Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

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gfm49
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von gfm49 »

Petz hat geschrieben: 13.11.2024 - 11:02
Ilcko hat geschrieben: 13.11.2024 - 10:17Damit bestätigst du die Dummheit der Demonstranten. Wenn der Stau verlagert wird, ist er nicht weg, sondern nur wo anders.
Aber verlagert in Bereiche wo er keine Gefahr für die Notfallversorgung der Bevölkerung darstellt;...
@Petz: Dann darf man aber nicht postulieren "ohne Stau", wenn man halbwegs ehrlich sein will.

Ich glaube weniger an die Dummheit der Demonstranten als daran, dass die Demonstranten auf die Dummheit der Empfänger ihrer Botschaft spekulieren, die die Behauptung für bare Münze nehmen und sie unterstützen sollen

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Petz
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Petz »

Den Gedanken würde ich zwar nicht ausschließen wollen aber sehe das eher als werbewirksame Schlagzeile. Wer die Strecke kennt (und das ist statistisch immerhin die meistbefahrene Bundesstraße Österreichs) weiß, das es für eine wirksame Stauanfälligkeitsreduktion nur drei Möglichkeiten gäbe:

1) Vollausbau zur vierspurigen Schnellstraße.
2) Slotsystemlimitierung mit Vorabbuchungsmöglichkeit.
3) Die bereits für LKW bestehende Ziel-, und Quellenverkehrsbeschränkung auf alle Fahrzeuge auszudehnen.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Seilbahnjunkie
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Naja, ob der Ausbau nachhaltig den Stau verhindert sei mal dahingestellt. Dann dürfte es ja auf der Inntalautobahn oder am Brenner keinen Stau geben, dem ist bekanntlich nicht so.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von tauernjunkie »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 13.11.2024 - 19:19 Naja, ob der Ausbau nachhaltig den Stau verhindert sei mal dahingestellt. Dann dürfte es ja auf der Inntalautobahn oder am Brenner keinen Stau geben, dem ist bekanntlich nicht so.
Dort fehlt halt noch je eine Autobahn von Füssen nach Haiming sowie eine von Wiesing über Mayrhofen und Taufers nach Brixen, idealiter aus Mitteln des Schienenetats.
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Petz
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Petz »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 13.11.2024 - 19:19Dann dürfte es ja auf der Inntalautobahn oder am Brenner keinen Stau geben, dem ist bekanntlich nicht so.
Das liegt aber an den unterschiedlichen Nutzerzahlen denn die Tagesspitzenwerte betragen maximal etwa 30.000 am Fernpaß zu 43.000 Fahrzeugen auf der A13 pro Tag wobei die Mautstellen zusätzliche Stauverursacher sind.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Richtig, aber wenn du da eine Autobahn baust, dann zieht das neuen Verkehr an. Und so weit ist die Brennerautobahn ja nicht vom Fernpass entfernt.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Petz »

Nicht nur das sondern dann wäre auch das sektorale LKW - Fahrverbot nicht mehr haltbar.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Das sollte eigentlich nicht das Problem sein, das gibt's am Brenner und im Inntal auch. Die 7,5 t Beschränkung steht halt auf der Kippe. Das wird ja schon durch den Scheiteltunnel bedroht, deswegen will man ja eine Kehre erhalten.
CrystalMountain
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von CrystalMountain »

Gleich südlich des Grenztunnels tut sich was auf der L69:
Paket gegen Durchzugsverkehr in Musau

Für die Gemeinde Musau (Bezirk Reutte) sind einige Maßnahmen zur Enlastung vom Durchzugsverkehr geplant. Angedacht ist ein weiteres Fahrverbot für den Ausweichverkehr, dazu soll es mehr Kontrollen des bestehenden Fahrverbots geben und Geschwindigkeitsbeschränkungen geben.
...
Ein temporäres Fahrverbot in Fahrtrichtung Norden werde geprüft, um den zunehmenden Rückreiseverkehr zu berücksichtigen. Bereits jetzt besteht ein temporäres Fahrverbot in Fahrtrichtung Süden, das ab dem 21. Dezember 2024 für die Wintersaison in Kraft tritt.
...
Zusätzliche Geschwindigkeitsbeschränkungen sollen noch vor dem Ortsgebiet von Roßschläg (von Pflach kommend) eingeführt werden.
...
Ein großes Problem stellen nach wie vor die Navigationsgeräte dar. Diese verweisen bei Stau oftmals – auch trotz geltender Fahrverbote – auf eine Ausweichroute durch die Ortschaften.
...
https://tirol.orf.at/stories/3283353/

