Das Wetter spielt ja gut mit
Alpenquerung Ost-West auf Schienen und Ski 2025
Forumsregeln
Bitte beachte unsere Forum Netiquette
Bitte beachte unsere Forum Netiquette
-
Onlinefreeriderin
- Großer Müggelberg (115m)
- Beiträge: 305
- Registriert: 18.09.2007 - 09:40
- Skitage 25/26: 0
- Hat sich bedankt: 278 Mal
- Danksagung erhalten: 151 Mal
- Kreon100
- Rigi-Kulm (1797m)
- Beiträge: 1934
- Registriert: 26.10.2016 - 16:29
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Hamburg
- Hat sich bedankt: 757 Mal
- Danksagung erhalten: 862 Mal
Re: Alpenquerung Ost-West auf Schienen und Ski 2025
So, kurzer Bericht:
Jetzt gerade in Fieberbrunn angekommen und habe da ein schönes Anlegerbier, bis der Bus kommt. Also gestern hat alles prima geklappt, skiamade ja praktisch mein Hometurf. In Schladming eingestiegen einmal Talabfahrt und dann rüber nach Pichl gearbeitet. Dort in den Zug nach Radstadt und mit dem Bus nach Flachau, weiter rüber geschaukelt nach Alpendorf, Bus nach Großarl, auf Ski nach Dorfgastein, das mache ich mittlerweile in Schlaf.
Heute morgen dann mit Schienenersatzverkehr nach Schwarzach und im Zug nach Zell am See. Komplett alles abgefahren, Zell am See, Leogang, Saalbach Hinterglemm, dort besonders schön der 12erKogel. Tatsächlich mit der letzten Gondel um 15:30 Uhr (
) nach Fieberbrunn, hatte mich da etwas verzettelt. Einmal noch in Fieberbrunn die neue Gondel ausprobiert. Perfekter Skitag, Rucksack ist noch etwas schwer, weil bei den milden Temperaturen ich viele Klamotten rum schleppe. Wird die Tage besser werden.
Jetzt gerade in Fieberbrunn angekommen und habe da ein schönes Anlegerbier, bis der Bus kommt. Also gestern hat alles prima geklappt, skiamade ja praktisch mein Hometurf. In Schladming eingestiegen einmal Talabfahrt und dann rüber nach Pichl gearbeitet. Dort in den Zug nach Radstadt und mit dem Bus nach Flachau, weiter rüber geschaukelt nach Alpendorf, Bus nach Großarl, auf Ski nach Dorfgastein, das mache ich mittlerweile in Schlaf.
Heute morgen dann mit Schienenersatzverkehr nach Schwarzach und im Zug nach Zell am See. Komplett alles abgefahren, Zell am See, Leogang, Saalbach Hinterglemm, dort besonders schön der 12erKogel. Tatsächlich mit der letzten Gondel um 15:30 Uhr (
Zuletzt geändert von Kreon100 am 29.03.2025 - 14:35, insgesamt 4-mal geändert.
Rossignol Hero Elite ST TI (2023) 167 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
↓ Mehr anzeigen... ↓
-
Onlinefreeriderin
- Großer Müggelberg (115m)
- Beiträge: 305
- Registriert: 18.09.2007 - 09:40
- Skitage 25/26: 0
- Hat sich bedankt: 278 Mal
- Danksagung erhalten: 151 Mal
Re: Alpenquerung Ost-West auf Schienen und Ski 2025
Na, da haben wir uns heute knapp verpasst - war heute ebenfalls in Fieberbrunn. Aber nur vormittags
Haha, kann mir vorstellen, dass du deine Klamotten lieber in den Rucksack packst als anzuziehen
Gute Weiterfahrt!
Haha, kann mir vorstellen, dass du deine Klamotten lieber in den Rucksack packst als anzuziehen
Gute Weiterfahrt!
- Kreon100
- Rigi-Kulm (1797m)
- Beiträge: 1934
- Registriert: 26.10.2016 - 16:29
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Hamburg
- Hat sich bedankt: 757 Mal
- Danksagung erhalten: 862 Mal
Re: Alpenquerung Ost-West auf Schienen und Ski 2025
Und weiter geht's: Start in Kitzbühel am Hahnenkamm. Gleich mal die Streif runter, schon irre, wenn man an der Kante zum Sprung an der Mausfalle steht. Piste war wegen Europacup Rennen gesperrt, aber so konnte man mal aus nächster Nähe "2. Liga" gucken. Leider nicht viel Zeit gehabt, war ja nicht zum Spaß da. Also habe ich lieber ein paar schöne lange Talabfahrten gemacht nach Kirchberg und am Pengelstein, dann aber um ca 11:30 rüber zum Ki-West.
Dort wie bisher noch jedes Mal etwas verzettelt. Die blöde Bahn auf die Choralpe ist nicht leicht zu finden. Aber egal, irgendwann dann doch rüber gefunden und eigentlich wollte ich mal bis Going kommen, aber in Elmau hatte ich die langsamen Lifte dort gesehen und bin dann doch lieber schon zurück, musste ja gegen 16:30 in Hopfgarten sein.
Jetzt im Zug nach Einsiedeln, morgen Mythenregion, bisschen Schongang, bevor ich es dann übermorgen in Wengen krachen lassen.
Dort wie bisher noch jedes Mal etwas verzettelt. Die blöde Bahn auf die Choralpe ist nicht leicht zu finden. Aber egal, irgendwann dann doch rüber gefunden und eigentlich wollte ich mal bis Going kommen, aber in Elmau hatte ich die langsamen Lifte dort gesehen und bin dann doch lieber schon zurück, musste ja gegen 16:30 in Hopfgarten sein.
Jetzt im Zug nach Einsiedeln, morgen Mythenregion, bisschen Schongang, bevor ich es dann übermorgen in Wengen krachen lassen.
Zuletzt geändert von Kreon100 am 29.03.2025 - 14:37, insgesamt 2-mal geändert.
Rossignol Hero Elite ST TI (2023) 167 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
↓ Mehr anzeigen... ↓
- Seilbahnjunkie
- Cho Oyu (8201m)
- Beiträge: 8289
- Registriert: 11.07.2004 - 12:45
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Innsbruck
- Hat sich bedankt: 766 Mal
- Danksagung erhalten: 845 Mal
Re: Alpenquerung Ost-West auf Schienen und Ski 2025
Man liest gar nichts mehr von dir, wie läuft denn die Tour? Oder suchst du immer noch verzweifelt die Coralmbahn?
- rush_dc
- Rigi-Kulm (1797m)
- Beiträge: 1798
- Registriert: 29.10.2007 - 20:06
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: ja
- Ort: Dornbirn
- Hat sich bedankt: 499 Mal
- Danksagung erhalten: 984 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Alpenquerung Ost-West auf Schienen und Ski 2025
Ja schade, ich kann mir aber denken, dass das sicher etwas stressig ist hier auch noch zum schreiben und zum dokumentieren.
- Kreon100
- Rigi-Kulm (1797m)
- Beiträge: 1934
- Registriert: 26.10.2016 - 16:29
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Hamburg
- Hat sich bedankt: 757 Mal
- Danksagung erhalten: 862 Mal
Re: Alpenquerung Ost-West auf Schienen und Ski 2025
Edit: Habe das hier raus genommen, ist ja sonst doppelt
Liebes Forum,
Sorry, wie richtig vermutet, war das doch ganz schön stressig zuletzt. Und um es vorweg zu nehmen, ich bin gut in Nizza angekommen. Der italienische Bahnstreik hat auch noch ziemlich ins Konzept gehauen, wie durch ein Wunder bin ich aber doch von Limone zumindest nach Verona gekommen. Aber der Reihe nach:
(...)
