St. Anton am Arlberg - mit Varianten Waldschneise & Milchböden | 02.02.2025

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Gleitweggleiter
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St. Anton am Arlberg - mit Varianten Waldschneise & Milchböden | 02.02.2025

Beitrag von Gleitweggleiter »

Ein weiteres sonniges Wochenende bot dann doch nochmal die Gelegenheit am Arlberg vorbeizuschauen, diesmal im Bereich St. Anton nach günstiger Übernachtung im Inntal. Dank der guten Autobahnanbindung ging das morgens und nachmittags auch komplett staufrei - zumindest in Tirol.

Wiederum fokussiere ich klar auf ausgewählte interessante Bereiche. Neben den Pisten dazu mit Waldschneise und Milchböden zwei etwas längere Varianten. Diese sind mässig steil (unter 30 Grad) und damit vergleichsweise einfach und - außerhalb von Frühjahrsverhältnissen - vergleichsweise relativ lawinensicher.
Beide Varianten sind zwar südseitig und an einem sonnigen Wintertag - einige Tage nach Neuschnee - darf man auf dieser Exposition natürlich keinerlei Erwartungen an die Schneequalität haben zumal es natürlich schon ziemlich zerfahren ist. Anstatt dem Schwunggenuss stehen hier aber Landschaftserlebnis und "Abenteuerlust" im Vordergrund. Die eigentlichen Hänge sind mit etwa 200 Höhenmeter auch relativ kurz, sodass das gar nicht allzu tragisch ist. Prägend sind nämlich lange Gleitfahrten in angenehmer Steigung über Wald und Wiese, was ich doch sehr reizvoll finde - zumal wenn man wie bei der Milchböden-Variante in einem ganz anderen Tal herauskommt und der Bus einen zurück ins Kerngebiet bringt.

Auffallend war das sehr internationale (und teils lautstarke) Publikum; Deutsche waren gefühlt in der Minderheit. Die Hochsaison (wenn auch noch nicht die Höchstsaison) hat begonnen, was sich auch durch starken Reiseverkehr am Samstag geäußert hat. Schon die alternative Zufahrt über den Walchensee war gut befahren, zum ersten Mal überhaupt (Winters wie Sommers) gab es sogar vor Scharnitz stockenden Verkehr mit 15 Minuten Zeitverlust. Der vorherige Samstag war wohl der letzte, wo man hier noch halbwegs gut durchkommen konnte.

Wartezeiten waren einmal ca. 7min am Zammermoos, sonst mal 2-3min an Anlagen wie dem Schindlergrat. Wie erwartet war der Rendl am Nachmittag recht leer, wenn auch nicht sehr leer. Leider muss man für die - subjektiv gesehen - interessanten Teile des Gebietes doch relativ viel uninteressante, da abgefahrene, Pisten durchqueren - da sind die interessanten Bereiche in Lech doch deutlich kompakter beisammen.
Parken kostet hier leider extra (7 EUR an der alten Rendlbahn). Überhaupt scheint es gar nicht so viel Parkkapazität zu geben - ich war früh dran und da hat sich das schon rasch gefüllt.

Für den Walchlift in Stuben hat es leider nicht mehr gereicht, hier hätte es südseitig sicherlich leckeren Pistenfirn gegeben. Aber man kann eben nicht alles haben.

Punktabzug gibt es für die allgegenwärtigen Strommasten - hätte man hier nicht die Mittel, das mal in die Erde zu verlegen?

Und ja, irgendwann fahr ich hier (bzw. generell am Arlberg) auch mal nach Neuschnee, wenn auch der 'first lines Stress' mich hier etwas abschreckt. Dann auch mit klarem Fokus auf 1-2 Hänge und wenn mittags alles zerfahren ist geht's an die SL.

Statistik:
1SL Maiensee: 7x
4KSB St. Christoph: 4x
28FUT Galzig: 2x
10EUB Schindlergrat: 2x
DSB Riffelbahn 1: 2x
je 1x 4KSB Zammermoos, 6KSB Arlenmähder, 10EUB Albona 2, 8 EUB Rendl, DSB Riffelbahn 2

