Die große Klima-Diskussion

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Pancho
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

Hm…
Die Studie »WEGE ZU EINEM KLIMANEUTRALEN ENERGIESYSTEM – Die deutsche Energiewende im Kontext gesellschaftlicher Verhaltensweisen« des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE untersucht Entwicklungspfade des deutschen Energiesystems, die zu einer Reduktion der energiebedingten CO₂-Emissionen zwischen 95 und 100 Prozent bis 2050 führen. Das Erreichen dieser Klimaschutzziele in der Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien ist demnach aus technischer und systemischer Sicht machbar. Gesellschaftliches Verhalten erweist sich dabei allerdings als ein maßgeblicher Faktor für den Weg, den die Energiewende durchläuft, und für die Kosten des Systemumbaus.
(Hervorhebung von mir)

Quelle:

https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse ... chbar.html


Oder frei Schnauze zusammengefasst von mir:
Man muss es nur wollen und angehen.

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TONI_B
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TONI_B »

Tja, man fürchtet sich vor einer "Dunkelflaute" aber nicht vor einem AKW, weil das hat ja einen "negeativen Dampfblasenkoeffizient"... :roll:
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jo26861
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von jo26861 »

Pancho hat geschrieben: 19.10.2024 - 08:36 Hm…
Die Studie »WEGE ZU EINEM KLIMANEUTRALEN ENERGIESYSTEM – Die deutsche Energiewende im Kontext gesellschaftlicher Verhaltensweisen« des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE untersucht Entwicklungspfade des deutschen Energiesystems, die zu einer Reduktion der energiebedingten CO₂-Emissionen zwischen 95 und 100 Prozent bis 2050 führen. Das Erreichen dieser Klimaschutzziele in der Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien ist demnach aus technischer und systemischer Sicht machbar. Gesellschaftliches Verhalten erweist sich dabei allerdings als ein maßgeblicher Faktor für den Weg, den die Energiewende durchläuft, und für die Kosten des Systemumbaus.
(Hervorhebung von mir)

Quelle:

https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse ... chbar.html


Oder frei Schnauze zusammengefasst von mir:
Man muss es nur wollen und angehen.
Unterstreichung von mir

Ich harre der Dinge die da kommen mit 13KWP auf dem Dach, EAuto vor der Tür und heizen mit Wärmepumpe.

Fraunhofer bekommt ja Forschungsgelder von Habeck.
........bin mir jetzt ein bisschen unsicher

90% der Welt sieht das anders als Herr Fraunhofer und baut Nuklear.
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scratch
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von scratch »

jo26861 hat geschrieben: 19.10.2024 - 09:50 90% der Welt sieht das anders als Herr Fraunhofer und baut Nuklear.
"Weltweit nutzen 32 von 195 Staaten (inklusive Taiwan) Kernenergie. "
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernenerg ... C3%A4ndern

Ja, 32 von 195 sind grob gerundet 90% :)
Selbst die 3 Länder, die erste AKW bauen und die 4, die in der Planung sind reißen es da nicht raus.
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jo26861
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von jo26861 »

stimmt Burkina Faso baut keine.

China Russia USA Indien mit geschätzten 5 Milliarden Einwohnern bauen.
hab das jetzt nicht genau recherchiert. aber ich denke so über den Daumen gepeilt passts schon.
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Pancho
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

Kernenergie trägt zur weltweiten Stromversorgung 10% bei.

Quelle:
https://www.kernenergie.ch/de/kernenerg ... -1071.html
Jan Tenner
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Jan Tenner »

Der Anteil der Kernenergie am weltweiten Stromerzeugung liegt bei unter 10%. Auf dem Weltklimagipfel in Dubai haben 22 Staaten angekündigt, die Produktion von Atomstrom stark auszubauen. Nur wenn alle diese im Bau oder in Planung befindlichen Atomkraftwerke tatsächlich kosten- und zeitplanungstechnisch realisiert werden, wird das die anstehenden Stilllegungen bestehende AKWs ausgleichen.

Bei steigendem Strombedarf wird also trotz sämtlicher Investitionen in die Atomstromproduktion der weltweite Atomstrom weiter sinken.

