Den bisherigen Ermittlungen zufolge war die Leiche von Angelo Frassi, der am Morgen des 28. Dezember von der Spitze eines Liftpfeilers sieben Meter in die Tiefe gestürzt war und sich dabei tödliche Verletzungen zugezogen hatte, verstellt worden, um einen tragischen, aber „fast natürlichen“ Tod vorzutäuschen.
Die Bemühungen der Ordnungskräfte zeigten bald Früchte. Entgegen den Erstaussagen war Angelo Frassi nicht einem Herzinfarkt oder einer plötzlichen Übelkeit erlegen, sondern an den Folgen eines Sturzes aus etwa sieben Metern Höhe gestorben. Letzten Erkenntnissen zufolge war er bis auf die Spitze eines Liftpfeilers geklettert, um einen plötzlich aufgetretenen Defekt zu beheben, wobei er jedoch den Halt verloren hatte. Der Pfeiler hatte keinen Schutz, und Frassi war für diese Art von technischen Eingriffen nicht ordnungsgemäß ausgebildet worden. Laut dem Autopsiebericht, der die bisherigen Ermittlungsergebnisse zum Tod des 67-Jährigen stützt, hatte ein Sturz aus großer Höhe seinen Brustkorb zerquetscht und eine tödliche Verletzung seines Herzens verursacht.
Um den tödlichen Arbeitsunfall von Angelo Frassi, der massive Sicherheits- und Ausbildungsmängel offengelegt und den Liftbetreibern daher große Schwierigkeiten bereitet hätte, zu vertuschen, wäre den Anschuldigungen zufolge Frassis Leiche vom Aufprallort unter dem Pfeiler zum späteren Fundort vor dem Lifthäuschen gebracht worden.
Seit dem folgenreichen Auffliegen des vertuschten Arbeitsunfalls gehen in Pisogne daher Existenzängste um. „Was wird nun aus unserem Gebiet?“, fragen sich viele Einheimische, die direkt oder indirekt vom Skitourismus abhängen.
Tragisch und nicht schön.
Wie kann der gestorbene Mitarbeiter aber aus 7m Höhe abgestürzt sein? Das Skigebiet hat nur einen SL und ein Förderband.
Eine SL-Stütze ist doch maximal bis zu 5m hoch. Leider reicht wohl auch das für einen tödlichen Unfall.
Für das Dorf ist dieser Unfall und die "Geschehnisse" darum herum doppelt schlimm.
Einerseits wegen dem Tod des Mitarbeiters, aber andererseits wegen den drohenden Konsequenzen. Wenn das Mini-Skigebiet zugemacht würde, wäre das für viele Dorfbewohner und Geschäftsleute negativ. Man glaubt gar nicht, was an so einem Lift alles dranhängt...
Zuletzt geändert von Mt. Cervino am 31.01.2025 - 23:00, insgesamt 1-mal geändert.