Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

alles über: geschlossene Skigebiete/Lifte; alte, nicht mehr existente Hersteller etc.
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jul
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Beitrag von jul »

Gut, den Königsberg kann man nicht mehr sonderlich ausbauen, nur ein Schlepper soll durch eine verlängerte Sesselbahn bis auf 1400m ersetzt werden. Da hatte das Skigebiet am Gamsstein mehr Möglichkeiten. Schade :cry:
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Ein derartiges Treffen würde mich ebenfalls sehr interessieren!

Bin allerdings ab 19. Juni in Nicaragua und kann erst ab Anfang August wieder!
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gerrit
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Beitrag von gerrit »

So! Als fortgeschrittener Forumnutzer kann ich jetzt auch größere Bilder posten, es folgt der Originalprospekt Hollenstein, wahrscheinlich aus 1980

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gerrit
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Beitrag von Dieter WISSEKAL »

Nachdem der Weiterbestand des Schigebiets Königsberg im Jahr 2003 ebenfalls mehr als fraglich war, ist es umso erfreulicher, dass dort investiert wird (Funpark, Pistenverbreiterungen, neue Homepage) und dieses nette Schigebiet weiterhin besteht.

http://www.koenigsberglifte.at
jul
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Beitrag von jul »

Die Website gibts schon seit dem Vorjahr, also nachdem die Lifte vom neuen Besitzer übernommen wurden.
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PNIK
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Re: Fotos nicht sichtbar!

Beitrag von PNIK »

Gletscherfloh hat geschrieben: 26.12.2004 - 16:17 hier die alten fotos, die ich noch gefunden hab. sind leider nicht sehr aufschlussreich.

auf der karte hab ich die ungefähre lage der lifte eingetragen. bezüglich des zubringersessellifts bin ich mir unsicher.

Bild

ehemaliges restaurant bei der doppelsessellift-bergstation.

Bild

abflussgraben auf der ehemaligen piste neben dem schlepplift, im hintergrund junge aufforstung.

Bild

teil der ehemaligen piste. das gebiet war damals wahrscheinlich so 3-4 jahre ausser betrieb und der pistenbau selbst auch noch nicht lange um. daher sind die erosionsschäden trotz der niedrigen höhe (ca. 1300 m) noch ausgeprägt.

Bild
Leider sind die Bilder nicht ersichtlich! Wärs möglich diese erneut hochzuladen??
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Re: Fotos nicht sichtbar!

Beitrag von Gletscherfloh »

PNIK hat geschrieben: 23.10.2018 - 19:46
Gletscherfloh hat geschrieben: 26.12.2004 - 16:17 hier die alten fotos, die ich noch gefunden hab. sind leider nicht sehr aufschlussreich.

auf der karte hab ich die ungefähre lage der lifte eingetragen. bezüglich des zubringersessellifts bin ich mir unsicher.

Bild

ehemaliges restaurant bei der doppelsessellift-bergstation.

Bild

abflussgraben auf der ehemaligen piste neben dem schlepplift, im hintergrund junge aufforstung.

Bild

teil der ehemaligen piste. das gebiet war damals wahrscheinlich so 3-4 jahre ausser betrieb und der pistenbau selbst auch noch nicht lange um. daher sind die erosionsschäden trotz der niedrigen höhe (ca. 1300 m) noch ausgeprägt.

Bild
Leider sind die Bilder nicht ersichtlich! Wärs möglich diese erneut hochzuladen??
Ich fürchte, ich habe die Bilder auch nicht mehr digital verfügbar (ist ja schon wieder ewig her, dass ich die eingescannt habe ...). Ich kann allerdings mal schauen, ob ich irgendwo noch die alten analogen Fotos finde und sie einscannen und hochladen. Kann aber nichts versprechen, sorry.
rajc
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von rajc »

Würden mich auch interessieren . :D :D :D
Skitage in 2011/12: 4 x Obertauern 8 x Kitzbühel 2 x Skiwelt 2x Stuhleck 2x Semmering/ Hirschenkogel
1 x Haus/Schladming 1 x Reiteralm/Hochwurzen 1 x Radstadt/Zauchensee/Flachauwinkel/Kleinarl
Skitage in 2012/13:5x Obertauern 1x Skijuwel 1x St. Johann/T 1x Steinplatte 1x Fieberbrunn 3 xSkiwelt 4x Kitzbühel 2x Stuhleck 1x St. Corona
1 x Mönichkirchen , 2 x Hirschenkogel , 1 x Schladming , 2x Reiteralm
Skitage in 2013/14:8x Obertauern 11xBad Hofgastein 3x Schladming 2xMönichkirchen 2x Semmering 1x Stuhleck 2xSt. Corona 1x Großeck 1x Zauchensee
Skitage in 2016/17: 13x Bad Hofgastein 2x Hochkönig 1x Lackenhof /Ötscher 1 X Gemeindealpe 1 x Hochkar 1x Stuhleck 6xFlachau 1x Katschberg 1x Obertauern 8 x Kitzbühel 1xSaalbach 1x Hochfilzen 1 x Wildkogel 3x Skiwelt
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von gernot »

Liebe LSAP Gamsstein "Threader"!
Da ich derzeit witterungsbedingt hier in Südkärnten im Trockenen sitze, hab ich diesen alten Thread ausgegraben, leider funktionieren viele uploads nicht mehr!
Könntet ihr da ev. neu hochladen?!
Ich "belohne" dann mit neuen Infos, die ich in der ÖNB gefunden habe!

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vovo
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von vovo »

gernot hat geschrieben: 02.01.2025 - 09:50 Liebe LSAP Gamsstein "Threader"!
Da ich derzeit witterungsbedingt hier in Südkärnten im Trockenen sitze, hab ich diesen alten Thread ausgegraben, leider funktionieren viele uploads nicht mehr!
Könntet ihr da ev. neu hochladen?!
Ich "belohne" dann mit neuen Infos, die ich in der ÖNB gefunden habe!
Ich habe bestimmt noch ein paar der urspr. geposteten Bilder in meinem Archiv. Da gab es Bilder von einer LSAP-Besichtigung von 1988 (!) und von einem Besuch in 2005, wo sie auch alte Bilder aus dem Skibetrieb gezeigt haben. Aber wahrscheinlich dürfte ich das hier nicht direkt uploaden?

Hier noch meine Besichtigungsbilder aus 2012:
viewtopic.php?p=4857534#p4857534
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von gernot »

vovo hat geschrieben: 02.01.2025 - 13:11 Aber wahrscheinlich dürfte ich das hier nicht direkt uploaden?
Warum nicht?!
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gerrit
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von gerrit »

Die 2005 Bilder waren zum größten Teil von mir und ich gebe hiermit ausdrücklich sowohl Erlaubnis zum als auch eine Bitte um neuerliches Hochladen der Bilder!
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von vovo »

OK, dann suche ich mal in meinem digitalen Verhau - schlimmer als mein realer Abstellraum im Keller :wink:
24.gif
24.gif (52.26 KiB) 2047 mal betrachtet
So müssen die Lifte verlaufen sein - hätte ich auch so eingezeichnet
7.jpg
7.jpg (155.37 KiB) 2047 mal betrachtet
Trasse der DSB anno 2005


11.jpg
11.jpg (96.44 KiB) 2047 mal betrachtet

8.jpg
8.jpg (115.97 KiB) 2047 mal betrachtet
LSAP-Hang der Doppel-SL-Anlage anno 2005


ert234t.jpg
ert234t.jpg (51.97 KiB) 2047 mal betrachtet
r324g.jpg
r324g.jpg (74.26 KiB) 2047 mal betrachtet
Als das Skigebiet errrichtet wurde (!)


15.jpg
15.jpg (84.13 KiB) 2047 mal betrachtet
Aus Betriebstagen um 1980


25.jpg
25.jpg (61.14 KiB) 2047 mal betrachtet
1988, als einer dort eine LSAP-Tour unternahm


18.jpg
18.jpg (57.35 KiB) 2047 mal betrachtet
22.jpg
22.jpg (44.26 KiB) 2047 mal betrachtet
19.jpg
19.jpg (70.04 KiB) 2047 mal betrachtet
20.jpg
20.jpg (68.86 KiB) 2047 mal betrachtet
21.jpg
21.jpg (69.28 KiB) 2047 mal betrachtet
27.jpg
27.jpg (46.63 KiB) 2047 mal betrachtet
Betriebstage um 1980 - den Portalmastenlift sieht man im Hintergrund


9.jpg
9.jpg (104.9 KiB) 2047 mal betrachtet
10.jpg
10.jpg (93.29 KiB) 2047 mal betrachtet
Forstweg ins Tal, da es ja keine richtige Talabfahrt gab?


13.jpg
13.jpg (90.48 KiB) 2047 mal betrachtet
Portalmastenlift...

17.jpg
17.jpg (78.27 KiB) 2047 mal betrachtet
Talstation der DSB mit Umlenkung - der Antrieb war in einem Häusl am Berg oben


16.jpg
16.jpg (83.55 KiB) 2047 mal betrachtet
Oben am Berg um 1980


23.jpg
23.jpg (66.04 KiB) 2047 mal betrachtet
Bergstation um 1980


rg3g4.jpg
rg3g4.jpg (68.42 KiB) 2047 mal betrachtet
Bauphase Ende 70er


26.jpg
26.jpg (35.83 KiB) 2047 mal betrachtet
1988


234g43.jpg
234g43.jpg (96.17 KiB) 2047 mal betrachtet
2005 - da vorne kam von links die DSB herauf und ging rechts wieder ein Stück weit bergab


234.jpg
234.jpg (96.89 KiB) 2047 mal betrachtet
2005 - den Berg im Hintergrund sieht man auch auf dem Bauphasenbild aus den 70ern...
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von gernot »

Danke Gerrit & Vovo fürs Wiedereinstellen der Fotos aus anno dazumal!
Im folgenden werde ich ein paar zusätzliche Online Fundstücke hinzufügen.
Hier vor allem aus ÖNB Beständen, die in den letzten Jahren begonnen hat ihre Sammlungen zu digitalisieren und damit einem weitaus größerem Publikum zur Verfügung zu stellen.

Übersicht des Angebots findet sich hier https://www.onb.ac.at/digitale-angebote
Ich kann den Erwerb der Jahreskarte (30€) nur wärmstens empfehlen!

