Seit 6 Uhr in der Früh wurde am Dienstag nach einem Paar gesucht, das zuletzt in der Geraer Hütte bei Vals war. Seit dem Unwetter in der Nacht von Montag auf Dienstag wurden die beiden vermisst. Gegen 14 Uhr wurden sie tot aufgefunden.
Durch Steinschlag in den Stubaier Alpen sind am Montag kurz nach Mittag zwei Frauen verletzt worden. Die restlichen vier Frauen der geführten Wandergruppe blieben unverletzt. Der Unfall ereignete sich zwischen der Hildesheimer Hütte und dem Pfaffenferner.
Eine der beiden Frauen wurde schwer verletzt, sie wurde mit dem Hubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen. Eine weitere, weniger schwer verletzte Wanderin, wurde in das Krankenhaus Zams geflogen.
2 tote Alpinsportler sind in Südtirol bzw. Trentino zu beklagen:
Gröden
Tödlicher Unfall am Piz Duleda: Radfahrer stürzt 200 Meter in die Tiefe
Der 48-jährige Andreas Tonelli aus Völs war von einer Radtour nicht zurückgekehrt. Die Bergrettung fand den leblosen Körper in der Nacht, konnte die Leiche aber erst am Morgen bergen.
Wingsuit-Sprung endet tödlich: Australier stirbt in den Dolomiten
Im Fassatal stirbt ein 42-Jähriger bei einem Wingsuit-Flug. Sein Fallschirm öffnet sich nur teilweise.
Der Unfall ereignete sich am Vormittag in Pian Schiavaneis, einem Ortsteil von Canazei im Fassatal.
Ist leider auch niemand oben bei ihr geblieben. Schwer vorzustellen wie man da oben (mitten in der Felswand?) mehrere Tage bei Minusgraden ausharren kann,
selbst wenn man nur leicht verletzt ist.
Ich habe da ehrlich gesagt wenig Hoffnung. Es liest sich je nach Meldung aber unterschiedlich, erst dachte ich, sie haben sie beim Hubschrauber-Überflug liegen sehen, und sie hat sich nicht bewegt; dann klang es so, als ob sie über die ungefähre Stelle, wo es passiert ist, geflogen seien, und dort niemanden haben liegen sehen.
In beiden Fällen steht zu befürchten, dass jemand, der Steine abbekommen hat, keine zweite Nacht bei Minusgraden überlebt. Vielleicht ging es ihr aber gut genug, dass sie sich in Deckung bringen konnte (Überhang, Schneehöhle etc.), und sie doch auf Rettung hoffen kann.
Ich drücke die Daumen, auch wenn ich wie gesagt mit dem Schlimmsten rechne.
srj hat geschrieben: 30.07.2025 - 08:23
erst dachte ich, sie haben sie beim Hubschrauber-Überflug liegen sehen, und sie hat sich nicht bewegt; dann klang es so, als ob sie über die ungefähre Stelle, wo es passiert ist, geflogen seien, und dort niemanden haben liegen sehen.
Es wurde teilweise etwas unglücklich formuliert aber sie wurde noch nicht gesichtet (in fast allen Nachrichtenplattformen wird gesagt: "Über ihren Verbleib und Zustand ist noch nichts bekannt" beziehungsweise "Noch gibt es keine neuen Informationen zum Verbleib und zum Zustand der am Montag verunglückten Laura Dahlmeier. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Suche seit einiger Zeit (Pakistan ist drei Stunden "voraus") wieder aufgenommen wurde." Quelle ist der bereits gepostete Link (Der Nachrichtenstand wird ja dauernd geupdatet. Der Satz sinngemäß "Es wurden bei einem Helikopterüberflug keine Lebenszeichen festgestellt" trägt wohl zur allgemeinen Verwirrung bei, das hätte man sich vielleicht sparen sollen...
Auf jeden Fall hoffe ich auf ein Happy End.
"dass sie nach dem Unfall noch mit der verletzten Dahlmeier habe sprechen können"
Kann bedeuten dass sich Dahlmeiers Zustand danach verschlechtert hat oder dass sie zu dem Zeitpunkt nur bei Bewusstsein war.
Wie lange die Teams jetzt zu Fuß bis nach oben brauchen wenn die Bedingungen so schlecht sind ist auch die Frage.