Ich werden den Bericht nach Rückkehr noch mit Bildern und Details versehen. Jetzt muss das leider erst mal so gehen.
Vielen Dank noch mal für die ganzen Tipps und Anregungen hier im Forum, wäre jetzt schon eine riesen Sache.
Liebes Forum,
Sorry, wie richtig vermutet, war das doch ganz schön stressig zuletzt. Und um es vorweg zu nehmen, ich bin gut in Nizza angekommen. Der italienische Bahnstreik hat auch noch ziemlich ins Konzept gehauen, wie durch ein Wunder bin ich aber doch von Limone zumindest nach Verona gekommen. Aber der Reihe nach:
(...)
Ich werden den Bericht nach Rückkehr noch mit Bildern und Details versehen. Jetzt muss das leider erst mal so gehen.
Vielen Dank noch mal für die ganzen Tipps und Anregungen hier im Forum, wäre jetzt schon eine riesen Sache.
Zuletzt geändert von Kreon100 am 30.03.2025 - 15:23, insgesamt 1-mal geändert.
Rossignol Hero Elite ST TI (2023) 167 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
↓ Mehr anzeigen... ↓
- Kreon100
- Rigi-Kulm (1797m)
- Beiträge: 1934
- Registriert: 26.10.2016 - 16:29
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Hamburg
- Hat sich bedankt: 757 Mal
- Danksagung erhalten: 862 Mal
Re: Alpenquerung Ost-West auf Schienen und Ski 2025
Edit: habe den Text hier auch raus genommen, weil sonst im Bericht unten doppelt
Ich überspringe mal St. Moritz (hole ich nach) und berichte kurz vom Finale: Serfaus-Fiss-Ladis....
(...)
Ich überspringe mal St. Moritz (hole ich nach) und berichte kurz vom Finale: Serfaus-Fiss-Ladis....
(...)
Zuletzt geändert von Kreon100 am 31.03.2025 - 01:04, insgesamt 1-mal geändert.
Rossignol Hero Elite ST TI (2023) 167 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
↓ Mehr anzeigen... ↓
- F. Feser
- Administrator
- Beiträge: 10778
- Registriert: 27.03.2002 - 21:04
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Renningen (DE) / Silbertal (AT)
- Hat sich bedankt: 742 Mal
- Danksagung erhalten: 1504 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Alpenquerung Ost-West auf Schienen und Ski 2025
Danke - allein die Zeilen zu lesen macht schon Vorfreude auf den ausführlicheren Bericht mit Bildern
- Kreon100
- Rigi-Kulm (1797m)
- Beiträge: 1934
- Registriert: 26.10.2016 - 16:29
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Hamburg
- Hat sich bedankt: 757 Mal
- Danksagung erhalten: 862 Mal
Re: Alpenquerung Ost-West auf Schienen und Ski 2025
Hier nun also mein kurzer Bericht, wobei ich wegen Zeitdruck leider auf manche Schilderungen aus den obigen Post zurückgreifen muss. Die Tour sollte am 05.03.2025 mit dem Nachtzug Nightjet starten, aber wie schon 2023 gab es auch hier gleich einen Totalausfall. Um 16:00 Uhr erhielt ich eine SMS, "Zug fällt aus". In der deutschen Bahn App, stand, "Ersatzzug wird bereit gestellt" bei der ÖBB nix. Ich also dennoch um 20:07 Uhr ab HH Hbf nach Wien, zunächst wollten die Schaffner des Nightjet die Reisenden nach Wien nicht einsteigen lassen, diese sollten einen anderen Zug nehmen, der dann aber später in Wien ankommen würde. Dann hätte ich aber den Zug an den Semmering verpasst. Also an einer anderen Tür in den Zug geschlichen und mich schlafend gestellt. Hat dann auch keinen mehr interessiert, ich musste nur um 3:00 Uhr in Nürnberg umsteigen mit 1h Aufenthalt in Nürnberg, das war nicht so toll. Ich bin dann tatsächlich in einem Liegewagen gelandet, wo ich auch noch ein paar Stunden Schlaf bekommen habe.
Die Verbindung von Wien zum Semmering ging sich gut aus, Frühstück gab's beim Türken in Wien. Es ist schon beeindruckend, wenn man so aus der Ebene von Wien auf die Alpen zufährt. Semmering hat mir sehr gut gefallen, passte als Einstieg perfekt. Ich war 12:00 Uhr vor Ort, konnte mich schön 3 h auf dem neuen Ski einfahren, ohne Rucksack, den hatte ich in einem Sportgeschäft untergestellt. Nachmittags setzte ich mich in den Skibus zum Bahnhof und genoss einige Stunden Bahnfahrt nach Schladming, wo mich dann doch die Müdigkeit der letzten langen Nacht einholte.
In Schladming hat alles prima geklappt, skiamade ist ja praktisch mein Hometurf. Ich bin an der Planai eingestiegen, einmal Talabfahrt und dann rüber nach Pichl gearbeitet. Dort gegen 11:00 Uhr in den Zug nach Radstadt und mit dem Bus nach Flachau, weiter rüber geschaukelt nach Alpendorf, Bus nach Großarl, auf Ski nach Dorfgastein, das mache ich mittlerweile in Schlaf. Das Erlebnis mal so auf der Durchreise in das Skigebiet zu kommen war dann doch noch mal ein anderes. Als ich mit der ganzen Ausrüstung in meinem Stammlokal das Anlegerbier hatte, war das Staunen groß.
Am nächsten Morgen dann mit Schienenersatzverkehr nach Schwarzach und dort in den Zug nach Zell am See. Da bin ich komplett alles abgefahren, Zell am See natürlich die Trass, Leogang die schöne Talabfahrt in perfektem Sulz und immer so weiter. In Saalbach Hinterglemm war der 12erKogel besonders schön. Tatsächlich erwischte ich so gerade eben die letzte Gondel um 15:30 Uhr nach Fieberbrunn, hatte mich da etwas verzettelt und gar nicht auf die Uhr geschaut. Der Pistendienst war gerade dabei, die Piste zu sperren und das Seil quer zu ziehen, da bin ich wirklich noch so gerade eben durchgehuscht. Die Überfahrt nach Fieberbrunn passte aber dann bequem. Einmal habe ich sogar noch in Fieberbrunn die neue Gondel Streuboden/Lärchfilzkogel ausprobiert. Perfekter Skitag, der Rucksack war allerdings noch etwas schwer, weil ich bei den milden Temperaturen viele Klamotten rum geschleppt habe. Es sollte noch besser werden, später in der Schweiz und in Frankreich war ich froh, noch eine zusätzliche Schichten dabei zu haben.
