Saisonpass 2025/2026 Überlegungen

Allgemeine Diskussionen zu Skigebieten weltweit: Erfahrungsaustausch, Reisetipps und Entscheidungshilfen für die Planung des nächsten Skiurlaubs.
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turms
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Saisonpass 2025/2026 Überlegungen

Beitrag von turms »

Ich weiß, es ist noch etwas früh, aber da meine Saison dieses Jahr leider ziemlich früh zu Ende ging, habe ich schon angefangen, für die nächste Saison zu planen. Ich weiß, es ist zu früh – aber ich will einfach im Wintermodus bleiben...

Jede Saison verbringen wir normalerweise drei Wochen im Schnee: entweder über Weihnachten oder Silvester, dann die Faschingswoche und noch einmal 7–10 Tage in den Osterferien. Dazu kommen so viele Tagesausflüge oder Wochenenden wie möglich. Aber: Es muss auf jeden Fall etwas in den nördlichen französischen Alpen sein. Frankreich in den Schulferien ist gesetzt – die Kinder wollen unbedingt wieder dorthin (lange Geschichte). Vielleicht kann ich sie zu einer Woche irgendwo anders überreden, aber mehr ist wohl nicht drin. Das heißt, Karten wie die Tirol Snowcard oder Schweizer Saisonpässe sind eher raus.
Außerdem (und extrem wichtig): Da meine Frau nach einer Verletzung mit allem Drum und Dran wieder ins Skifahren einsteigen möchte, brauche ich zumindest für die Dezember-Woche ein Skigebiet, das möglichst wenig überfüllte Pisten hat (klar, leer wird’s eh nicht sein) und dazu genug grüne/blaue Pisten – oder zumindest ein paar einfache Ecken.
Der Magic Pass wäre wahrscheinlich eine gute Option gewesen, aber für die nächste Saison sind leider keine spannenden französischen Skigebiete dabei.
Bis jetzt habe ich nur drei Kandidaten gefunden:
Grand Massif – aktuell mit 50 % Rabatt bis Ende September
Ich liebe Flaine, auch wenn es architektonisch wirklich kein Highlight ist. Ich kenne mich dort gut aus und weiß, wann und wo man am besten fährt. Allerdings nehme ich an, dass es in der Faschingswoche (oder eigentlich fast jeder Ferienwoche) ziemlich voll wird. Ich war zu dieser Zeit noch nie dort, aber vielleicht kann man morgens noch ein paar ruhige Stunden erwischen, bevor der große Ansturm beginnt – wer weiß.
Haute-Maurienne Saisonpass – preislich attraktiv (ca. 1.500 € für uns vier)
Wir waren dort noch nie, aber ich habe öfter gelesen (auch hier im Forum), dass es deutlich weniger überlaufen sein soll als die bekannteren Skigebiete.
Ehrlich gesagt: Wenn ich mir die Skigebiete dort anschaue, reizt mich das Angebot nicht besonders – wirkt alles nicht so richtig spannend. Aber wenn es dort wirklich ruhig und leer ist, wäre das für uns gerade in der Hochsaison fast schon Grund genug. Hat jemand Erfahrungen speziell aus den Ferienwochen?
Portes du Soleil Saisonpass – an sich eine interessante Kombination. Aber ähnlich wie Flaine wohl total überlaufen.
Die Orte, die mich interessieren (z. B. Châtel, Les Gets), liegen relativ niedrig. Und dort, wo ich eigentlich gern fahren würde (ich glaube, das ist Pré la Joux Seite), gibt es kaum Unterkünfte. Mit dem Auto anreisen und in der Hochsaison Parkplätze suchen – das ist für mich ein No-Go.
Alternatividee: Man könnte den PDS-Pass nutzen, aber gestaffelt:
– eine Woche La Rosière im Dezember,
– eine Woche Verbier (oder Umgebung) in der Faschingswoche,
– Osterwoche in Avoriaz.
Ich vermute, dass diese Orte in den Ferien etwas ruhiger sind als die ganz großen Namen – aber ich war dort noch nie. Hat jemand Erfahrungen, wie es dort z. B. zur Faschingszeit aussieht?
Vorteil: Mit dem PDS-Pass inklusive Schweiz-Option hätte ich zusätzlich die Möglichkeit, auch mal spontan für einen Tages- oder Wochenendtrip in die Schweiz zu fahren.

Natürlich bleibt auch die Option, gar keinen Saisonpass zu kaufen und stattdessen alles spontan – je nach Angebot und Schneelage – zu buchen. Dazu ein paar Tages- oder Wochenendausflüge in ruhigere Gebiete. Wahrscheinlich kommt das am Ende teurer, aber es ist definitiv eine Überlegung wert.

