Nationalratswahl in Österreich 2024

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gerrit
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von gerrit »

Jetzt muss ich mich aber auch noch ernsthaft einschalten:
Ich hätte mir allerdings vor 20 Jahren nicht vorstellen können, Reiseziele oder Anschaffungen nach politischen oder moralischen Aspekten auszuwählen, aber jetzt ist es so.
Ich denke nicht, dass Elon Musk etwas gegen Österreicher hat, aber der Kauf eines Teslas käme für mich (auch abgesehen von den Qualitätsproblemen) wegen der Ablehnung seiner abstrusen Ideen nicht in Frage.
Ebensowenig würde ich ein Auto aus chinesischer Produktion kaufen. Ich weiß allerdings nicht, wie ich das Engagement der deutschen Autobauer in China bewerten soll....
Auch Reisen in (semi-)autoritär regierte Staaten oder in Staaten, die Menschenrechte oder internationales Recht missachten, würde ich nicht machen bzw. kritisch hinterfragen, und die Liste dieser Staaten hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Russland, Ungarn, China, Türkei, Iran, Israel, Syrien, Libanon, die meisten arabischen Staaten. Wiewohl ich zugeben muss, dass ich früher nicht so konsequent gewesen bin, so war ich (vor dem Bürgerkrieg 2015) in Syrien und auch im Libanon, und auch Simbabwe, das ich zwecks Safari besucht habe, dürfte wohl alles andere als eine lupenreine Demokratie sein.
Zwar ist Martin_Ds Verzicht auf einen Urlaub in Gemeinden, in denen die FPÖ die Mehrheit geholt hat, "quantitativ" etwas extremer, aber qualitativ gleich zu bewerten und ich könnte mir durchaus vorstellen, ähnlich zu handeln. Allein schon die Wahrscheinlichkeit, im Urlaub von der ansässigen Bevölkerung mit irgendwelchen kruden Thesen konfrontiert zu werden und dann entscheiden zu müssen, diese zu ignorieren oder zu kommentieren, kommt meiner Vorstellung von einem entspannten Urlaub nicht zwingend entgegen. Glücklicherweise hat mein Zweitwohnsitz Altaussee keine blaue Mehrheit und auch mein Hauptwohnsitz nicht.
Natürlich gibt es auch Gegenargumente gegen "politische" Selektion des Urlaubsziels. Würden das alle machen, so würden dann in die FPÖ-Orte hauptsächlich AFD-Wähler fahren, und wie sehr das erstrebenswert ist, sei dahingestellt. Auch in den genannten Ländern gibt es Menschen, die mit Politik nichts am Hut haben (allerdings schade, denn damit mitverantwortlich) oder die mit den Regierungen überhaupt nicht einverstanden sind, die würden dann natürlich auch unter einem Boykott leiden. Wird wohl immer auf eine Einzelfallentscheidung hinauslaufen......
Wobei das Wahlvolk in einer funktionierenden Demokratie wie in D oder A wohl in höherem Ausmaß für das Wahlergebnis verantwortlich ist als beispielsweise in Russland oder China.
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Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)

tmk1609
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von tmk1609 »

Also ich hab mir diese Diskussion hier herinnen jetzt auch gegeben.

Also nach der Logik von so manchem von euch wird's kommenden Winter ja im Salzkammergut auf den Bergen recht eng werden, weil das ja eine der letzten "Nicht-FPÖ"-Hochburgen ist. :lol: :lol: :lol:

lg, da TMK
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Tyrolens
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von Tyrolens »

Oder in Whistler, weil Kanada ist wirklich in keiner Weise belastet. :D

Die Zeiten werden halt wieder rauer.
Dass das nicht so kommt, liegt an uns.
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Cruzader
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von Cruzader »

Eigentlich könnte man auch sagen:

Ich fahre nicht in Gegenden auf Schi-Urlaub wo die Grünen viele Stimmen bekommen haben, da diese ja bekanntlich eher Tourismus-feindlich und gegen Schifahrer sind.


