Bei 5h40min Fahrt aus Luxemburg und strahlendem Wetter, startete ich extra früh um noch von einem schönen Nachmittag profitieren zu können. Meine Skigebietswahl fiel auf Melchsee-Frutt, da das Gebiet kleiner ist und für nen halben Tag womöglich ausreicht, außerdem ist das Gebiet bereits seit langem auf meiner To-do Liste.
Da es Freitags war erwartete ich nicht allzu viele Besucher.
Angekommen um 11:30 auf der Stöckalp konnte ich zwar nur mit Mühe einen Parkplatz nahe am Lift ergattern. Oberhalb von 800m herrschte klarer Himmel. Die Temperatur lag unten im Tal weit unter dem Nullpunkt und es lag genug Schnee. Die Schneequalität war insgesamt überall im Gebiet pulverig und fast nie vereist (außer einigen Stellen der schwarzen 2 am Bonistock).
Von den Pisten war alles offen, nur der Schlepper am Bonistock hatte zu.
Laut Garmin Tracking, fuhr ich an dem Tag 5h15min, 45 Pistenkilometer auf ~18 Abfahrten, 7005 Höhenmeter und einer max. Geschwindigkeit von 87,8km/h
Nachmittagsskipass gekauft und los ging es.
Anstatt mit der Gondelbahn hoch zu fahren entschied ich mich die Sessellifte bis zum Bonistock zu nehmen. Bin noch nie vorher einen kuppelbaren Zweiersessel gefahren, schon eine interessante Bahn (hat sogar eine Kurve in der Mitte). Ich war fast der einzige Mitfahrer auf dem Lift und auch die Pisten darunter waren wie leer
Hier die Kurve des Liftes, wird wohl bestimmt im Sommer auch als Mittelstation genutzt, mit Skiern durfte/konnte man hier nicht aussteigen
Nun folgte noch ein zweiter kuppelbarer Zweiersessel zur Bettenalp und dann ein kuppelbarer Vierer bis zum Bonistock.
Oben angekommen begrüßte einen eine super Aussicht bis zum Titlis und ebenfalls ins vernebelte Tal Richtung Norden.
Die erste Abfahrt des Tages war die schwarze 2, welche noch recht wenig zerfahren war. In der Hälfte gab es einige eisige Stellen aber sonst war die Piste sehr spaßig zu fahren.
Da es so toll war und ich den Flow nicht unterbrechen wollte fuhr ich direkt weiter die schwarze 4 runter zum Cheselenfirst. Eine sehr interessante Piste, abwechslungsreich und teils herausfordernd beim steileren & leicht eisigen Schlussstück.
Das Steileres Schlussstück. Die Piste war fast leer und noch wie unbefahren.
Danach wurde die schwarze 3 ausprobiert, welche mir bis dahin fast am besten gefiel und es folgten einige Wiederholungsfahrten auf der 3, 4 und 2
Die Terrasse am Bonistock ist auch echt einen Besuch wert bei dem top Panorama! Ebenfalls war fast nur die Hälfte der Tische besetzt.
Nun wollte ich aber auch mal den südlicheren Teil des Skigebietes erkunden, aber da ich grad am Bonistock war wollte ich unbedingt die Gelegenheit nutzen die lange ununterbrochene Abfahrt bis ganz runter zur Stöckalp (wenn ich nicht irre 7-8km) zu fahren.
Das obere Stück bis zum Melchsee ist gemütlich und zu geniessen.
Vorbei geht es an den Chalets und Hotelanlagen
Ab der Bergstation der Gondelbahn kommen auch noch Schlittenfahrer auf der Piste hinzu, denen man regelmässig ausweichen muss.
Was ich auch toll fand war, dass man oft die Wahl hatte den gemütlichen Weg mit den Rodler zu fahren oder rote/schwarze "Abkürzungen" zu fahren:
Hier eine der spannenderen Abkürzungen
Jetzt ging es mit der Gondelbahn wieder hoch zum Melchsee/Distelboden mit dem Seilzug in Richtung der Pisten Erzegg und Balmeregg. Das kleine Hochplateau ist landschaftlich einfach herrlich:
Die Pisten am Erzegg waren ein Traum. Hier waren zwar etwas mehr Leute als am Bonistock aber es lies sich verdammt gut fahren. Super Pisten. Die Pisten sind für den späten Nachmittag noch sehr frisch, kein Eis, keine Buckel und nicht zu viele Leute.
Die westlichen Abfahrten am Erzegg waren besonders toll und teilweise noch weniger befahren.
Am ruhigen und fast menschenleeren Balmeregg war es ein purer Genuss. Ob der lange Schlepper und die Steilheit am Anfang der Pisten dort wohl die meisten abschreckt?
Oben am Balmeregg hatte man eine tolle Aussicht auf ein kleines verborgenes Tal was förmlich auf eine Freeride-Tour einläd, hab jedoch weder Ausrüstung noch Erfahrung in dem Bereich haha. Also im nächsten Leben gerne.
In Richtung Süden:
Mehrere Wiederholungsfahrten später ging es dann wieder Richtung Melchsee, mittlerweile ist das kleine Feriendorf komplett im Schatten.
Mit dem Aufzug ging es zu einer kleinen Aussichtsplattform bevor es weiter ging.
Nun ging es nochmal eine schöne Abfahrt zu den Sesselliften am Cheselenfirst um nochmal zum Bonistock zu fahren. Oben gabs dann ein gutes Feierabendgetränk.
Zum Schluss nochmal die lange Talabfahrt bis ganz runter.
Also insgesamt hätte der Skitag nicht besser sein können und bin sehr zufrieden. Perfekte Konditionen, eine schöne und abwechslungsreiche Auswahl an Pisten und nur wenig Betrieb. Auch Nicht-Skifahrer kommen hier voll auf ihre Kosten.
Von der Landschaft her ist Melchsee-Frutt besonders top. Bezüglich der Grösse, reicht es für einen halben Tag. Ob die Verbindung mit dem Hasliberg irgendwann kommt? (die Verbindung zum Engstlenalp/Jochpass ist ja wohl gestorben)
17.01.2025 Melchsee-Frutt, idealer ruhiger Ski-Nachmittag
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Re: 17.01.2025 Melchsee-Frutt, idealer ruhiger Ski-Nachmittag
Toller und sehr ausführlicher Bericht, der sich auch mit meinen Erfahrungen weitgehend deckt. Die Meinungen über das Skigebiet gehen ja aufgrund der Aufteilung schon sehr weit auseinander. Aber die Landschaft ist schon toll da oben.
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