Die große Klima-Diskussion

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Pancho
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

Ich weiß was da drin steht - alles richtig.
Schlimmer geht immer - und das kommt halt jetzt.

Das Schlimme ist, dass diese Strategie egoistisch jetzt auf Kosten der Zukunft wirtschaftlich jetzt in der Gegenwart einen Vorteil im Wettbewerb bietet, und zum Nachahmen zwingen wird.

Mag einen fast 80-jährigen Egomanen nicht mehr jucken.

Da fällt mir das hier wieder ein:
https://youtu.be/IIpbgWyPsWQ

Wir sind am Punkt, an dem das Spiel scheitert. Leider…

Dass es seit Jahrzehnten in die falsche Richtung läuft in den USA (oder nicht entschieden genug in die Richtige), dort mehr hätte passieren sollen und müssen, ist richtig und verschärft die Situation zusätzlich, die wir jetzt mit Trump haben.

gernot
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gernot »

Wenn's nicht so tragisch wäre, müßte man zynischerweise kommentieren "bestellt - geliefert"
Wahlergebnis Valencia

https://en.wikipedia.org/wiki/2023_Vale ... l_election

als Folge davon

https://www.derstandard.at/story/300000 ... gie-toetet
Die konservative Regionalregierung in Valencia hat ein Amt, das Katastrophenhilfe leisten sollte, wegen "Unsinnigkeit" geschlossen. Das hat auch mit einer Verleugnung der Klimakrise zu tun, die nun Leben kostet
Nichts anderes kann man von blaunen Parteien erwarten, ist ja in NÖ nicht viel anders, der blaue Landesrat, zuständig für Katastrophenschutz, war ein gaanz, gaanz kleines stilles Mäuschen, als Handeln gefragt war.
Aber davor groß die Klappe in einem Krone Interview aufreissen und über, klar, Wien und die Ausländer schimpfen

und nun geht das "Wahlvolk" auf die Straße - warum muss immer was Schlimmes passieren, bevor Otto Normalverbraucher aufwacht?!
Versteh ich nicht...

Kleine Zeitung Steiermark 11 Nov 2024
Spaniens Volksseele kocht weiter
Nach der Flutkatastrophe in Spanien halten Proteste gegen das desaströse Management der Katastrophe an. Offenbar wusste man nicht, wie man alle Bürger per SMS vorwarnen kann.

Erst kam die verheerende Regen- und Schlammflut, dann die Flut der Empörung.
Weit mehr als 100.000 Menschen protestierten am Wochenende in der spanischen Katastrophenregion Valencia gegen die verantwortlichen Politiker, denen vorgeworfen wird, die Bevölkerung zunächst nicht vor dem Hochwasser gewarnt und später auch keine ausreichende Hilfe geschickt zu haben. Bei der Jahrhundertflut am 29. Oktober starben über 220 Menschen.

„Rücktritt, Rücktritt!”, riefen die Menschen. „Ihr seid Mörder!” Und: „Warum habt ihr uns nicht gewarnt?”
Der Zorn richtet sich vor allem gegen die konservative Regierung der Urlaubsregion Valencia.
Ihr wird vorgehalten, erst zwölf Stunden nach Beginn der sintflutartigen Regenfälle die Bevölkerung aufgefordert zu haben, ihre Häuser nicht zu verlassen und nicht Auto zu fahren.
Zu dieser Zeit stand vielen Menschen das Wasser bereits bis zum Hals, viele Ortschaften waren schon überschwemmt und Hunderte von Autos waren im Wasser versunken.

Inzwischen weiß man, warum es so lange dauerte, bis die politische Führung am Tag der Katastrophe reagierte, die am Morgen des 29. Oktobers begann: Die für den regionalen Katastrophenschutz zuständige Innenministerin Salomé Pradas wusste nicht, dass man über alle Handys eine Warnmeldung an die Bürger verschicken kann.
Ihr Chef, der regionale Ministerpräsident Carlos Mazón, verbrachte den Katastrophentag bei einem langen „Arbeitsessen”, wie er es nannte – und zwar mit einer hübschen Journalistin.