Falls es darauf hinausläuft, habe ich für die Dezemberwoche Serre Chevalier im Auge … Ist es dort tatsächlich spürbar ruhiger als in den großen Skigebieten der Tarentaise? (Leer wird’s natürlich nirgends sein.)
Heimat ist wo das Herz ist

Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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Re: Saisonpass 2025/2026 Überlegungen

Beitrag von ski_steven »

Liebes alpinforum,

ich bin neu hier im Forum. Lese schon seit geraumer Zeit mit und bin total begeistert welche wertvollen Infos und Tipps man hier zum Thema Skifahren bekommt. Das Thema "bezahlbares Skifahren mit der Familie" treibt mich auch um. Wir sind eine Familie mit drei Kindern im Alter von 8, 10 und 12 Jahren und alle begeisterte Skifahrer. Wir fahren normalerweise an zwei Wochen im Winter Ski, eine in den Weihnachts- und eine in den Osterferien. Dazu kommen vereinzelte spontane WE bei guten Schnee- und Wetterbedingungen, aufgrund der Schulpflicht jedoch meist ohne Familie. Ich möchte an dieser Stelle mal meine Erfahrungen mit dem Thema teilen.

Als die Kinder noch jünger waren, haben wir vor allem in Österreich unseren Skiurlaub verbracht. Und zwar im wesentlichen in Skigebieten, in denen Kinder unter 10 Jahren noch kostenfrei Skifahren konnten (Stubaital, Hochzeiger). Das funktioniert jetzt nur noch bedingt. Dank dieses Forums bin ich verstärkt auf die französischen Skigebiete aufmerksam geworden. Wir sind gerade von einer Woche in der Grande Galaxie (Serre Chevalier, Via Lattea, Les 2 Alpes, Puy Saint Vincent) zurückgekommen. Gerade in den Verbundskigebieten (Grande Galaxie, Haute Maurienne) habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Skipass in den kleineren Skigebieten deutlich günstiger ist als in den größeren Gebieten, dabei aber die gleichen Vorteile des Verbundes bietet.

Beispiel Haute Maurienne: Der 6-Tages-Skipass in Bessans kostet für Erwachsene 115€ (Kinder bis 12 73€), kann aber auch an jeweils einem Tag in den anderen Skigebieten der Haute Maurienne (Aussois, Val-Cenis, La Norma, Valfréjus, Bonneval) genutzt werden.

Beispiel Grande Galaxie: Der 6-Tages-Skipass in Puy-Saint Vincent kostet für Erwachsene 195€ (Kinder bis 12 156€), kann aber auch an jeweils einem Tag in den anderen Skigebieten der Grande Galaxie (Serre Chevalier, Sestriere, Montgenevre, Les 2 Alpes, Alpe d'Huez) genutzt werden. Im April gab es auf diese Preise sogar nochmal 25% Rabatt. Alternativ könnte man im Vorverkauf auch rabattierte Saisonskipässe kaufen, rechnet sich für uns bisher bei zwei Wochen im Jahr aber nicht.

Dies setzt natürlich voraus, dass man vor Ort mobil ist und die Vorteile des Verbundskipasses auch vollumfänglich nutzt. 6 Tage Skifahren nur in Bessans bzw. Puy Saint Vincent würde ziemlich schnell ziemlich langweilig werden. Wir haben jeweils eine FeWo zentral im Tal (Aussois bzw. Briancon) gemietet und sind dann mit dem Auto in die verschiedenen Skigebiete gefahren. Funktioniert aber auch nur, wenn die Kinder keinen Skikurs machen. Natürlich weit weg vom klassischen Ski-in Ski-out, andererseits wohnt man im Tal auch deutlich günstiger als direkt im Skigebiet (und vor allem auch im Vergleich zu den Kosten für FeWo in Österreich).

Zu unseren Erfahrungen in der Grande Galaxie: In der Woche vom 05.-12. April war es dort sehr leer, mit Ausnahme von Les 2 Alpes. Der Schnee war aufgrund der Höhe und der Nordausrichtung der meisten Skigebiete oberhalb ca. 1800m noch üppig vorhanden und trotz der Wärme nicht zu sulzig. Für die Osterferien eine Top-Skiregion. Im Dezember war ich noch nicht dort. Ich denke aber, dass es dort insgesamt deutlich gemütlicher zugeht als in den großen Skigebieten weiter nördlich. Gleiches gilt übrigens auch für die Haute Maurienne in den Osterferien, wenngleich die Skigebiete dort deutlich weniger Pistenkilometer bieten.

ski_steven
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