Martin_D hat geschrieben: 28.10.2024 - 14:54
@Neusser Gletscher
Deshalb entschuldige ich mich für diese Formulierung. Denn deine Postings hier geben es bei allen inhaltlichen Differenzen nicht her, dass man dir eine zu AFD-Positionen passende Gesinnung unterstellen darf.
Danke für Deine Klarstellung.
Martin_D hat geschrieben: 28.10.2024 - 14:54
Ich habe aber noch eine Frage:
Könnte es sein, dass du beim Schreiben deines "Wie einfach doch die Welt sein kann ..."-Postings unsere Diskussion in diesem Thread vom 2.10. nicht mehr auf dem Schirm gehabt hast ?
Naja, ich hatte ja auch geschrieben: "mindestens zwei plausible Erklärungen".
Mea culpa
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
Martin_D hat geschrieben: 28.10.2024 - 15:43
Zu berücksichtigen ist dabei noch, dass alle seriösen Quellen angeben, dass die Temperaturen in der Alpenregion stärker steigen als die globale Durchschnittstemperatur.
Die Begründung dafür ist AFAIK, dass blanker Fels sich erwärmt während Eis und Schnee die Sonne reflektieren.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
seiiim hat geschrieben: 28.10.2024 - 17:40
@Firn77 bitte nur um seriöse Quellen. Und so sehr ich den Alpenverein in anderen Bereichen schätze so sehr ist er was die Klimadiskussion angeht nicht objektiv.
Ich schlage vor hier die ÖKS15, die Klimaszenarien für Österreich, heranzuziehen- weit objektiver.
Also dass der Alpenverein plötzlich keine seriöse Quelle sei, lass ich mal so dahin gestellt.
Lustig wird es aber dann, wenn man sich die Quellen ansieht, woher einerseits der Alpenverein die Daten für die von mir verlinkte Broschüre und andererseits die von Ihnen als seriös vorgeschlagene Quelle ÖKS15 nimmt - nämlich von der teilweise sogar selben Quelle. Und deshalb kommen die beiden auch auf sehr vergleichbare Erkenntnisse.
Hier das Beispiel Vorarlberg in der ÖKS15 Berechnung:
Und hier noch mal die Vergleichszahlen des Alpenvereins dagegen:
grafik.png (30.13 KiB) 1656 mal betrachtet
Und schon jetzt ist die Temperatur in den Alpen mit 2 Grad / 100 Jahren doppelt so hoch angestiegen, als im globalen Durchschnitt. https://austriaca.at/APCC_AAR2014.pdf
Martin_D hat geschrieben: 28.10.2024 - 15:43
Zu berücksichtigen ist dabei noch, dass alle seriösen Quellen angeben, dass die Temperaturen in der Alpenregion stärker steigen als die globale Durchschnittstemperatur.
Die Begründung dafür ist AFAIK, dass blanker Fels sich erwärmt während Eis und Schnee die Sonne reflektieren.
Das mag mit eine Rolle spielen. Aber ohne jetzt irgendwelche Zahlen im Kopf zu haben. Ist es nicht so, dass in ganz Europa die Klimaerwärmung über den weltweiten Durchschnitt liegt und man zumindest tendenziell sagen kann, dass die Klimaerwärmung umso größer ist, je höher die geografische Breite ist.
Martin_D hat geschrieben: 28.10.2024 - 15:05
Denn "Brücken bauen" macht ja erst dann Sinn, wenn man den Leuten klar gemacht hat, dass es einen Graben gibt und sie auf der anderen Seite des Grabens stehen.
Für mich ist die wesentliche Frage, wer eigentlich den Graben gebaut hat und zu welchem Zweck? Spalte und Herrsche?
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
Firn77 hat geschrieben: 28.10.2024 - 20:01
Und schon jetzt ist die Temperatur in den Alpen mit 2 Grad / 100 Jahren doppelt so hoch angestiegen, als im globalen Durchschnitt.
