Fünf Monate nach unserer Lappland-Winterreise ging es wieder nordwärts.
Bahnfahrt Zürich - Hamburg: wegen der Riedbahnsperre Rundfahrt von Mannheim über Mainz nach Frankfurt. Der Baustellenfahrplan funktionierte, wir kamen zur vorgesehenen Zeit in Hamburg an. Weiterfahrt an die Ostsee. Was für ein Empfang! Der Bahnhof Lübeck-Travemünde Strand als Endstation ist dem Zerfall preisgegeben, die einstmals schöne Halle abgesperrt. Alle Leute, Pendler, Badegäste, Touristen mit Gepäck, müssen sich durch einen schmalen Seitenausgang drängeln um über einen Dreckweg auf den Vorplatz zu gelangen.
Luft holen, den kurzen Weg zum Meer laufen. Das Gepäck konnten wir netterweise bei einem Italiener deponieren. Dort genossen wir später ein feines Nachtessen.
^ So stellt man sich den Ostseestrand vor, so ist er auch.
^ Einfahrt der Peter Pan aus Trelleborg. Eine der wenigen Fährgesellschaften im Norden, die ich noch nie benutzt habe. Kommt auch diesmal nicht zum Zug.
^ Der Bus nach Lübeck fährt vom Strandbahnhof zum Hafenterminal Skandinavienkai. Zuerst durch Travemünde, dann durch ein Tor ins Hafengelände, dort durch ohne Haltestelle, wieder durch ein Tor raus und vor das Hafenhaus. Die Bahn fährt seit der Verlegung etwa 300m westlich vorbei, die Haltestelle Lübeck-Travemünde Skandinavienkai liegt viel weiter weg im Nirgendwo und hat nichts mit dem Skandinavienkai zu tun. Man kommt nicht zum Hafen, alles abgesperrt.
^ Die Finntrader nach Malmö verdeckt den vorderen Teil unserer Fähre, die Finnstar. Vom Terminalgebäude werden die Fusspassagiere mit dem Bus auf das Schiff gefahren.
^ Nächster Morgen. Die Auflieger mit Kühlanlagen hängen am Strom und brummen vor sich hin.
^ Die Fähre dient in erster Linie dem Gütertransport, dazu kann sie noch etwa 500 Passagiere in Kabinen mitnehmen. Ein ganzer Tag entspannen auf See war angesagt.
^ Zweiter Morgen, das Schiff fuhr an Helsinki vorbei. Der Frachthafen wurde weiter östlich, nach Vuosaari verlegt. Die frei gewordenen Hafengebiete in der Stadt werden überbaut.
^ Hier konnten wir das Schiff über eine Gangway verlassen, unten wartete ein Bus, der uns durchs Hafengelände zum Terminalgebäude brachte. Ticket für Helsinki gelöst, kurze Zeit später kam der Linienbus, der uns bis zur Endstation der Metro fuhr. Mit der Metro zum Hauptbahnhof, wo wir eineinviertel Stunden nach Schiffsankunft auf dem Perron standen.
^ Mit dem Doppelstöcker-IC nach Turku. Nur zwei Stunden Fahrzeit, aber mit Speisewagen.
^ In Turku wird am Abend der Nachtzug nach Lappland zusammengestellt. Es ist eine der letzten Abfahrten vom „alten“ Bahnhof.
^ Dieser Bahnhof wurde 1940 eröffnet und anfangs August 2024 geschlossen.
^ Der neue „Bahnhof“ besteht aus zwei Perrons und einer verglasten Überführung, einem Billettautomaten und sonst nichts, nicht einmal Anschluss an das städtische Bussystem.
^ Unsere Unterkunft, im Park beim Kunstmuseum, mitten im Zentrum
^ Stadtansichten
^ Markthalle
^ Restaurant als „Speisewagen“ in der Markthalle
^ Der Grund unserer Reise: „World Masters Orienteering Championships“, Senioren-WM im Orientierungslauf. Für den urbanen Sprint fanden die Qualifikationsläufe südwestlich des Zentrums statt.
^ Der Zieleinlauf für alle Kategorien aus allen Richtungen war im Stadion.
^ Genug Zeit blieb für die Erkundung der Umgebung. Strand auf der Insel Ruissalo, mit dem Stadtbus erreichbar.
^ Regen am Sandstrand
^ Fotoshooting im Regen
^ Spaziergang entlang dem Fluss zum Hafen
^ Maritimes Museum auf historischen Schiffen, dem Ufer und in Hallen
^ Die ehemaligen Werften und das Hafengelände werden verwandelt in Wohnraum, Erholung, Gastro etc.
^ Ein Alpinforum-Bericht ohne Standseilbahn geht nicht: hier die Standseilbahn von Turku. Überwindet knapp 40 Höhenmeter, ist gratis und fährt autonom.
