Himalaya-Eisenbahn

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Chlosterdörfler
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Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von Chlosterdörfler »

Die Himalaya-Eisenbahn ist eine geplante Eisenbahnstrecke zwischen China und Nepal. Die Eisenbahn wird Kathmandu mit Shigatse in Tibet verbinden und die Grenze zwischen China und Nepal bei Gyirong-Rasuwa überqueren.
Spurbreite: 1435 mm Projektierung Geschwindigkeit: 120 km/h Streckenlänge: 72 km (nepalesischer Abschnitt); 556 km (Tibet Abschnitt Gyirong–Shigatse).

Am 11. August 2022 schlossen Nepal und China ein Abkommen, und die China-Nepal-Eisenbahn wurde auf die Tagesordnung gesetzt. Die Entscheidung, die China-Nepal-Eisenbahn voranzutreiben, fällt in den Rahmen der Belt und Road Initiative.
Haben Sie sich jemals vorgestellt, mit dem Zug mitten durch den mächtigen Himalaya zu fahren?

Diese scheinbar "verrückte" Idee könnte bald Wirklichkeit werden. Nach den jüngsten Gesprächen zwischen den Aussenministern Chinas und Nepals zur Beschleunigung der Machbarkeitsstudien für eine grenzüberschreitende Eisenbahnlinie plant China, noch in diesem Jahr Vermessungsingenieure nach Nepal zu entsenden.

Die Verbindung der beiden Länder durch eine Eisenbahnlinie erfordert nicht nur eine schwierige Topografie und grosse Höhen, sondern auch eine Untertunnelung des Himalaya-Gebirges - eine unvorstellbar komplexe technische Leistung. Der grösste Teil der Bahnstrecke innerhalb Nepals wird über Brücken oder durch Tunnel verlaufen, was mit enormen Kosten und enormen baulichen Schwierigkeiten verbunden ist. Dennoch ist das Projekt es wert, weiterverfolgt zu werden.

Als Binnenstaat ist Nepal seit langem mit Verkehrsproblemen konfrontiert. Das gebirgige Terrain behindert den Verkehr vor Ort, was wiederum die wirtschaftliche und handelspolitische Entwicklung des Landes einschränkt. Mit der Fertigstellung der China-Nepal-Eisenbahn werden drei grosse Städte in Nepal miteinander verbunden, was das Pendeln erheblich erleichtert. Die nepalesischen Bürger werden nie wieder zwischen Auto und Flugzeug wählen müssen, wenn sie ins Ausland reisen. Der vorgesehene Abschnitt dieses Mammutprojekts innerhalb der Grenzen Chinas schlängelt sich durch die Autonome Region Tibet. Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2022 hat die Region mehr als 17 Millionen Touristen empfangen. Selbst wenn nur ein Zehntel dieser Reisenden mit dem Zug über Tibet nach Nepal kommt, würde die nepalesische Tourismusindustrie einen enormen Aufschwung erfahren. Die Eisenbahn wird auch die Abhängigkeit Nepals von Indien im Seeverkehr verändern und damit den Aussenhandel und das sozioökonomische Wachstum des Landes fördern. Laos, ein weiterer Binnenstaat, hat seine Marktstruktur neu geordnet, nachdem es sich durch das China-Laos-Eisenbahnprojekt einen wichtigen Transportkanal gesichert hatte. In ähnlicher Weise wird die China-Nepal-Eisenbahn zweifellos die nationale Entwicklung Nepals vorantreiben und es mehr Bürgern ermöglichen, die Vorteile der Entwicklung zu geniessen.

Die China-Nepal-Eisenbahn ist seit langem in Planung. Aufgrund der Komplexität des Projekts, die durch die Auswirkungen von COVID-19 noch verstärkt wurde, sind die Fortschritte jedoch langsamer als erwartet. China und Nepal sind seit Generationen eng befreundet. China hat Nepal bereits beim Bau wichtiger Infrastrukturprojekte unterstützt, insbesondere beim Bau des internationalen Flughafens Pokhara und der Ringstrasse von Kathmandu. Während der Pandemie war China Nepals grösster Lieferant von medizinischer Hilfe und Impfstoffen, während die Zollfreiheit für 98 % der steuerpflichtigen Waren, die China Nepal gewährt hat, ebenfalls am 1. September dieses Jahres in Kraft treten wird.
Quelle: China.org.cn
China bereitete für Nepal Ende 2018 eine vorläufige Machbarkeitsstudie für die Eisenbahn vor. Dieser Bericht deutete darauf hin, dass es sich um ein extrem schwieriges Projekt handelte, aber nicht unmöglich. "Technisch gesehen wird dies eine der schwierigsten Eisenbahnen der Welt sein", sagte Paribesh Parajuli, der einzige Eisenbahningenieur in Nepals Eisenbahnabteilung, der nach Ablauf seines kurzfristigen Beratervertrags gehen wird.

Die chinesische Studie wurde trotz intensiver Debatten über das, was passiert, nicht veröffentlicht. Der Bericht listet "sechs Extreme" auf: darunter Topografie, Wetter, Hydrologie und Tektonik, die das Projekt zu einer grossen Herausforderung machen werden, sagte Parajuli, der die Ergebnisse des Berichts teilte.