Das mag mathematisch sogar sowas ähnliches wie richtig sein, in der Sache halt doch daneben:
Es gab Mitte des 19.Jh. schon eine Warmphase in der die Temperaturen höher, die Gletscherstände noch schlechter als heute waren usw. usw., das liegt halt noch außerhalb der "Aufzeichnungen". Dann dreht sich das und über die nächsten 50-60 Jahre, also bis in die 20er, gab es eine "kleine Eiszeit" in der die Durchschnittstemperaturen wieder zurückgingen, die Gletscher wuchsen etc. Und genau hier setzen nun meist die Wetteraufzeichnungen an. Das von diesem Punkt aus betrachtet alle Entwicklungen der letzten hundert Jahre (von Verbreitung der Demokratie und geschnittenem Brot abgesehen) schlecht aussehen ist verständlich, aber eben durch die Sichtweise bedingt und daher nicht vollends richtig. Das kann man auch bei jeder anderen Statistik sehen, wenn man sich auf einen Peak als Ausgangswert setzt werden die anderen Werte vergleichsweise nicht gut abschneiden.
Firn77 hat geschrieben: 28.10.2024 - 20:01
Und schon jetzt ist die Temperatur in den Alpen mit 2 Grad / 100 Jahren doppelt so hoch angestiegen, als im globalen Durchschnitt.
Das mag mathematisch sogar sowas ähnliches wie richtig sein, in der Sache halt doch daneben:
Es gab Mitte des 19.Jh. schon eine Warmphase in der die Temperaturen höher, die Gletscherstände noch schlechter als heute waren usw. usw., das liegt halt noch außerhalb der "Aufzeichnungen". Dann dreht sich das und über die nächsten 50-60 Jahre, also bis in die 20er, gab es eine "kleine Eiszeit" in der die Durchschnittstemperaturen wieder zurückgingen, die Gletscher wuchsen etc. Und genau hier setzen nun meist die Wetteraufzeichnungen an. Das von diesem Punkt aus betrachtet alle Entwicklungen der letzten hundert Jahre (von Verbreitung der Demokratie und geschnittenem Brot abgesehen) schlecht aussehen ist verständlich, aber eben durch die Sichtweise bedingt und daher nicht vollends richtig. Das kann man auch bei jeder anderen Statistik sehen, wenn man sich auf einen Peak als Ausgangswert setzt werden die anderen Werte vergleichsweise nicht gut abschneiden.
Und was würde das an der Tatsache ändern, dass die Alpen seitdem trotzdem mehr unter Klimaerwärmung zu leiden haben? Genau - nichts. Der Ausgangspunkt bliebe ja der gleiche.
Firn77 hat geschrieben: 28.10.2024 - 20:01
Und schon jetzt ist die Temperatur in den Alpen mit 2 Grad / 100 Jahren doppelt so hoch angestiegen, als im globalen Durchschnitt.
Das mag mathematisch sogar sowas ähnliches wie richtig sein, in der Sache halt doch daneben:
Es gab Mitte des 19.Jh. schon eine Warmphase in der die Temperaturen höher, die Gletscherstände noch schlechter als heute waren usw. usw., das liegt halt noch außerhalb der "Aufzeichnungen". Dann dreht sich das und über die nächsten 50-60 Jahre, also bis in die 20er, gab es eine "kleine Eiszeit" in der die Durchschnittstemperaturen wieder zurückgingen, die Gletscher wuchsen etc. Und genau hier setzen nun meist die Wetteraufzeichnungen an. Das von diesem Punkt aus betrachtet alle Entwicklungen der letzten hundert Jahre (von Verbreitung der Demokratie und geschnittenem Brot abgesehen) schlecht aussehen ist verständlich, aber eben durch die Sichtweise bedingt und daher nicht vollends richtig. Das kann man auch bei jeder anderen Statistik sehen, wenn man sich auf einen Peak als Ausgangswert setzt werden die anderen Werte vergleichsweise nicht gut abschneiden.