Auch der sozialdemokratische Premier Pedro Sánchez musste sich heftige Kritik gefallen lassen. Vor allem, weil er trotz offensichtlicher Inkompetenz und Überforderung der valencianischen Regionalregierung nicht den nationalen Notstand ausrief.
Damit hätte die spanische Staatsregierung automatisch das Kommando bei der Katastrophenbewältigung übernommen. Sánchez hatte zwar 20.000 Soldaten und Polizisten als Helfer geschickt und finanzielle Hilfe zugesagt, die Koordination des Einsatzes aber der Regionalregierung überlassen.
biofleisch
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von biofleisch »

jo26861 hat geschrieben: 10.11.2024 - 08:10 Die Grünen/Merkel verheizen die monetären Resourcen für marginale Effekte.
Bitte drücke dich korrekt aus:

Die Grünen / SPD / FDP / CSDU / Linken (hab' ich wen vergessen?) verheizen die monetären Ressourcen für negative Effekte.

Negativ, weil jeder einzelne Arbeitsplatz, welcher bei uns abgebaut und dessen Produkt / Produktion in andere Länder verlagert wird, keine so hohen Umweltstandards wie in Deutschland einhalten muss.

Im globalen Gesamtergebnis (und nur das ist entscheidend) wird ergo MEHR Co2 verbraucht, wenn bei uns Arbeitsplätze aufgrund irrsinniger Vorgaben abgebaut und anderswo das jeweilige Produkt produziert wird. Es ist für Deutschland eine Loose-Loose Strategie, die das Habeck mit "die sind nicht Pleite, die hören auf zu produzieren" in Kindergartenlogik korrekt beschrieben hat.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Chlosterdörfler »

Vortrag: Über die Bedeutung der Polkappen für den Klimawandel


Direktlink
Zeitbedarf: 43:15 Minuten

Ab Minute 31:50 wird gezeigt, wie bei der Förderung von Kohle und Erdgas zusätzlich Methan in die Atmosphäre gelangt. Und wie Forscher dies sichtbar machen. Bei der Kohleförderung unter Tage und bei der Erdgasförderung gibt es technische Lösungen, um diese Emissionen zu reduzieren.
Wer Träume hat der lebt noch.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Heute morgen im Science Talk auf 3Sat mit Marco Wehr.

Thema war Komplexität, u.a. hybride Komplexitäten, bei denen natürliche, nicht vorhersehbare Ereignisse wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche auf eine komplexe, menschengemachte Infrastruktur treffen. Es gäbe neuere Untersuchungen, u.a. von Michael Sigl von der Universität Bern, nach denen die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs eines Supervulkans in den nächsten 30 Jahren bei 6% läge. Zum Vergleich, die Wahrscheinlichkeit, mit zwei Würfen nacheinander zwei Sechsen zu würfeln, liegt bei 3%. Ein Jahr ohne Sommer wie nach dem Ausbruch des indonesischen Supervulkans Tambora im April 1815 hätte dann für unsere Infrastruktur verheerende Folgen. Eine Verdunkelung, wie sie von Chronisten früherer Vulkanausbrüche berichtet wird, bei denen die Sonne nur noch mit der Intensität des Mondes durchscheinen würde, könnte eine rein auf Wind und Solar basierende Energieerzeugung zum Erliegen bringen.

Das wäre dann so etwas wie der Super-GAU der Solarenergie.

So viel zur Behauptung: Die Sonne sei unsere größte und verlässlichste Energiequelle

Es bleibt schwierig. Die einfache Lösung, wie uns die Protagonisten der Energiewende seit 25 Jahren weißmachen wollen, gibt es nicht. Sie ist eine Illusion.
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noisi
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von noisi »

Was machen wir dann erst bei einem Asteroideneinschlag?
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.
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TONI_B
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TONI_B »

NeusserGletscher hat geschrieben: 17.11.2024 - 13:09So viel zur Behauptung: Die Sonne sei unsere größte und verlässlichste Energiequelle...
Die Sonne ist streng genommen, die einzige Energiequelle, die wir haben. Bzw. die Sterne, die zu Supernovae wurden, in denen die Elemente gebildet wurden, aus denen unser Planetensystem entstanden ist....