Am nächsten Tag brachte mich der Zug direkt zur Gondel und zum Start in Kitzbühel am Hahnenkamm. Da bin ich gleich mal die Streif runter, schon irre, wenn man an der Kante zum Sprung an der Mausfalle steht. Die Piste war tatsächlich wegen Europacup Rennen gesperrt, so konnte man mal aus nächster Nähe "2. Liga" gucken. Allerdings hatte ich ja leider nicht so viel Zeit gehabt, ich war ja nicht zum Spaß da, sondern musste gerade an dem Tag auch ein bisschen "Strecke machen". Also habe ich gleich ein paar schöne lange Talabfahrten gemacht nach Kirchberg und am Pengelstein. Die Pisten waren allesamt in gutem Zustand, problemlos konnte man bis ins Tal fahren. Dann aber ging es um ca. 11:30 rüber zum Ki-West. Dort habe ich mich wie bisher noch jedes Mal etwas verzettelt. Die blöde Bahn auf die Choralpe ist nicht leicht zu finden. Auf der Skimap sieht es so aus, als könne man von der Piste 110 einfach zur Mittelstation gelangen. Die war aber gesperrt und ich musste ins Tal abfahren. Aber egal, irgendwann habe ich dann doch rüber zum Wilden Kaiser gefunden und bin gleich auf den Zinsberg und zum Hartkaiser. Eigentlich wollte ich mal bis Going kommen, aber in Elmau hatte ich die langsamen Lifte dort gesehen und bin dann doch lieber schon zurück, musste ja gegen 16:30 in Hopfgarten sein. Der Schnee auf der geöffneten Talabfahrt nach Hopfgarten war stark sulzig, was ich ja sehr mag. Den Spaß hatte ich auch komplett für mich allein, auf der ganzen Talabfahrt, war außer mir kein Mensch mehr unterwegs, traumhaft!
In Hopfgarten wartete ich in einem Bistro/Cafe auf die Abfahrtszeit des Zuges, bei den Temperaturen, gehört ein Bier einfach dazu. Nur durch Zufall hatte ich aber gerade einen Blick auf meine Ski, als ein Holländer die gerade in seinen VW-Bus verstauen wollte. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob der die zocken wollte oder ob er dachte, das wären noch Skier seiner Gruppe. Ich schrie den Typen einmal quer über die Straße an, er soll die Finger weg lassen, er guckte doof, Entschuldigung hielt er nicht für nötig. Komische Situation, das wär's ja gewesen! Keine Ahnung wie ich die Tour ohne Ski hätte weiter angehen sollen. Aber es ist ja noch mal gut gegangen und der Transfer nach Einsiedeln hat wunderbar geklappt.
Am nächsten morgen früh raus, erst mal kleine Klosterkirchen-Besichtigung, noch vor dem Frühstück. Mit dem Bus nach Brunni. Also Mythenregion war ja das kleinste Gebiet auf der Tour, aber was für ein Erlebnis! Dank an das Forum, irgendwo hier hatte ich einen Bericht gelesen und damals gedacht, da will ich auch mal hin. Es war so klasse dort, dass ich leider den Bus um ein paar Sekunden verpasst habe, aus der Gondel 50 Meter vor der Talstation Rickenbach habe ich ihn weg fahren sehen. Die Piste nach Handgruobi war einfach zu schön, die musste ich noch mal wiederholen, auch wenn ich wusste, dass es dann knapp werden würde. Aber gut, die Taktung stimmte, war ich halt eine Stunde später im nächsten Hotel in Wilderswill.
Dann kam für mich das erste hochkarätige Highlight der Tour: Wengen/Grindelwald. Die langen Abfahrten von der Scheidegg nach Grindelwald und natürlich die Lauberhornabfahrt nach Wengen suchen ihresgleichen. Jungfraujoch habe ich auch besichtigt, schon erstaunlich, den Aletschgletscher mal von der anderen Seite sehen zu können. Abgefahren, wer sich dort alles rum treibt, ganz Asien war dort vertreten. Den Nachmittag wurde es auch dort sehr weich, was dann wieder den Vorteil hatte, dass sich das Skigebiet schlagartig leerte. Ich bin dann noch einige Male an der Scheidegg gefahren, um dann gegen 17:00 Uhr den Zug nach Zweisimmen zu nehmen. Eine herrliche Bahnfahrt, zum Glück hatte ich am Kiosk noch zwei Dosenbier für die Fahrt ergattert. Von Gstaad hatte ich vorher eigentlich als Skiort keine Vorstellung, ich kannte den Ort nur aus Legenden über die Finanzwelt. Der Einstieg und Übernachtung war in Zweisimmen. Am Rinderberg bin ich also eingestiegen und gleich zweimal die blaue Talabfahrt nach Zweisimmen gefahren, die Mutter aller blauen Pisten! Ewig lange Abfahrt, mit stetigem Gefälle, breit und nur geradeaus, einmalig! Die Talabfahrt nach Schönried war noch möglich, auch die hat mir sehr gut gefallen. Von dort ging es mit dem Zug nach Gstaad. Gegen Mittag fing es unten dann an zu regnen oben schneite es aber, und erneut war ich dadurch am Nachmittag nahezu der einzige am Berg. Das Skigebiet und vor allem die Abfahrt von La Videmanette nach Rougemont gibt dem Gebiet noch mal einen anderen Charakter. Dort erreichte ich pünktlich den Zug nach Champery, erneut auf einer tollen Strecke mit schönen Aussichten auf den Genfer See und die umliegenden Grand Hotels. Das gibt es so nur noch in der Schweiz.
Starker Kontrast schlug mir dann in Port du Soleil entgegen. Dort war es rammelvoll, insgesamt hat das Gebiet meine Erwartungen nicht nur deswegen etwas untertroffen. Murre Suisse war erst gesperrt, dann justo geöffnet, als ich dort aus dem Sessellift Chavanette gestiegen bin. Die Buckelpiste war aus dem Sulzzustand in der Nacht tief gefroren mit etwas Neuschnee darüber. Mit meinem Rucksack und noch 10 Stationen vor mir, noch dazu bei sehr schlechter Sicht, habe ich daher lieber auf dieses Abenteuer verzichtet. Also habe ich mich gleich in das Gewirr der Ziehwege begeben. Ich hatte schon gelesen, dass man sich Port du Soleil nicht als Skischaukel wie 3 Vallées vorstellen darf, ich habe aber noch nie so viele horizontale Lifttrassen gesehen wie da, zwischendurch sogar mit kurzen Talfahrtstücken. Außerdem war es wirklich brechend voll. So voll kenne ich es in den Ostalpen nur an Weihnachten und Fasching. Es gab zwar keine großen Wartezeiten an den Liften aber sämtliche Pisten waren wirklich gut besucht. Am Nachmittag bin ich dann nach Les Getz rüber, dort war es etwas besser, aber immer noch sehr voll und das Skigebiet hat mich auch dort nicht wirklich angesprochen. Highlight war dann fast das Musikautomaten-Museum, das ich unbedingt empfehlen kann. Tolle Exponate sieht man da, teilweise kann man sogar selbst die Drehorgel bedienen. Die Etappe hat mir insgesamt aber nicht so gefallen, da werde ich jedenfalls nicht unbedingt wieder hinfahren.
Weiter ging's nach einer Übernachtung in Cluses nach Megève und Espace Diamant. Letzteres habe ich vor allem wegen eines kostenlosen Skibus nach Albertville mit eingebunden. Komisches Gebiet ist das aber. Auch Megève würde ich nicht missen, irgendwie in meinen Augen mal wieder total verkorkste Liftführung. Da bekam ich glatt schlechte Laune, noch dazu, weil ich mein Ladegerät für Handy und Tablett in dem vorigen Hotel in Champery verdaddelt hatte und die junge Dame hinter dem Tresen in einer Souvenir Boutique in Megève mir nur eines für 80 € anbieten konnte. Zum Glück habe ich dann doch noch einen Supermarkt gefunden, sogar direkt an meiner Bushaltestelle, wo ich dann eines für 8 € gekauft habe. Mit dem einzigen Bus am Tag ging es dann nach Espace Diamant, was man aber m.E. auch gleich ad acta legen kann. Eigentlich gibt es in dem Gebiet zahlreiche Möglichkeiten, aus Albertville mit dem Bus anzureisen (Hauteluce, Les Saisies), allerdings sind die Abfahrtszeiten überhaupt nicht auf den Skibetrieb abgestimmt. Der Skibus von Crest Volland nach Albertville ist so halb offiziell, aber er funktioniert. Von dort ging es dann mit dem TGV nach Grenoble. Die Stadt hat mir sehr gut gefallen, das war wirklich mal was anderes, da so eine Skiübernachtung zu verbringen. Geselliges Nachtleben, leider hat es wie aus Eimern geschüttet, gute Gelegenheit mal die versprochene Wassersäule der teuren Ski-Klamotte zu testen. Ich blieb tatsächlich darunter trocken.