Und was würde das an der Tatsache ändern, dass die Alpen seitdem trotzdem mehr unter Klimaerwärmung zu leiden haben? Genau - nichts. Der Ausgangspunkt bliebe ja der gleiche.
Es ist die Frage ob es ein Leiden ist, wenn es alleine in den letzten 200 Jahren gut zweimal diesen Zyklus gegeben hat.
Dass etwas passiert ist unbestritten; was jedoch nicht entschuldigt, dass von irgendwelchen linksgrünen-fingerhebenden-mimimi-schreienden-Fruitcakes der Einfluss des Menschen als gegeben angenommen wird und die aktuell verfügbaren Daten in viel zu hohem Maße instrumentalisiert und hochstilisiert werden. Beides kann man gar nicht abschätzen wie das in eine Jahrhunderte dauernde Entwicklung passt.
Das mag mathematisch sogar sowas ähnliches wie richtig sein, in der Sache halt doch daneben:
Es gab Mitte des 19.Jh. schon eine Warmphase in der die Temperaturen höher, die Gletscherstände noch schlechter als heute waren usw. usw., das liegt halt noch außerhalb der "Aufzeichnungen". Dann dreht sich das und über die nächsten 50-60 Jahre, also bis in die 20er, gab es eine "kleine Eiszeit" in der die Durchschnittstemperaturen wieder zurückgingen, die Gletscher wuchsen etc. Und genau hier setzen nun meist die Wetteraufzeichnungen an. Das von diesem Punkt aus betrachtet alle Entwicklungen der letzten hundert Jahre (von Verbreitung der Demokratie und geschnittenem Brot abgesehen) schlecht aussehen ist verständlich, aber eben durch die Sichtweise bedingt und daher nicht vollends richtig. Das kann man auch bei jeder anderen Statistik sehen, wenn man sich auf einen Peak als Ausgangswert setzt werden die anderen Werte vergleichsweise nicht gut abschneiden.
Und was würde das an der Tatsache ändern, dass die Alpen seitdem trotzdem mehr unter Klimaerwärmung zu leiden haben? Genau - nichts. Der Ausgangspunkt bliebe ja der gleiche.
Es ist die Frage ob es ein Leiden ist, wenn es alleine in den letzten 200 Jahren gut zweimal diesen Zyklus gegeben hat.
Dass etwas passiert ist unbestritten; was jedoch nicht entschuldigt, dass von irgendwelchen linksgrünen-fingerhebenden-mimimi-schreienden-Fruitcakes der Einfluss des Menschen als gegeben angenommen wird und die aktuell verfügbaren Daten in viel zu hohem Maße instrumentalisiert und hochstilisiert werden. Beides kann man gar nicht abschätzen wie das in eine Jahrhunderte dauernde Entwicklung passt.
Ah... jetzt sind wir beim Kern der Sache. Hinter deiner Behauptung "Es stimmt gar nicht, dass der Klimwandel die Alpen stärker trifft als der globale Durchschnitt" steckt was ganz anderes: Du streitest den menschengemachten Klimawandel ab. Dann bist du schlauer als die Wissenschaft, hast natürlich auch zeitliche Kongruenz der Industrialisierung und des Anstiegs der Temperaturen außen vor gelassen und so weiter und so fort.
Am Ende scheinst du ein gutes Beispiel für so viele zu sein, die extreme, populistische Parteien wählen (ohne natürlich zu wissen, ob du das tust, is aber auch wurst). Es ist Veränderungsverweigerung und die Sehnsucht nach einfachen Antworten für komplexe Probleme. Verständlich, aber auch gefährlich.
Und was würde das an der Tatsache ändern, dass die Alpen seitdem trotzdem mehr unter Klimaerwärmung zu leiden haben? Genau - nichts. Der Ausgangspunkt bliebe ja der gleiche.
Es ist die Frage ob es ein Leiden ist, wenn es alleine in den letzten 200 Jahren gut zweimal diesen Zyklus gegeben hat.