Etwa 98% der Eisenbahn auf der nepalesischen Seite der nepalesisch-chinesischen Grenze wird dem Bericht zufolge in Tunneln und auf Brücken stattfinden, mit etwa fünf Zwischenstopps. Gleise müssen auf steilem Gelände gebaut werden, da die Eisenbahn von einer Höhe von 1.400 Metern in Kathmandu auf etwa 4.800 Meter in Tibet steigt.

Die vorgeschlagene Route führt auch durch die Berge in der Nähe einer grossen Verwerfungslinie - wo die indische Platte auf die eurasische Platte trifft, um den Himalaya zu bilden - sodass das Gebiet sehr anfällig für Erdbeben ist.

Die Minderung dieser Risiken bedeutet, dass das Projekt weit mehr kosten wird als normale Eisenbahnen, erklärte Parajuli.
Quelle: https://www.thethirdpole.net/en/nature/ ... a-railway/
abgerufen am 17.10.2022

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Zeitbedarf: 7:52 Minuten

Die Strecke wird ab Lhasa in Tibet vorgestellt. Ein Teil der Strecken ist in Betrieb oder im Bau. Die Einheimischen von Nepal haben das Projekt Papiereisenbahn oder Traumbahn genannt.
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Chlosterdörfler
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von Chlosterdörfler »

Nepal – China baut 2023 den höchsten Eisenbahntunnel der Welt im Himalaya, in 6 Monaten sind 1.6 Km Tunnel ausgebrochen.

https://youtu.be/2MSHPERIldE?si=XNwOQV06Lbt9CCZi Zeitbedarf: 8:53 Minuten in Englisch

Die zehn interessanteste Eisenbahnunfälle in China in den letzten Jahre von Muxi Film. Im Film bekommt ihr einen Blick in die Zugsicherung sowie, er hat die Zugunfälle in einem Bahnsimulationsprogramm nachgestellt.

:!: Dieser Link geht in das YouTube der Chinesen :!: Also auf geschützten PC und nicht auf dem Smartphone ansehen ausser euere Datenschutz ist euch Egal :!:

https://www.ixigua.com/7264525632120291 ... eea0bbd98e Zeitbedarf: 41:20 Minuten in Chinesisch

Es ist euren Entscheid, ob ihr weitere Filme vom Vorschlag vom Algorithmus anseht.
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GMD
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von GMD »

Technisch sind die Tibet- und Himalayabahn hochinteressant. Politisch hingegen eine Katastrophe. China baut diese Bahnstrecken aus den genau gleichen Gründen wie europäische Staaten damals in Afrika. Es ist Kolonialpolitik in Reinkultur. Die Geschichte wiederholt sich...
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Chlosterdörfler
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von Chlosterdörfler »

Sollte dieses Projekt fertig realisiert werden, könnte es China eine alternative Handelsroute zum Indischen Ozean eröffnen. Darüber hinaus würde es die Anbindung Nepals an China verbessern, neue wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen und den Austausch zwischen den Menschen erleichtern.

Das passt natürlich Indien und der USA nicht, dass sich Nepal neu ausrichtet. Jetzt arbeitet Indien an einem Plan zum Bau einer 141 km langen Eisenbahnlinie zwischen Raxaul (Indien) und Kathmandu (Nepal). Die Strecke wäre Teil eines grösseren Projekts zur Verbindung des indischen Eisenbahnnetzes mit dem übrigen Südasien.

Indien hat aktiv an der Verbesserung der Eisenbahnverbindungen mit Nepal gearbeitet. Der erfolgreiche Betrieb der Passagiereisenbahn zwischen Bihar und Nepal hat sich bereits als fruchtbar erwiesen und ein Jahr lang rentabel gearbeitet. Dieser Dienst hat die grenzüberschreitende Mobilität verbessert und den Handel und Tourismus zwischen den beiden Ländern erleichtert. Bei weiterer Entwicklung und Expansion könnte ein zusammenhängendes Schienennetz von Indien über Nepal bis hin zur chinesischen Grenze reichen. Eine solche Verbindung würde das Wirtschaftswachstum ankurbeln, die bilateralen Beziehungen stärken und die regionale Integration fördern.
Der Wettlauf um die Eisenbahnverbindung zwischen Indien und China durch Nepal hat erhebliche geopolitische Auswirkungen. Es dient als Demonstration des Einflusses und der Projektion weicher Macht in der Region. Chinas Bemühungen um den Bau von Eisenbahnverbindungen mit Nepal stehen im Einklang mit seiner ehrgeizigen Verkehrsinitiative, die darauf abzielt, seinen wirtschaftlichen und politischen Einfluss weltweit auszuweiten. Indien wiederum versucht, ein Gegengewicht zu Chinas wachsendem Einfluss zu schaffen und seine strategische Partnerschaft mit Nepal aufrechtzuerhalten. Die Einrichtung von Eisenbahnverbindungen könnte beiden Nationen einen direkten Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung und politischen Stabilität Nepals verschaffen und so die geopolitische Landschaft Südasiens prägen.