Anderseits kann man aber auch sagen:

Ich fahre gezielt auf Schi-Urlaub in Gegenden wo die Grünen viele Stimmen bekommen haben, aus dem Grund das Schigebiet dort noch zu besuchen bevor es geschlossen wird.
Saison 25/26:2xSemmering 1xSt.Corona 5xMariensee-Mönichkirchen 1xAnnaberg
Saison 24/25:4xSemmering 4xAnnaberg 3xSt.Corona 2xGemeindealpe 5xMariensee 2xPuchberg 5xHochkar
Saison 23/24: 1xKrieglach 2xSt.Corona 1xWenigzell 1xAnnaberg 1xSteinhaus/Semmering 2xBad Kleinkirchheim 2xAflenz 4xStrallegg 1xSemmering 1xVeitsch 1xStuhleck 3xTurracher Höhe
Saison 22/23: 1xNiederalpl 3xEmberger Alm 3xBad Kleinkirchheim 1xAnnaberg 1xStuhleck 1xArabichl 2xPuchberg 2xSt. Corona 1xPuchenstuben 1xGemeindealpe 1xBürgeralm 6xRiesneralm
Saison 21/22: 2xSt.Corona 3xBad Kleinkirchheim 1xMariensee-Mönichkirchen 1xAnnaberg 1xVeitsch 2xAflenz 2xSchneeberg 1xArabichl 3xRiesneralm 1xSemmering
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Tyrolens
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von Tyrolens »

Du wirst den Grünen kaum ihre Arbeit gegen den Klimawandel absprechen können.
Skigebiete wurden durch die Grünen meines Wissens noch nie geschlossen.



Dass die Grünen nunmehr zum politischen Ziel Nummer Eins geworden sind, irritiert mich schon sehr.
Das ist eine Kleinpartei mit wenig Relevanz.
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scratch
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von scratch »

Tyrolens hat geschrieben: 15.10.2024 - 19:25 Dass die Grünen nunmehr zum politischen Ziel Nummer Eins geworden sind, irritiert mich schon sehr.
Das ist eine Kleinpartei mit wenig Relevanz.
Es ist wohl wie überall...bei schwierigen, komplexen Problemen sucht man sich ein einfaches, gemeinsames Feindbild. Meist eben eine kleine schwache Gruppe, die sich wenig wehrt/wehren kann.
Dass dies in keiner Weise zu irgendeiner Lösung führt, spielt eh keine Rolle. Hauptsache man kann auf irgendwen schimpfen und muss sich nicht selber an der Nase fassen. Und sich dann noch wundern, warum immer mehr Leute zu den Extremen rutschen. :wall:
Tyrolens
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von Tyrolens »

Ja jaaaa, aber was tun?
Wir haben hier gerade eine Baustelle vor'm Haus und seit einer Woche versuche ich den Vorarbeiter davon überzeugen, dass der Krieg Russlands gegen die Ukraine mit der Wahl Trumps nicht binnen 24h enden würde. ;)

Die Bildungslücken sind teils schon krass. Gulag? Nie gehört ...
judyclt
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von judyclt »

Tyrolens hat geschrieben: 16.10.2024 - 08:49 Die Bildungslücken sind teils schon krass.
Und jetzt fahr mal in den USA über Dörfer. Dagegen wohnen wir hier gefühlt in 90% akademischer Bevölkerung. Unfassbar, was man dem Trampeltier für Lügen abnimmt. Ich sag nur jede Woche ein neues Kohlekraftwerk mit Angela... :lol:
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scratch
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von scratch »