Dass etwas passiert ist unbestritten; was jedoch nicht entschuldigt, dass von irgendwelchen linksgrünen-fingerhebenden-mimimi-schreienden-Fruitcakes der Einfluss des Menschen als gegeben angenommen wird und die aktuell verfügbaren Daten in viel zu hohem Maße instrumentalisiert und hochstilisiert werden. Beides kann man gar nicht abschätzen wie das in eine Jahrhunderte dauernde Entwicklung passt.
Ah... jetzt sind wir beim Kern der Sache. Hinter deiner Behauptung "Es stimmt gar nicht, dass der Klimwandel die Alpen stärker trifft als der globale Durchschnitt" steckt was ganz anderes: Du streitest den menschengemachten Klimawandel ab. Dann bist du schlauer als die Wissenschaft, hast natürlich auch zeitliche Kongruenz der Industrialisierung und des Anstiegs der Temperaturen außen vor gelassen und so weiter und so fort.
Am Ende scheinst du ein gutes Beispiel für so viele zu sein, die extreme, populistische Parteien wählen (ohne natürlich zu wissen, ob du das tust, is aber auch wurst). Es ist Veränderungsverweigerung und die Sehnsucht nach einfachen Antworten für komplexe Probleme. Verständlich, aber auch gefährlich.
@Firn77 ich habe es dir gestern schon einmal gesagt und bin es leid mich wiederholen zu müssen: erst lesen, dann denken, dann antworten. Nichts, aber auch wirklich gar nichts, an deinem letzten Beitrag ist wahr oder richtig geschlussfolgert. Das ist leider sehr traurig. Probiers nochmal. Sonst scheint es wohl so zu sein, dass eben du derjenige bist, der einfache Antworten für komplexe Probleme pachtet.
Ich habe weiter oben in diesem Thread bereits mehrfach deutlich gemacht, dass mir nichts ferner ist als dieses rechte Gesocks (womit wir wieder beim Thema Lesen wären)... ich muss jedoch zugeben, dass Leute wie du es durchaus interessant machen vielleicht beim nächsten Mal doch die Blaubraunen zu wählen
Firn77 hat geschrieben: 29.10.2024 - 09:48
Du streitest den menschengemachten Klimawandel ab.
Übersetzt: Ketzer
Firn77 hat geschrieben: 29.10.2024 - 09:48
Dann bist du schlauer als die Wissenschaft,
Strohmann reloaded
Firn77 hat geschrieben: 29.10.2024 - 09:48
[....]Es ist Veränderungsverweigerung und die Sehnsucht nach einfachen Antworten für komplexe Probleme. Verständlich, aber auch gefährlich.
Die Reduzierung des Klimawandels einzig und alleine auf den menschlichen Einfluss ist mindestens eine ebenso einfache Antwort auf ein komplexes Problem, oder?
Ich finde es immer drollig, wenn Menschen anderen vorwerfen, was sie selbst tun. Vermutlich merkst Du es nicht einmal.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
NeusserGletscher hat geschrieben: 29.10.2024 - 15:07
Die Reduzierung des Klimawandels einzig und alleine auf den menschlichen Einfluss ist mindestens eine ebenso einfache Antwort auf ein komplexes Problem, oder?
Ich finde es immer drollig, wenn Menschen anderen vorwerfen, was sie selbst tun. Vermutlich merkst Du es nicht einmal.
Seufz. Du wieder. Wirds dir selbst nicht langsam langweilig?
Um den menschengemachten Klimawandel einzudämmen wird es keinen einen großen Schalter geben, sondern viele, viele kleine. Ich trau mir zu meinen kleinen, kleinen gesellschaftlichen Beitrag zum Umdenken einzubringen, wohl aber nicht Eiszeiten zu bestimmen. Deshalb leg ich den Fokus auf das Machbare.
