Bei meinem Skiurlaub in Tignes baute ich noch einen zusätzlichen Tag in Les Arcs mit ein. Ursprünglich plante ich das ganze Paradiski-Gebiet an dem einen Tag zu erforschen, jedoch war die Motivation bis dahin wieder weg. Außerdem wäre dies sehr stressig und es war viel zu voll (zu viel Wartezeit an den Liften) um das gesamte Gebiet zu erkunden. So entschied ich mich einen gemütlichen Tag nur in Les Arcs zu verbringen.
Ich parkte unten in Bourg St. Maurice gegen 8:20, der Parkplatz am Funiculaire war erstaunlicherweise nur so 40% gefüllt und die nur 3.20€ für 1 Tag Parken überraschten mich. Skipass direkt am Bahnhof gekauft (63€) und los ging es mit dem Funiculaire, die Fahrt hoch dauerte etwas, da der Zug mehrere Zwischenstopps machte.
Auf circa 2/3 der Strecke erreichte man die Schneegrenze. An dem Tag war es eher warm (morgens -4 und dann am Tag bis zu +8°C auf 2000m). Die Schneekonditionen waren hart/vereist und ab 11 (13 auf über 2000) wurde es sulzig. Es hatte morgens eine hauchdünne Hochnebeldecke und ab Vormittag knallte die Sonne bei klar blauem Himmel.
In Puncto Frequentierung/Menschenmengen, hatte man unten in Bourg St. Maurice und am Mont Blanc Lift & Piste noch gedacht es wäre eher ruhig aber dann ab 9:30 auf der Arpette wurde es richtig voll. An den Liften pendelte die Wartezeit so zwischen 10 und (bis zu) 40min. Gegen nachmittag wurden diese jedoch kürzer. Im Vergleich mit Tignes-Val d'Isère, war es hier ein wenig voller und die Wartezeiten an den Liften waren klar länger. Es gab Pisten die sehr voll befahren waren (zb Vallee de l'Arc 1-3) und einige wo fast kein Mensch war (zb Villaroger Pisten, rote Combe in Peisey, rote Myrtilles)
Der erste Lift des Tages: der Mont Blanc, startet direkt neben der Bergstation des Funiculaire auf der Arc 1600.
Die erste Abfahrt auf der roten Arolles/blauen Mont Blanc war ein Genuss: noch so gut wie unbefahren und kein Mensch.
Auf der Arpette kam ich nun endlich in die Sonne und auch die ersten Menschenmassen.
Ich nahm die blaue Vallée de l'Arc ganz runter zum Pre Saint Esprit Lift (erster hochmoderner Sessellift mit Schutzhaube meines Urlaubs). Die Piste war sehr stark befahren.
Vom Lift aus (Foto) sieht man links die (sich nachher als sehr herausfordernde herausstellende) Buckelpiste "Droset".
Oben angekommen genießt man eine sehr breite Vallée de l'Arc 2, kann man fast eine Ski-Autobahn nennen.
Mit dem Ziel Aiguille Rouge im Kopf, ging es Richtung Varet Gondel.
Die Warteschlange am Varet Lift war besonders lang und kostete mich 15-20min. Wie man am Bild sieht ist die Schlange in zwei Reihen eingeteilt: die linke Seite für Skischulen und rechts für jeden Anderen. Dies ist an jedem Lift in Les Arcs so aufgeteilt, manchmal ist mir auch eine dritte Reihe, sowas wie ein Expresszugang (ähnlich wie man sie aus Freizitparks kennt) aufgefallen.
An der Pendelbahn zur Aiguille Rouge war die Wartezeit am längsten und ich stand gute 40min lang an:
Oben hatte man ein super Panorma:
Los gehts auf der legendären langen Abfahrt bis nach Villarogers
Sehr vereiste schattige Passage
Steinchen auf der Piste
Die Baumgrenze wird am Droset erreicht
Noch eine vereiste Passage, kurz hinter der Droset Talstation.