Dann kam Alp d'Huez. Der ÖPNV ist zwar eine Frechheit, ob da jemand mit dem Bus oder Zug kommt, ist denen völlig gleichgültig. Am liebsten setzt man auf die Anreise per Auto, wozu hat man denn die riesigen Parkplätze gebaut. Morgens um 07:00 Uhr hatte ich aber den Bus am Bahnhof von Grenoble erwischt, der Bus beim Umstieg in Rochetaille kam hingegen einfach nicht, also per Anhalter nach Allemond und in den neuen Oz-Express gestiegen. Und siehe da, wenn man bisschen Pech hatte, muss man ja irgendwann auch mal wieder Glück haben, hier in Gestalt von Sylvain. Bei der ersten Auffahrt hatten wir ein paar Worte gewechselt, in der zweiten Sektion saßen wir wieder zusammen und es entwickelte sich ein Gespräch über meine Tour. Er kam aus Grenoble und fährt seit Jahren in Alp d'Huez. Als ich ihn fragte, wo man am besten hin fährt, meinte er, "Weißte was, wenn es dir nichts ausmacht, fahren wir zusammen und ich zeige dir das Gebiet." Bingo! Besser hätte es nicht laufen können. Ich musste nicht lange die Skimap studieren, ich bin einfach immer hinterher gefahren. Sylvain war ein sehr guter Skifahrer, das passte vom Niveau perfekt. Wie sind von morgens bis Liftschluss gefahren, nur unterbrochen von einer kurzen Rast auf seiner Lieblingshütte, einem kleinen Geheimtipp, wo ich Kalbskopf zu Mittag essen konnte. Das Gebiet war an dem Tag überraschend voll für einen Samstag. Was ich nämlich nicht ahnte, war die gleichzeitige Veranstaltung des Tomorrowland-Festivals, das mal eben 50.000 Leute nach Alp d'Huez geschaufelt hat. Aber Sylvain kannte immer wieder einen Ausweg, wo wir nicht anstehen mussten. Am Nachmittag gab es dann regelrecht Schneetreiben, aber wir hatten immer ausreichende Sicht. Später musste ich ziemlich lange auf den Bus runter ins Tal nach Bourg d'Oisans warten, aber was für ein Knallertag!
Der nächste Tag war dann in Les 2 Alpes vorgesehen und es war traumhaftes Wetter. Ich bin mit dem Skibus sehr früh in Venosc eingestiegen und mit der Gondel in das Skigebiet gefahren. Leider kommt wohl außer mir und ein paar Liftwarten niemand auf diese Idee, die mir auch hier im Forum angeraten wurde. Das sollte man doch deutlich fördern, dass nicht alle Autos da erst hoch fahren müssen. Vom Skigebiet hatte ich eigentlich nichts erwartet und war dann sehr angenehm überrascht. Wenn man es richtig einteilt, kann man ja wunderbar quasi in Kaskaden die unterschiedlichen Gebiete abfahren, Pierre Grosse hat mir am Besten gefallen. Bluebird und Neuschnee haben die Sache abgerundet. Leider musste ich aber schon früh abbrechen, weil ich den Bus in Le Frenney bekommen musste und mir dafür eine kleine Wanderung ausgesucht hatte. Ein Bus fuhr nämlich nicht, also bin ich die gefühlten paar Meter von dem untersten Sessellift Mont de Lans gelaufen. Die Vormittagskarte hatte ich eine Minute vor 13:00 Uhr an der Kasse vom Village 1800 abgegeben und so noch einen Pfand von 10€ gesichert. Ich habe dann dort Mittag gegessen und habe mich ca. um 14:00 Uhr noch mal auf die Talabfahrt nach Mont de Lans begeben, zum Einstieg in die kleine Wanderung. Das sah auf der Karte harmlos aus. Ging auch erst ganz gut, bis ich an ein Schild kam mit Warnhinweis auf "Absturzgefahr!". Na Klasse! Umdrehen war zeitlich nicht darstellbar, also musste ich durch diese etwas exponierte Stelle durch. War nicht riskant, aber mit Gepäck, Skiern und Skistiefeln hätte ich da gerne drauf verzichtet. Es hat aber geklappt und so war es dann ein schönes Abenteuer. Den Bus nach La Grave und Briançon habe ich so gerade noch geschafft, Unterkunft war dann in Gap. Der Bus fuhr dabei durch La Grave, was ja als mögliche Variante angedacht war. Am Morgen waren auch einige dorthin vom Gletscher aufgestiegen, aber bei Lawinenwarnstufe 3, einer immer noch defekten Gondel und kenerlei Ortskenntnis kam das für mich nicht in Frage. Bei der Durchfahrt durch den Ort konnte ich sehen, dass das Seil der Seilbahn immer noch schlaff herab hing.
Von Gap gelangte ich dann mit dem Bus morgens nach Barcelonette und dann weiter mit dem Skibus nach Pras Loup. Das hat mir erneut sehr gut gefallen, diesmal hatte es tags zuvor frisch geschneit und den Ort in ein Wintermärchen verwandelt. Auf Ski ging es dann durch das mir aus der Alp-X 2023 bekannte Espace Lumière, diesmal aber eben mit sattem Neuschnee. Ein wirklich schönes Gebiet, das eine perfekte Verbindung aus den Alpen nach Nizza darstellt. Hinzukommt die Zugverbindung mit der legendären Chemin de Fer de Provence, die mal wieder abenteuerliche Streckenführung hatte. Die Verbindung mit dem Bus hat auch prima geklappt, allerdings hatte ich mir entweder die Abfahrtszeit falsch notiert oder aber einen veralteten Fahrplan geschaut. Der Busfahrer schimpfte wie ein Rohrspatz, eigentlich hätte er schon vor 5 Minuten weg sein müssen, also habe ich da mal wieder ziemlich Glück gehabt. Das war die einzige mögliche Verbindung nach Nizza. Abends bin ich dann doch irgendwann in Nizza angekommen und natürlich gleich noch mal ans Meer. Das ist schon was besonderes, wenn man nach den Surren der Liftanlagen auf einmal die Wellen rauschen hört.
Für die Ankunft in Nizza hatte ich einen Tag Pause, ohne Skifahren geplant. Am nächsten Morgen stand daher nur ein bisschen Bummeln durch Nizza und Mittagessen am Strand auf dem Programm, Meeresfrüchte auf einer Skitour, wo gibt es denn so was? Das hat schon was! Nachmittags gegen drei Uhr dann den Zug nach Limone genommen, die Strecke ist ebenso spektakulär mit Schleifen und Tunneln, bis es kracht. Immer wieder sieht man plötzlich am Gegenhang eine Bahnstrecke und wundert sich, wo diese Gleise wohl hin führen, nur um sich dann 10 Minuten später genau auf dieser Trasse wieder zu finden. Unglaublich wie die Ingenieure damals es geschafft haben, die beachtliche Höhendifferenz auf so kurzer Strecke zu überwinden. Am Abend kam ich aber heile in Limone an, nicht ohne im Lautsprecher noch einen Hinweis auf den spontanen Warnstreik der Bahngewerkschaft zu hören, na spitze ausgerechnet an dem Tag, wo ich eine richtig lange Strecke im Zug geplant hatte, fuhren keine Züge mehr.