Aber wenn jemand schon per se den menschengemachten Klimawandel ablehnt - wo soll man da noch anfangen?
seiiim hat geschrieben: 29.10.2024 - 13:58
ich habe es dir gestern schon einmal gesagt und bin es leid mich wiederholen zu müssen: erst lesen, dann denken, dann antworten. Nichts, aber auch wirklich gar nichts, an deinem letzten Beitrag ist wahr oder richtig geschlussfolgert. Das ist leider sehr traurig. Probiers nochmal.
Üblicher Ablauf. Erst gehen die Argumente aus, dann wirds persönlich.
NeusserGletscher hat geschrieben: 28.10.2024 - 18:49
Die Begründung dafür ist AFAIK, dass blanker Fels sich erwärmt während Eis und Schnee die Sonne reflektieren.
Ersetze Fels durch Land und Schnee durch Wasser, nehme die Verteilung von Land und Wasser auf der Erde und wir sind der Lösung nahe.
seiiim hat geschrieben: 29.10.2024 - 08:36
Das mag mathematisch sogar sowas ähnliches wie richtig sein, in der Sache halt doch daneben:
Es gab Mitte des 19.Jh. schon eine Warmphase in der die Temperaturen höher, die Gletscherstände noch schlechter als heute waren usw. usw., das liegt halt noch außerhalb der "Aufzeichnungen".
Wie bitte?
Es gibt noch etwas mehr als reine Wetteraufzeichnungen. Die allermeisten Alpengletscher haben in der Mitte des 19. Jahrhunderts ihre nacheiszeitlichen Höchstände erreicht. Es ist vollkommen - absolut unstrittig, durch Augenzeugen detailliert karthographisch und photografisch belegt das die Alpengletscher heute so klein sind wie noch nie seit mindestens Mitte des 19. Jahrhunderts!
seiiim hat geschrieben: 29.10.2024 - 08:36
Dann dreht sich das und über die nächsten 50-60 Jahre, also bis in die 20er, gab es eine "kleine Eiszeit" in der die Durchschnittstemperaturen wieder zurückgingen, die Gletscher wuchsen etc. Und genau hier setzen nun meist die Wetteraufzeichnungen an.
Ja, es gab nach den Höchstständen noch drei kürzere Vorstoßphasen, um 1890, 1920 und 1980 - und die noch nicht ein mal an allen Gletscherenden. Die Ausdehnung von 1850 wurden aber bei weitem nicht mehr erreicht. Die Spuren dieser Vorstöße sind heute noch vielfach und sogar für Laien im Gelände sichtbar!
Diese Vorstoßphasen belegen aber auch eines sehr deutlich, die Temperaturen waren ganz sicher nicht so hoch oder gar höher als heute. Um überhaupt vorzustoßen brauchten die Gletscher intakte Nährgebiete über viele Jahre hinweg. Wäre das über mehrere Jahre nicht gegeben gewesen, wäre es an den damals noch immer sehr langen Zungenden der Talgletscher niemals (so vergleichsweise schnell) zu Vorstößen gekommen...
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.
NeusserGletscher hat geschrieben: 29.10.2024 - 15:07
Die Reduzierung des Klimawandels einzig und alleine auf den menschlichen Einfluss ist mindestens eine ebenso einfache Antwort auf ein komplexes Problem, oder?
Ich finde es immer drollig, wenn Menschen anderen vorwerfen, was sie selbst tun. Vermutlich merkst Du es nicht einmal.
Seufz. Du wieder. Wirds dir selbst nicht langsam langweilig?
Um den menschengemachten Klimawandel einzudämmen wird es keinen einen großen Schalter geben, sondern viele, viele kleine. Ich trau mir zu meinen kleinen, kleinen gesellschaftlichen Beitrag zum Umdenken einzubringen, wohl aber nicht Eiszeiten zu bestimmen. Deshalb leg ich den Fokus auf das Machbare.
Aber wenn jemand schon per se den menschengemachten Klimawandel ablehnt - wo soll man da noch anfangen?