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(1) am Vortag: Langlaufen in Scharnitz
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(2) Erste Abfahrt nach St. Christoph
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(3) Mit etwas frischer Kunstschneeauflage sehr gut zu fahren
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(4) Blick ins Schindlerkar
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(5) am Schindler mit Blick zu Fangekarspitze & Kuglaspitze Westgipfel
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(6) Schindlerkar
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(7) Steißbachtal, nette Carvingpiste
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(8) Espressopause in St. Christoph. Schön ist der Ort halt nicht.
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(9) Der lässige Maienseelift, sehr coole Anlage. Andrang und damit Pistenqualität schon durchaus schlösslemäßig - daher natürlich auch nur einer in Betrieb. Ein Doppel-Tellerlift ist schon auch kurios. Hat 3 Varianten, hier der rassige Steilhang
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(10) Von oben
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(11) Weitere schön kupierte Variante
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(12) Noch eine Variante
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(13) Nun in der Waldschneise-Variante, die ich über die St. Christoph-Piste beginne, da nicht ganz klar ist ob die Spur vom Maiensee-SL auch zielführend wäre (was sie ist)
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(14) In Höhe der SL-Bergstation, links am See vorbei ginge auch eine Spur. Den See würde ich halt nicht befahren wollen..
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(15) Nun in der Waldschneise, der in Abfahrtsrichtung gesehen rechtesten und flachsten Variante. Wie gesagt, steht der Kurvenfahrgenuss nicht unbedingt im Vordergrund. Wenigstens ist es hier endlich mal angenehm warm und die Handschuhe können ausgezogen werden, nachdem es oben - auch ohne größere Kälte oder Wind - doch gefühlt ziemlich kalt ist.
Und so sumpfig wie im Frühjahr ist es auch nicht, sondern im Prinzip ist der letzte Neuschnee feucht, aber auf weitgehend kompakter Unterlage. Daher kommt man mit etwas Arbeit schon durch.
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(16) Übergang in die (subjektiv) schöne lange Querfahrt
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(17) Rückblick
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(18) Impression aus der Querfahrt
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(19) Hier kommt eine breitere und steilere Variante raus
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(20) Netter sonniger Rastplatz
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(21) Rückblick, natürlich geht's auch hier nicht ohne Strommasten
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(22) An dieser Straße ist kurz schieben bzw. laufen angesagt
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(23) Hier kommt man wieder auf die Piste bzw. gepistete Route
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(24) Talabfahrt, schon einiges los hier
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(25) Nun geht's über die berüchtigte Piste 100 zur Albona - war aber gar nicht so schlimm, wenn auch eher ein notwendiges Übel
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(26) Albonagrat selber ist eine Enttäuschung - die sehr schmale Piste an der DSB ist bereits stark abgefahren (wohl doch keine ganz so ruhige Ecke hier wie erwartet). Daher direkt auf die Michböden-Variante ins Verwalltal.
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(27) Zu Beginn sogar mal so etwas wie fast schon spaßige Schwünge
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(28) Weiterer Verlauf. Da die Hänge breiter, flacher und weniger verspurt sind als die Waldschneise, kommt sogar trotz des feuchten Schnees ein wenig Fahrfreude auf.
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(29) Rückblick; die Wächte könnte bei mehr Schnee etwas tricky sein
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(30) Übergang in die lange Querfahrt
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(31) Seitenblick in den Talgrund, auch die Hänge wurden bespurt
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(32) Schöne Fahrwegpassage
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(33) Kurze Bachquerung
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(34) Hier ist dann mal etwas Schieben angesagt, aber nix dramatisches (für Skifahrer)
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(35) Rückblick
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(36) Zuletzt über die Langlaufloipe...
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(37) ...kommt man am Wagnerhaus raus, wo der Bus (4 EUR) alle 20 Minuten zurück nach St. Anton fährt. Mit kurzen Pausen dürfte die Abfahrt eine knappe halbe Stunde gedauert haben, es sind auch streckenmäßig beachtliche 5,5 km. Wartezeiten auf den Bus kann man aber gut in der Hütte bei einem Getränk überbrücken. Der Bus ist dann auch relativ gut mit Freireitern gefüllt. Dankenswerterweise werden wir auch ziemlich nahe an der Piste rausgelassen, normalerweise müsste man wohl in den Bus Nr. 3 umsteigen.
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(38) Nun Sprung an den Rendl, wo es ziemlich leer, aber nicht sehr leer ist. Die Pisten sind leicht bis moderat abgefahren und damit recht hart, aber eben naturschneehart. Mit Sicherheit aber deutlich besser als an den meisten Pisten des Kerngebietes.
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(39) Am Riffelkar 1
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(40) Nochmal oben am Riffelkar 2 mit Blick ins rückseitige Variantengebiet
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(41) Tolle Ausblicke hier
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(42) Die Riffelkar-Buckelpiste, eine Buckelpiste am Tag darf's schon sein
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(43) Die Sonne ist hinter Augstenbergkopf und der Großen Sulzspitze verschwunden
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(44) Wieder unten, man kommt direkt am Parkplatz (alte Rendlbahn) raus, auch wenn das letzte Stück nicht mehr präpariert ist. Die Talabfahrt ist so eine typische Abfahrt, die in den Wald hineinmodelliert wurde. In den Steilstücken auch ziemlich glatt, hier merkt man dann die Beschneiung.
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(45) Übersicht
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2023/24: 24 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 2x Zugspitze,Kappl/See, Fendels, Spitzingsee, je 1x Adelharz/Buron, Balderschwang, Hintertux
2022/23: 17 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 1x Venet, Kampenwand, See, Hintertux
2021/22: 24 Tage - 19x Kleinwalsertal, 1x Bödele, 1x Kranzberg, 2x Kitzbühel, 1x See
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2019/20: 8 Tage - 6x Kleinwalsertal, 1x Fendels, 1x Skijuwel
2018/19: 8 Tage - 4x Kleinwalsertal, 2x Hündle, 1x Venet, 1x Kitzbühel
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