Tyrolens hat geschrieben: 16.10.2024 - 08:49 Ja jaaaa, aber was tun?
Ich habe leider auch keine Lösung (ich bewundere aber die Probleme)...früher dachte ich, dass man es mit mehr Bildung gerade biegen könnte.
Aber diese Hoffnung hab ich inzwischen auch aufgegeben. Möglicherweise benötigt die Menschheit alle paar Jahrzehnte einen bitteren qualvollen Reboot, damit sich die Synapsen wieder neu verbinden?

gernot
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von gernot »

scratch hat geschrieben: 16.10.2024 - 21:40
Tyrolens hat geschrieben: 16.10.2024 - 08:49 Ja jaaaa, aber was tun?
Ich habe leider auch keine Lösung (ich bewundere aber die Probleme)...früher dachte ich, dass man es mit mehr Bildung gerade biegen könnte.
Aber diese Hoffnung hab ich inzwischen auch aufgegeben. Möglicherweise benötigt die Menschheit alle paar Jahrzehnte einen bitteren qualvollen Reboot, damit sich die Synapsen wieder neu verbinden?
Ich kann der Idee der Einführung eines "Wahlführerscheins" einiges abgewinnen.

https://regierungsforschung.de/politisc ... rerschein/
Ein „Wahlführerschein“, wie ihn auch Jason Brennan vorschlägt, könnte als ein inkrementell zu durchlaufendes Testverfahren konzipiert werden, das mit dem Beginn des sechzehnten Lebensjahres, der Erlangung des Personalausweises, bis zur Erreichung des achtzehnten Lebensjahres, mit Beginn der Volljährigkeit und Erlangung des Wahlrechts für Wahlen auf nationaler, europäischer, in der Mehrheit auch auf föderaler Ebene, absolviert werden müsste. Für die anderen Alterskohorten könnte ein ähnliches Verfahren entwickelt werden, das entweder ad-hoc, vor bestimmten Wahlgängen oder in Zwei-Jahres-Abständen durchgeführt würde. Auf Informationsveranstaltungen könnte in das politische System, den Aufbau und die Struktur von Parteien und allgemeine außen-, sicherheits-, wirtschafts-, finanz- und umweltpolitische Fragestellungen eingeführt werden.

Es geht im Kern also weniger darum, eine, wie bei der namensgebenden Prüfung zur Nutzung von Kraftfahrzeugen, zentrale Prüfung abzulegen, um sich für die Wahlabgabe zu „qualifizieren“, sondern um einem kontinuierlichen Informationsprozess der politischen Bildung, an dessen Ende eine wohlüberlegte, reflektierte Entscheidung für eine bestimmte Partei und spezifische Politikinhalte stünde.3 Ergebnisse aus der Partizipationsforschung stützen die Annahme, dass die Information von Partizipierenden zu veränderten Grundannahmen und reflektierten Urteilen führt (vgl. Schicktanz/Naumann 2003).
Fazit

Eine Wahlteilnahmepflicht kann der politischen Gleichheit nur dann nachhaltig förderlich sein, wenn diese durch einen ­– in diesem Artikel nur kursorisch und praktisch unzureichend ausformulierten – „Wahlführerschein“ ergänzt würde. Die einer Wahlentscheidung vorausgehende Ablegung eines „Wahlführerscheins“, im Sinne einer grundlegenden Einführung in das politische System und die zur Wahl stehenden Parteien, könnte, Ergebnisse der Partizipationsforschung aufgreifend, eine bestimmte Grundinformiertheit bei „Neuwählern“ garantieren. Wer von einer Wahlteilnahmepflicht spricht, sollte politisch-theoretische Gedanken über einen „Wahlführerschein“ also nicht scheuen.
Wobei ich schon soweit gehen würde die Stimme in Abhängigkeit vom "Wahlführerschein"ergebnis zu gewichten, einen Grundanteil (50%) unabhängig vom Ergebnis würde ich jedenfalls zählen.
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von Gleitweggleiter »