Wieso sollte es überhaupt notwendig sein, zu versuchen, den Klimawandel einzudämmen? Es gibt selbst in den extremsten Prognosen keine Szenarien, die nicht durch technische Gegenmaßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels beherrschbar wären.
j-d-s hat geschrieben: 30.10.2024 - 07:09
Wieso sollte es überhaupt notwendig sein, zu versuchen, den Klimawandel einzudämmen? Es gibt selbst in den extremsten Prognosen keine Szenarien, die nicht durch technische Gegenmaßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels beherrschbar wären.
Das haben wir ja bei den diversen Hochwasserkatastrophen heuer gesehen...
Vielleicht mal nicht so viel Energie in das Anzweifeln des menschengemachten Klimawandels stecken (sieht man ja hier, wie das immer noch verfängt), sondern mehr nach vorne denken, in Lösungen. Technologieoffen. Räume füllen, die schon China und Co. längst dabei sind sich zu nehmen.
Ich versteh eh nicht, warum nicht viel mehr die konservativen Parteien das Bewahren des Erbes mehr herausstellen. Konservativer gehts doch eigentlich gar nicht, oder?
seiiim hat geschrieben: 29.10.2024 - 08:36
Das mag mathematisch sogar sowas ähnliches wie richtig sein, in der Sache halt doch daneben:
Es gab Mitte des 19.Jh. schon eine Warmphase in der die Temperaturen höher, die Gletscherstände noch schlechter als heute waren usw. usw., das liegt halt noch außerhalb der "Aufzeichnungen".
Wie bitte?
Es gibt noch etwas mehr als reine Wetteraufzeichnungen. Die allermeisten Alpengletscher haben in der Mitte des 19. Jahrhunderts ihre nacheiszeitlichen Höchstände erreicht. Es ist vollkommen - absolut unstrittig, durch Augenzeugen detailliert karthographisch und photografisch belegt das die Alpengletscher heute so klein sind wie noch nie seit mindestens Mitte des 19. Jahrhunderts!
seiiim hat geschrieben: 29.10.2024 - 08:36
Dann dreht sich das und über die nächsten 50-60 Jahre, also bis in die 20er, gab es eine "kleine Eiszeit" in der die Durchschnittstemperaturen wieder zurückgingen, die Gletscher wuchsen etc. Und genau hier setzen nun meist die Wetteraufzeichnungen an.
Ja, es gab nach den Höchstständen noch drei kürzere Vorstoßphasen, um 1890, 1920 und 1980 - und die noch nicht ein mal an allen Gletscherenden. Die Ausdehnung von 1850 wurden aber bei weitem nicht mehr erreicht. Die Spuren dieser Vorstöße sind heute noch vielfach und sogar für Laien im Gelände sichtbar!
Diese Vorstoßphasen belegen aber auch eines sehr deutlich, die Temperaturen waren ganz sicher nicht so hoch oder gar höher als heute. Um überhaupt vorzustoßen brauchten die Gletscher intakte Nährgebiete über viele Jahre hinweg. Wäre das über mehrere Jahre nicht gegeben gewesen, wäre es an den damals noch immer sehr langen Zungenden der Talgletscher niemals (so vergleichsweise schnell) zu Vorstößen gekommen...
Ich bewundere deine Geduld, mit der du ganz sachlich auf die abstrusen Behauptungen von seiiim eingehst. Dass Mitte des 19. Jahrhunderts zumindest in Europa der Höhepunkt der sogenannten kleinen Eiszeit und damit alles andere als eine "Warmphase mit höheren Temperaturen als heute" und erst recht keine "schlechteren Gletscherstände als heute" gab, sollte eigentlich jedem, der in einem "Alpinforum" ernsthaft über den Klimawandel und seine Auswirkungen mitdiskutieren will, klar sein.
Für die von dir zitierten Aussagen von seiiim gibt es eigentlich nur zwei mögliche Erklärungen:
(1) Er weiß es nicht besser und er lässt sich von Fake-News beeinflussen, die von Leuten in die Welt gesetzt wurden, die beim Thema Klimawandel Meinungen manipulieren wollen.
(2) Er ist ein Troll, der absichtlich Unsinn ins Forum schreibt, um zu provozieren.