Deine Logik wird aber immer cruder: weil es möglicherweise irgendwann einen Supervulkanausbruch geben könnte, sollen wie ein anderes (welches?) Energiesystem aufziehen?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TVT »

TONI_B hat geschrieben: 17.11.2024 - 17:01
NeusserGletscher hat geschrieben: 17.11.2024 - 13:09So viel zur Behauptung: Die Sonne sei unsere größte und verlässlichste Energiequelle...
Die Sonne ist streng genommen, die einzige Energiequelle, die wir haben. Bzw. die Sterne, die zu Supernovae wurden, in denen die Elemente gebildet wurden, aus denen unser Planetensystem entstanden ist....

Deine Logik wird aber immer cruder: weil es möglicherweise irgendwann einen Supervulkanausbruch geben könnte, sollen wie ein anderes (welches?) Energiesystem aufziehen?
Ein Atomkraftwerk in der Nähe eines solchen Vulkanausbruchs wäre vermutlich auch nicht sonderlich hilfreich...
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

TONI_B hat geschrieben: 17.11.2024 - 17:01
NeusserGletscher hat geschrieben: 17.11.2024 - 13:09So viel zur Behauptung: Die Sonne sei unsere größte und verlässlichste Energiequelle...
[...]
Deine Logik wird aber immer cruder: weil es möglicherweise irgendwann einen Supervulkanausbruch geben könnte, sollen wie ein anderes (welches?) Energiesystem aufziehen?
Es ist nicht meine Logik, ich habe lediglich in einer Zusammenfassung den Inhalt der Sendung wiedergegeben.

Was daran krude sein soll, weißt Du offenbar besser als ich. Immer getreu dem Motto, was man argumentativ nicht widerlegen kann, erledigen wir durch persönliche Angriffe.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Noch etwas zur Sache:

Dänemark erzeugte in 2023 bei einer installierten Windkraft-Leistung von 7,3 GW ganze 19 TWh an elektrischer Energie. Also 2,6 TWh pro installiertem GW Nennleistung.
Deutschland erzeugt 137 TWh aus 61 GW installierter Leistung, also 2,45 TWh pro installiertem GW Nennleistung.

Hätte ich nicht gedacht. Offenbar hat man in Deutschland die Standorte sorgfältig ausgewählt.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von biofleisch »

TONI_B hat geschrieben: 17.11.2024 - 17:01
NeusserGletscher hat geschrieben: 17.11.2024 - 13:09So viel zur Behauptung: Die Sonne sei unsere größte und verlässlichste Energiequelle...
Die Sonne ist streng genommen, die einzige Energiequelle, die wir haben. Bzw. die Sterne, die zu Supernovae wurden, in denen die Elemente gebildet wurden, aus denen unser Planetensystem entstanden ist....

Deine Logik wird aber immer cruder: weil es möglicherweise irgendwann einen Supervulkanausbruch geben könnte, sollen wie ein anderes (welches?) Energiesystem aufziehen?
Deine "Logik" hingegen ist erst gar keine, weil alles was in deine Ideologie nicht rein passt einfach negiert und weggebissen wird.
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TONI_B
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TONI_B »

Was "beisse" ich weg? Ich habe eine Frage gestellt, wie er sich ein Energiesystem vorstellt, dass die Menschheit mit Energie versorgen kann!

Oder meinst du mit meiner "Ideologie" die physikalischen Tatsachen, woher alle Energie auf der Erde kommt?

Dann solltest du dich mehr mit Physik und Kosmologie (dort im Speziellen mit der Primordialen und der Stellaren Nukleosynthese) beschäftigen und nicht irgendwelchen obskuren Verschwörungstheorien nachlaufen...
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Spezialwidde
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Spezialwidde »

