Gletscher-Abschmelzung

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Schneefuchs
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Schneefuchs »

Bergfan hat geschrieben: 31.07.2024 - 07:51
Jensibua hat geschrieben: 30.07.2024 - 22:25
MarcB96 hat geschrieben: 30.07.2024 - 19:44 Gibt es eigentlich im zentralen Alpenraum (jetzt mal von den 4000ern der Schweiz und Frankreich/Italien abgesehen) überhaupt noch Gletscher, die ohne Seilbahnfahrt, Hochtour oder Kletterei fußläufig erreichbar sind?
Rettenbachferner könnte vermutlich recht schnell zu Fuß zu erreichen sein.

Das war mal. In der Nähe des Parkplatzes gibt es nur noch Toteis.
Auch wenn ich im Sommer länger nicht da war: Man müsste vom Parkplatz Rettenbach den vom Seiterjöchl kommenden Ziehweg hochgehen können. Ungefähr 1km, nicht besonders viel Anstieg.

Am Tiefenbach ist es auch etwa 1km, veilleicht etwas steiler. Versorgungswege zum Schneiteich scheint es zu geben.

MarcB96
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von MarcB96 »

Ich meinte theoretisch eher sowas wie am Schlatenkees (oder früher bei der Pasterze), wo man quasi bis an die Gletscherzunge kommt, im Bereich der Tauern (hatte ich leider vergessen zu ergänzen🙈🙈). Alles in Richtung Zillertal oder westlich ist etwas zu weit zum Fahren (grad für ne Tagestour).
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Arlbergfan »

Erneut extrem frühe Ausaperung am Sonnblick
Beim Sonnblick Observatorium, auf rund 3100 Meter Seehöhe, schmolzen die letzten Schneereste des Winters bereits im Juli, ähnlich wie in den Jahren 2023 und 2022. „Kein Schnee am Sonnblick Gipfel ist im Juli extrem ungewöhnlich. Vor dem Jahr 2022 war die geringste Schneehöhe in einem Juli am Sonnblick 30 Zentimeter und die Schneedecke verschwand, wenn überhaupt, nur für kurze Zeit Ende August oder Anfang September“, sagt Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria.
Quelle: https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/new ... geschichte
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Larf
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Larf »

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Parallelschwung »

Mit Mitte August zwar im Vergleich zu den letzten Jahren spät, aber noch ist es ein gutes Stück bis zum für die Gletscher erlösenden Ende des Sommers.

https://www.suedtirolnews.it/chronik/su ... -ins-minus
neige2
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von neige2 »

Wie schaut's denn eigentlich bei den österreichischen Gletscher Skigebieten aus, wie wird denn die Reihenfolgen von deren Ende sein?
Dachstein hat aufgegeben, Mölltal ist keiner mehr!
Wer folgt als nächstes, wer wird als längster durchhalten?
Kaunertal hat nicht mehr viel, wie ist Kitzsteinhorn?
Wie ist eigentlich der Stubaier beinander?
Hintertux, Sölden und Pitztal sieht man auf den Webcams den Zustand ziemlich gut...
Schneefuchs
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Schneefuchs »

Den Skibetrieb im Sommer haben bis auf Hintertux (Zukunft unklar) ohnehin alle aufgegeben. Es werden Winterskigebiete mit langer Saison von Oktober bis Mai.

Für den Mölltaler könnte es wegen der abgelegenen Lage schwierig werden. Um die anderen mache ich mir keine Sorgen.
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von obertauern93 »

Schneefuchs hat geschrieben: 24.08.2024 - 19:41 ....

