https://www.welt.de/reise/nah/article24 ... s#CommentsDer „Funpark Alpen“ ist ein Irrweg
Ist Südtirol zu retten? Ja, sagt Reinhold Messner, aber nur, wenn es gelingt, die Natur besser zu schützen. Ein Plädoyer gegen Gletscherskigebiete und Klettergärten – und für nachhaltigen Tourismus, der die Berge mit ihren Bewohnern respektiert statt sie auszubeuten.
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Alpinismus und Tourismusindustrie verfolgten über hundert Jahre gegenläufige Interessen. Inzwischen aber ist allerorten Pistenzauber. Alle wollen im Bergurlaub das, was sie auch in ihrem städtischen Habitat einfordern: Infrastrukturen, Komfort, Absicherung. Als Selbstverständlichkeit. Wenn trotzdem etwas passiert, wird der Wegewart, der Hüttenwirt oder der Bergführer verklagt. Diese Konsumhaltung ist es, die nicht in die Berge passt. Wo einst aber Alpinismus war, ist heute Tourismus mit Piste und Hüttenzauber.
Die alpinen Vereine nun, die am „Funpark Alpen“ mitgebaut haben, ohne sich dessen bewusst zu sein, stiften heute nur noch Verwirrung. Nachdem sie Wege, Hütten und Berghotels installiert haben, beklagen sie zwar den Verlust von Naturlandschaft, glauben aber, mit populistischen Sprüchen die Talsohle verteidigen zu müssen. Brauchbare Vorschläge zu einem naturverträglichen Alpentourismus haben sie nicht. Denn dort, wo der Mensch seit Jahrtausenden siedelt, muss er weiter gestalten und arbeiten dürfen, um bleiben zu können. Es geht um ein menschliches, um ein ökologisches Maß.
Eigentlich ein guter Artikel, aber die Zusammenfassung unter der Überschrift verzerrt mal wieder leider alles.
Auch wenn Messner Gletscherskigebiet und Kletterparks in dem Artikel anspricht, steht das keineswegs so prominent im Fokus des Artikels, wie man anhand der 2. Headline meinen könnte.