^ Die Häuser gegenüber stehen auf dem Gelände der ehemaligen Wärtsilä-Werft. Nach dem zweiten Weltkrieg mussten die Finnen 512 grosse, ozeangängige Schiffe für die Russen bauen, als „Reparationszahlung“.
^ Beim Sprint Final war der Zieleinlauf direkt beim Dom.
^ Diskussionen…
^ „Precision Orienteering“ mit Lego!
^ Anschliessend kamen die Waldläufe, beginnend mit Trainings und Qualifikationsläufen.
^ Der finnische Wald ist wunderschön, aber sehr schwierig, um sich darin zurecht zu finden.
^ Ausflug nach Naantali
^ Sommergewitter
^ Es ging auch anders: Strand auf Ruissalo bei schönem Wetter
^ Wettkampfzentrum in der Pampa. Für begleitende Kinder und Enkel gab es einen separaten Fünf-Tage-OL. Insgesamt 4700 Teilnehmende waren zugegen.
^ Da kommen sie aus dem Wald Richtung Zieleinlauf.
^ Entspannung am Abend über dem Marktplatz von Turku
^ Fahrt mit einem Dampfschiff zum Nachtessen auf eine kleine Insel.
Ausfahrt vom Fluss Aura in Turku.
^ Es folgte die abendliche Parade der Fähren. Den Beginn machte die Baltic Princess aus Stockholm.
^ Das ist die kleine Insel, hier gab es das Essen.
^ Unser Schiff
^ Auf der anderen Seite verschwand gerade die Viking Grace aus Stockholm. Dieses Schiff fährt mit Flüssiggas. Gut sichtbar sind die zwei Tanks.
^ Den Abschluss machte die Finnsirius aus Kapellskär.
^ Das Buffet unter dem Dach, gegessen wurde draussen.
^ Regenschauer.
^ Zeit zur Rückkehr. Hinten die Baltic Princess bereits wieder auf dem Weg nach Stockholm.
Dann war es Zeit, von Turku Abschied zu nehmen.
^ Die Viking Glory brachte uns in elfstündiger Tagesfahrt nach Stockholm.
^ Schnelligkeit zählt, die Tage des „Schiffstauanbinders“sind vorbei. Vakuumplatten, von der Schiffsbrücke aus gesteuert, halten die Fähre in Position. 70 Minuten dauert der Aufenthalt im Hafen. Bis 2800 Leute, hunderte von PW’s, Lastwagen, Aufliegern raus und rein, nebst Food, Entsorgung, Bettwäsche etc.
^ Blick flussaufwärts, links das Schloss von Turku.
^ Die kleine Insel (vom Nachtessen) aus anderem Blickwinkel.
^ Lounge mit Glasboden. Für eine Fähre alles sehr luxuriös.
^ Direktübertragung des Olympia Marathons. Der Schweizer OL-Läufer Mathias Kyburz beendete das Rennen auf Platz 30, mitten in der Weltelite.
^ Kurz vor den Åland-Inseln wird das Meer mehr, die Inseln kleiner und karger
^ Drei Schiffe kurz vor Mariehamn.
Mariehamn ist die Hauptstadt der Åland-Inseln mit 11 000 Einwohnern.
^ Grosser Hafen im kleinen Städtchen.
Das untere Deck ist nur für die Crew zugänglich.
^ Nach kurzem Stop ging es weiter Richtung Schären.
^ Die Schären bestehen aus unzähligen Inseln, viel Wald und ebenso unzähligen Sommerhäusern.
^ Immer mal wieder ein kurzer Regenschauer.
^ Die Nachtfähren nach Helsinki, zuerst die Gabriella.
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^ Gefolgt von der Silja Serenade.
^ Fast übersehen, die Victoria nach Tallinn. Sie fuhr auf der anderen Seite der Insel durch.
^ Einfahrt Stockholm.
^ Vergnügungspark Gröna Lund.
^ Anlegen auf Södermalm. Wegen der ewigen Baustelle Slussen machte der Bus zum Cityterminal eine grössere Rundfahrt, zuerst stadtauswärts, dann durch das komplexe Tunnelsystem via Globen Richtung Hauptbahnhof.
^ Aussicht vom Hotelzimmer, direkt beim Hauptbahnhof. Die Klara Kirche ist bei den grossen „Stadtsanierungen“ irgendwie vergessen gegangen, sie steht völlig verloren da.
^ Und bei Nacht.
^ Im IC von Stockholm nach Oslo, über die hohe Brücke von Södertälje.
Die SJ war eine einzige Enttäuschung: unsägliches Buchungsprozedere, viel zu späte Bekanntgabe des Sommerfahrplans, dann dauernde Änderungen. Der IC zwischen den beiden Hauptstädten bestand aus uraltem Wagenmaterial, kam ungereinigt aus der Abstellung und hatte weder Bistrowagen noch Minibarservice bei fünfeinhalb Stunden Fahrzeit.
^ In der Nähe der Grenze Schweden - Norwegen
^ Ankunft in Oslo. Unser Uralt-IC in der passenden Trauerfarbe schwarz-schwarz.
