Saline Valley Salt Tramway Expedition

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Relax
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Saline Valley Salt Tramway Expedition

Beitrag von Relax »

Einführung, oder das Objekt der Begierde: Das Saline Valley Salt Tram befindet sich in Inyo County, Kalifornien, Vereinigte Staaten. Die elektrische Materialseilbahn wurde von 1911 bis 1913 gebaut, um Salz aus dem Saline Valley über die Inyo Mountains in das Owens Valley zu transportieren. Sie legte eine Strecke von 21,6 km zurück und war von 1913 bis 1935 für vier verschiedene Unternehmen in Betrieb. Während ihres Betriebs war sie die steilste Seilbahn in den Vereinigten Staaten.
Die Seilbahn wurde von der Trenton Iron Company für die Saline Valley Salt Company (SVSC) gebaut. Der Salzbergbaubetrieb und die Seilbahn wurden 1915 an die Owens Valley Salt Company verpachtet, bis diese 1918 in Konkurs ging. Im Jahr 1920 wurde die Materialseilbahn n von der Trenton Iron Company übernommen, die sie 1928 an die Sierra Salt Company verkaufte. Die Sierra Salt Company nahm sie wieder in Betrieb, bis das Unternehmen 1935 in Konkurs ging.

Weitere wertvolle Seiten dazu:
http://www.owensvalleyhistory.com/salin ... ge50d.html
https://npshistory.com/publications/dev ... ramway.pdf


Prelude 1: Schon länger hatte ich Berichte über diese legendäre Seilbahn gelesen, doch war es vermutlich das Youtube Video https://youtu.be/iuk0B2itiXo?si=HnpbzML84aHbpzKw von Brent Underwood (Ghost Town Living) welches die Idee langsam zu einem Plan reifen liess. Die Gelegenheit bot sich im Mai 2024 als sich ein USA Kurzurlaub anbahnte. Doch sollte ich diese verlassen Gegend ohne grössere Camping Ausrüstung, Fahrzeug und Kommunikationsmittel wirklich alleine aufsuchen? Wohl eher nicht...

Prelude2: Beim surfen in den Weiten des Internets kam mir, ein in die USA ausgewanderter Freund in den Sinn. Beim virtuellen Stalking fand ich neben diversen weiteren digitalen Spuren, auch einen Instagramm Account mit interessanten Dokumentationen https://www.instagram.com/stefan.frutiger.photography/. Man währe beinahe geneigt, die Artefakte als Industriearchäologie zu bezeichnen. Aber halt! Ist dies nicht fast das Gleiche, was wir hier immer wieder machen?
Kurzerhand nahm ich mit dem verlorenen Freund im Westen Kontakt auf und sofort war klar. There is a huge overlap of interests!