Und ob man sie mit der Ersten Hilfe vor Ort wieder bis nach unten bringt.
"Wer in die Höhe geht, muss wissen, dass er auch nicht zurückkommen kann"
ist ein Zitat von Ihr. Sie wusste was passieren kann und hat es in Kauf genommen, so wie bei vielen anderen davor ist es jetzt auch bei ihr eingetreten.
Mein Beileid der Familie/Angehörigen die jetzt damit klarkommen müssen
br403 hat geschrieben: 31.07.2025 - 09:29
Hier war es ja kein Leichtsinn, schlechte Ausrüstung, oder kein Wissen. Einfach ein Unglück.
Genau so sehe ich das auch. Sie war ja als sehr umsichtige Sportlerin bekannt. So etwas kann jedem auf einer ganz normalen Alpenwanderung auch passieren. Auf jeden Fall ist das sehr tragisch. Auch von mir mein größtes Mitgefühl an alle trauernden Angehörigen.
br403 hat geschrieben: 31.07.2025 - 09:29
Hier war es ja kein Leichtsinn, schlechte Ausrüstung, oder kein Wissen. Einfach ein Unglück.
ohne die Hintergründe zu kennen, aber anscheinend war das Wetter zu schlecht und die Steinschlaggefahr zu groß um eine Rettung einzuleiten. Ob das bei Aufbruck abzusehen war entzieht sich meiner Kennniss, aber manchmal ist der Ehrgeiz auch beim vernünftigsten doch größer
Das wissen wir leider nicht. Sie hat ja auch verfügt, dass sie nicht geborgen werden soll, wenn andere Menschen dabei ihr Leben riskieren müssen. Nun ist sie bei der Ausübung ihrer Leidenschaft in ihrer Welt der Berge gestorben.
Gleich vorab: Ich fand sie, ohne sie persönlich zu kennen, immer sehr sympathisch und down to earth und hätte ihr gern sehr viel mehr Schaffenszeit gegönnt. Der Familie wünsche ich viel Kraft.
Rein sprachlich betrachtet fand ich den Vorgang aber absolut interessant. Faktisch hat man, und das war sicher eine sehr verantwortungsvoll getroffene Entscheidung mit Rücksicht auf alle abzuwägenden Umstände, die Suche aufgegeben und damit ihren Tod beschlossen. Kein Vorwurf. Das hat man dann der Presse verkündet und entstanden sind Schlagzeilen wie Jetzt haben wir die traurige Gewissheit oder Laura Dahlmeier ist tot. Soweit ich das gelesen habe und ich habe danach gesucht, hat es aber genau nicht den Moment gegeben, in dem jemand am leblosen Körper den Tod festgestellt hat. Oder per Wärmebild oder sonst irgendwas. Bedenkt man die Höhe, auf der sie unterwegs war, darf man Ausrüstung und Kleidung unterstellen, die auch unterhalb des Gefrierpunkts noch funktioniert und ein ausdauernder Spitzensportlerkörper könnte Reserven haben, die für 72 Stunden reichen statt für 48. Will sagen: Möglicherweise lag sie da am Mittwochabend eben doch noch, möglicherweise jetzt noch, schwer verletzt, sterbend, während die Schmierfinken ihr Werkzeug Sprache nicht richtig zu benutzen verstanden.
Das Karakorum Gebirge ist noch mal stärker vom Klimawandel betroffen, als die Alpen. Ich glaube, die Zeiten, wo man dort im Alpinstil Bergsteigen konnte, sind vorbei. Ich denke, wenn dort überhaupt etwas geht, dann nur mehr auf den Touristenrouten oder im Expeditionsstil, mit sehr langer Beobachtungs- und Erkundungszeit.
Wer schon mal einen Steinschlag erlebt hat, weiß, was das bedeutet. Ich kenne jede Menge Leute, die deswegen nicht mehr in den Westalpen Bergsteigen gehen.
Wobei laut dem Bericht eines anderen Bergsteigers/Helfers dürfte das schon eher ein Bergsturz gewesen sein.
Der Laila Peak an sich ist halt auch anfällig. Ich hab mal einen Bericht gelesen, da hieß es, dass man auf 5.000 m Seehöhe im T-Shirt klettern konnte. Wohl gemerkt auf einem Berg, der hauptsächlich aus Schnee und Eis besteht.