Limone hat mir dabei als Skiresort sehr gut gefallen, leider machte mir den ganzen Tag der angekündigte Streik der Bahn und eine Magenverstimmung zu schaffen. Da war wohl eine der Austern in Nizza nicht ganz so frisch wie ich das aus Hamburg gewohnt bin
Die Zugfahrt am Nachmittag hat dann erstaunlicherweise trotz Streik einigermaßen geklappt, allerdings kam ich nur bis Verona und nicht nach Trento. In Turin hatte ich meinen schön gebuchten "Redflag"-Zug um fünf Sekunden verpasst. Ich stand schon am Bahnsteig, als sich die Türen schlossen, erneute Öffnung war nicht möglich. Zu Schade, die verlorene Zeit habe ich am nächsten Morgen mit einem weggelassenen Frühstück und einen Frühzug aufgeholt, denn auf Madonna di Campiglio wollte ich nicht verzichten. Zurecht, wie sich herausgestellt hat, das war wirklich den Abstecher wert. Allerdings war es auch dort ziemlich voll. Einstieg war vom Bahnhof in Daolosa aus, wo man direkt mit der Gondel ins Skigebiet einsteigen kann. Ich bin bis nach Pinzolo und natürlich auch auf den Passo Grostè gefahren. Am Besten hat mir die Piste 70 gefallen. Übernachtung war in Vermiglio in einer richtig schicken Pension mit Halbpension.
Echte Unterschätzung war dann am nächsten Tag Passo Tonale, Cima Presena habe ich ein paar Mal wiederholt und die lange Abfahrt vom Gletscher hat mich an die Marmolata erinnert. Ponte di Legno mit seinen schwarzen Pisten hat mir supergut gefallen, feinster Sulz in steilem Gelände ist die Königsklasse in meinen Augen. Die Abfahrt nach Temu war noch offen und in tadellosem Zustand. Dort habe ich den Bus nach Tirano bestiegen und habe dann die traumhafte Auffahrt mit der Rhätischen Eisenbahn genossen.
Aus Budgetgründen habe ich dort in der JuHe in Pontresina übernachtet. Ich weiß nicht, ob die Preise dort immer so liegen aber in St. Moritz hätte ich für eine Übernachtung mindestens 300 € gezahlt. Es mag aber auch an der laufenden Feeski-WM gelegen haben, dass alles ausgebucht und teuer war. Aber der Ort hat mir sehr gut gefallen. Ich war 30 Jahre nicht dort zum Skifahren, diese Sportlichkeit in dem ganzen Ort ist einmalig. Ich habe am Corvatsch angefangen und bin dann Mittags rüber auf die Corviglia. Dort habe ich noch das Finale im Ski-Cross der WM gesehen. Und nettes Ereignis war dann noch, als ich am Abend im nächsten Hotel Schweizer Fernsehen den Bericht über die WM gesehen habe, sah ich mich einmal kurz am oberen Rand durchs Bild fahren, lustig.
Dann kam das Finale: Serfaus-Fiss-Ladis. Was für ein geiles Gebiet! Ich bin vormittags einigermaßen zielstrebig von Ladis rüber nach Serfaus. Komischerweise war am Pezid den ganzen Tag schlechte Sicht. Am Masnerkopf alles prima, aber am Pezid reinste Bouillabaisse. Bin ich daher nur einmal die schwarze 143 gefahren (und natürlich die blaue). Am Masnerkopf insgesamt fünfmal gefahren, echt klasse. Dann aber gegen 14:00 Uhr wieder rüber auf dem Nordhang in Ladis. Der Nordhang war echt noch mal geiler, reinster knirschender Kaltschnee auf der 26, 27. Die 29 hingegen bockelharter Eishang, aber gut zu fahren, nicht reines Eis sondern so stumpfer, gefrorener Kunstschnee, schön griffig. Erst auf den letzten 200 m wurde es weich, erst Firn und dann Sulz. Da bin ich ad ultimo gefahren, 15:57 in die Schöngampbahn und dann die 7 und 8 als Gran Finale. Was für ein Hang! Ab der Hälfte echt meterhoher Sulz, war wie Wasserski. Und ein paar gute Leute im Hang!
Dann habe ich den Bus nach Landeck genommen und von dort mit dem Zug nach Innsbruck. Übernachtung war dann im Nightjet nach Hamburg gebucht. Es war mal wieder eine kolossale Tour, unglaubliche Erlebnisse, das wird einige Zeit dauern, das zu verarbeiten. Ich denke aber, es wird das letzte Mal gewesen sein, die Planungen sind doch sehr aufwendig und jetzt ist dann erst mal wieder bisschen beschauliches Pistenfahren im Salzburger Land angesagt.
Die Verbindung von Wien zum Semmering ging sich gut aus, Frühstück gab's beim Türken in Wien. Es ist schon beeindruckend, wenn man so aus der Ebene von Wien auf die Alpen zufährt. Semmering hat mir sehr gut gefallen, passte als Einstieg perfekt. Ich war 12:00 Uhr vor Ort, konnte mich schön 3 h auf dem neuen Ski einfahren, ohne Rucksack, den hatte ich in einem Sportgeschäft untergestellt. Nachmittags setzte ich mich in den Skibus zum Bahnhof und genoss einige Stunden Bahnfahrt nach Schladming, wo mich dann doch die Müdigkeit der letzten langen Nacht einholte.
In Schladming hat alles prima geklappt, skiamade ist ja praktisch mein Hometurf. Ich bin an der Planai eingestiegen, einmal Talabfahrt und dann rüber nach Pichl gearbeitet. Dort gegen 11:00 Uhr in den Zug nach Radstadt und mit dem Bus nach Flachau, weiter rüber geschaukelt nach Alpendorf, Bus nach Großarl, auf Ski nach Dorfgastein, das mache ich mittlerweile in Schlaf. Das Erlebnis mal so auf der Durchreise in das Skigebiet zu kommen war dann doch noch mal ein anderes. Als ich mit der ganzen Ausrüstung in meinem Stammlokal das Anlegerbier hatte, war das Staunen groß.
Am nächsten Morgen dann mit Schienenersatzverkehr nach Schwarzach und dort in den Zug nach Zell am See. Da bin ich komplett alles abgefahren, Zell am See natürlich die Trass, Leogang die schöne Talabfahrt in perfektem Sulz und immer so weiter. In Saalbach Hinterglemm war der 12erKogel besonders schön. Tatsächlich erwischte ich so gerade eben die letzte Gondel um 15:30 Uhr nach Fieberbrunn, hatte mich da etwas verzettelt und gar nicht auf die Uhr geschaut. Der Pistendienst war gerade dabei, die Piste zu sperren und das Seil quer zu ziehen, da bin ich wirklich noch so gerade eben durchgehuscht. Die Überfahrt nach Fieberbrunn passte aber dann bequem. Einmal habe ich sogar noch in Fieberbrunn die neue Gondel Streuboden/Lärchfilzkogel ausprobiert. Perfekter Skitag, der Rucksack war allerdings noch etwas schwer, weil ich bei den milden Temperaturen viele Klamotten rum geschleppt habe. Es sollte noch besser werden, später in der Schweiz und in Frankreich war ich froh, noch eine zusätzliche Schichten dabei zu haben.