Das Terrain in Nepal ist gebirgig und schwierig zu bebauen, und die Baukosten dürften hoch sein. Die potenziellen Vorteile des Projekts sind jedoch ebenfalls beträchtlich. Der Bau der Eisenbahnverbindung könnte den Personen- und Warenverkehr zwischen China, Indien und Nepal erleichtern und die wirtschaftliche Entwicklung in Nepal ankurbeln. Die Eisenbahnverbindung zwischen Indien, China und Nepal birgt ein erhebliches Potenzial für Wirtschaftswachstum, Handelserleichterungen und kulturellen Austausch. Sie würde die Konnektivität erhöhen, die Logistik verbessern und die Transportkosten senken, was allen drei Ländern zugutekäme. Allerdings stellen Herausforderungen wie komplexes Terrain, Umweltbedenken und die Notwendigkeit erheblicher Investitionen Hürden für die Realisierung dieser Projekte dar. Darüber hinaus kann die geopolitische Dynamik in der Region, einschliesslich historischer Spannungen und strategischer Rivalitäten, den Fortschritt und die Ergebnisse von Initiativen zur Eisenbahnverbindung beeinflussen. Die Verwirklichung dieser Eisenbahnverbindungen wird von der Bewältigung technischer Herausforderungen, der Gewährleistung der ökologischen Nachhaltigkeit und der Bewältigung der komplexen geopolitischen Dynamik abhängen. Letztendlich könnte ein gut vernetztes Südasien enorme Möglichkeiten eröffnen und engere Beziehungen zwischen den Nationen fördern, wovon Millionen von Menschen in der gesamten Region profitieren würden.
Quellen: https://www.financialexpress.com/busine ... y-3112553/
https://www.railpage.com.au/news/s/surv ... -rail-link

Persönlich finde ich es immer noch besser, wenn die zwei grossen Volksstaaten (Asien) in einer Form von Interessenabwägung sich friedlich miteinander verhalten. Der Einsatz von militärischer Mittel, wo dazu beide über Atomwaffen verfügen wäre auch nicht so gut für die Menschen vor Ort wie hier. Logisch hätte die USA ihre Freude daran, wenn sich die beiden so schwächen würden. Dazukommt, es gab bisher eine bescheidene wirtschaftliche Entwicklung, aber jetzt haben sie die Mittel und die Technik dazu. Die indische Staatsbahn ist daran, ihr Geschäft klimaneutral zu gestalten, mit Aufforstungen und der Elektrifizierungen von Strecken.
Grüne Bahnhöfe: Die Mission umfasst auch die Entwicklung "grüner Stationen" mit umweltfreundlichen Merkmalen wie Regenwassersammlung, Abfallrecycling und nachhaltiger Landschaftsgestaltung.

Bio-Toiletten: Die indische Eisenbahn hat in Zügen und Bahnhöfen Bio-Toiletten aufgestellt, um die Verschmutzung durch menschliche Abfälle zu verringern.
Quelle: https://www.financialexpress.com/busine ... s-3225999/
abberufen am 31.08.2023
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von GMD »

Der Bau von Eisenbahnen hat auch eine militärische Komponente. Mit ihnen lassen sich grosse Truppenverbände, schweres Material und Nachschub effizient befördern. Bedenkt man dann noch Chinas gewaltigen weltpolitischen Ambitionen und die Tatsache, dass es durchaus auch bereit ist, diese auch gewaltsam durchzudrücken, haben seine Nachbarländer allen Grund beunruhigt und misstrauisch zu sein!

Immer wieder kommt es im Himalaya an der Grenze zu kleinen Auseinandersetzungen. So geschieht es immer wieder, dass chinesische Truppen in indisches Territorium vorrücken. Nur ein bisschen, und sobald Indien interveniert ziehen sie sich wieder zurück. Danach heisst es von offizieller Seite, es sei ein Irrtum gewesen oder der Grenzverlauf sei eben nicht genau definiert etc. Kleine Nadelstiche, die Indien zeigen sollen, dass es China ernst meint! Evtl. hofft man auch, dass diese ständigen Provokationen Delhi zu einer Kurzschlussreaktion verleiten lassen und sie Peking einen Grund für eine grössere Operation liefern.

Die im Vergleich relativ kleinen Himalayastaaten Nepal und Bhutan sehen sich in der wahrhaftig unangenehmen Situation zwischen zwei extrem ambitionierten Grossmächten eingekeklemmt zu sein. Wohlwissend, dass sie einer militärischen Besetzung wenig bis nichts entgegenzuhalten haben. Sie sind praktisch gezwungen, gute Mienen zum Spiel zu machen, um es sich nicht mit einer der beiden Länder zu verscherzen. Was ein ziemlicher Spagat darstellt.
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Theo
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von Theo »

User Chlosterdörfler ist leider, das bestätigen auch seinen Beiträge in anderen Themen, ein absoluter China-Fan. Was die tun wird von ihm immer in den höchsten Tönen gelobt. Keine Ahnung warum der Freak nicht schon längst dorthin ausgewandert ist.
Dass China voll auf militärische Konfrontation geht ist nichts neues, und zwar im In- und Ausland. Da brodelt es gewaltig unter dem Deckel und was manche hier meinen was da so fortschrittlich sei ist in Wahrheit nur das Minimum was sie tun müssen , obwohl sie es gar nicht tun wollen, damit das Volk nicht rebellisch wird und der Laden nicht unkontrolliert auseinander fliegt. Innenpolitische Probleme werden gern durch ( meist selbst geschaffene ) aussenpolitische Aktionen klein gemacht und da passt dann eben das imperialistische gehabe mit Expansion tiptop dazu.
Das hat auf Dauer noch nie funktioniert und wird es auch hoffentlich diesmal nicht.
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von Chlosterdörfler »