Für den Mölltaler könnte es wegen der abgelegenen Lage schwierig werden. Um die anderen mache ich mir keine Sorgen.
Selbst um den Mölltaler braucht sich niemand sorgen machen, wenn man bedenkt, wieviel dort, ab Mitte September bis zum Beginn der Winterskigebiete los war. Für die Teams aus Kroatien, slowenien, und dem ganzen Osten, ist dies der näheste Gletscher und zum trainieren ist der Hang sehr gut. Das Kitzsteinhorn kann den Wegfall des Mölltalers im frühherbst nicht kompensieren.
neige2
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von neige2 »

Aber vor ein paar Jahren gab's am Mölltaler noch Sommerbetrieb, letztes Jahr war's schon reichlich Oktober... außer sie gehen die Kaunertal Weg, gleich ohne Gletscher, hat sogar den Vorteil daß man nicht auf Schneefall warten muss!

obertauern93
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von obertauern93 »

Die Bagger sind ja schon vor Ort :wink:

Mit großen Depots a la Pitztaler und Geländeanpassungen wie in Sölden wird der (früh) Herbstbetrieb wieder möglich sein. Ohne diesem wird es dann für den Mölltaler wirklich eng werden, kann ich mir aber nicht vorstellen dass man das Kerngeschäft aufgibt.
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von snowflat »

Im Umkehrschluss kann man auch fragen, was wäre gewesen, wenn es nicht so viel Schnee im Winter gegeben hätte?
In diesen Tagen sind Gletscherforscher und Hydrologen wieder dabei, Salzburgs Gletscher zu vermessen. Auch wenn noch keine detaillierten Daten und Messergebnisse vorliegen, steht fest, dass die Gletscher auch heuer wieder an Masse und Größe verloren haben.
„Was man jetzt schon sagen kann, ist, dass die ergiebigen Schneefälle, gerade in den Tauern, die wir ja bis ins Frühjahr und den Frühsommer hinein gehabt haben, wenig dazu beigetragen haben, den Gletscher oder die Gletscher im Allgemeinen zu schützen“, so Zagel. „Man muss sich überlegen: Wir sind in einer Höhe von 2.700 Metern, der Sonnblick reicht bis 3.000 Meter und die hohen Temperaturen und damit diese Abschmelzung in dieser Höhe sind unglaublich.“, sagte Zagel.
Quelle: Gletscher schmelzen fast ungebremst
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Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Martin_D »

snowflat hat geschrieben: 06.09.2024 - 22:08 Im Umkehrschluss kann man auch fragen, was wäre gewesen, wenn es nicht so viel Schnee im Winter gegeben hätte?
In diesen Tagen sind Gletscherforscher und Hydrologen wieder dabei, Salzburgs Gletscher zu vermessen. Auch wenn noch keine detaillierten Daten und Messergebnisse vorliegen, steht fest, dass die Gletscher auch heuer wieder an Masse und Größe verloren haben.
„Was man jetzt schon sagen kann, ist, dass die ergiebigen Schneefälle, gerade in den Tauern, die wir ja bis ins Frühjahr und den Frühsommer hinein gehabt haben, wenig dazu beigetragen haben, den Gletscher oder die Gletscher im Allgemeinen zu schützen“, so Zagel. „Man muss sich überlegen: Wir sind in einer Höhe von 2.700 Metern, der Sonnblick reicht bis 3.000 Meter und die hohen Temperaturen und damit diese Abschmelzung in dieser Höhe sind unglaublich.“, sagte Zagel.
Quelle: Gletscher schmelzen fast ungebremst
Die Antwort ist klar. Dann wäre der Massenverlust ähnlich groß wie in den Rekordjahren und in der Schlagzeile würde das Wort "fast fehlen".

Wir hatten heuer zwar keine extreme Hitzewelle mit Rekordtemperaturen, doch für die Gletscher ist weniger entscheidend, ob die heißesten Tage des Jahres jetzt 2°C wärmer oder kühler sind. Auf Dauer setzt den Gletschern mehr zu, dass in Wetterlagen, bei denen es 1980 noch auf 2700 Meter heruntergeschneit hat, es im Jahre 2024 inzwischen bis auf deutlich über 3000 Metern regnet.
2024/2025
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wmenn
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von wmenn »

Der August war (jedenfalls an der Zugspitze) grausam...
https://www.wetteronline.de/wetterticke ... e_vignette
gernot
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von gernot »