Und so fügten sich schlussendlich beide Stränge wunderbar zusammen und wir trafen uns an einem sonnigen Morgen bei Lone Pine im Owens Valley.
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Die Anreise:
Unser erstes Ziel und zugleich "Basecamp" solllte die Summit Station sein. Diese Zwischenstation liegt auf dem höchsten Punkt dieser Tal-Berg-Tal Seilbahn und bildet die Trennung der Sektionen 3 und 4. Durch den gemeinsamen Antrieb beider Sektionen, kann die Energie der talwärts fahrenden und beladenen Behälter auf Sektion 4, für das Hochziehen der beladenen Behälter der Sektion 3 genutzt werden.
Für eine Veranschaulichung des Profils, der einzelnen Sektionen und der unterschiedlichen Abspannungstypen verweise ich folgendes Bild (hier nur als Link): http://www.owensvalleyhistory.com/salin ... rofile.jpg
Der Weg sollte uns von Keeler aus über die bekannte Ghost Town "Cerro Gordo" zur Summit Station führen. Auf der Cerro Gordo Road konnten wir mit unserem Toyota 4 Runner ordentlich Höhe machen und es bot sich ein schöner Blick auf den, sich langsam wieder erholenden Owens Lake.
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Beim kurzen Zwischenhalt in Cerro Gordo besuchten wir natürlich auch das kleine Museum.
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Als kleine Erinnerung an die ehemalige Materialseilbahn von Cerro Gordo hängt ein Herstellerschild an der Wand.
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In Cerro Gordo wurde uns dringend angeraten NICHT mit dem grossen Auto zur Summit Station zu fahren. Dies weil Kratzer und Aufschläge beim aktuellen Zustand der Strasse fast unvermeidlich seien. Dies war natürlich so nicht geplant, hatten wir doch extra für diesen Trip den grossen 4-Runner und nicht "meinen" RAV-4 als Expeditionsfahrzeug gewählt. Nach kurzer Lagebesprechung vereinbarten wir, noch ein paar Kilometer zu fahren und dann mit reduziertem Equipment zu Fuss weiterzulaufen. Da ich neben einem grosszügigem Wasservorrat nicht, auf meine extra aus der Schweiz mitgenommene Matratze verzichten wollte, war das Gepäck für eine mehrstündigen Wanderung an der Sonne recht schwer.
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Bereits nach einer halben Stunde kam der Fussweg an einer gut erhaltenen Mine vorbei. Natürlich musste diese von uns erkundet werden.
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Auf dem beschwerlichen Weg wurden wir aber immer wieder mit herrlichen Ausblicken in das Owens Valley und der noch schneebedeckten Sierra Nevada im Westen, sowie dem Saline Valley und dem Death Valley im Osten belohnt.
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Nach über 3 Stunden Fussmarsch erreichten wir endlich das ehemalige Wohnhaus und die Summit Station.
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Das Haus wurde in den 90er Jahren mal saniert, hat aber in der Zwischenzeit auf dieser exponierten Wetterscheide wieder gelitten. Nach kurzen Inspektion des Inneren entschieden wir uns, hier unser Nachtlager einzurichten und die restlichen Sonnenstrahlen für eine Erkundung der Summit Station und des angrenzenden Streckenverlaufs zu verwenden.
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Leider ist bei der Summit Station durch die direkte Lage an einem 4WD Trail im Verlaufe der Jahre immer wieder Material wie Umlenkräder, Motor und Führungsschienen entnommen worden
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Blick auf die Tragseilverankerung und das Owens Valley
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Zoom auf Sektion 4 in Richtung Owens Valley
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Später folgten wir dem Streckenverlauf der 3. Sektion und entdeckten recht gut erhaltene Stützen und die verbliebenen Seile. Aus dem weiter oben verlinkten Profil (Nochmals http://www.owensvalleyhistory.com/salin ... rofile.jpg) und ein bisschen Beobachtung erkennen wir, dass es sich hierbei um eine Curved Rail / Break-Over-Station handelt. Dieser Stützentyp wurde bei grösseren Gefällsveränderungen eingesetzt.
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Die Rollen für das Zugseil waren recht einfach gehalten. man sieht im Hintergrund gut, wie das Laufwerk hier das Tragseil verlässt und auf eine Schiene aufgegleist wird.
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Hier lagen auch noch Loren rum und so war es möglich, Aufnahmen der Klemme zu machen.
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Eine der zahlreichen "normalen" Stützen und der Streckenverlauf der 3. Sektion
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Die Nacht:
Nach einer warmen Mahlzeit aus dem Beutel, machten wir uns für eine kalte Nacht bereit. Immer wieder pfiff der Wind durch die Fugen und während kurzer Zeit fiel sogar ein bisschen Graupel. Zum Glück hatte ich meinen warmen Schlafsack und die erwähnte dicke Matte dabei.
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Um Mitternacht wurde ich durch gespenstige Ruhe geweckt und es war plötzlich hell. Zuerst dachte ich, dass draussen jemand mit Licht rumläuft aber es war nur der Mondschein, welcher durch das Fenster auf mein Gesicht fiel.
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Da ich nun schon mal wach war, wollte ich die Gelegenheit für eine nächtliche Erkundungstour nutzen. Bewaffnet mit Stirnlampe, meinem Smartphon und einem kleinen Tripod machte ich mich auf zur Summit Station
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Zufrieden mit der Bildausbeute, machte ich es mir wieder im Schlafsack gemütlich.....