Warten wir seine weiteren Postings ab, dann wird sich zeigen, welche der beiden Erklärungen die zutreffende ist.
Firn77 hat geschrieben: 30.10.2024 - 09:28
Technologieoffen
Nur ein Gedanke zu dem Begriff "Technologieoffenheit".
Ich bin sehr für "Technologieoffenheit" und finde es daher absolut richtig, viel Geld in Grundlagenforschung wie z.B. zur Kernfusion zu investieren.
Wer aber den Leuten unter dem Stichwort "Technologieoffenheit" weis machen will, dass man die Klimaziele von morgen mit Erfindungen von übermorgen erreichen könnte, ist an ernsthaften Klimaschutz nicht interessiert.
Von daher werden zurzeit nur wenige Begriffe so missbraucht wie der Begriff "Technologieoffenheit".
Firn77 hat geschrieben: 30.10.2024 - 09:28
Technologieoffen
Wer aber den Leuten unter dem Stichwort "Technologieoffenheit" weis machen will, dass man die Klimaziele von morgen mit Erfindungen von übermorgen erreichen könnte, ist an ernsthaften Klimaschutz nicht interessiert.
Da hast du jetzt aber sehr viel reininterpretiert in meine Worte Nein, ich meine damit nicht, abzuwarten bis "die soweit sind". Ich glaube nur viel mehr, man müsse auch die Chancen in der Bekämpfung des Klimawandels sehen und nutzen.
Richtig, und genau daran krankt unsere Gesellschaft. Die die am lauteyten Technologieoffenheit schreien, gehen am stärksten ideologiegetrieben vor. Da werden Kampagnen gegen Wärmepumpen gefahren, Genehmigungen für Windräder erschwert und generell die Förderung von erneuerbaren Energien torpediert. Solarzellen kommen jetzt halt aus China, Rotorblätter für Windräder aus Indien und die Wärmepumpen produzieren auch bald nur noch andere.
Bei der Autoindustrie wird immer mit dem Heimatmarkt argumentiert, man darf ja nicht mal einTempolimit einführen um dem nicht zu schaden, aber bei wirklichen Zukunftstechnologien zerstört man den aktiv und wundert sich dann, dass das Land in eine Rezension fällt. Was soll denn anderes passieren, wenn man nur noch Dinge herstellt die keiner mehr haben will und das dann auch noch mit Staatsgeldern stützt?
Man muss nicht mal mit dem Umweltschutz argumentieren, da reicht schon ein Blick auf die niedergegangene Unterhaltungselektronik. Und dieser Teil wird eben auch beim Autokauf für viele immer wichtiger, aber die Deutschen hinken hinterher.
Immer dran denken, VW hat jetzt Probleme, das Verbrenneraus kommt aber erst in über 10 Jahren. Wie soll das denn zusammenhängen? Wer kauft bitte jetzt keinen Verbrenner mehr von VW, weil die nur noch 10 Jahre welche bauen dürfen?
Firn77 hat geschrieben: 30.10.2024 - 15:05
Da hast du jetzt aber sehr viel reininterpretiert in meine Worte Nein, ich meine damit nicht, abzuwarten bis "die soweit sind". Ich glaube nur viel mehr, man müsse auch die Chancen in der Bekämpfung des Klimawandels sehen und nutzen.
Nein, ich habe nur das Stichwort aufgegriffen. Das Posting ist nicht speziell an dich gerichtet gewesen.
Pancho hat geschrieben: 30.10.2024 - 09:11
Irgendwie ist das jetzt ein weiteres Klimatopic geworden…
Eine Frage an die Runde:
Soll ich aufgrund der Entwicklung der Diskussion diesen Thread in "Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread" umbenennen ?
@Martin,
zu deiner Feststellung ein paar Posts weiter oben;
Ich denke er ist A+B.
Auf die Posts von dem reagiere ich schon lange nicht mehr (Ignore), denn der kommt ja schon teilweise an den Albe heran....