Von hier an wurde es auf einmal sehr ruhig auf den Pisten
Unten angekommen war der Schnee auch schon wieder sulzig:
Die Sessellifte Replat und Plan des Violettes zählen eher zu der langsamen Art und man verbrachte schon eine gute Zeit in den Sesseln.
Der Droset Sessellift bietet eine schöne Aussicht:
Nun ging es auf die schwarze Droset Buckelpiste. Diese hab ich nun etwas unterschätzt. Es gab mehrere grasige und steinige Stellen und die Buckel waren hoch und aus purem Eis. Die Piste war schon herausfordernd.
Die Passage wo es über die Strasse geht sorgte für ein paar Kratzer
Als nächstes ging es nochmal zum Col de la Chal via Arcabulle Sessellift. Von hier aus gibts auch eine tolle (und sehr beliebte) Schlittelbahn, die Rodel schienen jedoch schwer steuerbar zu sein bei den vielen Stürzen die man vom Lift aus sah.
Es folgte eine genussvolle Fahrt auf der breiten Ski-Autobahn zur Igloo-Bar wo ich mir nen Drink gönnte.
Da fast jeder auf der Terrasse war, ist es drinnen fast leer gewesen.
Als nächstes ging es zum Grand Col zur roten Piste. Diese war toll zu fahren aber fing schon an verbuckelt zu werden
Nun ging es nochmal zur Arpette und in Richtung der West-Seite von Les Arcs. Die blaue Arpette 3 Piste war sehr stark frequentiert.
Auf einmal war die Piste menschenleer, die blaue Charmettoger nach Arc1800/Villards
Die Transarc/rote Reches war als nächstes auf dem Programm, diese war auf dem Ziehweg zu Beginn etwas voll aber dann auf der roten Aigle/Ours wurde schnell leerer:
Purer Genuss:
Die Abfahrten in Peisey waren toll zu fahren aber auch schon recht sulzig:
Die rote Combe war im schlechtesten Zustand (leider kein Bild). Hier die rote Ours:
Mir gefiel wie die mehreren Orte der West-Seite: Arc1600, Arc1800 und Vallandry alle mit gemütlichen Waldabfahrten verbunden waren:
Hier die rote Myrtilles, die sich wie ein Korridor durch den Wald erstreckt:
Die blaue Foret 1 nach Vallandry:
Mit den Sesselliften Vagere und Clocheret ging es wieder zurück nach Arc1600 und dem Funiculaire nach Bourg St Maurice
Hier nochmal die Strecke nachgezeichnet auf der Karte (gelb: Lift/Funiculaire, orange: Abfahrt):
Fazit:
Die Erreichbarkeit mit parken in Bourg St. Maurice mit dem Funiculaire find ich top. Tolles Skigebiet mit (meiner Meinung nach) mehr Abwechslung als in Tignes, im Tal von Arc2000 und der Aiguille Rouge war es vom Besucheransturm her am vollsten. Die Abfahrten sind im Durchschnitt nicht so lang wie in Val d'Isère (mit Ausnahme von Aiguille Rouge) aber dafür hat es hier mehr schöne Waldabfahrten. So könnte man bei "Whiteout"-artigem nebeligem Wetter oberhalb der Baumgrenze in Tignes easy nach Les Arcs fahren.
Die Westseite mit, Arc1800 und Vallandry/Peisey ist etwas ruhiger und man hat sehr viel Platz zum karven, die Skischulen und Anfänger halten sich da eher auf den gemütlichen blauen Verbindungswegen auf. Ein Tag reicht gut aus um das Skigebiet gut zu erkunden. Hätte ich La Plagne noch miteingebunden wäre es etwas zu stressig gewesen und dies hätte auch nur geklappt, wenn ich ein nem ruhigeren Tag dort gewesen wäre.
Les Arcs, 22.02 Tagestrip
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