Theo hat geschrieben: 31.08.2023 - 17:36 User Chlosterdörfler ist leider, das bestätigen auch seinen Beiträge in anderen Themen, ein absoluter China-Fan. Was die tun wird von ihm immer in den höchsten Tönen gelobt. Keine Ahnung warum der Freak nicht schon längst dorthin ausgewandert ist.
Entschuldung, ich bin kein ausgesprochener "China-Fan", wenn sind mir die Länder Japan und Vietnam und ihre Menschen näher. Dazu bin ich froh, dass ich in der Schweiz meine Demokratische Rechte war nehmen kann. Das, was ich zugebe, ich bin an der technischen Entwicklung interessiert. Und in gewissen Bereiche kommt man nicht um China herum.

Hätte ich das Projekt nicht hier nicht thematisiert, während ihr gar nicht so früh darauf aufmerksam geworden.

Am 29.12.2022 im LOK Report mit folgenden Titel erschienen: China/Nepal: Grenzüberschreitender Eisenbahnabschnitt zwischen China und Nepal geht in die nächste Runde. Link: https://www.lok-report.de/news/uebersee ... runde.html

Am 29.12.2022 im Fachtitel DMM – Der Mobilitätsmanager mit folgenden Titel erschiene: Neubaustrecke China-Nepal über das Dach der Welt Link: https://www.dmm.travel/nc/news/neubaust ... h-der-welt

Bei meiner Google Anfrage auf Deutsch kam folgender Text:
Die Eisenbahn wird Kathmandu mit Shigatse in Tibet verbinden und die Grenze zwischen China und Nepal bei Gyirong-Rasuwa überqueren. Spurbreite: 1435 mm Projektierung Geschwindigkeit: 120 km/h Streckenlänge: 72 km (nepalesischer Abschnitt); 556 km (Tibet Abschnitt Gyirong–Shigatse).17.10.2022

Streit ums Wasser oder nicht
Die Nachricht war ein überraschender Schock für die Welt.

Im Juni brach ein blutiger Konflikt zwischen chinesischen und indischen Soldaten an der Linie der tatsächlichen Kontrolle aus, nur einer von vielen umstrittenen Grenzen, die die beiden asiatischen Giganten trennt.
Hat intressante Grafische aufarbeitung über Quelle: https://storymaps.arcgis.com/stories/94 ... f41b4a772e

Was die Hydrologie und Geopolitik des Brahmaputra-Flusses für die Wasserbeziehungen zwischen Indien und China bedeuten.

Angesichts des begrenzten Beitrags Chinas zum Wasserfluss und der mangelnden Kapazität der Gewässer des Brahmaputra, um Indiens Wasserunsicherheit zu lindern, ist ein Konflikt um Wasser an sich unwahrscheinlich. Es wird erwartet, dass der Klimawandel den Wasserkreislauf intensivieren wird. In diesem Fall wird erwartet, dass mit steigenden Temperaturen die Niederschläge im Becken zunehmen, was auf einen Rückgang auf dem tibetischen Plateau (Chinas Teil des Beckens) zurückzuführen ist, der durch Zuwächse anderswo mehr als ausgeglichen wird. Es wird daher erwartet, dass erhöhte Temperaturen die Strömung verstärken, die Gletschermasse in China verringern und schliesslich den Beitrag Chinas zur Strömung verringern werden.
Während der Wettbewerb zwischen China und Indien um die Menge des Brahmaputra-Wassers möglicherweise nicht gross ist, manifestiert sich eine andere Form des Wettbewerbs in der Wasserinfrastruktur. Chinas erstes Projekt im Becken war ein Wasserkraftwerk, das 1998 fertiggestellt wurde. Seitdem hat China eine Reihe öffentlich diskutierter Staudämme am Brahmaputra-Hauptstamm gebaut oder plant dies. Weitere 18 Staudämme an Hauptzuflüssen wurden mithilfe von Satellitenbildern vom Energie-, Wasser- und Nachhaltigkeitsprogramm des Stimson Centers und von Planet Labs identifiziert. Von allen derzeit diskutierten zusätzlichen Staudämmen ist der „Great Bend Dam“ der mit Abstand ehrgeizigste und umstrittenste Staudamm, der das Wasser durch einen Tunnel mit einem Gefälle von 6.562 Fuss umleiten und damit doppelt so viel Strom erzeugen würde wie Chinas berühmter Drei-Schluchten-Staudamm.

Auch wenn die chinesische Infrastruktur nicht darauf ausgelegt ist, dem Fluss Wasser zu entziehen, besteht das Potenzial, den Zeitpunkt der Abflüsse zu beeinflussen und möglicherweise das Überschwemmungsrisiko zu erhöhen. Aber auch ein koordinierter Einsatz mit Indien könnte ein Mittel zur Verringerung des Überschwemmungsrisikos sein. Die indische Regierung hat in der Vergangenheit die Risiken der chinesischen Infrastruktur heruntergespielt und manchmal auf den oben erwähnten minimalen Anteil von 7 % an den Stromströmen Chinas verwiesen. Diese Haltung hat sich jedoch kürzlich geändert, wie aus einer Ankündigung des Ministeriums für Wasserressourcen aus dem Jahr 2020 hervorgeht, ein 10-Gigawatt-Wasserkraftprojekt am Brahmaputra zu bauen, insbesondere um „die negativen Auswirkungen der chinesischen Staudammprojekte abzumildern“. Als Begründung wurde unter anderem die Schaffung von Speicherkapazitäten angeführt, um die negativen Auswirkungen des chinesischen Staudammbetriebs abzumildern.