biofleisch hat geschrieben: 13.11.2024 - 16:18
Im globalen Gesamtergebnis (und nur das ist entscheidend) wird ergo MEHR Co2 verbraucht, wenn bei uns Arbeitsplätze aufgrund irrsinniger Vorgaben abgebaut und anderswo das jeweilige Produkt produziert wird. Es ist für Deutschland eine Loose-Loose Strategie, die das Habeck mit "die sind nicht Pleite, die hören auf zu produzieren" in Kindergartenlogik korrekt beschrieben hat.
Auch wenn Habeck und Co. die Ideologie auf die Spitze treiben, das ist ja nicht erst seit gestern so, ganz im Gegenteil, dieses Greenwashing wird schon betrieben seit ich denken kann, in den 80er und 90er Jahren hat man unter den damaligen Regierungen unsere damals schon veralteten und dreckigen Eisen- und Stahlwerke in großem Stil abgebaut, in Container gepackt, nach China verkauft und da wieder aufgebaut. Damals war ja schon klar wohin die Reise mit der Schwerindustrie geht. Und da qualmen sie noch heute. Was man nicht losgeworden ist weil selbst die Chinesen das Geraffel damals nicht haben wollten hat man als Unesco Weltkulturerbe unter Denkmalschutz stellen lassen weil die Areale auf Jahrhunderte vollkommen verseucht sind und die Sanierung kein Mensch bezahlen könnte (siehe die Völklinger Hütte hier im Saarland). Aber Deutschland kann sich auf die Schultern klopfen dass seine Schadstoffemissionen so schön runtergegangen sind.
Ich kann nur immer wieder feststellen, die Politik, besonders die der Grünen, ist weder im Sinne der Bevölkerung noch im Sinne der Umwelt. Auch das war schon immer so, in mehr oder weniger großem Umfang. Wenn das anders wäre hätten wir zum Beispiel nie verbleites Benzin oder FCKW gehabt, das wurde nur durch Lobbyarbeit der Industrie eingeführt. Dass es ohne geht sehen wir ja. Nee, im Gegenteil, man tut auch heute noch alles um flourierte hoch potente Treibhausgase in Form von Kältemittel im Markt zu halten obwohl es schon seit Jahrzehnten komplett ohne geht. Und ein Wirtschaftsminister der mir meine Ölheizung verbieten will die im Jahr 1200 Liter Öl braucht, selber aber für 200 Kilometer mit dem Jet zu einem Fußballspiel fliegt fördert bei mir wirklich kein Umdenken. Diese Augenwischerei auf breiter Front bringt uns jedenfalls bestimmt nicht weiter.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Chlosterdörfler »

In Pakistan und Indien gibt es derzeit in den grossen Ballungsräumen lebensgefährliche Smog-Luft, sodass teilweise Schulen geschlossen sind.

Link: https://www.iqair.com/ch/world-air-quality

Luftschadstoffe Überwachung ist gleich Menschenschutz!
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jo26861
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von jo26861 »

Spezialwidde hat geschrieben: 19.11.2024 - 10:21 Und ein Wirtschaftsminister der mir meine Ölheizung verbieten will die im Jahr 1200 Liter Öl braucht, selber aber für 200 Kilometer mit dem Jet zu einem Fußballspiel fliegt fördert bei mir wirklich kein Umdenken. Diese Augenwischerei auf breiter Front bringt uns jedenfalls bestimmt nicht weiter.
wenn er die Schiffe die mit Schweröl fahren und in EU anlanden wollen verbieten würde wäre mehr erreicht...........
also Schiffe mit Batterietechnik und Solarpanels :lol:

aber da Untertanen keine Lobby haben ist es leichter die zu zerquetschen.

Die Lösung für die nächsten Hunderte Jahre sind modulare Reaktoren. es gibt einfach zu viele Baustellen die nicht Solarpanel Wasserkraft oder Windkraft kompatibel sind.
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Spezialwidde
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Spezialwidde »