Als Voraussetzung für diesen Wahlführerschein würde ich aber auch einen verpflichtenden Konsum des bekanntermaßen stets objektiv und ausgewogen berichtenden öffentlich-rechtlichen Rundfunkes von mindestens einer Stunde am Tag vorsehen. Dann wird auch wieder "richtig" gewählt.
2025/25: 6 Tage - 4x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron
2024/25: 18 Tage - 11x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron, Warth/Lech, St. Anton, Zugspitze, See, Hintertux
2023/24: 24 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 2x Zugspitze,Kappl/See, Fendels, Spitzingsee, je 1x Adelharz/Buron, Balderschwang, Hintertux
2022/23: 17 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 1x Venet, Kampenwand, See, Hintertux
2021/22: 24 Tage - 19x Kleinwalsertal, 1x Bödele, 1x Kranzberg, 2x Kitzbühel, 1x See
2020/21: 5 Tage - 2x Samnaun, 3x Kleinwalsertal Spezial
2019/20: 8 Tage - 6x Kleinwalsertal, 1x Fendels, 1x Skijuwel
2018/19: 8 Tage - 4x Kleinwalsertal, 2x Hündle, 1x Venet, 1x Kitzbühel
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markus
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von markus »

Darf man „Führer“ Schein überhaupt sagen??
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von Greithner »

gernot hat geschrieben: 17.10.2024 - 08:30
Ich kann der Idee der Einführung eines "Wahlführerscheins" einiges abgewinnen.


Wobei ich schon soweit gehen würde die Stimme in Abhängigkeit vom "Wahlführerschein"ergebnis zu gewichten, einen Grundanteil (50%) unabhängig vom Ergebnis würde ich jedenfalls zählen.
Das ist genauso gut wie das Ja in extra groß. Wer extremismus mit extremismus bekämpfen will ist genau so ein extremist und sollte in einer Demokratie nichts zu suchen haben.

Aufklären, aufklären, aufklären. Auch wenn dies schwierig ist sollten nicht Diktatorische mechanismen zu Anwendung kommen. Das Problem könnte sich dadurch noch verstärken und du kannst das gegenteilige Ergebnis herbeiführen.
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von gReXi »

Greithner hat geschrieben: 17.10.2024 - 20:02 Wer extremismus mit extremismus bekämpfen will
Das geht nie gut aus. Starke Emotionen sind das, was bewegt und was so gut wie immer der mentale Anfang von Kriegen etc. war. Person A ging extrem voraus, manch Leute fühlten sich davon angezogen, es entstand wegen Gruppierung eine Art emotionaler Verstärker und schließlich wurde daraus eine extreme Bewegung. Wenn jetzt Person B genauso extrem auftritt, allerdings genau die gegenteilige Richtung von Person A einschlägt, auf welch vernünftigen, gemeinsamen Weg soll man da kommen.
LG, gReXi
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von NeusserGletscher »

gernot hat geschrieben: 17.10.2024 - 08:30 Ich kann der Idee der Einführung eines "Wahlführerscheins" einiges abgewinnen.

https://regierungsforschung.de/politisc ... rerschein/
Nenn es doch gleich "Gesinnungsführerschein". Wählen dürfen, ganz demokratisch, nur noch jene, die politisch auf einer Linie mit der aktuellen Regierung liegen.

Blöd ist halt nur, wenn den Parteien nicht nur die Wähler, sondern gestandene Parteimitglieder davon laufen. Dr. Thilo Scholpp war jahrelang in der Baden-Würtembergischen Mittelstandsvereinigung der FDP aktiv. Nun hat er seiner Partei mit einem Brandbrief den Rücken gekehrt.

Hier greifen die gängigen konstruierten wie hilflosen Versuche einer Erklärung nicht mehr. Hier verlässt kein uninformiertes, von radikalem Gedankengut befallenes Schaf die Herde. Hier verlässt jemand die Partei, der wohl besser als die meisten Wähler die parteiinternen Strukturen kennt, der Informatik und Mathematik studiert hat, der unternehmerisch tätig ist. Und der mit der politischen Ausrichtung seiner Partei nicht mehr einverstanden ist.