So richtig groß im Kommen ist die Atomstromproduktion auf absehbare Zeit nicht...
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scratch
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von scratch »

Ist halt immer die Frage, was man als Kriterium nimmt.
Nimmt man nur die Anzahl an Ländern, stimmen die 90% definitiv nicht.
Beim Anteil der Stromerzeugung stimmt es, wie Pancho auch geschrieben hat, auch bei weitem nicht.

Eine weltweite Befragung der Bevölkerung zum Einsatz von AKW ist mir nicht bekannt. Von dem her kann man es auch kritisch sehen, wenn man einfach die gesamte Bevölkerung eines Landes, welches ein AKW betreibt, als "dafür" einstuft und dadurch auf die 90% kommt.
Abgesehen davon wird man von gewissen Ländern auch keine seriöse Auskunft bekommen, in Russland und China sind z.B. bestimmt laut Regierung annähernd 100% dafür.

Und letztendlich ist es auch ziemlich egal.
Fakt ist, dass wir in D keines mehr in Betrieb haben und selbst ein Neubau uns nicht die Probleme für die nächsten 20-30 Jahren ersparen würde.
Von dem her sollte man doch endlich mal ein Großteil der Energie nicht in sinnlose Diskussionen stecken, sondern Lösungen erarbeiten und auch mal Ideen umsetzen. Irgendwie scheinen wir da in einem Dornröschenschlaf zu stecken, uns lieber schlaftrunken zu Tode zu diskutieren und in der tollen Vergangenheit zu schwelgen.

Übrigens, bei der recht angespannten geopolitischen Lage weltweit, sowie die ansteigenden Bedrohungen durch bestimmte Länder/Gruppierungen, in Verbindung mit KI und sonstigen möglichen technischen Fortschritten würde ich keine Hand ins Feuer legen, dass zukünftige AKW sicher sind...weder was Rohstoffe noch Betrieb betrifft. Aber manche gehen ja davon aus, dass technische Innovation nur gutartig verwendet wird.

Um mal wieder etwas direkter aufs eigentliche Thema zu kommen...solche Bedrohungen machen mir etwas mehr Sorgen: "Kartoffeln und Zuckerrüben werden weich und schrumpelig - sogenannte Gummiknollen. Grund ist eine Pflanzenkrankheit, die von der Schilf-Glasflügelzikade übertragen wird. Der Klimawandel hat dem Insekt den Weg nach Bayern geebnet. Landwirte verlieren oft die Hälfte ihrer Ernte. " https://www.br.de/br-fernsehen/sendunge ... n-100.html
Da wird es weltweit dann so richtig ungemütlich, wenn das Essen noch knapper wird.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Pancho hat geschrieben: 19.10.2024 - 08:36 Hm…
Die Studie »WEGE ZU EINEM KLIMANEUTRALEN ENERGIESYSTEM – Die deutsche Energiewende im Kontext gesellschaftlicher Verhaltensweisen« des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE untersucht Entwicklungspfade des deutschen Energiesystems, die zu einer Reduktion der energiebedingten CO₂-Emissionen zwischen 95 und 100 Prozent bis 2050 führen. Das Erreichen dieser Klimaschutzziele in der Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien ist demnach aus technischer und systemischer Sicht machbar. Gesellschaftliches Verhalten erweist sich dabei allerdings als ein maßgeblicher Faktor für den Weg, den die Energiewende durchläuft, und für die Kosten des Systemumbaus.
(Hervorhebung von mir)

Quelle:

https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse ... chbar.html


Oder frei Schnauze zusammengefasst von mir:
Man muss es nur wollen und angehen.
Das ist leider so nicht richtig. "Man" muss es sich auch leisten können. Wenn der Strom durch eine undurchdachte Energiewende unbezahlbar teuer wird uns unsere Wirtschaft nicht mehr international wettbewerbsfähig ist, dann gehen hier auch ohne Dunkelflaute die Lichter aus.

Das ist einer der Kardinalfehler der letzten 25 Jahre. Man hat in bester Absicht die sog. "regenerativen" Energiequellen ohne ökonomischen Sachverstand, Rentabilitätsrechnungen und volkswirtschaftliche Betrachtung mit Geld zugeschüttet. Und nun platzt die Blase. Uns mögen vielleicht nach den apokalyptischen Prophezeihungen der Klimafürchter nur noch wenige Jahre bleiben, um "das Klima zu retten". Aber wenn wir so weiter machen, geht vorher unsere Wirtschaft garantiert den Bach runter. Dann können wir uns weder Windräder noch Solarparks weiter leisten.

