Beatenberg - Niederhorn // 28. Dezember 2024 // Weitblick
Am 28. Dezember 2024 verschlug es mich auf das Niederhorn oberhalb von Beatenberg. Von dort ging es dann runter auf einem Kombi-Winterweg (wandern und Schlitteln) nach Waldegg und Beatenberg. Das Wetter war traumhaft, Andrang gab es (vor allem an der nervigen Gruppenumlaufseibahn), aber alles im Rahmen in Anbetracht der Weihnachtsferien und des Traumwetters.
Kommt dann später deutlich mehr an Bericht. Vorab mal ein paar erste Eindrücke:
Hat jemand zufälligerweise Kenntnis, wieso auf dem Beatenberg die auch nicht mehr ganz taufrische Gruppenumlaufbahn auf das Niederhorn nach wie vor ihre Runden dreht? Die Förderleistung beträgt ja nur bescheidene 600 Personen pro Stunde, und die Warterei ist je nach Situation nicht ganz ohne. Wird das ganz bewusst so gehandhabt, dass es auf dem Gipfel des Niederhorns nicht zu voll wird an Spitzentagen? Oder ist eventuell irgendwann mal eine neue Bahn geplant?
Unten am Thunersee herrschte frühmorgens Endzeitstimmung. Eine extrem zähe und dichte Nebeldecke hing über dem Thunersee, das Wetter war entsprechend feucht-kalt. Zeit, dass es mit der Standseilbahn von der Beatenbuch aus hoch zum Beatenberg, und von dort dann mit der Gruppenumlaufbahn auf den Gipfel geht:
Berggasthaus Niederhorn: liegt prächtig!
Niesen:
Mittelland im Nebel und ganz hinten - natürlich...der Chasseral!
Sendeturm auf dem Niederhorn:
Könnte Aeschi sein (?)
Skilift Vorsass:
Justistal im Schatten:
Harder-Kulm oberhalb Interlaken im Winterschlaf:
Ein alter VR-101-Sessel der Vorgänger-Bahn auf das Niederhorn steht zum Sonnenbaden zur Verfügung:
Hat jemand zufälligerweise Kenntnis, wieso auf dem Beatenberg die auch nicht mehr ganz taufrische Gruppenumlaufbahn auf das Niederhorn nach wie vor ihre Runden dreht? Die Förderleistung beträgt ja nur bescheidene 600 Personen pro Stunde, und die Warterei ist je nach Situation nicht ganz ohne.
Warum sollten sie?
Die Standseilbahn hat auch "nur" 700 pers/h, aber die dient ja auch noch zur Ortserschliessung.
Die beiden Buslinien von Postauto und STI sind jetzt auch nicht gerade wahnsinnige Kapazitätsmonster und offizielle Parkplätze hat es jetzt auch nicht wie Sand am Meer.
Dank MagicPass war ich nun schon einige Male auf dem Niederhorn und mehr als eine Gruppe musste ich jetzt noch nie warten.
Und bei vergleichbaren Ausflugsziele wie z.B. Niesen, Harder oder Stockhorn ist die Förderleistung sogar noch geringer!
Aber klar Feiertage und Nebel im Unterland können die Kapazitäten von solchen Ausflugszielen sicher arg strapazieren. Aber eben, kann man es sich finanziell leisten die Anlagen immer für den Worst-Case auszulegen?
Wir überlegen nämlich ob wir am An- oder Abreisetag nach Grindelwald Ende Januar mit Schneeschuhen dem Niederhorn auch mal einen Winterbesuch abstatten.
Sieht man oben am Kamm auch im Winter Steinböcke oder verkriechen die sich in der Nordwand?
Hochzeiger hat geschrieben: 04.01.2025 - 17:52
Tolle Bilder!
Wir überlegen nämlich ob wir am An- oder Abreisetag nach Grindelwald Ende Januar mit Schneeschuhen dem Niederhorn auch mal einen Winterbesuch abstatten.
Sieht man oben am Kamm auch im Winter Steinböcke oder verkriechen die sich in der Nordwand?
Sofern das Wetter schön ist, würde ich Euch einen Besuch des Niederhorns unbedingt empfehlen. Wie bereits weiter oben geschrieben, ist das Niederhorn ein Panoramaberg par excellence.
Steinböcke habe ich keine gesehen, und deine Frage kann ich leider auch nicht beantworten, da dies mein Erstbesuch war. Denke jetzt mal, dass es durchaus Steinböcke hat. Relativ in der Nähe, am Augstmatthorn, gibts ja eine ganze Kolonie davon.
Was die Steinböcke angeht - wir waren vor 8 Jahren mal im Sommer oben, und da waren auf dem ganzen Grat bis Burgfeldstand immer wieder Steinbockweibchen anzutreffen. Gar nicht scheu sondern ziemlich neugierig und zutraulich. Die ließen sich sogar streicheln.
Ich vermute aber, dass die im Winter eher schneeärmere Bänder in der Nordwand aufsuchen, weil sie dort mehr Futter finden.