Sein Lebenslauf liest sich wie im Bilderbuch: Boomer, technisches Studium, beruflich erfolgreich, politisch engagiert. Fährt u.a. auch gerne Ski. Vergleicht das mal mit den Lebensläufen derer, die glauben, sie hätten die Wahrheit für sich gepachtet und müssten uns ständig über die aktuellen Themen unserer Zeit belehren.
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von kaldini »

NeusserGletscher hat geschrieben: 18.10.2024 - 09:46 Sein Lebenslauf liest sich wie im Bilderbuch: Boomer, technisches Studium, beruflich erfolgreich, politisch engagiert. Fährt u.a. auch gerne Ski. Vergleicht das mal mit den Lebensläufen derer, die glauben, sie hätten die Wahrheit für sich gepachtet und müssten uns ständig über die aktuellen Themen unserer Zeit belehren.
du meinst Herrn Amthor? ;-)
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von judyclt »

Interessant, dass der Scholpp in seinem Brief zum Rundumschlag ausholt und nicht ein Wort zum Thema Migration verliert. Will sich mit seinem Brandbrief wohl nicht die Finger verbrennen.

Tyrolens
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von Tyrolens »

Nur weil sich einer aufregt ... die Hintergründe kennen wir nicht.
Angepisst ist er scheinbar wirklich und man darf seinen Emotionen auch freien Lauf lassen.
Aber ich sehe da nichts konstruktives und das große Problem ist ja, dass unser Sozialsystem immer größere Zuschüsse braucht und nein, nicht wegen der Migranten, sondern weil die Babybommer in Rente gehen und die Leute allgemein immer älter (und kranker) werden.

Wenn jemand Kritik äußert, dann soll er doch bitte auch darstellen, wie er denn diese Herausforderung stemmen möchte, noch dazu ohne Migration, weil die will man ja auch nicht.

Richtig krass wird das für Länder, deren Bevölkerung schrumpft.


Da das alte Europa mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine unter gegangen ist, wär's dringend an der Zeit, Europa neu zu erfinden.
Unsere FPÖ hat ihren Plan schon präsentiert: Die Festung Österreich und die Schwesterparteien wollen auch ihre eigenen Festungen errichten. Festung Ungarn, Festung Italien, Festung Deutschland. Ich bin schon gespannt, ob die Deutschen mittelfristig ein Visum für ihren Skiurlaub in Österreich benötigen werden. :lol:
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von NeusserGletscher »

kaldini hat geschrieben: 18.10.2024 - 10:18 du meinst Herrn Amthor? ;-)
Da kann ich jetzt nicht drüber lachen ;-) ;-) ;-) ;-)
Tyrolens hat geschrieben: 18.10.2024 - 11:44 Richtig krass wird das für Länder, deren Bevölkerung schrumpft.
Warum? Bislang wurde die schrumpfende Zahl der Arbeitnehmer locker durch die gestiegene Produktivität wieder kompensiert. Außerdem hält sich mein Mitleid mit einem Land, was so wenig in Bildung investiert und mit Unternehmen, die selbst hoch qualifizierte Arbeitnehmer abfällig als "human resources" bezeichnen und dabei Weiterbildung, Training on the Job etc. komplett vernachlässigen und dann auch noch den Fachleuten irgendwelche fachlich ungeeigneten Managerpfeifen vor die Nase setzen, in sehr engen Grenzen.
Tyrolens hat geschrieben: 18.10.2024 - 11:44 Unsere FPÖ hat ihren Plan schon präsentiert: Die Festung Österreich und die Schwesterparteien wollen auch ihre eigenen Festungen errichten. Festung Ungarn, Festung Italien, Festung Deutschland. Ich bin schon gespannt, ob die Deutschen mittelfristig ein Visum für ihren Skiurlaub in Österreich benötigen werden. :lol:
Ich glaube, Du verwechselst da grad ungeregelte mit geregelter Migration.