Das ärgerliche daran ist, dass wir vor 25 Jahren durchaus noch die Expertise hatten, um die Energiewende volkswirtschaftlich verträglich zu stemmen. Doch aus ideologischen Gründen hat man auf die Experten nicht gehört und deren Bedenken irgnoriert.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

j-d-s hat geschrieben: 18.10.2024 - 16:49 Übrigens war bis 2022 der Plan so, dass man nahezu ausschließlich auf Wind und Solar setzt, und sobald das mal nicht geht, auf billiges russisches Gas. Das gibt es nun aber nicht mehr, also muss eben teures norwegisches und us-amerikanisches Gas gekauft werden
Man kann gar nicht oft genug betonen, dass nach aktuellen Erkenntnissen die Verstromung von LNG aus Fracking ähnlich klimaschädlich sein soll wie die Verstromung von Kohle. Neben dem Energieaufwand für Verdichtung, Kühlung und Transport spielen hier auch die beim Fracking entstehenden Emissionen von Methan mit hinein.
Pancho hat geschrieben: 19.10.2024 - 07:17 Hm…
Neue Atomkraft-Technologien sollen sauberen Strom liefern: Was ist wirklich dran?

(…)

Wann sind die neuen Technologien marktreif?

Der Co-Autor der Studie, Christian von Hirschhausen von der Technischen Universität Berlin, erwartet marktreife Anlagen frühestens in vier Jahrzehnten, wenn überhaupt. Ein Problem sind die Kosten. Die US-Investmentbank Lazard bezifferte die Stromerzeugungskosten der Atomenergie 2021 auf rund 167 Dollar je Megawattstunde, für Wind und Solar lagen sie unter 50 Dollar.
Quelle:

https://www.fr.de/wirtschaft/atomkraft- ... 06527.html
Immer der gleiche "Äpfel mit Birnen" Vergleich. Rechne bei Wind und Solar die notwendigen Investitionen in Stromtrassen, Backup-Kraftwerke und Speicher hinzu, dann explodieren die Kosten. Zumal es von wenigen Ländern abgesehen bislang noch nirgends ein durchgerechnetes ud realisierbares Konzept gibt, wie man die saisonale Speicherung von Überschüssen überhaupt angehen soll.

Man kann nicht Energiequellen mit garantierter Leistung mit Energiequellen vergleichen, die eine garantierte Leistung von 0 KW haben.

Aber solche Artikel wie in der FR sind mit einer der Gründe, wieso das mit der Energiewende nicht funktioniert. Entweder sind deren Journalisten nicht willens oder fähig, solche Zahlen zu hinterfragen. Oder sie verschweigen die Pferdefüße mit voller Absicht.
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jo26861
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von jo26861 »

scratch hat geschrieben: 19.10.2024 - 10:59 Der Klimawandel
die Mineralstoffgehalte von Lebensmitteln ist um blablabla zurückgegangen . Find ich jetzt ein feature und kein bug. kann man doch supplementieren und muss das Zeug nicht auf dem kompletten Ackerboden verteilen.

Ich bin mir nicht sicher ob der Klimawandel, egal welche Anteile der menschengemachte und der naturgemachte haben, aufgehalten werden kann.

also ist eher mehr Anpassung notwendig. andere Ackerfrüchte. dein Haus Hochwasserfest machen, mehr Klimaanlagen im Haus verbauen etc etc etc

da gibts bestimmt viele Baustellen.
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jo26861
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von jo26861 »

NeusserGletscher hat geschrieben: 19.10.2024 - 13:14 die eine garantierte Leistung von 0 KW haben.

hahhha ja ......früher lebte ich froh in den tag hinein . jetzt (wolkenverhangen) schaue ich dauernd auf den Wechselrichter wieviel Strom gerade runter kommt. :mrgreen: Ich glaube ich krieg ne Solarpaneldepression
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von j-d-s »

Pancho hat geschrieben: 18.10.2024 - 17:47 Russland, Kasachstan & China?
Ich weiß jetzt nicht genau wo dein Problem ist, wir kaufen auch Öl, Gas und weitere Rohstoffe aus aus diesen Ländern, aus China zudem bekanntermaßen große Mengen vieler, teils enorm wichtiger Produkte.