Doch zurück zum LSAP Gamsstein
Hier zwei Fundstücke aus der Fotosammlung

vor allem dieses hier finde ich interessant, zeigt es doch die geplante 2.Ausbaustufe des Skigebiets
hier der link zum "Digitalisat" https://digital.onb.ac.at/rep/osd/?10D4B216
bzw. Vorschau
Bild
deutlich zu sehen der geplante Ausbau Richtung Gipfel

das 2.Bild zeigt die Bergstation mit dem in Bau befindlichen Restaurant

https://digital.onb.ac.at/rep/osd/?10F5BDCF
bzw. Vorschau
Bild

Zudem finden sich auch einige Berichte über Skirennen im "Erlafthal-Boten"

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno? ... ic&seite=9
Torlauf und Riesentorlauf am Gamsstein

Daß auch ein kleiner Schiverein in der Lage ist, ein größeres Schirennen durchzuführen, bewies die Union
St. Georgen an der Leys am 11. und 12. April 1981, als zwei ÖSV-Punkte-rennen am Gamsstein bei Hollenstein
auf dem Programm standen: Am Samstag wurde der ausgefallene
Raika-Cup-Torlauf von St. Corona nachgetragen, und am Sonntag
wurde der Riesentorlauf unter dem Ehrenschutz von Mag. Richard Wan-
zenböck, Vizepräsident des LSV für NÖ, ausgetragen. Dank der hervor-
ragenden Organisation durch die Union St. Georgen und der Hilfe
durch die mehr als dreißig freiwilligen Helfer konnten diese beiden Rennen
klaglos abgewickelt werden. Auf den letzten Schneeresten am Gamsstein
konnten gute Pistenverhältnisse ge-schaffen werden, auch die letzten
Läufer fanden gute Bedingungen vor.
Die Union St. Georgen an der Leys möchte nochmals allen Firmen und
Institutionen danken, die durch ihre Spenden zum Gelingen der Rennen beigetragen haben; es sind dies:
die Raiffeisenkassen Scheibbs, Obern-dorf, Waidhofen/Ybbs, Gemeinde
St. Georgen/Leys, Baumeister Schweighofer und Tankstelle Heisler
(St. Georgen), Bundesländer-, Inter-unfall- und Donau-Versicherungen,
Sparkasse Scheibbs, Kaufhaus Pem-sel (Scheibbs), Firmen Mitterbauer,
Hörhan (Oberndorf), Übellacker, Hof-reiter (Purgstall), Volksbank Waid-
hofen/Ybbs, ‚Firmen _Hochholzer,Sorgner, Sporthaus_ Buchbauer-
Mörtelmaier (Waidhofen/Ybbs). Eine besondere Unterstützung erhielt die
Union St. Georgen auch von der Gamsstein-Lift-AG.
Die Siegerehrung vom Riesentorlauf am Sonntag fand im Gasthaus Retten-
steiner in Hollenstein statt. Anschlie-ßend wurde der Saisonabschluß des
ÖSV (Gebiet West) gefeiert. Wie dabei vom Veranstalter zu erfahren war,
wird es fast sicher einen Gamsstein-lauf 1982 unter der Regie der Union
St. Georgen an der Leys geben.
bzw. hier ein Bericht über die gesamten Planungen in der Region Ybbstal vom 21.11.1979

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno? ... ic&seite=8
Schiregion Ybbstal im Ausbau

Dank der großen Initiativen der Lift-gesellschaften des Ybbstales konnten im Verlauf des Jahres 1979 die bereits
bestehenden Haupt-Schigebiete sowie neue Schi-Regionen des Ybbs-tales, wie „Ötscherlift-AG“ in Lacken-
hof, „Hochkar-GmbH“) „Gamsstein-GmbH“ in Hollenstein u. „Forsteralm-Liftgesellschaft“ (Ing. F.
Forster) in Waidhofen, in bezug auf Errichtung von neuen Schiabfahrts-strecken und mechanischen Auf-
stiegshilfen großzügig ausgebaut bzw. neu errichtet werden. Für die Vereine des ÖSV im Ybbstal ergeben sich
somit, in bester Zusammenarbeit mit den Ybbstaler Liftgesellschaften, die größten Möglichkeiten, neue Schi-
sportstätten für den Rennlauf, sowohl alpin wie auch nordisch, zu bekom-men.
Ein sportlich wertvoller Schirennsport ist in Zukunft nur noch im besten Einvernehmen mit den bestehenden
und noch kommenden Schiliftgesell-schaften usw. möglich. Daher auch das große Interesse des Gebietes West
im Landes-Schiverband und seiner Gebietsvereine, mit den Liftgesell-schaften des Ybbstales innigst zusam-
menzuarbeiten.
Nachstehend nun die Neuerschließun-gen in der Schiregion Ybbstal. Öt-scherlift-GmbH in Lackenhof: Neu-
errichtung einer „Familienabfahrt“ am Kleinen Ötscher, 1552 m, bis zum Ei-benkogel und weiter auf der schon
bestehenden Trasse bis zur Talstation des Doppelsessellifts in Lackenhof,810 m. Höhenunterschied: bis 742 m,
durchschn. Abfahrtsbreite: 50—-60 m, Gesamt-Abfahrtslänge: 4,1 km, sport-licher Wert: geeignet für alle alpinen
Bewerbe des ÖSV (AL, RTL, TL). Me-chanische Aufstiegshilfen: Doppel-sessellift Eibenkogel, Umlauflift bis
zum Startplatz, unweit des Gipfels am KI. Ötscher, vorhanden.Hochkar-GmbH in Göstling: Neuer-
richtung einer Abfahrtsstrecke vom Vorgipfel des Hochkars in Seehöhe 1780 m, Richtung O-NO-N, bis zum
Zielraum im sog. Draxlerloch in See-höhe 1350 m, Höhenunterschied: 430 m, durchschn. Breite der Abfahrt:
50 m, Länge: 2,4 km.
Hier ist die gewaltige Arbeitsleistung der Hochkargesellschaft unter. Lei-tung ihres Gestalters und Baumei-
sters Ing. Franz Geischläger beson-ders hervorzuheben, welche u. a. den massiven Fels am ehemaligen Steil-
hang der alten Abfahrt bis in 15 Meter Tiefe absprengte und mittels eines 48-t-Caterpillars vollendet einpla-
nierte.
Sportlicher Wert der neuen Strecke:
geeignet für alle alpinen Bewerbe des ÖSV (AL, RTL, TL). Mechanische Auf-stiegshilfen 1979/80: vom Draxler-
loch mittels Doppelumlauflifts bis zum neuen Schiweg hin zum Einfach-Ses-sellift Oberer Boden und mit diesem
bis zum Geischlägerhaus. Geplant für 1980/81: Doppelsessellift vom Ziel-raum Draxlerloch bis direkt zum Start-
platz— Vorgipfel des Hochkars. Wei-tere Erschließung des „großen Kares“ in Planung.

Gamsstein-GmbH in Hollenstein/Y.:
Völlig neues Schigebiet im Ybbstal,erreichbar auf neuer Straße von Hol-lenstein bis zum Forsthaus Sandgra-
ben, Seehöhe 700 m (hier Parkplatz für ca. 1500 PKW u. Busse), Talstation des Doppelsesselliftes Sandgraben
bis zu dessen Bergstation am Almge-lände Nieder-Scheibenberg in See-höhe 1100 m; betriebsbereit: Doppel-
umlauflift zum Gipfel des Almkopfs in Seehöhe 1413 m, nach bereits fertiger Einplanierung des Schigelän-
des (alpin) in der Länge von 1,4 km und einer durchschn. Abfahrtsbreite von 100—-300 m (Richtung Ost) ein
Höhenunterschied von 313 m (1. Aus-baustufe). Sportlicher Wert: geeignet für alle alpinen Bewerbe des ÖSV (AL,
RTL, TL).
Die weitere Erschließung des Projekts Gamsstein sieht sehr umfangreiche Gestaltungen eines
alpinen wie auch ganz besonderen nordischen Schi-Bereiches vor. Mög-licher Höhenunterschied (alpin) nach
Ausbau bis zur Moaralm und weiter bis zur sog. Hochackermauer in See-höhe 1750 m: 650 m. Errichtung
eines nordischen „Schizentrums von Niederösterreich“ von Nieder-Schei-benberg bis zum Hochscheibenberg
möglich.
Schigebiet Forsteralm der Waidhof-ner Schilifte Ing. F. Forster: Völlig neues Schigebiet, 8 km südlich von
Waidhofen, unweit von Oberland. Errichtung von Schiabfahrten und Trassen für Umlauflifte, beginnend in
der sogenannten Au (Kasertal) bis zur Forsteralm, Größtenberg und Hirsch-kogel bereits fertiggestellt (Seehöhen
700—1100 m), weiterer Ausbau (Fami-lienabfahrt vom Größtenberg bis zur Au) sowie Errichtung von Umlaufliften
für 1980 sicher. Gesamtlänge der Schiabfahrten der Forsteralm: über 5 km. Sportlicher Wert: geeignet für
alle alpinen Bewerbe des ÖSV (AL, RTL, TL), bestens geeignet auch für die Errichtung von Langlaufloipen
(Forsteralm— Hendltal— Scheuchen- steinwiese usw.). Mechanische Auf-stiegshilfen: neue Straße durch das
Kasertal bis zur Au, bzw. Parkplatz beim Liftgelände. Errichtung der Um-lauflifte im Jahr 1980.
Allgemeines: Dank der Initiative und der gewaltigen Arbeitsleistungen aller hier angeführten Ybbstaler Schilift-
gesellschaften war es heuer möglich, daß die Schiregion Ybbstal heute als führend in Niederösterreich angese-
hen werden kann. Besonders sei noch auf das große Einzugsgebiet der Schi-region Ybbstal hingewiesen, weiches
von Wien bis in den oberösterreichi-schen Raum reicht und der Schiregion weitere Impulse in bezug auf eine er-
tragreiche Fremdenverkehrswirtschaft geben wird. A. B.
Die Pläne am Gamsstein waren durchaus beachtlich, mMn aber in einem schwierigen und wenig massentauglichem Gelände.

Fortsetzung folgt!
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von vovo »

Danke schon mal für die interessanten Infos und vor allem das Bild mit der Bergstation der DSB Scheibenberg - nun mehrigen DSB Sonnwiesen in BKK! Dann bin ich schon mal auf die Fortsetzung sehr gespannt!
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von vovo »

https://maps.app.goo.gl/BY8MrwEZCVNH4tCJ9
So sieht es nun mehr an der Talstation der ehemaligen DSB Scheibenberg aus - die Trasse ist oben klar zu erkennen. Leider hat der Anwohner im Tal zwischenzeitlich ein Gebäude dort errichtet, das die Sich versperrt. 2012 bin ich leider nicht die paar Meter weiter gelaufen, um die Trasse gescheit einzusehen - wie bei den Bildern aus 2005.
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von ATV »

Gamsstein.jpg
Wenn ich das richtig sehe, müsste es noch einen dritten Schlepper gegeben haben?
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.

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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von vovo »

Genau! Der hat auch noch Fundamente, eine Schneise und eine Trassenauffschüttung hinterlassen. Siehe meinen weiter oben verlinkten Bericht vom Sommer 2012.