Aber abgesehen davon halte ich es für moralisch bedenklich, wenn hoch entwickelte Industrieländer zu blöd sind, ihren Bedarf an Fachkräften erst einmal selbst auszubilden und dann statt dessen die Ausbildung auf andere Länder outsourcen, um sich dann die Rosinen heraus zu picken. Allerdings ist dies ein Vorwurf, den man Europa derzeit nicht machen kann.

In Deutschland ist da einiges schief gelaufen. Anstatt jedem nicht für eine höhere akademische Laufbahn geeignetem Schulabgänger ein Mickey-Maus Diplom nachzuwerfen, hätten wir beispielsweise mehr Handwerker und medizinisches Personal ausbilden sollen. Dann müssten Firmen heute nicht händeringend nach Fachkräften suchen.

Aber das ist ein anderes Thema.
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noisi
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von noisi »

NeusserGletscher hat geschrieben: 18.10.2024 - 09:46 [...] technisches Studium, beruflich erfolgreich, politisch engagiert. Fährt u.a. auch gerne Ski. Vergleicht das mal mit den Lebensläufen derer, die glauben, sie hätten die Wahrheit für sich gepachtet und müssten uns ständig über die aktuellen Themen unserer Zeit belehren.[...]
Solche Menschen soll es auch mit dem, für dich falschen politischen Weltbild geben (kann es also nicht geben).
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von NeusserGletscher »

noisi hat geschrieben: 18.10.2024 - 12:45
NeusserGletscher hat geschrieben: 18.10.2024 - 09:46 [...] technisches Studium, beruflich erfolgreich, politisch engagiert. Fährt u.a. auch gerne Ski. Vergleicht das mal mit den Lebensläufen derer, die glauben, sie hätten die Wahrheit für sich gepachtet und müssten uns ständig über die aktuellen Themen unserer Zeit belehren.[...]
Solche Menschen soll es auch mit dem, für dich falschen politischen Weltbild geben (kann es also nicht geben).
Du meinst Boris Palmer? ;-)
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von seiiim »

Tyrolens hat geschrieben: 15.10.2024 - 19:25 Du wirst den Grünen kaum ihre Arbeit gegen den Klimawandel absprechen können.
Skigebiete wurden durch die Grünen meines Wissens noch nie geschlossen.
Wenn man es @Cruzader nicht zutraut, dann stelle eben ich die Frage: Ihre Arbeit für das Thema Klimawandel kann man denen wahrlich nur kaum absprechen, abgesehen von UHBP vor 20 Jahren nenne man mir jedoch nur einen Grünen der einen sinnvollen Ansatz pflegt und Lösungen für die Zukunft anbieten kann, die so etwas ähnliches wie Realitätsbezug haben?
Am Ende des Tages sind sie genau wie die FPÖ Populisten, die von Problemen erzählen und keine tragbaren Lösungen parat haben, wenn es um was geht. Und das ist auch gewollt, denn würden die Probleme gelöst werden, würde man ja am eigenen sprichwörtlichen Stuhl sägen (okay da würde dann das nächste Problem geboren; vgl. dazu Gay zu Trans-Bewegung).

Betreffend Skigebietsschließungen würde ich vorschlagen dich besser zu informieren. Ziemlich sicher findet sich kein Skigebiet/ Lift wo ein Grabstein mit "Die Grünen" steht, aber was das grüne Gedankengut schon an Förderungen und Bewilligungen verhindert hat (z.B. für Ausbau notwendiger Beschneiung in niedrigen Lagen) und dadurch Kleinskigebiete einem Hungertod oder anderem Grund sterben mussten, die Liste ist lang. Und sie wird noch länger wenn wir die Auswirkungen des aktuell nicht oder kaum stattfindenden Ausbaus von Skigebieten in interessanten Höhen spüren.
j-d-s
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von j-d-s »

Jeder, der fordert, Meinungsäußerungen die ihm nicht passen, oder Parteien welche solche Meinungen äußern, oder Wählern die Parteien wählen die ihm nicht passen, zu verbieten, zeigt damit klar, dass er gegen die Demokratie ist.
Denn in der Demokratie gewinnen eben auch mal die Anderen.