Wir brauchen hier jetzt keine Russland-Diskussion aufmachen, und nur dies vorweg, ich bin sogar für deutlich mehr Waffenlieferungen an die Ukraine (und sogar die massive Aufrüstung Deutschlands mit eigenen Atomwaffen und Stationierung von Atomraketen, Atommarschflugkörpern und Atomartilleriegranaten in Polen, Estland usw., so wie in den 80ern beim Nato-Doppelbeschluss), aber die Sanktionen gegen Russland sind großteils völlig Schwachsinnig, weil sie uns mehr schaden als sie Putin schaden. Und Gas bekommen wir von ihm noch, nur heute als LNG via Holland/Belgien (kein Scherz, kannst du gerne googlen), Öl ebenso, oft mit Zwischenhändlern in Saudi-Arabien (die auffällig viel mehr Öl aus Russland kaufen nach 2022 als zuvor) oder Indien (von wo die Importe nach D auffällig stark gestiegen sind seit 2022).

Am Ende gehts auch denen primär um Geld und wenn wir denen nur genug bezahlen nehmen sie garantiert unseren Atommüll, Putin gegenwärtig vielleicht nicht, die anderen aber definitiv.
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Pancho
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

Interessant…
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jo26861
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von jo26861 »

nette Website zu Dunkelflaute:

https://www.tech-for-future.de/dunkelflaute/
..........................
Es reicht aber nicht nur 35 Jahre zurückzugehen. Bei der Risikobetrachtung in der Energiewirtschaft bereitet man sich üblicherweise auf Extremereignisse vor, die nur einmal im Jahrtausend oder gar Jahrzehntausend auftreten.

Wenn man noch weiter zurückgeht, sticht in den letzten 50 Jahren als Extremereignis der Katastrophenwinter 1978 hervor. Damals fror die Kohle fest und alle Kohlekraftwerke der DDR gingen gleichzeitig vom Netz. Nur die Kernkraftwerke konnten eine Mindestversorgung aufrechterhalten.

Das gleiche passierte 2021 bei den Texas Blackouts. In Texas fielen neben Kohlekraftwerken auch Gaskraftwerke aus und Windräder froren fest. Selbst einer von vier Kernreaktoren fiel aus, obwohl Kernkraftwerke noch am besten mit Extremwetter klarkommen.

Ein deutschlandweiter Blackout hätte verheerende Folgen mit vielen Todesopfern. In Texas starben damals rund 500 Menschen. Der Schaden einer Strommangellage übertrifft den einer Pandemie und selbst den eines großen Erdbebens. Deshalb müssen wir Blackouts unbedingt vermeiden
............................

Der Punkt Mindestversorgung ist Propaganda. da gibt es nur alles oder nichts. Entweder man erreicht die 50HZ oder man erreicht sie nicht......

Ein Bekannter von mir hat sich ein Haus in München gebaut. mit Solar.
kein Anschluss möglich. da schon andere vor ihm Solar aufgerüstet haben würde das im Extremfall die Leitungen zum Glühen bringen
Tyrolens
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Oh, wenn ich da an den Sommer 2003 denke und wie viele Atomkraftwerke dann nur mehr mit stark verringerter Leistung betrieben werden konnten. Natürlich waren Laufkraftwerke davon auch stark betroffen.

Das Problem von Atomkraftwerken ist halt, dass sie nur grundlastfähig sind und selbst dort extrem unflexibel sind. Ich möchte gar nicht wissen, wie lange in Frankreich das Hochfahren nach einem Blackout dauern würde. Für Tirol hat die TIWAG mal irgend was von 15 bis 20 Minuten behauptet. Wasserkraft ist da halt ideal und alle TIWAG Kraftwerke sind schwarzstartfähig.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Tyrolens hat geschrieben: 20.10.2024 - 11:34 Oh, wenn ich da an den Sommer 2003 denke und wie viele Atomkraftwerke dann nur mehr mit stark verringerter Leistung betrieben werden konnten. Natürlich waren Laufkraftwerke davon auch stark betroffen.
Es ist aber ein Unterschied, ob Kraftwerke wegen außergewöhnlicher Wetterereignisse (Dürre, Kälte) ausnahmsweise einmal nicht mit voller Leistung betrieben werden können, oder ob sie wegen regelmässig wiederkehrender Wetterereignisse (Nachts ist es dunkel, im Winter steht die Sonne nur knapp über dem Horizont, Flaute, Wolken, Nebel) regelmässig nicht mit voller Leistung betrieben werden können.