Der Morgen:
Stefan war weniger nachtaktiv und dadurch ein verlässlicher Wecker und Kaffeekocher. Und so konnte ich nicht nur die Morgensonne auf der Sierra geniessen, sondern auch einen feinen frischen Kaffee.
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Expedition zur Control Station der Sektion 2:
Der Höhenunterschied vom Saline Valley zur Summit Station wird in 3 Sektionen, durch den Daisy Canyon bewältigt. Durch die unerschlossene Lage war der Bau dieser Abschnitte sehr hart, hat aber bisher auch Vandalen und "Materialbeschaffer" ferngehalten. Nach einigen Variantenbesprechungen, entschieden wir uns, diese Controlstation der 2. Sektion (Zwischenstation) via dem Schluchtboden anzupeilen und am Nachmittag mehr dem Trassenverlauf zu folgen.
Natürlich mussten wir auch wieder Wasser für einen ganzen Tag mitnehmen und dabei einzukalkulieren, dass es beim Rückweg an der Sonne wieder hochgehen würde.
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Abstieg in den Daisy Canyon
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Nach längerem Marsch durch die erstaunlich grüne Schlucht erkennen wir erste Spuren einer verblassenen Zivilisation. Vermutlich die Wasserzisterne für eine der Control Stations.
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Wir folgten weiter dem ausgetrocknetem Flussbett und sahen endlich die Controlstation 2 auf einem Grat. Von unserem Standort schien kein Weg weiter zu führen, endete doch der Bachbett Verlauf vor einer hohen Felswand.
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Um zur Station zu gelangen, mussten wir ein bisschen zurück und auf der linken Seite den Hang hockkriechen, um dann einen kaum sichtbaren Pfad in der Höhe zu nehmen. Von oben stiegen wir dann zur Station runter und wurden durch eine Station in wesentlich besserem Zustand belohnt.
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Nach den ersten Aussenaufnahmen machten wir uns in das "Untergeschoss", um die das Geheimnis der Mechanik zu lüften. Wir wurden nicht enttäuscht. Scheinbar wurde bei laufendem Motor eingekuppelt und der Antrieb vom Motor auf das Getriebe erfolgte über ein Flachband. Gegen Schlupf auf dem Antriebsrad mit nur 180 Grad Umschlingung, greifen Klemmen das Seil.
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Der Antrieb befand sich jeweils in der Bergstation einer Sektion und die Zugseil Abspannung mittels Spannwagen in der Talstation Bei den Tragseilen war in der Bergstation die fixe Verankerung und die Abspannung auf der Talseite. Dabei gab es auch Zwischenabspannungen auf grossen Stützen (Typ C im Diagramm).
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Ja, Brent war wirklich hier....
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Nach dem Mittagessen , liefen wir noch die nächsten 2 Stützen ab, um einen Blick auf den Verlauf der Sektion 2 zu erhaschen.
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Da das Gelände sehr rau war, entschieden wir nicht weiter abzusteigen, sondern mit dem erlebten Highlight den Anstieg der 1000 Höhenmeter zur Summit Station wieder in Angriff zu nehmen. Auf dem Weg sahen wir die unterschiedliche Typen von Stützen mit, und ohne Abspannungen.
"Normale" Stütze
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Stütze mit Abspannung des Tragseils mit Balastbehälter (Steinbrocken in Holzbehälter)
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Nachtrag oder die Rettung:
Eigentlich plannten wir eine weitere Nacht auf der Summit Station zu verbringen. Da kam plötzlich ein älterer Local und nahm uns in seinem alten Truck zurück zu unserem Auto.
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Die somit gewonnene Nacht verbrachten wir im Zelt in den Alabama Hills bei Lone Pine, bereit für ein neues Abenteuer.....
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Zuletzt geändert von Relax am 07.08.2024 - 21:44, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Saline Valley Salt Tramway Expedition

Beitrag von Zottel »

Was für ein grandioser Bericht und sicherlich für dich ein einmaliges Erlebnis.

