Staat für kritische Infrastruktur einfach zu haben.

Elektroautos wären höchstens für größere Städte eine Lösung. Für Überlandfahrten ist klar, dass es nicht die Zukunft sein kann.
Denn wirklich einen nennenswerten Vorteil vom Stau-provozieren, Einschränkungen, Verboten, Verhinderung von Ausbauten hat keiner, nur Fundamentalisten und Extremisten fühlen sich in ihrem politischen Empfinden gestört, denn mal ehrlich, wenn man die wichtigsten Autobahnen in Österreich auf 3 Spuren pro Richtung ausbaut wird das weder Lärm noch Abgase in einem irgendwie mit menschlichen Sinnen bemerkbaren Maße erhöhen, denn die Autobahnen sind ja eh schon da.
Wie willst du bitte Autobahnen in den Alpen breiter machen? Die Tunnel und Brücken (von denen garantiert jede Autobahn mehr als Einen hat) kannst nicht einfach mal schnell verbreitern. Das sind Arbeiten, die, falls überhaupt möglich, Jahrzehnte dauern würden. Und wenn man nur die Abschnitte ohne Tunnel oder Brücken breiter macht, staut es sich genau vor denen dann wieder.
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von MarcB96 »

F. Feser hat geschrieben: 24.06.2024 - 00:17 Bayern ist nicht größer als Österreich…
Vom Ego her ganz sicher...
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von snowflat »

Hatte die Tag ein Video gesehen, auf dem im linken Teil durch die alte Röhre gefahren wurde und im rechten Teil durch die sanierte Röhre. Der direkte Vergleich war wie Tag und Nacht ... im Wahrsten Sinne des Wortes was die Helligkeit angeht.
Seit den frühen Morgenstunden ist die größte Straßenbaustelle Salzburgs keine Baustelle mehr. Bei der 14 Kilometer langen Teilstrecke der Tauernautobahn (A10), auf der die Tunnel saniert werden, sind nun alle Fahrspuren frei. Das bringt Autofahrern und Anrainergemeinden Erleichterung – zumindest knapp zwei Monate lang.
Quelle: Alle Fahrspuren auf Tunnelstrecke nun frei
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von snowflat »

In der Nacht auf 10. September wird die Tunnelbaustelle auf der Tauernautobahn (A10) zwischen Golling (Tennengau) und Werfen (Pongau) wieder aktiviert. Dann beginnt die zweite und letzte Bauphase. Bis Sommer 2025 wird die A10 wieder in beide Richtungen nur einspurig befahrbar sein.
Quelle: Tunnelsanierung auf A10 startet wieder
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von snowflat »

In Richtung Salzburg heute 16km Stau und bis zu 3h Zeitverlust: https://salzburg.orf.at/stories/3273072/
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von Reinhard S. »

Ich dachte mir ja eigentlich, wenn dann eine Röhre saniert ist, daß sich dann auch die Stausituation etwas entspannt.

Heute den Praxistest gemacht. Von Süden kommend. Etwa einen Kilometer vor Knoten Pongau bis Golling in knapp 2 Stunden... :cry:

Wenn das kein Ausreißer war, dann wird das im Winter an schönen Wochenendtagen nicht lustig...
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beast
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von beast »

Reinhard S. hat geschrieben: 24.09.2024 - 19:56 Ich dachte mir ja eigentlich, wenn dann eine Röhre saniert ist, daß sich dann auch die Stausituation etwas entspannt.

Heute den Praxistest gemacht. Von Süden kommend. Etwa einen Kilometer vor Knoten Pongau bis Golling in knapp 2 Stunden... :cry:

Wenn das kein Ausreißer war, dann wird das im Winter an schönen Wochenendtagen nicht lustig...
Wieso sollte das dieses Jahr anders sein. Auch wenn jetzt eine Röhre saniert ist?
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Reinhard S.
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von Reinhard S. »

beast hat geschrieben: 24.09.2024 - 20:12
Reinhard S. hat geschrieben: 24.09.2024 - 19:56 Ich dachte mir ja eigentlich, wenn dann eine Röhre saniert ist, daß sich dann auch die Stausituation etwas entspannt.