Obwohl die Wasserinfrastruktur im Brahmaputra auf die Erzeugung von Wasserkraft und den Hochwasserschutz beschränkt ist, dient sie auch als eine Form der territorialen Abgrenzung und Kontrolle entlang einer umstrittenen Grenze. Als ein indischer Beamtererklärte 2016 in Bezug auf einen der Staudämme Chinas: „Der strategische Wert des Lalho-Projekts liegt auch in der Tatsache, dass Shigatse nur wenige Autostunden von der Kreuzung Bhutan und Sikkim und der Stadt entfernt ist, von der aus die Chinesen planen.“ erweitern ihre Eisenbahnen nach Nepal.“ Der Bau des Great-Bend-Staudamms würde zum ersten Mal die chinesische Infrastruktur vom tibetischen Plateau an die Südhänge des Himalaya in Richtung des indischen Bundesstaates Arunachal Pradesh verlagern, einer Region, die China „Südtibet“ nennt. Indien seinerseits würde seinen Mega-Staudamm nahe der Grenze zu China errichten und damit ebenfalls die Kontrolle nicht nur über Wasser, sondern auch über Territorium signalisieren. Der indische Megadamm ist auch Teil einer größeren Planung, die Anfang der 2000er Jahre für bis zu 150 Staudämme in Arunachal Pradesh begonnen wurde.

Das Brahmaputra im 21. Jahrhundert

Das Brahmaputra wird und wird sowohl von Indien als auch von China genutzt, um die Geopolitik Südasiens auch auf andere Weise zu beeinflussen. Historisch gesehen galt Indien als regionaler Hegemon in Bezug auf die Wasserbeziehungen zu seinen kleineren südasiatischen Nachbarn. China nutzt nun Indiens vermeintliche Unnachgiebigkeit gegenüber seinen Nachbarn in Wasserfragen, um auf Kosten Indiens Beziehungen aufzubauen. Beispielsweise verärgert Indien Bangladesch weiterhin, weil es 2011 kein Abkommen über die Ausbaggerung des indischen Teils des Teetsa-Nebenflusses des Brahmaputra unterzeichnet. China hat nun angeboten, die Ausbaggerung des bangladeschischen Flussabschnitts zu finanzieren und zusätzliche Speicher zu bauen, um die Transportströme in der Trockenzeit sicherzustellen. Über den Wassersektor hinaus ist China mittlerweile Bangladeschs grösster Investor, während Indien mit im Exil lebenden bengalischen Muslimen in Verbindung gebracht wird. Ähnlich verhält es sich mit Nepal: 30-Megawatt-Wasserkraftprojekt Chameliya, während Indien sich weigert, Strom aus Projekten mit chinesischen Investitionen zu kaufen. Wie um seinen Ansatz zu unterstreichen, stellt China für 125.000 US-Dollar pro Jahr Daten über Brahmaputra-Flüsse nach Indien zur Verfügung und macht gelegentliche Unterbrechungen beim Datenaustausch auf technische Probleme zurückzuführen. Peking hat Bangladesch stets die gleichen Daten kostenlos zur Verfügung gestellt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts platzierten China und das Vereinigte Königreich Steine, um territoriale Ambitionen im Brahmaputra-Becken abzugrenzen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts nutzen China und Indien Staudämme als neue Grenzmarkierungen und Wasserinvestitionen – oder deren Fehlen – als Möglichkeit, regionale Macht aufzubauen oder zu behaupten. Die Infrastruktur mag zwar nicht der Auslöser des Wasserkonflikts im Brahmaputra-Becken sein, aber sie spielt eine wichtige Rolle im Kampf um Raum und Einfluss.

Mark Giordano ist Professor für Geographie, Vizedekan für Bachelor-Angelegenheiten und Inhaber des Cinco-Hermanos-Lehrstuhls für Umwelt und Internationale Angelegenheiten an der Walsh School of Foreign Service der Georgetown University.

Anya Wahal studiert Wissenschaft, Technologie und internationale Angelegenheiten an der Walsh School of Foreign Service der Georgetown University.
Quelle: https://www.usip.org/publications/2022/ ... rahmaputra

So jetzt gibt der letzte Text, wo ich aus dem The Indian Express (ist eine englischsprachige indische Tageszeitung mit weiteren Titel) entnommen habe, einen andre Bedeutung zum Eisenbahnprojekt.

Was klar ist, Neapel wird eine Veränderung erfahren, wie auch Tibet. Ebenso werden die Bewohner von Bangladesch betroffen sein, bezüglich Wassernutzung am Oberlauf.
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von biofleisch »

Theo hat geschrieben: 31.08.2023 - 17:36 User Chlosterdörfler ist leider, das bestätigen auch seinen Beiträge in anderen Themen, ein absoluter China-Fan. Was die tun wird von ihm immer in den höchsten Tönen gelobt. Keine Ahnung warum der Freak nicht schon längst dorthin ausgewandert ist.
Da muss ich jetzt auch mal beispringen. Das was du da bringst ist übelster Hass und Hetze und entbehrt jeder Grundlage.
Man kann von China halten was man will, aber eine militärische Konfrontation ist nirgends ersichtlich.