So begeistert ich heute durch den Bericht gelesen habe, so abrupt kam leider dessen Ende. Ob wohl noch eine Fortsetzung zu den übrigen Sektionen kommt? Und magst du kurz aufklären, warum ihr euch entgegen der Planung entschieden habt, auf die "Rettung" durch den Anrainer zurückzugreifen?
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Relax
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Re: Saline Valley Salt Tramway Expedition

Beitrag von Relax »

Zottel hat geschrieben: 01.07.2024 - 17:22 Ob wohl noch eine Fortsetzung zu den übrigen Sektionen kommt? Und magst du kurz aufklären, warum ihr euch entgegen der Planung entschieden habt, auf die "Rettung" durch den Anrainer zurückzugreifen?
Da kommt nicht mehr viel, weil es noch zig Stützen (und Fotos davon) gibt, aber halt alle doch ähnlich sind. Bis zur nächsten Control Station zwischen der 1. und 2. Sektion hätten wir die Schlucht überqueren und und mehrere hundert Höhenmeter zurücklegen müssen. Gesehen hätten wir tendenziell eher weniger, weil diese Station vom Saline Valley recht gut zu Fuss erreichbar ist. Die Owens Valley Seite (4. und 5. Sektion) ist weniger spektakulär und vor allem gegen das Ende mehrheitlich zerstört.
So sind wir eben bereits recht zeitig wieder bei der Summit station angekommen und haben den Einheimischen kennengelernt. Er hat uns dann ganz viele gute Ideen gegeben, was wir noch unbedingt im Saline Valley uns anschauen müssten. Wir waren a) von der Idee angetan, noch andere ungeplante Sachen zu erkunden und b) hatte ich gar keine Lust, den Weg zum Auto mit dem Gepäck nochmals zu machen (ich werde alt). Die Fahrt hinten im Truck (vorne hatte es 5 Hunde) war abenteuerlich. Wieder zurück in Zivilisation stellte sich aber heraus, dass wir erst spät in der Nacht im Saline Valley ankommen würden und die Strasse seit den Überschwemmungen teilweise in schlechtem Zustand ist.
Daher entschieden wir uns, die um die Ecke liegenden Alabama Hills zum Campen zu wählen und am nächsten Tag in Richtung Death Valley zu ziehen.

Hier noch ein paar weitere Fotos:

Zwischen-Abspannung auf Sektion 3:
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Die Hütte ist zerfallen, der Ofen bei der Control Station wird noch ein paar Jahre vor sich hin rosten
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Auf einer leicht anderen Route, verlief die Stromversorgung der einzelnen Control stations. Jede Control Station hatte einen eigenen Transformator:
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Fix Abgespanntes Tragseil der 4. Sektion. Man erkennt, dass die Tragseile nicht gleich dick waren. Das Tragseil mit den beladenen Loren war dicker.
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Der Antrieb in der Summit Station ist wie bereits erwähnt, stark in Leidenschaft gezogen worden. Ist echt schade, weil hier ein Motor die Zugseile der 3. und 4. Sektion gleichzeitig angetrieben hat.
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Zuletzt geändert von Relax am 01.07.2024 - 23:22, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Saline Valley Salt Tramway Expedition

Beitrag von Relax »

Und hier nochmals gutes historisches Material:
Dieses Dokument behandelt vor allem die erste Sektion als Bestandteil des Death Valley National Park, hat aber sehr viele detaillierte Angaben zur Technik der Bahn:
https://npshistory.com/publications/dev ... ramway.pdf
Die Geschichte des Salt Tram
http://www.owensvalleyhistory.com/stori ... t_Tram.pdf