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Seilbahnjunkie
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Ich frag mich wie das funktionieren soll mit den Navis. Nicht nur, dass Tirol da Einfluss auf Weltkonzerne nehmen muss, allen voran Google, man muss ja auch unterscheiden für wen das Verbot gilt.
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Petz
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Petz »

Wenn überhaupt dann kriegt man das nur über die Verkehrsmeldungen am Navi gebacken.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Damit bekommst du die zeitliche Befristung der Sperren hin, aber nicht die Unterschiede ob du Einheimischer bist oder nicht.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von gfm49 »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 01.12.2024 - 22:47 Damit bekommst du die zeitliche Befristung der Sperren hin, aber nicht die Unterschiede ob du Einheimischer bist oder nicht.
Aber sehr wohl den Hinweis "Durchfahrtbeschränkung" wie auch bei Anliegerstraßen
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Petz »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 01.12.2024 - 22:47Damit bekommst du die zeitliche Befristung der Sperren hin, aber nicht die Unterschiede ob du Einheimischer bist oder nicht.
Außerdem bezweifle ich sehr das ein Einheimischer bei lokalen Fahrten sein Navi nutzt... :wink:
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von gfm49 »

Petz hat geschrieben: 02.12.2024 - 07:00
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 01.12.2024 - 22:47Damit bekommst du die zeitliche Befristung der Sperren hin, aber nicht die Unterschiede ob du Einheimischer bist oder nicht.
Außerdem bezweifle ich sehr das ein Einheimischer bei lokalen Fahrten sein Navi nutzt... :wink:
1. Für den Einheimischen ist die Durchfahrtsbeschränkung ja wohl auch irrelevant
2. Fahre ich praktisch nahezu immer mit Navi, um allfällige Staus und unvorhersehbare Umleitungen mitzubekommen - das ist aber spezifisch Stadtverkehr in München.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Petz »

gfm49 hat geschrieben: 02.12.2024 - 10:15Für den Einheimischen ist die Durchfahrtsbeschränkung ja wohl auch irrelevant.
Genau deshalb sähe ich auch nicht die Notwendigkeit einer Hinweisunterscheidung. Ich nutze es ebenfalls immer, aber als die Geschwindigkeit exakter anzeigende Tachoalternative.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Stimmt natürlich. Allerdings gilt die Ausnahme natürlich nicht nur für Einheimische. Man müsste also eigentlich nur das Umrouten verhindern, nicht aber Ziel- und Quellverkehr.

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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von gfm49 »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 03.12.2024 - 08:13 Stimmt natürlich. Allerdings gilt die Ausnahme natürlich nicht nur für Einheimische. Man müsste also eigentlich nur das Umrouten verhindern, nicht aber Ziel- und Quellverkehr.
Das kann ein ordentliches Navi eigentlich auseinander halten. Bei einem entfernten Ziel lotst es gar nicht durch die Verbotszone. Bei einem Ziel drin sagt meines 'Ihr Ziel liegt in einer verkehrsbeschränkten Zone", nimmt es aber an.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Ilcko »

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Die Zeit des Redens sei vorerst vorbei, sagt der Ostallgäuer Landtagsabgeordnete Andreas Kaufmann. Recht hat er, aber was will er tun?

Vorschlag: Die erste Tiroler Dosierampel steht noch auf deutschem Gebiet direkt vor dem Grenztunnel. Die gehört schleunigst abgebaut. Dann rückt der Stau bisschen weiter nach Süden, vor Reutte Süd, wo er eben hingehört und die A7 kann staufrei bis Füssen benutzt werden und erfüllt somit ihren Zweck, nämlich die Entlastung der Dörfer und der Stadt Füssen.