Hier noch historische Luftaufnahmen aus den 80ern... am oberen Bildrand sieht man was.

https://gis.stmk.gv.at/content/Download ... 2_9194.jpg

https://gis.stmk.gv.at/content/Download ... 2_9195.jpg
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Re:

Beitrag von gernot »

gerrit hat geschrieben: 07.01.2005 - 10:54
Hr. Sandhofer hat mir auch angeboten, Photos, Pläne und andere Dokumente herauszusuchen, ich weiß aber nicht, ob ich in den nächsten Wochen Zeit habe, nach Hollenstein zu fahren, sollte wirklich eine Sommerbegehung des Schigebiets stattfinden, so könnte man an diesem Termin auch Herrn Sandhofer und den damaligen Betriebsleiter, der auch für ein Interview zur Verfügung stünde, besuchen.

lg gerrit
Hat dieses Treffen eigentlich stattgefunden?
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von gernot »

Eine weitere Quelle mit interessanten Informationen - die NÖ Landtagsseite mit den Protokollen der Sitzungen https://noe-landtag.gv.at/sitzungen/X
Im Sitzungsbericht_NOE_Landtag_XI_3._Session_08._Sitzung_05.12.1980
https://noe-landtag.gv.at/fileadmin/sit ... 2.1980.rtf

sind folgende Wortmeldungen protokolliert
vom mittlerweile verstorbenen SPÖ Abgeordneten Eduard Keusch, ich zitiere hier nur den Gamsstein relevanten Teil. Achtung, viel Text!
Auf Grund der Beurteilungskriterien des Erholungswertes, wie Oberflächengestaltung; Oberflächengewässer, Waldbestand, Natur- und Kulturgegebenheiten, mittlere Niederschlagsdauer, Sonneneinstrahlung sowie Dauer der Schneedecke, und einer Nutzwertanalyse erreichte die Gemeinde Hollenstein an der Ybbs 340 von möglichen 400 Punkten, Zitatende. Fazit: Hollenstein an der Ybbs ist Fremdenverkehrsintensivzone, geschätzte Damen und Herren, weil auf Grund der natürlichen Gegebenheiten, ein Sommer- und Winterfremdenverkehr, also zwei Saisonen möglich sind. Leider, das kann nicht unausgesprochen bleiben, gibt es kein Finanzierungskonzept für dieses Fremdenverkehrsregionalkonzept des Landes.

Werte Damen und Herren, worum handelt es sich konkret?
Von der Gemeinde Hollenstein erreicht man Über die 6 Kilometer lange, gut ausgebaute Straßen den sogenannten Sandgraben, die in 720 m Seehöhe gelegene Talstation des Sommer- und Wintererholungszentrums Hollenstein. Hier finden sich Parkmöglichkeiten für 1.200 bis 1.500 Pkw’s. Von hier aus er- reicht man über einen 1.400 m langen Doppel- Sessellift das in 1.200 m Seehöhe gelegene, etliche Hektar große Almplateau des Niederscheibenberges.
Der Niederscheibenberg ist ein herrliches Schigebiet für Anfänger und Kinder, von einem Rundumlift unterstützt, der zum dort etablierten Bergrestaurant sowie zu den dort befindlichen Liftanlagen, zum Beispiel auf den Almkopf, führt. Am Niederscheiberberg, auf diesem leicht hügeligen Gelände, bietet eine doppelspurige Loipe die Möglichkeit zum Langlauf. In der Nähe dieses Bergrestaurants führt der Doppelschlepplift auf den Almkopf, wo über eine ca. 200 m breite Piste Abfahrtsmöglichkeiten für gute Schifahrer bestehen.
Auszubauen wäre noch kurzfristig ein Stichlift, sodaß ein zusätzliches Abfahrtsangebot besteht. Langfristig als zweite Ausbaustufe eine Liftanlage auf die in 1.700 m Seehöhe gelegene sogenannte Mooralm, die mit einer 800 bis 1.000m langen Abfahrt für gute bis sehr gute Schifahrer geeignet ist. Mittlerweile ist auch über die zwischenzeitig adaptierte Forstaufschließungsstraße die Abfahrt zum Tal, zum Parkplatz möglich.
Der Gemeinderat von Hollenstein - ich bedaure sehr, daß der Kollege Amon nicht anwesend ist - war der Auffassung und hat ein- stimmig beschlossen, daß dieses Projekt - das geht auch aus der Begutachtung des Österreichischen Gemeindebundes vom 15. Oktober 1980 hervor - regionale Bedeutung hat. Beide Fraktionen haben das, wie gesagt, in einer Sitzung, bei der die Mandatare des Bezirkes anwesend waren, besprochen und die Mandatare ersucht, sie mögen sie bei der Realisierung dieses Vorhabens unterstützen. Und es ist im Protokoll vom 26. September 1977 nachzulesen, daß die Mandatare das versprachen und mit ihrer Unterschrift sanktionierten. Ich habe das Protokoll mit, es waren dies der Nationalrat Brunner von der ÖVP und der Landtagsabgeordnete Zauner von der SPÖ. Sie können sich dieses Protokoll dann, soferne Interesse besteht, ansehen. Ergänzen darf ich noch auf das durchaus positive Gutachten des international anerkannten Experten, Hofrat Professor Wolfgang Friedl, sowie auf das WIFI-Gutachten hinweisen. Letzteres besagt, daß der zu erwartende Überschuß imstande sein wird, das Fremdenkapital zu bedienen und eine geringfügige Rendite des Eigenkapitales zu gewährleisten.

Hohes Haus!
In der Gamsstein GesmbH sind die Gemeinden Amstetten, Haag, Ardagger, Ennsdorf , Kematen , Sonntagberg , Opponitz , Palfau, Gemeinde Hollenstein, die Raika Hollenstein Sode eine Anzahl von Privaten vertreten. Bisher wurden 40 Millionen Schilling investiert und ich darf diese Gelegenheit zum Anlaß nehmen, dem Land für die Übernahme der Landeshaftung für 12 Millionen Schilling zu danken, darf aber feststellen, daß außer der Übernahme eines Zinsendienstes zur Landeshaftung von einem Prozent auf fünf Jahre für vier Millionen Schilling seither kein nichtrückzahlbarer Zuschuß gewährt wurde.
Ich darf weiters festhalten, daß gestern unter der Führung von Landeshauptmannstellvertreter Grünzweig eine Vorsprache beim Herrn Bundeskanzler Kreisky in dieser Angelegenheit stattgefunden hat, der auch der Handelsminister Staribacher beiwohnte. Es wurde vereinbart, daß seitens des Bundes geeignete Förderungsmaßnahmen zu erarbeiten sind. Und ich darf meiner Freude darüber Ausdruck verleihen, daß Herr Landesrat Kommerzialrat Schauer in einem kurzen Gespräch spontan erklärt hat, er werde den Gamsstein besuchen, sich persönlich von dem Ausbau und von den noch zusätzlichen Notwendigkeiten zu überzeugen. Erläuternd darf ich festhalten, daß in der Rumpfsaison Jänner bis März 1980 eine Steigerung der Fremdenverkehrsankünfte in Hollenstein um 81% zu verzeichnen war, daß die Anzahl der Nächtigungen um 52% stieg, die Einnahmen an Getränkesteuer um 37,5% stiegen und sich die Lohnsummensteuer um 64% und der Bruttoumsatz für die ersten drei Monate dieses Unternehmens um 2,3 Millionen Schilling erhöht haben. Diese Zahlen lasen den Schluß zu, daß bei Vollausbau eine wesentlich stärkere wirtschaftliche Reaktion zu erwarten ist.
Umso bedauerlicher empfinde ich die Tatsache, daß in Fachkreisen der Landesregierung das Gerücht kolportiert wird, der Gamsstein sei klinisch tot bzw. das Projekt könne man aus wirtschaftlichen Gründen bereits vergessen. Hohes Haus! Im Interesse dieser Region ersuche ich Sie dringend, dieses Projekt einer eingehenden Prüfung zu unterziehen und durch Schwerpunktförderung die Weiterentwicklung dieser Region zu gewährleisten. Und ich darf mit Romeder schließen, der meinte, an den Fakten wird man sie messen. Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Danach meldete sich der ebenfalls schon verstorbene Abg. Dr. Otto Bernau zu Wort
Da bin ich also schon mitten drinnen in dem Problem, das mein Vorredner in Sachen Fremdenverkehr, der Kollege Keusch, erwähnt hat, der Gamsstein. Der Gamsstein ist, diese Fakten haben wir ja festgestellt, so wie das Hochkar oder der Ötscher eines der schneereichsten Gebiete in diesem Bundesland und ist schneesicher. Aber was halt am Gamsstein fehlt, ist ganz einfach die Abfahrt vom Hochplateau, das in etwa 1.400 Meter Höhe liegt, auf etwa 700 Meter. Und bitte, wer Schifahrer ist - ich gehöre auch dazu, ich bin ein aktiver Schifahrer, wie der Herr Bürgermeister von Gaming ja sehr genau weiß, ich bin jedes Jahr am Hochkar sowie in Lackenhof -, der möchte natürlich Abfahrten haben. Und wenn er dann im Winter wieder mit einem Lift herunterfahren muß, dann ist er ganz einfach unzufrieden. Damit will ich nicht sagen, daß dieses Gebiet nicht ausgebaut werden soll. Ich möchte mich heute hier dem Herrn Landesrat anschließen, der in einem Gespräch vor wenigen Tagen gesagt hat, er will sich dieses Gebiet persönlich anschauen. Ich habe den Herrn Landesrat heute dazu ein- geladen, ich möchte mit ihm fahren. Ich werde mir auch die Schi mitnehmen und werde dort einmal fahren.
Jede Initiative, meine verehrten Damen und Herren, ist grundsätzlich zu begrüßen, nur muß halt auch immer die Rentabilität in irgendeiner Form stimmen und man kann natürlich Fremdenverkehrsprojekte nicht auf Teufel komm raus machen.