Eine Lösung dagegen ist Diversifizierung. Die Politik hat aber in Deutschland beschlossen, hier die Diversität bei unserem Energiemix durch den Verzicht auf Atom und Kohle zu reduzieren. Weil aber kaum noch Potential für den Ausbau von Wasserkraft vorhanden ist, setzt die Politik vor allem auf Sonne und Wind. Damit wird ein Blackout durch diese Energiepolitik wahrscheinlicher als durch Dürren oder extreme Kälte. Wir haben die Abhängigkeit von Importen gegen die Abhängigkeit von den Launen der Natur getauscht. Und dabei unterm Strich nicht viel gewonnen. Zumal wir mit der Lagerung weniger Brennstäbe und Wiederaufbereitung den Einfluss von Schwankungen beim Import gut im Griff hatten.
Tyrolens hat geschrieben: 20.10.2024 - 11:34 Das Problem von Atomkraftwerken ist halt, dass sie nur grundlastfähig sind und selbst dort extrem unflexibel sind.
Wie kommt dann Frankreich mit seinen 65% Anteil an der Stromerzeugung damit zurecht?

Abgesehen von meinen grundsätzlichen Bedenken gegenüber der Kernenergie ist es fürs Klima angeblich immer noch besser, wenn der Strom zu 65% aus AKW kommt anstatt aus Kohlekraftwerken oder Gaskraftwerken, die mit LNG aus Fracking betrieben werden. Zumal ich an die aktuellen Daten zum CO2 Ausstoß Deutschlands ein Fragezeichen setzen würde, weil es gut möglich ist, dass die importierten CO2 Equivalente, beispielsweise durch die Freisetzung von Methan bei importiertem Fracking-Gas, noch gar nicht in die Statistiken eingepreist wurden.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von jo26861 »

man kann ein Atomkraftwerk nicht einfach abschalten. die Steuerstäbe hochziehen und es läuft wieder auf Volllast. einfach ausgedrückt.
das Problem nach einem Blackout ist eher die Anbindung und Zusammenschluß der Versorgungsgebiete.
wenn man wie im Fall von Texas ein Versorgungsgebiet anschließt laufen sofort alle Heizlüfter , Kühlschranke mit Anlaufstrom, Server Farmen und was weiß ich nicht alles an.
Das kann schon mal ne Woche dauern.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

jo26861 hat geschrieben: 20.10.2024 - 15:31 man kann ein Atomkraftwerk nicht einfach abschalten.
Die sog. Lastfolgefähigkeit hängt vom Reaktortyp und dessen Auslegung ab.

Noch ein Nachtrag zu dem zuvor diskutierten Scheiterns des Kugelhaufenreaktors in Hamm: China hat die Technik weiter entwickelt. Die Grundlagenforschung wurde in Deutschland geleistet.
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jo26861
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von jo26861 »

nette Oppositionshilfe:

Der langjährige Daimler-Manager Martin Daum hat im Kampf für mehr Klimaschutz einen jährlichen Aufschlag um 10 Cent auf den Benzinpreis ins Spiel gebracht. Damit sollen Menschen verstärkt zum Umstieg auf E-Autos bewegt werden

was passiert in den Köpfen von Diesel/Benzin Fahrern wenn sie Klimaschutz hören?

genauso wie die Klimakleber. die haben der Sache massiven Schaden beschert.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

jo26861 hat geschrieben: 22.10.2024 - 18:23 Der langjährige Daimler-Manager Martin Daum hat im Kampf für mehr Klimaschutz einen jährlichen Aufschlag um 10 Cent auf den Benzinpreis ins Spiel gebracht. Damit sollen Menschen verstärkt zum Umstieg auf E-Autos bewegt werden
Er studierte BWL in Mannheim und arbeitet seit 1987 für Daimler. Daum verdiente 2020 2,9 Millionen Euro
[Quelle: Internet]

"Klimaschutz" muss man sich leisten können.
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jo26861
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von jo26861 »

NeusserGletscher hat geschrieben: 23.10.2024 - 07:22
"Klimaschutz" muss man sich leisten können.
so wie Habeck. Der schnippt mit den Fingern und hat Sondervermögen in der Hand. nachfolgende Generationen müssen das habecksche Vermögen natürlich zurückzahlen.