Natürlich könnte man da auch mal abends vorbeijoggen und einen Sack über die Dosierampel hängen oder sie sonst irgendwie außer Betrieb setzen, wenn sich die Ankündigung als inhaltsloses blabla ohne Ergebnis herausstellen sollte.
Zuletzt geändert von Ilcko am 09.12.2024 - 11:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Du bist halt schon ein wenig naiv. meinst du ernsthaft, dass man in Tirol dann keinen Ersatz hinter der Grenze schaffen würde? Dann staut es sich halt im Tunnel und dort muss aus Sicherheitsgründen Blockabfertigung eingeführt werden.
Die sollen sich lieber mal in Tirol anschauen wie man das macht, Abfahrtssperren für den Transitverkehr und Fahrverbote für LKW. Auch nicht perfekt, aber es funktioniert halbwegs.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von kaldini »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 09.12.2024 - 10:16 Du bist halt schon ein wenig naiv. meinst du ernsthaft, dass man in Tirol dann keinen Ersatz hinter der Grenze schaffen würde? Dann staut es sich halt im Tunnel und dort muss aus Sicherheitsgründen Blockabfertigung eingeführt werden.
Die sollen sich lieber mal in Tirol anschauen wie man das macht, Abfahrtssperren für den Transitverkehr und Fahrverbote für LKW. Auch nicht perfekt, aber es funktioniert halbwegs.
das gibt es sogar schon in Bayern - im Inntal auf der A93!
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Kris »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 01.12.2024 - 11:14 Ich frag mich, wie das funktionieren soll mit den Navis. Nicht nur, dass Tirol da Einfluss auf Weltkonzerne nehmen muss, allen voran Google, man muss ja auch unterscheiden, für wen das Verbot gilt.
In jedem Land gibt es ein zentrales "Traffic Management System", in dem Behörden relevante Informationen manuell eintragen. Diese Systeme, auch National Access Points (NAP) genannt, bieten standardisierte Schnittstellen. Über diese können große Navi-Betreiber (z. B. Google Maps, TomTom) ergänzende Informationen wie eingetragene Straßensperren abrufen oder Benachrichtigungen zu bestimmten Ereignissen abonnieren.

Der Standard für solche Systeme in Europa heißt DATEX II. Theoretisch sollten Verkehrsplattformen als Open Data verfügbar sein – das war einmal ein politischer Auftrag.
DATEX und die Datenbanken dahinter selbst sind ziemlich weit gedacht, bspw. kannn bei Baustellen auf Autobahnen genau dargestellt werden, zu welchen Zeiten und genau wo welche Fahrspuren nicht zur Verfügung stehen, oder welche temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten werden.

Das Besondere an diesen Plattformen ist, dass sie oft nicht nur Informationen zum Straßenzustand liefern, sondern auch Fahrpläne und Echtzeitdaten des öffentlichen Verkehrs enthalten können (die dann mit GTFS bzw. NeTEx Schnittstellen). Leider ist der Zugang dazu (zumindest in Österreich) alles andere als "Open Data" (eigene Erfahrung :-/).

Links:

https://evis.asfinag.at/
https://www.verkehrsauskunft.at/

Interessant mag sein, dass Google sich überhaupt "herablässt", solche Plattformen zu berücksichtigen, denn dazu gezwungen werden können die wohl nicht.

Es fällt außerdem auf, dass Google Maps und TomTom heute übliche Verkehrslawinen nicht mehr sofort beim kleinsten Stat durch beschauliche Dörfer und Wohnstraßen umleiten. Vor einigen Jahren war das noch anders.
Manche besondere Nutzer hier im Forum werden das wohl als Angriff auf ihre persönliche Freiheit betrachten und dementsprechend scharf ablehnen...
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Ilcko »

Die Idee hätte von mir sein können.Ist sie aber nicht, weil ich dort nie unterwegs bin. Aber man sieht, dass es Wirkung zeigt.

Daher immer einen Protesthuper wenn die Dosierampeln am Fernpass aktiviert werden oder sonstige Schikanemaßnahmen betrieben werden. Geht einfach, kost nix und zeigt Wirkung.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Petz »

Ilcko hat geschrieben: 01.04.2025 - 15:04Daher immer einen Protesthuper wenn die Dosierampeln am Fernpass aktiviert werden oder sonstige Schikanemaßnahmen betrieben werden. Geht einfach, kost nix und zeigt Wirkung.
Der Rat kann ein sehr teures Vergnügen werden weil man damit nicht nur gegen die STVO verstößt was bis zu € 726,- kosten kann; außerdem wird ein gesetzeskonform handelnder Polizist auch ein Strafverfahren bez. Verstoßes gegen das KFG § 102, Absatz 4 einleiten.
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Re: Mutwillige Stauverursachung am Fernpass

Beitrag von Ski'n'Bike »

Ilcko hat geschrieben: 01.04.2025 - 15:04 Die Idee hätte von mir sein können.Ist sie aber nicht, weil ich dort nie unterwegs bin. Aber man sieht, dass es Wirkung zeigt.

Daher immer einen Protesthuper wenn die Dosierampeln am Fernpass aktiviert werden oder sonstige Schikanemaßnahmen betrieben werden. Geht einfach, kost nix und zeigt Wirkung.

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Kann man nur hoffen, dass das diese Vollpfosten fürs Krachmachen auch mal bestraft werden. Tut mir echt leid für die Anwohner.

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