Wie sich mancher vielleicht schon denken kann, fokussiere ich klar auf SL, DSB und PB insbesondere im Siedlungsbereich und verzichte bewusst auf Weiße Ringe und ähnliche Späße. Gereizt haben mich an Lech einerseits die langen Skirouten bzw. Gleitwege und andererseits ist es doch alpen- bzw. weltweit das Gebiet, das wohl am ehesten vom Flair her dem von mir sehr geschätzten Kleinwalsertaler Talskigebiet nahekommt. Ganz in dieser Liga kann es nicht mitspielen, denn dafür fehlen doch nochmal 2-3 urige Talschlepper und auch so eine richtige Knalleranlage wie der Schlößle. Aber das muss es ja auch gar nicht, und ansonsten spielt es seine Stärken sicherlich im Gelände aus, was bei den aktuellen Verhältnissen kein Thema ist (wobei ich auch eher keine Lust auf den hier scheinbar recht ausgeprägten "first lines" Stress hätte - und bei gutem Firn sind die Hänge vermutlich immernoch zu verspurt aus dem Winter).
Jedenfalls wusste das Ambiente in Lech und speziell Oberlech durchaus zu überzeugen. Das würde nach dem mal angedachten / geplanten (?) Ersatz der DSB Schloßkopf und des 1SL Übungslift Oberlech sicherlich ein Stück weit verloren gehen und die Pisten werden darunter leiden. Die Pistenqualität war nämlich generell an den fixgeklemmten Anlagen recht gut bis gut (Ausnahme: DSB Rotschrofen, da auch durch KSB erschlossen) und an den KSB mies (abgefahren, aufgefahren und glatt - eben wie in jedem anderen Industrieskigebiet auch). Da spielt es auch keine Rolle, dass dort die Wartezeiten gering sind.
Was ist sonst noch (positiv) hervorzuheben:
- Sehr wenig sichtbare Schneianlagen (d.h. mobil) - keine Lanzenalleen wie in Ischgl & Co
- Gar nicht so versnobtes Publikum wie erwartet
- Als Nicht-Erbe erfolgte die Verpflegung aus dem Rucksack. Am Alpinforum-Tipp Salome gab es aber halbwegs bezahlbaren Espresso (3,80 EUR) und freie Plätze inkl. Liegestühle um kurz vor 12 und gegen 15 Uhr (was anderswo voller aussah)
- Parkplatz und Bus im Skipass inkludiert - so relativiert sich der Preis von 78 EUR ein Stück. Beispielsweise zahlt man für die OK-Tageskarte "nur" 68 EUR, muss dann aber fürs Parken extra zahlen (5 EUR oder auch bis 11 EUR bei der Gemeinde) sowie für den Bus (im Extremfall 10 EUR für die Tageskarte) - so relativiert sich das schnell und damit passt das Preis-Leistungs-Verhältnis durchaus.
- Lange Betriebszeiten bis oft 16:30 Uhr (@Nebelhornbahn: So geht es auch)
Statistik (41 Liftfahrten):
1SL Übungslift Oberlech: 8x
2SL Hinterwies: 7x
1SL Flühen: 5x
DSB Schloßkopf: 4x
6KSB Saloberjet: 2x
6KSB Sonnenjet: 2x
4SB Sonnencruiser: 2x
DSB Spielboden: 2x
DSB Körbersee: 2x
10EUB Auenfeldjet: 2x
je 1x DSB Rotschrofen, 8KSB Weibermahd, 6KSB Petersboden, 80PB Rüfikopfbahn 2, 1SL Schafalp
(1) am Vortag: Langlaufen im Lechtal (2) am Vortag: Langlaufen im Lechtal (3) Nett kupierte Piste am Sonnencrusier, schnell aber auch recht voll. In Warth ist man leider etwas auf den Zug der dämlichen Liftnamen aufgesprungen. (4) Mit Blick zu Hochkünzel und Höferspitze geht es zur Skischaukel Falken, die interessanterweise aus zwei zusammenhängenden DSB besteht (5) In der nördlichen DSB Spielboden mit nett aussehender Skiroute - nicht mehr geschafft. Vermutlich auch auf der härteren Seite (6) Abfahrt an der südlichen DSB Körbersee - ruhige Ecke hier (7) Abfahrt zum schönsten Platz Österreichs 2017 (8) dito mit Widderstein-Blick (9) Blaue Variante hier, etwas arg langsam (10) Abfahrt an der Spielboden DSB (11) Stilleben am Hochtannbergpass (12) DSB Rotschrofen mit netter Trasse (13) Die Piste leider auch hier überfüllt (14) Daher eben die Skiroute Bergeralpe - nette Buckelpiste und unten etwas aufgefirnt. Ein riesiger Buckelpistenfan werde ich trotzdem nicht mehr werden (natürlich auch mangels Technik und Kraft) (15) Rückblick; für die Schönwetter-Präparierung fehlt Schnee (16) Nun also nach Oberlech (17) Übungslift Oberlech, schöne urige Anlage von 1963. Hätte mit Kurzbügeln natürlich noch mehr Style