Am nächsten Tag brachte mich der Zug direkt zur Gondel und zum Start in Kitzbühel am Hahnenkamm. Da bin ich gleich mal die Streif runter, schon irre, wenn man an der Kante zum Sprung an der Mausfalle steht. Die Piste war tatsächlich wegen Europacup Rennen gesperrt, so konnte man mal aus nächster Nähe "2. Liga" gucken. Allerdings hatte ich ja leider nicht so viel Zeit gehabt, ich war ja nicht zum Spaß da, sondern musste gerade an dem Tag auch ein bisschen "Strecke machen". Also habe ich gleich ein paar schöne lange Talabfahrten gemacht nach Kirchberg und am Pengelstein. Die Pisten waren allesamt in gutem Zustand, problemlos konnte man bis ins Tal fahren. Dann aber ging es um ca. 11:30 rüber zum Ki-West. Dort habe ich mich wie bisher noch jedes Mal etwas verzettelt. Die blöde Bahn auf die Choralpe ist nicht leicht zu finden. Auf der Skimap sieht es so aus, als könne man von der Piste 110 einfach zur Mittelstation gelangen. Die war aber gesperrt und ich musste ins Tal abfahren. Aber egal, irgendwann habe ich dann doch rüber zum Wilden Kaiser gefunden und bin gleich auf den Zinsberg und zum Hartkaiser. Eigentlich wollte ich mal bis Going kommen, aber in Elmau hatte ich die langsamen Lifte dort gesehen und bin dann doch lieber schon zurück, musste ja gegen 16:30 in Hopfgarten sein. Der Schnee auf der geöffneten Talabfahrt nach Hopfgarten war stark sulzig, was ich ja sehr mag. Den Spaß hatte ich auch komplett für mich allein, auf der ganzen Talabfahrt, war außer mir kein Mensch mehr unterwegs, traumhaft!
In Hopfgarten wartete ich in einem Bistro/Cafe auf die Abfahrtszeit des Zuges, bei den Temperaturen, gehört ein Bier einfach dazu. Nur durch Zufall hatte ich aber gerade einen Blick auf meine Ski, als ein Holländer die gerade in seinen VW-Bus verstauen wollte. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob der die zocken wollte oder ob er dachte, das wären noch Skier seiner Gruppe. Ich schrie den Typen einmal quer über die Straße an, er soll die Finger weg lassen, er guckte doof, Entschuldigung hielt er nicht für nötig. Komische Situation, das wär's ja gewesen! Keine Ahnung wie ich die Tour ohne Ski hätte weiter angehen sollen. Aber es ist ja noch mal gut gegangen und der Transfer nach Einsiedeln hat wunderbar geklappt.
Am nächsten morgen früh raus, erst mal kleine Klosterkirchen-Besichtigung, noch vor dem Frühstück. Mit dem Bus nach Brunni. Also Mythenregion war ja das kleinste Gebiet auf der Tour, aber was für ein Erlebnis! Dank an das Forum, irgendwo hier hatte ich einen Bericht gelesen und damals gedacht, da will ich auch mal hin. Es war so klasse dort, dass ich leider den Bus um ein paar Sekunden verpasst habe, aus der Gondel 50 Meter vor der Talstation Rickenbach habe ich ihn weg fahren sehen. Die Piste nach Handgruobi war einfach zu schön, die musste ich noch mal wiederholen, auch wenn ich wusste, dass es dann knapp werden würde. Aber gut, die Taktung stimmte, war ich halt eine Stunde später im nächsten Hotel in Wilderswill.
Dann kam für mich das erste hochkarätige Highlight der Tour: Wengen/Grindelwald. Die langen Abfahrten von der Scheidegg nach Grindelwald und natürlich die Lauberhornabfahrt nach Wengen suchen ihresgleichen. Jungfraujoch habe ich auch besichtigt, schon erstaunlich, den Aletschgletscher mal von der anderen Seite sehen zu können. Abgefahren, wer sich dort alles rum treibt, ganz Asien war dort vertreten. Den Nachmittag wurde es auch dort sehr weich, was dann wieder den Vorteil hatte, dass sich das Skigebiet schlagartig leerte. Ich bin dann noch einige Male an der Scheidegg gefahren, um dann gegen 17:00 Uhr den Zug nach Zweisimmen zu nehmen. Eine herrliche Bahnfahrt, zum Glück hatte ich am Kiosk noch zwei Dosenbier für die Fahrt ergattert. Von Gstaad hatte ich vorher eigentlich als Skiort keine Vorstellung, ich kannte den Ort nur aus Legenden über die Finanzwelt. Der Einstieg und Übernachtung war in Zweisimmen. Am Rinderberg bin ich also eingestiegen und gleich zweimal die blaue Talabfahrt nach Zweisimmen gefahren, die Mutter aller blauen Pisten! Ewig lange Abfahrt, mit stetigem Gefälle, breit und nur geradeaus, einmalig! Die Talabfahrt nach Schönried war noch möglich, auch die hat mir sehr gut gefallen. Von dort ging es mit dem Zug nach Gstaad. Gegen Mittag fing es unten dann an zu regnen oben schneite es aber, und erneut war ich dadurch am Nachmittag nahezu der einzige am Berg. Das Skigebiet und vor allem die Abfahrt von La Videmanette nach Rougemont gibt dem Gebiet noch mal einen anderen Charakter. Dort erreichte ich pünktlich den Zug nach Champery, erneut auf einer tollen Strecke mit schönen Aussichten auf den Genfer See und die umliegenden Grand Hotels. Das gibt es so nur noch in der Schweiz.
Starker Kontrast schlug mir dann in Port du Soleil entgegen. Dort war es rammelvoll, insgesamt hat das Gebiet meine Erwartungen nicht nur deswegen etwas untertroffen. Murre Suisse war erst gesperrt, dann justo geöffnet, als ich dort aus dem Sessellift Chavanette gestiegen bin. Die Buckelpiste war aus dem Sulzzustand in der Nacht tief gefroren mit etwas Neuschnee darüber. Mit meinem Rucksack und noch 10 Stationen vor mir, noch dazu bei sehr schlechter Sicht, habe ich daher lieber auf dieses Abenteuer verzichtet. Also habe ich mich gleich in das Gewirr der Ziehwege begeben. Ich hatte schon gelesen, dass man sich Port du Soleil nicht als Skischaukel wie 3 Vallées vorstellen darf, ich habe aber noch nie so viele horizontale Lifttrassen gesehen wie da, zwischendurch sogar mit kurzen Talfahrtstücken. Außerdem war es wirklich brechend voll. So voll kenne ich es in den Ostalpen nur an Weihnachten und Fasching. Es gab zwar keine großen Wartezeiten an den Liften aber sämtliche Pisten waren wirklich gut besucht. Am Nachmittag bin ich dann nach Les Getz rüber, dort war es etwas besser, aber immer noch sehr voll und das Skigebiet hat mich auch dort nicht wirklich angesprochen. Highlight war dann fast das Musikautomaten-Museum, das ich unbedingt empfehlen kann. Tolle Exponate sieht man da, teilweise kann man sogar selbst die Drehorgel bedienen. Die Etappe hat mir insgesamt aber nicht so gefallen, da werde ich jedenfalls nicht unbedingt wieder hinfahren.