Ich habe als Leiter des Wirtschaftsförderungsinstitutes auf Wunsch der Gemeinde ein auch von Ihnen bereits zitiertes Gutachten erstellen lassen. Aus diesem Gutachten geht auch hervor, daß die entsprechende Rentabilität gegeben wäre. Diese Berechnung muß angestellt werden, weil man nicht nur sagen kann, investieren wir, ohne diese Rentabilitätsberechnungen anzustellen. Und das Wichtigste - da bin ich in bester Gesellschaft mit Herrn Professor Friedel Wolfgang - wäre natürlich eine Abfahrtspiste vom Hochplateau herunter. Eine Forstaufschließungsstraße, Herr Kollege Keusch, ist als Abfahrtspiste ungeeignet. Sie ist ungeeignet, weil sie erstens viel zu schmal ist und somit die Gefahr von Unfällen besteht, und zum zweiten bitte schön, weil ein halbwegs ordentlicher Schifahrer auf einer Forstaufschließungsstraße nicht zu Tale fahrt. Das ist keine Abfahrt, das ist eine langweilige Geschichte und jeder, der Schi fährt, weiß das. Ich bin mir also jetzt nicht im klaren. Vielleicht kann dieser Besuch in diesem Gebiet eine recht genaue Aufklärung geben. Es wird doch eine Chance bestehen, denn das halte ich für das Allerwichtigste. Was anderes wäre es, wenn da oben auf dem Hochplateau eine entsprechend große Hotellerie sein könnte, das wäre dann für Familien interessant, die mit den Kindern in der Früh raufgehen und dort auf den Hügeln ihre kleinen Abfahrten machen. Aber wenn man da hinauffährt mittels Schilift und dann mit dem Schilift wieder hinunterfahren muß, macht das ein Fremdenverkehrsgast vielleicht einmal, aber kein zweites mal. Ich muß sagen, Herr Kollege, ich bin überzeugt, daß jeder von Ihnen es ebenso macht. Ich werde heuer wieder irgendwann am Hochkar und in Lackenhof sein, aber ich schaue mir jedes Jahr neue Schigebiete in Österreich an. Ich werde heuer am Zauchensee sein. Natürlich können Sie vom Zauchensee hinauf auf den Obertauern fahren und auf der anderen Seite hinunter nach Langau und bis St. Johann im Pongau. (Abg. Keusch: Wenn Sie fahren können! Aber auch diese Gebiete werden irgendeinmal an eine Kapazitätsgrenze kommen!) Ich will damit sagen, zuerst sucht sich der aktive Schifahrer Gegenden aus, wo ihn ganz einfach mehr erwartet. Ich gebe Ihnen recht, wenn natürlich die Geschichte einmal so wird, wie es beispielsweise in Obergurgl ist, wie es beispielsweise in Kitzbühel ist, daß Sie dort beim Schilift eine Stunde stehen, dann wird es Ihnen auch zu blöd. Aber trotzdem nimmt das der Fremdenverkehr, bei uns der Schifahrer, eher in Kauf als an einem Tag immer wieder nur mit einem oder zwei Liften zu fahren. Auch in Lackenhof, solange wir den Kirchenlift gehabt haben, war es praktisch nichts. Heute ist es natürlich interessant.
Auch das Hochkar ist interessanter geworden. Morgen, glaube ich, wird ein neuer Lift am Hochkar eröffnet. Das möchte ich nur den Herrn, die dieses Gebiet kennen, sagen, ich bedaure die Anlage dieses Liftes, denn damit ist eines der wenigen Gebiete, das einen hochalpinen Charakter hatte, das wirklich auch für Schifahrer interessant war, wieder eingeebnet worden und ist jetzt genau so eine Schiabfahrt wie alle anderen. Da hatten wir wahrscheinlich auch andere Schiliftprojekte gehabt, aber das steht ja hier nicht zur Debatte. Ich sage nur, daß ich das sehr bedaure, weil das Kar zu fahren war bestimmt bisher auch für einen geübten Schifahrer ein Erlebnis.
Das ist es also jetzt nicht mehr.
Spannend finde ich auch seinen negativen Kommentar zu den Planierungen der Großen Kar Piste am Hochkar, anscheinend war er ein sehr guter Skifahrer.

Diesen Wortmeldungen zufolge dürfte schon 1980 klar gewesen sein, dass die 1.Ausbaustufe bei weitem zu wenig war. Da Hollenstein zu dieser Zeit eine SPÖ dominierte Gemeinde war, konnte man sich schon ausmalen, dass weitere Förderungen am seidenen Faden hängen würden...

Fortsetzung folgt!

p.s. bin überrascht ob der Qualität der Wortmeldungen der Landtagsabgeordneten, ich verfolg zwar nicht allzu häufig Sitzungen aber hier ist doch Expertise vorhanden.
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gerrit
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Re: Re:

Beitrag von gerrit »

gernot hat geschrieben: 05.01.2025 - 22:56
gerrit hat geschrieben: 07.01.2005 - 10:54
Hr. Sandhofer hat mir auch angeboten, Photos, Pläne und andere Dokumente herauszusuchen, ich weiß aber nicht, ob ich in den nächsten Wochen Zeit habe, nach Hollenstein zu fahren, sollte wirklich eine Sommerbegehung des Schigebiets stattfinden, so könnte man an diesem Termin auch Herrn Sandhofer und den damaligen Betriebsleiter, der auch für ein Interview zur Verfügung stünde, besuchen.

lg gerrit
Hat dieses Treffen eigentlich stattgefunden?
Lang ist´s her.....
Soweit ich mich erinnern kann, hat dieses Treffen im Rahmen unserer Begehung stattgefunden und von dort stammen auch die Bilder, auf denen der damalige Schi-Betrieb festgehalten wurde. Sie wurden mittels Diaprojektor gezeigt und ich habe sie von der Leinwand abfotografiert. Die Publikation dieser Bilder und vermutlich auch weiterer Materialien haben wir damals aber jul überlassen, ich glaube, es gab sogar passager einen Thread darüber, aber die geposteten Bilder waren nach seinem Abgang aus dem Forum nicht mehr verfügbar. Ich werde demnächst einmal nachsehen, ob sich noch mehr Bilder von der damaligen Expidition in meinem Fotoarchiv finden.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von gernot »