Wo hast du diesen Bullshit her? Aus der Yellow Press, welche ständig Krieg, Krieg und noch mehr Waffen ruft, obwohl jeder vernünftig denkende Mensch weiß (wissen sollte) dass man nur ohne Waffen Frieden schließt?
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von Chlosterdörfler »

Ich bin im Internet auf zwei interessante Studien gestossen, die sich mit dem Naturgefahrenrisiko beschäftigen. Entlang der geplanten Eisenbahnlinie, der Himalaja-Eisenbahn.

Spatial distribution analysis and application of engineering disturbance disasters in the Himalayan alpine valley
(Analyse der räumlichen Verteilung und Anwendung von Katastrophen durch technische Störungen in einem Hochgebirgstal im Himalaya)
Erschienen im Januar 2023: https://www.frontiersin.org/journals/ea ... 98631/full

Landslide Mapping and Causes of Landslides in the China–Nepal Transportation Corridor Based on Remote Sensing Technology
(Kartierung von Erdrutschen und deren Ursachen im Verkehrskorridor zwischen China und Nepal mit Hilfe der Fernerkundungstechnologie)
Erschienen im Januar 2024: https://www.mdpi.com/2072-4292/16/2/356

Diese und weitere Studien bilden die Grundlage für die vertiefte Trassenplanung. Die Vor-Ort-Untersuchungen und ingenieurtechnischen Untersuchungen haben Anfang 2024 begonnen und sollen innerhalb von 42 Monaten abgeschlossen werden. Danach soll entschieden werden, ob die Eisbahn gebaut wird und wer wie viel Baukosten zu tragen hat.
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von CarlMarx »

Interessant. Ich bin gerade erst aus Nepal zurückgekommen. Aber ich habe diese Eisenbahn nicht gesehen, da ich an einem anderen Ort war. Wir sind nach Lukla geflogen und zum Everest Base Camp gewandert. Aber ich plane, noch einmal hinzufahren.
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GMD
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von GMD »

@biofleisch Keine kriegerische Ereignisse? Vielleicht zur Zeit nicht. Aber denk doch bitte daran, warum Tibet jetzt zu China gehört! Weil sie einfach einmarschiert und es annektiert haben! So gesehen sind die chinesischen Nachbarländer, vor allem die Kleineren, gut beraten vorsichtig zu sein. In Bhutan beispielsweise hat man grosse Angst vor China. Weil sie genau wissen, dass sie der chinesischen Volksarmee nichts entgegenzusetzen haben. So gesehen ist ein Weiterbau der Tibetbahn, auch Richtung Grenze, durchaus ein Bedrohung für diese Länder. Denn wie ich schon erwähnte, all diese Eisenbahnprojekte im Himalaja hatten und haben immer auch eine hohe strategische (sprich militärische) Bedeutung.

Dass diese Bahnen sehr hohe militärische Bedeutung haben, zeigt für mich auch die Tatsache, dass sie mit Dieselloks betrieben werden. Eigentlich ein Unsinn: Durch die grosse Höhe verlieren die Loks massiv an Leistung. Ein Zug, der im Tiefland von einer Lok gezogen werden kann, braucht dort oben zwei oder sogar drei. Es wurden auch spezielle Höhenloks mit mehrfacher Aufladung entwickelt. All das wäre bei elektrischen Betrieb überhaupt kein Thema. Da in China durchaus elektrischer Betrieb existiert, wäre auch die Technologie vorhanden. Aber: eine elektrische Bahnlinie ist militärisch viel anfälliger! Ein paar Fahrleitungsmasten umgelegt oder gar ein Unterwerk gesprengt bzw. bombardiert und schon geht auf diesem Abschnitt nichts mehr.
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von biofleisch »

GMD hat geschrieben: 15.11.2024 - 10:46 @biofleisch Keine kriegerische Ereignisse? Vielleicht zur Zeit nicht. Aber denk doch bitte daran, warum Tibet jetzt zu China gehört! Weil sie einfach einmarschiert und es annektiert haben! So gesehen sind die chinesischen Nachbarländer, vor allem die Kleineren, gut beraten vorsichtig zu sein. In Bhutan beispielsweise hat man grosse Angst vor China. Weil sie genau wissen, dass sie der chinesischen Volksarmee nichts entgegenzusetzen haben. So gesehen ist ein Weiterbau der Tibetbahn, auch Richtung Grenze, durchaus ein Bedrohung für diese Länder. Denn wie ich schon erwähnte, all diese Eisenbahnprojekte im Himalaja hatten und haben immer auch eine hohe strategische (sprich militärische) Bedeutung.
Das mag schon so sein, dennoch vermischt du hier völlig unterschiedliche Dinge. Die Welt ist nicht schwarz / weiß!

Nur weil es (leider) Spannungen zwischen Tibet und China gibt, muss dass nicht heißen dass der Westen als Ganzes von China (militärisch) bedroht wird. Das sehe ich absolut nicht.
Es gibt jedoch eine reale "Bedrohung" der Wirtschaft westlicher Prägung. Aber dabei muss man sich die Frage gefallen lassen, ob diese Bedrohung nicht "hausgemacht" ist, weil man die eigene Produktion(en) abhängig gemacht hat, von der "billigen chinesischen Werkbank"?