Weiter ging's nach einer Übernachtung in Cluses nach Megève und Espace Diamant. Letzteres habe ich vor allem wegen eines kostenlosen Skibus nach Albertville mit eingebunden. Komisches Gebiet ist das aber. Auch Megève würde ich nicht missen, irgendwie in meinen Augen mal wieder total verkorkste Liftführung. Da bekam ich glatt schlechte Laune, noch dazu, weil ich mein Ladegerät für Handy und Tablett in dem vorigen Hotel in Champery verdaddelt hatte und die junge Dame hinter dem Tresen in einer Souvenir Boutique in Megève mir nur eines für 80 € anbieten konnte. Zum Glück habe ich dann doch noch einen Supermarkt gefunden, sogar direkt an meiner Bushaltestelle, wo ich dann eines für 8 € gekauft habe. Mit dem einzigen Bus am Tag ging es dann nach Espace Diamant, was man aber m.E. auch gleich ad acta legen kann. Eigentlich gibt es in dem Gebiet zahlreiche Möglichkeiten, aus Albertville mit dem Bus anzureisen (Hauteluce, Les Saisies), allerdings sind die Abfahrtszeiten überhaupt nicht auf den Skibetrieb abgestimmt. Der Skibus von Crest Volland nach Albertville ist so halb offiziell, aber er funktioniert. Von dort ging es dann mit dem TGV nach Grenoble. Die Stadt hat mir sehr gut gefallen, das war wirklich mal was anderes, da so eine Skiübernachtung zu verbringen. Geselliges Nachtleben, leider hat es wie aus Eimern geschüttet, gute Gelegenheit mal die versprochene Wassersäule der teuren Ski-Klamotte zu testen. Ich blieb tatsächlich darunter trocken.
Dann kam Alp d'Huez. Der ÖPNV ist zwar eine Frechheit, ob da jemand mit dem Bus oder Zug kommt, ist denen völlig gleichgültig. Am liebsten setzt man auf die Anreise per Auto, wozu hat man denn die riesigen Parkplätze gebaut. Morgens um 07:00 Uhr hatte ich aber den Bus am Bahnhof von Grenoble erwischt, der Bus beim Umstieg in Rochetaille kam hingegen einfach nicht, also per Anhalter nach Allemond und in den neuen Oz-Express gestiegen. Und siehe da, wenn man bisschen Pech hatte, muss man ja irgendwann auch mal wieder Glück haben, hier in Gestalt von Sylvain. Bei der ersten Auffahrt hatten wir ein paar Worte gewechselt, in der zweiten Sektion saßen wir wieder zusammen und es entwickelte sich ein Gespräch über meine Tour. Er kam aus Grenoble und fährt seit Jahren in Alp d'Huez. Als ich ihn fragte, wo man am besten hin fährt, meinte er, "Weißte was, wenn es dir nichts ausmacht, fahren wir zusammen und ich zeige dir das Gebiet." Bingo! Besser hätte es nicht laufen können. Ich musste nicht lange die Skimap studieren, ich bin einfach immer hinterher gefahren. Sylvain war ein sehr guter Skifahrer, das passte vom Niveau perfekt. Wie sind von morgens bis Liftschluss gefahren, nur unterbrochen von einer kurzen Rast auf seiner Lieblingshütte, einem kleinen Geheimtipp, wo ich Kalbskopf zu Mittag essen konnte. Das Gebiet war an dem Tag überraschend voll für einen Samstag. Was ich nämlich nicht ahnte, war die gleichzeitige Veranstaltung des Tomorrowland-Festivals, das mal eben 50.000 Leute nach Alp d'Huez geschaufelt hat. Aber Sylvain kannte immer wieder einen Ausweg, wo wir nicht anstehen mussten. Am Nachmittag gab es dann regelrecht Schneetreiben, aber wir hatten immer ausreichende Sicht. Später musste ich ziemlich lange auf den Bus runter ins Tal nach Bourg d'Oisans warten, aber was für ein Knallertag!
Der nächste Tag war dann in Les 2 Alpes vorgesehen und es war traumhaftes Wetter. Ich bin mit dem Skibus sehr früh in Venosc eingestiegen und mit der Gondel in das Skigebiet gefahren. Leider kommt wohl außer mir und ein paar Liftwarten niemand auf diese Idee, die mir auch hier im Forum angeraten wurde. Das sollte man doch deutlich fördern, dass nicht alle Autos da erst hoch fahren müssen. Vom Skigebiet hatte ich eigentlich nichts erwartet und war dann sehr angenehm überrascht. Wenn man es richtig einteilt, kann man ja wunderbar quasi in Kaskaden die unterschiedlichen Gebiete abfahren, Pierre Grosse hat mir am Besten gefallen. Bluebird und Neuschnee haben die Sache abgerundet. Leider musste ich aber schon früh abbrechen, weil ich den Bus in Le Frenney bekommen musste und mir dafür eine kleine Wanderung ausgesucht hatte. Ein Bus fuhr nämlich nicht, also bin ich die gefühlten paar Meter von dem untersten Sessellift Mont de Lans gelaufen. Die Vormittagskarte hatte ich eine Minute vor 13:00 Uhr an der Kasse vom Village 1800 abgegeben und so noch einen Pfand von 10€ gesichert. Ich habe dann dort Mittag gegessen und habe mich ca. um 14:00 Uhr noch mal auf die Talabfahrt nach Mont de Lans begeben, zum Einstieg in die kleine Wanderung. Das sah auf der Karte harmlos aus. Ging auch erst ganz gut, bis ich an ein Schild kam mit Warnhinweis auf "Absturzgefahr!". Na Klasse! Umdrehen war zeitlich nicht darstellbar, also musste ich durch diese etwas exponierte Stelle durch. War nicht riskant, aber mit Gepäck, Skiern und Skistiefeln hätte ich da gerne drauf verzichtet. Es hat aber geklappt und so war es dann ein schönes Abenteuer. Den Bus nach La Grave und Briançon habe ich so gerade noch geschafft, Unterkunft war dann in Gap. Der Bus fuhr dabei durch La Grave, was ja als mögliche Variante angedacht war. Am Morgen waren auch einige dorthin vom Gletscher aufgestiegen, aber bei Lawinenwarnstufe 3, einer immer noch defekten Gondel und kenerlei Ortskenntnis kam das für mich nicht in Frage. Bei der Durchfahrt durch den Ort konnte ich sehen, dass das Seil der Seilbahn immer noch schlaff herab hing.
Von Gap gelangte ich dann mit dem Bus morgens nach Barcelonette und dann weiter mit dem Skibus nach Pras Loup. Das hat mir erneut sehr gut gefallen, diesmal hatte es tags zuvor frisch geschneit und den Ort in ein Wintermärchen verwandelt. Auf Ski ging es dann durch das mir aus der Alp-X 2023 bekannte Espace Lumière, diesmal aber eben mit sattem Neuschnee. Ein wirklich schönes Gebiet, das eine perfekte Verbindung aus den Alpen nach Nizza darstellt. Hinzukommt die Zugverbindung mit der legendären Chemin de Fer de Provence, die mal wieder abenteuerliche Streckenführung hatte. Die Verbindung mit dem Bus hat auch prima geklappt, allerdings hatte ich mir entweder die Abfahrtszeit falsch notiert oder aber einen veralteten Fahrplan geschaut. Der Busfahrer schimpfte wie ein Rohrspatz, eigentlich hätte er schon vor 5 Minuten weg sein müssen, also habe ich da mal wieder ziemlich Glück gehabt. Das war die einzige mögliche Verbindung nach Nizza. Abends bin ich dann doch irgendwann in Nizza angekommen und natürlich gleich noch mal ans Meer. Das ist schon was besonderes, wenn man nach den Surren der Liftanlagen auf einmal die Wellen rauschen hört.