Wie versprochen die Fortsetzung der archivierten Sitzungsprotokolle des NÖ Landtags:
Spannend vor allem die 8. Sitzung am 28. Jänner 1982 (https://noe-landtag.gv.at/sitzungen/XI/1982-01-28)
In dieser Sitzung wurde das Projekt defacto zu Tode getragen, da die Gewährung weiterer Geld abgelehnt wurde!
Antrag des Finanzausschusses über den Antrag der Abgeordneten Zauner und Genossen, betreffend Unterstützung des Gamssteinprojektes durch das Land Niederösterreich. Berichterstatter: Abg. Krenn (Seite 640); Redner: Abg. Keusch (Seite 640), Abg. Ing. Kellner (Seite 646), Abg. Zauner (Seite 649), Abg. Amon (Seite 654), Abg. Lechner (Seite 655), Abg. Buchinger (Seite 659), Landesrat Schauer (Seite 663); Abstimmung (Seite 665).
Beginn der Diskussion
Berichterstatter Abg. KRENN: Herr Präsident! Hoher Landtag! Ich habe über den Antrag 367 der Abgeordneten Zauner, Keusch, Lechner, Pospischil, Gruber, Kalteis und Genossen betreffend Unterstützung des Gamssteinprojektes durch das Land Niederösterreich vom 1. Oktober 1981 zu berichten.
Einer Mitteilung des Herrn Landeshauptmannstellvertreters Leopold Grünzweig und Pressemeldungen war zu entnehmen, daß seitens des Bundes der in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindlichen Gamsstein Winter- und Sommererholungszentrum Hollenstein Betriebs-GesmbH. und Co. KG. eine finanzielle Unterstützung von 10 Millionen Schilling zugesagt wurde. Diese Zusage des Bundes wurde jedoch an die Bedingung geknüpft, daß seitens des Landes ein gleich hoher Betrag zur Verfügung gestellt wird. Auf Grund der wirtschaftlichen Situation dieser reich wirtschaftliche Impulse zu schaffen, erschien eine Unterstützung dieses Vorhabens unbedingt geboten. Die Dringlichkeit war damals schon dadurch gegeben, daß im Zuge der Erstellung eines allfälligen Nachtragsvoranschlages für darJahr 1981 und der Erstellung des Voranschlages für das Jahr 1982 zum damaligen Zeitpunkt die Berücksichtigung dieses Kredites noch möglich gewesen wäre.
Die Antragsteller haben sich im Ausschuss vehement für dieses Projekt eingesetzt, es war aber so, daß die Mehrheit der Abgeordneten im Finanzausschuß diesen von den Antragstellern gestellten Antrag abgelehnt hat. Ich habe daher im Namen des Finanzausschusses folgenden Antrag zu stellen (liest):
Antrag des Finanzausschusses über den Antrag der Abgeordneten Zauner, Keusch, Lechner, Pospischil, Gruber, Kalteis und Genossen betreffend Unterstützung des Gamssteinprojektes durch das Land Niederösterreich.
„Der Hohe Landtag wolle beschließen: Der vorliegende Antrag wird abgelehnt."
Ich bitte den Herrn Präsidenten, die Debatte zu eröffnen und die Abstimmung vorzunehmen.
vor der Abstimmung gab es noch eine lebhafte Diskussion mit zahlreichen Wortmeldungen, hier der Abg. Keusch (SPÖ), ich poste die gesamte Rede, da durchaus interessant!
Abg. KEUSCH: Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Der Landtag von Niederösterreich beschäftigt sich heute einmal mehr mit dem Gamssteinprojekt. Wie wir der Argumentation der Mehrheitsfraktion im Finanzausschuß, vor allem aber der mittlerweile bekanntgewordenen Haltung der ÖVP-Spitze in der Regierungssitzung vom 22. Dezember 1981 entnehmen, wahrscheinlich letztmalig und endgültig. Dementsprechend erfolgte auch die Antragstellung negativ. Man muß also davon ausgehen, daß die Würfel bereits gefallen sind und der Antrag der SPÖ-Fraktion auf finanzielle Unterstützung dieses Projektes durch das Land Niederösterreich von der ÖVP mit einer hauchdünnen Mehrheit von nur zwei Mandaten abgelehnt wird. (Abg. Kurzbauer: Zehn wären uns lieber!) Wir Sozialisten anerkennen als Demokraten natürlich auch derart knappe Mehrheitsverhältnisse als demokratische Entscheidungsfindung, meinen aber, dass Beschlüsse bzw. Entscheidungen von so weittragender Bedeutung wie in diesem Fall, wo es um die Zukunft eines Tales und seiner Gemeinden geht, auf der Basis einer breiteren Übereinstimmung getroffen werden müßten. Der heute zur Diskussion stehende Antrag, daß das Land Niederösterreich ebenso wie der Bund 10 Millionen Schilling zum weiteren Ausbau des Gamsstein-Wintersport- und
Sommererholungszentrums zur Verfügung stellen soll, ist zwar für die Existenz des Unternehmens von eminenter Wichtigkeit, nirgends aber wird erkennbar, welch katastrophale Folgen im Falle einer Ablehnung entstehen und welch unaufholbaren Rückschlag das ,,Nein" der Landhausmehrheit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung dieser Region zufügt.
Gestatten Sie mir daher, meine sehr verehrten Damen und Herren, Ihnen die Konzeption des Gamssteinprojektes darzulegen. Da die Standortwahl bei Betriebsgründung nicht mehr vom vorhandenen billigen Arbeitspotential abhängt, sondern wegen der Transportkosten ausschließlich an Verkehrsknotenpunkten, wie die Entwicklung um die Stadt Amstetten beweist, erfolgt, würden derartige Bemühungen im oberen Ybbstal einen Kampf gegen Windmühlen bedeuten. Die logische Konsequenz, die Chance dieses Gebietes, liegt ausschließlich im Forcieren des Fremdenverkehrs. Nur ein florierender Fremdenverkehr ist Garant dafür, die schon stark vorhandenen negativen Entwicklungstendenzen im Yblbstal, wie z. B. die rückläufige Bevölkerungsentwicklung, die übrigens auch durch die Volkszählung im vergangenen Jahr beweisbar ist, die starke Pendlerquote, die Abwanderung und das unterdurchschnittliche Medieneinkommen zu stoppen. Dies bestätigen auch die diversen Raumordnungskonzepte sowie das Fremdenverkehrsentwicklungskonzept der Planungsregion Amstetten.
Zur Beweisführung einige Zitate und zwar eines aus dem Regionalstruktur- und Entwicklungsplan der Planungsregion Amstetten, übrigens herausgegeben vom Land Niederösterreich unter der Leitung der Abteilung R/2. Hier schreibt man unter der Überschrift ,,Weitere Ausbauchancen für den Fremdenverkehr" folgendes: ,,Nicht zuletzt bestehen auch im Bereich des Fremdenverkehrs günstige Voraussetzungen. Im Bereich Hollenstein, Waidhofen a. d. Ybbs und Ybbsitz bestehen weitere Ausbaumöglichkeiten für den Urlauberfremdenverkehr. Ausbauschwerpunkt ist Hollenstein, jedoch ist auch durch einen weiteren Ausbau in den übrigen Gemeinden im Süden der Planungsregion eine Steigerung der gesamten Attraktivität des Raumes zu erzielen." Nachlesbar auf Seite 14. ,,Gerade die bereits heute florierenden Fremdenverkehrsstandorte gehen in erster Linie auf Ausbauinitiativen zurück und sind erst in zweiter Linie von Natur aus schon Fremdenverkehrsstandorte." Dies, werte Damen und Herren, steht im Konzept und es steht auch noch drinnen, daß diese Initiativen in Zukunft zu fördern sein werden. Das ist also nicht von mir.
Auch in der Angelegenheit Gamssteinprojekt sind Ausbauinitiativen durch das Land zu setzen, meine ich, um den Fremdenverkehr zu forcieren und um die Wirtschaft in dieser Region zu beleben. Aus völlig unverständlichen Gründen hat sich die Landhausmehrheit bisher passiv, ja sogar ablehnend verhalten.
Ein weiteres Zitat aus dem Entwicklungskonzept Fremdenverkehr der Planungsregion Amstetten, erstellt ebenfalls unter der Mitarbeit der Abteilung R/2: ,,In der Planungsregion Amstetten bildet neben der gewerblichen und industriellen Wirtschaft und der Land- und Forstwirtschaft der Fremdenverkehr heute schon einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor. Er ist jedoch noch nicht so entwickelt, wie es auf Grund der Gegebenheiten, insbesondere der hochwertigen Erholungslandschaft möglich wäre. Ein Ausbau desselben könnte für die Bevölkerung zusätzliche Erwerbs- und Einkommensmöglichkeiten bringen und die Wirtschaft in dieser Region stärken. Bei einer Steigerung der Nächtigungen um rund 50.000 bis 60.000, wie sie in den regionalen Zielen für Waidhofen und Hollenstein angestrebt werden, würden sich Mehreinnahmen von 7 bis 9 Millionen Schilling ergeben." Zitatende. Das heißt, dieses Konzept hat den Ausbau und die Steigerung des Fremdenverkehrs in dieser Planungsregion zum Ziele, so wie es der vorhandenen hochwertigen Erholungslandschaft entspräche.
Aufgrund einer Nutzwertanalyse - als Beurteilungskriterie galten Oberflächengestaltung, Niederschlagsdauer, Waldbestand, Natur- und Kulturgegebenheiten wie Sonneneinstrahlung, Dauer der Schneedecke – erhielt Hollenstein 340 von möglichen 400 Punkten.
Auch hier, das muß ich mit aller Deutlichkeit feststellen, gibt es außer den Konzepten leider keinerlei Initiativen bzw. Akzente in Richtung Realisierung derselben. Ich habe zum zweiten Mal mit Überraschung vernommen, daß der Herr Präsident Höfinger immer wieder von der Förderung und vom Forcieren des Fremdenverkehrs spricht. Ich kann dazu nur sagen, die Botschaft höre ich wohl schon zum zweitenmal, allein mir fehlt schön langsam der Glaube daran. (Abg. Ing. Kellner: Zitate kann ich auch bringen und ich werde sie bringen!) Bei der Budgetdebatte hat der Herr Präsident Höfinger das gleiche von sich gegeben und damals habe ich geglaubt, damit ist das Gamssteinprojekt gerettet. In der ÖVP hat ein gewisses Umdenken stattgefunden. Leider hat sich die Haltung der ÖVP-Fraktion bis heute noch nicht geändert. (Abg. Dr. Bernau: Das ist doch keine politische Frage!) Eine hochpolitische Frage vermutlich in den Augen der ÖVP. (Abg. Dr. Bernau: Es war doch der beste Wille vorhanden!) Haben Sie nicht bemerkt, daß ich bisher versucht habe, die politischen Momente, die Sie meinen, nicht in die Diskussion zu bringen? Ich habe bis jetzt versucht, Gutachten darzulegen, denn das stammt ja bitte nicht alles von uns, sondern auf Grund all dieser Gutachten haben Hollenstein als Gemeinde und die Gemeinden des Bezirkes zur Selbsthilfe gegriffen, weil es in diesen regionalen Konzepten steht und es keine Initiativen dazu gibt. Vielleicht ist es ein Wink mit dem Zaunpfahl an das Land. Federführend jedenfalls für diese Initiativen der Gemeinden im Bezirk Amstetten wurde die Gemeinde Hollenstein.