:D Die Party geht weiter
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von ralleycorse »

Es wurde hier im Thread schon aufgezeigt, wird aber penetrant ignoriert.
Die Kernkraft ist Gesamtwirtschaftlich schlichtweg nicht finanzierbar (neben dem Restrisiko einer katastrophalen Havarie). Wenn man die Gesamtkosten (die noch nicht mal bekannt sind, weil kein Endlager existiert) auf die produzierte kWh umlegt ist sie absurd teuer.
Nur weil der Staat diese Kosten übernommen hat waren die Kosten im Rahmen. Dummerweise bezahlen wir alle unseren Staat und somit diese Stromkosten mit.

Kernkraft muss man sich erst mal leisten können.

Nur so als Hinweis: Regenerative Energie ist UMSONST. Die Sonne, der Wind, das Wasser wird uns nie eine Rechnung zur Gewinnung und Entsorgung stellen.
Klar, man muss sie erstmal erschließen und das kostet dann schon. Auf lange Sicht wird es aber keine Energieform geben die so billig ist.

Und ja, für die harten Wintertage ohne Wind und Sonne braucht es Ausweichkraftwerke. Und die wird es auch mittelfristig noch brauchen da reine Batteriespeicher die die ein ganzes Land versorgen aktuell noch Zukunftsmusik sind. Kurzfristig müssen das Gaskraftwerke sein (natürlich braucht man dazu dummerweise Erdgas). Die können aber mittelfristig mit grünem Wasserstoff betrieben werden der im bestehenden Erdgasnetz gespeichert werden kann. Genau solche für die Stromkonzerne eher unrentable dual-use Gaskraftwerke die immer seltener gebraucht werden aber notwendig sind werden aktuell vom Staat gefördert. Das halte ich für eine weitaus bessere Subvention als weiter riskante Kernkraftwerke mit enormen Kostenrisiken zu pumpen.
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Jens
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Jens »

jo26861 hat geschrieben: 23.10.2024 - 08:57
NeusserGletscher hat geschrieben: 23.10.2024 - 07:22
"Klimaschutz" muss man sich leisten können.
so wie Habeck. Der schnippt mit den Fingern und hat Sondervermögen in der Hand. nachfolgende Generationen müssen das habecksche Vermögen natürlich zurückzahlen.

:D Die Party geht weiter
Atomkraft ist ja quasi auch ein "Sondervermögen" aktuell "günstige" Energie und den Abfall zu Lasten nachfolgender Generationen. Ähnlich verhält es sich ja auch mit nicht gemachten Klimaschutz, die Zeche zahlen wahrscheinlich die nachfolgenden Generationen.
Tiefschnee muss gewalzt sein
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jo26861
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von jo26861 »

meistens kommts halt anders als geplant.

Baerbocks Diktator greift Taiwan an und G7 reagiert mit Sanktionen. (China betrachtet Taiwan als Teil Chinas genauso wie Putin die Krim)
also keine Solarpanels mehr aus China. ob die Schweizer um 5000% skalieren können ist fraglich.
Bis zu 70 Prozent der Teile in deutschen Windkraftanlagen stammen bereits aus China.
https://blackout-news.de/aktuelles/chin ... im-visier/
also auch sanktionieren
die Brics machen gerade ihre eigene Währung. Öl wird dann in Yuan bezahlt und sie brauchen keine Euro oder Dollars mehr. Kohle aus Australien ist ein Problem. und deutscher Camanbert.
dat wars mit Energiewende

oder das
Polwanderung veränderte das Weltklima (Nordpol ist jetzt mittlerweile irgendwo in der Nähe von Sibirien)
https://science.orf.at/stories/3204871/ ... it%20wider.
................Diese ionisierte Luft brutzelte die Ozonschicht weg, heißt es in einer Presseaussendung zur Studie. In Folge dürften überall auf dem Globus Polarlichter aufgetaucht sein, nicht nur rund um den geographischen Nord- und Südpol wie heute..........
https://idw-online.de/de/news281513

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