Piste nicht spektakulär und mit 90 HM recht kurz, aber ganz nett (18) Punktabzug gibt es für den klobigen Container am Ausstieg. Da gehört eine Holzhütte hin! (19) Zoom zum Flühenlift und dem leider still gelegten Schwarzwandlift, wo es später noch hingeht (20) Nette Skiroute in Oberlech, wenn auch in der Zufahrt arg langsam (21) Schöne Piste am Schloßkopf, unten raus jedoch mit einigen fiesen Eisplatten - obwohl nicht abgefahren. Könnte vielleicht an der erfolgten Lanzenbeschneiung liegen? (wobei die Lanzen wie erwähnt danach abgeräumt wurden) (22) Bei der Aussicht kommt ein wenig Luggi-Leitner-Feeling auf (23) Unten gehts durch einen Tunnel mit etwas schieben zur DSB. Eine Straßen- und Flussquerung hat man auch nicht alle Tage (24) In der gemütlichen DSB, hervorzuheben sind die schönen grünen Stützen. (25) Wieder am Übungslift (26) In Downtown Oberlech ist etwas mehr los (27) Nun Querung über teils abgerutschte Pisten des Lecher Haupthanges... (28) ...zum schönen und flotten Hinterwieslift. Beste Piste des Tages, der erste pistenfirnähnliche Zustand dieses Jahres (wenn auch noch nicht so wässrig-schmierig-zischend wie im Frühjahr) (29) Weitere Piste (30) Aus dem Lechquellengebirge geht es jetzt hinüber in die Lechtaler Alpen, genauer zum netten Flühenlift von 1964. Mit 80 HM wiederum recht kurz und lahm, aber dafür ist die Piste sehr griffig und eigentlich heute die beste Piste zum Genusscarven. Los ist abgesehen von wenigen Anfängern (auf die hier natürlich voll Rücksicht zu nehmen ist) nichts. Erinnert ein bisschen an den Ideallift in Riezlern. (31) Am stillgelegten Schwarzwandlift - leider kommt man nicht direkt zur PB sondern muss etwas außenrum (bei mir links) laufen. Im Alpinforum wurde für die PB ein Zeitfenster von 12-14 Uhr empfohlen. Um Punkt 14 Uhr gehts ganz ohne Wartezeit hoch. (32) Oben pfeift der Föhn (33) Mit tollem Lechquellen-Panorama (Mehlsack, Rote Wand, Johannesköpfe, Hochlicht, Braunarl, Mohnenfluh) gehts landschaftlich sehr reizvoll zur Skiroute Langer Zug. (34) Der Zubringer-Tellerlift (35) Skiroute Langer Zug, die nach der - im Allgemeinen zuverlässigen - Hangneigungskarte 30-35 Grad (d.h. max. 70%) steil ist, was etwas unter den angegebenen bis zu 80% liegt. (36) Oben noch hart, wird es hier ziemlich glatt, sodass ich aus Sicherheitsgründen teilweise abrutsche. Der Reiz liegt heute nicht so sehr in diesem steilen Mittelteil, sondern im Beginn und Ende der Route (37) Unten raus geht's sehr idyllisch weiter... (38) ...nach Lech, mit ein wenig schieben (39) Sprung wieder nach Warth: Zum Abschluss gehts die Skiroute (Gleitweg) runter nach Schröcken (40) Die Gleiterei weiß landschaftlich zu überzeugen (41) Sehr schön kommt man hier in Schröcken raus, mit dem 16.19 Uhr Bus gehts wieder (alleine) auf die Passhöhe hoch; der für längere Zeit letzte Bus wäre um kurz nach halb 5. (42) Nach über 8 Stunden gehts wieder ins Lechtal hinunter (43) Statistik