Neben einer Vielzahl von privaten Einlegern erbrachten die Mitgliedsgemeinden der Gesellschaft 14 Millionen Schilling. 44 Millionen Schilling sind inzwischen investiert, das heißt verbaut. Errichtet wurde eine 6 km lange Straße zur Talstation der Doppelsesselbahn - ich mache es im Eilzugstempo bitte schön, nur der Vollständigkeit wegen -, ein Parkplatz für ca. 1200 bis 1500 Pkw’s eine Doppelsesselbahn auf das in ca. 1200 m Seehöhe gelegene Almplateau des Niederscheibenberges, eine Doppelschleppliftanlage auf den Almkopf, ein Übungslift am Niederscheibenberg, eine vierspurige Loipe mit Schleife - Herr Kollege Buchinger, das ist nicht so, daß man in der selben Spur zurückfahren muß, wie einmal von Ihnen behauptet wurde - sowie ein Bergrestaurant, das leider noch nicht fertiggestellt ist. Ich habe es so verstanden, daß es eine einspurige Loipe sei, auf der man zurückfahren auch müsse, und dadurch wäre es völlig uninteressant. Aber interessant in diesem Zusammenhang, das möchte ich auch besonders hervorheben, ist, daß in dieser Rumpfsaison des ersten Betriebsjahres, nämlich Jänner, Februar, März 1980, gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres eine Steigerung der Fremdenverkehrsankünfte um über 80%, eine Steigerung der Nächtigungen um über 5276, eine Steigerung der Getränkesteuer um 37,5% und eine Steigerung der Lohnsummensteuer um 64% zu verzeichnen war. Das bedeutet, dass diese Initiativen tatsächlich auch zu einer vermehrten Fremdenverkehrsfrequenz geführt haben.
Daß ein Vorhaben derartiger Größenordnung, ein Vorhaben von regionaler Bedeutung, nicht von Privaten und Gemeinden allein finanziert werden kann, können sehr wahrscheinlich die Herren Bürgermeister unter den Damen und Herren Abgeordneten im Hinblick auf die angespannten Gemeindefinanzen am besten beurteilen. Zugegeben, daß Fehler passiert sind. Die Finanzierung des Projektes war zum Zeitpunkt des Baubeginnes nicht entsprechend abgesichert, dadurch ist das Projekt in der ersten Ausbauphase steckengeblieben. In der Hoffnung auf einen raschen Endausbau wurde die Werbetrommel kräftig gerührt, die Gäste sind gekommen, waren zum Teil enttäuscht, weil das Schiangebot für geübte Schifahrer natürlich wenig attraktiv war. Daraus resultiert die sinkende Besucherzahl im zweiten Betriebsjahr, womit auch der Abgang im Betriebsergebnis begründet ist. Es ist aber andererseits erkennbar, daß bei rascher Angebotsvergrößerung, also Endausbau, Fertigstellung dieses Projektes, die Attraktivität des Gamssteins als zusätzliches Wintersport- und Sommererholungszentrum sprunghaft angestiegen wäre und eine höhere Rentabilität gewährleistet hätte.
Dies geht auch aus der am 30. August 1979 - bitte darauf liegt eigentlich die Betonung - an die Fremdenverkehrsabteilung des Landes übermittelten Rentabilitätsberechnung des Wirtschaftsförderungsinstitutes sowie aus dem Gutachten von Professor Friedel Wolfgang vom 25. Juli 1979 hervor. Ich darf Ihnen, obwohl es relativ lange ist, doch zitieren, weil damit einiges deutlich wird. (Abg. Anzenberger: Ich halte Sie davon nicht ab!) Herr Kollege Anzenberger, ich möchte nicht wiederholen, was Ihnen der Kollege Krenn gesagt hat, für mich ist das eine zutiefst problematische Entscheidung, die da heute fällt.
Und ich lade Sie gerne ein, kommen Sie einmal längere Zeit in unsere Region und sagen Sie dann, daß Sie Landtagsabgeordneter sind, und verteidigen sich vor der Bevölkerung, (Abg. Anzenberger: Das tun wir auch!) die um ihre Existenz ringt in unserer Gegend. Ich lade Sie gerne ein. Das möchte ich mir anschauen. Es geht um die Beweisführung, dass aus dem Gamssteinprojekt was werden könnte, wenn das Land Niederösterreich und an der Spitze die ÖVP-Mehrheitsfraktion bereit wäre, mit dem Bund gleichzuziehen, jene 10 Millionen herzugeben. (Beifall bei der SPÖ. - Rufe bei der ÖVP) Und im übrigen, Herr Kollege, würde ich Sie bitten, daß Sie mich ausreden lassen. (Abg. Anzenberger: Der Bund hat zurückgezogen, lieber Freund! - Abg. Ing. Schober: 80 Millionen, nicht 20 Millionen. Reden Sie einmal mit Fachleuten!)
Der Bund hat 10 Millionen geboten und, Herr Klubobmann von der ÖVP, ich brauche Sie doch nicht daran erinnern, daß Fremdenverkehrs- und Wirtschaftsförderung eindeutig Kompetenz des Landes ist. Ich kann mich noch an meine Rede bei der Budgetdebatte erinnern. Ich frage Sie, warum ist denn der Ansatz im Budget für den Fremdenverkehr gerade in Niederösterreich seit Jahren rückläufig? (Abg. Ing. Kellner: Meine Antwort bekommen Sie gleich!) Wir haben bei über 0,7% gehalten und sind jetzt bei 0,5%. Und dann spricht der Herr Präsident Höfinger großzügig von der verstärkten Förderung des Fremdenverkehrs. Dies ist Doppelzüngigkeit! So geht es nicht. Aber bitte schön, jetzt zum Gutachten, um zu dokumentieren, wie die gutachtlichen Stellungnahmen zu Beginn waren.
Das ist der Beweis dafür, daß die Gemeinden aufgrund von Gutachten handelten. Wenn das heute alles anzuzweifeln ist, braucht man ja keine Gutachten. (Abg. Anzenberger: Das habe ich schon dreimal gehört!) Es ist sicherlich interessant und für die Gemeinden, die diese Initiative begonnen haben, eine Rechtfertigung (liest):
„Zusammenfassung und schitechnische Stellungnahme. Die Investitionen in der ersten Bauphase mit Zubringerdoppelsesselbahn, Doppelschlepplift mit großzügiger Piste, Scheibenberglift mit übungshang und Schischulgelände, Langlauf-, Schiwander- und Schischulbetrieb, Bergrestaurant sind nicht ausreichend für einen auf Dauer erfolgreichen Wintersportbetrieb, da die aufgeschlossenen Schiflächen im Verhältnis zur langen Zubringerbahn zu kleinräumig sind. Ein mittelguter bis guter Schiläufer verlangt heute, daß ihm für die gekaufte Tageskarte verschiedenartiges Schigelände mit größeren Höhenunterschieden geboten wird. Mit zahlreichen Wiederholungsfahrten auf der gleichen Piste, wenn auch Abfahrtsvarianten vorhanden sind ist der Schiläufer auf die Dauer nicht zufrieden. Es ist selbstverständlich, daß das vorliegende Gesamtprojekt nicht in einer Bausaison errichtet werden kann. In den folgenden Jahren ist es erforderlich, Schritt für Schritt anzuschließen und zu errichten: den Mooralmsessellift, die Schiabfahrt Mooralm, Oberes Brunntal, Niederscheibenberg, Schlepplift im Gelände der Mooralm und Hohenscheibenberg. Wenn das hochgelegene Schigebiet Mooralm aufgeschlossen ist, wird das Ausmaß der vorhandenen Schiflächen in einem richtigen Verhältnis zur Zubringerbahn stehen und das rein schimäßige Angebot (mehrere verschiedenartige Schiabjahrten) durchaus ausreichend sein. Viele heute gesicherte und renommierte Wintersportgebiete, wie z. B. Obsteig am Mieminger-Plateau, Jerzens im Pitztal, Kappl im Paznauntal, Kramsach im Unterland, hatten enorme Anfangsschwierigkeiten. Alle genannten Schigebiete hatten keine guten natürlichen geländemäßigen Voraussetzungen. Nach stufenweisem Ausbau sind die dortigen Liftunternehmungen zu festen, nicht mehr wegzudenkenden und unentbehrlichen Bestandteilen des Fremdenverkehrs geworden." Bitte schön, soweit Friedel Wolfgang.
Ich darf weiters die Schlußfolgerung des WIFI-Gutachtens zitieren. Bitte, da kann keiner uns nachsagen, das WIFI-Gutachten sei womöglich gar ein sozialistisch gefärbtes Gutachten. Man schreibt hier: „Der zu erwartende finanzielle Überschuß wird imstande sein, das Fremdkapital zu bedienen und eine eventuell geringfügige Rendite des Eigenkapitals zu gewährleisten." Bitte schön, alles unter der Voraussetzung Vollausbau gesehen. Ich gebe ja zu, daß in manchen Gutachten steht, daß der Ausbau mit Risken verbunden ist, das bestreite ich nicht. Aber ich habe gerade vorgelesen und diese Erkenntnis stammt von einem Schipapst, der jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet hat, daß die Praxis bewiesen hat, daß viele andere Schigebiete mit denselben Problemen gerungen haben. Und es gibt auch Nachweise dafür, daß Gemeinden, die hohe Summen Geld in den Ausbau des Fremdenverkehrs investiert haben, heute am etablierten Fremdenverkehr mitnaschen. (Abg. Ing. Kellner: Das ist das 1. Gutachten. Das ist schon mehrmals modifiziert worden!) Herr Klubobmann Kellner, ich habe aber auch von der ÖVP-Landtagsmehrheit immer gehört, Ihr seid nicht informiert. (Abg. Buchinger: Von wem ist das Gutachten? Abg. Anzenberger: Das ist schon acht Jahre alt!) Im Jtahre 1979 ist von der Gemeinde Hollenstein mit einem Schreiben an das zuständige Amt der Landesregierung dieses Gutachten geschickt worden mit dem WIFI-Gutachten. Bitte, wo sind denn die Initiativen der Abteilung und des Landes geblieben? (Abg. Ing. Schober: Sie haben schon eine Haftung von 12 Millionen, Herr Kollege!) Dazu komme ich noch. (Abg. Ing. Schober: Das habe ich damals schon gesagt!)
Eine gewisse Übereinstimmung gibt es auch im Gutachten von Steuerberater Plachetka. Er meint, das Ergebnis der Rentabilitätsberechnung der Liftanlagen läßt unter der Voraussetzung des Zutreffens der angenommenen Prämissen bereits im ersten Betriebsjahr eine kostendeckende Gebarung erwarten, wobei für die Zukunft entsprechende Überschüsse zu erzielen sein werden. Voraussetzung hiefür ist eine zügige und kostenbewußte Durchführung des Projektes, da bei einer zu langen unkontrollierten Baudauer unvorhergesehene Kostensteigerungen die Planung zunichte machen könnten.
Trotzdem blieb eine Unterstützung durch die Landesregierung aus, obwohl diese Gutachten sich seit 1979 im Besitze der zuständigen Abteilung der Landesregierung befinden. Der damalige Abgeordnete und jetzige Präsident Romeder berichtete im Auftrag des Finanzausschusses in der Landtagssitzung vom 22. November 1979 über die Vorlage der Landesregierung zur Übernahme einer Landeshaftung für den Gamssteinausbau in der Höhe von 12 Millionen Schilling. Ich zitiere das auch, denn damals war die Haltung der ÖVP-Fraktion eine ganz andere als heute. Ich weiß ja nicht, was dieses Umdenken bewirkt hat. Ich kann es mir aber vorstellen. (Abg. Ing. Kellner: Pleitegeier! - Abg. Anzenberger: Eine Pleite war es!) Ich werde Sie daran erinnern. Damals hat der Finanzausschuß bzw. der Antragsteller ganz anders formuliert. Er führte unter anderem aus-ich zitiere nicht das Ganze, womit Sie sehr wahrscheinlich einverstanden sein werden. (Abg. Buchinger: Die ÖVP war bisher ablehnend, haben Sie gesagt!) Ich habe gesagt, sie war passiv, ja sogar ablehnend. Also nicht ganz die Spitze des Eisberges, wenn Sie so wollen. (Heiterkeit bei der ÖVP. - Abg. Anzenberger Heute gibt es schon Tauwetter und der Berg geht schon weg!) Ja, in Würmla. Der Abg. Romeder berichtete: ,,Vom fremdenverkehrspolitischen Standpunkt ist das Projekt für die Ybbstalgemeinden von großer Bedeutung. Durch die Erschließung des Gamssteingebietes werden in Niederösterreich zusätzliche Möglichkeiten für eine sinnvolle Freizeitgestaltung geschaffen, die schwerpunktmäßig in der Wintersaison aber auch in den Sommermonaten genützt werden können. Das Ybbstal, das zu den besonders entwicklungsfähigen Fremdenverkehrsgebieten Niederösterreichs zählt, wird durch das Gamssteinprojekt bedeutenden Auftrieb erhalten und so zur Verbesserung des Fremdenverkehrsangebotes einen wichtigen Beitrag leisten!" Zitatende. Mit dem Beschluß der Landeshaftung hat also der Landtag von Niederösterreich im Jahre 1979 sein eindeutiges Ja zum Ausbau des Gamssteins dokumentiert.