BONUS: Der Trip wurde durch meinen Reisebegleiter in ästhetischen Bildern festgehalten und in einer Serie von 6 Kurzberichten publiziert https://www.instagram.com/stefan.frutiger.photography/
Teil1: https://www.instagram.com/p/C70kxLgOGaP/
Teil 2: https://www.instagram.com/p/C72-YewRrtI/
Teil 3: https://www.instagram.com/p/C74FI4lJEEI/
Teil 4: https://www.instagram.com/p/C75K2GovAaJ/
Teil 5: https://www.instagram.com/p/C79fwk1JaHQ/
Teil 6: https://www.instagram.com/p/C7-cEexvAH5/
Zuletzt geändert von Relax am 01.07.2024 - 23:10, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Saline Valley Salt Tramway Expedition

Beitrag von F. Feser »

WAS FÜR EIN BERICHT. Tausend Dank.
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Re: Saline Valley Salt Tramway Expedition

Beitrag von Relax »

Habe den Streckenverlauf nun auch noch in Google earth nachgezeichnet. Hilft vielleicht bei der Nachverfolgung der Strecke: https://earth.google.com/earth/d/1sHAxp ... sp=sharing
Jay
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Re: Saline Valley Salt Tramway Expedition

Beitrag von Jay »

Ungluablich geiler Bericht und was ein Abenteuer!

Danke
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GMD
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Re: Saline Valley Salt Tramway Expedition

Beitrag von GMD »

Ja Wahnsinn! Sowohl der Bericht wie auch die Linienführung dieser Bahn. Diese Antriebsscheiben mit den Klammern sehen für mich aber nach ziemlichen Seilmördern aus. Und der verrostete Ofen dürfte ein holz- oder kohlegefeuerter Herd gewesen sein.

Gem. openstreetmap, auf der die Bahn noch eingezeichnet ist (!), war auch Cerro Gordo von einer Materialseilbahn erschlossen. Das Schild im Museum könnte also auch von dieser Bahn stammen.
Probably waking up
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Re: Saline Valley Salt Tramway Expedition

Beitrag von Relax »

GMD hat geschrieben: 19.07.2024 - 13:54 Gem. openstreetmap, auf der die Bahn noch eingezeichnet ist (!), war auch Cerro Gordo von einer Materialseilbahn erschlossen. Das Schild im Museum könnte also auch von dieser Bahn stammen.
Ja, dies ist das Herstellerbild der Transportseilbahn von Cerro Gordo nach Keeler. Das Saline Valley tramway hatte einen anderen Hersteller (Trenton Iron Company). Auf diesem Bild http://www.owensvalleyhistory.com/cerro ... 67_sml.jpg siehst du auch die unterschiedliche Bauart der Stützen. Auch von dieser Seilbahn stehen heute noch Stützen, Seil und hängende Transportgondel rum.

Brent hat auch diese Strecke mal filmisch festgehalten:
Direktlink

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GMD
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Re: Saline Valley Salt Tramway Expedition

Beitrag von GMD »

Trenton Iron Company hatte übrigens eine Lizenz von Bleichert, und evtl. standen ihnen diese beratend zur Seite. Denn Bleichert hatte zu diesem Zeitpunkt schon ein paar aufsehenerregende Bahnen gebaut und bereits eine enorme Erfahrung.

Es dürfte wohl dem sehr trockenen Wüstenklima zu verdanken sein, dass so viele Relikte den Lauf der Zeit überdauert haben. Das dürfte vor allem für die Holzkonstruktionen gelten. Salz hingegen ist stark korrodierend. Vielleicht sind deswegen die Metallteile so stark verrostet. Könnte mir auch gut vorstellen, dass in dieser Gegend auch die Luft salzhaltiger ist als anderswo. Was schlecht für Metall ist, schützt hingegen organisches Material, wie bspw. Holz. Somit hätten wir gleich zwei Faktoren, die den relativ guten Zustand der Holzbauten erklären könnte. Stark geölt oder geteert dürften die Balken aufgrund ihrer dunklen Farbe auch gewesen sein.
Probably waking up
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