^ Halle des ehemaligen Ostbahnhofs, jetzt Teil der riesigen Sentralstasjon.
^ Weiterreise mit einem Regio nach Tönsberg. Fährt als Lokalzug auf den neuen Streckenabschnitten mit 200 km/h.
^ Tönsberg, Burghügel.
^ Uferpromenade mit Dampfschiff Kysten
^ Neue Wohnbauten im ehemaligen Industriehafen.
^ In dieser Siedlung waren wir zu Besuch. Wohnanlage für ü50, inkl. Enkelspielplatz.
^ Der Innenhof. Ein riesiger Wintergarten verbindet die vier Häuser.
^ Ausflug auf die Insel Tjöme, hinunter bis ans Ende der Welt.
^ Diese Gegend ist sehr beliebt für Sommerhäuser.
^ Richtung Südspitze nehmen Moore und Felsen überhand.
^ Und hier ist es, das Ende der Welt.
Das Wipp-Leuchtfeuer ist ein Nachbau.
^ Halbrechts, weit draussen, knapp zu erkennen der Leuchtturm Færder Fyr. Markiert die Einfahrt zum Oslo Fjord.
^ Kaffee und Süsses auf der Rückfahrt
^ Am nächsten Tag noch ein Spaziergang in Tönsberg.
^ Nachbau eines Wikingerschiffs mit alten Werkzeugen.
Hier entsteht in den nächsten zwei Jahren ein Museum zum Thema Wikinger und Meer.
^ Boot, nicht ganz so alt.
^ Wieder in Oslo, vor dem Bahnhof.
^ Skispringer im Hotelzimmer.
^ Einer der vielen Zugänge zum Hauptbahnhof.
^ Bibliothek. Wie in Helsinki ein fantastischer Ort.
^ Blick auf die Oper.
^ Und von der Oper auf die Bibliothek.
^ Neues Munch Museum.
^ Das gesamte ehemalige Hafengebiet wird neu überbaut.
^ Fussgängerbrücke über die Geleise.
^ „Hinter“ dem Bahnhof eine komplett andere Welt. Von der Moschee sind es nur wenige Schritte bis Grönland, so heisst der Platz. Dort ist man im tiefsten Orient. -> Keine Bilder.
^ Nur wenig weiter, ein Open Air Konzert. Warum die Frauen alle mit Hüten kamen hat sich uns nicht erschlossen. Der Sound war rockig-hart und Elektro. Und ganz schön laut mitten in den Häusern.
^ Eine Ecke weiter wurde vor einem Lokal zu Latinosound auf der Strasse getanzt.
^ Tag der Rückreise. Noch ein Spaziergang. Der ehemalige Ostbahnhof.
^ Renovierter Getreidespeicher.
^ Ab Oktober gibt es dieses Bild so nicht mehr. Seit 1866 verbinden Schiffe der dänischen DFDS (Die vereinigten Dampfschiffgesellschaften) Kopenhagen und Oslo. Nun hat diese Gesellschaft das Interesse plötzlich verloren und die Linie verscherbelt.
Übrigens: zwischen diesen zwei Hauptstädten gibt es keine direkten Züge mehr, früher bis 4x plus Nachtzug ab Hamburg („Alfred Nobel“).
^ Weil’s so schön ist, nochmals die Oper.
^ Der Busterminal ist neben dem Hauptbahnhof. Von hier fährt ein Stadtbus direkt zum Fährterminal.
^ Unser Schiff, die Color Magic.
Am Check-In die grosse Überraschung: wir bekamen ein Upgrade in eine Suite, einfach so.
^ So durften wir früher an Bord, in ein fast gespenstisch leeres Schiff.
^ Spezieller Empfang in der Bar, mit Buffet.
^ Blick in das Abendrestaurant.
^ Die edle Kabine - so lässt sich gut reisen.
^ Abfahrt von Oslo. Auf dem Berg die Holmenkollenschanze.
^ Wasserbusse für den Nahverkehr.
^ Die belebte Promenade.
^ Das riesige Heckfenster.
^ Nächster Morgen, Einfahrt in die Kieler Förde. Das Denkmal von Laboe.
^ Links unser Norwegen Terminal, rechts die Fähre aus Göteborg, hinten Mitte der Hauptbahnhof.
^ Fast das Abschlussbild. Mit der Stena Scandinavica sind wir im März hier angekommen.
^ Rückreise mit Stop in Hamburg. Auf die Umsteigerei wegen der zusätzlichen Rastatt-Sperre verzichteten wir gerne, lieber schlafend im Nightjet kreuz und quer durch Deutschland (via Bremen - Würzburg - Singen). Der Nachtzug kam tatsächlich bis Zürich…
Das war die zweite Reise in den Norden in diesem Jahr.
Einmal Winter, einmal Sommer.
Könnte man gut und gerne so wiederholen.