Überaus interessante Aspekte enthält das Gutachten des Institutes für angewandte Fremdenverkehrswissenschaft und touristische Praxis, das die Gemeinde Hollenstein beim österreichischen Gemeindebund in Auftrag gab. Darin heißt es, daß das Gemeindegebiet von Hollenstein über eine überdurchschnittliche Landschaftsqualität, die eine echte Zweisaisonnutzung erlaubt, verfügt, dass als wichtigste mittelfristige Zielsetzung unter anderem die Fertigstellung des Schizirkus Gamsstein gilt, daß die Gemeinde Hollenstein eine bemerkenswert gute Infrastruktur besitzt, daß die Straße von Hollenstein zur Talstation des Gamssteins durch herrliches Naturparkgelände führt, daß die Straße gut ausgebaut und aufnahmefähig ist und daß die Schaffung einer leistungsfähigen Straßenverbindung zwischen den Königsbergliften und dem Gamsstein einen attraktiven großräumigen Schizirkus entstehen ließe. Hievon würde auch der Königsberg profitieren, dessen durchschnittliche Schneelage etwa bis Anfang März reicht, während die des Gamssteins allerdings bis Anfang April gegeben ist.
Außerdem wird auch in diesem Gutachten darauf verwiesen, das Gamssteinprojekt rasch zu einem vollwertigen Schizirkus auszubauen, weil sich Halbheiten im touristischen Angebot besonders nachteilig auswirken. Eine interessante Parallele ergibt sich bei den Gutachten des Gemeindebundes und des Österreichischen Institutes für Raumplanung. Beide Gutachten schlagen unter anderem als Bereicherung des Abfahrtsangebotes den Ausbau eines Schleppliftes vom Bereich des Almkopfliftes zum Niederacker vor. Empfohlen wird auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Gamsstein und Königsberg in wirtschaftlicher Hinsicht. Ich würde sogar dafür plädieren, daß man in diese Kooperation auch die Forsterlifte mit einbezieht und daß man mit einer gemeinsamen Karte alle Schigebiete benutzen können sollte. (Abg. Ing. Schober: Das gibt es i m Fremdenverkehrsverband Ötscherland!) Ich weiß es, in Gamssteb gibt es das leider nicht und davon reden wir im Augenblick. Es könnte ihn aber geben. Aus persönlicher Erfahrung kann ich behaupten, daß keine Liftanlage für andere ein Konkurrenzunternehmen darstellt, weil zu den Wochenenden jetzt schon Wartezeiten bis zu 15 Minuten und noch länger auftreten und die Schifahrer heute schon zwischen Königsberg und Gamsstein und Oberland, sprich Forsteralm, pendeln. (LR. Schauer: Klar, weil ihnen fad wird!) Im Gutachten des Österreichischen Institutes für Raumplanung folgert man, daß auf Grund der Gegebenheiten eine Erschließung des Gamssteins mit großem Risiko - Herr Kollege Buchinger, jetzt bin ich dort, wo Sie schon so lange hinwollen - verbunden sei und bestenfalls unter der Voraussetzung optimaler Planung und Finanzierung, technischen Ausführung sowie zeitlicher Koordination der Realisierungsmaßnahmen bzw. eines umsichtigen Managements des Betriebes besonders in den Anfangsjahren wirtschaftlich zu bewältigen ist. Das heißt, das Problem ist zwar schwierig, aber es ist bewältigbar, bitte.
Und wenn in allen Gutachten davon die Rede ist, daß diese Region besonders unterstützungs- und förderungswürdig ist, so ist mir völlig unklar, warum das Land Niederösterreich nicht bereit ist, all das in den Gutachten von Fachleuten Festgestellte durch eine entsprechende Unterstützung, durch eine großzügige Unterstützung, zu realisieren. Die Insolvenz aber wäre eine sehr ungünstige Modellvariante für die involvierten Haftungsträger, um die derzeitige wirtschaftliche Situation zu bereinigen. Die dauernde Betriebsstillegung wäre ein arger Rückschlag in den Bemühungen, die örtliche Wirtschaft zu beleben.
Das Österreichische Institut für Raumplanung schlägt in seinem Gutachten als zielführendes Ausbaukonzept den Bau einer Schiabfahrt ins Tal vor. Diese Frage, die von Ihnen, meine Herren von der rechten Seite, so lange diskutiert wurde, wäre mit den Bundesforsten gelöst gewesen. Die Bundesforste waren bereit, diesen bestehenden Forstaufschließungsweg anders zu trassieren, als Schiweg zu konzipieren, der sogar so breit gewesen wäre, daß man im Sommer mit Bussen auf den Gamsstein hätte fahren können, eine wesentlich billigere Lösung, als die von geologischen Überlegungen her nicht mögliche Abfahrt. Es geht nicht darum, daß die Bundesforste nicht bereit gewesen wären, einige Bäume zu schlagen, sondern es kommt daher, daß auf dem Kalkgestein eine sehr geringe Humusauflage besteht und daß bei Rodung dieser Humus weggeschwemmt wird und eine Verkarstung dieses Gebietes eintritt. Das ist der Hintergrund, warum die Bundesforste zur Frage Abfahrt nein gesagt haben, trotzdem aber bereit waren, driesen Schiweg zu bauen, der uns kostenmäßig auch wesentlich günstiger gekommen wäre und sicherlich die notwendige Verbindung auch im Interesse der Schifahrer von ganz oben bis ins Tal, bis zum Auto ermöglicht hätte.
Weiters die Errichtung eines Schleppliftes im Almkopfbereich zum Niederacker, die Fertigstellung der Abfahrtspiste Niederacker - Niederscheibenberg, die Errichtung eines Schleppliftes vom Niederscheibenberg zum Scheibenberg, die Fertigstellung des Bergrestaurantes zumindest teilweise. Ich habe das deswegen im Detail aufgezählt, weil ich gleichzeitig auch zu den Kosten ein Wort sagen möchte. Die erforderlichen Kosten wurden vom Österreichischen Institut für Raumplanung auf 18,5 bis 0,5 Millionen Schilling geschätzt, wobei - das ist auch erwähnenswert und bisher nie zum Ausdruck gekommen - das Verhältnis der Investitionssumme wesentlich günstiger ist in der zweiten Aufbauphase als in der Basiserschließung, die zwangsläufig kostspielig ist durch diese Anlagen, bis man eben am Almplateau oben ist.
Die Zusammenfassung des Gutachtens des Österreichischen Tnstitutes für Raumplanung schließt mit der Feststellung: ,,Könnten die vorhin angeführten Voraussetzungen erfüllt werden, erscheint der für die Mindestkostendeckung erforderliche Umsatz kurzfristig erreichbar und könnte im Laufe einiger Jahre eine weitergehende Konsolidierung des Unternehmens eintreten. Die Realisierung der Erweiterungs- bzw. Abrundungsvorschläge besitzt für die Zukunft des Hollensteiner Fremdenverkehrs hohe Bedeutung, ist aber selbst bei großzügiger finanzieller Hilfe mit nicht unerheblichen Risken verbunden. Im Falle, daß eine besonders günstige Finanzierungsform gefunden werden kann, vermindert sich das ermittelte Umsatzerfordernis und damit natürlich auch das Risiko." Das heißt im Klartext, werte Damen und Herren, diese besonders günstige Finanzierungsform bestünde in der Gewährung von je 10 Millionen von Bund und Land angesichts der Tatsache, dass der Fremdenverkehr den Vorteil eines geringen Rationalisierungsgrades hat und dadurch eine hohe Personalintensität bewirkt, daß er seit Jahren zu den krisenfestesten Wirtschaftszweigen zählt, daß er eine Vielzahl krisensicherer Arbeitsplätze gewährleistet, daß der Fremdenverkehr ein bedeutender Auftraggeber ist, daß von Investitionen, die über den Fremdewerkehr erfolgen, hauptsächlich Firmen, die im Umkreis von 20 km angesiedelt sind, profitieren, daß der Fremdenverkehr Existenzgrundlage vieler Betriebe und vieler unselbständiger Erwerbstätiger ist und daß er einen nicht unerheblichen Nebenerwerb für die landwirtschaftlichen Betriebe, vor allem aber für die Bergbauern des Alpenvorlandes darstellt und schließlich die örtliche wie die regionale Konjunktur belebt. Das heißt und das ist sehr wesentlich, daß dieses investierte Kapital, wenn es über den Fremdenverkehr investiert wird, nicht abfließt aus der Region.
Es ist daher völlig unverständlich, volkswirtschaftlich unlogisch und gegen die erstellten Raumordnungskonzepte, daß das Land Niederösterreich dem Ybbstal jene großzügige Fremdenverkehrsförderung versagt, die eine Initialzündung bewirken könnte, um die drohenden Gefahren der Abwanderung und der Verödung zu verhindern. Werte Damen und Herren, die von Dr. Pröll in der Einbegleitungsrede zum Budget 1982 verwendeten Formulierungen fordern ja gerade dazu auf, die Landhausmehrheit auf die Einlösung ihrer Versprechen hinzuweisen. Der Herr Landesfinanzreferent sprach von Mittelumlenkung, um Unterscheiede auszugleichen, und daß in Wirtschafts- und strukturschwache Gebiete zusätzliche Mittel fließen werden. (LHSt. Dr. Pröll: Setzen Sie sich beim Bund ein in der Abgrenzungsfrage Niederöstereich-Süd!) Schließlich meinte der Herr Dr. Pröll auch, daß eine Landesmilliarde . . . (LHSt. Dr. Pröll: Herr Klubobmann! Gehen Sie zum Herrn Staatssekretär Nußbaumer und sagen Sie ihm das!) Schließlich meinte der Herr Dr. Pröll auch, daß eine Landesmilliarde mehr in Bewegung setzt als eine Bundesmilliarde. Herr Landesfinanzreferent, legen Sie sich keinen Zwang an, so nach dem Motto, es darf auch ein bisserl mehr sein. Es muß aber keine Landesmilliarde sein. (LHSt. Dr. Pröll: Und beim Bund ein bißchen weniger!) wir wären schop mit den 10 Millionen zufrieden, die wir zum Gamssteinausbau brauchen würden. (LHSt. Dr. Pröll: 10, 12 sind ohnehin schon drinnen! Der Bund hätte nur etwas mehr zulegen sollen!) Wir brauchen noch 10! Ich habe versucht, im Verlaufe dieser Rede alles darzulegen, warum noch weitere 10 Millionen notwendig sind. Wenn bei der Einbegleitungsrede zum Budget so große Worte ausgesprochen werden, dann darf man doch einmal bei Gelegenheit, wenn Not am Mann ist, darauf hinweisen. Ich habe ohnehin nicht damit gerechet, daß wir Verständnis dafür finden werden. Aber, Herr Landesfinanzreferent, Sie würden damit gar nichts verschenken. Sie würden damit einer Region nur geben, was einer einer Region gebührt, was laut den Konzepten zusteht. (LHStv. Dr. Pröll: Haben wir schon gegeben!) Und ich kann Ihnen, Herr Landesfinanzreferent, und auch der gesamten ÖVP-Fraktion in diesem Hause sagen, dass mit Ausnahme des Bürgermeisters von Waidhofen a. d. Ybbs, der, obwohl er Obmann des Fremdepverkehrsverbandes Alpenvorland-Mostviertel ist, eigenartigerweise zum Ausbau des Gamssteins eine negative Haltung einnimmt, was ich überhaupt nicht verstehen kann von einem Bürgermeister von Waidhofen am Tor zum oberen Ybbstal, die Bevölkerung des Ybbstales, meine Herren von der ÖVP-Fraktion, diesen Schritt vom Land Niederösterreich erwartet. (Beifall bei der SPÖ.)
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von gernot »