jo26861 hat geschrieben: 20.11.2024 - 12:02 aber da Untertanen keine Lobby haben ist es leichter die zu zerquetschen.
Genau das ist der Punkt. Das Beispiel find ich übrigens wieder recht treffend, in Hamburg werden in einigen Straßen Diesel PKW Fahrverbote erlassen weil die ja ach so dreckig sind während nebenan im Hafen die Containerriesen einlaufen deren Qualmwolke man vom Münchener Olympiaturm aus sehen kann :roll: . Es geht immer nur um Lobbyarbeit der einflussreichen Konzerne. Natürlich muss man einen Deckmantel der Rechtfertigung erfinden damit es nicht ganz so krass auffällt (wobei ich glaube/hoffe dass das nicht mehr ganz so gut klappt), da hat man sich jetzt nunmal den Klimaschutz ausgeguckt. Sinnvolle Lösungen um das Energieproblem anzugehen gibt es viele. Sogar solche die die bereits vorhandene Infrastruktur nutzbar ließen, beispielsweise solar erzeugte künstliche Kohlenwasserstoffe die ohne Weiteres in großem Stil in unbewohnten sonnenreichen Gebieten gewonnen, per vorhandenen Ölpipelines und Tankern verteilt und dann beim Verbraucher wie gewohnt genutzt werden könnten. Auch das ist technisch schon lange möglich. Aber dann könnte man den Verbraucher ja nicht mehr dazu nötigen sich E-Autos und Wärmepumpen zu kaufen. Nur mal ein Beispiel: Die Wasserstofftechnik für die Mobilität war Ende der 60er Jahre, spätestens aber in den 70ern schon serienreif. Damals hat die Lobby der Ölkonzerne dafür gesorgt dass davon ja nichts an die Öffentlichkeit kommt. Die Versuchsreihen mussten auch so geheim wie möglich stattfinden. Wers nicht glaubt: Im BMW Museum München gibt es eine unscheinbare Ecke mit der Dokumentation, man findet sie nicht ganz leicht (ein Schelm der Absicht unterstellt)... Elektrofahrzeuge gab es, zumindest in Form von Kraftbussen mit Holzrädern, schon vor der Erfindung des mobiltauglichen Ottomotors. Wird auch gerne vergessen. Hätte man die konsequent die letzten 120 Jahre weiterentwickelt bin ich mir sicher könnten wir heute auch ganz anders dastehen. Man könnte unendlich so weitermachen. Wenn auf eines Verlass ist dann ist das die Tatsache dass man sich nicht auf die Politik verlassen sollte wenn die uns Umwelt- und Klimaschutz an die Backe nähen will. Die dahinterstehenden Interessen sind leider anderer Natur. Das lebt man uns klar vor.
Ich will nochmal eines klarstellen: Ich bin der Letzte der sich gegen Umweltschutz stellt wenn er in einer sinnvollen Weise umgesetzt wird. Aber eines finde ich gelinde gesagt zum Kotzen: Wenn die Hochwohlgeborenen Wasser predigen aber selber den Wein saufen und meinen man merkt das nicht. Für jede Schneekanone die man in Bayern aufstellen will muss man eine Staatsaffaire anleiern, sie könnte ja einen unfassbaren Umweltfrevel hervorrufen. Aber wenn ich mich dran erinnere was für diesen unnötigen G7 Gipfel im Garmischer Land 2022 abgehalten wurde kam mir echt sämtliches Essen der letzten 10 Jahre wieder hoch.
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jo26861
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von jo26861 »

nettes Video über zuviel PV im Netz

https://www.youtube.com/watch?v=LxJESx6PE38


......ballern alle PV Anlagen, nachdem die Speicher voll sind, mit KW peak ins Netz........

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Tiob
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tiob »

2024 wird mal wieder einen weiteren Wärmerekord in Deutschland aufstellen:

https://www.tagesschau.de/wissen/klima/ ... its%20klar.
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noisi
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von noisi »

IronDome hat geschrieben: 19.12.2024 - 20:04
noisi hat geschrieben: 19.12.2024 - 17:47 Der Kanzlerkandidat und wirtschaftsexperte aus dem Hochsauerlandkreis schert sich natürlich einen Dreck darum, wird aber in seiner Heimat, wie immer gewählt werden.
Mit Verlaub, aber das ist Unsinn. Ich bin aus anderen Gründen kein Fan von ihm. Aber zu glauben, dass die Erderwärmung aufgehalten werden kann, wenn in Deutschland einige neue Windräder gebaut werden (und gleichzeitig funktionierende Atomkraftwerke abgeschaltet werden), das ist völlig naiv. In den letzten Jahren gab es weltweit viele Bemühungen, die Wirtschaft klimaneutral umzugestalten, und es hat im Wesentlichen nichts gebracht. Die CO2-Emissionen steigen von Jahr zu Jahr weiter an. Es ist ja auch ganz klar: Wir haben mittlerweile acht Milliarden Menschen auf der Erde, von denen die meisten noch nicht ansatzweise auf dem wirtschaftlichen Niveau wie die Menschen im Deutschland leben. Vielleicht sind erneuerbare Technologien irgendwann so marktreif, dass zumindest der weitere Anstieg der CO2-Emissionen gestoppt wird. Aber wann soll das der Fall sein?