Martin_D hat geschrieben: 06.09.2024 - 23:07 Wir hatten heuer zwar keine extreme Hitzewelle mit Rekordtemperaturen, doch für die Gletscher ist weniger entscheidend, ob die heißesten Tage des Jahres jetzt 2°C wärmer oder kühler sind. Auf Dauer setzt den Gletschern mehr zu, dass in Wetterlagen, bei denen es 1980 noch auf 2700 Meter heruntergeschneit hat, es im Jahre 2024 inzwischen bis auf deutlich über 3000 Metern regnet.
in den ostalpen sehr wohl, august am sonnblick z.b.

https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 8-07&ref=4

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Tyrolens
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Tyrolens »

Bestes Beispiel der heutige Tag: Starke Niederschläge auf den Tiroler Gletschern, aber bei einer SFG von 3.000 m. Das schadet bei weitem mehr, als es nützt.
Früher hätt's dort in den letzten 12 h 50 bis 75 cm Neuschnee gegeben.
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von neige2 »

Tja, so viele Gletscher unter 3000 m gibts gar nicht mehr!
Aber zumindest schneit es im Moment auch am Tiefenbachferner bis 2800 m runter und die Aussichten sind auch sehr gut für die nächsten Tage...
CrystalMountain
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von CrystalMountain »

Bestandsaufnahme:
"Bedauerlicher Zustand": Deutschlands Gletscher schmelzen unaufhaltsam dahin
Wieder ein heißer Sommer. Die letzten Gletscher Deutschlands schmelzen immer schneller. Expertinnen und Experten geben ihnen nur noch einige Jahre. An der Zugspitze könnte es auch Folgen für die Skisaison geben.
https://www.geo.de/natur/nach-heissem-s ... wtab-de-de

zonk
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von zonk »

Beim Höllentalferner kann ich mir vorstellen, dass der noch länger hält als 2035.
Obwohl:die angeblich maximaldicke von 33 m und durchschnittsdicke von 11m kann schnell dahin sein mit so viel sehr heissen Sommern hintereinander.
Ist ja nicht sehr die Welt im Vergleich gleich zu obersulzbachkees oder aletsch
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von MarcB96 »

zonk hat geschrieben: 13.09.2024 - 19:09 Beim Höllentalferner kann ich mir vorstellen, dass der noch länger hält als 2035.
Obwohl:die angeblich maximaldicke von 33 m und durchschnittsdicke von 11m kann schnell dahin sein mit so viel sehr heissen Sommern hintereinander.
Ist ja nicht sehr die Welt im Vergleich gleich zu obersulzbachkees oder aletsch
Der Höllentalferner sollte ja eigentlich doch eine recht günstige Lage haben, um noch länger zu überleben🙈.
Selbst die großen Gletscher haben die letzten Jahre ja extrem an Masse verloren. Wenn ich ans Schlatenkees denke...der ist die letzten 5 Jahre ja extrem kleiner geworden (sicher 4-500m an Länge und im unteren Bereich gut die Hälfte in der Breite verloren).

Kann man den Höllentalferner eigentlich ohne großartige Hochtourenerfahrung erreichen? Oder ist das eher nicht so praktikabel (quasi wie riskant das Stück von der Hütte bis zum Gletscher ist und wie problematisch das beim Rückweg mit Gegenverkehr sein könnte)?🙈
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Christian Heinrich
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Christian Heinrich »

Hochtourenerfahrung braucht man bis zur Zu ge keine. Man muss aber durch einen Klettersteig (Leiter und Brett) und sollte etwas schwindelfrei sein. Zurück ist dann schon mit viel Gegenverkehr zu rechnen, jetzt im September unter der Woche aber auch nicht mehr. Man braucht für die Gletscherquerung auch nur bedingt Hochtourenerfahrung, den Weg sieht man und er führt an den Spalten vorbei. Zumindest Grödel sollten es aber schon sein. Danach kommt die Randkluft, das Hauptproblem, und auf die Zugspitze sind es dann nochmals ca. 750 Höhenmeter Klettersteig. Sowohl von unten zum Gletscher und wieder runter als auch in einem Zug durch ganz hoch sind lange Touren, aber lohnenswerte...
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von MarcB96 »