Für die Ankunft in Nizza hatte ich einen Tag Pause, ohne Skifahren geplant. Am nächsten Morgen stand daher nur ein bisschen Bummeln durch Nizza und Mittagessen am Strand auf dem Programm, Meeresfrüchte auf einer Skitour, wo gibt es denn so was? Das hat schon was! Nachmittags gegen drei Uhr dann den Zug nach Limone genommen, die Strecke ist ebenso spektakulär mit Schleifen und Tunneln, bis es kracht. Immer wieder sieht man plötzlich am Gegenhang eine Bahnstrecke und wundert sich, wo diese Gleise wohl hin führen, nur um sich dann 10 Minuten später genau auf dieser Trasse wieder zu finden. Unglaublich wie die Ingenieure damals es geschafft haben, die beachtliche Höhendifferenz auf so kurzer Strecke zu überwinden. Am Abend kam ich aber heile in Limone an, nicht ohne im Lautsprecher noch einen Hinweis auf den spontanen Warnstreik der Bahngewerkschaft zu hören, na spitze ausgerechnet an dem Tag, wo ich eine richtig lange Strecke im Zug geplant hatte, fuhren keine Züge mehr.
Limone hat mir dabei als Skiresort sehr gut gefallen, leider machte mir den ganzen Tag der angekündigte Streik der Bahn und eine Magenverstimmung zu schaffen. Da war wohl eine der Austern in Nizza nicht ganz so frisch wie ich das aus Hamburg gewohnt bin
Die Zugfahrt am Nachmittag hat dann erstaunlicherweise trotz Streik einigermaßen geklappt, allerdings kam ich nur bis Verona und nicht nach Trento. In Turin hatte ich meinen schön gebuchten "Redflag"-Zug um fünf Sekunden verpasst. Ich stand schon am Bahnsteig, als sich die Türen schlossen, erneute Öffnung war nicht möglich. Zu Schade, die verlorene Zeit habe ich am nächsten Morgen mit einem weggelassenen Frühstück und einen Frühzug aufgeholt, denn auf Madonna di Campiglio wollte ich nicht verzichten. Zurecht, wie sich herausgestellt hat, das war wirklich den Abstecher wert. Allerdings war es auch dort ziemlich voll. Einstieg war vom Bahnhof in Daolosa aus, wo man direkt mit der Gondel ins Skigebiet einsteigen kann. Ich bin bis nach Pinzolo und natürlich auch auf den Passo Grostè gefahren. Am Besten hat mir die Piste 70 gefallen. Übernachtung war in Vermiglio in einer richtig schicken Pension mit Halbpension.
Echte Unterschätzung war dann am nächsten Tag Passo Tonale, Cima Presena habe ich ein paar Mal wiederholt und die lange Abfahrt vom Gletscher hat mich an die Marmolata erinnert. Ponte di Legno mit seinen schwarzen Pisten hat mir supergut gefallen, feinster Sulz in steilem Gelände ist die Königsklasse in meinen Augen. Die Abfahrt nach Temu war noch offen und in tadellosem Zustand. Dort habe ich den Bus nach Tirano bestiegen und habe dann die traumhafte Auffahrt mit der Rhätischen Eisenbahn genossen.
Aus Budgetgründen habe ich dort in der JuHe in Pontresina übernachtet. Ich weiß nicht, ob die Preise dort immer so liegen aber in St. Moritz hätte ich für eine Übernachtung mindestens 300 € gezahlt. Es mag aber auch an der laufenden Feeski-WM gelegen haben, dass alles ausgebucht und teuer war. Aber der Ort hat mir sehr gut gefallen. Ich war 30 Jahre nicht dort zum Skifahren, diese Sportlichkeit in dem ganzen Ort ist einmalig. Ich habe am Corvatsch angefangen und bin dann Mittags rüber auf die Corviglia. Dort habe ich noch das Finale im Ski-Cross der WM gesehen. Und nettes Ereignis war dann noch, als ich am Abend im nächsten Hotel Schweizer Fernsehen den Bericht über die WM gesehen habe, sah ich mich einmal kurz am oberen Rand durchs Bild fahren, lustig.
Dann kam das Finale: Serfaus-Fiss-Ladis. Was für ein geiles Gebiet! Ich bin vormittags einigermaßen zielstrebig von Ladis rüber nach Serfaus. Komischerweise war am Pezid den ganzen Tag schlechte Sicht. Am Masnerkopf alles prima, aber am Pezid reinste Bouillabaisse. Bin ich daher nur einmal die schwarze 143 gefahren (und natürlich die blaue). Am Masnerkopf insgesamt fünfmal gefahren, echt klasse. Dann aber gegen 14:00 Uhr wieder rüber auf dem Nordhang in Ladis. Der Nordhang war echt noch mal geiler, reinster knirschender Kaltschnee auf der 26, 27. Die 29 hingegen bockelharter Eishang, aber gut zu fahren, nicht reines Eis sondern so stumpfer, gefrorener Kunstschnee, schön griffig. Erst auf den letzten 200 m wurde es weich, erst Firn und dann Sulz. Da bin ich ad ultimo gefahren, 15:57 in die Schöngampbahn und dann die 7 und 8 als Gran Finale. Was für ein Hang! Ab der Hälfte echt meterhoher Sulz, war wie Wasserski. Und ein paar gute Leute im Hang!
Dann habe ich den Bus nach Landeck genommen und von dort mit dem Zug nach Innsbruck. Übernachtung war dann im Nightjet nach Hamburg gebucht. Es war mal wieder eine kolossale Tour, unglaubliche Erlebnisse, das wird einige Zeit dauern, das zu verarbeiten. Ich denke aber, es wird das letzte Mal gewesen sein, die Planungen sind doch sehr aufwendig und jetzt ist dann erst mal wieder bisschen beschauliches Pistenfahren im Salzburger Land angesagt.
Rossignol Hero Elite ST TI (2023) 167 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
↓ Mehr anzeigen... ↓
- gerrit
- Punta Indren (3250m)
- Beiträge: 3373
- Registriert: 19.12.2004 - 18:23
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Niederösterreich
- Hat sich bedankt: 1080 Mal
- Danksagung erhalten: 1293 Mal
Re: Alpenquerung Ost-West auf Schienen und Ski 2025
Wie schon bei der letzten Tour drücke ich meine Hochachtung vor der Leistung un der dahinterliegenden Logistik aus! Fein, dass alles geklappt hat, meinereiner hätte ja vermutlich jeden 2. Tag die Nerven weggeworfen, wenn mal wieder ein Problem aufgetreten wäre.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
- Kreon100
- Rigi-Kulm (1797m)
- Beiträge: 1934
- Registriert: 26.10.2016 - 16:29
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Hamburg
- Hat sich bedankt: 757 Mal
- Danksagung erhalten: 862 Mal
Re: Alpenquerung Ost-West auf Schienen und Ski 2025
Danke dir, und absolut richtig. Aber da wurde ich immer wieder von der Dynamik des eigenen Vorhabens eingeholt. Sinn und Zweck der beiden Reisen war ja, dass ich zeigen wollte, wie gut erschlossen die Alpen sind. Und wenn etwas mal nicht planmäßig klappte, hast du selbst im Talende meist immer noch eine Möglichkeit für Plan B. In Europa sind wir halt wirklich gesegnet mit einer großartigen Infrastruktur.gerrit hat geschrieben: 30.03.2025 - 16:03 Wie schon bei der letzten Tour drücke ich meine Hochachtung vor der Leistung un der dahinterliegenden Logistik aus! Fein, dass alles geklappt hat, meinereiner hätte ja vermutlich jeden 2. Tag die Nerven weggeworfen, wenn mal wieder ein Problem aufgetreten wäre.![]()
Rossignol Hero Elite ST TI (2023) 167 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
Blizzard Anomaly 84: 125/84/108 mm 182 Länge
Atomic Access: 126/100/118 mm 181 Länge
↓ Mehr anzeigen... ↓