Warum gibt es keine konkurrenzfähigen Fernseher mehr aus Deutschland? sicher nicht, weil Chinesen mit Waffen gedroht haben!
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von Chlosterdörfler »

Technisches:

Die Sichuan-Tibet-Bahn, die sich noch im Bau bzw. teilweise in Betrieb befindet, wird elektrisch betrieben, die Strecke ist für 160 bis 200 km/h ausgelegt. Diese Strecke erreicht im Litang-Plateau eine Höhe von 3950 m über dem Meeresspiegel. Sie liegt damit über 1 km tiefer als die Tibetbahn mit 5072 m ü.M..
Streckeninfo: https://de.wikipedia.org/wiki/Sichuan-Tibet-Bahn
Eröffnung der erste Teilstrecke Lhasa und Nyingchi: https://www.lok-report.de/news/uebersee ... tibet.html

Die Lhasa-Eisenbahn, auch Tibet-Eisenbahn genannt, ist auf Teilstrecken elektrifiziert, der Rest hängt vom wirtschaftlichen Nutzen ab.

Politik:

Die verschwommenen Grenzen durch die Himalaya-Gipfel und -Plateaus, die China und seine südlichen Nachbarn trennen, sind oft Relikte von imperialen Abkommen und nomadischen Routen.
Das Königreich Bhutan, Hauptstadt Thimphu, ist ein Binnenstaat im Himalaya, gut 38.000 km² gross und umgeben von Indien und China. Bhutan hat knapp 800.000 Einwohner. Amts- und Landessprache ist Dzongkha, ein tibetischer Dialekt. Staatsreligion ist (Mahayana-) Buddhismus (ca. 72 % der Bevölkerung). Durch indische und nepalesische Einwanderer kam auch der Hinduismus nach Bhutan.

Seit dem Rücktritt des reformorientierten 4. Königs 2006 zugunsten seines Sohnes bringt dieser die Demokratisierung voran. Seit 2007 haben sich Parteien etabliert. Mit der Unterzeichnung der neuen Verfassung in 2008 ist Bhutan auch formal eine demokratische konstitutionelle Monarchie. Die letzte Parlamentswahl fand am 09.01.2024 statt. Die nächsten Wahlen stehen – turnusgemäss nach 5 Jahren – im Herbst 2028 an
Nepal, Hauptstadt Kathmandu, ist ein Binnenstaat im südlichen Himalaya, ca. 148.000 km², mit China und Indien als Nachbarn. Nepal hat über 30 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner, über 100 verschiedene ethnische Gruppen und Sprachen, ca. 80 % der Bevölkerung sind Hindus. Amtssprache ist Nepali.

Nach einem Bürgerkrieg von 1996 bis 2006 mit über 16.000 Toten, 100.000 Flüchtlingen, zahlreichen Verschwundenen und politischen Häftlingen endete die Monarchie 2008. Mit der (7.) Verfassung vom 20.09.2015 wurde Nepal zu einer föderalen, parlamentarischen demokratischen Republik und in 7 Provinzen aufgeteilt. Innerhalb der Provinzen bestehen weitgehend die bisherigen 77 Distrikte fort. Die Verwerfungen des Bürgerkrieges sind bis heute nicht verwunden, der Transformationsprozess bleibt schwierig
Quelle: https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender

Bhutan kennt keine formalen internationalen Grenzen mit China. Diese müssen erst noch ausgehandelt werden zwischen den beiden Staaten. China "erbte" 1951 Tibets Grenze zu Bhutan, als die tibetische Regierung ein Kapitulationsabkommen mit Peking unterzeichnete und sein Territorium effektiv an China abgab. Dies führte zu einer Grenze von ca. 477 km zwischen Bhutan und China.
Im Oktober 2023 reiste Bhutans Aussenminister Tandi Dorji nach Peking, um seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi zu treffen. Für Länder, die keine formalen diplomatischen Beziehungen teilen, war der Besuch aus mehreren Gründen bedeutsam. Dies war Dorjis erster offizieller Besuch in China und markierte die zwanzig fünfte Runde der Grenzgespräche zwischen den beiden Ländern. Dies war an sich ein Meilenstein, wenn man bedenkt, dass die vorherige Runde acht Jahre zuvor im Jahr 2016 stattfand. Eine Erklärung des chinesischen Außenministeriums nach dem Besuch äußerte die Hoffnung, dass beide Seiten bald diplomatische Beziehungen aufnehmen und ihre Grenzverhandlungen abschliessen würden.

Die neue Dynamik in Richtung einer frühen Beilegung eines Streits, der in den letzten sieben Jahrzehnten andauert, hat strategische Auswirkungen auf Bhutan, China und Indien. Bhutan und Indien haben eine Freundschaft aus dem Jahr 1949, die Neu-Delhi-Anleitung über Bhutans Aussen- und Verteidigungspolitik gewährt. Für China ist die Bereitschaft, Grenzgespräche mit Bhutan abzuschliessen, mit dem Indien-chinesischen Grenzstreit und insbesondere dem Status von Arunachal Pradesh verbunden, den es als Erweiterung Südtibets beansprucht.
Quelle: https://carnegieendowment.org/posts/202 ... te?lang=en
und https://japan-forward.com/bhutan-fronti ... chansoria/
Deutliche Unterschiede in offiziellen Stellungnahmen in China und Indien

Am Rande des BRICS-Gipfels in Kasan 2024 trafen sich der indische Premierminister Narendra Modi und der chinesische Präsident Xi Jinping zu einem formellen Gespräch, was einen wichtigen Schritt in den angespannten bilateralen Beziehungen darstellt (MERICS, 2024). Dieses Treffen ist das erste seit dem Zusammenstoss im Galwan-Tal im Jahr 2020.