Ich bin ja bekanntermaßen für Volksabstimmungen auf jeder Ebene und über jedes Thema bei entsprechender Unterschriftensammlung des Volkes (ich würde hier ansetzen mindestens 2 Termine pro Jahr mit jeweils mindestens 5 Vorlagen), weil das Volk über jede Sachfrage direkt entscheiden können muss.

Und im Gegensatz zu manchen die sich selbst Demokraten nennen aber dann zweifelhafte Aussagen dazu treffen, ist mir völlig klar, dass dabei dann sicherlich öfters Dinge rauskommen die mir nicht passen (sowas wie Umweltschutz oder Woke Themen), und ich bin trotzdem dafür, denn in einer richtigen Demokratie muss man eben hinnehmen, dass auch mal Ergebnisse rauskommen die einem nicht passen, und man darf übrigens auch keinen "Korridor akzeptabler Ergebnisse" definieren, sondern es ist jedes Ergebnis zu akzeptieren, egal wie "extrem" es sein mag, wenn die Mehrheit dafür ist.
judyclt
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von judyclt »

j-d-s hat geschrieben: 18.10.2024 - 17:00 Jeder, der fordert, Meinungsäußerungen die ihm nicht passen, oder Parteien welche solche Meinungen äußern, oder Wählern die Parteien wählen die ihm nicht passen, zu verbieten, zeigt damit klar, dass er gegen die Demokratie ist.
Da fällt mir spontan Merkel zu Kemmerich in Thüringen ein.
Martin_D
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Re: Nationalratswahl in Österreich 2024

Beitrag von Martin_D »

judyclt hat geschrieben: 18.10.2024 - 17:13
j-d-s hat geschrieben: 18.10.2024 - 17:00 Jeder, der fordert, Meinungsäußerungen die ihm nicht passen, oder Parteien welche solche Meinungen äußern, oder Wählern die Parteien wählen die ihm nicht passen, zu verbieten, zeigt damit klar, dass er gegen die Demokratie ist.
Da fällt mir spontan Merkel zu Kemmerich in Thüringen ein.
Wieso eigentlich ?
Welchen Vorwurf genau machst du der Merkel in diesem Zusammenhang ?

Merkel hat nie die Wähler in Thüringen kritisiert oder ihr Votum nicht respektiert.
Den CDU-Abgeordneten im Thüringer Landtag hat sie ins Gewissen geredet, dass die Wahl Kemmerichs "unverzeihlich" gewesen sei. Die CDU-Abgeordneten haben vor der Wahl den Wählern nie versprochen, diesen komischen Kemmerich zum Ministerpräsidenten zu wählen. Sie haben allerdings ihren Wählern versprochen, nicht mit der AFD zusammenzuarbeiten und die Wahl Kemmerichs kann man durchaus als Bruch dieses Versprechens werten. Warum soll es unanständig von Merkel gewesen sein, die CDU-Abgeordneten genau dies vorzuwerfen ?

Es war auch nie der Wählerwille in Thüringen, dass Kemmerich Ministerpräsident werden soll. Bei der aktuellen Wahl hat dieser komische Kemmerich gerade mal 1,1% mit seiner Partei erzielt (Er war wieder Spitzenkandidat). Wenn es der Thüringer Bevölkerung eine Herzensangelegenheit gewesen wäre, dass Kemmerich Ministerpräsident hätten werden soll, dann hätten sie ihm doch bei der aktuellen Wahl ein Vielfaches von diesen 1,1 % Stimmen geben müssen.
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