Christian Heinrich hat geschrieben: 16.09.2024 - 07:50 Hochtourenerfahrung braucht man bis zur Zu ge keine. Man muss aber durch einen Klettersteig (Leiter und Brett) und sollte etwas schwindelfrei sein. Zurück ist dann schon mit viel Gegenverkehr zu rechnen, jetzt im September unter der Woche aber auch nicht mehr. Man braucht für die Gletscherquerung auch nur bedingt Hochtourenerfahrung, den Weg sieht man und er führt an den Spalten vorbei. Zumindest Grödel sollten es aber schon sein. Danach kommt die Randkluft, das Hauptproblem, und auf die Zugspitze sind es dann nochmals ca. 750 Höhenmeter Klettersteig. Sowohl von unten zum Gletscher und wieder runter als auch in einem Zug durch ganz hoch sind lange Touren, aber lohnenswerte...
Danke für die Beschreibung.
Brett und Leiter sind mir soweit bekannt (jetzt mehr nur vom Hören). Den Weg ganz auf die Zugspitze hätte ich jetzt nicht vor, da trau ich meiner Kondition noch nicht so ganz 🙈😅.
Klettersteigset dürfte aber generell ein Muss sein für das Stück bis auf das Plateau (wo dann der Gletscher ist) oder?
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Christian Heinrich »

MarcB96 hat geschrieben: 16.09.2024 - 21:08 Danke für die Beschreibung.
Brett und Leiter sind mir soweit bekannt (jetzt mehr nur vom Hören). Den Weg ganz auf die Zugspitze hätte ich jetzt nicht vor, da trau ich meiner Kondition noch nicht so ganz 🙈😅.
Klettersteigset dürfte aber generell ein Muss sein für das Stück bis auf das Plateau (wo dann der Gletscher ist) oder?
Jepp. Gerade die Stifte auf dem Brett können sehr rutschig sein...
Ich bin die Tour sicher 10 Jahre nicht mehr gegangen, aber m.E. ist es nicht weniger anstrengend, von da oben wieder abzusteigen, als durchzugehen und die Bahn zu nehmen und dabei nette Blicke auf den am langsamsten dahinschmelzenden deutschen Gletscher zu haben...
Zuletzt geändert von Christian Heinrich am 18.09.2024 - 16:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von MarcB96 »

Christian Heinrich hat geschrieben: 17.09.2024 - 22:22 Jepp. Gerade die Stifte auf dem Brett können sehr rutschig sein...
Ich bin die Tour sicher 10 Jahre nicht mehr gegangen, aber m.E. ist es nicht weniger anstrengend, von da oben wieder abzusteigen, als durchzugehen und die Bahn zu nehmen...
Ich bezweifle, dass ich überhaupt die Randkluft (bzw den Anstieg dahinter) schaffen würde... Geschweige den gesamten restlichen Steig zum Gipfel.
Ich bin bisher noch keine Klettersteige gegangen (kürzere Kletterpassagen mal, aber das wars auch schon)🙈.
Der Aufstieg über Leiter und Brett sieht finde ich jetzt nicht so schwierig aus (mal von der psychischen Komponente abgesehen, weils am Brett ja einfach verflucht tief runtergeht).
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von CrystalMountain »

Gletschertagebuch Österreich
„Wintereinbruch“ stoppt Rekordschmelze
Im vergangenen Winter ist im Hochgebirge zwar überdurchschnittlich viel Schnee gefallen, der Polster konnte die heimischen Gletscher aber nicht vor den extremen Sommertemperaturen schützen, berichten die beiden Glaziologen Andrea Fischer und Hans Wiesenegger in einem Gastbeitrag. Der abrupte Kälteeinbruch und der frühe Schnee im September beendeten für heuer voraussichtlich die Schmelze.
https://science.orf.at/forscherinnen/stories/3226877/
Bocky
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Bocky »

In der tagesschau steht was ähnliches. Schrumpfung zumindest nur 2 Prozent statt 10 Prozent im Vorjahr.

https://www.tagesschau.de/wissen/klima/ ... e-100.html

Ich empfand diesen Sommer nicht als extrem heiß (München), aber mir ist z.b. aufgefallen dass es in den Nächten nie wirklich abgekühlt hat.
Lieg ich da richtig dass das auch tödlich für die Gletscher ist? Stichwort Bedeckungsgrad/wenig klare Nächte?

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