Wenn ich dann lese, wie ablehnend hier viele gegenüber Mattenski etc. sind, dann wird es ganz einfach darauf hinauslaufen, dass die Wintersportbranche in Deutschland keine Zukunft hat. Aber es ist ja nicht die einzige Branche, die dem Land verloren geht...
Hier ist das richtige Topic für dieses Zeug :lol:
Viel Spaß!
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

IronDome hat geschrieben: 19.12.2024 - 20:04 Vielleicht sind erneuerbare Technologien irgendwann so marktreif, dass zumindest der weitere Anstieg der CO2-Emissionen gestoppt wird. Aber wann soll das der Fall sein?
Marktreif sind sie doch schon lange .... und laufen ja in Europa auch schon wirklich gut. Wann der Anstieg wirklich gestoppt wird weiß niemand, das es Sinn macht darauf hinzuarbeiten ist dagegen wohl diskussionslos ... die Folgen sind ja jetzt schon massiv.

IronDome hat geschrieben: 19.12.2024 - 20:04 Wenn ich dann lese, wie ablehnend hier viele gegenüber Mattenski etc. sind, dann wird es ganz einfach darauf hinauslaufen, dass die Wintersportbranche in Deutschland keine Zukunft hat. Aber es ist ja nicht die einzige Branche, die dem Land verloren geht...
Ja und? Selbst wenn der Klimawandel einfach so passieren würde, was er ja eh immer wieder tut, gäbe es in warmen Phasen wahrscheinlich keinen Skisport in tieferen Lagen ... durch den menschengemachten Klimawandel wird die Sache nur noch kritischer. Aber du siehst doch wie sich gerade hier im Forum immer noch vor den Konsequenzen wegducken ... ist halt viel bequemer. Übrigens, falls du mit "anderen Branchen" z.B. die Autobranche meinst, genau das selbe Bild ... 15-20 Jahre wegducken, Trends verschlafen, neue Technologien nicht adaptieren, und sich freuen das doch alle ganz knorke läuft ... und dann ist es halt zu spät. Aber die Politik ist ja schuld ....
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von IronDome »

In Europa sinken die CO2-Emissionen ja auch stetig, das ist positiv zu sehen, aber ich halte es für unrealistisch, sie auf 0 zu bringen. In China steigen die Emissionen leider stetig. Es wäre sehr wichtig, dass es hier eine Umkehrung gibt.

Hinsichtlich der Wintersportbranche, vielleicht wäre hier geschicktes Framing bzw. Marketing sinnvoll. Also warum Skifahren auch Spaß machen kann, wenn die Wälder drum herum nicht weiß sind, etc.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Reginleif »

gelöscht
Zuletzt geändert von Reginleif am 02.09.2025 - 17:54, insgesamt 2-mal geändert.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von scratch »

Finde die Fragestellungen durchaus interessant. Auch im Hinblick auf die Diskussionen zur Schuldenbremse :D
IronDome
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von IronDome »

Reginleif hat geschrieben: 19.12.2024 - 22:48 wenn man auf diesem Planeten halt einfach irgendwann nicht mehr leben kann?
Das wird nicht passieren. Zum einen möge man sich anschauen, wie viele Menschen freiwillig in Las Vegas wohnen. Ich glaube nicht, dass es hierzulande in den nächsten Jahrhunderten so heiß wird wie dort. Zum anderen gibt es Gleichgewichtsbewegungen. Wenn das Leben in vielen Bereichen wirklich deutlich schwieriger ist als aktuell, werden die Menschen ihr Verhalten irgendwann anpassen, notfalls durch niedrigere Geburtenraten. Das Leben ist halt aktuell alles in allem nicht großartig schlechter, teilweise sogar im Gegenteil. Viele finden es gut, wenn es im Winter etwas wärmer ist und man weniger heizen muss.
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Wooly
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

Reginleif hat geschrieben: 19.12.2024 - 22:48 Nicht dass ich so leben würde, aber fragen kann man sich das schon mal. Es gibt immer 2 Seiten, auch zu Themen wo viele klar sagen würden hier sind andere Meinungen tabu. Grade dass man über diese Seiten nicht spricht weil sie geächtet sind ist vielleicht auch ein nicht unerhebliches Problem.
Das man darüber nicht spricht respektive dafür geächtet wird würde ich bei 262 Seiten Diskussion ins Reich der Märchen verweisen ... und das es bei zwei Seiten trotzdem meistens eine hat die eher ins Idiotische tendiert ist wohl auch inzwischen durchaus erwiesen .... einfach mal die 262 Seiten zurückblättern ....

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