Letztes Jahr bin ich zum zweiten Mal mit meinem Sohn (Mitte 20) zum Saisonstart in Wolkenstein gewesen.
Nach Anreise mit dem Auto im Vorjahr, fiel zum ersten und wohl letzten Mal die Entscheidung auf den umweltfreundlichen Flixbus von Essen mit 4 Zwischenhalten ( Düsseldorf, Frankfurt, München und Insbruck) ohne Umsteigen nach Bozen und Weiterfahrt mit Nahverkehrszug und Bus bis nach Wolkenstein. Da mein Sohn noch keinen Führerschein hat, wollte ich die fast 1000 km nicht wieder alleine fahren.
Nach etwas verspäteter Abfahrt am Hauptbahnhof Essen lief es erstmal relativ gut. Leider war der Flixbus eines italienischen Betreibers gut gefüllt und jeder Zweite hat gehustet oder die Nase geschnieft.
Bis München lief es ordentlich, wenn man von zu wenig Raucherpausen für den Bedarf meines Sohnes absieht.
Kurz vor München hatten wir dann unplanmäßig rund 6 Stunden Pause, weil bei Blitzeis 200 Meter vor uns ein Sattelzug verunfallte und die Aufräumarbeiten sehr aufwendig waren. Ich hoffe dass es keine Personenschäden gab. In der Gegenrichtung hat es nach mehreren LKW-Unfällen noch länger gedauert und der Stau, an dem wir dann entlang fuhren, hörte gar nicht mehr auf.
Die restliche Fahrt und die Anschlussverbindungen klappten dann sehr gut. Trotzdem kamen wir erst am Nachmittag an und konnten somit den ersten Skitag vergessen. Das Erfrischungsgetränk am La Stua hat immerhin den Durst gelöscht.
Ankunft in Wolkenstein
Mit ein paar wenigen Einschränkungen an geöffneten Pisten war es wie im Vorjahr wieder super. Außer über den Feiertag am 8. Dezember, an dem halb Italien im Skigebiet war, hatten wir keine Wartezeiten.
Einzig an der Umlaufbahn Piz Sorega in San Cassiano in Alta Badia war es extrem voll. Alles andere war ok.
Ich habe sogar testweise von Wolkenstein mal die Tour über Alta Badia bis zum Kronplatz hoch und wieder zurück gemacht. Hat aber ohne echte Pause (außer im Skibus zum Piculin) trotzdem 6 Stunden gedauert. Würde ich mit Start in Wolkenstein nicht nochmal machen.
Leider ist mein Sohn auch schon ab dem zweiten Tag mit einer heftigen Mandelentzündung ausgefallen und war bei dieser Tour zum Kronplatz nicht dabei.
Die Anreise mit dem Flixbus voller hustender Menschen, die verständlicher Weise ihren Heimaturlaub antreten möchten, ist aber für mich damit trotzdem ein Ausschlussgrund für eine Wiederholung mit dem Flixbus. Es wird aber noch stressiger.
Zur Rückfahrt am Abend von Bozen habe ich dann für mich den letzten Skitag gestrichen und bin stattdessen mit meinem Sohn schon nach dem gemütlichen Frühstück mit dem Bus nach Bozen gefahren. Auf dem Wochen- und Weihnachtsmarkt gibt es schon einiges zu sehen und die Innenstadt von Bozen mit den vielen kleinen Gassen und Passagen ist eine Reise wert.
Abends sind wir dann frühzeitig zum Busbahnhof als Abfahrtsort losgefahren und haben dort noch in einem Imbiss zu Abend gegessen. Die Flixbus-App lieferte bis 1 Stunde vor Abfahrt regelmäßig den aktuellen Standort des Busses auf dem Weg nach Bozrn. Dann gab es leider nix mehr. Die Abfahrtzeit verstrich und mit uns warteten eine Handvoll anderer Mitfahrer im Nieselregen. Laut App war der Bus noch über 100 Km entfernt. Frust. Mit ungefähr 45 Minuten kam der Flixbus dann und es hätte ja jetzt gut werden können.
Beim Einladen der Ski wurden wir nach dem Ticket und der Zusatzbuchung für die beiden Skipaare gefragt. Der italienische Busfahrer hinderte uns dann im Nieseregen am Einladen und Einsteigen, weil seiner Meinung nach die Zusatzbuchung von Sperrgepäck für die Ski falsch sei. Etwas anderes gibt es aber in der deutschen Flixbus-App gar nicht.
Nachdem er 10 Minuten lang zur Klärung seinen Chef nicht erreichen konnte, war ich inzwischen nass und durchgefroren bereit, 2 mal 7,50€ zusätzlich zu bezahlen. Als ich das mit dem Hinweis aussprach, dass ich mich entsprechend beschweren würde, durften wir ohne Zahlung einladen und einsteigen. Das Thema wurde danach auch nicht mehr angesprochen.
Mein Fazit dieses kurzen Saisonauftaktes:
Wolkenstein zum Saisonstart immer wieder.
Flixbus 5 Daumen nach unten und beim nächsten Mal entweder wieder mit dem eigenen Auto oder wenn sich kein zweiter Fahrer findet mit der Bahn.
Kleiner Tipp am Rande. Wenn von München nach Bozen keine durchgängige Platzreservierung im Zug möglich ist, versucht es bis und ab Insbruck.
Der Zug war letztes Jahr zu Ostern hin und zurück sehr voll. In Insbruck steigen aber sehr viele Reisende ein und aus. Bei uns hat es so funktioniert.
P.s. Nach und während des Urlaubes hatte ich wie schon zuvor anhaltende Beschwerden beim Gehen (600 Meter zum Supermarkt und ich musste zwischendurch stehen bleiben. Skifahren hat aber problemlos geklappt. Leider musste ich dann im April sehr spontan, wegen eines angeboren verkümmerten Herzkranzgefäßes und eines weiteren verengten Gefäßen zum Herzmuskel, operiert werden und habe jetzt 3 Herzbypässe. Ich bin nach Anschlussreha jetzt wieder fit und möchte auch gerne wieder Skifahren. Eine ärztliche Freigabe für Volleyball (Breitensport) habe ich schon vom Hausarzt bekommen.
Gibt es andere Forumsteilnehmer, die von ihren Erfahrungen nach einer Bypass-OP, insbesondere bei Skifahren in Höhenlagen zwischen 3000 und 1500 Meter berichten können? Die Frage ist natürlich recht ausgefallen und vielleicht findet der Forumsmoderator auch ein passenderes Unterforum. Ich freue mich trotzdem auf entsprechende Antworten
Gruß aus dem Flachland
Rainer aus Oberhausen
Mein Hausberg, die benachbarte Abraumhalde des Bergbaus hat eine stolze Höhe von
230 Meter über Meeresspiegel
Sasslong war wohl für den Weltcup Mitte Dezember schon topp präpariert.
Gran Risa leicht vereist. Der anstehende Worldcup kündigt sich an.
Auf dem Weg vom Kronplatz. Piculin war noch wegen Präparierungsarbeiten gesperrt. Dieser Hang auf der anderen Seite hinab Richtung Kronplatz war aber für mich als Gelegenheitsskifahrer auch recht anspruchsvoll.
Pistenraupe am Seil auf der steilen Piculinabfahr