Danahc gab es noch einige Meldungen von ÖVP und SPö Seite, zuletzt meldete sich noch
Landesrat SCHAUER:
Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus!

Ich will die Debatte nicht weiter verlängern, aber da viele Dinge aus dem Zusammenhang gerissen wurden und man Gutachten immer wieder einseitig betrachtet hat, wir außerdem immer wieder den Vorwurf bekommen, eine politische Entscheidung getroffen zu haben, will ich doch sagen, was uns bewogen hat, die Entscheidung bei der Aussprache mit der Bundesregierung zu treffen.

Herr Klubobmann, wenn Sie mir vorwerfen, ich kenne nur andere Verhältnisse, es wären die Tiroler Verhältnisse, dann muß ich sagen, ich kenne auch die niederösterreichischen Verhältnisse bestens. Und ich weiß auch, daß alle gewachsenen Gebiete sich von selbst die Infrastruktur schaffen. Ein Schilift nach dem anderen bezahlt sich selber durch die Frequenz. Das wollen wir ja haben und da stellen wir uns natürlich vor die Entwicklung im Winterfremdenverkehr. Das müssen wir einmal ganz klar und deutlich sagen. So hat sich Lackenhof entwickelt, so hat sich der Unterberg entwickelt, der Semmering und viele Schigebiete bei uns in Niederösterreich. Und wenn man mir vorhält, ich sei als Präsident fahnenflüchtig geworden, ich hätte eigentlich dort eine ganz eine andere Meinung vertreten, dann muß ich hier sagen, ich habe geglaubt, daß dort Fachleute am Werk sind, daß ein gutes Management am Werk ist und daß man aus dem Gamsstein etwas machen kann. Und ich zitiere Friedel Wolfgang, der heute schon als Schipapst hier genannt wurde. Wie ich ihn gefragt habe am 30. November, warum er sich von seinem ursprünglichen Gutachten so distanziere, sagte er, weil ich nicht geglaubt habe, daß man ein Schigebiet vom Gipfel ab erschließt. Das hat er wortwörtlich gesagt bei dieser Aussprache. Und wenn man mir vorhält, ich hätte mich überhaupt nicht dafür interessiert, was mit dem Gamsstein geschehen soll, dann kann ich nur sagen, in den 18 Monaten meiner Regierungstätigkeit ist der Gamsstein wie ein roter Faden durch meine Arbeit gegangen. Wir haben neun Gutachten, da kann man den positiven Teil herausnehmen, kann man den negativen Teil herausnehmen, Die letzte Aussprache haben wir in der niederösterreichischen Runde am 30. 11. 1981 gehabt und da haben wir gewußt, daß der Konkurs bereits droht, daß wir mit den Zahlungen im Verzug sind. Das Land hat bereits Zinsenrückzahlungen leisten müssen, die nicht abgedeckt wurden. Wir haben aber auch bereits von einer Doppelzüngigkeit beim Bund gewußt. Wir haben etliche Gespräche geführt mit den Bundesstellen, auf Beamtenebene, auf Funktionärsebene, und da ist es immer hin- und hergegangen, kann man das Projekt Gamsstein anfangen, kann man es sanieren, geht es nicht, die gesamten Gutachten wurden eingebunden. Und dann, siehe da, kommen wir darauf, dass die Bundesgesellschaft, die Finanzierungsgarantiegesellschaft, schon lange Zeit ihre Haftung von 4 Millionen zurückgezogen hat.
Und am 30. 11. haben Sie doch, Herr Abg. Keusch, den Vertreter gefragt was würden Sie machen, wenn eine Sanierung vollzogen wird. Würden Sie sich wieder einschalten? Darauf hat der geantwortet, unter diesen wirtschaftlichen Verhältnissen nein. Hat er es Ihnen gesagt oder nicht? (Abg. Ing. Kellner: Das ist interessant! - Abg. Amon: Sehr interessant.) Er hat es ihm klar und deutlich gesagt, bitte.
Warum ist es zu dieser Stellungnahme gekommen? Wir waren uns damals wirklich dort einig und haben gesagt, was muß erbracht werden. Erstens der Nachweis über einen stillen Ausgleich, weil wir ja gewußt haben, es hängt die Insolvenz über der Gesellschaft. Dieser Nachweis konnte nicht erbracht werden. Weiters die Vorlage der Rodungsbewilligung. Wir wissen und haben inzwischen erfahren, in letzter Minute hat der Vertreter der Forstbehörde gesagt, es wäre keine Rodungsbewilligung vorhanden, da ja nie ein Ansuchen gestellt worden wäre. Das war ja dort für uns gänzlich überraschend, weil mir 18 Monate lang ganz etwas anderes erzählt wurde und alle Gutachten die Abfahrt ins Tal voraussetzen. Und wenn Sie von Schiwegen sprechen, Herr Klubobmann, das haben Sie ja auch angeführt, da muß ich sagen, dass auch hier kein Antrag gestellt wurde. Es wurde im letzten Moment über die Ausweitung einer vier Meter breiten Forststraße, die gebaut wurde, verhandelt. Dazu ist aber keine Bewilligung erteilt worden. Es werden entsprechende Auflagen erwartet, aber es gibt keine Bewilligung. Wir haben doch 18 Monate darüber gesprochen und jedes Gutachten sagt, Grundvoraussetzung ist eine Abfahrt ins Tal. Gegen Schistraßen bin ich überhaupt, aber das ist meine persönliche Meinung. (Abg. Dr. Bernau: Das ist eine allgemeine Meinung!)
Die Genehmigung der Trassierung ist unbedingt nötig. Eine Trasse führt jedoch durch den Schutzwald und würde ein Gutachten bezüglich Lawinenschutz und Wildbachverbauung erfordern. Diese Trassierung kann erst im Frühjahr festgelegt werden und wir haben doch alle gewußtg wenn der heurige Winter ausfällt, daß dieahulden uns dort über den Kopf wachsen und daß die Sanierungsmaßnahmen überhaupt nicht gegeben sind. (Abg. Keusch: Umgekehrt, Herr Kommerzialrat: Wenn wir im heurigen Winter gefahren wären!) Sie haben doch nicht einmal die Leute, die Sie beschäftigt haben, und das Dieselöl und den Strom dort erwirtschaftet.
Bitte, Herr Abg. Keusch, das sind die Fakten, das ist doch aus der Bilanz ersichtlich. Was wurde weiters verlangt? Forstbehörde, Trassierung, dann ist es weitergegangen. Wir haben festgestellt, daß in den letzten zwei Gutachten sehr große Differenzen enthalten sind. Es wurden die Personalkosten mit 350.000 Schilling dort angenommen, tatsächlich betragen sie 1 Million Schilling. Das haben wir festgestellt, haben es überprüfen lassen. Der Strompreis wurde mit einem Schilling angenommen, bei den Königsbergliften ist ein Strompreis von 4,16 Schilling zu bezahlen. Diese Gutachter sind in meinen Augen daher nicht glaubwürdig und es wäre das Sanierungsprogramm auf diese Gutachten hin sicher nicht zustande gekommen. Die Fixkosten von 2,1 Millionen waren in den Gutachten überhaupt nicht berücksichtigt. Außerdem haben die Gläubiger ständig bei uns angerufen und gesagt, wann bekommen wir ein Geld, wir wollen unbedingt ein Geld. Das waren natürlich alles Dinge, die man berücksichtigen mußte, die überprüft wurden.
Und dann kam es zum Gespräch im Dezember beim Finanzminister Dr. Salcher und dieses Gespräch hat eigentlich gar nicht lange gedauert. Wir haben unsere Bedenken dort vorgetragen, es wurde keine Diskussion eröffnet, denn der Finanzminister hat wortwörtlich gesagt, ja, man muß einen Fehler einsehen. Man kann sich einmal vertun, man kann sich verspekulieren, dann muß man aber den Mut dazu haben, Schluß zu machen, bevor man Jahr für Jahr neue Zuschüsse hineingibt und es nie zu einer Sanierung kommt. Daher ist das Gamssteinprojekt dort eigentlich außer Diskussion gestellt worden.
Bitte, wenn ich immer wieder Bad Deutsch-Altenburg, Bad Schönau, auf den Tisch serviert bekomme, dann muß ich darauf sagen, ich habe damals sehr wenig dazu beigetragen. Ich habe das als Landesrat übernommen, bin aber vollkommen davon überzeugt, denn ich habe aus den Akten gesehen, wie gut sich die beiden Anstalten entwickelt haben. Und wenn man von Bad Deutsch-Altenburg spricht, dann darf man nicht vergessen, daß dort vorher ein Textilbetrieb mit fast 500 Arbeitnehmern geschlossen wurde. Es war dann ein Eumigbetrieb, der wurde wieder geschlossen und die ganze Infrastruktur in Bad Deutsch-Altenburg hat zu wanken begonnen. Nur durch den Neubau dieses Hotels hat man das ganze aufgefangen. (Abg. Krendl: Das war zeitlich verschieden!) Nein, das ist die Folgewirkung bitte. Ich spreche jetzt davon, wie sich die Infrastruktur dort entwickelt hat. Sie hat sich gut entwickelt, wir erwirtschaften dort Gewinne. Daß das Land Niederösterreich mit Mehrheit beteiligt ist, hat uns der Rechnungshof vorgeschrieben. Das wurde im Gesellschaftsvertrag eben vollzogen und wir müssen ja auch dort die Gemeinde dementsprechend unterstützen, denn die ist mit einigen Prozenten beteiligt. Also Gemeinde und Land sind die Mehrheitsbeteiligten. In Bad Schönau haben wir die gleiche Situation und ich glaube, auch da müssen wir diesen Weg gehen, weil beide Hotels und beide Kuranstalten über 80% ausgelastet sind. Wir haben dort eine Spitze von Auslastung und wir hoffen auch, daß das für die ganze Region zum Tragen kommt.
Es tut mir persönlich unglaublich leid, wenn ein Betrieb zusperren muß. Als Wirtschaftler muß man aber sagen, man muss real sehen und darf sich da nichts vormachen. Ich möchte mich dagegen verwahren, dass ich mich da politisch beeinflussen habe lassen. Wir haben sämtliche Gutachten durch Wirtschaftsfachleute aufgelistet. Ich kann Ihnen die Gegenüberstellung jederzeit auf den Tisch legen und Sie müssen dann selber sehen, wir haben uns das nicht leicht gemacht. Wir haben auch bereits sämtliche Wirtschaftstreibenden, die noch Forderungen haben, aufgefangen und versuchen hier mit Zinsenzuschußaktionen die Schwierigkeiten zu beseitigen. Es sind natürlich viele dabei, die Forderungen gehabt haben und diese Forderungen dann als Kommanditisten umgelegt haben. Die sind mit voller Länge verantwortlich durch den Gesellschaftsvertrag und hier gibt es natürlich Schwierigkeiten, dieses Problem zu lösen. Ich will noch einmal sagen als Wirtschaftsreferent, daß wir es sehr ernst genommen haben und nicht leichtfertig die Entscheidung Gamsstein getroffen haben. (Lebhafter Beifall bei der ÖVP.)

DRITTER PRÄSIDENT ROMEDER: Die Rednerliste ist erschöpft. Der Herr Berichterstatter hat das Schlußwort.

Berichterstatter Abg. KRENN: Ich verzichte.

DRITTER PRÄSIDENT ROMEDER: Wir kommen zur Abstimmung. (Nach Abstimmung über den Antrag des Finanzausschusses): Mit Mehrheit angenommen.
Ich ersuche den Herrn Abg. Steinböck, die Verhandlungen zur Zahl 401 einzuleiten.
Damit war das Schicksal des Skigebiets besiegelt.
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von gernot »

Ich bin dann in weiterer Folge bei der Suche nach weiteren Infos auf die Seite https://faires-hollenstein.at/woran-wir ... msstein-02 gestoßen.
Hab dann den Verein direkt kontaktiert, ob mit "Gamsstein-02" auf das, ich denke man kann es durchaus Desaster nennen, Projekt in den 70er/80er Jahren angespielt wurde, und bekam ua folgende Antwort:
Für den Gamsstein wurde damals viel in Kauf genommen und das Skigebiet hatte nach meinem Wissensstand nur 2 Saisonen offen; bevor alles rückgebaut werden musste. Auch viele heimische Firmen waren dafür Geldgeber und haben durch den Konkurs ihren Einsatz verloren.

Ich kann Ihnen nur 2 Ausschnitte liefern, die ich digital mit habe. Ich bin erst am Wochenende wieder bei dem Ordner, aus dem ich die Aufnahme gemacht habe. Jedenfalls war auch die Straße nach Lassing (wichtige Verbindung von Hollenstein in die Steiermark) bis zur Errichtung des Skigebietes eine Landesstraße, welche für den einmaligen Ausbau bis zum Skiliftparkplatz dann in Gemeindeeigentum überging. Seither ist diese Straße aufgrund deren Länge und Exponiertheit nur schwer instand zu halten (hohe Kosten). Jedenfalls wissen zu diesem Skigebiet eher die Menschen 60+ in Hollenstein mehr.

mit freundlichen Grüßen

gGR Dipl.-Ing. David Steinbacher

FAIR
Verein Liste faires Hollenstein
Dornleiten 19
3343 Hollenstein/Ybbs
weiters hat er mir zwei Fotos weitergeleitet
20210301_115715.jpg
20210301_115736.jpg
Ich hoffe, ich bekomme nächste Woche noch weitere Infos!
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Re: Neues von Gestern - LSAP am Gamsstein, Niederösterreich

Beitrag von vovo »

Vielen Dank wiederum für die Lieferung der interessanten Infos - in der Hoffnung, dass noch weitere Aufnahmen der Lifte ausgegraben werden können.

Bei Niederösterreichischer Landtag muss ich immer an das hier denken... :wink:

https://youtu.be/_jtUmQjWKTY?feature=shared
Kürzlich reaktivierte Berichte:
Kühtai 2011

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