Obwohl das Treffen zwischen Modi und Xi vielversprechend schien, offenbarten die offiziellen Stellungnahmen beider Länder unterschiedliche Narrative. Die indische Erklärung betonte die kritische Bedeutung der Stabilität an der Grenze und stellte fest, dass „gegenseitiges Vertrauen, gegenseitiger Respekt und gegenseitige Sensibilität“ die Grundlage der bilateralen Beziehungen bilden sollten.

Im Gegensatz dazu konzentrierte sich die chinesische Erklärung auf umfassendere Kooperationen und verzögerte eine spezifische Erwähnung der Grenzfrage. China präsentierte das Treffen als Gelegenheit, gemeinsame Entwicklungsziele zu betonen und die beiden Länder als Partner statt als Konkurrenten darzustellen, während Indien die sofortige Notwendigkeit für Stabilität an der Grenze als Grundlage für nachhaltige Beziehungen hervorhob.
Quelle: https://finanzmarktwelt.de/indien-und-c ... en-327787/

Kommentar: Neben der Wirtschaftlichen und militärischen Interessen geht es der Partei in China darum, den nächsten Dalai Lam zu bestimmen. Der Dalai Lama gilt im tibetischen Buddhismus als erleuchtetes Wesen. Dennoch wird der 88-Jährige in seinem indischen Exil nicht ewig leben.

Meinungsfreiheit: Satire aus Südkorea:

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Musikvorlage war dieser K-Pop Hittitel aus Südkorea:

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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von GMD »

Dieses Kapitulationsabkommen zeigt doch sehr gut, wie skrupellos die chinesische Regierung bereit ist vorzugehen. Politische Instabilität des Nachbarlandes und die Tatsache, dass man viel, viel grösser und stärker ist eiskalt ausgenutzt.
Probably waking up
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von Chlosterdörfler »

Geografisch abseits vom Himalaya

Xi Jinping will sein Land in den alten Grenzen des Kaiserreichs wiederherstellen. Der Krieg in der Ukraine spielt Peking dabei in die Hände. So kann China seine Interessen im Osten Sibiriens relativ leicht durchsetzen.

Artikel zum Lesen: https://www.derpragmaticus.com/r/china- ... ansprueche
oder zum Sehen (Zeitbedarf: 19:23Minuten): https://youtu.be/H3AjdhkICCA?si=u54h5Z_gwyc1PET6

Dieses Problem betrifft nicht nur die Länder südlich des Himalaya.
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von luucaab »

Ich finde solche News haben im Alpinforum nichts zu suchen. Erst recht wenn die Quellen die dafür angegebenen werden ein etwas fragwürdiges Magazin (https://www.zeit.de/2022/02/der-pragmat ... atteschitz) und ein YT-Kanal mit 5000 Abonnenten ist (ja ich weiß der angeblich dazugehörende Kanal hat 1Mio+ Abos).
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Re: Himalaya-Eisenbahn

Beitrag von Chlosterdörfler »

luucaab hat geschrieben: 23.11.2024 - 14:11 Ich finde solche News haben im Alpinforum nichts zu suchen. Erst recht wenn die Quellen die dafür angegebenen werden ein etwas fragwürdiges Magazin (https://www.zeit.de/2022/02/der-pragmat ... atteschitz) und ein YT-Kanal mit 5000 Abonnenten ist (ja ich weiß der angeblich dazugehörende Kanal hat 1Mio+ Abos).
Ich habe nach Quellen gesucht, die ohne Paywall zugänglich sind. Und auf Deutsch (YT Film KI Übersetzung) sowie einigermassen aktuell sind.

Hier eine in Buchform:
Sören Urbansky: An den Ufern des Amur. Die vergessene Welt
zwischen China und Russland
München: C.H. Beck, 2021. 375 S., ISBN 978-3-406-76852-1
Beschreibung: https://hasp.ub.uni-heidelberg.de/journ ... 8583/39542
Sibiriens Ängste vor dem chinesischen Nachbarn

Eine chinesische Firma hat 115.000 Hektar Land im sibirischen Grenzland östlich des Baikalsees gepachtet – und das gleich für 49 Jahre. Das weckt den Widerstand der Bevölkerung. Sie befürchtet den Ausverkauf ihres Landes und zieht bereits jetzt gedankliche Parallelen zur Ostukraine.
Von Florian Kellermann | 04.07.2015
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/russland ... n-100.html

Denn solange ich mich nur mit der technischen Umsetzung von diesen Eisenbahnprojekten beschäftigen. Kann ich das mit anderen Eisenbahnprojekten vergleichen, z.B. in den Alpen oder in Japan? So merke ich eher, wenn es um Propaganda-Informationen in dieser Hinsicht geht.
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