Heute den Praxistest gemacht. Von Süden kommend. Etwa einen Kilometer vor Knoten Pongau bis Golling in knapp 2 Stunden... :cry:

Wenn das kein Ausreißer war, dann wird das im Winter an schönen Wochenendtagen nicht lustig...
Wieso sollte das dieses Jahr anders sein. Auch wenn jetzt eine Röhre saniert ist?
Bis vor einigen Monaten ging der Verkehr noch durch einen rumpeligen Tunnel. Der Tunnel, durch den der Verkehr jetzt fließt ist
hell und hat vor allem einen Belag ohne Schlaglöcher.

Bei der Menge an Fahrzeugen die da durchfährt machen kleinste Ausweich- oder Bremsmanöver sicher was aus.
Und das passiert sicher bei schlechteren Fahrbahnen öfter.
Gibt ja da auch Untersuchungen wie Stau oder auch "Phantomstau" entsteht.
Zutaten dazu sind wohl viel Verkehr und unrhytmischer/bremsiger Verkehrsfluß.

Und genau das hatte ich im Kopf. Aber da hab ich mich wohl leider getäuscht..
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von tmk1609 »

Rechne nicht, dass sich da irgendwas ändert von der Zeit her über den Winter.
Da heißt's jetzt noch einmal durchbeissen und dann haben wir wieder 20 Jahre eine Ruhe (schätz ich mal....). :balloon:

lg, da TMK
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snowflat
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von snowflat »

Auf die Auswirkungen der Tunnelbaustelle auf der A10-Tauernautobahn angesprochen, antwortete er: „Wir werden sicher wieder mit der Tunnelbaustelle hadern, wie schon im letzten Winter. Zum Schluss hinaus hat sich aber gezeigt, dass es besser geworden ist. Wir machen auch was dagegen: Einzelne Anlagen sollen auch heuer wieder um acht Uhr aufsperren.“ Im vergangenen Winter kam es durch die Tunnelsanierung zwischen Golling (Tennengau) und Werfen (Pongau) zu zahlreichen Staus, als Skifahrerinnen und Skifahrer in die Skigebiete fahren wollten.
Quelle: Seilbahner erwarten starke Wintersaison
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Kreon100
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Re: Autobahnsperre: Salzburger Seilbahner befürchten Riesenverluste

Beitrag von Kreon100 »

Ich kann mich nur wiederholen: Ich verstehe nicht, wie man sich da jeden Tag in den Stau stellen kann. Das können ja nicht alles Bewohner eines abgelegenen Tales, wo nur einmal am Tag ein Bus fährt, sein. Wenn es da so viel Verkehrsaufkommen gibt, würde sich ja in jedem Tal ein hochfrequenter Omnibus-Takt lohnen. Nee, das sind geschätzt wohl eher zu 80% Überzeugungstäter und ÖPNV-Verweigerer, die da im Stau stehen. Selbst schuld.

Ich freue mich schon, da in 10 Tagen gemütlich im Zug vorbei zu fahren, in die Landschaft zu schauen und einen Kaffee im Restaurant zu trinken, Zeitung lesen, E-Mails bearbeiten etc.... Für mich (also meiner Meinung nach) die einzige zeitgemäße Art, zu reisen. In den meisten Skiorten sind die Skibusse so gut, da braucht man kein Auto, das steht da 1 Woche nur rum. Gerade in Skiamade kann man auch die anderen Skigebiete sehr gut und kostenlos (!) mit dem Zug/Skibus erreichen. Wer es da vorzieht, im Stau zu stehen, dem ist nicht zu helfen.
Rossignol Hero Elite ST TI (2023) 167 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
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